suchstellern nochmals zurückgestellt.
Auch die Neuverpachtung der Fischerei im Brunnentale wurde nochmals zurück- gestellt, da die seitherigen Pächter sich mit einer Beschwerdeschrift an die Aufsichtsbehörde gewandt haben und erst deren Entscheidung abgewartet werden soll.
Ein Gesuch der Butzbach-Licher Eisenbahn - A G. um Stundung der Gemeindesteuern 1933 und 1934 wurde ab gelehnt, bei Nichtzahlung soll gegen die Gesellschaft vorgegangen werden.
Wegen Anschaffung eines Entstörungs- apparates für das elektrische Läutewerk der Kirche nalocken, die von vielen Rundfunkhörern gewünscht wird, sollen erst Erkundigungen über die Wirksamkeit eines derartigen Apparates eingeholt werden.
Ein Gesuch des Turnvereins wegen Bürgschaftsübernahme durch die Stadt für ein aufzunehmendes Schuldscheindarlehen von 3000 Mark für den Erweiterungsbau der Turnhalle wurde vorerst zurückgestellt, da vorher mit dem Vorstand des Turnvereins hierüber verhandelt werden soll.
Dem Landesverein der hessischen Blinden e. V. wurde eine einmalige Unterstützung von 10 Mark bewilligt.
Für die Behandlung Hilfsbedürftiger durch die hiesigen Aerzte hatte die Stadt einen Vertragsentwurf beschlossen, wonach gegen eine vierteljährliche Vergütung von 4 Mark pro Person die Behandlung erfolgen sollte. Der Vertrag ist nicht zustandegekommen, da durch die Verbände eine Regelung in dieser Sache angestrebt wird.
Ehrung des neuen Bürgermeisters von Lang-Göns.
tn. Lang - Göns, 14. Sept. Anläßlich der Ernennung des hiesigen Ortsgruppenleiters Karl W e n z e l zum kommissarischen Bürger- m e i st e r unserer Gemeinde brachte ihm am heutigen Abend die SA. nebst allen anderen Formationen der Partei, unter Führung von Sturmbannführer Höbel (Gießen) und unter Vorantritt der Kapelle der Motor-SA. einen F a ck e l z u g dar, der zunächst durch die Hauptstraßen des Dorfes führte und dann vor dem Haufe des neuen Ortsoberhauptes Haltmachte. Nachdem — wie üblich — eine hohe geschmückte Tanne vor dem Hause aufgepflanzt worden war, trug der Gesangverein „Frohsinn" unter Leitung von K. Faber den Chor: „Nun schweige jeder von seinem Leid" vor. Darauf überbrachte der Ortspressewart Student W. Spies die Glückwünsche der NSDAP, und knüpfte daran die Hoffnung, daß der neue Bürgermeister die Gemeinde im Geiste der nationalsozialistischen Bewegung verwalten möge. Im Namen der Gemeinde sprach Beigeordneter Karl Faber die herzlichsten Wünsche aus. Für die SA. sprach Sturmbannführer H ö b e l. Er begrüßte den alten Parteigenossen und Kämpfer Karl Wenzel und beglückwünschte ihn zu seinem Ehrentag. Die Führerin Der Frauenschaft Frl. Schwinn überreichte mit den besten Wünschen einen Blumenstrauß, ebenso die Führerin des BDM. Frl. Hellwig. Darauf sang der Gesangverein „Germania" unter Leitung von W. Dem „Dir möcht ich meine Lieder weihn!" Bürgermeister Wenzel dankte in bewegten Worten für die dargebrachten Ehrungen. Er erklärte, daß die Nationalsozialisten im allgemeinen nicht an Ehrungen gewöhnt seien, daß ihn aber dieser Fackelzug und die Anwesenheit der Gemeindebewohner tief gerührt hätte. Dafür sprach er seinen besten Dank aus. Er versprach, die Gemeinde im Sinne des Führers gewissenhaft und gereckt zu verwalten und schloß mit den Worten: „Gott schütze unsere Gemeinde, Gott schütze unser deutsches Vaterland und seinen Führer!" Mit einem „Sieg-Heil" auf den Führer, dem Gesang der Nationallieder, einem Lied des BDM. und einem Chor des Gesangvereins „Germania": „Deutschland!" schloß die würdig verlaufene Feier.
Werbeabend für das Deutschtum im Ausland.
CD Hungen, 14. Sept. Eine eindrucksvolle Kundgebung für das Deutschtum im Ausland veranstaltete gestern abend der VDA. im Saale des „Darmstädter Hofes". Der Ortsringführer der Ortsgruppe, Rektor Schaad, begrüßte zunächst die recht zahlreich erschienenen Volksgenossen.
9tad) einem Gedicht „Gruß an die Ostmark", das im Sprechchor von Schülern und Schülerinnen der Oberklasse zum Vortrag gebracht wurde, sprach Studienassessor Dr. Kirchner von der Realschule Hungen. Der Redner schilderte unter Hinweis auf die Ziele und Aufgaben, die der VDA. zur Grundlage hat, die Nöte des Auslandsdeutschtums. Millionen deutscher Männer und Frauen ständen in aller Well in schwerem Kampfe um die Erhaltung ihres Volkstums. Ursache dieses Zustandes bilde das auf dem deutschen Volke lastende Schanddiktat von Versailles. Mit dem Hinweis, daß es Pflicht jedes deutschen Volksgenossen sei, in einmütigem Zusammenstehen der Sache des ringenden Ausländs
deutschen zu dienen, schloß der Redner seine mit starkem Beifall aufgenommene Ansprache.
Nach dem Liede der Schüler und Schülerinnen der Volksschule, „Kein schöner Land", das mehrstimmig unter Leitung von Lehrer Schmidt vorgetragen wurde, sprach Dentist Weiß, der in einem interessanten Lichtbildervortrag Erlebnisse und Erfahrungen von seiner Reise nach Siebern bürgen (seinem früheren Heimatland), die durch Oesterreich ging, in sehr eindrucksvoller Weise darlegte. Insbesondere konnte der Redner eingangs seines Vortrages darauf hinzuweisen, wie stark sich gerade Der Ausländsdeutsche trotz schwerster Nöte und Unterdrückung mit seinem Mutterlande verbunden fühle. Allüberall, wo Die deutsche Zunge erklinge, könne man dies freuDigen Herzens feft- stellen. Nach Darlegung der geographischen Lage Siebenbürgens, dieses jetzt zu Groß-Rumanien gehörigen Landes, schilderte Der Redner an Hand von zahlreichem Lichtbildmaterial in humorvoller Weise seine Erlebnisse. U.a. wies er insbesondere darauf hin, daß gerade Siebenbürgen in handelspolitischer Beziehung und als Absatzgebiet deutscher Fertigfabrikate hervorragend geeignet sei, da dort nahezu keine Industrie bestehe und dieser Landstrich fast ausschließlich Agrarland sei. Es sei der Wunsch, den er allenthalben in Kreisen der dortigen Wirtschaft hätte wahrnehmen können, Dafj die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder sich immer mehr und mehr bessern und zum Nutzen beider Länder auf den Zustand Der Vorkriegszeit zurückkommen möchten. Es bleibe Hauptaufgabe Der führenden wirtschaftlichen Kreise Deutschlands, alles zu tun, um diese Aufgabe zu lösen.
Am Schlüsse der Darbietungen, die mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden, dankte Rektor Schaad den beiden Rednern für ihre uneigennützige Mitwirkung, um damit der Sache des Auslandsdeutsch- tums zu dienen, Mit einem Appell an die Zuhörer, dieser Sache künftig in einmütigem Zusammen- stehen zu dienen, und mit einem Treuegelöbnis an den Führer und Kanzler des Deutschen Reiches fand die eindrucksvolle Veranstaltung mit dem Gesang der beiden Nationalhymnen ihr Ende.
Rechtsberatungsstelle der DA?. Nieder-Ohmen für die kreise Alsfeld und Lauterbach.
Zu meiner Veröffentlichung vom 28. August 1934 bringe ich folgenden Nachtrag:
In fachlicher Hinsicht, besonders für Die Betriebsführer, kommt unsere Nachbar-Rechtsberatungsstelle Gießen (B.-Vertreter, Gießen) in Frage. Sämtliche Betriebsführer und Unternehmer, welche als Einzelmitglieder der Deutschen Arbeitsfront angeschlossen sind, wollen sich mit mir in Verbindung setzen. Ich werde die Fühlung mit dem B.-Vertreter Der Rechtsberatungsstelle Gießen Herstellen. Ich werde auch weiterhin ermöglichen, daß Sprechstunden in Alsfeld und Lauterbach von Dem B.-Vertreter der Rechtsberatungsstelle abgehalten werden. Wann und wo diese Sprechstunden stattfinden, ersehen Sie in den ersten Tagen aus dieser Zeitung.
Heil Hitler!
Der Rechtsberater Der DAF. des Kreises Alsfeld und Lauterbach.
Gez.: Pg. Otto Hartmann
Lanvkrcis (tiieftcu.
§ Staufenberg, 16. Sept. Der 17 Jahre alte Walter Schlapp und der ebenfalls 17 Jahre alte Otto Schneider von hier machten in Der Nacht zum Sonntag gegen 3 Uhr eine M x> t orrad- fahrt mit einem fremden Motorrad, das sie einmal ausprobieren wollten. Zwischen Fronhausen und Oberwalgern rannten sie in voller Fahrt gegen eine Telegraphen- [fange, wobei Schneider einen Oberschen- kelbruch davontrug und Schlapp Fleischoer- letzungen am Unterschenkel und im Gesicht erlitt. Beide wurden von der Gießener Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt.
cxd Annerod, 15. Sept. Bei der Arbeit an der Dreschmaschine trug der 38 Jahre alte Arbeiter Otto Loosen so erhebliche Verletzungen an der rechten Hand davon, daß er nach Gießen in Die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte.
wg. Aus dem Busecker Tal, 16. Sept. In unserer Gegend wurde in den letzten Tagen mit der Kartoffelernte begonnen. Der Ertrag ist auf guten Lehmböden und auf den Aeckern im Tal als sehr gut, auf sandigen und geringwertigen Böden Dagegen als sehr gering zu bezeichnen. Ferner ist zur Zeit die D b ft e r n t e in vollem Gange, sie erbringt etwa eine Mittelernte.
wg. Groß en-Buseck, 16. Sept. Dank Der Förderungsmaßnahmen Der Reichsregierung hat Die Bautätigkeit in unserem Orte in Den letzten Monaten eine wesentliche Belebung erfahren. In Der Hauptsache wurden Umbauten und Jnstand- setzungsarbeiten ausgeführt. An Neubauten erstanden je ein Wohnhaus in Der Wilhelmstraße und im Grünberger Weg, sowie zwei Werkstätten. Von Den Bauhandwerkern waren Die Weißbinder am stärk
sten in Anspruch genommen, Denn fast in jeder Straße konnte man Die Weißbindergerüste an Den Häusern stehen sehen. Diele BauhanDwerker und Arbeiter hatten dank der großzügigen Maßnahmen Der Reichsregierung für längere Zeit Verdienst- möglichkeit.
= Allertshausen, 15. Sept. Der 21 Jahre alte Fabrikarbeiter Carl Bender von hier erlitt bei der Arbeit schwere Verletzungen an der rechten Hand, die die Inanspruchnahme der Klinik in Gießen erforderlich machten.
+ Grünberg, 15. Sept. Am Freitag wurde hier Gerichtsvollzieher König, der an einer schweren Erkrankung in der Klinik zu Gießen verstorben war, zu Grabe getragen. Das große Trauergefolge und die zahlreichen Kranzniederlegungen bewiesen die allgemeine Wertschätzung, deren sich der pflichtgetreue Beamte erfreute. Er kam im Jahre 1919 nach Grünberg, nachdem er vorher in Hungen tätig gewesen war. Er war Kriegsteilnehmer.
* Muster, 17. Sept. Am 19. September feiert der langjährige hiesige Austräger des „Gießener Anzeigers", Polizeidiener Konrad Heß, seinen 8 4. Geburtstag. Der alte Herr erfreut sich noch bester Rüstigkeit, so daß er seinen Dienst als Polizeidiener in vollem Umfange ausfüllen kann.
0 Großen-Linden, 16. Sept. Beim Futterholen auf dem Scheunen b öden stürzte die 65 Jahre alte Landwirtsfrau Elisabeth Geiger vom Boden herab und trug dabei so schwere Verletzungen davon, daß sie von der Gießener Sanitätskolonne Der Chirurgischen Klinik zugeführt wurde. Die bedauernswerte Frau
liegt mit Arm- und Beinbrüchen und inneren Verletzungen darnieder.
< Garbenteich, 15. Sept. Der 20 Jahre alte Schreiner Albert Bopp erlitt hier beim Arbeiten an der Säge starke Verletzungen Der Hand. Er mußte der Chirurgischen Klinik Gießen überwiesen werden.
* Lang-Göns, 16. Sept. In der vergangenen Nacht wurde hier aus einer verschlossenen Hof- reite von einem unbekannten Täter ein Motorrad gestohlen. DieErmittlungen sind im Gange.
* Holzheim, 15. Sept. Bei einem unglücklichen Sturz trug das vier Jahre alte Söhnchen des Hilfsarbeiters Heinrich Reitz einen schweren Schädelbruch davon. Das bedauernswerte Kind kam nach Gießen in die Chirurgische Klinik.
Kreis Schotten.
# Ulrichstein, 16. Äpt. Die in Den Sommermonaten in fast allen Dörfern unserer Gegend verzeichnete Wasserknappheit Dauert gegenwärtig zum aroßen Teile noch immer an, auch in Dörfern mit sonst durchaus ergiebigen Zuleitungen. Bei dieser Sachlage mußten Die Maßnahmen zur Einschränkung des Wasserverbrauchs noch beibehalten werden.
# Vom Vogelsberg, 16. Sept. In Diesem Jahr tritt in den F i ch t e n b e st ä n d e n unserer Waldungen, insbesondere in Der Ohmgegend, Der Rüsselkäfer stärker als früher auf. Durch Fällen Der heimgesuchten Bäume will man Dem Schädling Einhalt gebieten. Das Reisig und Die Rinde Der gefällten Bäume werden sofort verbrannt, um dadurch eine weitere Vermehrung Des Käfers zu unterbiniDen.
Wirtschaft.
Vom deutschen Holzmarkt.
Der gesamte Rund- und Schnittholzmarkt zeigt vorwiegend feste Tendenz. Auf Dem Rund Holzmarkt rechnet man zum Herbst mit einem laichten Anziehen Der Preise. Dabei werden Die durchaus stabilen Erlöse für Schnittmaterial ausgleichend wirken. Das Herbstgeschäft dürfte diesmal schon frühzeitig lebhaft einsetzen.
Für Rund tiefer ist Die Nachfrage sehr befriedigend. Auch Fichten- und Tannenstammholz wurde glatt abgesetzt. Die Nachfrage nach Papierholz ist unverändert lebhaft. Die im Inland erzeugten Mengen fanden glatte Aufnahme, Da Die Papierholzfabriken von Der zur Zeit günstigen Einkaufsgelegenheit reichlich Gebrauch machten. Für Grubenholz bestand in Den schwächeren Sortimenten verstärkte Nachfrage, bei fester Pre-istendenz. EntrinDete Stempel erzielten auf Der Frachtbasis Essen 18 bis 19 Mark je Festmeter. Die Preise für Brennholz waren wenig verändert. Bauware findet nach wie vor glatten Absatz. Der Brettermarkt zeigt freundliche Stimmung. Nach Betonschalung ist lebhafte Nachfrage, ebenso nach guten Latten. Der Markt für Kistenbretter hat sich wieder etwas lebhafter gestaltet, wenngleich 'Die Nachfrage noch etwas zu wünschen übrig läßt. Tischlerware ist bei knappem Angebot weiterhin begehrt. Im Geschäft mit Hobelware wurde vor allem guter unsortierter Fußboden und 2. Klasse gefragt. Die Südwestdeutschen Hvbelwerke erwarten angesichts Der begrenzten Einfuhr norDischer Hölzer ein weiteres Vorrücken süddeutscher Hobelbretter.
Auf Dem Laubholzmarkt werden die Verwertungsmöglichkeit für Rot- und Weißbuche besonders günstig beurteilt. Buchenschnittware sand guten Absatz, die Lagerbestände sind daher nicht groß; der Markt Dürfte für diesen Artikel aufnahmefähig bleiben. Für prima Eichenfurniermaterial ist Der Absatz außerordentlich günstig, aber auch für geringere Ware herrscht Nachfrage durch Den steigenden Bedarf Der Parkettindustrie, während Der Markt für Möbeleiche etwas vernachlässigt ist.
Mit günstigen Absatzverhältnissen wird für Linde, Aspe und Pappel gerechnet, für die in Der Zündholz- und SperrplatteninDustrie Nachfrage besteht. Gute Pappel kommt als Okumö- Ersatz in Frage, ebenso gute und starke Erlen. Nußbaum und Rundesche hatten weiterhin einen aufnahmefähigen Markt bei begrenztem Angebot.
Der Absatz von Furnieren und Sperrhölzern hat nichts von seinem Umfang eingebüßt.
Frankfurter Börse.
Dürfe: freundlich.
Frankfurt a. M., 15. Sept. Auch zum Wochenschluß zeigte die Börse keine Geschäftsbelebung. Das wenige Interesse des Publikums galt weiterhin nur einigen Spezialpapieren, während die Hauptmärkte infolge Zurückhaltung der Kulisse fast vollkommen stagnierten. Die feste Haltung einiger Spezialwerte, sowie günstige Lageberichte, so aus der Baumwoll-, Eisen- und Automobilindustrie, waren
es auch, die der Börse eine freundliche Tendenz gaben.
Sehr fest lagen von Zellstoffaktien Aschaffenburger, die bei starker Nachfrage 2,50 v. H. gewannen. Ebenfalls stärker gesucht waren Gedr. Junghans mit plus 2,90 v. H., daneben konnten sich Hanfwerke Füssen nach der letzttägigen Schwächeneigung wieder auf 45,50 v. H. (plus 1,50 v. H.) befestigen. Von chemischen Werten gewannen Th. Goldschmidt 1 v. H. während Farbenindustrie und Metallgesellschaft 0,40 bzw. 0,50 v. H. verloren. Am Elektromarkt setzten AEG. 0,13 v. H., Bekula 0,40 v. H. und Siemens 0,50 v. H. höher ein, Gesfürel blieben behauptet, Schuckert gingen um 0,50 v. H. zurück. Der Montanmarkt brachte überwiegend Kurserhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H., so bei Buderus, Harpener, Mannesmann, Phönix und Laurahütte. Cement Heidelberg lagen heute etwas im Angebot und gingen um ca. 1 o. H. auf 116,50 v. H. zurück. Im einzelnen eröffneten AG. für Verkehrswesen 1 v. H., Nordd. Lloyd 0,13 v. H., Zellstoff Waldhof auf den Abschluß hin 0,40 v. H. höher, wogegen Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof je 0,40 v. H. und Deutsche Linoleum 0,50 v. H. verloren.
Der Rentenmarkt lag freundlich, besonders Altbesitz (plus 0,25 v. H.) waren beachtet. Späte Reichs- schuldbuchforderungen waren mit 94,65 v. H. unverändert. Am Auslandsrentenmarkt tendierten Mexikaner nicht ganz einheitlich. Im freien Markt setzten russische Vorkriegsanleihen ihre Befestigung mäßig fort. Russen-Südwest 4 v. H., Gulden-Russen 1.60 bis 1,65, 1902er Russen 1,60.
Im Verlaufe war die Börse überwiegend fester, das Geschäft erfuhr allerdings keine nennenswerte Ausdehnung. Die Erhöhungen betrugen durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H., etwas mehr gesteigert waren Scheideanstalt (plus 1,25 v. H.), Lahmeyer (plus 1,13 v. H.), ferner zogen Goldschmidt nochmals 1 v. H. an. Schwächer waren andererseits Ilse Stamm- und Genuß mit je minus 0,65 v. H., auch Reichsbankanteile gaben weiter 0,40 nach. Von Kunstseideaktien lagen AKU. 0,75 v. H. niedriger Bemberg gut behauptet.
Der Rentenmarkt lag späterhin sehr ruhig bei kaum veränderten Kursen. Auch am Pfandbriefmarkt ergaben sich bei kleinem Geschäft nur geringfügige Abweichungen, wogegen Stadtanleihen meist leicht anzogen. Auslandsrenten lagen ziemlich still, Schweizer Bundesbahnen eher etwas fester.
Am Kassamarkt zeigte sich etwas lebhaftere Publikumsnachfrage, wobei Maschinen- und Metallwerte bevorzugt blieben. Daneben waren auch einige andere Jndustrieaktien beachtet. Großbankaktien lagen nur wenig verändert.
Tagesgeld blieb zu 3,25 v. H. unverändert.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Sept. Vorbericht. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1429 Rinder (462 Ochsen, 116 Bullen, 362 Kühe, 479 Färsen), 494 Kälber, 55 Schafe (45 Hümmel), 4103 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 25 bis 36 Mark, Bullen 23 bis 32, Kühe 10 bis 32, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 36, Kälber 25 bis 47, Hümmel 28 bis 34, Schweine 40 bis 53 Mark. — Marktver- lauftRinder, Kälber, Hümmel und Schafe ruhig, Schweine mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
__________________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Froui'ur. a. JJi.
2)er..;,
.rrannur. u. Dl.
Berlin
Franksun a.M.
Äerlln
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt (Litt.
Schlußkurs
vchiuvr. Abend- börs.-
Schluß« kurs
Schluß!. Mittagbörse
Schlußkurs
Schlußr. Abend- börfe
Schlußkurs
Schlußk. Mittag, börfe
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börfe
14-September
15-September
Amtliche Notierung
Geld | 25rie;
Amtliche Notierung
Geld | Ärlei
Oatum
14-9.
15-9-
14-9-
15-9.
Datum
14-9.
15-9-
14-9-
15-9-
Datum
14-9-
15-9.
14-9-
15-9
6% Deutsche Reichsanleihe v. 192?
6% eljem.7% Dt.Retchsanl. v. 1929 6Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 trückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
6Vt% Hess. Landes^Hypotheken- bank Darmstadt Liqui.. .....
Oberhessen Provinz-An leihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sommelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
6%% ehem. 4>/3% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
WA> ehem. 4«/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
6% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..
4% Lesterreichische Goldrente.... 4,80% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/r% desgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1.....................
94,75
93 96-75
93-75
90
90,25
98
99,4
90,75
90,5
90,5
90,75
93
93
101,65
1,1
7,9
7,4
7,4
11,9
8
94,75
94
97
93,75
90,25
90,25
98
99,25
90,75
90,5
90,5
90,75
93
93
101,65
G
8,15
7,5
11,9
8
95
94
96,9
93,6
99,5
91
93
94
101,65
1,05
7,9
7,45
7,5
12,13
95
94
96,8
93,65
90,25
99,25
93
93
101,65
33,5
8,35
7,65
7,5
11,8
4% desgl. Serie 11.............
6% Rumän. vereinh. Rente v. 19C3 4Vr%Rumän.vereinh.R»ntev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2 y*% Anatolier...............
Hamburg-Amertka-Paket .....o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff...........o
Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Tis conto»
Gesellschaft....... o
Dresdner Bank............ o
Reichsbank ..................
A.E.G................. o
Bekula..............0
Elektr. Lieferungsgesellschaft'... 6 L'cht und Kraft ..............
Selten & Guilleaume.........0
«^H^^eVr.Unternehmung. 5 Rhetnyche Elektrizität ...... 5
Schlickert L Co................
Siemens L Halske........... 7
Lahmeyer LLo...............
Buderus ....................
Deutsche Erdöl ...............
Gelsenkirchener...............
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
Ilse Bergbau ............... g
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ............ 0
Mannesmann-Rühren ...... 0
8
4,25 7
4
37,9
29
71,5
67,5
71,25
74,5 152,75
27,25
147,75
101,75
115,5
76
112
102,5
95,5
148,5 123
116,13
60,5
105,25
131
77,4 71
8
4,25 7
4,1
38
25,5
29,25
72,5 96,65 67,75
72,5
75
151
27,4 148,13 102,25
116,4
76,25
112
103,5
95 149
124,13
88,4 116,75
60,5
105,5
170 130,65
78,25 72
4,13
38
26,65
28,9
72,5
96,25
67,5
71,5
74,5 153,5
27,25
147,9
102,25
115,75
76,4 112 103
95,25
149,25
123
87,25
116,65
60,4
105,5 74,25
131,5
77,4 70,75
4,6
7 4,13 38,1
25,13 24,5
28,75 72,5
96,25 67,75
72,5
75 150
27,5 148 102,9
117,25 76,5
112,25 103,5
95 148,75 123,75
88 116,13 60,9 105,25
75,5 170,25
131
78 72,13
Mansselder Bergbau.........O
Kokswerke................ O
Phönix Bergbau.............0
Rheinische Braunkohlen .....10
Rheinstahl..................O
Vereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen ...............O
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....?y2
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................O
Rütgerswerke...............O
Metallgesellschaft.............O
Philipp Holzmann...........O
Zementwerk Heidelberg ......O
Cementwerk Karlstadt.........O
Schultheis Patzenhofer .......O
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhof ............O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum...........O
OrensteinL Koppel .......... O
Leonhard Tietz..............O
Chade......................10
Accumulatoren-Fabrik........O
Conti-Gummt...............O
Grihner....................O
Mainkraflwerke Höchst a-M..,. 4
Süddeutscher Zucker ......... 8
79,25
47,13
246
90
14,25
129
128 158,5
145,4
217 92,25 42,13
93,5
78,75 117,5
127,5
67,5
69,5
48
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48,13 57,75
27,75
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179 130,65
27,75
78,5
187
79,25
47,75
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40,65
14,25
128 159
145
218,25
94
42,5
93
79,75
116,75
127,5
66,5
69,25
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27,4
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27,75
78,5
185,76
79
100,9
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14,13
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47,9 247
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128,75 127,75
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113,4
66 139,5 49,25
69 127,65 49.25 57,25 91,75 27,65
219 180,25 131,25
27,75
188
Buenos Aire- Brüssel.... Rio de Jan. Sofia.....
.Kopenhagen
Danzig .... London.... ^elstngfors. Holland ... Italien.... Japan .....
Jugoslawien Oslo.....
Wien......
Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag......
Budapest .. Neuyork...
0,666 58,545
0,184 3,047
55,39
81,97
12,405
5,475 16,50
169,73
21,54 0,743
5,714
62,35 48,95 11,26 63,97
81,67 34,32 10,44
2,481
0,670 58,665
0,186
3,053
55,51
82,13
12,435
5-485
16,54
170,07
21,58 0,745
5,726
62,47
49,05
11,28
64,09
81,83
34,38
10,46
2,485
Sanknoten
0,660 58,545
0,184 3,047
55,30 81,92
12,385 5,465 16,50
169,73 21,50 0,740 5,714 62,25
48,95
11,24 63,87
81,67 34,27 10,44
2,476
0-664 58,665
0-186
3,053 55,42 82,08
12,415
5,475
16,54 170,07
21,54 0,742 5,726 62,37 49,05
11,26 63,99 81,83
34,33 10,«
2,480
Berlin, 15-September
Geld
Ariel_____
Amerikaniiche Roten..............
Belgische Noten............4.....
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Franzölische Noten...............
Holl^..Rjche-Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilli».
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten ................
2,428
58,385
55,15
12,35
16,46
169,31
21,38
62,09
63,70
81,49
34,13
2,448
68,625
55,37
12,39
16,52
169,99
21,46
62,33
63,96
81,81
34,27


