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Staatssekretär Reinhardt spricht heute im Rundfunk.

Berlin, 16. Okt. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt spricht am Mittwoch, 17. Oktober 22 bis 22.20 Uhr über alle deutschen Sender neuen Steuerreform.

18 Patronen und mit einem Gürtel versehen, und eine automatische Walther-Pi st ole 6,35 Millimeter, geladen mit sechs Patronen, und 33 Patronen aus gehärtetem Stahl.

An der 9ahre König Alexanders.

Belgrad, 17. Okt. (DNB.) Seit den frühen Morgenstunden zieht die Bevölkerung von Belgrad in unabsehbaren Reihen an der Bahre des Königs Alexander vorbei. Der Menschenstrom ist ununterbrochen in langsamer Bewegung. Vier Offiziere halten an der Bahre, die von zahlreichen Kerzen umrahmt ist, die Ehrenwache. Im Hintergrund des Gemaches flammt ein umflortes Kreuz mit weißem Licht. Darunter liegen die Krone und die Orden des Königs. Der Boden ist mit wei­ßen Chrysanthemen bedeckt.

Der Andrang der Bevölkerung ist so stark, daß in der inneren Stadt der Verkehr ins Stocken ge­riet. Viele zehntausend Menschen harrten trotz kalten Regenwetters stundenlang aus, um einen Blick auf die Bahre werfen zu können. Um 12.30 Uhr erschien das gesamte d i p l o m a t i s che Korps mit dem päpstlichen Nuntius P e l l e g r i n e t t i an der Spitze am Sarge des Königs und legte einen großen Lorbeerkranz nieder. Am Mittwoch wird im Auftrage des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß der Landesvertrauensmann der NSDAP, in Südflawien Oberingenieur Neuhausen einen Kranz mit den Farben des neuen Deutschland und der InschriftDem königlichen Front­kämpfer die NSDAP." niederlegen. Die deutschen Abgeordneten Kraft und Moser so­wie der Senator Grasse legten an der Bahre vier Kränze für d i e Organisationen der deutschen Volksgruppen in Südsla- w i e n nieder.

An den Beisetzungsfeierlichkeiten des Königs Alexander wird auch der ehemalige Mi­nisterpräsident und Führer der Slovenischen

Mazedonische Terroristen organisierten undverübiendasMentatvonMarseillk Oie Personengleichheit

des Mazedoniers Georgieff mit dem Mörder König Alexanders festgestettt.

Volkspartei Dr. Koroschetz teilnehmen, b« am Sonntag in Split eine Erklärung abgegeben hatte, mit der er die Beendigung seiner bisherige! oppositionellen Haltung gegenüber Belgrad ankün^ digte. Er befindet sich bereits auf dem Wege nach! der südslawischen Hauptstadt. Ebenso sind die beiden Führer der ehemaligen Partei der bosnischen Muselmanen Dr. Spacho und Dr. j)raN nitza nach Belgrad abgereist, um dem Begräbnis des Königs beizuwohnen. Auch diese befanden sich bisher in Opposition. Sie sind ebenfalls entschloß sen, ihre bisherige Haltung aufzugeben.

Göring vertritt die Wehrmacht in Belgrad.

DNB. Berlin, 16. Okt. Der Führer uni Reichskanzler hat in feiner Eigenschaft als oberster Befehlshaber der Wehrmacht den preuß. Ministerpräsidenten, General Göring, als Sonderbevollmächtigten zu bet Trauerfeier anläßlich der Beisetzung des Königs Alexander von Jugoslawien nach Belgrad ent­sandt. In der Begleitung des Ministerpräsidenten Göring befinden sich als weitere Vertreter der Wehrmacht der Generalleutnant B l a s k o w i tz und der Kapitän zur See Freiherr von Hars- d o r f. Ministerpräsident Göring wird mit seiner Begleitung am Mittwochfrüh mit dem Flugzeug nach Belgrad starten.

Der Führer und oberste Befehlshaber der deut­schen Wehrmacht bringt mit der Uebertragung der ehrenvollen Mission an einen seiner nächsten Mit­arbeiter die besondere Verehrung und Hochachtung zum Ausdruck, die der deutsche Soldat für den verewigten König empfindet. General Göring wird am Sarge des Königs einen Kranz nfrberlegen mit der Inschrift:Ihrem einstigen heroischen Gegner in schmerz- llcher Ergriffenheit die deutsche Wehrmacht."

Frankreichs Bündnispoliiik

Laval bespricht sich mit Benesch.

Paris, 17. Ott. (DNB.) Funkspruch.) Der neue französrsche Außenminister Laval hatte mit dem zur Beerdigung Barthous nach Paris gekommenen tschechoslowakischen Außenminister Bene sch eine mehrstündige Unterredung, der auf Wunsch Lavals auch der französische Gesandte in Prag Noel bei­wohnte. Noel war seinerzeit von Laval aus dem Innenministerium ins Außenministerium übernom­men worden. Seine Ernennung zum Gesandten in Prag erfolgte kurz vor dem Rücktritt des Kabinetts Laval. Es .ft nicht ausgeschlossen, daß Laval seinen früheren langjährigen Mitarbeiter jetzt häufiger heranzieht, wenn es gilt, außenpolitische Fragen zu beraten. a 0

,,2R a ti n" fdjreibt zu der Unterredung zwischen Benesch-und Laval man habe Über alle im Vorder- gründe des Interesses stehenden Fragen politischer Ärt gesprochen. Die politischen Auswir­kungen des Marseiller Anschlaaes hät, ten Li- Aufmerflamk-it der beii>en Außenminister besonders stark in Anspruch genommen. Man habe ferner über die Arbeiten des Völkerbundes ge prochen und sei darin einig gewesen, daß alles getan werden müsse, um die Ü n a b h ä n g i g k e t Veste rrei ch s zu garantieren und die im Völker- bund nach dieser Richtung seit Monaten eingelegten Bemühungen fortzusetzen. u

Die Vorbereitung der Volksabstimmung im Saargeb ie t sei ebenfalls Gegenstand des eingehenden Meinungsaustausches gewesen. In der letzten Zeit habe man von einer angeblichen Ver­tagung der Volksabstimmung (?!) sprechen hören Obgleich nach dieser Richtung eine klare Stellung- ."°hme fehle, könne man es als feststehend betrach- ten, daß der Dolksabstlmmungsausschuß die Wahl­listen einer genauen Pru ung unterziehen müll- nnh

diese Arbeit eine gewisse Zeit in Anspruch Ä men konnte. xv J 1

nrt7r*llt)re r der französischen Regierung die Absicht zu, sich noch mehralsbisherSow- jetrußland zu nähern und erklärt baft in allernächster Zeit ein S i ch e r h e i ts a b k ö m m e n zwischen Frankreich und Sowjetrui

Ausruf derFührmn der deuffchenFrauen zum Winterhilfswerk.

23 er 1 i n, 16. Okt. (DNB., Die Führerin der deutschen Frauen veröffentlicht folgenden Aufruf:

Der Winter steht vor der Tür, Notzeit von Mil­lionen Volksgenossen, die unverschuldet das Opfer der verantwortungslosen politischen und falschen Wirtschaftsführung der vergangenen Jahre gewor­den sind. Der Führer hat uns erneut im Winter- h'lfswerk zu Hilfe und Tat auf gerufen, (rr vertraut auf uns. So wollen auch wir Frauen an das Winterhilfswerk als an eine große Auf­gabe Herangehen, die uns Gelegenheit gibt, das Vertrauen , das der Führer in uns fetzt, durch unfere ßeiftungen zu rechtfertigen. UBir wollen unfere Arbeit für das Winterhilfswerk als unsere besondere Verpflichtung gegenüber dem Führer und dem Volk sehen.

Nicht die durch Organisation zu schaffenden und durch Zahlen zu bemessenden Werte sind es im Letz- ten, die zu seinem Erfolg führen werben, sondern es

geringen Einkommens zur Einkommensteuer nicht herangezogen werden, erhalten die Plakette gegen Zahlung von monatlich 0,25 Mark.

Die auf diese Weise gespendeten Beträge sind von den Arbeitgebern zu sammeln und der ^uftänbigen WHW.-Dienststelle zu überweisen. Angehörige der freien Berufe und Gewerbetreibende zahlen diese Spenden unmittelbar an ihre zuständige WHW. -Die n ststel le; die Eintopfgericht­spenden bleiben von dieser Regelung unbe­rührt.

Die Landwirtschaftlichen Hochschulen in Preußen.

Berlin, 16. Okt. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Göring fand ein preu­ßischer Ministerrat statt. Zur Beratung des Staats­kommissars der Stadt Berlin wird diesem ein Provinzialrat zur Seite gegeben. Damit ist die staatliche Berfelbftänbigung der Haupt­stadt Berlin zum Abschluß gebracht. Das Streben nach einer Vereinfachung und Ermäßigung der Kosten in der Verwaltung und nach einer Verall­gemeinerung der gesamten Bildungsgrundlagen führte zu dem Beschluß, die Landwirtschaft­lichen Hochschulen in Berlin und in Bonn-Poppelsdorf sowie die Tierärzt­liche Hochschule in Berlin als f e l b ft ä n bige Leh ran st alten aufzugeben unb sie in ben Lehrkörper ber beiben Universitäten Berlin bzw. Bonn einzubauen. Zur Ausnutzung ber heimischen Bobenschätze unb zur Förberung ber deutschen Rohstoffversorgung verabschiebete ber Ministerrat ein Gesetz, burch bas bie Ausbeutung ber in Preußen vorhanbenen Phosphorit- Vorkommen staatlich geregelt wirb.

Der Attentäter ein vielfacher Mörder.

B e l g r a b, 17. Okt. (DNB.) Nach ben bei ben Belgraber Amtsstellen aus Marseille eingetroffe­nen Nachrichten ist jetzt unzweifelhaft festgestellt, daß ber Attentäter ber Mazedonier W1 ada Georgieff ist. Neben ben Finger­abbrücken bestätigen auch anbere Kennzeichen bie Personengleichheit beiber. Der Täter hatte ebenso wie Georgieff eine Blinbbarmnarbe. Die Kenn­zeichen einer weiteren Operation, bie Tätowierung, bie Größe unb bie ganze Personenbeschreibung timmen ebenfalls vollkommen überein. Georgieff war bie rechte Hanb bes mazebonifchen Führers Michailoff. Er galt als ber beste Pistolen- schütze bes fianbes unb fanb als solcher häu- ig Betätigung. Obwohl ihm in Bulgarien nur zwei Morbe nachgewiesen werben konnten, glaubt man, baß er im ganzen ungefähr 30 Men- chen getötet habe. Trotzbem sei nicht anzuneh­men, baß er technisch bie Marseiller Bluttat orga­nisiert habe. Der Verbacht, ben Anschlag o r - ganifiert zu haben, falle vielmehr auf einen gewissen Cyrill Drangoff, ber von Michai- loff als Auslanbskurier verwenbet werbe. Von biesem wisse man schon seit einiger Zeit, wo er sich aufhalte.

Malnys Geständnis.

Unmittelbar vor dem Attentat neben dem Mörder in der Volksmenge.

Paris, 16. Okt. (DNB.) Der im Walde von Fontainebleau verhaftete Malny, der Helfers­helfer bes Marseiller Mörders, soll eingestanden haben, daß drei Verschwörer mit falschen ungarischen Pässen aus B u b a p e st nach Zürich gekommen eien unb dort die Beauftragten Dr. Pawelitschs, Surf unb Kramer, getroffen hätten. I n Lausanne hätten sie sich neu eingefleibet unb ich später in zwei Gruppen nach Frankreich begeben, um dort den Anschlag auszuführen. Malny tarn am Tage des Anschlags mit dem Mörber zu­sammen um 14.30 Uhr in Marseille an unb hielt ofort nach einer günstigen Stelle zur Ausführung der Tat Umschau. Beide warteten in der Volksmenge auf bie Ankunft bes Wagens bes Königs. Dabei habe er, so erklärte Malny ben französischen Polizeibeamten, plötzlich Beben- k e n b e f o m m e n , ba er im Falle ber Durchfüh­rung bes Anschlages auch noch anbere Per­sonen gefährdet gesehen habe. Er habe dar­aufhin von seinem Plan Abstand nehmen wollen unb habe sich infolgebeffen aus dem Staube gemacht aus Angst, von dem Mörder nieder- gejchossen zu werden.

Eine Haussuchung in dem Hotelzimmer, das die Terroristen i n A i x bewohnt haben, förderte zwei unter der Bettmatratze oersterfte Bom­ben unb einen Revolver zutage. Die Bom­ben waren von bemselben Modell wie bie, die in ber Tasche bes Attentäters in Marseille gefunden wurde.

Der Koffer der Attentäter in Lausanne gefunden.

Lausanne, 16. Okt. (DNB.) In Lausanne war es ausgefallen, baß sich bie Attentäter von Marseille, bie ohne Gepäck eingetroffen waren, mit n.euen Anzügen ausgeftattet hatten unb beim Verlassen ihres Hotels einen großen Koffer rnitführten, ben sie in Lausanne g e - Tauft hatten. Am Montag wurde nun im Hand- gepackraum des Lausanner Bahnhofs ein Kof­ferentdeckt, ber am 28. September aufgegeben En war unb ber auf bie im Besitz ber Polizei befindliche Beschreibung paßte. Man fanb in ihm die alten, äuherst unsauberen Klei­ne r ber Terroristen sowie bie von den neuen Äleibern entfernten Firmenbezeichnungen o o n La ufanner Geschäften. In bem Kof- Jer befanben sich außerbem eine automati ehe Mauserpistole 7,65 Millimeter, geloben mit

her geglaubt hatten, Laval werde davon Abstand nehmen, weil er bie Möglichlichkeit einer deutsch - französischen Annäherung nicht schmälern wolle, würden sicherlich enttäusch! fein.Echo de Paris" glaubt zu wissen, daß man bei der nächsten Sitzung des Völkerbundes den Dor­sch lag Litwinows wieder aufnehmen werde, den Abrüstungsausschuß in einen ft ä n b i g e n Os« schuß zur Aufrechterhaltungdes Frie« oens umzuwandeln.

pariser pressehehe gegen Ungarn

Paris, 16. Okt. (DNB.) Der Außenpolitiker der Echo de Paris", P e r t i n a x, behauptet, die mo­ralische Verantwortung Ungarns gehe schon setz! deutlich aus der Untersuchung hervor. Wenn die ungarische Regierung behaupte, daß das Terro­

ristenlager in Janka Pußta im April geschlossen worden sei, so gebe sie damit zu, daß ein solches Lager an der südslawischen Grenze unterhalten worden sei. Man könne den Marseiller Anschlag deshalb auch nur unter Berücksichtigung dieser Tat­sachen betrachten. Es sei sehr wahrscheinlich, dah die Kleine Entente die Einberufung einer außer« ordentlichen V ö 1 k e r b u n d e s r a t ssitzung fordern werde, um ihm die Angelegenheit zu unter« breiten. DasO e u v r e" wendet sich gegen die­jenigen, die den Marseiller Anschlag zum Vono^ nehmen, um gewisse Staaten ohne greifbare Beweise der Täterschaft zu beschuldigen.

bedrohe in leichtfertigster Weise den europäische," Frieden, wenn man ohne sichere Grundlage unga11* fd)e Staatsmänner der Mittäterschaft beschul^ und damit die südslawische De f f entl,d)' f e i t gegen Ungarn und seine politischen Fahrer a u f h e tz e und gleichzeitig Italien zwinge, mg seines Wunsches nach einer Annäherung an SE flamten sich auf die Seite Ungarns gegen Sw>« slawien zu stellen Notgedrungen zwinge man da­durch aber auch Frankreich, gegen Italien

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sind im Letzten immer die wenigen Kräfte bie wir be­reit sind, in eine Aufgabe einftrömen zu laßen. Darum, deutsche Frauen, rufe ich euch auf, auch in bie|em Winter nicht rnüde zu werden trn starcen Stauben und im freudige n O p f e r! Dann beweisen wir durch einen Nationalsozialismus der Tat, daß das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu der großen Schicksals- und Lebensgemeinschaft unseres Volkes auch in uns Frauen lebendig ist.

Gertrud Scholtz - Klink.

Der Erwerb von Monats- Türplaketien des WHW.

Berlin 16. Okt. (DNB.) In diesem Winter kommt der 'Monatstürplakette des WHW. eine be­sondere Bedeutung zu. Sie soll ein Beweis dafür ein baß der Inhaber dieser Plakette ein feiner wirtschaftlichen Lage entsprechendes Opfer zum WHW. gebracht hat. Der Reichs­beauftragte für das WHW. gibt hierzu bekannt, daß einen Anspruch auf Aushändigung der Plaketten haben: t ,

1 Diejenigen Lohn- und Gehaltsempfän­ger, die in den Monaten Oktober, November unb Dezember 1934 eine Abgabe in Höhe von 20 v. H. unb in ben Monaten Januar, Februar unb März 1935 eine Abgabe in Höhe von 15 v. H. ihrer Lohnsteuer an bas WHW. leisten.

2. Gewerbetreibende, Angehörige der freien Berufe unb Fe st besoldete, bie zur Einkommen st euer veranlagt werden, soweit sie monatlich eine Abgabe in Höhe von 3 v. H. des für das Jahr 1933 veranlag- ten Einkommensteuer - Betrages dem WHW. entrichten. (Kapitalsgosellschaften unterliegen einer besonderen Regelung.)

Lohn- und Gehaltsempfänger, die wegen ihres I

wurde, sondern daß ein besonderes Steuer» a n p ass ungsgesetz vorgesehen ist. Paragraph 1 dieses Gesetzes lautet:Die Steuergesetze sind nach nationalsozialistischer Weltanschau­ung auszulegen". Dies bedeutet, daß bei der Anwendung der Steuergesetze und im Rahmen ber von biefen gegebenen Bestimmungen bie Grundsätze bes Nationalsozialismus ausschließlich au gelten haben. Eigennutz ber Wirtschaftenben unb bureau- kratische Engherzigkeit bürfen nicht mehr zu Worte kommen.

Die neuen Vorschriften für die Zwangsvollstreckung.

DNB. Berlin, 17. Okt. Zu bem neuen Gesetz zur Aenberung ber Vorschriften über bie Zwangs­vollstreckung schreibt berVölkische Beobachter": Das aus ber Wirtschaftskrise erwachsene Voll- st reckungsnotrecht befindet sich, nachbem ber Tiefstanb nunmehr überrounben ist, seit Enbe vori­gen Jahres im Stabium eines behutsamen A b - Baues. So besteht zum Beispiel beim Mobiliar­vollstreckungsschutz, ber an sich mit bem 31. Oktober b. I. ablaufen würbe, bie Notwenbigkeit, eine Uebergangsbeftimmung zu schassen, ba die wirtschaftliche Gesundung des gewerblichen Mittelstandes noch nicht weit genug fortgeschritten ist, um etwa schon jetzt den völligen Verzicht auf bie notrechtlichen Schutzvorschriften rechtfertigen zu können, ein weiterer Abbau anbererseits aber brin» genb erwünscht ist. Nach bisher geltendem Recht find unpfänbbar Kleibungs stücke usw., soweit sie für ben Bebarf bes Schuldners und zur Erhaltung eines angemessenen Haushaltes unent­behrlich sind. Die gerichtliche Praxis hat noch viel­fach daran festgehalten, das Schwergewicht auf das Wort u n e n tb e h r l i ch " im Gegensatz zu , a n - gemessen" zu legen und damit ber Vorschrift einen so engen Inhalt gegeben, daß sie den Bedürf­nissen bes praktischen Hebens nicht voll gerecht werben konnte.

Nach bem neuen Gesetz soll vor bem Pfänbungs- zugriff ber Gläubiger alles gesichert fein, besten ber Schulbner zu einer angemessenen, bescheibenen Lebens- und Haushalt­führung bedarf. Weiterhin dehnt das neue Gesetz den Pfändungsschutz für Dienst - kleidungsstücke, der bisher nur Offizieren und Soldaten zustand, auf alle zum Tragen von Dienstkleidung berechtigten Personen aus. Damit ist auch bie Frage ber Pfänbbarkeit von SA. - Uniformen in oerneinenbem Sinne klargestellt. Eine wichtige Aenberung der Zwangsvollstreckungsverorbnung besteht barin, baß zukünftig es nicht mehr jeder Gläubiger in ber Hand hat, einen zahlungsunfähigen Schulbner zum Dffenbarungseib zu zwingen. Nach bem neuen Gesetz wirb bie Pfänbungsgrenze ? von bisher 165 NM. im Monat a u f monatlich 150 RM. gesenkt. 150 RM. würben unter 1 Berücksichtigung ber Jnbexverhältnisse bem Vor- 1 kriegssatz von 125 RM. entsprechen. \

Die Reform des genoffenschast- :

Wen priisungswesens.

Berlin, 16. Okt. (DNB.) Die Aenberung des 1 Genossenschaftsgesetzes bringt die seit langem ge­plante Reform ber genossenschaftlichen Prüfung. Sie ist keine bloße Bilanzprüfung, sondern erstreckt sich auf die gesamten Einrichtungen, , bie Vermögenslage unb bie Geschäftsführung ber Geiossenschaft. Die Prüfung ist über bas ganze Jahr zu verteilen und dabei sowohl die letzte vorliegende Bilanz zu prüfen als auch die Geschäftsführung einer Nachprüfung zu unterwerfen. Die Prüfung hat mindestens in jedem zweiten Jahre stattzufin- ben. Es wird ausdrücklich bestimmt, daß die Ge­nossenschaft durch den Verband geprüft wirb, bem i sie angehört. Das Gesetz beseitigt bie Freiheit bes , Anschlusses, läßt aber bie Vorschriften über die Verbandszugehörigkeit von gemeinnützigen Woh- 5 nungsunternehmungen, bie nicht eingetragene Ge- ! nostenschaften sind, unberührt. Zur Unterstützung l des Derbandsvorstandes muß mindestens ein Prüfer , angestellt werden, der als genossenschaftlicher Wirt- , schaftsprüfer öffentlich bestellt ist. Die genossenschaft- ' liche Prüfung hat sich nicht nur darauf zu erstrecken, ob die Bilanz nebst der Gewinn- und Derlustrech- nung ordnungsmäßig aufgestellt ist, und ob die Be­wertungen ben gesetzlichen Bestimmungen entspre­chen, sonbern auch barauf, ob bie gesamte Geschäfts- unb Krebitpolitik ber Verwaltung der Genossenschaft den besonderen langjährigen genossenschaftlichen Er- ' sahrungen entspricht. Der Hauptteil der genossen- 1 fchaftlichen Prüfung besteht sodann darin, die Ge- 1 nosserischaften zu veranlassen, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Den Prüfungsver­bänden und den Prüfern sind entsprechende Hand­haben gegenüber den Organen der Genossenschaft gegeben, sie können eine außerordentliche General­versammlung zwecks Beschlußfassung über die Be- feitigung festgestellter Mängel einberufen. Eine so- 1 fodige Inkraftsetzung bes ganzen Gesetzes ist noch nicht möglich, ba bie gemeinsame Regelung ber öffentlichen Bestellung von Wirtschaftsprüfern unb 1 von genossenschaftlichen Wirtschaftsprüfern einen ge- wissen Zeitraum in Anspruch nehmen wird. Es ttt - bem Reichsminister ber Justiz vorbehalten, zu be- 1 ftimmen, wann bie Vorschriften in Kraft treten 1

Das Beste für die Jugend.

Dietrich -Eckart-Büch erei" undDietrich-Eckart-Stistung".

Bayreuth, 15. Okt. (DNB.) Aus ber Arbeit der Reichsamtsleitung bes Nationalsozia lj. stischen Lehrerbunbes ergab sich bie Slot wenbigfeit, aus ber großen Fülle bes für dj, beutsche Jugenb gebuchten unb geeigneten Schrift tums bas Befte unb S ch ö n st e g e f o n b er; herauszustellen. Die so unter strengsten Ae. urteilungsgrunbsätzen unb in Zusammenarbeit mt allen Buchprüsungsstellen ber Partei getroffen, Auswahl wirb imHaus ber deutfdjen Er, Ziehung" unter bem NamenDietrich-Eckart Bücherei" augenfällig zufammengefaßt unb jt einem würdigen Raum untergebracht. Die Auf, nähme eines Buches in die Dietrich-Eckart-Büchen, stellt die höchste Auszeichnung dar, M einem Buch der deutschen Jugend zuteil werden kann.

Mit derDietrich-Eckart-Bücherei" verbunden ih dieD i e tr i ch - E ck a r t - S t i f t u n g" bei bn Reichsamtsleitung des Nationalsozialistischen Lehrer, bundes, die von jedem in die Bücherei aufgenon> menen Werk 10 Stück an Schulen inten deutschen Grenzgauen verteilt. Wir haben den Namen eines der besten und ersten Blutzeuge«, der Bewegung gewählt, weil er die symbolhaft Verkörperung der Einheit von Kämpfer und Dichter, von Geist ber Bewegung M Geist echten beutschen Schrifttums barfteüt. Diel. rich-Eckart-Bücherei unb »Stiftung sollen ihm ein bleibenbes Denkmal setzen, bas pineinragt in bis! Formung ber künftigen Geschlechter unb ber Zu­kunft unseres Volkes.

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