Lehren der Außenhandelsbilanz
3.
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DieAufgabenderNG.-Kulturgemeinde
Berlin, 16. Juli. (DNB.) Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, hat Dr. Walter Stang zum Amtsleiter der NS.. Gemeinschaft „Kraft durch Freude" für das Amt NS. - Kulturgemetnde er» nannt.
Zwischen dem Leiter des Amtes Volkstum und Heimat der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und dem Leiter der N S. - K u l t u r g e. m e i n d e wurde vereinbart, daß die NS.-Kultur« gemeinde ihre Aufgaben nunmehr gleichzeitig für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" durch, führt. Ihr Aufgabengebiet umfaßt die künstlerisch kulturellen Veranstaltungen auf dem Gebiete des Theaters, des Konzerts, des Filmes, der bildenden Künste, des Vortragswesens und des Schrifttums. Die Aufgaben des Amtes für Volkstum und Heimat werden hiervon nicht berührt.
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Werden sich neue Fronten bilden?
4. die Brot her st eilenden Betriebe.
Die 19 Getreidewirschaftsverbände, deren Gebiete mit denen der gleichnamigen Landesbauernschaften übereinstimmen, werden untereinander zur Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft zusammengeschlossen. Die wirtschaftliche Vereinigung der Roggen- und Weizenmühlen wird der Hauptoereinigung angeschlossen.
Der zweite Abschnitt hat die Uebergangsregelung der Ablieferung und der Verwendung von inländischem Roggen und inländischem Weizen zum Gegenstand. Bis zur Regelung des Absatzes durch die Zusammenschlüsse werden besondere Bestimmungen
So ergab sich für die Rohstofflieferanten ein erheblicher Einnahmeausfall, für die Rohstoffprodu- zenten ein verringertes Absatzgebiet mit der dazu gehörigen Erwerbslosigkeit. Das lind zwei Lehren, die die jüngste Entwicklung des Warenaustausches hervorgeoracht hat und die eindringlicher nicht sein könnten. Aber die Erkenntnis solcher
größerung des Warenaustausches sich s e l b st Nutzen gebracht, denn eine Erweiterung des Warenverkehrs hat uns zusätzlich«' Devisenmengen gebracht, die wir teils für Zinszahlungen, teils aber für Bestellungen — in den letzten Wochen waren es in Holland Frühkartoffeln — wieder bereitstellen konnten. Den anderen gegenüber sahen wir uns jedoch vor die Notwendigkeit gestellt, nicht mehr abzunehmen, als sie uns an Bestö^. lungen deutscher Waren zukommen lassen.
Betrieben und für die Verwirklichung des neuen Arbeitsethos zuständig sind. Sie betreuen nicht die einzelnen Menschen, sondern Betriebe. .
Die Reichsberufsgruppen haben allem die Aufgabe der B e r u f s e r z i e h u n g. Ihr Auf. bau soll Arbeiter- und Angestelltenberuse gleichermaßen umfassen. Die Stellenvermittlung und die Unterstützungseinrichtungen für Erwerbslose sind ein wesentlicher Bestandteil der Reichsberufsgruppen, da ihre Aufgabe in höchstem Maße berufspolitisch ist. Selbstverständlich werden bei diesem Organisationsumbau die Rechte älterer Der- bandsmitglieder gewahrt werden. Abschließend besichtigte Staatsrat Dr. Ley noch die Entwürfe einer beruf stündlich en Ausstellung und gab seiner vollen Befriedigung über den Stand dieser Arbeit Ausdruck.
Keine Störung
-er Berufsausbildung.
Rücksicht auf den Facharbeiternachwuchs bei derErsetzung von jugendlichenArbeitern durch ältere Erwerbslose.
Berlin, 16. Juli (DNB.) Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung Dr. Syrup, der Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, der Führer der Wirtschaft Graf von der Goltz und der Reichsjugendführer Baldur von Schirach geben folgendes bekannt:
Bei der Freimachung von Arbeitsplätzen für ältere Arbeitslose sind in einer Reihe von Fällen auch junge Facharbeiter, die eben ihre Lehre beendet hatten, ja sogar Jugendliche, deren Lehroer-
.stabile Mehrheit sich die Möglichkeit, autonom zu regieren, verschaffen könnte, ohne deshalb gegen eine von der äußersten Rechten dro- benden Gefahr ein zeitweiliges Bündnis mit der sozialistisch-kommunistischen Front auszuschlagen? — Von sozialistischer und kommunistischer Seite wird jedenfalls versichert, daß man die gegenseitig eingegangenen Verpflichtungen loyal einhalten wolle, um der gemeinsamen Aktion ein Höchstmaß von Erfolg zu sichern.
Pichot, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der ehemaligen Frontkämpfer, also derjenigen Frontkämpfer-Vereinigung, die innerhalb des Spitzenverbandes die stärkste Mitgliederzahl aufweist und gemäßigt links eingestellt ist, ist auf einem Gaufest in Albi für eine Verfassungsreform eingetreten. Pichot verlangt eine starke Regierung unter parlamentarischer Kontrolle, bei gleichzeitiger Revision der französischen Verfassung von 1 875, vor allem auch durch Heranziehung der Möglichkeit einer Kammerauflösung. Verfassungsrechtlich müsse ein W i r t s ch a f t s r a t geschaffen werden, vor dem alle wirtschaftlichen Probleme offen zur Diskussion gestellt werden. Die Befugnisse der Ministerpräsidentschaft müßten verstärkt werden. Wenn das Parlament diese Reform wolle, würden die Frontkämpfer für den Zusamm en tritt einer verfassunggebenden Versammlung eintreten. Der wirtschaftliche Liberalismus sei vorüber, der Kapitalismus habe bankrott gemacht. Das neue Menschenrecht sei das Recht auf Leben durch Arbeit Eine wahre Revolution sei im Entstehen. Man müsse sie nach dem Grundsatz leiten, daß der Gedanke höher stehe als das Geld und daß der Mensch Achtung verdiene.
Paris, 17. Juli (DNB.-Funkspruch.) Die Sozialistische Partei beschloß, mit den Kommunisten zusammen eine gemeinsame Aktion gegen den Faschismus und den Krieg einzuleiten. Der Beschluß wird von der Presse als der erste entscheidende Schritt zur Schaffung der proletarischen Einheitsfront und als ein politisches Ereignis von größter Tragweite bezeichnet. Die soziale Revolution und der Klassenkampf würden damit nach Auffassung weiter Kreise in ein neues Stadium treten. Geteilter Meinung ist man höchstens darüber, ob fortan zwei geschlossene Blocks — rechts und links — aufeinander prallen werden, zwischen denen sämtliche Zwittergebilde verschwinden müßten, oder ob vielleicht zwischen diesen beiden Gruppen ein Sammelbecken für die wirklich aufbauenden Kräfte der Nation entstehen könnte. Für die nationalistischen Kreise gibt es nur eine Lösung: zwischen der nationalen Einigung und dem revolutionären Block ist kein Raum für eine Mittelgruppe. Die Stunde der Entscheidung habe geschlagen, denn die Ereignisse würden sich überstürzen. Der öffentliche Friede und die Zukunft der Nation ständen auf dem Spiel.
lieber eine mögliche Zwischenlösung äußerte sich die linksradikalsozialistische „R e p u b l i q u e". Das Blatt fragt, werden wir eine Spaltung und die Bildung einer Reformpartei als Mittelding zwischen Reaktion und Revolution erleben, die von dem wirtschaftlichen Realismus und politischer Freiheit getragen nach der Mitte und nach links übergreifen wird, die pazifistisch und national zugleich ist und sich bemüht, die Verbindung zu den verschiedenen Schichten der arbeitenden Bevölkerung aufrecht zu erhalten, einer Reformpartei, die durch eine
Die Ordnung der Getreidewirtschaft.
Organisatorische Zusammenfassung. — Ablieferung, Verwendung und Preisfestsetzung. - Ausreichende Brotversorgung ohne allgemeine Preiserhöhung.
zuüben, die sich bemühte, hinsichtlich der Nahrungs- mittelzusuhr Zugeständnissezu machen. Trotzdem werden die Folgen des Streiks von Stunde zu Stunde fühlbarer. Hunderttausende an dem - Streik nur mittelbar Interessierte können unter dem Druck der zunehmenden Entbehrungen ihre bisherige Zurückhaltung rasch ändern. Während sich das Publikum am Montag mit einem gewissen Humor mit Schokolade und Rollschuhen über Nahrungsmangel und Verkehrslahmlegung hinweghalf, verurteilt die Presse der gesamren Pazifik-Küste die Generalstreikbewegung mit größter Schärfe. „Los Angeles-Times" führt aus, Generalstreik fei eine falsche Bezeichnung für die Vorgänge in San Franzisko. Es handelte sich hier um eine kommunistische Revolte gegen die Regierung. Ein weiteres Blatt verlangt die Rückkehr Roosevelts vom Urlaub und sein Eingreifen zur Beendigung der Streikbewegung.
Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Rossi hat sich in San Franzisko ein Bürgerausschuß von 500 Mitgliedern gebildet, um die Nahrungs- mittelzusuhr sicherzustellen. Gouverneur Merriam erklärte im Rundfunk, daß er die Truppen erst ausgeboten habe, nachdem ihm von einem Ausländer, gemeint ist offenbar der Streikführer B r i d g e s , ein Australier, mitgeteilt worden sei, daß der Betrieb der durch den Hafen führenden Staatsbahn nicht gestattet werde. Sollten die Truppen nicht ausreichen, so behalte er sich die Anwendung aller für die Erhaltung des Gemeinwohls notwendigen Mittel vor.
Oie Komintem fordert zur Unterstützung der Streikenden auf.
Moskau, 16. Juli. (DNB.) Die Streiklage in San Franzisko findet in Moskau großes Interesse. Die amerikanische Sektion der Komintern fordert die Arbeiter in einem Aufruf zur weiteren Unterstützung der Streikenden auf.
hältnis noch nicht abgeschlossen war, aufgefordert worden, den Arbeitsplatz zu verlassen und in den Arbeitsdienst ober in die Landhilfe einzutreten. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Auswechslung Jugendlicher gegen ältere und kinderreiche Erwerbslose keinesfalls unter Benachteiligung der Wirtschaft und unter Gefährdung des notwendigen F a ch a r b e i t e r n a ch w u ch- s e s vorgenommen werden darf.
Es herrscht heute schon in einer Reihe von Berufen Mangel an qualifizierten Facharbeitern und an Nachwuchs hierfür. Es liegt daher im Interesse der deutschen Volkswirtschaft und des organischen Aufbaues der werktätigen Bevölkerung, daß die berufliche Aus- bildung der Jugend in keiner Weise gestört wird. Der vorzeitigen Beendigung des Lehrverhältnisses stehen schon die gesetzlichen Bestimmungen der Gewerbeordnung entgegen. Besonders bei qualifizierten Berufen ist die Ausbildung zum Facharbeiter keineswegs mit der Lehre abgeschlossen. Zum brauchbaren Facharbeiter reift der Jugendliche erst in den ersten Ge- hilsenjahren heran. Seine vorzeitige Auswechslung würde daher sein berufliches Fortkommen behindern. Selbstverständlich ist die Teilnahme am Arbeitsdienst auch für ihn vaterländische Pflicht, nur muß versucht werden, sie auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.
Im übrigen weisen wir nochmals darauf hin, daß die Entscheidung für die Freimachung von Arbeitsplätzen, die bisher von Jugendlichen eingenommen wurden, in der Verantwortung des Führers des Betriebes liegt, der bei allen diesen Maßnahmen ausschließlich vom Vertrauensrat beraten wird.
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Ministerialdirektor Moritz vom Reichsernährungsministerium wies vor Pressevertretern besonders auf die Schaffung der Hauptvereini- gung der Getreidewirtschaft hin, der die Mühlenvereinigung, die 30000 deutsche Mühlen umfaßt, anaeschlossen wird. Die Getreide- wirtschaftsverbände, bie von der Hauptvereinigung geschaffen werden, umfassen alle Erzeuger von Getreide, alle Vermittler der Getreidebewegung, alle Verarbeiter und Bearbeiter des Getreides und schließlich Brotfabriken und Bäcker. Diese Getreidewirtschaftsverbästde mit der Hauptvereinigung in Berlin werden das Rückgrat der gesamten Getreidewirtschaft in organisatorischer Beziehung sein. Sie werden die Aufbringung des Getreides vom Hof zum Markt, die Bewegung der Ware, ihre Verwendung und schließlich die Preisbildung sowie die Preisspannenfestsetzung regeln.
Wenn Die Getreidewirtschaftsverbände und die Hauptvereinigung zum 31. Oktober fertig fein werden, bann werden sich alle Fragen auf dem Getreidemarkt von selbst regeln. Die Organisation wird verhindern, daß beim Absatz von Getreide für den Erzeuger ungünstige Stockungen auftreten und sie wird sicherstellen, daß der Getreide- und Brotbedarf immer gedeckt werden kann. Ueberfchüfsiger Roggen und Weizen geht in die Hand des Reiches über und wird für das Ende des Vierteljahres aufbewahrt.
Zu ben Preisen ist zu bemerken, baß wir im vergangenen Jahr eine sehr gute Ernte hatten. Es war ein Preis festgesetzt worben, der bem Dor- kriegspreis angenähert war. In diesem Jahr beträgt der Minderertrag der Ernte für bas (Betreibe berechnet ungefähr 22 bis 23 v. H. gegenüber bem Vorjahre. Würde der Minderertrag durch eine entsprechende Erhöhung der Festpreise ausgeglichen werben, bann würde die daraus resultierende Brotpreiserhöhung nicht gering sein. Es muß deshalb den sozialen Bedürfnissen im laufenden neuen Getreidewirtschaftsjahr zu Lasten ber Landwirtschaft Rechnung getragen werden. Es wird einmal der Ausmahlungsgrad für Roggen, dem wichtigsten Brotgetreide, auf 75 v. H. (jetzt ungefähr 68 v. H.) erhöht. Dadurch wird eine Mehrausbeute von 450 000 Tonnen erzielt. Infolgedessen kann der Müller 6 Mark für die Tonne mehr zahlen. Zum zweiten, da nach jahrzehntelangen Erfahrungen bis Neujahr 60 bis 65 v. H. der Getreideernte abgeliefert fein werden, werden gleich im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr erhöhte Ausgangspreise festgesetzt. Bei Roggen macht bie Erhöhung im Jahresdurchschnitt 6 Mark mehr aus und für Weizen 10 Mark für bie Tonne. Für Weizen macht das beim Konsumenten nichts aus.
Bei dieser Preisfestsetzung wird ben landwirt- fchaftlichen Betrieben bewußt etwas zugemutet, benn es muß auf bie Kaufkraft der Bevölkerung Rücksicht genommen werden. Deshalb ist an eine allgemeine Brotpreiserhöhung nicht zu denken. Das schließt nicht aus, baß hier und dort eine örtliche Korrektur des Brotpreises vorgenommen werden muß. Ehe das aber zugelassen wird, wird dem Getreidehändler, dem Müller, bem Mehlhändler und dem Bäcker vorerst genau so viel wie dem Bauern zugemutet werden: d. h. herunter mit ber Preisspanne. Veranlassung zu Besorgnissen gibt es nicht, denn eine ausreichende Versorgung ist gesichert.
Türkisch- englischer Zwischenfall.
Badende englische Marineoffiziere von türkischer Küstenwache beschossen.
Athen, 16. Juli. (DNB.) Nach Meldungen aus Samos wurde ein mit drei Offizieren besetztes Boot des vor Samos ankernden englischen Kreuzers „D e v o n sh ir e", das zu einem Badeausflug auf die nahegelegene Küste Kleinasiens zusegelte, von der türkischen Küstenwache beschossen. Der Marinearzt, Leutnant Robinson, wurde von einer Kugel getroffen, stürzte über Bord und ertrank. Die beiden anderen Offiziere, von denen einer eine Fleischwunde an der Schulter erhielt, sprangen ins Wasser und brachten sich durch Schwimmen nach der Insel Samos in Sicherheit. Der Leichnahm des getöteten Offiziers konnte noch nicht gesunden werden.
Die türkische Regierung hat, wie Reuter meldet, nach Prüfung des Zwischenfalles den türkischen Botschafter in London angewiesen, der englischen Regierung ihr Bedauern auszusprechen. Nach der amtlichen türkischen Darstellung des Zwischenfalls hat ein türkischer Zollbeamter beobachtet, wie drei unbekleidete Männer auf einem Segelboot an Land stiegen. Er forderte sie auf, st e h e n z u bleiben. Sie Männer kamen jedoch dem Befehl nicht nach und kehrten zu ihrem Boot zurück. Der Beamte gab hierauf einen Warnungsfchuß ab und, als dies keinen Erfolg hatte schoß er scharf. Der Beamte hat erklärt, daß er die Männer für S ch m u ggler gehalten habe.
Andere Meldungen besagen, in Jstambul vermute man, daß der Schauplatz des Zwischenfalls eine verbotene militärische Zone an der türkischen Küste war. Die Küstenwachen hätten nicht gewußt, aufwensie geschossen hätten, bis die Insassen eines englischen Motorbootes ihnen gesagt hätten, daß bie Opfer britische Offiziere feien. Es ist unbekannt, ob das Segelboot die britische Flagge geführt habe.
Das Willkürregiment im Memelgebiet.
Memel, 16.Juli. (DNB.) Das neue Direktorium im Memelgebiet nimmt fortlaufend Willkürmaßnahmen, insbesondere Entlassungen autonomietreuer Beamter vor, obwohl es mit dem Mißtrauensvotum des verfassungsmäßigen Landtags rechnen muß und daher nur Repräsentant der litauischen Minderheit ist. Seit dem 11. Juli sind neben mehreren Magistratsbeamten 83 Justizbeamte entlassen worden. Die Entlassung von 35 Forst beamten und 20 Amtsvor st ehern steht bevor. Für den genannten Geschäftsbereich der Autonomieverwaltung ist der a u s s ch l i e ß l i ch e Gebrauch der litauischen Sprache anbefohlen worden.
Der Kriegskommandant Hat, gestützt auf die Aen- öerung des § 10 I des Staatsfchutzgefetzes die Neumann-, Saß- und vor allem auch die Memelländische Landwirtschaftspartei als geschlossen erklärt. Diese bedeutet praktisch, daß alle Angehörigen dieser Parteien, also die überwiegende Mehrheit aller nicht großlitauisch eingestellten Wahlberechtigten des aktiven und passiven Wahlrechts beraubt werden und weder Beamte noch Mitglieder von öffentlich-rechtlichen Körperschaften sein können, denn nach dem bisherigen radikalen Vorgehen gegen alle autonomietreuen Beamten usw. ist nicht zu zweifeln, daß die in Ziffer 2 § 10 geforderte „Gefahr ihres Wirkens für öen Staatsschatz" durchweg behauptet werden wird.
Dr. Ley bei den Berufsgruppen.
Von ber Deutschen Angestelltenschaft wird uns rmtgetellt, daß der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Staatsrat Dr. L e y, am Mittwoch das
a r 5 u Reichsberufsgruppen in Berlin besuchte und an einer Arbeitstagung der Bezirksleiter der Reichsberufsaruppen der Deutschen Arbeltsfront teilnahm. Die Bezirksleiter der verschiedenen deutschen Gegenden berichteten. Anschlie- hend schilderte Staatsrat Forster, rote in dem letzten Jahre bereits für die Angestellten eine wertvolle Berufserziehung aufgebaut werden konnte. Staatsrat Forster gab auch verschiedene Anregungen für den organisatorischen Ausbau der Deutschen Arbeitsfront.
Staatsrat Dr. L e y schilderte die Entstehung der in den Organisationsplan der Deutschen Arbeitsfront und der „NS.- Gemeinschaft Kraft durch Freude" festgelegten Organisation. Künftig werden drei ver- schledene Bestandteile der Organisation nebeneinanderstehen. Einmal die B l o ck s , Z e l l e n usw. der PO. und der DAF., denen weltanschauliche und organisatorische Aufgaben übertragen find. Daneben wirken die R e i ch s b e tr i e b s g e m e i n- schäften bie für die sozialen Vorgänge in den
erlassen, wonach jeder Erzeuger, dessen landwirtschaftlich genutzteFläche im Getreidejahr 1934/35 fünf Hektar übersteigt, verpflichtet ist, für Zwecke ber menschlichen Ernährung ober für technische Zwecke inländischen Rogge n vom 16. Juli bis 31. Oktober 1934 in einer Menge abzuliefern, die 30 v. H. ber Menge entspricht, die ber Erzeuger aus ber Roggenernte 1933 bis zum 15. Juli 1934 ab geliefert hat, ferner inländischen Weizen vom 16. August bis 31. Oktober 1934 in einer Menge abzuliefern, bie 29 v. H. der Menge entspricht, bie der Erzeuger aus ber Weizenernte 1933 bis zum 15. August 1934 abgeliefert hat. Wenn ein Erzeuger im Rahmen der für ihn festgesetzten Liefermenge ober ein Erwerber von inländischem Roggen ober inländischem Weizen für solches (Betreibe keinen Absatz findet, so hat er dies bem für ihn zuständigen Getreidewirt- schaftsverband zu melden, ber bie Aufgabe hat, für die Ware eine Absatzmöglichkeit nachzuweisen.
Die Regelung ber Ablieferung von inländischem Roggen und inländischem Weizen für die Zeit nach dem 3i. Oktober 1934 erfolgt durch die Zusammenschlüsse. Der Reichsernährungsminister verteilt die von ihm festgestellte Gesamtmenge auf die Getreide- wirtschaftsverbände. Für den Verkauf von inländischem Roggen, Weizen, Futtergerste und Hafer
Berlin, 16. Juli. Im Reicksgesetzblatt wird eine Verordnung zur Ordnung ber Getreidewirtschaft veröffentlicht. Der erste Abschnitt bestimmt, daß zyr Regelung ber Versorgung sowie des Absatzes unb ber Verwertung von Getreide, von Erzeugnissen hieraus unb von Brot sowie ber Preise unb Preisspannen für Erzeugnisse aus (Betreibe unb für Brot folgenöe Betriebe zu Getreibewirtschaftsverbänben zusammengeschlossen werden:
1. Die Betriebe, die inländisches Getreide erzeugen,
2. bie Getreide bearbeiten ober E r •
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durch den Erzeuger werden feste Preise festgS» setzt. Der- Erzeuger hat den Preis zu beanspru. chen, der auf den Monat festgesetzt ist, in dessen Verlauf die Lieferung zu erfolgen hat. Dom Erzeuger dürfen ohne besondere Erlaubnis nur Mühlen kaufen, die eine Gefamtleistungs» fähigkeit von 10 Tonnen Roggen und Weizen und darunter haben oder für die von der Wirtschaftlichen Vereinigung der Roggen» und Weizenmühlen für Roggen und Weizen zusammen ein Grundkontingent von nicht mehr als 1500 Tonnen festgesetzt ist. Mühlen mit mehr als 10 Tonnen Gesamtleistungsfähigkeit und einem Grund- kontingent von 1500 bis einschließlich 3000 Tonnen dürfen vom Erzeuger nur kaufen, wenn es ihnen vom zuständigen Landesbauernfüh» rer erlaubt worden ist; ist das (Brunbtontin- gent auf mehr als 3000 Tonnen festgesetzt, so kann ber Lanbesbauernführer mit Zustimmung bes Reichsbauernführers erlauben, vom Erzeuger zu kaufen, wenn biefe Mühlen nachweifen, baß sie bisher Roggen unb Weizen überwiegend vom Erzeuger gekauft haben unb bie Erteilung ber Erlaubnis ben Belangen ber Erzeuger dient. Jede Mühle ist verpflichtet, ein ihr von der Reichs st eile zugehendes Angebot über den Verkauf von inländischem Roggen oder Weizen an die Mühle anzunehmen, wenn die Reichsstelle es verlangt.
Für inländische Futierg erste und in- ländischen Hafer werden die Preisspannen geregelt. Verteilungshändler und Verteilungsge» nosienschaften, die inländische Futtergerste und Hafer von einem anderen als einem Erzeuger kaufen, müssen den Festpreis zuzüglich eines Ausgleichsbetrages zahlen.
Jede im deutschen Zollgebiet liegende Mühle darf von der Weizenmenge, die sie vermahlt, vom 16. August bis 30. September 1934, in den einzelnen Monaten von Oktober 1934 bis Juli 1935 und vom 1. bis 15. August 1935 höchstens 20 v. H. Auslandsweizen vermahlen. Aus Roggen darf nur solches durchgemahlenes Mehl hergestellt werden, das eine Asche von mindestens 0,967 v. H. hat.
Die Verordnung tritt am 16. Juli in Kraft, mit Ausnahme der Bestimmungen über den Zusammenschluß der deutschen Getreidewirtschaft, deren Zeitpunkt des Inkrafttretens der Reichsernährungsminister bestimmt.
Mit der Juni-Bilanz unseres Außenhandels ist den Ländern, die mit uns in regem Warenaustausch stehen, ein Dokument ausgehändigt worden, bas ganz gewiß nicht unbeachtet zur Seite gelegt werben wirb. Hoffen wollen wir jeboch, baß bie zu ermartenbe Kritik sich nicht im Negativen erschöpft, svnbern sehr gründlich untersucht, welche Rückwirkungen sich für bas Auslanb aus beit Devisenschwierigkeiten Deutschland unb ben bamit verbundenen Drosselungen ber Rohstoffein- fuhr ergeben.
Ein Blick aus bie Bilanz genügt, um sofort zwei Gruppen zu erkennen: Die Vernünftigen, zu benen bie Schweiz, bie Nieberlanbe unb Dänemark gehören, bie uns größere Exportmen
gen als bisher abgenommen haben, unb bie Unvernünftigen, bie ba glauben, baß man gut baran tut, sich gegen eine ver- ..... .......... ... .............
mehrte Wareneinfuhr aus Deutschlanb zu! Binsenwahrheiten scheint boch vielen reichlich schwer sperren. Die erste Gruppe hat burch bie Ver-1 zu fallen.


