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sterben". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Der Flüchtling aus Chikago". Oberhessischer Kunst­verein, Turmhaus am Brandplatz: 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. Kriegerverein: 8.30 Uhr, Monats­versammlung, Cafe Ebel. NS.-Frauenschaft, Ortsgruppe Mitte: 20 Uhr, Haus der Arbeit, Orts­gruppenabend.

Stadttheater Gießen. AlsDeutsche- Bühne"-Borstellung (ungerade Mitgliedsnummern) heute, 20 Uhr, das heitere Stück in acht Bildern: Robinson soll nicht sterben" von Fr. Forster.

** (Sin Achzigjähriger. Lokomotivführer i. R. Konrad Warner, 'Rodheimer Straße 30, kann heute in geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar ist seit 55 Jahren Leser des Gießener Anzeigers.

* Das Büro des Reichsluftschutz­bundes verlegt. Wie uns von der Bezirks- gruppe Oberhessen-Gießen des Reichs­luftschutzbundes mitaeteilt wird, befindet sich das Geschäftszimmer der Bezirksgruppe Oberhessen und der Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutz­bundes von jetzt ab im Hause Gartenstr. 2, Seiten­bau. Die Geschäftsstelle ist telephonisch unter der Nummer 2607 zu erreichen.

** Unfall im Gießener Bahnhof. Gestern gegen 9 Uhr ereignete sich im Gießener Bahnhof bei der Ausfahrt des Güterzuges 7920 nach Frankfurt ein Unfall. Der Reseroelokomotiv- führer Hermann Wagner von hier, Lahnstr. 21, beuate sich, als er nach einem Schaden an der Maschine sehen wollte, zu weit aus der Lokomotive, so daß er mit dem Kopf gegen einen Leitungsmast schlug und eine Verletzung erlitt, die aber glück­licherweise nur leichterer Natur ist. Der Verun­glückte konnte, nachoem ihm in der Chirurgischen Klinik Hilfe zuteil geworden war, nach Hause ge­bracht werden.

** Jetzt ist es Zeit für die Schäd­lingsbekämpfung auf dem Felde, im Gar­ten und Obstbau! Die Auswinterunas- und Ge- treidefliegenschäden treten zwar am Wintergetreide zurück, dafür machen sich aber die Drahtwürmer, Engerlinge und Erdraupen an den jungen Früh­jahrssaaten bemerkbar. Sehr schädlich werden auch die Larven des Rapserdflohes, die in den Stengeln, Blattstielen und Blattrispen der Rapspflänzchen überwintert haben. Bei kühlem Blühwetter kann der Rapsglanzkäfer durch seinen Knospenfraß sehr schädlich werden. In den Spargelanlagen muß man nuf das Auftreten von Spargelrost, Spargelkäfer und Spargelfliege gewappnet sein. Am Klee sind besonders bei naßkalter Witterung stärkere Schäden 3U erwarten. Wer bis jetzt versäumt hat, die in­folge der Moniliakrankheit abgestorbenen Triebe von den Obstbäumen zu entfernen, darf damit nicht länger zögern. Gegen den Apfelblattsauger muß noch vor Beginn der Laubentfaltung gespritzt werden.

Amtsgericht Gießen.

Wegen Verstoßes gegen die Kraftfahrzeugver- kehrsordnung erhielt eine Frau aus Twifsingen 15 Mk. Geldstrafe. Die Angeklagte sollte mit ihrem Kraftwagen die rechte Straßenseite nicht eingehalten haben. Die Beweisaufnahme ergab, daß die Ange­klagte ziemlich rechts gefahren ist. Es erfolgt des­halb F r e i s p r u ch.

Ein Mann von Gießen hatte u. a. auch Inkasso zu besorgen. Dabei behielt er ein kassierte Gelder in Höhe von 400 Mark für sich. Wegen Unterschla­gung erkannte das Gericht auf 7 Monate Ge­fängnis.

Ein Straßenbahnfchaffner verursachte dadurch, daß er an der Kreuzung am Ludwigsplatz weiter- fubr, mit einem anderen Wagen einen Zusammen­stoß, wodurch ein Fahrgast einen Rippenbruch da­vontrug. Das Gericht erkannte, wie im Strafbefehl, auf eine Geldstrafe von 30 Mark.

Schöffengericht Gießen.

Wegen Verstoß gegen den § 3 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 21. März 1933 er­kannte das Gericht gegen die Margarethe Brill aus Nieder-Eschbach auf einen Monat G e - f ä n g n i s. Die Angeklagte erlaubte sich im Juli vorigen Jahres ein Urteil über das neue Deutsch­land, das geeignet war, das Wohl des Reiches und das Ansehen der Reichsregierung schwer zu schädigen. Der Staatsanwalt hatte eine Gefängnis­strafe von drei Monaten beantragt.

Durch Vorhalten einer Pistole veranlaßten zwei Männer aus Merkenfritz einen Kaufmann den Be­trag von 32 Mark herauszugeben. Ein Angeklagter erhielt an Stelle einer an sich verwirkten Gefäng­nisstrafe von zwei Monaten 200 Mark Geld- ft r a f e, der andere Angeklagte wegen verbotenen Waffenbesitzes eine Geldstrafe von 10 Mark.

Als Rechner und Lagerhalter des Spar- und Darlehenskassenvereins zu Schwarz unterließ es der Karl Sandmann 2. aus Angersbach, verein­nahmte Gelder in Höhe von etwa 11 000 Mark zu verbuchen. Für Zwecke des genannten Vereins ver­wandte er nur 4792 Mark, den Differenzbetrag verbrauchte der Angeklagte für seine Zwecke. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Monaten Ge­fängnis, nachdem der Vertreter der Anklage eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten beantragt hatte.

Nundfunkprogramm.

Freitag, 20. April.

6.05 Uhr: Nachrichten. 6.55: (Stuttgart: Früh­meldungen. 7.10: Stuttgart: Frühkonzert. Mu­sik am Morgen. 8.25 bis 8.45: Stuttgart: Morgengymnastik. 10: Stuttgart: Nachrichten. 10.40: Freiburg: Eigene Sendung. 11: Werbe­konzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Hamburg: Mittagskonzert I. 13: Uebertragung nach Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stuttgart: Mittagskonzert II. Variationen über das Thema ina-mor . 13.50: Stuttgart: Nachrichten. 14: Stuttgart: Mittagskon- zer III. Fröhlicher alter und neuer Klang. 14.30: Freiburg: Nachrichten. 14.40: Stunde der Frau. Kleine Plaudereien aus dem Leben der Frau. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Stuttgart: Nachmit­tagskonzert. 17.30: Der gelbe Haß. Erlebnis in China. Vortrag von Hans Mana Lux. 17.45: Kleine Unterhaltung. 18: Mannheim: Jugendfunk: Am Neckar und am Rheine! Eine Stunde der Mann­heimer Hitlerjugend. 18.25: Köln: Englischer Sprachunterricht. 18.50: Deutschlandsender: Alle gegen einen, einer für alle. Ein Hörspiel von Friedrich Forster. 20: Stuttgart: Nachrichten 20.15: München: Reichssendung: Volksgemeinschaft durch die Hitler-Spende. Eine Hörfolge von Friedrich Gg. Heinrich Brunner und Heinz Zimmermann. 21.15: Verdi Wagner. Konzert des Südfunkorchesters. 22: Stuttgart: Nachrichten. 22.15: Stuttgart: Du mußt wissen ... 22.40: Zwischenprogramm. 23: Stuttgart: Vom Schicksal des deutschen Geistes. Nikolaus Lenau Franz Liszt. 24 bis 1: Stutt­gart: Nachtkonzert.

Fahnen heraus

zum Geburtstag des Führers am Freitag, 20. April! Keine deutsche Familie darf eine Ausnahme machen!

Kreisleitung Gießen:

Z.A.: Schmelz, Kreispropagandaleiier

Das HilfswerkMutter und Kind" der ASV.

Der Staat hat für die Hebung der Volks­gesundheit zu sorgen durch den Schutz der Mutter und des Kindes"...

Punkt 21 des Parteiprogramms der NSDAP.

Wenn die NS. - Volkswohlfahrt nach Abschluß des Winterhilfswerkes mit der Einleitung eines neuen großen HilfswerkesM utter und Kind" beginnt, so fetzt sie damit einen Programm­punkt der Bewegung in die Tat um.

Die Zukunft Deutschlands und den Bestand der

Nation gilt es zu sichern und zu festigen.

Der Nationalsozialismus hat bereits der sinken­den Geburtenziffer Einhalt geboten und unmittel­bar nach der Machtübernahme mit positiven bevöl­kerungspolitischen Maßnahmen begonnen. Er hat vor allem mit einer intensiven Aufklärung einge­setzt und die Notwendigkeit einer Geburtenzunahme, sowie die Gefahren einer absteigenden Bevölkerungs­bilanz für das Volk selbst in das Volksbewußtsein einzuhämmern versucht. Nun gilt es einen Schritt weiter zu gehen und den Versuch zu machen, Schwierigkeiten und Hemmungen, Nöte und Sor­gen, die heute noch auf der Familie und insbeson­dere auf der Frau lasten, wegzuräumen, um

Richtlinien für den

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda hatte kürzlich Vertreter des Reichs- minifteriums des Innern und des Preußischen Mi­nisteriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbil­dung, sowie die bisher an der Durchführung des Muttertages beteiligten Verbände zu einer Vor­besprechung für die Gestaltung des Muttertages geladen. Nachdem

der einhellige Wunsch aller beteiligten Behör­den und Organisationen, den Muttertag auch weiterhin bestehen zu lassen,

zum Ausdruck gekommen war, wurde vom Reichs­ministerium für Volksaufklärung und Propaganda dem Amt für Volkswohlfahrt bei der Obersten Leitung der PO. (NS.-Volkswohlsahrt) und dem Deutschen Frauenwerk federführend die Vorberei- tunb und Durchführung übertragen. Diese Stellen geben jetzt für den Muttertag 1934 folgende Richtlinien bekannt, die eine würdige Gestal­tung des 13. Mai sichern sollen:

Der Muttertag wird in diesem Jahre aus­schließlich ideellen Charakter tragen und sich nicht den vergangenen Muttertagen angleichen,

die deutsche Mutter frei zu machen für ihre volksbiologische Ausgabe.

Lasten und Sorgen lagen in der Vergangenheit in erdrückendem Maße auf ihren Schultern. Krieg Inflation Arbeitslosigkeit drei Schreckensregi- mente, die nicht spurlos an der Familie, an Mutter und Kind vorübergegangen find. Es muß hier ein­mal die Frage gestellt werden: roas»roäre wohl aus unserem Volke geworden, wenn nicht die deutschen Mütter in der Vergangenheit ihre ganze Tapferkeit, ihren unerschütterlichen Glauben und ihre Treue zusammengerafft hätten, um immer wieder stand­zuhalten gegenüber den Härten des täglichen Le­bens! Das H i l f s w e r kM utter und Kind" ist nicht allein eine Zukunftsaufgabe, son­dern es muß damit auch eine Dankesschuld der Vergangenheit abgetragen werden für die vie­len unbekannten und tapferen Heldinnen des All­tags.

Darum muß jeder aufrechte Deutsche Mitglied der NSv. werden.

Anmeldungen nimmt jede Ortsgruppe der NSV. des Amtes für Volkswohlfahrt, Gau Hessen-Nassau, entgegen.

Die Gauamtsleitung der NSV.

Miieriag 1931

die zum Teil materiellen Gesichtspunkten dienten.

Der 1 3. M a i dieses Jahres wird, entsprechend dem Gestaltungswillen des.Nationalsozialismus, in ganz besonderem Maße der Tag der Familie werden.

Es werden in besonderer Weise die Mütter ge­ehrt werden, deren Söhne im Kriege oder während des Kampfes um das neue Deutschland gefallen sind. Auch der alten und vereinsamten Mütter soll an diesem Tage besonders gedacht werden.

Der Muttertag ist eine Angelegenheit des gan­zen deutschen Volkes; an seiner Vorbereitung beteiligen sich die Parteiorganisationen, die Frauenverbände, die Jugendverbände, die Wohlfahrtsverbände, die Kirche, Presse, Rund- funk, Theater und Film.

Die Schulen und Jugendverbände haben in er­ster Linie die Aufgabe, die Aktivität und den Ge­staltungswillen des einzelnen Volksgenossen hin­sichtlich des Muttertages zu fördern.

Der Muttertag ist ein Sinnbild der steten Dan- kespflicht, die die gesamte Nation ihren Müttern schuldet.

Gesellenbrief-Meneichung und Lossprechung der Fleischer-Junggesellen.

Don der Fleischer-Innung Gießen wird uns be­richtet:

Im Gegensatz zu Len früheren Jahren wurde diesmal, besonders veranlaßt durch eine Anordnung des Reichshandwerksführers, die Überreichung der Gesellenbriefe und die Lossprechung zu Junggesellen in feierlicher Weise durchgeführt. Zu der Feier hatte man neben den Prüflingen deren Eltern, die hiesige Handwerkskammer-Nebenstelle, die Gesellen, ins­besondere den Altgesellen Müller, die Leiter der Fachschule, Herrn Rektor Adam, Herrn Dr. Schleimer, ferner die Ehrenmitglieder und die Meister eingeladen.

Der Saal bei Mitglied Faulstich war mit Blumen geschmückt. Außerdem hatte man die Fahne der Innung, die des früher bestandenen Gesellen­vereinsBrüderschaft", sowie die neue Reichs­standarte zur Aufstellung gebracht. Die Feier wurde eingeleitet mit dem Vorspiel zum 3. Akt ausZar und Zimmermann". Sodann begrüßte der Jnnungs- führer C. P i r r die Teilnehmer, besonders den Vor­sitzenden der hiesigen Handwerkskammer-Nebenstelle Herrn Stühler, Herrn Rektor Adam, den Reichsfachschaftswart für Gesellen, die Eltern, die Ehrenmitglieder, ferner die Gesellen und die Meister. Der Jnnungsführer führte bei feiner Ansprache u. a. aus, daß

die Aeberreichung der Gesellenbriefe und die Lossprechung zu Junggesellen heute zum ersten Male nicht nur in ernster, sondern in besonders feierlicher Weise geschehe, in der guten Absicht, damit den Junggesellen für ihr gesamtes Leben eine Erinneruhg zu schaffen.

In feinen wetteren Ausführungen machte der Jn­nungsführer auf die Pflichten der Junggesellen auf­merksam, ersuchte sie, sich in die große Volksgemein­schaft einzuschalten und weiter zu lernen, so daß sie demnächst nach Ablegung der Meisterprüfung nicht nur tüchtige Meister, sondern vor allem auch ehr­bare Stotlegen werden würden. Seine Ausführungen endeten mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Ehrenpräsidenten des Handwerks und den Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg. Gemein­sam wurde sodann der erste Vers des Deutschland- Liedes gesungen.

Daran anschließend gab der Vorsitzende des Lehr­lingsprüfungsausschusses Meister L. V o g t das Er­gebnis der Prüfung bekannt, und erklärte, daß

sämtliche Prüflinge die Prüfung bestanden haben. In praktischer Hinsicht seien gute Resultate erzielt worden, bei der theoretischen Prüfung seien die Ergebnisse ebenfalls gut und zufriedenstellend gewesen: festzustellen sei dabei gewesen, daß überall da, wo den Lehrlingen Gelegenheit zur Teilnahme an dem Fachschulunterricht geboten war, besonders gute Resultate erzielt wurden.

Er gab ferner den Lehrlingen in eindringlicher Weise ernste Ermahnungen mit auf ihren ferneren Lebensweg. In gleicher Weife und im gleichen Sinne äußerte sich der Reichsfachschaftswart Geselle Beier.

Die Prüflinge traten dann vor den Jnnungsfüh­rer, der durch Handschlag die

Lossprechung

vornahm und sie gleichzeitig zu Junggesellen er­nannte. Die Gesellenbriefe wurden den einzelnen Prüflingen von dem Vorsitzenden des Gesellenaus- schusses L. Vogt überreicht.

Der Vorsitzende der Handwerkskammer - Neben­stelle Herr Stühler dankte für sich und den Kam­merpräsident Müller für die Einladung und er­klärte sich insbesondere mit den Ausführungen des Jnnungsführers identisch und betonte, daß es immer weiter zu lernen gelte, da man ja nie auslerne. Der Redner wies auf den Reichskanzler Adolf Hitler hin, der aus dem Handwerkerstand hervorgegangen sei und erklärt habe, daß das Handwerk in jeder Weife weitgehend unterstützt werden solle. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Reichskanz­ler Adolf Hitler schloß er seine Ausführungen. Gemeinsam wurde sodann die erste Strophe des Horst-Wessel-Liedes gesungen.

Herr Rektor Adam von der Berufsschule dankte ebenfalls für die Einladung, indem er gleichzeitig die Junggesellen ersuchte, tüchtige Menschen zu wer­den, zumal sich die Zukunft unseres neu erstandenen Vaterlandes in erster Linie auf die Jugend gründe.

Die Aufnahme der Junggesellen in den Gefellenstand

wurde von dem Reichsfachschaftswart Beier vor­genommen. Zum Schluffe versicherte der Geschäfts­führer B o e cf, daß der Eindruck, den man von die­ser Feier gewonnen habe, nicht nur für die Jung­gesellen, sondern für alle Beteiligten eine schöne Erinnerung bleiben werde. Er betonte, daß mit der Veranstaltung der heutigen Feier und deren Aus­bau der Jnnungsführer P i r r wiederum den Be­weis erbracht habe, daß er, die Innung und das Fleischer-Handwerk auch jetzt wie früher streng auf nationalem Boden stehe und daß man die politischen und wirtschaftlichen Bestrebungen der heutigen Re­gierung jederzeit weitgehend und gerne zu unter­stützen bereit sei. Er sprach dem Jnnungsführer Pirr den Dank der Anwesenden aus und gab da­bei dem Wunsche Ausdruck, daß es ihm noch recht lange vergönnt sein möge, getragen von dem Ge­samt-Vertrauen der Innung, mit gleich schönem Erfolg wie seither tätig zu sein. Nachdem der Jn­nungsführer auf unser deutsches Vaterland ein drei­fachesSieg-Heil" ausgebracht hatte, wurde die Feier geschloffen. Weitere Musikvorträge verschönten die Feier.

Außerordentliche Parteitagung in Schlangenbad.

Frankfurt a. M., 18. April (LPD.f Dar ©aupreffeamt teilt mit: Am 27., 28. und 29. April 1934 findet eine außerordentliche Tagung der Partei in Schlangenbad statt, zu der voraus­sichtlich der Stabsleiter der Obersten Leitung der PO., Pg. Dr. Ley, und der Reichsschulungsleiter, Pg. Gohdes, erscheinen werden.

Feierliche Einführung des LandeS- bifchofs Lic. Dr. Dietrich.

LPD. Frankfurt a. M., 18. April. Am Donnerstag, 26. April, wird der Landesbischof feier­lich in fein Amt eingeführt werden. Am Vorabend, Mittwoch, 25. April, 20 Uhr, findet im großen Saal des Kurhauses zu Wiesbaden eine m u f i E a * lische Feier statt. Am Donnerstag, 26. April, 9.30 Uhr, empfängt zunächst der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden den Reichsbischof sowie die staatlichen und obersten Kirchenbehörden im Festsaal des Rathauses. Um 10 Uhr wird der Landesbischof in einem feierlichen Gottesdienst in der Marktkirche zu Wiesbaden eingeführt. Um 20 Uhr wird im Paulinenfchlößchen eine Dolkskund- gebung mit Ansprachen des Reichsbischofs und des Landesbischofs veranstaltet. Am Sonntag, 22. April, werden in den Gemeinden die Geistlichen in einer Kanzelankündigung die Einführung des Lan- desbifchofs bekanntgeben und den Segen Gottes für ihn und feine Amtsführung erbitten.

Oderheffen.

Stadtratssitzung in Butzbach.

pb. Butzbach, 17. April. In der heutigen Stadtratssitzung wurde folgendes defchloffen: Don der Firma Bamag-Meguin wurde im März, vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats, das Gelände der ehemaligen Brauerei Melchior erwor­ben. Der Kaufpreis für das Gelände beträgt ein­schließlich der vorhandenen Gebäude 1 Mark pro Quadratmeter, mithin 16 390 Mark. Der Stadtrat beschließt den Ankauf der Grundstücke, und geneh­migt den hierüber bereits am 28. März abgeschlosse­nen Kaufvertrag. Der Stadt find von der hiesigen

Jeder pflichtbewußte

und verantwortungsfreudige Deutsche gehört in die7!GD.

D e r e i n s b a n f die in der kleinen Wendelstraße gelegenen zwei Gärten zum Kauf (ingeboten wor­den. Es sind die Grundstücke Fl. I Nr. 649/50 mit zusammen 1913 Quadratmeter. Sie könnten als Tauschgelände gegebenenfalls gut Verwendung fin­den. Die Bank fordert für den Quadratmeter 2,75 Mark = 4304,25 Mark. Die Kosten würde die Stadt übernehmen, und die Wertzuwachssteuer in Höhe von 353 Mark erlassen. Der Stadtrat beschließt, die Grundstücke von der Bank, wie vorgeschlagen, zu übernehmen.

Die Kosten der For st Verwaltung an den hessischen Staat wurden bislang stets zwei Jahre später erhoben. Nunmehr werden diese noch im gleichen Jahre erhoben, jedoch ist es der Stadt nicht möglich, diese Kosten für 3 Jahre in einem Rech­nungsjahr aufzubringen. Es ist daher mit dem Forsiamt vereinbart worden, die Beträge für 1930 und 1931 in Höhe von 10 488 Mark in 10 Jahres­raten abzudecken. Der Armenfonds wird feinen Beitrag in Höhe von 468 Mark auf einmal bezah­len. Der Stadtrat beschließt dem Vorschlag gemäß und genehmigt den Vertrag.

Durch das Feldbereinigungsverfahren ist die alte Notchaussee zwischen Kleeberger und Gießener Straße aufgehoben worden, weshalb die U m - gehungsstraße zwischen diesen Straßen aus­gebaut werden muß. Die Kosten hierfür betragen laut Veranschlagung etwa 11 000 Mark, laut Sud- miffionsergebnis jedoch nur 9500 Mark. Testens des Arbeitsamts ist die Grundförderung für die Arbeit genehmigt worden, so daß die Stadt noch etwa 4000 Mark aufzubringen hat. Der Stadtrat beschließt den Ausgang der Umgehungsstraße und bewilligt die Mittel hierzu.

Weiterhin genehmigt der Stadtrat das zwischen der Hess. Landesbank in Darmstadt und der Stadt Butzbach vereinbarte Abkommen über die Til­gung des Meliorationsdarlehens von 20 00Ö Mark für die Feldbereinigung. Ebenso be­schließt der Staütrat die F i l i a l st e u e r für 1934 in der gleichen Höhe wie 1933, d. i. 200 v. H. zu erheben, und genehmigt die hierüber zu erlassende Ortssatzung.

Landkreis Gießen.

"Y Graßen-Linden, 18. April. Am Mon­tagvarmittag wurden die diesjährigen Abc-Schützen in die neue Schule eingeführt. Ihre Zahl beträgt nur 29, und zwar 14 Mädchen und 15 Buben. Wie stark der Geburtenrückgang nach dem Krieg ein­gesetzt hat, zeigt deutlich, daß dieses Jahr noch 69 Schüler und Schülerinnen entlassen werden konn­ten. Rektor Siegfried begrüßte die Kleinen und führte sie in ihr neues Klassenzimmer. Hier empfing sie ihr Betreuer. Lehrer Meyer. Im Anschluß hieran wurden sie alle mit einer Brezel beschenkt, die die Kleinen erfreut nach Hause trugen. Der seit längerer Zeit an der hiesigen Volksschule tätige Lehrer Reinheimer wurde mit Beginn des neuen Schuljahres nach Münster (Oberhessen) ver­setzt, wo er die einklassige Volksschule leitet Die Gemeinde sieht den beliebten Lehrer nur ungern scheiden.

+ Treis a. d. Lda., 17. April. Am Opfer­tag für die innere Mission fand in der hiesigen Kirche ein Festgottesdienst statt, in dem der Kirchenchor zwei Lieder sang und der Posaunenchor die Gemeindegesänge begleitete. Die Haussammlung für die Innere Mission' wurde von den Kirchenvorstehern und dem Kirchenrechner er­hoben, den Plakettenverkauf besorgten Mitglieder des BdM., die Schriften verkauften die Konfirman­den. Am Nachmittag wurde in der Kirche die erste Schulanfängerandacht gehalten, bei der sämtliche Neuaufzunehmende mit ihren Müttern, teils auch mit den Vätern anwesend waren. Zum Schluß erhielten die Kleinen ein Bildchen mit pas­sendem Spruch.

* Queckdorn, 18. April. Zum kommissarischen Bürgermeister unseres Ortes wurde Hugo Horst von hier, und zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Johann Heinrich Albert, ebenfalls von hier, bestellt.

* Weitershain, 18. April. Friedrich Nau von hier wurde zum kommissarifchen Bürgermeister der hiesigen Gemeinde ernannt.