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Die Gießener E>A. n feiert -en Geburtstag -es Führers. Heute abend Aufmarsch. Feier auf dem Schiffenberg.

heute Donnerstag, 20 Uhr, tritt die gesamte ZA. des Standorts Gießen, also die akti­ven und die Reserve-Stürme, Wotor-SA., Marine­sturm usw., mit Standarte und Sturmfahnen, sowie den Spietmannszügen und Kapellen auf O s - w a t d s g a r 1 e n an. Die SA.-Rlänner tragen großen Dienstanzug. Von Oswaldsgarten aus wird die SA. durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Kap- lansgasse, Seltersweg, Bleichstraße, Gnauthstraße zum Schiffenberg marschieren. Auf dem Schiffen­berg wird sich die Feier des Geburtstags des Führers anschließen, wobei in Ansprachen die Bedeutung dieses Tages gewürdigt wird. Musi­kalische Darbietungen werden die Jeler bereichern. 3n geschlossenem Zuge wird etwa um Mitternacht der Rückmarsch nach der Stadt angetreten.

Die Führung der SA. des Standorts Gießen spricht hiermit den Wunsch aus, daß auch die A n - gehörigen der SA.- Männer an dieser Jeter auf dem Schiffenberg teilnehmen.

Um den Aufmarsch der SA. zu Ehren ihres ober­

sten Führers Adolf Hitler in unserer Stadt festlich zu gestalten, werden unsere Volksgenossen gebeten, die Häuser der Stadt bereits von heute nachmittag an mit Hakenkreuz­fahnen zu schmücken. Es darf wohl erwartet werden, daß jedermann sich an diesem Fahnen­schmuck beteiligen wird.

Am morgigen Geburtstag des Führers, 20. April, haben sämtliche SA. - Männer des Stand­orts Gießen zu Ehren ihres obersten Führers während des ganzen Tages den SA.- Dienskanzug zu tragen.

Hiiler-Geburisiagsfeier der HL. und des BdM.

Die Hitlerjugend und der Bund deutscher Mädels veranstalten gemeinsam am heutigen Donnerstag um 21 Uhr auf dem Trieb eine Hitler-Geburtstags- feier, au der die Gießener Bürgerschaft herzlich eingelaoen ist.

Nationalsozialismus als Weltanschauung.

Kreisleiter und Kreisdirettor Klostermann spricht in Gießen.

Gauinspekteur,

Die Bezirksleitung Gießen des Kampfbun­des deutsch e-r Architekten und Inge­nieure (KDAI.) bot gestern in einem Schu­lungsabend im Cafe Ebel den Mitgliedern der Gruppe Gelegenheit, den Gauinspekteur, Kreis­leiter und Kreisdirektor Ä I o ft ermann (Gießen) sprechen zu hören.

Bezirksleiter Pg. Oberingenieur Kurz (Gießen) begrüßte den Redner als den obersten politischen Leiter und Kreisdirektor unserer engeren Heimat zum ersten Male im KDAI. und dankte ihm für das Interesse, das er dem KDAI. entgegenbringe. Gauinspekteur und Kreisleiter

Pg. Klosiermann

sprach über das ThemaNationalsozialis­mus als Weltanschauun g". Er stellte seine Darlegungen nicht etwa nur auf den Kreis der Mit­glieder des KDAI. ein, sondern betonte, daß es sich hier um Fragen dreht, die das ganze deutsche Volk berühren, ganz gleichgültig um welchen Stand oder Beruf es sich handelt. Daher ist auch so sagte der Redner u. a. der Zweck dieser Schu­lungsabende der gleiche wie der Zweck des jahre­langen Kampfes der NSDAP.:

es soll erreicht werden, die deutschen Menschen aller Gesellschafts- und Berufsgliederungen dem Führer zur Verfügung zu stellen.

Die NSDAP, hat die Macht im Staate errungen gegen Menschen, die ihr zum Teil sehr feindlich gegenüberstanden, auch in den Reihen des heuti­gen KDAI. Nun fiept die Partei ihre Aufgabe darin, die bisher noch fernstehenden deutschen Volksgenossen heranzu­holen und sie weltanschaulich zu schulen, weil sie ein Eigenleben nicht mehr führen können. Die Par­tei will das deutsche Volk geistig um­stellen.

Die NSDAP, will historisch die Französische Revo­lution ablösen. Die Französische Revolution predigte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die NSDÄP. setzt anstatt jener Freiheit

die Gebundenheit an Volk und Raum, an Rasse und Blut, nicht uferlose Freiheit, sondern Ge­bundenheit an die Lebensbedingungen des deutschen Volkes.

Aus dieser Grundlage muß das deutsche Volk sich bewegen, sein Boden ist Deutschland. Im Gegensatz zu jener Gleichheit sagt der Nationalsozialis­mus: nicht Gleichheit, sondern die Leistung im Leben ist das maßgebende! Mit jener Gleichheit hängt das demokratische System zusam­men, in dem jeder Idiot durch seinen Stimmzettel genau so viel zu sagen hatte wie der Intelligente. Jenes demokratische System haben wir im Inter­esse des deutschen Volkes ausmerzen müssen. Wir haben das Gegenteil davon getan, indem wir

das Führerprlnzip bis zum kßfen Dorfschulzen herausstellten.

Unter diesem Führerprinzip ist es ein Unding, daß Gemeinderäte heute noch a b st i m m e n, wäh­rend allein der verantwortliche Führer entscheiden soll. Ein Mann kann die Verant­wortung aber nur tragen, wenn er selbst entscheiden kann. Jeder muß bei der Durchsetzung des Führerprin­zips bis zum letzten mithelfen, er muß alle früheren Gedanken herausreißen, auch im Berufsleben. D i e Leistung allein i st das wesentliche? Wenn wir Nationalsozialisten von Leistung reden, so fragen wir nicht nach der Herkunft oder wieviel Zeugnisse einer hat. Wir fragen nur, ob er ein Kerl ist, der etwas kann und weiß, der den Platz voll ausfüllt, auf den er zum Wirken gestellt ist. An Stelle der Gleichheit setzen wir also die Lei­stung, das Führerprinzip! Und die letzte Kraft er­blicken wir im Blut, deshalb betonen wir das Prinzip der Raffe. Deshalb fördern wir unsere nordische Rasse, denn sie ist bisher in der Welt immer d i e Rasse gewesen, die im großen und gan­zen betrachtet die größten Leistungen hervor­gebracht hat.

Die Grundlage für den Rationalsozialismus heißt immer nur Blut und Boden.

Der Redner besprach hierauf mancherlei Möglich­keiten, aus dieser Weltanschauung, aus den Tiefen des Blutes, der Erbmasse und des Bodens heraus auch das Wirken und Streben des Architekten und Ingenieurs in seinem Schaffensgebiet Neues zu gestalten und bleibende Kulturwerke zu vollbringen, in denen sich das Wesen des Nationalsozialismus offenbart: einfach und hart, nüchtern, aber auch überschwenglich und idealistisch bis zum letzten.

Nach einigen kurzen Hinweisen auf die Wider­spiegelung des Nationalsozialismus im staatspoliti- schen Geschehen, auf die Ausprägung des Führer- Srinzips in der Partei und deren pyramidenartigen ufbau von der breiten Fläche der gewaltigen Masse bis hinauf zur höchsten Spitze des Führers und die gleichartiae Neukonstruktion des Deutschen Reiches empfahl der Redner, ChamberlainsDie Grundlagen des 19. Jahrhunderts", Rosenbergs Mythos" und vor allem Adolf HitlersMein Kampf" genau zu lesen, bann wird jeder erkennen, worum es geht. Dann wird auch jeder gern dem Führer helfen bei feinem Werk, und er wird sich bereitwillig eingliedern lassen, wenn er

nur immer den Gedanken als Richtschnur hat: Wie kann ich am besten helfen?

Es braucht nicht jeder in der Partei zu sein! Aber zur Mithilfe muß jeder Volksgenosse st e t s bereit fein. Dann wird jeder auch mit Freude an seine Aufgaben Herangehen, und er wird sich selbst an seiner Arbeit begeistern. Wenn wir alle so ar­beiten, werden wir den Kleinkram des Le­bens bald vergessen. Dann werden wir bessere und ganz andere Menschen werden, wir werden uns geiftig umstellen, alte Begriffe ablegen und neue Herausstellen, um das zu er­reichen, was wir wollen:

das Ziel: ein ewiges Deutschland!

Bezirksleiter pa. Kurz

dankte dem Redner für seinen mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag herzlich und betonte, daß der KDAI. es als feine Aufgabe anfehe, feine Mit­glieder zu guten Nationalsozialisten zu erziehen. Für diese Arbeit sei es außerordentlich wertvoll, daß Pg. K l o st e r m a n n zu der Versammlung über die Weltanschauung des Nationalsozialismus gesprochen habe. Jedes Mitglied des KDAI. müsse sich bemühen, immer mehr in den nationalsozialisti­schen Geist hineinzuwachsen und aus ihm heraus zu den Volksgenossen und Mitarbeitern nur als Nationalsozialist zu sprechen.

Dringender Appell zur Arbeitsbeschaffung.

Anschließend richtete Gauinspekteur und Kreis­leiter Pg. K l o st e r m a n n an die Versammlung die dringende Aufforderung, aus dem Gebiet der Arbeitsbeschaffung mit größter Tatkraft mitzuwirken und aus der fach­männischen Kenntnis der Architekten und Ingenieure heraus den zuständigen Stellen geeignete Vor­schläge zu machen. In den Kreisen Gießen und Friedberg müsse hinsichtlich der Arbeits­beschaffung noch viel getan werden, ganz be­sonders im Kreise Friedberg. Als Musterbeispiel führte Pg. Klo st ermann den Kreis Alsfeld an, in dem rund 2500 Anträge auf Arbeitsbe­schaffung eingereicht wurden, die einen Gesamtum­satz von 2Vz bis 3 Millionen Mark bedeuten. Die­sem Beispiel gelte es nachzueifern. Dabei müß­ten die Mitglieder des KDAI. Bahnbrecher sein und es an Initiative nie fehlen lassen. Es müsse alles getan werden, um die deutschen Volksgenossen auch in der Bereitstellung von Arbeit zu befriedigen. Wenn diese Aufgabe erfüllt und die Arbeitslosigkeit auf die vom Führer verkündete ungefähre Grenze gesenkt werde, dann sei die Ar­beitsschlacht siegreich geschlagen. Die Versammlung stimmte auch diesen eindrucksvollen Worten mit lebhaftem Beifall zu.

Im weiteren Verlaufe des Abends hielt Bürger­meister Dr. Hamm einen Vortrag über A r - beitsbeschaffungsfragen. Wir werden darüber noch berichten.

rotes darstellt. Das Heftchen Ist Bei den Betriebs­zellenobmännern ober bei den Ortsgruppen für 10 Pf. zu haben.

Errichtung eines staatlichen Turn- und Svortamts in Hessen.

Das Staatspreffeamt teilt mit: Turnen und Sport ist im nationalsozialistischen Deutschland eine Angelegenheit des Staates. Aus dieser Feststellung heraus hat sich der Hessische Staatsminister veran­laßt gesehen, zur Förderung und Bearbeitung aller Turn- und Sportangelegenheiten ein Turn- und Sportamt zu errichten. Das neue Amt wird als eine Geschäftsstelle des Personalamts dem Hessi­schen Staatsministerium angegliedert, so daß der Leiter des Personalamts, Verwaltungsdirektor L ö - wer, auch gleichzeitig Leiter dieses Turn- und Sportamts ist.

Die Fahne der Deutschen Arbeitsfront.

Das Propaganda-Amt der Deutschen Arbeitsfront und der NSG.Kraft durch Freude" teilen mit:

Es ist in letzter Zeit vorgekommen, daß unbc^ fugte Kreise Phantasiefahnen als Symbole der Deutschen Arbeitsfront gezeigt haben. Die Propa- aanda-Warte der Deutschen Arbeitsfront sind da­für verantwortlich, daß am 1. Mai und in Zu­kunft die vorschriftsmäßige Fahne der Deutschen Arbeitsfront gezeigt wird.

Die Fahne der Deutschen Arbeitsfront hat genau wie die Fahne der NSDAP, ein weißes rundes Feld auf rotem Grund, in dem weißen Felde be­findet sich das Zeichen der Deutschen Arbeitsfront in Schwarz, ein Hakenkreuz, umgeben von einem Zahnrad.

Es ist verboten, an den Fahnen der Deutschen Arbeitsfront Fransen, Quasten, Goschs oder In­schriften auf dem Fahnentuch anzubringen. Die Einheiten der Deutschen Arbeitsfront können je­doch etwa in der Höhe der oberen Kante des Fah­nentuches kräftige Metallschilder (Fahnennägel) am Fahnenschaft mit kennzeichnenden Inschriften an­bringen.

Am 1. Mai trägt jedes Mitglied der Deutschen Arbeitsfront als Zeichen der Verbundenheit aller schaffenden deutschen Menschen das Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront, das Zahnrad mit dem Hakenkreuz. Auch Parteigenossen und Uniformierte, die Mitglied der Deutschen Arbeitsfront sind, tragen dieses Abzeichen.

Au sämtliche Ortsgruppenbetriebs- warte!

Alle Ortsgruppenbetriebswarte melden bis spä­testens Samstag, 21. April, wer von den NSBO.-Mttgliedern, die nach dem 30. Januar 1933 gekommen sind, noch nicht der Deutschen Arbeitsfront ober einem der Deutschen Ar­beitsfront angeschlossenen Verband angehört.

Gießen, 17. April 1934.

Heil Hitler!

Gez. Hermann Wagner, Kreisbetriebszellenobmann.

I. A. gez. Hahn, stellvertretender Kreisbetriebszellenobmann.

Am nächsten Samstag, 21. April, findet die Schulung im Haufe der Deutschen Ar­beitsfront um 19 Uhr statt. Es ist dies die letzte Schulung vor der am Samstag, 28. April, stattfindenden Prüfung. Es wird hiermit sämt­lichen Amtswaltern der NSBO. zur Pflicht gemacht, an diesem Schulungsabend teil­zunehmen, zumal bei der Prüfung der Gaubetriebs­zellenschulungsleiter Pg. D e m m e r anwesend sein wird. Wer an diesem Schulungsabend der NSBO. nicht teilnimmt, wird rücksichtslos als Amtswalter abgefetzt. Es geht nicht an, daß Amtswalter nur dem Namen nach Amtswalter sind und nicht wissen, was sie durch ihre Tätigkeit für eine Verantwortung für Volk und Bewegung übernehmen. Es kann eben nur weiterhin der Amtswalter fein, und auch nur d e r in den Besitz der Bestätigung über die Ab­solvierung des Schulungskursus kommen, der tat­sächlich die Schulungskurse besucht hat. Es wird an diesem Abend eine genaue Kontrolle über jeden Amtswalter vorgenommen werden. Ent­schuldigungen gibt es nur in den dringendsten Fällen.

Gießen, 17. April 1934.

Gez Hahn, Kreisbetriebszellenschulungsleiter.

Werde Mitglied der Deutschen Arbeitsfront!

Die Volksgenossen, die noch nicht als Mitglied der Deutschen Arbeitsfront angehören, haben noch Gelegenheit, dies biszum3 0. April 19 3 4 nachzuyolen. Vom 1. Mai ab tritt dann endgültige Sperre ein. Aufnahmeanträge müssen an den Wohnorten der einzelnen Antrags­steller bei den örtlichen N S B O. - Dienst­stellen gestellt werden. Für Gießen müssen die Aufnahmen bei der Kreisbetriebszellenabteilung, Schanzenstraße 18, Zimmer 2, getätigt werden. Die Dienststunden sind von 11 bis 12.30 und von 17 bis 18 Uhr. Außer dieser Zeit kann niemand abgefertigt werben.

Gießen, 17. April 1934.

Heil Hitler!

Gez. Hermann Wagner, Kreisbetriebszellenobmann.

I. A. gez. Hahn, stellvertretender Kreisbetriebszellenobmann.

AusparteiamtlichenBekanntmachungen

Adolf-Hitler-Geburtstagfeiern in den Ortsgruppen.

Die Gießener Ortsgruppen der NSDAP, veranstalten am morgigen Freitag aus Anlaß des Geburtstages des Führers und Reichskanzlers Ge­burtstagfeiern in den verschiedenen Sälen der Stadt. Die Ortsgruppe G i e ß e n - S ü d vereinigt ihre Parteigenossen sowie alle übrigen Volksgenossen, die herzlich einaeladen sind, im Katholischen Vereins- haus. Die Ansprache hält Pg. Holländer. Musikalische Darbietungen werden die Feier ver­tiefen. Die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen- Ost und der NS.-Frauenschaft versammeln sich im Caf6 Leib. Die Parteigenossen, Parteigenossinnen, Angehörige der Frauenschaft, der NSBO., der SA., SS. und Hitlerjugend nehmen entsprechend einer Bekanntmachung der Ortsgruppe Gießen- Mitte ebenfalls an der Feier im Caf6 Leib teil. Die Feier der Ortsgruppe Nord wird im Aquarium", Walltorstraße, abgehalten. Für die Parteigenossen und die Mitglieder der NS.-Frauen- schäft ist die Teilnahme Pflicht. Die einzelnen Ver­anstaltungen beginnen jeweils um 20.30 Uhr.

*

Der Abteilungsleiter des Amtes für Beamte, Kreis Gießen, Pg. Ulrich, gibt be­gannt, daß der für Freitag, 20. April, vorgesehene Fachschaftsabend der Fachschaft 12 (Allgemeine

Länderoerwaltung) erst am 27. d. M. stattfindet.

Der NSLB. des Kreises Gießen gibt bekannt, daß die Bezirksobleute, Kreisarbeitsleiter und Schulgruppenleiter entsprechend einer Anord- nung der Gauleitung darauf zu sehen haben, daß der erste Montag eines jeden Monats nicht von einer Veranstaltung des NSLB. belegt, sondern für Sitzungen, Veranstaltungen, Zusammenkünfte usw der Parteiorganisation freizuhalten sind.

Der NSLB. Kreis Schotten gibt bekannt, iir um 14 Uhr, die Bezirkskonferenz

Ulrichstein bei Groh tagt.

Opfert für die ASS.!

Alle diejenigen, die sechs Monate lang regelmäßig Beitraae vom Lohn und Gehalt für das WHW. angeführt haben, erhalten die Abschlußplakette.

Es wird erwartet, daß diese Volksgenossen ihren Opfersinn dadurch krönen, daß sie von nun an ihre Zuwendungen der NSV. fürMutter und Kind" zukommen lassen.

Soweit Volksgenossen nachträglich Opfer für den Kampf gegen die Not der Darbenden bringen, kann auch diesen die Plakette als Gedenkmünze verab­folgt werden.

Die NSV. rechnet weiterhin mit der Einsicht und dem Opferwillen aller Deutschen.

Die Gauamtsleitung der NSV.

NGOAp., Ortsgruppe Giehen-Nord.

Amt für Volkswohlfahrt.

Donnerstag, 19. April, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord eine weitere

Pfundsammlung

Hitler schafft Arbeit!

Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeitsbeschaf­fungsprogramm des Rhein-Main-Gebiets:

Maßnahme: Tagewerke;

Umbau des Schlosses Oranienstein zu einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt durch den preußischen Finanzminister, Berlin.

Instandsetzung und Ergänzung Maschi­nen-, wärme, und elektrotechnischer Anlagen in städtischen Baulichkeiten durch die Stadt Frankfurt a. 2TL 5000

Regulierung, Kanalisation des Flügel­baches in der Gemarkung Nierstein 2500

Entwässerung von Wiesen- und Acker­ländereien durch die Enlwässerungs- genossenschaft Elleringhausen 340

statt. Alle Volksgenossen werden auch jetzt wieder gebeten, nach besten Kräften zu geben und die Spenden bereitzuhalten, daß sie beim Erscheinen eines Amtswalters ohne Zeitversäumnis in Emp­fang genommen werden können.

Heil Hitler!

gez. I ö ck e l, stellv. Ortsgruppenamtsleiter.

Herabsetzung der Grundgebühr für Fernsprechhauptanschlüffe.

Wie uns amtlich mitgeteilt wird, ermäßigen sich bei Ortsnetzen unseres Leserkreises die monatlichen Grundgebühren:

in Gießen von 7 RM. auf 5,50 RM.

Großen-Buseck 4 3,50

Großen-Linden 5 4,

Lich (Oberh.) 5 4,

Lollar 4 3,50

Die Grundgebühr von 3 RM. für die Teilnehmer, die an die Vermittlungsstelle Rodheim (Bieber) an= geschlossen sind, bleibt bestehen.

Festgottesdienst zum 1. Mai.

Außer den am Tatze der nationalen Arbeit statt­findenden Festgottesdiensten werden auf Anordnung oes Landesbischofs Lic. Dr. Dietrich die kirch­lichen Gebäude am 1. Mai beflaggt werden. In der Zeit von 12 Uhr bis 12.15 Uhr werden sämtliche Kirchenglocken läuten. Am Sonn­tag vor dem 1. Mai wird in den Gottesdiensten für den Tag der nationalen Arbeit Fürbitte getan und die Gemeindemitglieder werden zur Teilnahme an dem Festgottesdienst und an den Fest­veranstaltungen des 1. Mai besonders eingeladen.

Sturmschäden.

Gestern gegen 15.30 Uhr zogen im Westen unse­rer Stadt schwere Wolkenmassen auf, die sich mit großer Geschwindigkeit näherten. Sehr plötzlich er­hob sich wenige Minuten später ein heftiger orkan­artiger Wind, der etwas Regen, auf verschiedenen Strichen sogar Hagel mit sich brachte. Die Gewalt des plötzlich anftürmenben Windes war so groß, daß innerhalb unserer Stadt verschiedentlich Schaden angerichtet wurde. Ani stärksten wurde, so weit wir bisher hören konnten, die Müller'sche Badeanstalt in Mitleidenschaft gezogen. Dort wurden von einem Teil der in langen Reihen aufgebauten Kabinen die Dächer abgehoben, so daß ein nicht unwesentlicher Schaden entstanden ist. Das Dach einer dieser Kabi­nenreihen wurde zum Teil zur (Erbe, zum Teil ins Wasser geschleubert. Leiber fiel bem Sturm auch ein stattlicher Kastanienbaum am Hindenburgwall zum Opfer. Der Baum würbe vom Winb umge­brückt unb zum Teil entwurzelt, so baß er entfernt werben mußte. In ber Licher Straße würbe von einem Baume ein starker Ast abgeschlagen, ber im Sturz eine Straßenlampe zu Boben riß.

Nie Neuregelung der Eierverwertung.

Von ber Geschäftsstelle ber Bezirks-Eier« Verwertungsgenossenschaft Gießen wirb uns geschrieben:

Die Bezirks-Eierverwertungs-Genossenschaft Gie­ßen hat ab heute ihre Tätigkeit ausgenommen. Ent- sprechend ben gesetzlichen Bestimmungen ber beut» scheu Eierbewirtschaftung müssen alle Eier, soweit sie nicht vom Erzeuger an ben Verbraucher bireft verkauft werben, an bie Bezirkskennzeichnungsstel­len (hier Eierverwertungs-Genossenschaft Gießen) zur Standardisierung abgeliefert werben. Als Ver­braucher gelten nur, wie bereits schon bekannt ge­macht mürbe, Privatpersonen, Kliniken unb ähnliche Anstalten.

Die Bezirks-Kennzeichnungsstelle Gießen hat den Handel in ihrem Bezirk zu beliefern. Dies gilt auch für bie Hänbler, bie von auswärts nach hier kom­men, um auf bem Wochenmarkte unb von Haus zu Haus Eier zu verkaufen. Es mürbe nicht ben Zweck ber Sache erfüllen unb auch eine Verteuerung herbeiführen, roenn ber Hanbel von ausroärts Eier beziehen wollte unb somit bie Kennzeichnungsstelle Gießen gezwungen wäre, ihre Eier nach anberen Plätzen zu verschicken.

Der Verbraucher soll in seinem eigenen Interesse nur ftanbarbifierte Eier kaufen, benn nur bann hat er bie Gewähr, kein faules Ei zu bekommen, ba alle Eier auf Güte unb Frische geprüft werben. Es liegt mithin schon beim Erzeuger, ber seine Ware an bie Sammelstelle abgibt (es ist bies ausdrücklich für bie Erzeuger gesagt), biefer Sortierarbeit bei ben Kennzeichnungsstellen entgegenzukommen, in» bem gute, saubere unb frische Eier angeliefert werben.

Eine Übergangserscheinung ist bie Disziplinlosig­keit unb bie Umgehung ber neuen Marktorbnung für Eier. Hier kann man von bösem Willen und Sabotage sprechen. Es wirb aber noch wenige Tage bauern, bann sind bie neuen Strafbestimmungen er­schienen unb werben ben Trägern ber neuen Markt­orbnung bie Hilfestellung ber Polizei an bie Hand geben.

Gietzener Wocbenmarktpreisc

* Gießen, 19. April. Auf bem heutigen Wochen­markt kosteten: ßanbbutter, bas Pfund 1,30 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inlänbische) 8Vt bis 9, Weißkraut, bas Pfunb 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben, 12 bis 15, Rote Rüben 10, Spinat 15, Spargel 50 bis 85, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 80 Pf. bis 1, Mark, Tomaten 60, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Rhabarber 15, Kartoffeln 3X> Pf., ber Zentner 2,80 bis 3, Mark, Aepfel bas Pfunb 20 bis 30 Pf-, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, bas Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 40, Salat 20 bis 25, Salat- gurken 60, Lauch 5 bis 10, Rettich 20, Sellerie 10 bis 30, Rabieschen, bas Bunb 12 bis 15 Pf.

BornoNzcn.

Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr,Robinson soll nicht