Ungarn wehrt sich
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Aus alter Welt
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" iyreqmmgen Volkspartei unö oer löauernpariei stehende Block 5297 (3), die Linksliberalen 5726 (3., die Arbeiterpartei 70 812 (44) und die Kommu-
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ihm wenigstens seine Kultur übermittelte.
Der Arbeitsdienst ist jetzt dabei, auch noch anderen Teile auf der Anhöhe freizulegen.
Die vorläufigen Endzahlen für die n o r ro e g i ■ sä e n Gemeindewahlen haben das Ergeb- «i- der Parlamentswahlen des vorigen Jahres belle igt. Die Arbeiterpartei ist nach wie vor siiee stärkste Partei. Sie hat etwa 47 vH. jRie: insgesamt abgegebenen Stimmen hinter sich. In -L lo bekamen die Konservativen 56 571 (34 Sitze), , di" aus der Quislingschen nationalen Sammlung, Freisinnigen Volkspartei und der Bauernpartei
iritfen 914 Stimmen (0). Damit hat also die Ar- idterpartei in der Stadtverwaltung von Oslo die ck'olute Mehrheit.
um einen völlig entarteten Menschen handelt, der seine aufopfernd um ihn besorgten nächsten Der- wandten, Mutter und Großmutter, fortgesetzt be- stöhlen und schließlich die übergroße Siebe feiner Großmutter, die alle Schandtaten immer wieder verzieh und ihm Unterkunft und Unterhalt gab, mit deren Ermordung um einer Beute von wenigen Mark willen vergolten hat. Für die Tat dieses Schädlings der Volksgemeinschaft ist der Tod die einzig gerechte Sühne. Der Mörder hatte seine Großmutter, die greise Rentnerin E r n e st i n e A n d j s z e w s k i am 10. Dezember vorigen Jahres mit einem Kopfkissen erstickt, um ihr die letzten Ersparnisse im Betrage von 18 Mark zu rauben und diese auf Rummelplätzen zu verjubeln._____________
29. Oktober ihre Gründe anzugeben, die gegen ihre Streichung aus der Liste der zugelassenen Schiffsoffiziere sprechen.
Entführte Amerikanerin wohlbehalten aufgefunden.
Die vor einiger Zeit von USA.-$erbred)ern entführte Frau Stoll ist in der Nähe von Scottsberg (Indiana) von Polizeibeamten in einem Kraftwagen entdeckt worden. Sie wurde sofort zu ihrer Familie in Louisville zurückgebracht. Trotz brutaler Behandlung soll es ihr leidlich gut gehen. Bei ihrer Auffindung durch die Polizei befand sich Frau Stoll in Begleitung einer Frau Robinson und eines Pfarrerehepaares aus Indianapolis. Nach Ansicht der Untersuchungsbehörde sind der Pfarrer unds eine Frau an dem Verbrechen nicht beteiligt. Dagegen konnte Frau Robinson nachgewiesen werden, daß sie Geldscheine verwendet hat, die aus dem Lösegeldbetrag stammen. Als Haupttäter wird
ihr Mann, der 27jährige Thomas Robinson, angesehen. Er war früher längere Ze^ : * -1 “ - “ Irrenanstalt untergebracht. Bi
Bei den Planungsarbeiten für das olympische Dorf sind vorgeschichtliche Funde von weittragender Bedeutung gemacht worden. Mit Hilfe des Arbeitsdienstes vorsichtig ausgeführte Erdarbeiten führten zur Aufdeckung eines indogermanischen Dorfes. Zahlreiche Gefäße, große Mengen von Scherben und Handwerkszeug aus Stein geben die Bestätigung, daß es sich um eine steinzeitliche Dorfsiedlung etwa aus der Zeit 2550 bis 2000 vor Christi handelt. Bisher hat man die Grundrisse von fünf in die Erde eingetieften Häusern und zwei Abfallgruben größeren Ausmaßes, in denen viele Gefäßreste und Knochen lagen, freigelegt. Das Museum für Völkerkunde in Berlin hat das Potsdamer Stadtmufeum, in dessen Betreuungsgebiet die Fundstelle liegt, mit der Untersuchung beauftragt. Der bekannte Prähistoriker Bestehorn leitet mit Unterstützung des Naturwissenschaftlers Hoffmann die Ausgrabungsarbeiten.
Seit einiger Zeit werden unweit der Berlin-Hamburger Chaussee, etwa zwei Kilometer hinter Döbe- ritz, umfangreiche Erdbewegungsarbeiten für das olympische Dorf durchgeführt, das zur Olympiade 1936 die Kämpfer von 46 Nationen aufnehmen soll. Das Gelände liegt auf einer Anhöhe, einem sogenannten Diluvialhorst. Auf dieser Anhöhe wurden beim Abtragen einer IV2 Meter tiefen Erdschicht Tongefäße und große Mengen von Scherben ausgegraben und rechtzeitig an Sachverständige
Ein indogermanisches Dors bei Oöberih
Bedeutsame vorgeschichtliche Funde beim Bau des olympischen Dorfes.
weitergeleitet, die sofort erkannten, daß man es mit einem Fund aus der Jungsteinzeit zu tun hat.
Dr. Bestehorn gab einem Vertreter des DNB. an Ort und Stelle Aufklärung über den bedeutsamen Fund. Aus dem hellen Sand sieht man deutlich dunkle Stellen in rechteckiger Form und in der Große von zwei mal vier Meter hervorstechen. Besonders bedeutsam ist der Fund dadurch, daß eine völlig unversehrte jungsteinzeitliche Keramik in Reinkultur vorgefunden worden ist. Noch aus der späteren Zeit finden sich auf dem Diluvialhorst Spuren anderer vorgeschichtlicher Kulturen.
Neben einem Steinbeil, das das Alter der Siedlung gut abschätzen läßt, sind bisher eine vollkommen erhaltene Amphore (Krug) sowie hunderte von Resten zerbrochener Gefäße aller Art gefunden worden. Sämtliche Gefäße zeigen eine jungsteinzeitliche Amphorenform mit Henkeln zwischen einem trichterförmigen Hals und einem stark gewölbten Bauch. Dr. B e st e h 0 r n hält sich für berechtigt anzunehmen, daß an dieser Stelle zum ersten Mal in Norddeutschland der gesamte Grundriß einer jungsteinzeitlichen Dorfsiedlung dem Erdboden abgerungen werden kann. Die Siedlung ist einem indogermanischen Volksstamme zuzuschreiben, der wahrscheinlich in das Havelgebiet einwanderte oder
Landesverräterische Zentrumsumtriebe in Danzig.
Verhaftung eines hohen Beamten.
Danzig, 16. Oft. (DNB.) Ein führendes Mit- $.rieb der Danziger Zentrumspartei, Oberregierungsmd Schulrat Behrendt, ist wegen bringen- ten V e r'd a ch t e s des schweren Verchens i m Amte verhaftet und dem Un- trsuchungsrichter übergeben worden. Behrendt wird cjf Grund des vorliegenden erdrückenden Be- I: ftungsmaterials beschuldigt, sein amtliches Lissen über dienstliche Vorgänge, das <: sich durch seine Vertrauensstellung im Danziger Schuldienst erworben hat, dem Vertreter tiner benachbarten Macht pflichtwid - jt g mitgeteilt zu haben. Behrendt, der in frü- h ren Jahren preußischer Landtagsabgeordneter der ^ntrumspartei war, ist vom Danziger Zentrum in richtige Aemter und Körperschaften entsandt worden.
Die Verfehlungen des Danziger Zentrumsführers iben in Danzig größte Empörung hervorgerufen. Inter dem Deckmantel des Schutzes der Danziger Erfassung betrieben Zentrumskreise offen und ver- ^ckt eine staatsfeindliche Hetze gegen die »n der Abgeordnetenmehrheit des Danziger Parla- icnts gewählte nationalsozialistische Danziger Re- nerung. Dabei ist die innere Verbindung dieser -reise zum Saarseparatismus und zu an- Irren wesensverwandten Stellen im deutschen (renzgebiet längst offenkundig.
Budapest, 16. Oft. (DNB.) Die Haltung der n-anMschen und der tschechoslowakischen Presse gibt !»er ungarischen Oefsentlichkeit Veranlassung, gegen bie Beschuldigung Ungarns Stellung zu nehmen. Oie Behauptung, ungarische Offiziere hätten die Kroaten in der Durchführung von Attentaten aus- «ebildet, wird mit Empörung al s L u g e b e - ?e i d) n e t. Der „Pester Lloyd" stellt fest, daß »e d e r d e r M ö r d r r, n 0 ch s e i n e M 11 t ä t e r Ungarn seien, daß der Ministerpräsident Görnas die kroatische E m i g r a n t e n k 0 l 0 n i e Santa Puszta aufgelöst habe und daß keine einzige ungarische Behörde auch nur das Mindeste nit den Vorbereitungen des Königsmordes zu tun labe. Die Blätter richten heftige Angriffe gegen Senesch, der von „Magyarszag" als „der große Giftmischer" und der größte Feind des europäischen Friedens bezeichnet wird. Die der Regierung nahe- behende „Függetfenseg" spricht von einem „skrupel- isen Imperialismus der Prager Regierung" und oarnt vor einer weiteren Zuspitzung der gegen Un- nrn gerichteten Verdächtigungen. „Budapest! Hir- - verlangt, daß die Verleumder der nationalen Ungarns vor dem Völkerbund Rede und Ant- stehen sollen.
Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der 20 Jahre alte Kurt V o g e I m a n n ist durch Urteil des Schwurgerichtes Berlin vom 26. April 1934 wegen Raubmordes, begangen an seiner Großmutter, rechtskräftig zum Tode verurteilt worden. Dieses Urteil ist im Hof des Strafgefängnisses Plötzensee durch Enthauptung des Verurteilten vollstreckt worden. Der preußische Ministerpräsident hat von seinem Begnadigungsrecht ’ keinen Gebrauch gemacht, weil es sich bei dem Täter
noch nicht ermittelt werden. Das Schreiben der Entführer mit der Lösegeldforderung, das jetzt von der Polizei veröffentlicht worden ist, läßt erkennen, daß die Verbrecher von kommunistischen Ideen besessen waren.
Politischer TNord in Oesterreich?
Der Bürgermeister Josef Waiblinger von Oberbierbaum in der Nähe von Tulln (Oesterreich) wurde von Ortsbewohnern in einer Wasserpfütze t 0 t aufgefunden. Er war erwürgt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Tat erregt großes Aufsehen. Der Ermordete war einer der führenden Männer des Niederösterreichischen Bauernbundes, der stärksten christlich-sozialen Organisation Oesterreichs. Bei den Ostmärkischen Sturmscharen bekleidete er die Stelle eines Abschnittsführers. Waiblinger arbeitete bis Montagmitternacht an einem Aufsatz über einen Aufmarsch der Ostmärkischen Sturmscharen im Tullner Bezirk. Waiblinger scheint von einem unbekannten Mann aus dem Hause gelockt und dann erdrosselt worden au sein. Orts- bewohner erzählen, daß der Ermordete schon am Vortage mit mehreren Unbekannten eine Besprechung abgehalten hat. Die Polizei nimmt an, daß diese unbekannten Leute mit dem Tod Waiblingers im Zusammenhang stehen. Auch Drohbriefe, die Waiblinger in der letzten Woche erhalten hatte, konnten die Nachforschungen der Polizei auf eine bestimmte Spur bringen.
Flammentod einer Greisin.
In Passau trug sich ein schrecklicher Unfall zu, dem die 74jährige Frau Anna Karl zum Opfer fiel. Sie verließ nachts, wie man annimmt, mit einer brennenden Kerze in der Hand ihr Bett und erlitt einen Schwächeanfall. Die Kerze brannte weiter und steckte die Kleider der Unglücklichen sowie die Möbel in Brand. Die Frau fand in den Flammen den Tod.
Der jugendliche Grohmuttermärder Vogelmann hingerichtet.
Ans der Arbeit der Opel-Werkshochschule.
Die Opel-Werkshochschule in Rüssels« heim beginnt ihr viertes Winterhalbjahr. Entstanden in einer Zeit, in der sich die nationalsozialistische Weltanschauung immer stärker durchzusetzen begann, erhielt sie von ihr Richtung und Ziel. Der deutsche Arbeiter soll nicht meyr Werkzeug und Diener der Maschine sein. Heber seine Werkmannsarbeit hinaus soll er teilhaben an den Kulturgütern seines Vaterlandes. Seine Verbundenheit mit dem Werk, in dem er schafft, soll nicht aufhören, wenn die Sirene den Arbeitsschluß verkündet. Auch in den Feier- stunden soll er verbunden bleiben mit dem Geist des Werkes und dem kulturellen Leben seines Volkes. Dies ist das Ziel der Opel-Werkshochschule. Das neue Programm enthält eine Reihe Vorträge namhafter Gelehrter über Gebiete deutscher Geschichte, Rassenforschung, deutsches Recht, deutsche Heldendichtung, deutsche Wehrfragen, einen Vortrag des Landesführers der Deutschen Front, Saarbrücken, „Der Kampf um die Saar". Wirtschafts-, Handels- und Verkehrsfragen werden in allgemein verständlicher Form behandelt werden. Auch die schonen Künste kommen zu ihrem Recht.
Grenzlandhilfsaktion
des D3. im Gebiet TNittelrhein.
In der Zeit vom 15. Oktober 1934 bis 1. Februar 1935 führt das Deutsche Jungvolk im Gebiet 11 (Mittelrhein) seine „G r e n z l a n d h i l f s a k t i 0 n" durch. Mit dieser Anordnung soll der bedrohten Westmark, die vor allem unter großen finanziellen Schwierigkeiten zu leiden hat, durch die Opferbereit» schäft des Jungvolks geholfen werden. Die Geld- mittel, die zur Hilfeleistung nötig find, werden von den Jungen des DJ. selbst aufgebracht. Sämtliche Fähnlein, Stämme und unter Umständen auch die Jungbanne müssen einen Eltern- und Werbeabend durchführen. Diese Abende sollen der Werbung dienen und sollen der Außenwelt das kulturelle Wollen und Schaffen des Jungvolks zeigen. Der Rein- ertrag geht zu 75 v. H. der Grenzlandhilfe zu. Mit diesen Geldern kann dann den Gliederungen der notleidenden Grenzmark und auch Gegenden, die aus irgendwelchen anderen Gründen einer Hilfe dringend bedürfen, geholfen werden.
Die deutsche Rotkreuzabordnung in Tokio.
Der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha, der Führer der zur Zeit in Tokio wei-
Meine politische Nachrichten.
Am 18. Oktober findet in Kaiserslautern Le große öffentliche Kundgebung statt, in der ii r Saarbevollmächtigte des Reichskanz- eis, Gauleiter Bürckel, vor der deutschen Presse Saargebiets sprechen wird. Die Kundgebung taitrb über alle deutschen Sender in der jiiit von 20 bis 21.30 Uhr übertragen.
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König Gustaf hat für den in Stockholm weisenden Lordsiegelbewahrer Eden ein Frühstück gegeben, an dem außer dem Außenminister Scmd- Jti und dem englischen Gesandten auch noch die stwedischen Gesandten in Kairo und im Haag so- vs Admiral Gras Ehrensvaerd, der Chef des 6inbes des Königs, teilgenommen haben.
Bundesführer Seldte bei den Stahlhelm-Frauen.
'Berlin, 15. Oft. (Fkp.) Das 8. Bundesfest des Dahlheim - Frauenbundes, Landesverband Groß - $2rlin, im Berliner Konzerthaus Clou gewann s< ne besondere Bedeutung durch die Teilnahme des ik-indessührers des NSDFB. (Stahlhelm), Franz Gelbte, der mit zahlreichen Führern und Warne- nähen des Bundes erschienen war und so die enge B rbundenheit des NSDFB. (Stahlhelm) mit dem 6-ahlhelm-Frauenbund auch nach außen hin unter- stiich. Die Führerin des Bundes, Frau Margarete Bialuch, die in ihrer Begrüßungsansprache dem Londessührer für sein Erscheinen dankte, betonte, ,l>ir Stahlhelm • Frauenbund habe 6s sich zur Auf- gtfce gestellt, den Dank an die Frontsoldaten dadurch abzutragen, daß die deutsche Frau mit» a beite an dem großen Werk unseres Führers. ! I r Bundesführer feierte nach einem Bekenntnis jinn Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die C.ahlhelm-Frauen als oen lebendigen Hort echten Lutschen Familienlebens. Er aedachte ihrer aber auch aus der Fülle der Erlebnisse aus den vierzehn §:mpfjahren, in denen gerade die Frauen der Sahlhelm-Kameraden unendliche Opfer an Beken- rirmut und Einsatzbereitschaft hatten bringen muffen. Sein Dank galt dem Stahlhelm-Frauen- b.md für seine unermüdliche Tätigkeit für die natio- Me und soziale Wiederaufrichtung des deutschen irischen, er galt zugleich der deutschen Frau und Shutter.
lenden Abordnung des Deutschen Roten Kreuzes, überreichte dem Ehrenpräsidenten des japanischen Roten Kreuzes, Prinz Kanin, die höchsten Insignien des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes und - dem Präsidenten des japanischen Roten Kreuzes, Fürst T 0 g u k a w a, die Erste Klasse mit Stern des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes. Der Herzog erfüllte mit der lieber» reichung der Auszeichnungen einen Auftrag des Führers und zugleich einen der letzten Wünsche des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg.
Früher Dinker im Bayerischen Oberland.
Herrschte in München in den letzten Tagen bei Temperaturen, die nur wenige Grad über Null lagen, ein wilder West sturm, der mit Reaen- güssen verbunden war, so gingen diese Niederschläge in etwas höheren Lagen bereits in Schnee über. Aus Garmisch und dem Kemptener Gebiet werden sogar regelrechte Schneegestöber gemeldet. Im oberen Allgäu bildete sich eine zusammenhängende Schneedecke, auch der Kemptener Wald war bei Temperaturen von etwa ein Grad unter Null tief verschneit. Der Schneesturm dauerte von 15 Uhr bis in die Abendstunden. Einige hundert Meter über Garmisch, etwa in der Hohe des Kreuzeck- und des Wankyauses, tobte den ganzen Tag ein wildes Schneetreiben, das den Schnee an manchen Stellen bis über 20 Zentimeter hoch wehte. Die Schneegrenze ging etwa herunter bis zum Eib» fee. Rund um das Wankhaus mit seiner weiten Bergaussicht zeigten sich die Gipfel in weißem Glanz. — Damit, daß der Schnee schon liegen bleibt, rechnet man selbst in der Höhe des Kreuzeckhauses bis jetzt noch nicht. Die Skifahrer sollen sich also nicht zu früh auf den Sonntaa freuen! Nachdem es am Montagabend in München schon ganz leicht einmal für kurze Zeit zu schneien begonnen hatte, begann am Dienstagmorgen neuerlich ein dünnflockiges winterliches Vorspiel.
Die Opfer des Kalkowiher Einsturzunglücks.
Das schwere E i n st u r z u n g l ü ck, das sich beim Neubau der Kattowitzer Kathedrale ereignete, hat bisher kein Todesopfer gefordert. Eine Anzahl Schwerverletzter hat komplizierte Knochenbrüche davongetragen. Don ärztlicher Seite wird darauf hingewiesen, daß der Zustand einiger der Verunglückten zu Besorgnissen Anlaß gibt. Insgesamt sind noch 62 Verunglückte im Krankenhaus, deren mehr oder weniger schwere Verletzungen ausschließlich durch die herabstürzenden Balken und Bretter des Gerüstes verursacht worden sind. Es ist ein glücklicher Umstand, daß die Arbeiter sämt- lich auf den durch den Regen aufgeweichten Boden gefallen sind, wodurch der Sturz stark gemildert wurde. Die Bauarbeiten sind auf behördliche Anordnung bis zur Klärung der Ursache des Unfalles eingestellt worden.
Zwangsversteigerung des Berliner Sportpalastes. — Für zwei Millionen an eine Schweizer Firma.
Vor dem Amtsgericht Berlin-Schöneberg fand unter großer Beteiligung die Zwangsverstei» gerung des Berliner Sportpalastes statt, der als Schauplatz der großen politischen und sportlichen Veranstaltungen der Reichshauptstadt bekannt ist. Der Zuschlag wurde für zwei Millionen Mark der Hauptgläubigerin, der Eidgenössischen Dersicherungs-AG. in Zürich, erteilt. Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, besteht die Absicht, das Unternehmen unter schweizeri- scher Leitung weiterzuführen und zu einer würdigen Dersammlungs- und Sportstätte zu machen, die nach sauberen finanziellen Grundsätzen verwaltet wird.
Englands Nur-Flügel-Flugzeug.
Die Flugzeugkonstrukteure mühen sich seit Jahren mit dem Nur-Flügel-Flugzeug ab. Fast alle haben erkannt, daß eine Maschine dieser Art unter Umständen erhebliche Vorteile bieten kann. Jetzt haben die Engländer ein derartiges Flugzeug herausgebracht, das allerdings einen höchst merkwürdigen Anblick bietet. Vom Rumpf ist keine Spur mehr vorhanden, die Maschine sieht aus, als ob sie verstümmelt wäre. Aber sie hat sich bewährt. Alle Versuchsflüge sind aut ausgefallen, außerdem kann das Nur-Flügel-Fluazeug recht erhebliche Geschwindigkeiten entwickeln. Selbstverständlich hat sich die Landesverteidigung zunächst einmal für die neue Konstruktion interessiert. Sie ist auch vom Erbauer nocy angeregt worden, denn er hat einen MG. -Stand eingebaut und damit den militärischen Sachverständigen gezeigt, daß man von diesem Stand aus Gegner, die von hinten anzugreifen versuchen, sehr gut abwehren kann. Da der Rumpf fehlt, ist ein ausgezeichnetes Schußfeld gegeben. Selbstverständlich ist die Neukonstruktion so gehalten, daß sie alle sonstigen Erfahrungen und Verbesserungen im Flugzeugbau berücksichtigt.
Der Fall Lindbergh.
Für und wider Hauptmann.
Die Neuyorker Morgenblätter berichten ausführlich über die jüngste Verhandlung gegen Hauptmann im Falle Lindbergh. Sie heben die nachdrückliche Zurückweisung der Mordbeschuldigung durch Hauptmann hervor und bezeichnen die Aussagen Hauptmanns als eindrucksvollen Abschluß des ersten Verhandlungstages. Trotz der Zurückweisung der Anklagepunkte durch Hauptmann und der Aussagen seiner Frau und der Bäckereiinhaber, wonach Hauptmann die kritischen Stunden in der Entführungsnacht in einem Restaurant verbracht habe, nimmt man an, daß die Aussagen dre Schriftsachverständigen, die die Behauptung aufrecht erhalten, daß das Schreiben mit der Lösegeld- forderung von Hauptmanns Hand stammt, eine Entscheidung zugunsten der Auslieferung an das zuständige Gericht herbeiführen dürften, Hauptmanns Verteidiger beabsichtigt, weitere Sachverständige zu laden.
Der Handschriftsachverständige Albert Osborn erklärte, er sei ziemlich sicher, daß die Handschrift, die die Lösegeldbrief? zeigten, gleich sei. Der Staatsanwalt W i l e n tz verlas Auszüge aus den Lösegeldbriefen. Er kam dabei zu dem Schluß, daß die Lösegeldbriefe das Geständnis Hauptmanns seien, daß er in der Nacht der Entführung des Lindbergh- Kindes im Zimmer des Kindes gewesen sei. Dem Angeklagten wurden die Lösegeldbriefe, die er angeblich geschrieben habe, vorgelegt. Hauptmann betrachtete die Briefe etwa zehn Minuten lang überaus aufmerksam. Dann erklärte er, daß die Handschrift auf diesen Briefen nicht seine Handschrift sei. Im übrigen sehe er diese Papiere jetzt zum ersten Male. — Der frühere Farmer Millard Whited hat am Dienstag Hauptmann als den Mann wiedererkannt, den er bei Hopewell kurz vor der Entführung des Lindbergh- Kindes gesehen habe.
Das die Entführung des Lindbergh-Babys behandelnde Gericht hat verfügt, daß Hauptmann nach New Perfey ausgeliefert wird. Die Auslieferung soll jedoch nicht vor dem 19. Oktober stattfinden, damit die Verteidigung des Angeklagten noch Gelegenheit hat, beim höchsten Neuyorker Gerichtshof Berufung einzulegen.
Schwere Vorwürfe
gegen die Offiziere der „INorro Lastle".
Der Jnspektionsdienst der Dampferlinie der Vereinigten Staaten hat einen vorläufigen Bericht über die Untersuchung des Brandes auf der „M 0 r r 0 Cast 1 e" angefertigt. Er beschuldigt darin den stellvertretenden Kapitän W a r m s und vier seiner Offiziere der Nachlässigkeit. Die Brandursache erwähnt der Bericht mit keinem Wort. Er sagt jedoch, daß, falls die 808-Rufe früher ausgesandt worden wären und der Dampfer gefloppt hätte, anstatt gegen den die Flammen anfachenden Wind zu fahren, die Menschenverluste vielleicht geringer gewesen wären. Kapitän Warms und die vier Offiziere sind aufgeforbert worden, bis zum


