Oer Reichs-Berufswettkampf der Gruppe Metall in Lollar.
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Junge Metallarbeiter bei ihrer Präzisionsarbeit.
Kreis Alsfeld.
LPD. AIsfeld, 18. April. Die preußisch-hessische Grenze in der Nähe des Kreisortes Bernsburg ist seit einiger Zeit wiederum Treffpunkt von Zigeunerbanden, die hier, nicht zur Freude der Bevölkerung, sogar ihre Lagerstätten aufschlagen. Daß dabei auch nach Möglichkeit gestohlen wird, beweist ein neuer Borfall in Bernsburg, wo eine Zigeunerin in ein Gehöft eindrang, dessen Bewohner nicht zu Hause waren. Die Zigeunerin verschaffte sich durch die Stalltür Zutritt zu den Wohnräumen und stahl dort eine größere Menge Lebensmittel aller Art, worauf sie schleunigst verschwand. Mit ihr rückte auch die Zigeunerbande in aller Eile ab. Die sofort eingeleitete Verfolgung hatte den Erfolg, daß die B a n d e g e ft e II t und hie Diebin fe st genommen werden konnte.
Kreis Schotten.
L Rudingshain, 17. April. Am vergangenen Sonntag fand hier die Einweihung der in ihrem Inneren wieder neu herge st eilten Kirche statt. Mit dieser Feier war gleichzeitig die diesjährige Konfirmation verbunden. Nach der Beichte, die in einem Saale stattfand, marschierten die Konfirmanden, Schuljugend, SA., SAR., der Kriegerverein und die übrige Gemeinde zum Gotteshaus. Dekan Widmann (Schotten) hielt im Auftrage der hessischen Kirchenregierung die Weihepred^gt. Der Männergesangverein (Leitung: Lehrer Schmidt) verschönte die Feier durch gesangliche Darbietungen: auch die Oberklasse unter der Leitung von Lehrer Moor wirkte mit. Im Anschluß an die Weihefeier fand durch Pfarrer Römer die Konfirmation statt. Es wurden neun Knaben und sechs Mädchen eingesegnet. — Die Zahl der diesjährigen Schulneulinge beträgt neun (ein Knabe und acht Mädchen). — Lehrer Moor wurde mit ^Beginn oes neuen Schuljahres, nach kaum halbjähriger Tätigkeit in unserer Gemeinde, nach Schotten versetzt. Man sieht ihn ungern scheiden. Die hiesige Schulstelle ist Lehrer Weber von Maar übertragen worden.
I. Gedern, 18. April. Dieser Tage fand hier im Bergwirtshaus eine Vorbesprechung für das Kreiswertungssingen statt, das am 6. Mai vom Kreis Vogelsberg-Süd des Hessischen Sängerbundes in Gedern veranstaltet wird. Für das Kreiswertungssingen haben sich bis jetzt schon etwa 40 Vereine mit etwa 1200 Sängern angemeldet. Am Sonntag, 6. Mai, singen diese Vereine in zwei Sälen je einen Pflichtchor und einen selbstgewählten Chor. Als selbstgewählte Chöre sind nur Volkslieder zugelassen. Am Nachmittag findet eine große öffentliche Kundgebung am Rathausplatz statt, bei der auch der Führer des Hessischen Sängerbundes, Ministerialrat Ringshausen, sprechen wird.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
£ Rodheim a. d. Bieber, 17. April. Der vorige Sonntag, als Tag der Inneren Mission, erhielt in der hiesigen Gemeinde eine besondere Note durch eine kirchenmusikalische Feier, die in der Abendstunde im altehrwürdigen Gotteshause veranstaltet wurde. Die Ausführungen des Ortsgeistlichen, Pfarrer V ö m e l, über das Wesen und die Werke der Inneren Mission, geschöpft aus dem Quell reicher Erfahrungen — Pfarrer V ö m e l diente 11 Jahre lang in Düsseltal der Inneren Mission — hinterließen bei den andächtigen Zuhörern einen tiefen und nachhaltigen Eindruck. Sie wurden umrahmt von Orgelvorträgen des Orgelkllnstlers Peter v. d. A u e aus Mainz, der die Gemeinde mit den größten deutschen Meistern der „musica sacra“, wie Joh. Bernhard Bach, Dietrich Buxtehude. Joh. Seb. Bach, I. Walther, Phil. Em. Bach, Gg. Fr. Händel, I. L. Krebs usw. bekanntmachte. Seinen musikalischen Darbietungen schickte der Künstler musikgeschichtliche Belehrungen voraus, die außerordentlich instruktiv wirkten, zumal sie aus großem Verstehen und Können geschöpft waren. Die Orgelvorträge zeugten von großer Meisterschaft in der Beherrschung der „Königin der Instrumente", und auch die eingelegten Sologesänge „Liebster Herr Jesu" von I. S. Bach und „Sei still" von Raff gefielen außerordentlich. Herr v. d. Aue erzählte auch, daß er wohl so ziemlich alle bedeutendsten Orgeln Westeuropas ge-
<£ Lollar, 16. April. ... Jungarbeiter — stillgestanden! — Im Gleichschritt marsch! — Kräftig dröhnte der Marschtritt von 25 Jungen der Prüfungsstätte, den Buderusschen Eisenwerken, zu. Dort angekommen heißt's wiederum — stillgestanden — Augen rechts! — Der Ehrenausschuß und die Wettkampfleitung erscheinen. Gefolgschaftsführer K l i n - k e l meldet dem Wettkampfleiter Grün: „25 Jungarbeiter zum Berufswettkampf angetreten." Dieser dankte und begrüßte die Wettkämpfer. In seiner Rede wies er auf die Bedeutung dieses Wettkampfes hin und forderte alle auf, mitzuhelfen, daß das deutsche Handwerk, die deutsche Qualitätsarbeit sich ihren alten Ruf zurückerobere.
Anschließend sprach Ortsgruppenleiter Bürgermeister Wagner. Er ermahnte alle, bei diesem Wettbewerb kaltes Blut zu bewahren und die Nerven nicht zu verlieren, denn nur so komme man zum Ziel. Dann begab sich jeder an seinen Arbeitsplatz. Die Werksleitung hatte die Vorbereitungen bis auf s> klein st e vorbildlich getroffen. Werkzeuge und Material lagen an jedem Arbeitsplatz tadellos geordnet und zum Greifen bereit. Punkt 9 Uhr begann der Wettkampf. Mit welchem Eifer gingen die Jungen an die Arbeit. Jeder wollte der Erste, jeder der Beste sein. Nach etwa 4V» Stunden war der praktische Teil beendet. Um 15 Uhr trafen sich dann die Jungarbeiter zur theoretischen Prüfung in der Schule. Um 17.30 war auch diese fertig. Mit den gezeigten
spielt habe und demnächst auf Anregung des Reichsaußenministers Freiherrn von Neurath in der Garnisonkirche in Potsdam eine „volkstümlich- nationale kirchenmusikalische Feier" zu veranstalten habe, wo es ihm dann vergönnt sein werde, am Grabe des größten preußischen Königs dessen eigene Komposition „Das Flötensolo" (aus einer Sonate) spielen zu können, das Herr v. d. Aue auch seinen hiesigen Zuhörern meisterhaft vortrug. So verliefen die Stunden gar zu schnell, und unsere altehrwürdige Orgel gab noch einmal her, wessen sie fähig war. Herrn v. d. Aue ein herzliches „Auf Wiedersehen" — vor einer inzwischen sicherlich überholten Orgel!
O Groß-Rechtenbach, 18. April Die N S. - Frauenschaft hatte dieser Tage die Alten über 65 Jahre, Männer und Frauen der Gemeinde, zu einem gemütlichen Beisammensein in den Gemeindesaal eingeladen. Auf den Tischen prangten die ersten
Leistungen — praktisch sowohl wie theoretisch — konnte man zufrieden sein. Allen Teilnehmern wird dieser Wettkampf, getragen von Kameradschaftsgeist und Arbeitsfreude, noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben.
An der Werkbank.
Frühlingsblumen. Die Führerin der NS.-Frauen- schaft, Frau Knoche (Klein-Rechtenbach), begrüßte die Alten und sprach kurz über den Sinn der Veranstaltung. Gemeinsam wurde ein Lied gesungen. Sodann warteten die Schulkinder unter Leitung von Lehrer M e s s e r s ch m i d t mit allerlei Darbietungen auf. Gesänge und Gedichtvorträge, sowie lebende Bilder aus dem heimatlichen Dorfe unterhielten die Alten ausgezeichnet. Gemeinsames Kafjee- trinken, bei dem die Mitglieder der Frauenschaft aufwarteten und die jüngeren Frauen einige muntere Lieder sangen, trug zur Verschönerung der Veranstaltung bei. Der Örtsgeistliche hielt eine Ansprache, in der er sich besonders an die jüngere Generation wandte und sie ermahnte, dem Alter mit Ehrfurcht zu begegnen. Ortsbürgermeister Langsdorf dankte der NS.-Frauenschaft für den guten Gedanken, den alten Mitbürgern eine Freude zu machen, und sprach gleichzeitig den Dank der Ge
meinde aus. Für die Alten sprach Landwirt Friedrich Ludwig herzliche Worte des Dankes. Stutz, punktleiter Karl Lang schloß den Nachmittag mit einem Gruß an den Führer Adolf Hitler. Ge- meinfam wurden sodann das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied gesungen.
I Hochelheim, 17. April. Die Gemeinde« r ä t e berieten in ihrer jüngsten Sitzung den Er.
Ehrei den Führer!
Die Bevölkerung Gießens fordern wir gleichfalls auf, anläßlich des morgigen Geburtstages des Führers heute nachmittag und morgen
ihre Häuser reich mit Fahnen zu schmücken und hierdurch ihre treue Gefolgschaft und ihre Verehrung zum Ausdruck zu bringen.
heil Hitler!
Bürgermeisterei Gießen. I.V.: Bartholomäus.
laß einer Ortssatzung, nach der die Zahl der Schöffen auf 2 und die Zahl der Gemeinde- röte auf 6 festgesetzt werden soll.
A Niederkleen, 17. April. In der jüngsten Sitzung der Gemeinderäte wurde der Erlaß einer Ortssatzung beraten, nach der die Zahl der Gemeinderäte auf 6 und die Zahl der Schöffen auf 2 festgesetzt werden soll.
Der Kartograph Hans Ravenstein gestorben.
LPD. Frankfurt a. TO., 17. April. Im Alter von 68 Jahren ist gestern der bekannte Kartograph Hans Raven st ein, nachdem er noch am Tage zuvor sein 50jähriges Berufsjubiläum feiern konnte, gestorben Ravenstein hat zahlreiche Karten vom Taunus, Odenwald, Spessart und Vogelsberg geschaffen. Seine Radfahrer- und Autokarten haben Weltruf erlangt.
Zuchthausstrafe für Tierquälerei.
LPD. D a r m ft a ö t, 18. April. Ein bereits achtmal wegen Tierquälerei und Betrugs vorbestrafter Geflügelhändler aus Groß-Zimmern wurde vom Bezirksschöffengericht wegen des gleichen Vergehens unter Versagung mildernder Umstände zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt bei sofortiger Verhaftung. Der Angeklagte sah sich bei Bauers- leuten die Hühner, die er kaufen wollte, genau an. Er drückte dabei meistens so heftig am Legedarm der Tiere herum, bis sie Blut ab sonderten. Dann erzählte er den Leuten, das Tier habe dis Blutmilbe und sie sollten es schleunig st verkaufen. In den meisten Fällen waren die Tierhalter dann froh, daß er ihnen die Tiere abkaufte, die er bann später für den dreifachen Preis an den Mann brachte.
Unterschlagungen bei der Gtadtkaffe in Mainz.
LPD. Mainz, 18. April. Bei der Stadtkasse in Mainz sind Veruntreuungen festgestellt worden. Nach einer eingehenden Prüfung ist em verheirateter Verwaltungsobersekretär von hier festgenommen worden. Der Verhaftete gab zu, sich ungefähr 2000 Mark angeeignet und für s i ch verbraucht zu haben. Es wird aber angenommen, daß der veruntreute Betrag höher ist. Der ungetreue Beamte wurde in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert.
Vergiftung durch schlechte Fleischbrühe
LPD. Marburg, 18. April. In Abwesenheit ihrer Eltern tranken gestern zwei Kinder, ein Mädchen und ein Junge, Fleischbrühe, welche bereits schlecht geworden war. Gegen Abend mußten beide Kinder unter schweren Vergiftungserscheinungen in die Klinik gebracht werden, wo das Mädchen nach wenigen Stunden gestorben ist. Der Junge konnte durch Auspumpen des Magens gerettet werden.
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Wer kann Auskunft geben
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Sohn des Philivv Pfeiffer aus Großen-Buseck bei Gießen. Zuschriften erbeten an Karl Hels, Großen-Buseck,Schüstenstraße10.
ü* Tecue....
... aber vorher daran denken, was Sie unterwegs brauchen:
Brot- und Butterdose, Wanderkocher, Isolierflasche, Feldflasche, Wandermesser, Trinkbecher, Kunstharz - Geschirre.
Wenn alles gut vorbereitet ist, macht das Wandern Freude.
Ergänzen Sie also bald, was nötig ist, bei
*1- B. Häuser
Am Oswaldsgarten 2177A Gießen - Ruf Nr. 2145 2146
Amtliche Bekanntmachung des Kreises Gießen.
Betreffend: Die „Wirtschaftliche Vereinigung der Buller- und käsegroßverteiter im Gebiet des Milch. Wirtschaftsverbandes Hessen".
Vorn 7. April 1934.
Auf Grund des § 5 der Verordnung über den Zusammenschluß der deutschen Milchwirtschaft vom 27. Marz 1934 (Reichsgesetzblatt I, S. 259) wurden innerhalb jedes Milchwirtschaftsverbandes die Betriebe, von denen Butter und Käse, die nicht im Betrieb selbst erzeugt sind, an Wiederverkäuser abgesetzt werden, zur Wirtschaftlichen Vereinigung der Butter- und Käsegroßverteiler (Großverteilervereinigung) zusammengeschlossen. Zu den Betrieben im Sinne des vorstehenden Satzes gehören auch die ge- nossensd-aftlichen Absatzorganisationen für Butter und Käse.
Die bei dem Milchwirtschaftsverband Hessen gebildete „Wirtschaftliche Vereinigung der Butterund Käsegroßverteiler im Gebiet des Milchwirt- schaftsverhandes Hessen" befindet sich am Sitz des Milchwirtschaftsoerbandes in Frankfurt a. M., Hermann-Göring-Ufer 31 (Telephon Nr. 34721). Mitglieder der Großverteilervereinigung finit die Inhaber der Betriebe, die Butter oder Käse, die sie nicht selbst erzeugt haben, an Wiederverkäufer absetzen (Großverteiler) und innerhalb des Gebietes des Milchwirtschaftsverbandes Hessen ihren Sitz haben. Mitglieder sind auch solche Betriebsinhaber, die nur einen Teil ihrer Ware an Wiederverkäufer absetzen. Um mit den Mitgliedern der neu gebildeten Vereinigung in Verbindung treten zu können, werden diese hiermit aufgefordert, bis spätestens 20. April 1934 die genaue Anschrift ihrer Firma nebst Bezeichnung ihrer Unternehmungsform dem Milchwirtschaftsverband Hessen, Frankfurt a. M., Hermann-Göring-Ufer 31, schriftlich mitzuteilen. Da bei der künftigen Absatzregelung von Butter und Käse nur solche Mitglieder der Vereinigung Berücksichtigung finden können, die rechtzeitig in die Liste der Mitglieder der Vereinigung eingetragen wurden, liegt es in deren eigenstem Interesse, die Anmeldung rechtzeitig zu vollziehen. 2376C
Frankfurt a. M., den 7. April 1934.
Der Beauftrage für den Milchwirtschaftsoerband Hessen.
Dr. Wagner, Landesbauernführer.
kauf niemals lose
kaufnur Befest in der Dose
ca%ti>-DosePmO,40 ca1«>- » Rm.0,75 ca2tb- • Pm. 1,40s
Amtliche Bekanntmachung aus dem Kreise Wetzlar.
Die nächste unentgeltliche Verakungsstunde für Nnwen- und Seelenkranke findet am 2375C
Dienstag, dem 24. d. M., nachmittags 2 Uhr im Untersuchungszimmer des Neuen Kreishauses statt.
Wetzlar, den 17. April 1934.
Kreiswohlfahrtsamt.
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ZwecksBrkümpfungO" Schwarzarbeit können Arbeits-Ange« bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Dorlag» besÄewerbenachwetl»» ausgenommen werbe«. desGieb?nerS?azeigers Illlllllllllllllllilllllllllll


