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Beamtenschaft erträglicher zu machen, ist in­zwischen angeordnet worden, die erste Rate im Fe­

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bruar am 19. und das volle Märzgehalt vor den O st e r f e i e r t a g e n den Beamten auszuzahlen.

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LPD. D a r m st a d t, 16. Jan. Das Staatspresse­amt nimmt in einem Artikel zu demRollsystem", der Verlegung der Gehaltszahlungen vom Monats­beginn auf das Monatsende, Stellung und betont zum Schluß: Um für die Restzeit, in der das Rollsystem noch läuft, die Gehaltszahlungen für die

gangener Aufforderung mit Begründung bei der Ortspolizeibehörde eingelegt werden.

§ 10.

Dem Sachverständigen des Bauernstandes steht das Recht zu, die Tätigkeit der Kommission zu über­wachen und dem Landrat zur Herbeiführung notwen­diger Maßnahmen Vorschläge zu machen.

§ 11.

Wird der Aufforderung binnen der gesetzten Fristen von feiten der Baumbesitzer oder Nutzungsberechtigten keine Folge geleistet, so kann die Ortspolizeibehörde die erforderlichen Maßnahmen auf Kosten der Be­sitzer bzw. Nutzungsberechtigten durchführen lassen.

§ 12.

Sofern es nach Lage der Verhältnisse und im In­teresse des Obstbaues zweckmäßig erscheint, ist die Ortspolizeibehörde berechtigt, von einer Aufforde­rung der Baumbesitzer und Nutzungsberechtigten zur Vornahme der Arbeiten abzusehen und die Maß­nahmen unter Leitung des Sachverständigen des Bauernstandes unter entsprechender Verteilung der Kosten auf die Besitzer oder Nutzungsberechtigten selbst ausführen zu lassen.

§ 13.

Sofern es nach Lage der Verhältnisse und im In­teresse des Obstbaues zweckmäßig erscheint, ist die Ortspolizeibehörde berechtigt, eine ein- oder mehr­malige planmäßige Bespritzung aller Obstbäume auf Kosten der Baumbesitzer oder Nutzungsberechtigten durchzuführen.

§ 14.

Die Ortspolizeibehörde hat alljährlich dem Land­

rat bis spätestens 1. April und 1. September über Maßnahmen und Erfolg zu berichten.

§ 15.

Dem Landrat bleibt es überaffen, vorstehende Maßnahmen auch auf Wildbäume, Ziersträucher, Hecken usw. auszudehnen, sofern sich ein Bedürfnis hierzu ergibt.

§ 16.

Für jeden Fall der Nichtbefolgung dieser Polizei- Verordnung wird die Festsetzung eines Zwangsgeldes bis zu 100 RM., im Nichtbeitreibungsfalle die Fest­setzung von Zwangshaft bis zu zwei Wochen ange- droht. Soweit die Nichtbefolgung dieser Polizeioer­ordnung nach Reichs- oder Landesrecht mit Strafe bedroht ist, bleibt die Anordnung der Strafe unbe­rührt.

§ 17.

Die vorstehende Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Veröffentlichung in Kraft.

Polizeiliche Verfügung.

Auf Grund der Polizeioerordnung vom 12.1.34, betr. Schädlingsbekämpfung im Obstbau wird hiermit angeordnet, daß bis zum 22. Januar 1934 alle Obst­bäume abzukratzen, zu bürsten und zu reinigen sind, die Baumkronen sachgemäß zu lichten und von allen dürren Aesten zu befreien. Ferner sind alle dürren und abgängigen Obstbäume zu beseitigen und aus den Obstanlagen zu entfernen. Vom 22. Januar ab werden sämtliche genannten Maßnahmen gemäß § 12 der genannten Polizeioerordnung unter Leitung von Sachverständigen unter Kontrolle aller Obstbestände durchgeführt werden.

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Amtliche Bekanntmachung aus dem Kreise Wetzlar.

Auf Grund der §§ 14, 27 und 33 des Polizeiver- waltungsge etzes vom 1. Juni 1931 und des § 30 des Preußischen Feld- und Forstpolizeigesetzes im Wort­laut der Bekanntmachung vom 21.1.1926 wird für den Umfang des Kreises Wetzlar nachfolgende Polr- zeioerordnung erlassen: dUdL

§ 1.

Zur Bekämpfung von allen pflanzlichen und tie­rischen Schädlingen des Obstbaues sind vom Herbst bis Frühjahr alle Obstbäume abzukratzen, zu bürsten unb ur reinigen, die Baumkronen sachgemäß zu lichten und °°n allen dürren Aesten zu befreien All­dürren und abgängigen Obstbaume sind zu beseitigen und aus den Obstanlagen zu entfernen.

§ 2.

Zur Durchführung bzw. Duldung der Maßnahmen des § 1 sind die Besitzer der Obstbaume oder die Nutzungsberechtigten bzw. deren Vertreter ver­pflichtet.

§ 3.

Zur Feststellung der Notwendigkeit und des Um­fanges der Maßnahmen und zur Ueberwachung der­selben sind für jede Gemeind" eine ober mehrere Kommissionen zu bilden.

..§ 4.

Der Kommission gehören an:

a) der Bürgermeister ober sein Vertreter,

bereitung zum bewaffneten Aufstanb unb zum Bürgerkrieg staatsfeinblich war.

Ausnahmen bei der Anwendung des SchristleitergefeheS.

Berlin, 16. San. (DNB.) Amtlich. Der Reichsminister für Volksaufklärung unb Propaganba hat bestimmt, baß bie folgenden Blätter von der An­wendung bes Schriftleitergesetzes ausgenom­men werben:

1. V e r b a n d s m i t t e i l u n g e n , bie sich auf kurze Mitteilungen tatsächlicher Art in Erfüllung der Verbanbsausgabe beschränken, nur andie Mit­glieder des Verbandes geliefert wer­ben, nur nach Bedarf in unregelmäßigen Zeit- crbständen erscheinen, k e i n e A n z e ig e n außer Vereins- und Familienanzeigen enthalten und bei Aufnahme in die Postzeitungsliste keinen Preis aufgeben.

2. Saufmitteilungen (früher Kundenzeit­schriften), bie von einem Betrieb zur Unterrich - tung seiner Kundschaft oder Beleg­schaft über seine Erzeugnisse unb Leistungen nach Bedarf herausgegeben werden, ihre Zweckbestim­mung alsEigenwerbung in Form unb Inhalt klar erkennen lassen, deren Inhalt ausschließ­lich ber Werbung für das eigene Haus (Werk) dient, die Fremd anzeigen nicht äufne hm e n unb bei Aufnahme in die Postzeitungsliste keinen Preis angeben.

3. W e r k z e i t f ch r i f t e n , die ausschließlich Be­richte über bie Erzeugnisse unb Leistungen des eige­nen Unternehmens ober über Geschehnisse innerhalb der Werkgemeinschaft unb keine Anzeigen außer Vereins- unb Familienanzeigen enthalten. Für bie an solchen Zeitschriften tätigen Personen besteht also keine Anmelbepflicht nach bem Schriftleitergesetz.

b) ber örtliche Führer für Obstbau, c) ber lanbwirtschaftliche Fachberater, d) zwei an Obstbau interessierte Bauern, e) ein Baumwärter.

§ 5.

Den Vorsitz in ber Kommission führt ber Bürger­meister bzw. fein Stellvertreter.

Die Kommission hat alljährlich bis spätestens 15. Ok­tober alle Obstbäume ber Gemarkung baraufhm nach­zusehen, in welchem Umfange bie in § 1 angeführten Maßnahmen erforberlich finb unb alsdann ber Orts» polizei unter Angabe ber Namen . ^.^tbadtIT' besitzer unb ber Beanstanbungen Mitteilung zu machen Wo mehrere Kommissionen gebilbet sinb, teilen sich biese in bie Arbett.

'Die Ortspolizeibehörbe hat bie Baumbesitzer ober Nutzungsberechtigten, bzw. beren Vertreter alsdann unverzüglich aufzufordern, bie von ber Kommission für notwendig erachteten Maßnahmen vorzunehmen.

Die Beseitigung ber toten ober abgängigen Baume hat bis spätestens 15. Dezember unb bie Durchfüh­rung ber übrigen Maßnahmen bis spätestens 15. Marz zu erfolgen. § g

Auf Beschwerben ber Baumbesitzer oder Nutzungs­berechtigten gegen bie Notwendigst unb Umfang einer angeorbneten Maßnahme entscheibet ber Lanb- rat nach Anhörung bes zuständigen Sachverständigen des Bauernstandes endgülüg.

Die Beschwerde muß binnen acht Tagen nach er»

Ein Pfarrer wegen Sabotage des Winterhilfswerks und Verbreitung unwahrer Gerüchte verhaftet.

Halle, 16. Jan. (DNB.) Am Samstag wurde der Pfarrer G e n s i f ch e n, Halle-Trotha, durch bie Geheime Staatspolizei in Schutzhaft genommen. Der Verhaftung liegen schwere Beleibigungen bes Gau­leiters unb preußischen Staatsrats Iorban sowie Aufwiegelung gegen führenbe Männer bes Staates unb ber NSDAP, zugrunbe. Am Montag würbe ein richterlicher Haftbefehl gegen Pfar­rer Gensifchen erlassen unb bieser in bas Unter­suchungsgefängnis bes Amtsgerichts überführt. Von anberer Seite wirb bazu noch mitgeteilt, baß Gen- sifchen auch Sabotage bes Winterhilfswerks vorge­worfen wirb.

Luvwig Renn vor dem Reichsgericht.

Leipzig, 16. Jan. (DNB.) Unter ber Anklage des versuchten Hochverrats wurde dem Reichsgericht am Dienstag ber 45jährige Schriftsteller Lubwig Renn aus Berlin-Stralau zur Aburteilung vorge­führt. Der Angeklagte entstammt einer alten säch- sifchen Abelsfamilie. Er war aktiver Offizier unb machte ben Krieg als Bataillonskommanbeur mit. Unter dem Pseudonym Ludwig Renn gab er die bekannten BücherDer Krieg" undNachkrieg" heraus. 1928 trat er der KPD. bei und wurde später Mitglied des sogenanntenAufbr-uch- kreise s", der von zehn Offizieren im März 1931 anläßlich des Uebertritts des Ulmer Reichswehr­leutnants Scheringer aus der NSDAP, in die KPD. gegründet wurde. Die Anklage wirft Renn vor, in der ZeitschriftDer Aufbruch" hochver­räterische Artikel geschrieben und in kom­munistischen Versammlungen durch Vorträge stark zersetzende Propaganda getrieben zu haben. Renn bekannte sich offen und rückhaltlos zu den kommunistischen Zielen. Er wurde wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 2 V2 Jahren Gefängnis unter Anrechnung von 11 Monaten unb einer Woche der Untersuchungshaft auf die Strafe verurteilt. Wie in der Urteilsbegründung ausgeführt wurde, ist der Angeklagte für die ideo­logische Zersetzung der Reichswehr und Polizei eingetreten. Seine Absicht war klar dar­auf gerichtet, Heer und Polizei für ihren Zweck, den Bestand des Staates zu schützen, untauglich zu machen Als ehemaliger Offizier mußte er erkennen,

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Das FlugzeugunBü bei Corbigny

Paris Midi" spricht von einem Gavotage-Akt.

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Aus aller Welt

Zwei Todesopfer eines Echlütenunglücks bei Oberstdorf.

Auf ber Straße von Wasach nach Langenwang bei Dberftborf (Schwaben) ereignete sich ein schwerer Unfall eines Hörnerschlittens. Zwei ber Insassen kamen ums Leben, einer würbe schwer verletzt. Am späten Abenb hatten zwei Post­boten, ein Schuhmacher unb ein Melker auf einem Hörnerschlitten bie Abfahrt nach Langenwang an­getreten. Da bie Straße völlig vereist war, erreichte ber Schlitten balb eine rafenbe Geschwinbigkeit. In einer Kurve verloren bie Insassen völlig bie Ge­walt über bas Fahrzeug. Der Schlitten sauste über ben Straßenrand hinaus. Der eine Postbote fiel dafei auf die Straße und blieb unverletzt. Der an­dere Postbote schlug gegen das Straßengeländer und stürzte dann 70 Meter tief einen Abhang hinab. Dort wurde er tot aufgefunden. Der Schuhmacher Biber unb ber Melker Brenner stürzten von Felswanb zu Felswanb etwa 1000 Meter hinab. Schwer verletzt blieben sie auf ber Breitach- straße liegen. Brenner schleppte sich zu bem etwa einen Kilometer entfernten nächsten Wohnhaus, um hin n?;Mmnhnpr xut Anfekiffuna au alarmieren, bann

Daventry auf ber Welle desmodus-vivendi- Plans (203 Kilohertz) in England unmöglich macht. Die Engländer waren daher gezwungen, dem (Eiffel­turm auszuweichen und sind auf bie ihnen nach bem Luzerner Plan zugeteilte Welle von 200 Kilo­hertz (1500 Meter) gegangen. Jnfolgebessen war Deutschland gezwungen, um den bestehenden Fre- guenzabstand zu den Nachbarsendern zu erhalten, für den Deutschlandsender die im Luzerner Plan vorgesehene Welle von 191 Kilohertz (1571 Meter) zu schalten. Der Empfang des Deutschlandsenders wird durch diese Maßnahme in keiner Weise be­

brach er zusammen. Er wurde ins Krankenhaus ein­geliefert. Der unverletzt gebliebene Postbote hatte die nächste Landjägerstation angerufen. Die Sani­tätskolonne Oberstdorf und ein Sanitätswagen aus Loritz rückten sofort aus. Sie fanden die Leiche des Postboten Fock und den schwerverletzten Bi­ber, der auf dem Transport ins Krankenhaus starb.

Hundert Todesopfer des indischen Erdbebens.

Das schwere Erdbeben in Mittel- unb Ost- inbien hat bisher minbestens 10 0 Tobesopfer unb über 1000 Verletzte geforbert. Darjeeling, bie Sommerresibenz bes Gouverneurs von Bombay ist burch neue Erbstöße am Dienstag vollstänbig vernichtet worben. Schwere Schäben würben auch in Allahabab unb anberen Stäbten in Norb- ostinbien angerichtet. Das inbische Volk ist burch bas große Naturereignis stark beeinbruckt. Es mißt ihm eilweise eine religiöse ober politische Bebeutung bei So würbe am Dienstag in ben Bazaren ber Haupt- ftabt Neu-Delhi erzählt, baß das Erdbeben einen großen Wechsel in der politischen Bestimmung In­diens angekündigt habe. Das Epizentrum des Be­bens war, wie jetzt von der Warte in Punak ge­meldet wirb, sehr wahrscheinlich in Nepal. Insge­samt mürben am Montag 13 Erbstöße ausgezeichnet.

Das Lis fetzt sich in Bewegung.

Die Eiswachstelle der Rheinstrombauverwaltung in Koblenz meldet: Der Regen der letzten Tage hat bie Nebenflüsse bes Rheins zum Steigen unb ba- mit bas Eis zum Teil in Bewegung gesetzt. Die Mosel ist oberhalb Bullays eisfrei; unterhalb treibt bas Eis zum Rhein ab. Auf bem Main ift ber Normalstau von ber Münbung bis Hanau er­reicht. Von Hanau aufwärts muß mit bem balbigen Abgang ber oberhalb Miltenberg noch vorhandenen Eisdecke gerechnet werden.

Drei Arbeiter von einem Felssturz erschlagen.

Bei einem Straßenbau in (Serios im Zillertal ging ein Felssturz nieder. Die Gesteinsmassen begruben mehrere Arbeiter. Drei von ihnen wur­den auf der Stelle getötet. Einige konnten schwer verletzt geborgen werden. Die Verletz­ten wurden ins Krankenhaus nach Schwaz über­geführt. Da die Möglichkeit fremden Verschuldens besteht, ist eine Gerichtskommission aus Innsbruck nach der Unfallstätte gesandt worben.

Doppelhinrichtung in Dessau.

Am Mittwochmorgen V28 Uhr würben im Hofe des Dessauer Gerichtsgefängnisses bie Mürber Karl Hans unb Wilhelm Dieser, bie burch Urteil des Dessauer Schwurgerichts vom 13. Juli 1933 wegen Ermorbung bes SA. -Mannes Cieslick in Hecklingen (Anhalt) zum Tobe ver­urteilt worben waren, mit Hanbbeil burch ben Scharfrichter Engelharbt hingerichtet. Diese Hin­richtung ist bie erste in Anhalt seit 1886.

Wellenänderung beim Deulschlandsender.

Der D e u t s ch l a n b s e n b e r ist von Welle 194 Kilohertz (1546,4 Meter) auf Welle 191 Kilohertz (Welle 1571) umgestellt worben, ba Frankreich bie bisherige Welle bes Eiffelturms, bie im Luzerner Plan nicht mehr vorgesehen ist, weiter benutzt unb daburch ben Empfang bes englischen Hauptsenbers

Hanb weisen unb glaubt, daß der Luftfahrtminister deshalb eine schleunige Untersuchung angeord­net habe.

Wie der ,Matin" meldet, soll der Absturz des Smaragd" auf die Lockerung einer Trag­fläche zurückzuführen fein, die bereits bei der Notlandung in der Nähe von Gwadar, wo auch das Fahrgestell des Apparates beschädigt wurde, eingetreten und bei dem erneuten Start der Ma­schine nicht bemerkt worben sei. Allerbings könnte bie Lockerung auch burch bie Explosion einer Sauer­stofflasche, bie für ben Betrieb bes Anlassers mit» geführt würbe, erfolgt sein. Im übrigen spielte sich bie Katastrophe mit berartiger Schnelligkeit ab, baß bie Besatzung nicht einmal Zeit hatte, bie Antenne ber Funkanlage einzuziehen. Dieser Antennenbraht hat anscheinenb bie Lichtleitung gestreift unb bie vorübergehenbe Elektrizitätsstörung in Corbigny hervorgerufen.

Die Untersuchung über bie Ursache bes Unglücks hat ergeben, baß bie Katastrophe auf ben Hefti- gen Sturm zurückzuführen ist. Das Flugzeug hatte einen Teil feiner Steuerung verloren, ge­horchte bem Führer nicht mehr unb ist auf bem Boben zerschellt. Man vermutet, baß bie Insassen sofort tot waren. Teile bes Apparates würben etwa IV2 Kilometer von ber eigentlichen Unglücksstelle entfernt, aufgefunben.

Paris, 17. Jan. (DNB.) Der breimotorige Ein­beckerSmaragb", ber, wie gemeldet würbe, am Montagabenb bei Corbigny abge stürzt ist, war erst vor kaum vier Monaten in ben Dienst gestellt worben. Unter ber Führung bes bekannten Fliegers D 0 ret statte er Geschwinbigkeitsweltrekorbe über 1000 unb 2000 Kilometer mit 2000, 1000 und 500 Kilogramm Nutzlast geschlagen unb hierbei seine Lei­tungsfähigkeit erwiesen. Französische Blätter erin­nern baran, daß Luftfahrtminister C 0 t mit diesem Flugzeug seinen bekannten Rußlandflug durch­geführt stat. Das aus Metall hergestellte Flugzeug war mit drei Hispano-Suiza-Motoren zu je 575 PS ausgestattet unb galt als bas modernste ber franz ir­ischen Handelsflugzeuge. Die Trauer der französi- chen Luftfahrtkreise um ben Verlust ist beshalb be­sonders groß.Wird bie Unglüdsferie ebenso andauern wie die Reihe ber ©fanbale?" fragt bas MittagsblattParis Midi". Man ist angsterfüllt angesichts ber unaufhörlichen Trauer­fälle unb Prüfungen aller Art, bie über Frankreich kommen. Frankreich scheint bas Opfer von Umstän­den zu fein, in denen bas Schicksal, ber Wagemut, vielleicht auch Unvorsichtigkeit, veraltetes Material unb auch Überalterung gewissen Einrichtungen, möglicherweise vielleicht noch ernstere unb geheim­nisvollere Einflüsse eine Rolle spielen. Das Blatt will einen Sabotageakt nicht völlig von ber

Lehrerbundes, Pg. Schemm, Anlaß, seine und die Stellung des NS.-Lehrerbundes zu den behan­delten Fragen klarzulegen. Anschließend wurde die llebereinftimmung mit seiner Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß im Sinne des Primats der Partei auch für den Hochschullehrer nur die Zugehörigkeit zum NSLB. als nationalsozialistischer Erzieherorga- nifation in Frage komme.

Sechs Wochen Arrest für Frauenfeld.

Wien. 16. Jan. (DNP.) Amtlich wird mitgeteilt, daß die Sicherheitsdirektion der Stadt Wien Frauenfeld mit sechs W 0 che n1 unb den Chefredakteur derDeutsch-Oeterreichische Tages­zeitung" S ch a t t e n f r 0 h, m . t d r e. W 0 ch en 21 r r e ft b e ft r a f t Hobe. In der Mitteilung heißt es ferner, daß am Dienstag 20 Nationalsozialisten nachWöllersdorf geschasst worden ^en. Dar­unter befänden sich die natlonalsozlalistlschen Ge­meinderäte Mühlberger, Holzer und Schuster.

Eine Richtigstellung des Keichsbauernführers.

Berlin, 16. Jan. (DNB.) In der Presse findet sich eine von noch festzustellender Stelle gegebene Mitteilung, wonach der Landesbauernfuhrer der Provinz Hannover von R h ed e n sechs Bauern seiner Provinz wegen ehrlosen Verhaltens die Bauernfähigkeit aberkannt und das Verfügungsrecht über ihren Hof an ihre Ehe­frauen bzw. ihre Kinder übertragen haben soll. Wie der Reichsbauernführer Walter Darrs mitteilen läßt entspricht diese Meldung nicht den Tatsachen und ist auch nicht von einer zustän­digen Stelle des Reichsnährstandes veröffentlicht worden.

Das Rollsystem bei den Gehaltszahlungen.

rührt.

Chinesische Seeräuber überfallen einen Dampfer.

Die Besatzung des chinesischen DampfersPuan", der etwa 100 chinesische Passagiere an Bord hatte, wurde auf offener See zwischen Schanghai und Tsingtau von etwa 15 Seeräubern über­at le n. Die Piraten, die alsPassagiere" an Borb gekommen waren, zwangen ben Kapitän, eine Bucht in ber Nähe von Swatau anzulaufen, wo bie Räuber mit ihrer Beute bas Schiff verließen unb neun wohlhabenbe Passagiere als Geiseln mit ich schleppten.

Kunst und Wissenschaft.

Das Große Schauspielhaus in Berlin wirb wieder eröffnet.

DasGroße Schauspielhaus in Berlin, bas seit Monaten geschlossen war, wirb auf Initiative des Herr Reichsministers für Volksaufklärung unb Pro­paganda am 18. Januar alsTheater de s D 0 l - k e s" mit Schillers ErstlingswerkDie Räuber' wieder eröffnet. Mit den Vorarbeiten unb ber künst­lerischen Leitung bes Unternehmens, bas ben Ge­danken der Feierabenb-OrganisationKraft burch F r e u b e" auf breitester unb gesicherter Grunblage in bie Tat umsetzt, würbe vom Reichsminister Dr. Goebbels, dem bie Verwirklichung bes gewalti­gen Planes in erster Linie zu danken ist, Ministe­rialrat Otto Laubinger, ber Leiter ber Abtei­lungKunst" im Reichsministerium für Volksaufklä- rung unb Propaganba beauftragt. DasTheater des Volkes" soll ben Mitgliedern der Deutschen Ar- beitsfront bei völlig freiem Eintritt ben Ge­nuß sorgfältig vorbereiteter Thoateraufsührungen mit allerersten Kräften verschaffen. Der Eröffnungs­vorstellung werben eine Reihe von Neichsministern unb eine große Anzahl von Vertretern der Reichs- unb Landesregierungen beiwohnen.

Wettervoraussage.

Durch bie neue Störung wirb sehr schnell Warm­luft östlich vorgeschoben, bie ein verbreitetes Nie» berschlagsfelb erzeugt. Das Wetter wirb sich baher auch bei uns unbeftänbig, milber unb regnerisch ge­stalten.

Aussichten für Donnerstag: Milber, meist bebeckt, zeitweise Niederschläge, sübwestliche Winbe.

Aussichten für Freitag: Weiterhin wech­selhaftes, verhältnismäßig milbes unb regnerisches Wetter.

Lufttemperaturen am 16. Januar: mittags 5,8 Grab Celsius, abenbs 2,7 Grab; am 17. Januar: morgens 2 Grab. Maximum 6,6 Grab, Minimum 0 Grab. (Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Januar: abenbs0,2 Grab; am 17. Januar: morgens0,2 Grab. Niederschläge 0,6 mm.

Amtliche Winterfportnachrichten

Vogelsberg. Hoherodskopf: Schneefall, minus 4 Grad, 20 cm Schnee, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.___________

Hauptschriftleiter: Dr. Friebr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Friebr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot: für ben übrigen Teil ' Ernst Blumschein unb für ben Anzeigenteil >. D.

Th Kümmel, sämtlich in Gießen. DA.: 11700.

Statt besonderer Einladung!

Meinen Stammkunden, die sich ihren 1 berechtigten Vorteil an meinem großen Inventur-Verkauf sichern wollen, versichere ich an dieser Stelle, anstatt besonderer Einladung, daß Sie auch in diesem Inven­tur-Verkauf lOOOde von Bekleidungsstücken, wie Mäntel, Anzüge, Hosen usw. außer- [ ordentlich verbilligt vornnden. Für jedes

Stück leistet das Haus Köhler schriftliche Garantie und so groß wie dieses Jahr war die Auswahl noch nie. Besonders die erste 1 Etage, das ist die Mantelabteilung, da wurde 1 wirklich Durchgreifendes in bezug auf Preissenkung geleistet. Wer zuerst da ist, findet die größte Auswahl. aoaA

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