Oberhessen.
25 Jahre Schühenklub „ZRolonö" in Klein-Lmden.
OO Klein-Linden, 18. Juni. Der hiesige Schützenklub „Roland", ohne Zweifel einer der rührigsten Vereine in unserm Dorf, feierte am Sonntag an seinen ideal gelegenen Schießständen am Bergwerkswald sein 25. Stiftungsfest und -verband damit das übliche Jahres-Preisschießen des ehemaligen Schützenbundes „Lahn-Dill-Hüttenberg", jetzt eine Untergliederung des Deutschen Schützenbundes, zu dem sich die angeschlossenen Vereine auch recht zahlreich eingefunden, hatten. Frühmorgens um 7 Uhr wurde mit dem Preisschießen begonnen, und den ganzen Tag bis zum Abend um den Sieg gekämpft. Die erzielten Ergebnisse find als hervorragend anzusprechen. Jedem Schützen wurden drei Schuß auf die Zwölferscheibe zugestanden. Gegen Abend nahm Bundesvorsitzender Heiland (Steindorf bei Wetzlar) die Gelegenheit war, dem festgebenden Verein zu seinem silbernen Jubiläum die herzlichsten Glückwünsche des Bundes auszusprechen. Den noch lebenden sechs Gründern des Vereins, Lokomotivführer Friedrich Stein, Lokomotivführer Heinrich K e u d e l, Lokomotivführer Jakob Kopp, Lokomotivführer i. R. Gottfried Benderoth, sämtlich in Klein-Linden, Gastwirt August Lang und Reserve-Lokomotivführer Heinrich K r e u d e r , beide in Gießen wohnhaft, widmete er herzliche Dankesworte für ihre Treue in schwerer Zeit und überreichte ihnen ein sinnvolles Geschenk des Festoereins mit ein- graoierter Widmung. Ferner sprach er über die vaterländischen hohen Aufgaben der Schützenvereine, denen jetzt im Dritten Reiche die gebührende Anerkennung gezollt werde. Seine Rede klang aus im Bekenntnis zum deutschen Volk und seinem Führer Dolkskanzler Adolf Hitler, denen er ein dreifaches „Sieg-Heil!" ausbrachte. In das gemeinsam gesungene Horst-Wessel-Lied und das Deutschlandlied stimmten die Festbesucher begeistert ein.
Anschließend dankte der Vereinsführer des Schützenklubs „Roland", Lokomotivführer Friedrich Stein, für die überbrachten Glückwünsche, ferner im Namen der noch lebenden Gründer für die Ehrung derselben und gab ein^ Rückblick auf die Geschichte des Vereins. Wenn auch der Verein einst schwer um die Durchführung seiner Ziele gekämpft habe, so könne man heute, wo die nationalsozialistische Regierung die Ziele des deutschen Schützenbundes unterstütze, mit umsomehr Stolz auf die Vergangenheit zurückblicken.
Mit einer harmonisch verlaufenen Nachfeier im Vereinslokal, dem Turnerheim, fand das Fest sein Ende. Die Preisverteilung, es kamen sehr wertvolle hauswirtschaftliche Gegenstände aller Art zur Verteilung, hatte folgendes Ergebnis: 1. Preis Friedrich Stein mit 36 Ringen (Stech- fchuß 12), 2. August Pfeiffer mit 36 R. (10), beide von Klein-Linden, 3. Rudolf Weil, Kroj- dorf mit 36 R., 4. Otto Becker, Krofdorf, 5. Friedrich Schmidt, Hochelheim, 6. Ambrosius, Biskirchen, 7. Karl Schaum, Hochelheim, 8. Karl Kreutz, Krofdorf, 9. Heinrich H u m r i ch , Oberbiel, sämtlich mit je 35 Ringen, 10. Wilhelm Schüttler, Großen-Linden, 11. Wilhelm Wagner, Krofdorf, 12. Wilhelm Schmidt, Oberbiel, 13. Wilhelm Schnautz, Oberbiel, 14. Robert Stein, Klein-Linden, 15. Georg Schmidt, Wetzlar-Niedergirmes, 16. Willi Schmidt, Wetzlar- Niedergirmes, 17. Adolf Veit, Klein-Linden, 18. Johann Köhler, Hochelheim, 19. Heinr. Stoll, Großen-Linden, 20. Fritz Schmidt, Großen-Lin- den, sämtlich mit je 34 Ringen. Außerdem wurden noch 14 Trostpreise an die Schützen mit je 34 Ringen ausgegeben.
Grohfeuer in Ober-Ohmen.
# Ober-Ohmen, 18. Juni. Heute gegen 9 Uhr brach hier ein Feuer aus, das große Ausmaße annahm. Es fielen dem Feuer die Scheunen und Stallungen der Landwirte Otterbein und Becht, sowie die landwirtschaftlichen Gebäude des Bürgermeisters Heinrich Horst zum Opfer. Außerdem brannte noch ein Wohnhaus ab, in dem zwei Familien zu Miete wohnten. Das Feuer breitete sich mit großer Schnelligkeit aus, so daß im Nu sämtliche genannten Baulichkeiten in hellen Flammen standen. Dabei entwickelte sich eine Hitze, die die Annäherung an die Brandstellen ungemein erschwerte. Die Luft wurde so heiß, daß weit entfernt stehende Obstbäume sengten. An drei weiter
abstehenden Häusern begannen alsb-ald die Flammen an den Dachborden zu lecken, so gewaltig war die Hitze, doch gelang es wagemutigem Eingreifen sofort, diese neuen Brandherde im Keime zu ersticken. Den vereinten Bemühungen der hiesigen und auswärtigen Feuerwehren gelang es nach etwa drei Stunden die größte Gefahr §u bannen. Außer der hiesigen Wehr beteiligten sich an den Löscharbeiten die Pflichtwehren von Ruppertenrod und Unter-Seibertenrod, ferner die Motorspritzen von Nieder-Ohmen und Alsfeld und die Freiwillige Feuerwehr von Groß-Felda. Das Feuer fand an dem frischgeernteten Heu, wie auch an dem ausgetrockneten Gebälk der Gebäude reiche Nahrung. Die Einwohner, die größtenteils draußen bei der Heuernte tätig waren, eilten von allen Richtungen dem Dorfe zu. Don den Nachbardörfern waren gleichfalls Einwohner erschienen, die alle bei der Wasserversorgung der Spritzen helfend eingriffen, mußte doch ein großer Teil Wasser mit Fässern aus der Ohm herbeigeschafft werden. Erfreulicherweise hielt die hiesige Wasserleitung den an sie gestellten Anforderungen stand, und es mag jetzt erst so manchem zum Bewußtsein gekommen sein, wie wichtig die Anordnung des Bürgermeisters vor einigen Tagen war, kein Wasser aus der Leitung zum Gießen zu nehmen. Der entstandene Sachschaden ist sehr erheblich.
Landkreis (tfkfcen.
Wieseck, 18. Junk. Der O b st - und Gartenbauverein hatte gestern zu seiner zweiten sommerlichen Schulungstagung Einladung ergehen lassen, der eine stattliche Teilnehmerzahl gefolgt waren. Während der vorige Lehrgang in die Baumanlagen der Gemarkung führte, wurde diesmal der Haus- aarten in den Kreis der Besprechung gezogen. Nach herzlichen Begrüßungsworten hielt der Vereinsvorsitzende, Lehrer B e p p l e r, einen Vortrag über die derzeitigen Verhältnisse im Obst- und Gartenbau und führte dabei u. a. aus, daß trotz des reichen Blütenjahres mit guten Bestäubungsmöglichkeiten nur eine knappe Mittelernte in Erwartung stehe und daß der Baumbesitzer alles daran setzen müsse, die yun in Entwicklung begriffenen Jungfrüchte zur; Dollentwicklung zu bringen. Dazu sei in Anbetracht ■ der mangelnden Winterfeuchtigkeit und der fehlen-' den Niederschläge gründliche Bewässerung nötig.! Um die Verdünstung auf ein Mindestmaß zu beschränken ist eine dauernde Offenhaltung und Lockerung der Baumscheibe bzw. der beanspruchten Un-. terfläche notwendig. Im weiteren wurde die Not-1 Wendigkeit der Sommerdüngung der Obstbäume vor । Augen geführt. Jetzt sei die Zeit gekommen, wo der Baum die Blütenanlage für das kommende Jahr bildet und da dürfe es ihm nicht an den notwendigen Aufbaustoffen fehlen. Man habe zwischen stark- wüchsigen und schwachtriebigen Obstbäumen zu unterscheiden. Während erstere meistens mit Stickstoff überdüngt werden, mangelt er den letzteren, die dann trotz reichlichsten Blütenansatzes nicht die nötige Kraft zum Aufbau der Früchte haben. Deshalb sei die Düngung individuell durchzuführen, wobei zur Förderung der Blütenknospenbildung vor allem an Superphosphat, Kali und Kalk nicht gekargt werden dürfe. Bei Verwendung von Jauche müsse immer ein Zusatz von wasserlöslicher Phosphorsäure erfolgen, um sie zu einem Dolldünger zu machen. Weitere Behandlungspunkte betrafen noch den Sommerschnitt des Formobstes, die Arbeiten an den umgepfropften Bäumen, das Geizen der Weinspaliere, die Vorteile der Reihensaat bei allen Gartenkulturen und das Pflanzen und Verschulen bei trockenheißer Witterung. Auf Anfrage aus der Versammlung heraus wurde noch die Sommerbehandlung der Hochstamm-, Busch- und Polyantarosen besprochen und dabei die Notwendigkeit gründlicher Bewässerung mit Verabreichung mehrerer Dunggüsse mit Am-Sup-Ka zur Erzielung eines zweiten Rosen- flors dargelegt. Viel Bewunderung fanden die Rosenneuzüchtungen „Präsident Hoover", deren Form- und Farbenschönheit etwas Besonderes darstellt und die Einfassungsrose „Gloria Mundi" mit Blumenbüscheln von 8 bis 15 Einzelrosen. Baumwart Ludwig Haas gab noch Anweisung über die bei der heißen Witterung sich stark vermehrenden Schädlingen des Obst- und Gartenbaues. So sind die Blattläuse geradezu zur Pflage geworden, die dem an sich schon schwachen Wüchse der Kulturpflanzen noch weiter Abbruch tue. Er empfahl die Verwendung der fast kostenlos aus Tabakstaub herzustellen- den Nikotin-Schmierseifenbrühe, die immer sicher
zum Ziele führe. An den Obstbaumen tritt vereinzelt der Mehltau auf, gegen den rechtzeitiges Spritzen mit einem Schwefelmittel (Solbar, Schwefelkalkbrühe) von Erfolg sei. Die Gefahr des Schorfanfalls sei Heuer weniger schlimm, aber das Auftreten des Apfelwicklers mache sich in verstärktem Maße bemerkbar. Neben Arsenspritzungen, die im Garten bei Unterkulturen nicht immer durchzufüh- ren seien, empfahl Baumwart Haas das Anlegen von Jnsektenfanggürteln aus Wellpappe. Der Der- einsobmann gab noch bekannt, daß der Verein in Kürze einen Süßmostapparat beschaffen und den Mitgliedern gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung stellen werde, vorher aber sollen die Interessenten in einem weiteren Schulungslehrgang über die Bedeutung, die Herstellung und Behandlung des Süßmostes von allen Obstarten unterrichtet werden, In der anschließenden Vorstandssitzung wurden einige innere Angelegenheiten erledigt und der Vorsitzende erneut beauftragt, bei der Landesbauernschaft Hessen-Nassau zu Frankfurt a. M. weitere Schritte zur Herausgabe einer Fachzeitschrift für Obst- und Gartenbau zu unternehmen, da eine solche als das beste Vereinsband anzusprechen sei.
00 Klein-Linden, 18. Juni. Die hiesige Ortsgruppe der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV.), der in unserer Gemeinde mehr als 300 Mitglieder angehören, hielt am Samstagabend in der Turnhalle ihre zweite Vollversammlung ab. Während in der Maioersammlung durch Lehrer Möller die Ziele der NSV. vorgetragen wurden, wurde diesmal als Abschluß der Verkehrswoche das Thema behandelt „Die Bekämpfung der Gefahren des Verkehrs durch Erziehung aller Volksgenossen." Bei dieser Gelegenheit kam auch die Sprache auf die durch die vielen Unfälle berühmt gewordene Straßengabelung Frankfurter Straße—Wetzlarer Straße. Bürgermeister Fischer will sich bei den in nächster Zeit geplanten Straßenarbeiten bei der Provinz dafür einsetzen, daß Maßnahmen getroffen werden, die Gefahren zu beseitigen. NSV.-Ortsgruppenleiter Karl H o f gab noch einige geschäftliche Mitteilungen bekannt, die namentlich auch die Arbeit der NSV. für das kommende Winterhilfswerk betrafen. Orts- qruppcnleiter Dr. Crößmann rief in feinem Schlußwort zur aktiven Mitarbeit aller Mitglieder der NSV. auf, verlangte ferner, heute mehr denn je, sich hinter die Regierung zu stellen, und schloß mit dem „Sieg-Heil" auf unfern Führer und Volkskanzler Adolf Hitler.
= Großen-Linden, 18. Juni. Unter starker Beteiligung fand gestern nachmittag im Saale der Gastwirtschaft „R e b ft o ck" ein Treffen der Frauen- schaften von Allendorf (Lahn), Großen-Linden, Leihgestern, Alten-Buseck und Watzenborn-Steinberg statt. Frl. Müller (Großen-Linden) begrüßte die zahlreichen Gäste. Den unterhaltenden Teil bestritt in der Hauptsache die Frauenschaft Alten-Buseck; außer zwei Volksstücken in oberhessischer Mundart, die „Spinnstube" und die „Heunkküch" (Honigküche), die große Heiterkeit hervorriefen, trugen diese auch einige Lieder vor. Pg. Dr. Röder hielt eine kurze Ansprache, in der er den Sinn und die Bedeutung der Frauenschaft im Dritten Reich erörterte. Die Großen-Lindener Frauenschaft bewirtete die auswärtigen Gäste mit Kaffee und Kuchen. Der Bund deutscher Mädchen von Großen-Linden führte einen Reigen vor, der sehr gut gefiel Mit einem „Sieg- Heil!" auf den Führer fand die gelungene Veranstaltung ihr Ende.
Hungen, 18. Juni. Der Sängerkreis ,,C h a 11 i a" im Gau XII (Hessen-Darmstadt) des Deutschen Sängerbundes hielt bei herrlichem Wetter seinen Kreisliedertag in Hungen ab. Um 8 Uhr nahm im Saale des „Darmstädter Hofes" das Wertungssingen seinen Anfang, an dem 27 Vereine teilnahmen. Jeder Verein hatte einen Pflicht- und einen selbstgewählten Chor zu fingen. Die Beurteilung und Bewertung der Chore lag in bewährten Händen des Musiklehrers Heinrich Blaß (Gießen). Die Kritik wurde anschließend an das Wertungs- fingep den Chorleitern und Vereinsoorständen bekanntgegeben. Nachmittags fand auf dem alten Marktplatz eine öffentliche Kundgebung statt, die mit dem Sängergruß eröffnet wurde. Der Kreis- walter Rinker entbot im Namen des Sängerkreises „Chattia" den Sängern herzliche Willkommensgrüße, insbesondere hieß er den Provinzial- walter Wendler (Bad-Nauheim) sowie die Vertreter der NSDAP, und den Stadtvorstand — vertreten durch Bürgermeister Fendt — willkommen. Das deutsche Volkslied, so führte er weiter aus, ist das herrlichste Volksgut, das uns anoertraut ist. Es ist Aufgabe der Vereine, das deutsche Lied weiter zu pflegen, zu erhalten und der Nachwelt in unver
änderter Form zu überliefern. Unter Stabführung des Bundeschorleiters Stein brachten die Sänger den „Sonnenaufgang" zu Gehör. Bürgermeister Fendt betonte dann besonders, welche ethischen Werte und welche unermeßlichen Kräfte dem deutschen Volksliede innewohnten, das alle Stände und Schichten überbrückt und bestes Kulturgut sei. Nach einem auf Volk und Vaterland ausgebrachten Sieg- Heil intonierte die Kapelle das „Deutschland-Lied", in das die Menge begeistert einstimmte. Die Sänger brachten anschließend das Lied „Es klingt ein heller Klang" zu Gehör. Prooinzialwalter Wend- l e r überbrachte namens der Gauleitung die herz- lichsten Sänaergrüße des leider am Erscheinen verhinderten Gauführers, Ministerialrats Rings- hausen. Die Volksgemeinschaft sei schon stets das Sinnen und Streben der Sängerschaft gewesen, so möge es auch weiter bleiben. Es sei das Gebot der Stunde, als Träger echten Volkstums unter das Volk zu gehen und mit ihm das zu fingen, was aus seinem Innersten komme und es von ganzem Herzen bewege. Unsere Brüder an der Saar und in Deutsch-Oesterreich mögen durch das deutsche Lied die Kraft und Stärke erhalten, die es ihnen ermöglicht bis zu dem Entscheidungstage in fester unwandelbarer Treue auszuhalten. Das große Verdienst unseres Führers Adolf Hitlers sei es, daß man nicht nur heute das deutsche Lied hege und pflege, sondern daß man es auch wieder offen und frei fingen könne. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß er feine oft durch Zustimmungsäußerungen unterbrochene Ansprache, die mit dem Horst- Wessel-Lied ihren Ausklang sand. Mit dem Chor „Wo gen Himmel Eichen ragen" wurde die Kundgebung beschlossen und in einem Festzug durch die Straßen des Städtchens nach dem Darmstädter Hof gezogen, wo die Sänger unter Absingen fröhlicher Lieder noch einige gemütliche Stunden verbrachten.
Neue Jugendherbergen im Gebiet Nhein-Main-Lahn-Fulda.
Im Gau Rhein-Main-Lahn-Fulda des Reichsverbandes der Jugendherbergen werden in nächster Zeit an verschiedenen der von der wandernden Jugend besonders bevorzugten, landschaftlich schönsten Punkte die Unterkunstsverhältnifse einer wesentlichen Verbesserung unterzogen. In Nassau a. d. Lahn wird an Stelle der bisherigen Behelfsunterkunft von der Stadtverwaltung ein mit 45 Betten ausgestattetes Landhaus zur Verfügung gestellt. Auch Gersfeld a. Rhön, wo die Unter» kunftsverhältniffe bisher sehr zu wünschen übrig ließen, stellt den Jugendwanderern ein geräumiges Haus mit 120 Betten und großem Park als Jugendherberge zur Verfügung. Sehr zu begrüßen ist auch, daß jetzt auch Neckarsteinach endlich eine geräumige Jugendherberge mit 80 Betten erhält: sie erhält gleichzeitig auch eine Boots- a n l eg e ft e l l e, womit einem dringenden Bedürfnis der zahlreichen Wasserwanderer abgeholfen wird. An Stelle der bisherigen unzulänglichen Bleibe erhält auch Worms a. Rh. in dem historischen Gebäude des alten Pfandhauses eine mit 60 Betten ausgestattete Jugendherberge. Schließlich wird auch noch Bingen am Rhein an Stelle der bisherigen notdürftigen Unterkunft eine guteingerichtete Jugendherberge mit 80 Betten erhalten. Diese sämtlichen Verbesserungen des Jugendherbergewesens im Gau Rhein-Main-Lahn-Fulda haben eine tatkräftige Unterstützung durch die Bürgermeister der betreffenden Gemeinden gefunden. Zu ihrer Finanzierung wurden im Einvernehmen mit dem Hessischen . Staatsminister, dem Oberpräsidenten und den Regierungspräsidenten die Erträgnisse des Schulpfennigs sowie des diesjährigen Opfer- und Werbetages verwandt.
Wetterv-rar.ssqqe.
Ueber England hat sich ein Tiefdruckgebiet enb chlckelt, das den hohen Druck über dem Festland immer weiter ab baut. Da es sich voraussichtlich nach Deutschland bewegen wird, dürfte infolge Zustrom kühlerer ozeanischer Luft nach vereinzelten Gewitterstörungen Niederschlagstätigkeit eingeleitet werden. Dabei bleiben die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht ausgeglichener als seither.
Aussichten für Mittwoch: Wechselnd bewölkt mit zwischenzeitlicher Aufheiterung, schwül, vereinzelte gewittrige Niederschläge.
Lufttemperaturen am 18. Juni: mittags 31,5 Grad, abends 21,1 Grad; am 19. Juni: morgens 17,1 Grad. Maximum 31,8 Grad, Minimum 12,1 Grad. — Erd- temperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Juni: abends 26,9 Grad; am 19. Juni: morgens 21,3 Grad — Sonnenscheindauer 13,9 Stunden.
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