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am der
Bezirk 15, Gießen.
Wir geben hiermit unseren Mitgliedern bekannt, daß die Fahrkarten für den Sonderzug, sowie das Festabzeichen für den Kriegsopfertag in Frankfurt am Main umgehend bei dem Ortsgruppenobmann bzw. Stützpunktobmann abgeholt werden können. Ferner erhält jeder dort Auskunft über die Abgangszeit und Rückkehr des Sonderzuges.
Pape, Bezirksobmann.
Neichsbund Volkstum und Heimat.
Die Fachgruppe Tierschutz besichtigt am Sonntag, 18 d. M., 11 Uhr, den S ch l a ch t h o f
Außerdem ist ein Fahrrad Marke „Torpedo" und eine Stehleiter sichergestellt.
Eiaentumsberechtigte wollen sich auf Zimmer der Kriminaldienststelle melden.
Die Kulturkreise der Steinzeit.
Fachschaslsslhung „Volksschule" des NSLB.
Am Mittwochnachmittag fand im Zeichensaal der Schillerschule eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft „Volksschule Gießen-Stadt" statt. Der Leiter der Fachschaft, Lehrer H. Frank (Gießen), hieß die Teilnehmer willkommen und gab zunächst verschiedene geschäftliche Mitteilungen bekannt. Anschließend sprach Herr Szczech (Gießen) über „Die Kulturkreise der Steinzeit".
Der Vortragende wies in seiner Einleitung Darauf hin, daß uns an der Vorgeschichte unseres Va- terlandes nicht nur die germanische, sondern auch die vorgermanische Zeit interessiere. Die vorgeschichtliche Archäologie glaube heute, die Entstehung der Germanen und Kelten und die Heimat des vielgesuchten indogermanischen Urvolkes zeigen zu können.
Dann streifte der Redner die ältere Steinzeit, zeigte die Wirkung, welche die Vergletscherung auf den deutschen Raum ausgeübt hat, und betonte, daß schon im Paläolithikum Westeuropa kulturbestimmend gewesen ist. Denn dieses ist immer eisfrei gewesen, so daß aus ihm die Völker und Kulturen allmählich m den eisfrei werdenden deutschen Raum einrucken konnten. Frankreich, das klassische Land der Diluvia kultur, ließe eine sichere Abfolge der Perioden feststellen, welche die ältere Steinzeit in zwe. große Gruppen scheiden. In die zweite dieser Gruppen fallt die Besiedelung von Treis an der Lumda.
Damals entsteht der Urvater des heutigen Euro- paers, dessen Knochen uns zum erstenmal in der ^)ohle von Cromagnon bekannt wurden. Aber die großen Erfindungen und Fortschritte, welche die rr,, . lungeren Steinzeit ausmachen, zeigen sich erst in der Stufe, die man mittlere Steinzeit zu nennen pflegt: beginnende Seßhaftigkeit und „ N^dung der Keramik. Deutschland löst sich allmählich aus der Umklammerung der paläolithischen Weftkultur und wird fortan von vier großen Kul- turkrelsen bestimmt, welche auch auf unsere engere Heimat eingeuurft haben. Der westeuropäische Kreis, dessen Keramik man in der Michelsberger Kultur 1 K-tr'J)er Thüringische mit der Schnurkeramik, der nordische mit der Stichkeramik und der Donaukreis mit der Bandkeramik. An der Michelsberger Kultur und ihren Funden auf der Glauburg zeigte der Vortragende, rote durch solche Grabungen oft ganz neue Erkenntnisse entstehen. Diese Kultur, die aus dem Westkreis an die deutschen Ränder gelangt ist, konnte bisher nämlich in unserer Heimat kaum belegt werden.
Die Bandkeramik des Donaukreises gesellt sich dem „Lederstil" des Westens, dem „Korbstil" des Nordens hinzu und zeigt uns in dem Flaschenkürbis, wie naturgegebene Form und hinzukorn» wende Notwendigkeit Gestatt der Gefäße bedingen. Für diese Kultur ist die ® etter a u der klassische Z?den Dort zeigen sich aber auch stichkeramiiche
Die auf nordische Kultur uuD Menschen« >
Gin Giern fiel vom Himmel
Das ist der neueste Vornan von Hans Dominik, dessen „Dschingis Khan" vor zehn Zähren die Leser des Gießener Anzeigers in Atem hielt -: ein höchst interessanter, spannender und abenteuerlicher Zukunffsroman, der dennoch in manchen Motiven sehr gegenwärtige Probleme berührt. Um das elementare Naturereignis eines Sternschnuppenfalles aus der Unendlichkeit des Weltraumes auf unfern Planeten rankt sich in Dominiks Phantasie, die sich dank der naturwissenschastlichen Schulung und der politischen Einsicht eines begabten und scharfsinnigen Erzählers nie ins Uferlose verliert, eine aufregende Geschichte vom ewigenKampf um Gold undMacht. Wer aber von Utopien nichts wissen will, mag sich darauf besinnen, was wir noch vor zwanzig Zähren vom Rundfunk oder vom Stratofphärenstug gehalten haben würden. Lesen Sie unfern neuen Roman: es ist ein echter Dominik, der Zhnen bestimmt gefallen wird- Heute in de« «NietzenerLamilienblättern
Die Gaststättengerichte am zweiten Eintopfsonntag.
Wie Der Reichseinheitsverband Des Deutschen Gaststättengewerbes mitteilt, sinD für Den zweiten Eintopfsonntag am 18. November foIgenDe Drei Gerichte vorgeschrieben:
1. Deutsche Bohnen mit Einlage (bestehend aus Wurst, Speck oDer Fleisch); 2. Brühkartoffeln mit RinDfleisch; 3. Gemüsetopf mit Fleischeinlage.
Polizeibericht.
Warnung vor ADrehbuchschwlnDlern.
Gegen Den Verlag A. Hanß, Straßburg-Ro- bertsau (Els.), Auguste-Kern-Straße 1, Inhaber unbekannt, ist bei Der Staatsanwaltschaft Köln ein Strafverfahren wegen Betrugs eingeleitet worDen. Der Verlag will angeblich ein „HanDbuch Des Handels" herausgeben. Obwohl weDer Auftrag erteilt, noch ein Vertreterbesuch erfolgt ist, oerfenDet er wahllos von Frankreich aus an ihm bis Dahin unbekannte Firmen Schreiben, in Denen er für Den erteilten Auftrag Dankt unD Den Gegenwert von weift 24 Mark auf ein Postscheckkonto einzuzahlen aufforbert Dies ist ein alter Trick von Adreßbuch» schwindleru. Durch Diess Schreibe« in beu Irrtum
unter Führung von SchlachthofDirektor Dr. Keller. Sämtliche MitglieDer Des RVH. unD Gäste sinD hierzu eingelaDen.
Unsere MitglieDer erhalten bei Challier gegen Mitgliedsausweis verbilligte Karten zu 75 Pfennig ür Die 20-Jahr-Feier Des Gvethebundes am Sonntag, 18. D. M., 17 Uhr, in Der Aula.
4000 Mk. aus der Astern-Sammlung
Der Verkauf Der Astern am 4. November zugunsten Des Winterhilfswerks hat in StaDt unD Kreis Gießen Das Ergebnis von 4027,46 Mark gebracht. Es ist außerorDentlich erfreulich. Daß auch bei Dieser Gelegenheit Die Opferbereitschaft unserer Volksgenossen zum Wohle Des hilfsbeDürftigen Nächten so wirkungsvoll zutage getreten ist.
einroanberung Hinweisen. Ackerbau und Viehzucht sinD das Lebenselement Der Bandkeramiker, Die auf Den fruchtbaren Lößflächen Der Wetterau Das ibeife Siedlungsgelände fanDen. Zur Zeit Der höchstem Blüte Der SBetterauer BanDkeramiker roanDern dir Röffener Leute aus Dem Thüringischen Kreis ein, Deren Keramik, die Schnurkeramik, sich in Den Formen an Den Westen anlehnt. Sie sinD Jäger und WanDerer, Die ihre Toten mit Waffen in Der „Schlaflage" (Hocker) beisetzen. (Auffallend sinD dir langen SchäDel, wie man sie bei keinem Volk des Neolithikums wieDerfindet.) Sie sinD beteiligt an Der BilDung des nordischen Menschen, Der entsteht als Der Norden eisfrei gerooröen war. Die westlich Kultur und Die Der „Großsteingräber" (Megalith kultur) im NorDen verschmelzen sich zu Dem nor Dischen Kreis und zeigen uns Den Norden als Das HeimatlanD Der Germanen, Da für Jahrtausende Dort keine EinwanDerung mehr zu erkennen ist. Der „Heilige Stein" bei M u s ch e n h e i m ist Die einzig Spur, welche Die Megalithkullur in unserer Heimat hinterlassen hat. Die Schnurkeramiker müssen also ihren Weg Durch Die Wetterau vom NorDen nach dem SüDen genommen haben. Dieser Weg bezeichnet die JnDogermanisierung Deutschlands. Denn weder Der westliche, noch Der Donaukreis können Daran beteiligt gewesen sein. Die ersten Volks, na men, Die für diese indogermanische Kultur uns in Der antiken Literatur begegnen, sinD Kelten für Den Westen, Illyrer für Den Osten. Doch wo sinD die Kelten entstanden? In dem Gebiet der alten Pfahl, bauern oder in Mitteldeutschland? Die Pfahlbauern, die in Der alpinen Rasse weiterleben, können es wohl nicht gewesen sein, Denn Die klassischen Völker nennen ja Die Kelten nächst verwanDt mit Den Ger« manen. Am Schluß streifte Herr Szczech noch Die Frage, Die sich mit Der Auswirkung Der Deut, scheu Kulturen gegen Den Osten unD SüDosten beschäftigt.
Dieser Vortrag, Den Herr Szczech noch Durch Museumsführungen erläutern wird, wurde sehr beifällig ausgenommen. Im Anschluß wies Lehrer Frank noch auf Die wichtige Zusammen- arbeit von Jugend und Erzieher hin. Er kennzeichnete die Aufgabe Des Erziehers dahingehend, der Jugend beispielgebend Der rechte Führer ZU sein, Der sich frei unD freuDig einorDnet, auf feinem Platz zuverlässig unD pflichtbewußt handelt, DienenD und opfernD in Der Nation wurzelt unD so Dem Schicksal seiner Nation verbunDen ist.
Die Versammlung rourDe Dann in Der üblichen Weise geschlossen.
Schwerer Berkehrsunfall in Klein-Linden.
„Bismarck" entwenDet. AußerDem rourDe aus Dem Hofe eines hiesigen Hotels eine KarbiDlampe gefloßen.
Personen, Die sachDienliche Angaben machen können, wollen» sich bei Der Kriminalpolizeistelle melDen.
Eigentümer gesucht:
Bei Der Kriminalpolizeistelle sind vier Dynamos, Davon zwei Marke „Bosch", einer Marke „RaD- sonne" unD einer Marke „Bauer", sichergestellt. Die im Laufe Des Jahres von FahrräDern, Die in Den Unterftelkäumen Der gewerblichen Berufsschule in Der Kirchstraße unD im VolksbaD untergestellt waren, entwenDet rourDen.
Wie im vergangenen Monat, roirD auch (ommenDen Sonntag jeDer Volksgenosse eines beliebten Eintopfgerichte essen. Mit Dem Heran- nahen Des Winters, wenn Die Speisekarte nicht mehr Die vielseitigen Gerichte Des Sommers auf» weist, müssen alle Deutschen Volksgenossen sich wieDer Derer erinnern, Denen Das Schicksal kaum Das RotwenDigste zum Leben gibt. Wenn wir am kommenDen Sonntag wieDer „unser" Eintopfgericht e sen, roerDen viele mitessen, Die sonst vielleicht ab- eitsgeftanDen unD mit fnurrenDem Magen ihr Dasein verwünscht hätten. Das gibt es aber heute in DeutschlanD nicht mehr. JeDer Mensch im Dritten Reich ist Dazu verpflichtet, mit feinen HilfsbeDürftigen Volksgenossen zu Denken, zu fühlen unD auch Zu teilen, selbst Dann, wenn er selbst Den Leibriemen um ein Loch enger schnallen muß! Das Opfer, Das wir bringen, bringen wir nicht nutzlos! Es sinD Menschen wie wir, von Demselben Fleisch unD Blut, mit Denen wir teilen, mit Denen wir zu-» ammen unser Eintopfgericht essen roerDen. Wir kennen heute im neuen Reich nur eine Volks- gemeinschaft. Denen, Die zu schwach sind und nicht mitkommen, müssen wir unsere Hand reichen und vorwärts helfen. Das ist ritterlich, edel und deutsch!
Oer Neubau der Friedberger Hochschule für Lehrerbildung.
LPD. Friedberg, 15. Nov. Nun rücken W großen Pläne für den Neubau der Hochschule für Lehrerbildung im Burghof allmäh' lich in bas Stadium Der Verwirklichung. 5n monatelangen Verhandlungen wurde im besonderen Die Frage Der Baukostenbeschaffung geprüft und dem Vernehmen nach in zufrieDenstellenDer Weise gelöst. Inzwischen hat Baurat Metzger — nach Dessen Plänen auch Das Kerckhoff-Jnstitut in Bad- Nauheim errichtet worden ist — mit einem Modell Den geplanten Einbau Der Hochschule in Das Burginnere Der Oeffentlichkeit bekanntgegeben. Die Pläne sehen neben Der Errichtung Des eigentlichen Schul- gebäuDes auch Die Erstellung einer neuen Turnhalle vor. Das zweistöckige Schulgebäude wird u. a« einen großen Festsaal, Arbeits» und Vorlesungs« räume, einen Musiksaal und einen Zeichensaal eni* halten.
Wir besitzen in unserer Stadt eine Reihe solcher befähiater Männer und Frauen, Die sich mit unzweifelhaftem Erfolg im Dienst Der Musikerziehung bewährten. Eine große Anzahl von Schülern ist durch ihre HanD gegangen und viele von ihnen wurden auf eine hohe künstlerische Stufe gebracht. Das einmal zu sagen ist angesichts des Tages der Hausmusik eine Ehrenpflicht. Die Reichsmusikkammer sorgt dafür, daß keine Pfuscher iß Handwerk treiben. Die Elternschaft kann ruhig die Aus- bildung ihres Kindes in die Hand der Gießener Musiklehrer und -lehrerinnen legen. Die Kinder werden es ihnen später danken. Den größten Gewinn hat aber unsere deutsche Musik, wenn recht viele Den Weg ins musikalische WunDerlanD gehen.
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Deutsche Arbeitsfront.
Frauenamt der DAF. — Fachgruppe Hausgehilfen. Auchtung Hausgehilfen!
Freitag, 16. November, abenDs 8.30 Uhr, finDet für Die MitglieDer Der Zellen Mitte unD Nord eine sehr wichtige MitglieDeroersammlung imCaföEbel, Burggraben, statt. Da diese Versammlung von größtem Interesse für jedes Mit- glieD ist, wird restloses Erscheinen zur Pflicht gemacht.
An diesem Abend spricht die stellvertretende Kreis- leiterin Der NS.-Frauenschaft, Frau WreDe, über Das Thema:
„Mütterschulung im nationalsozialistischen Staat»-
Wir alle wollten mit ihnen um Die Heimat kämpfen. Französische PropaganDa lasse im Saargebiet nichts unversucht, um zu halten, was zu halten sei. Angesichts Der Wühlarbeit Der VaterlanDsverräter im Saargebiet sei es für Die Dortige Bevölkerung sehr schwer, Disziplin zu halten. Die Saarbevölkerung oerDiene um so mehr BewunDerung. Frankreich müsse unD roerDe am 13. Januar eine eindeutige Lehre erfahren müssen, Frankreich werde das Saargebiet verlieren, weil es nie ein Recht Darauf gehabt habe. Das Saargebiet sei unD bleibe Deutsch, weil es stets Deutsch war. (Lebhafter Beifall.)
Nachdem Der VvrsitzenDe Der Ortsgruppe Gießen, Herr Thum, Den ReDnern Des AbenDs Dank gesagt hatte, sprach noch ein Saarurlauber, Der in begeisterten Worten für sich unD feine BrüDer unD Schwestern ein Bekenntnis zum MutterlanDe ablegte. Er sprach Davon, wie ihnen in Gießen Gelegenheit gegeben worDen sei, sich Davon zu überzeugen, Daß es in Deutschland aufwärts gehe, daß alles, was unsere Feinde über Deutschland sagten, ßüge fei. Die Saarbevölkerung stehe unter dem Stern Adolf Hitler, der ihnen Wegweiser sei, wie Den Hirten von Bethlehem, Die Die Geburtsstätte Jesu suchten. Das Ziel roerDe erreicht. Das uns gesteckt fei. NachDem Der Redner noch für den herzlichen Empfang und gastliche Aufnahme in Gießen gedankt hatte, schloß er seine Ansprache mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Den Führer SIDoIf Hitler, in Das alle Anwesenden begeistert einstimmten. Die gemeinsam gefangenen ersten Verse Des Horst-Wessel- unD Des Deutschlandliedes beschlossen Die einDrucksvolle Kundgebung.
Aus der Provinzialhaupistadt.
Musikerziehung und Musiklehrer.
Wenn ein Kind Musikunterricht erhalten soll, so stehen zwei wichtige Fragen im Vordergrund. Erstens: Welches Instrument soll mein Kind erlernen? (Der Gesangunterricht steht meist erst nach Der Mutation zur Debatte), Dann: Welchen Lehrer wählen wir?
An Der Straßengabelung Frankfurter Straße — Wetzlarer Straße in K l e i n - L i n D e n, an dek sich schon häufig Verkehrsunfälle ereigneten, kam cs gestern zwischen 16 unD 17 Uhr wieDer zu einem schweren Unfall. Ein von Gießen her kommende; Lastauto mit Anhänger fuhr auf ein mit fünf Personen besetztes Auto auf, Das aus Der Wetzlarer Straße kam unD in Die Frankfurter Straße einigen wollte. Durch Die Wucht Des Zufammenprall- wurDe Das Personenauto weit fortgeschleudert un) vollständig zertrümmert. Von Den fünf Insassen kamen Die im Derberen Teile Des Wagens sitzenden Zwei Personen unverletzt Davon, währenD Die im rückwärtigen Teile Des Autos sitzenden Drei Perso« neu verletzt rourDen; von Diesen hat Ferdinand Müller aus Frankfurt a. M. einen Beckenbruch Davongetragen, währenD Robert D r o o p aus Frankfurt a. M. unD Jakob Hofmann aus Offen» bad) mit leichteren Verletzungen Davonkamen. Alls Drei mußten von Der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen Der Chirurgischen Klinik zugeführt roerDen. Das Lastauto und feine Faß rer blieben unverletzt. Der zertrümmerte Personenwagen mußte abgeschleppt roerDen. Die behördliche Untersuchung ist im Gange.
Vornokizen.
— TageskalenDer für Freitag: Deut, sche Arbeitsfront; Frauenamt Der DAF. — Fachgruppe Hausgehilfen, 20.30 Uhr, Zellen Mitte und. RorD, Safe Ebel, Mitgliederversammlung. — RSG. „Kraft Durch FreuDe", 20 Uhr, Aula Des Gymnasiums, offene Singstunde. — Gießener Konzert» verein, 20 Uhr, Stadttheater, 1. Sinfonie-Konzert — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der junge Bo ron Neuhaus". — Astoria-Lichtspiele, SeltersweH „Hafengasse Nr. 4". — NS.-Frauenschaft Gießen, Reichsgemeinschaft Deutscher Hausfrauen, Gasgemeinschaft, Milchwirtschaftsverband Hessen, Bäcker- Innung, 20 Uhr, Cafe Leib, Hausfrauen-Veranstal- tung mit Lichtbilder-Vortrag.
— Stadttheater Gießen. Heute abend erstes Sinfoniekonzert mit Werken von Weber, Strauß, Schubert und Schumann, ausgeführt vom Orchester des Stadttheaters und der Reichswehr« kapelle unter Leitung von Professor Dr. Temes« oart).
— Hans Friedrich Blunck liest an Der 20-JahrfeierdesGoethe-Bundes. Man schreibt uns: Der Goethe-BunD kann in Diesem Jahre auf seine 20jährige Tätigkeit zurückblicken. Für Den kommenden Sonntag ist aus diesem Anlaß eine einfache und zeitgemäße Jahresfeier angesetzt. Der bekannte Dichter Hans Friedrich Blunck, Präsident der Reichsschrifttumskammer, lieft aus eigenen Wer« fen. Es ist zu erwarten, daß die Gießener Literatur- freunde durch allseitigen Besuch den Dichtergast und den Goethe-Bund ehren. (Siehe heutige Anzeige.) — Ein F a mi li e n a b e n b Der Lukas« gern einDe mit Vortrag über „Die Deutsche Bibel* findet am kommenden Sonntag statt. (Siehe heutige Anzeige.)
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**SilberneHochzeit. Am morgigen Samstag, 17. November, begehen die Eheleute Frieds Philipp K l i n k e l und Frau Luise, geb. Kinzenbcick Muhlstraße 10 wohnhaft, das Fest Der silbern- Hochzeit.
versetzt, ein Auftrag sei erteilt, haben viele Firmen gutgläubig gezahlt. Verschiedene Firmen haben reklamiert. Der Verlag hat m einem befanntgeroor- Denen Falle Die Unterschrift eines solchen Reklamationsschreibens auf einen Bestellschein burch- Bunb Durch Die Vorlage Dieses Scheines 4ng erlangt. In anDeren Fällen sinD Abschriften nicht vorhanDener Bestellscheine übersanDt unD mit Zivilklage auf Zahlung geDroht worDen. Bisher sinD Die Postscheckkonten Köln, Karlsruhe, München, Hamburg unD Berlin beschlagnahmt worden. Aus den Einzahlungen ergibt sich, daß Hanß in ganz Deutschland kassiert. Geschädigte werden ersucht, Der Kriminalpolizeistelle Nachricht zu geben.
Diebstähle.
In Der Zeit vom 5. bis 7. November rourDe an einem Geschäftshaus in Der Frankfurter Straße eine Glasplakette mit Der Aufschrift (GolDschrift) ,Hn Anerkennung hervorragenDer Leistungen Staatsmedaille Des Großherzogtums Hessen",
in Der Nacht vom 6. auf 7. November in Der Wilhelmstraße ein Emailleschild mit Der Aufschrift „Behandlung von KrankenkassenmitglieDern",
in Der Nacht vom 7. auf 8. November aus einem Hofe in Der Gutenbergstraße eine Holztafel mit Der Aufschrift „Landeskirchliche Gemeinschaft",
in Den Abendstunden Des 9. November am Eingang eines Kolonialwarengeschäfts in Der Liebig- straße eine schwarze Holztafel Gröhe 70X50 Zentimeter,
in Der Nacht vom 9 auf 10. November aus einer Wirtschaft in Der LuDwigstraße ein fast neuer grellbrauner Filzhut unD ein Paar neue gefütterte, braune Nappa-Herren-HanDschuhe, unD
am 13. November ein Herrenfahrrad Marke
MitglieDer, Die ihre Beiträge für Monat Oktober noch nicht bezahlt haben, können Diese täglich von 3 Uhr bis 6.30 Uhr im Hause Der Deutschen Ar- beitsfront, Schanzenstraße 18, begleichen. Mit- glieDskarte ist stets mitzubringen. Pünktliches Beitragszahlen ist Die unbeDingte Pflicht eines jeDen Mitgliedes, Denn nur Die MitglieDer können Die Unterstützungseinrichtung Der Deutschen Arbeitsfront in Anspruch nehmen. Die Dieser gegenüber ihre Beittagspflicht erfüllen.
Heil Hitler!
I. A. W e h r u m, Kreiswalter Der DAF.
Zotz, Ortsfachschaftswalter.
Nationalsozialistische
Kriegsopferversorgung e. V.
W z-S/f Ortsgruppe Gießen.
Großzügige Spende
>er Firma Benner, Krumm & Sauer.
Im Rahmen Des Winterhilfswerks hat Die Firma Benner, Krumm & Sauer 2000 PfunD Hülsenfrüchte unD Suppeneinlagen Der hiesigen Kreisführung Des Winterhilfswerks zur Verteilung an Die HilfsbeDürftigen Der StaDt Gießen zur Verfügung gestellt. Wer folgt nach?
Am Sonntag gibt es wieder Eintopfgericht!
Die Lösung Der ersten Frage macht man sich in Der Regel sehr leicht. Es roirD eben Das Instrument genommen. Das geraDe in Der Familie zur Hand ist, meistens Klavier oder Geige. Rein wirtschaftliche Gründe geben also den Ausschlag. Gewiß hat Das, besonders in Notzeiten, eine gewisse Berechti- B. Aber ganz stimmt Die Sache Doch nicht. 23er- ene Punkte sinD Da zu beachten, die von stößter Bedeutung sind. Ein Kind, dem Die Unter- cheiDung Der Tonhöhen schwer fällt, sollte mög- lichst kein Streichinstrument erlernen, Denn Die Griffreinheit, Die Durch Das Gehör geregelt roirD, wacht Dann oft unüberwinDliche Schwierigkeiten. 3n Diesem Falle wäre Klavier oDer Harmonium vorzuziehen, bei KinDern mit feinem Gehör Dann em Streichinstrument. Aber Das allein ist noch nicht ausschlaggebenD. Wichtig ist auch Die Beschaffenheit Der HanD unD Des Armes. Lange, schmale HänDe zeigen auf Den Klavierspieler, währenD eine breite HanD für Den Violin- oDer Cellospieler von Vorteil ist. KinDern mit geringer technischer Begabung rät man oft Das Cellospiel an. Zeigt sich nach einiger Zeit, Daß die Geeignetheit für das gewählte Instrument fehlt, so soll man ruhig einmal wechseln. Uns ist ein Fall bekannt, wo auf einem berühmten Konservatorium ein Schüler mit Der Geige nicht vorwärts kam. Er erlernte das Klavier» spiel und wurde bald Der beste Spieler Der Anstalt, Der später mit Erfolg an Dem Spiel um Den Meyer- beer-Preis teilnahm. In einem anDeren Fall wechselte ein Schüler von Der Violine zur Flöte und hatte nach nicht allzulanger Zeit eine Stelle an einem Orchester. Bei all diesen Fragen soll man Rat bei Dem Fachmann holen.
Welchen Lehrer soll man wählen? SelbstverstänD- hd) Den billigsten, Denn Der ist für Den Anfang gut. So Denken viele unD wissen nicht, wie unrecht sie tun. Wer schon Gelegenheit hatte, ein KinD zu beobachten, das einen billigen und schlechten Lehrer hatte, Der wird sich nicht wundern, wenn der Unterricht bald wieder aufgegeben wird, denn Das Fundament wird so schlecht gelegt, daß an ein Weiterbauen nicht zu denken ist. Wie ganz anders ist die Arbeit eines wirklich berufenen Musikerziehers. Es jeß wohl nicht so schnell wie bei dem Pfuscher, aber Her wird sorgsam Stein auf Stein gesetzt, so daß ich nach und nach das ganze Erziehungsgebäude in einer Folgerichtigkeit erhebt. Ein solcher Lehrer kann auch seinen gerechten Lohn verlangen.
Welches ist nun das Ideal eines Musiklehrers? Man ist oft der Meinung, das fei der Virtuose, der durch seine glänzende Technik den Hörer begeistert. Das kann einmal der Fall sein. In der Regel wird es aber umgekehrt sein. Der Virtuose verliert in den weiften Fällen zu leicht die Geduld bei Dem langsamen Fvrtschreiten Des Schülers. Gar nicht geeig- net ist Derjenige, Der sein Instrument nicht vollkommen beherrscht. In Der Regel ist es wohl so, daß ein guter Lehrer zw sich en Dem Virtuosen unD Dem Nichtskönner in Der Mitte steht, Daß er sein Instrument wohl beherrscht, unD vor allen Dingen Die für einen Erzieher unbedingt nötige Geduld besitzt. Außerdem muß er eine charaktervolle Persönlichkeit sein. Gerade das rein Menschliche macht oft auf Den Schüler Den größten EinDruck und erwirbt zuerst das nötige Vertrauen. An der Hand eines solchen Lehrers wird Der Weg ins LanD der Musik nicht schwer fallen.


