Das Fest der deutschen Schule in Gießen
Abschluß.
Ueberall in der ganzen Wett werden diese Deutschen vernehmen unseren Ruf der Treue, die wir ihnen halten wollen zu allen Zeilen. Dieser Ruf wird nicht verhallen in Richls, son-
Nach der Ansprache erfreuten Schülerinnen des Lyzeums durch Volkslieder und Sudetentänze .. - ■ i m _: — crx'AkA—. hnd
jenseits der deutschen Grenzen stets zu gedenken und ihnen Liebe und Treue zu bewahren, wie wir sie bewahren wollen unserem Volk, Vaterland und unserem Führer Adolf Hitler.
Nach einem dreifachen Sieg-Heil auf alle im Aus« land lebenden Deutschen, auf unser deutsches Vater« land und unseren Führer Adolf Hitler fand der sehr eindrucksvolle und schöne Abend mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes seinen
bittere Rot.
Man bedrängt sie auf alle Weise, man verbietet ihnen ihre deutsche Muttersprache, man verbietet ihnen, nach den deutschen Sitten und Gebräuchen
Der Veranstaltung war ein übervolles Haus be- schieden; schon lange vor Beginn war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Das gutgeschulte, auf künstlerischer Höhe stehende Schülerorche-^ st er der Oberrealschule (Leiter: Studienrat Hillebrand) eröffnete die Feierstunde und unter den Klängen des Badenweiler Marsches hielten die Fahnen- und Wimpelträger ihren Einzug. Darauf sprach eine Schülerin des Lyzeums einen Vorspruch mit dem Hinweis auf unfern unvergeßlichen Reichspräsidenten von Hindenburg als den Schirm- und Schützherrn des 93. d. A. Für ihren überaus guten Vortrag erntete sie wohlverdienten Beifall. Lehrer Dietrich sang darauf mit sehr klangvoller, angenehmer Stimme, begleitet am Klavier von Gesanglehrer Nebeling, „Sonntags am Rhein" von Schumann, und unter seiner Stabführung ein zweistimmiger Kinderchor der Goethe schule das Claudiussche Abendlied „Der Mond ist aufgegangen". Brausender Beifall belohnte die kleinen Sänger und forderte zu einem weiteren Liedvortrag „Es waren zwei Königskinder" heraus. Auch dieses Lied wurde überaus fein und lieblich zu Gehör gebracht. Zwei Schülerinnen der neuen P e st a l o z z i s ch u l e deklamierten zwei Gedichte „Weihelied" und „Deutschland, dir, mein Vaterland", dann wurden anschließend mit Klavierbegleitung Keulenübungen von Schülerinnen der Goetheschule gezeigt, die durch ihren Rhythmus und ihre exakte Ausführung viel Bewunderung fanden. Nachdem sich der stürmische Beifall gelegt hatte, spielte das S ch ü l e r o r ch e st e r der Oberrealschule mit flottem und sprühendem Tempo Brahms Ungarischen Tanz Nr. 5. Bei den von Schülern der Goetheschule gezeigten Bodenübungen war es erstaunlich, mit welcher Geschicklichkeit und welchem Eifer die Jungen die verschiedenen Hebungen ausführten. Den Schluß des ersten Teiles bildete eine von Schülern der alten Pestalozzifchule gestellte V. d. A.-Pyramide, die symbolisch die verlorengeganqenen deutschen Gebiete darstellte. Mit dem besonderen Hinweis auf unsre in Not befindlichen Brüder und Schwestern an der Saar und nach einem gemeinsam gesprochenen, tief zu Herzen gehenden Treueschwur sang der Schülerchor „Deutsch ist die Saar" und „Treue Liebe bis zum Grabe."
zu leben, man will ihnen den deutschen Namen tU^u.n, man sucht durch alle Schikanen ihnen das Leben schwer zu machen, man schließt ihre Schu- len, ja man möchte sie am liebsten im Leben Der« H alber einmal — und das ist unser Wille — wird der Tag kommen, an dem einer aufstehen wird, der dem großen Bund aller Deutschen rundum zuruft: Die Knechtschaft hat ein Ende! Diesen Tag vorzubereiten sind auch wir heute zusammen. Wenn es unser Wille ist, der Wille des gesamten deutschen Volkes, dann kommt dieser Tag, und nicht lange wird es dauern, dann wird Deutschland wieder ein geachtetes
und freies Volk fein.
Wir wissen, daß in unserem lieben deutschen Vaterland ein Neues a u f g e k o m m e n ist, daß einer kam mit einer neuen I d e e und daß er diese Idee in das deutsche Volk hineintrug, mit dieser Idee alles .beiseite räumte, was dem deutschen Volke verwehrte, deutsch zu sein.
Dieser eine hat das gesamte deutsche Volk hinter sich. Damit er den Willen des deutschen Volkes wirksam zur Geltung bringen kann in der Welt, müssen wir alle hinter ihm stehen. Denkt daran, daß heute noch unser Deutschtum in großer Gefahr ist, denkt daran, daß Tausende und aber Tausende mit uns noch nicht befreit find, in Knechtschaft schmachten, daß sie und uns die gleiche Liebe zur Heimat verbindet. Wir wollen sie nie verlassen und ihnen immer die Treue halten und bewahren.
Dann wird Deutschland eines Tages wieder ein starkes Deutschland werden, das allen seinen Kindern ein Beistand sein kann in der Not, ein Rückhalt in der Bedrängnis. Dieses Deutschland wird sein ein Schutz- und Trutzbund der Deutschen und, ein Hort des Friedens in aller Welt!
Anschließend an die packende und begeisternde Rede wurde gemeinsam der erste Vers des Deutschland-Liedes gesungen.
Orr Abschluß des Abends.
Dann ist das ein Ruf, der nicht in einem leeren Raum verhallen wird, ein Ruf, der auch nicht Halt machen wird an den Grenzen des Reiches, die wir niemals anerkennen werden als die Grenzen des deutschen Volkstums, sondern dann ist das ein Ruf, der hinüberbringen wird bis zu dem letzten Deutschen, wo er auch wohnen mag draußen in der Ferne; er wird hindringen nach Oberschlesien und bis zu unseren bedrängten Brüdern im Memelland; er wird gehört werden droben an den Ufern der Nordsee und der O st s e e, wo ein Brudervolk die Stimme seines Blutes nicht mehr hört und glaubt, in den eigenen Brüdern feine Feinde zu erkennen; er wird binbringen nach bem Elsaß, wo man meint, mit gleißnerischem Pomp unser beutsches Volkstum übertünchen zu können; er wirb hinbringen an bie Ufer ber Donau, wo bas österreichische Volk sich nach Freiheit sehnt, unb er wirb gehört werben ; im Saarlanb, wo Tausenbe unb aber Tausenbe ' von Deutschen sich heimsehnen nach ihrem Mutter- । Innb, nach bem Deutschen Reich; unser Ruf wirb ge- * hört werben fern in Ungarn, in Sieben- Der zweite Teil ber Vortragsfolge begann mit bürgen, er wirb wiberhallen von ben Wänben bie Reallehrer Paul mit ber Karpathen unb in Sübtirol, wie auch m - -' - - = jenseits bes Ozeans in ben großen Stäbten,
bem ein millionenfaches Echo wird widerhallen von jenseits der Grenzen, und dieses wird zusammenklingen mit unserem Ruf und einen gewaltigen Chor bilden, den Chor des deut- schen Volkes, das nach jahrhundertlangen Irrwegen wieder zurückgefunden hat zu sich selbst, dem deutschen Volk, das heute wieder vernimmt die Stimme seines Blutes und das froh und Zuversichtlich einstimmt in das Bekenntnis:
Dir wollen fein ein einig Volk von Brüdern, In keiner Rot uns trennen noch Gefahr!
Wenn heute, wo wir im Deutschen Reich versammelt sind, unser Ruf an unsere Bruder jenseits der Grenzen ergeht, bann werden im nächsten Jahr überall da, wo Deutsche auf dieser Erde wohnen, alle zusammen zur gleichen Stunde ein bedeutsames Bekenntnis ablegen, unb ein gewaltiger Wille wirb offenbar werden, ber Wille wirb zu einem Wort der Anklage, gerichtet an bie ganze Welt:
Wir wollen frei fein,
Frei wie die Väter waren.
Lieber den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
Und uns nicht fürchten vor dem Haß der Menschen. Wir wissen, daß heute noch unser Deutschtum überall in der Welt bedroht ist. Wir wissen, daß unser junges neues Reich noch weiterer G e - junbung und Stärkung bedarf, bamit seine innere Geschlossenheit noch fester wirb, damit seine Kraft sich stählt. Wir wissen, daß jenseits der Grenzen heute noch lauern der Neid, der Haß, der Machtwahn, die Begehrlichkeit, die immer und immer wieder dem deutschen Volke sein Leben vergällen wollen.
Aber wenn wir heute an Deutschlands Zukunft glauben und wenn wir uns diesen Glauben nicht rauben lassen, so ist es daraus, daß daß dieser Tag des deutschen Volkstums und dieser Tag des deutschen Volkstums und von einer starken, stolzen Jugend, die von sich selbst bekennt: „Wir sind die Garanten der Zukunft".
es, uie uns ycuu *71»-«- ...... '7' . , , ■ < .
Jinb ber Ansicht, daß Weltgeschichte nicht am grünen Tisch gemacht wird wo kalter Verstaub irgenbwelche Ideen ausklugett und nach biesen Jbeen bann glaubt, Völker regieren unb , Schicksale bestimmen zu ckönen, nein,
i Weltgeschichte wird da gemacht, wo lebendige Menschen sich zusammenfinden, zusammenge- führt durch gemeinschaftliches Fühlen und gemeinschaftliches Denken, zusammengeführt durch gemeinsames Blut und aus diesem Zusammensein ein neues starkes Wollen schöpfen, einen einheitlichen Willen, der die Grundlage bilden kann für die großen Taten der Wanner, die
Geschichte machen.
So ist es heute, wo in Tausenden von deutschen Stäbten unb Zehntausenben von Dörfern deutsche Männer unb Frauen unb beutsche Jugenb sich zusammenfinden, um ihr Treuebekenntnis abzulegen zu ben Millionen 93rubern unb Schwestern jenseits unserer Gren- z e n. Menn wir aus biesem Zusammensein neue Kraft schöpfen, unb wenn wir unseren Brübern unb Schwestern braußen in ber weiten Welt zurufen: , „
Wir werden euch niemals vergessen!
Jawohl, ihr Jungens unb Mädels, ihr habt Recht, wenn ihr das sagt. Wie ihr seid, wird die Zukunft aussehen. Denkt an die Worte des v 0 v ~ _ ____, -----------
Führers: Wenn ihr wollt, daß das Deutschland! mit Begleitung von Geigen unb Flöten unb bas ber Zukunft ein starkes Deutschland sein OrchesferderOberrealschulemif Komzaks soll, dann müßt ihr stark werden; wenn ihr ein I,Münchner Kindl". Mäbchen unb Knaben ber Deutschland ber Disziplin haben wollt, Schillerschule brachten barauf ein ernstes, dann müßt ihr diszipliniert leben, wenn das schlichtes Spiel zur Darstellung unter dem Leitwort: neue Deutschland ein Deutschland der Wahr-j „Mr suchen Deutschland!". Es wurde mit sehr h e i t u n d G e r e ch t i g k e i t, dann müßt i h r großer Hingabe gespielt unb mit reichern Beifall wahr werden in eurem innersten Wesen unb belohnt. Im Schlußwort ermahnte Schulrat N e b e • ihr müßt d i e Gerechtigkeit in euch selbst l i n g bie Anwesenben, ber Brüber unb Schwestern verkörpern, und wenn ihr deutschen Jungen! hör honKrho« (Äronncm ftpfa au aedenken
und Mädchen wieder frei sein wollt, dann muh in euch wachwerden ein unbändiger Freiheitsdrang, der sich durch nichts in der Wett Niederkämpfen läßt.
heule noch leiden unsere Brüder im Ausland
Turnvorführungen, i
Schülern des Gymnasiums, Realgymna-- j v „ | v....... „_____... .... -------- _
siums unb ber Oberrealschule zeigte. Die mie in ben einsamen Hütten bes brasilianischen Ur- teilweise sehr schweren Hebungen stellten an alle malbes.
Ausführenden höchste Anforderungen; es war be- ....
wunbernswert, mit welcher Leichtigkeit unb Uner- schrockenheit sie gezeigt würben. Nichtenbenwollenber Beifall belohnte ihren Wagemut unb ihre sportlichen Leistungen. Im Anschluß baran sprach
Wie Überall in beutschen ßanben, wurde auch bei I SlüdlWUll'ülÄeötllklÜ
uns aeftern abenb im Safe ßeib oon bem <5d)uls JUVlP y
ar uppen bes Gießener 93. b. 21. unter ber | Stunben von weltgeschichtlicher Bedeutung sind Gesamtleitung von Lehrer Frank (Schillerschule) es, bie uns heute hier zusammenfuhren. Denn wl bas Fest ber beutschen Schule in würbiger ----- -- “#,t/'*,rfH«te nicht
Weise festlich begangen.
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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde eingetragen: 5397D
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Am 13. September 1934 bei der Firma I. Reeh, Aktiengesellschaft, Dillenburg, Zweigniederlassung Gießen: Die Zweigniederlassung der Gesellschaft in Gießen ist erloschen.
In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde am 11. September 1934 bei ber Firma Hlöbus & Reih in Gießen folgendes eingetragen: Kaufmann Christian Möbus HI. in Reiskirchen ist aus ber offenen Handelsgesellschaft ausgetreten und diese erloschen. Kaufmann Otto Reitz in Reiskirchen ist Alleininhaber.
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