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So wie schon immer die junge Mannschaft der Träger des Brauchtums ihres Volkes und in wehrhafter Geschlossenheit der Hüter seines Lebens war, so wird die junge Mannschaft der tl beit, die in den Betriebsgemein- Ichaften der Deutschen Arbeitsfront zusammengeschlossen ist, in dieser Nacht durch dieses Feuer das Bekenntnis zu Reich und Volkstum ablegen.

Wenn ihr in der Nacht vom 20. zum 21. Jyni die Revolutionsfeuer aufleuchten seht, wie sie von Bergkuppe zu Bergkuppe weitergegeben werden, dann denkt an den Führer, denkt an Deutschland und an alle Deutschen dies- und jenseits der Grenzen, bekennt euch zur Gemeinschaft des Blutes, die feine Grenzen kennt und uns über alles

Für die Kinderlandoerschickung wen­den sich die Reichsminister Dr. Goebbels, D8rr6 und Rust und der Amtleiter Hilgen­feld t des Amtes für Dolkswohlfahrt wie früher schon der Reichsjugendführer in Aufrufen an die Oeffenlichkeit.

Lr. Goebbels sagt in seinem Aufruf: Die NS.-Volkswohlfahrt hat sich entschlossen, im Rah­men des HilfswerkesMutter und Kind" 500 000 Stadtkinder auf das Land zu schicken. Alle diese Jungen und Madels, in engen Grohstadtmauern ausgewachsen, sollen sich auf einige Wochen in Gottes freier Natur kräftigen und erholen. Deutsche Bauern, stellt die erforderlichen Frei­stellen zur Verfügung! Bringt eure Opfer und nehmt hervorragenden Anteil an der Gesun­dung der deutschen Jugend. Sie wird euch das Opfer danken und sich in der Zukunft mit allen Kräften für das Wohl der Nation einsetzen.

Reichsminister Darr6 sagt: Das Schicksal des Dritten Reiches liegt in seiner Jugend be­gründet. Kein Mittel darf ungenutzt bleiben, um unserer deutschen Äugend die schweren Ausgaben zu erleichtern, die ihrer in kommenden Jahren har­ren. Auch der deutsche Bauer muß hier helfend ein­greifen. Das HilfswerkMutter und Kind" wendet sich in diesen Tagen an das deutsche Bauerntum. Der deutsche Bauer soll für einige Wochen b e dürf- tige deutsche Stadtkinder bei sich äuf­ne h m e n. Durch die Erfüllung dieser sozialen Ver­pflichtung im Dienst an der Volksgemeinschaft wird nicht nur der Nachwuchs der Nation gekräftigt, son-

Kiel, 18. Juni. (DNB.) Heute mittag begrüßte der in Kiel eingetroffene Reichswehrminister Gene­raloberst von Blomberg in Begleitung des Chefs der Marineleitung D. h. c. Raeder die Besatzung des am Samstag von einer mehrmonatigen Welt­reise heimgekehrten KreuzersKarlsruhe". Die Kieler Förde mit der im Hafen liegenden Flotte bot sich dem Reichswehrminister im herrlichsten Sonnenschein dar. Beim Längsseitskommen des Bootes an derKarlsruhe" ertönte das Kommando Front nach Steuerbord!" Die Wache präsentierte das Gewehr. Die Flagge des Reichswehrministers ging auf derKarlsruhe" hoch. Am Fallreep nahm der Minister die Meldung des Kreuzerkommandan- ten, Fregattenkapitän Freiherrn Harsdorfs von Enderndorf entgegen. Das Flottenflagg­schiffSchleswig-Holstein" salutierte die hochgehende Flagge des Reichswehrministers mit 19 Schuß, wo­bei der Reichswehrminister zum Flottenflaggschiff hinübergrüßte. Dann wurden ihm die Offiziere Des KreuzersKarlsruhe" vorgestellt, nach ihrer Be­grüßung schritt der Reichswehrminister in Begleit tung des Chefs der Marineleitung die Front der einzelnen Divisionen ab. Unter der Besatzung be­fanden sich 114 Kadetten.

NeichSwehrminisier von Blomberg führte auf der Schanze vor angetretener Mannschaft etwa aus:

Sie haben auf ihrer Fahrt um den Erdball das Mittelmeer, Britisch-Jndien, Niederländifch-Jndien und die Vereinigten Staaten gesehen. Sie haben während dieser dreivierteljährigen Abwesenheit auf seemännischem und fachmännischem Gebiet ihr Kön­nen und ihr Wissen bereichert und damit zu den allgemeines Erfahrungen der Marine beigetragen. Dann aber und das ist nun ebensowichtig | hat der Kreuzer im Auslande für unser Vaterland, für das neue deutsche Dritte Reich ge­worben. Als im September v. I. ihr Komman-1

In Liegnitz brach in dem großen Dampfsäge- und Hobelwerk der Holzgroßhandlung Oswald Hart­mann ein Großfeuer aus, dem i>as gesamte Maschinenhaus mit den Maschinen, Lagerschuppen und große Holzvorräte zum Opfer fielen. Bei den Löscharbeiten wurden drei Personen schwer und 25 Leicht verletzt. In hervorragender Weise beteilig­ten sich an den Löscharbeiten Hitler-Jugend und Arbeitsdienst. Die Ursache des Feuers.ist darin zu suchen, daß aus der Vorfeuerung eine Stichflamme \ herausschlug, die Sägespäne zur Entzündung brachte.

Am Montag brach an den Abhängen des Hartmannsweiler Kopfes im Elsaß in­folge der Trockenheit Feuer aus, dem man zu­nächst keine besondere Bedeutung beimaß, weil aus der Vernichtung von einigem Gesträuch kein be­sonderer Sachschaden angerichtet werden konnte. Es war aber nicht möglich, den Brand zu löschen, weil immer wieder aus dem Kriege zurückgebliebene Blindgänger explodierten und das Leben der Feuerwehrleute bedrohten. In den Abend­stunden des Montags drohte der Brand größeren Umfang anzunehmen. Mehrere Lastwagen mit Truppen wurden an die Brandstelle gesandt, um die anliegenden Nadelholzwälder vor dem lieber- greifen des Feuers zu schützen. Auf den östlichen und südlichen Hängen sind bereits mehrere hundert Hektar ein Raub der Flammen geworden. Der Brandherd dehnt sich auf etwa 2 Kilometer aus. Man rechnet aber nicht damit, daß die umliegenden Dörfer Wattmeiler und Wünheim gefährdet werden könnten.

Trennende hinweg in allen Dingen als höchste Bin­dung gegeben ist.

Heil Hitler! (gez.): Dr. Robert Ley.

12 Zahre Kerker für Woldemaras.

Kowno, 18. Juni. (DllB.) Die Litauische Tele. grapfjenagenfur veröffentlicht folgende Verlaut­barung: Am 17. Juni hat das Feldgericht gegen woldemaras verhandelt. Der Angeklagte ist für schuldig gefunden, gemeinsam mit anderen mittels eines bewaffneten Aufstandes die bestehende litauische Regierung zu stürzen ver­sucht Zu haben. Dafür hat das Feldgericht wolde­maras mit 12 Jahren schweren Kerker bestraft.

dern vor allen Dingen auch in den jugendlichen Seelen das Verständnis für die Lebensart unserer deutschen Bauern gelegt.

Reichsminister Rust erklärt: Diele tausend Kin­der bedürftiger Volksgenossen sollen in diesem Som­mer auf dem Lande Erholung finden. Sie sollen hinaus aus den Großstädten und Notstandsgebie­ten auf das Land zum Bauern zur schöpferi­schen Natur und gerade beim deutschen Bauern die lebensstarke Verbundenheit des Blutes mit der Scholle erleben. Es ist eine Ehrenpflicht des ganzen deutschen Volkes für die Gesundung und Erholung unserer Jugend zu sorgen.

Amtsleiter H i l g e n f e l d t führt aus: Viele tau­fend Stadtkinder bedürftiger Familien wollen wir zur Erholung aufs Land schicken. Sie sollen sich dort körperlich erholen. Sie sollen aber auch ihre deutsche Heimat, bäuerliche Sitten und Gebräuche kennen und verstehen lernen. Stadt und Land sol­len einander näher kommen. Wir wollen der deut­schen Jugend Herz und Augen öffnen für die Ver­bundenheit von Stadt und Land! Deutsche Bauern! Helft weiter an dem Gelingen dieses Werkes! Tau­senden deutscher Stadtkinder habt Ihr Euer Haus geöffnet. Wir danken der deutschen Landbevölkerung für diesen Beweis nationalsozialistischer* Opferbereit­schaft. Aber noch Tausende von Pflegestellen fehlen uns. Wir rufen Euch, deutsche Bauern, wieder auf. Helft uns, das große Werk der Kinderlandoer­schickung durchzuführen; helft unserer Großstadt­jugend! Ihr dankt damit unserem Führer für seinen Kampf um Deutschlands Wiederaufstieg!

dant sich beim Parteitag in Nürnberg bei unserem Führer abmeldete, da nahm er für sich und für seine Besatzung die Verpflichtung mit, draußen im Auslande, im oft feindlichem Auslande, zu wer­ben für unser deutsches Reich. Diese Verpflichtung ist von ihrem hervorragenden Kommandanten und von Ihnen, der Besatzung, voll erfüllt worden.

Ich bin beauftragt, Ihnen den besonderen Dank des Reichspräsidenten General­feldmarschalls v. Hindenburg, unseres Füh­rers, des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler und der gesamten Reichsregierung auszusprechen. Ich habe weiter einen Brief von unserem Außen­minister Freiherrn von Neurath bekom­men, der ausdrücklich seinen Dank sagt für die Hilfe, die das stolze Schiff seinen Gesandten und konsularischen Vertretungen geleistet hat, um die deutschen Kolonien zusammenzufassen. Ich weiß wohl, wie jeder einzelne Mann auf sich selber auf- paffen muß, um nicht den Gesamteindruck, den das Schiff macht, zu stören, den guten Eindruck, den man nun im Auslande schon erwartet, wenn ein deutsches Kriegsschiff kommt und dies alles in der Zeit, in der die feindliche Hetzpropaganda er­neut ihr Haupterhoben hat, wo erneut, wie im Kriege, Verleumdung und Lüge das Bild trübte, auch das Bild, das"die Ausländs­deutschen haben mußten. Nun, man bezwingt am besten solche Haßpsychose dadurch, daß man per­sönlich auf fie losgeht. Mit derKarls­ruhe" ging ein geschlossener Kampfkörper hinaus, zu werben für das deutsche Volk und für das deutsche Vaterland. Daß eure Erfolge so groß gewesen sind, verdient [eben Dank. Als der Reichsminister von Bord schritt, ging die Kommandoflagge wieder hoch und das FlottenflaggschiffSchleswig-Holstein" feuerte in dem Augenblick, als langsam die Flagge des Reichswehrministers niederging, erneut neun­zehn Schuß Salut. Damit hatte der eindrucksvolle militärische Akt sein Ende gefunden.

Aus Blankenburg (Harz) wird gemeldet: Ein riesiger Waldbrand wütet im Forstamts­bezirk Heimburg in der Nähe des Forfthaufes Eg- aeröder-Brunnen. 600 Morgen Nadelholz stehen in Flammen. Der Wind jagt das Feuer mit großer Geschwindigkeit durch das Tannendickicht. Auch der Fichtenhochwald hat bereits Feuer gefangen. Unter der ungeheuren Hitze und dem Trinkwasier- mangel haben die Löschmannschaften sehr zu leiden. Die Dorfbewohner, Feuerwehren! Sanitätskolonnen und SA.-Mannschaften aus der ganzen Umgebung sind bereits eingesetzt und arbeiten fieberhaft an der Einkreisung des Brandherdes. Technische Not­hilfe, Arbeitsdienst und Forstschulen der Umgebung werden mit Lastkraftwagen an die Brandstelle ge­bracht. Man ist dabei, rings um den Riesenbrand­herd, dessen Ausdehnung noch nicht zu übersehen ist, den Wald niederzulegen. Ein furchtbares Bild der Vernichtung bietet sich den Blicken. Die Ent- stehungsursache des Brandes ist noch nicht feftge-

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Durch Funkenflug entstand in dem mecklenburgi­schen Dorfe Hohen-Luckow ein Brand, der in kurzer Zeit auf alle in der Windrichtung liegen­den Gebäude übersprang. Bisher stehen sieben Wohngebäude, Stroh- und Pappdachscheunen, Ställe und die Dorfkirche in Flammen. Zahlreiches Vieh, mehrere Maschinen und die Elektrizitätsstation find vernichtet.

In der Nacht vom Sonntag zum Montag brach bei den Heinkel-Flugzeugwerken in Warne­münde ein Brand aus. Entstehungsherd war ein Schuppen auf dem Flughafengelände, in dem einige eben fertiggestellte Sportflugzeuge vom Mu­

ster Heinkel-Kadett" zur Ablieferung bereitftanben. Die leichte Bauweise dieser Flugzeuge mit Lein­wand bespannte Holzkonstruktionen hat im Zu­sammenhang mit der herrschenden Hitze und Trockenheit das Umsichgreifen des Feuers begün­stigt. Die Löschtätigkeit wurde dadurch erschwert, daß die Flugzeuge zum Teil bereits für die Probe­flüge Brennstoff an Bord hatten. Eine weitere Ausdehnung des Feuers auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden. Die Untersuchung scheint die Vermutung der Fachleute zu bestätigen, daß es sich um eine durch die abnorme Hitze herbei­geführte Selbstentzündung handelt.

In. dem Dorfe Sklenne bei Kremnitz brach Mon­tagnachmittag ein Bra nd aus, der mit riesiger Schnelligkeit um sich griff. Am späten Nachmittag standen bereits 80 Gebäude in Flammen. Es besteht wenig Hoffnung, den Brand einzudäm­men, da heftiger Wind und starker Wassermangel die Rettungsaktion in hohem Maße behindern.

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Durch eine Riesenfeuersbrunst wurde das ägyptische Dorf Maschtul fast völlig zerstört. 180 Häuser fielen dem Feuer zum Opfer, und 13 Personen kamen ums Beben. Das Feuer fand durch den herrschenden heftigen Sturm rasche Ver­breitung.

Oie ausländischen Gäste der Kieler Woche am Marine-

Ehrenmal in Laboe.

Kiel, 18. Juni. (DNB.) Arn Montag legte eine große Anzahl der an Bord derRio Panuco" be­findlichen ausländischen Gäste am Ehrenmal her deutschen Marine in Laboe einen Kranz und Blumenstäuße mit Schleifen in den Farben der verschiedenen Nationen nieder. Zu Ehren der im Weltkrieg gefallenen deutschen Ma­rineangehörigen sprachen zunächst der frühere Staatssekretär Gouverneur von Nord-Algier Mini­ster David und der Präsident B o n v o l s i n, Lei­ter des Siedlungswesens in Frankreich. Der Reichs­sportführer von Tschammer-Osten dankte und gedachte der Toten der anderen Nationen, indem er zugleich die Kranzniederlegung als ein Symbol gegenseitigen Verstehenwollens und der Freund­schaft und Achtung der einzelnen Nationen vorein­ander bezeichnete. Unter den ausländischen Gästen befand sich der spanische Marinestaatssekretär Llegado, dem Deutschland in vieler Hinsicht zu Dank verpflichtet ist, desgleichen der Kabinettschef des französischen Ministers für öffentliches Gesund­heitswesen und Dolksertücbtigung, sowie der be­kannte Oberkommandierende der schweizerischen Armee während des Weltkrieges Oberstkorpskom­mandant Wille, der mit Deutschland freundschaft­lich und verwandtschaftlich verbunden ist.

Notkreuz-Arbeit

unter den Deutschen über Eee.

Im Rahmen der Kolonialtagung in Kiel versammelten sich auch die Mitglieder des Deut­schen Roten Kreuzes, Frauenverein für Deutsche über See, unter dem Vorsitz Der Frau Herzogin Adolf Friedrich zu Mecklenburg. Die Vorsitzende des Landesver­bandes Schleswig-Holstein, die Frau Prinzessin Heinrich von Preußen begrüßte die Gäste Die stellvertretende Vorsitzende, Frau v. L e k o w , erstattete den Jahresbericht, der zeigte, wie der Ver­ein seine Arbeit, die Fürsorge für Kranke, für Wöchnerinnen und Kinder unter den Deutschen über See, insbesondere in unseren alten Kolonien, Ost- und Südwestafrika, ausdehnen konnte. In Ostafrika wurden zwei neue Schwefterstationen, in Dabaga- Himbu (Jringa-Hochland) und in Oldeani, westlich des Kilimandscharo, eingerichtet. Solche Schweftern- ftationen sind ein unermeßlicher Segen für die um­liegenden deutschen Siedlungen, die sonst ohne jede pflegerische Hilfe wären: Deshalb wurde auch be­schlossen, nach Möglichkeit weiteren Bitten um Er­richtung solcher Stationen zu folgen. Eine Reihe von Abteilungen konnte sofort namhafte Beträge zur Derfüung stellen, so daß die Errichtung von zwei neuen Stationen, eine in Ostafrika, die andere in Südwest gleich in Angriff genommen werden kann. In Deutschsüdwest müssen außerdem die An­stalten des Vereins, Wöchnerinnen-, Kranken- und Erholungsheime für Erwachsene und Kinder, fort- geführt werden, ebenso brauchen die Schwestern- ftationen in den deutschen Siedlungen in Portug. Angola noch weiterer Unterstützung. Den Ver­handlungen folgte ein Vortrag von Frau (Tor ne He Hoetzsch über das Schwesternwesen im Roten Kreuz, der so recht klar werden ließ, in welchem Geist der Liebe und Opferwilligkeit die Arbeit ge­tan werden muß, um zu gelingen. Ein weiterer Vortrag von Sch-vester Gertrud Schultz berichtete aus der praktischen Arbeit dieser Schwester, die schon zwei Dienstperioden in Portug. Angola und in Deutsch-Südwest hinter sich hat und die demnächst wieder auf einen anderen Posten ausgesandt wer­den wird. Der Samstag brachte noch eine gemein­same Sitzung des Deutschen Roten Kreuzes, Frauen­verein für Deutsche über See und des Frauenbun­des der Deutschen Kolonialgesellschaft, mit interessan- ten Vorträgen von Prof. Dr. 0 b ft und Frau Dr. phil. Hedwig F i tz l e r. Die Sitzung legte Zeugnis ab von der guten Zusammenarbeit der beiden kolo­nialen Frauenvereine, die beide unseren Deutschen in den Kolonien zeigen, daß auch sie umfaßt wer­den von dem großen Gedanken deutscher Volks­verbundenheit!

Zwei Brüder beim Baden im Main ertrunken.

In Hafenlohr sind, wie aus Würzburg gemeldet wird, die Brüder Karl und Gustav Beck aus Kar­bach beim Baden im Main ertrunken. Der 24- jährige Gustav Beck war in Gefahr geraten, fein 19jähriger Bruder Karl wollte ihn retten, fand aber dabei gleichfalls den Tod in den Fluten.

Ein junger Seemann will den Atlantik im Kanu überqueren.

Ein L4jähriger Seemann namens John Smith verließ am Montag den Hafen von Peterbourg (Ontario) in einem fünf Meter langen Kanu, in dem er den Atlantischen Ozean zu überqueren hofft. Er beabsichtigt, den St. Lorenzstrom hinunter und dann durch den Golf von St. Lorenz nach Neu­fundland zu fahren. Von dort will er Kurs nach Irland nehmen. Smith hat weder Mast noch Segel an Bord; er gedenkt die ganze Strecke rudernd zurückzulegen. Die erforderliche Zeit schätzt er auf zwei bis drei Monaten. Sein Ziel ist Peter­borough in England. Eine große Menschenmenge

Verlängerte Urlaube

im Versicherungsgewerbe.

Wie die Deutsche Angestelltenschaft, Unterbezirk Mittelhessen, mitzuteilen bittet, haben mehr als 10 große Versicherungsgesellschaften in diesem Jahre die Urlaubszeiten ihrer Angestellten wesentlich ver­längert. Die Lehrlinge und Jugendliche erhalten von nun an mindestens 12, im Höchstfälle sogar 21 Feiertage, an Stelle von bisher nur 8. Auch die Urlaubsdauer der älteren Angestellten hat eine er­hebliche Verbesserung erfahren. Je nach Anzahl der Berufsjahre hat, um nur ein Beispiel herauszugrei­fen, die Gruppe IV im Allianzkonzern statt bisher 10 bis 14 Urlaubstage künftig 16 bis 24. Den Festanzug der Deutschen Arbeitsfront liefern fünf Gesellschaften ihren Gefolgschaften ohne jede Be­zahlung, während 11 weitere große Firmen nen­nenswerte Zuschüsse leisten. Schließlich haben 44 Versicherungsgesellschaften zum 1. Mai Sonderbe­träge an die Gefolgschaften aus gezahlt, die bis xu 50 Prozent des Monatsgehaltes, in einem Falle sogar 100 Prozent, ausmachen. Diese Sonderzuwen- düngen der Firmen an die Gefolgschaften sind auch als Anteil an der Finanzierung des Urlaubs gedacht.

hatte sich am Hafen eingefunden, um John Smith Glück zu seiner Unternehmung zu wünschen.

Am Tage hundstagshihe nachts Frost.

Aus Meseritz (Grenzmark) wird gemeldet: In den letzten Tagen sind im gesamten Gebiet der mittleren Grenzmark und in den Nachbargebieten starke Temperaturunterschiede zu Der- zeichnen. Während am Tage 30 Grad im Schat­ten gemessen werden und die Gluthitze die Dürreschäden auf den verbrannten Feldern weiter erheblich verstärkt, sinkt des Nachts die Temperatur unter Null, in den letzten Nächten wurden bis ZU 3 Grad Frost gemessen, der vor allem auf den Frühkartoffelfeldern großen Schaden anrich- tete.

Anhaltende Hitze in Frankreich.

Die große Trockenheit und die ungewöhn­liche Hitze trauern in ganz Frankreich an. In Paris wurden am Montag 33 Grad im Schat- ten gemessen. Auch aus öer Provinz werden ahn- liche Temperaturen gemeldet. Die Mosel ist von der Quelle bis Römiremont vollkommen ausge­trocknet. In verschiedenen nordfranzösischen Ort­schaften herrscht Trinkwasfermangel. Für die Ernte befürchtet man das Schlimmste, wenn es nicht bald regnet.

Acht lebendige Kinder zur Welt gebracht.

Nach einer Agenturmeldung aus Schanghai hat die Ehefrau eines Mechanikers in Südchina a ch t Kinder, und zwar sieben Knaben und ein Mäd­chen, zur Welt gebracht. Mutter und Kinder erfreuen sich bester Gesundheit. Dieser außerge­wöhnliche Fall von Fruchtbarkeit hat selbst in China großes Aufsehen erregt.

Schweres Explosionsunglück im Staate Neuyork. Bisher sechs Tote und zahlreiche Verletzte.

In Jamestown im Staate Neuyork hat sich ein Kares Explosionsunglück ereignet, durch ich den ersten Meldungen 12 bis 20 Personen getötet und etwa 50 verletzt worden sind. Mehrere hundert Personen waren zufammenge- ftrömt, um bei einem Brande den Löscharbeiten der Feuerwehr zuzusehen. Plötzlich explodierten drei je etwa 90 000 Liter fassende Gasolintanks, die sich in unmittelbarer Nähe der Brandstelle befanden. Die Wirkung war furchtbar. Die drei Gasolintanks, durch deren Explosion das Unglück angerichtet wurde, gehörten der Richfield Oil Co., in deren Anlagen wahrscheinlich durch einen Funken eines elektrischen Umschalters ein Brand entstand. Die Zahl der Todesopfer soll nach den letzten Berichten nicht so hoch sein, wie zuerst befürchtet wurde; sie wird jetzt mit sechs angegeben.

Die unautorisierte französische Uebersehung vonMein Kampf" verboten.

Das Pariser Handelsgericht hat das Urteil im Prozeß des Eher-Verlages gegen den französischen Verleger der nichtautorisierten lieber- setzung des BuchesMein Kampf" gefällt. Der Druck und Verkauf der französischen lieber- setzung wurde verboten und die Vernichtung der beschlagnahmten Exemplare angeordnet. Jeder Fall von Zuwiderhandlung wird mit 100 Franken Geldstrafe geahndet. Dem Kläger wird moralische Genugtuung in Form des symbolischen 1-Frank- Schadenersatzes zugebilligt.

Kunst und Wissenschaft.

Schwerer Verlust der Himalaja-Expedition.

Die deutsche Himalaja-Expedition ist nach hoffnungsvollem Anfang von einem schweren Schlag getroffen worden. Wie dasMünchener Abendblatt" meldet, ist Reichsbahnrat A. Drexel am 8. Juni beim Angriff auf den Nanga Parbat im Lager 2 (5100 Meter) an einer akuten Lungen- entzünduna gestorben. Drexel war IVz Tage krank gewesen.

Eine neue Geschichte des Papsttums.

In Kürze erscheint im Verlag Cotta in Stuttgart der schon lange mit Spannung erwartete erste Band derGeschichte des Papsttums" aus der Feder von Johannes Haller. Der weit über Deutschland hinaus als gelehrter Forscher und meisterhafter Darsteller bekannte Tübinger Histo- riker faßt hier die Ergebnisse seiner Lebensarbeit auf dem Gebiet der Papstgeschichte zusammen in einer großzügigen, glänzend geschriebenen Dar- tellung._______________________________________

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: I. V.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'fche Univerfitäts-Buch. und Steindruckerei R. Lange. K..G.. sämtlich in Gießen.

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Deutsche Vauern-nehmtSladtkinderbei euch aus!

KreuzerKarlsruhe" von seiner Weltreise zuriilk

Oer Reichswehrminister begrüßt die Besatzung im Heimathafen.

Verheerende Brände in aller Well.

Hitze und Wassermangel begünstigen die Ausbreitung. -Insgesamt 13 Tote, 28 Verletzte. Explodierende Blindgänger am Hartmannsweiler Kopf.

Aus aller Well