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schloß die Hauptamtsleiterin i Baldur von Schirach:

amtes besprochen war.

einer Strophe von

mit

Geologie in der Technik

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Mag unser Sein ins Dunkel gehen, versinken in der schnellen Zeit, es wird doch, was wir wollen, stehen im Sonnenglanz der Ewigkeit."

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pflichiversammlung her Gießener Studentinnen zur Eröffnung des Wintersemesters 34/35.

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vornherein bessere Grundlage zu stellen; besonders wichtig sei das bei Kanalbauten, bei der Errichtung von Talsperren, bei Tunnelbauten usw. Gleiche Vorteile für das Gelingen des Baues habe der Techniker, wenn er über die Wasserverhältnisse im Gestein unterrichtet sei und von vornherein die Möglichkeit der Voraussage über das Vorhanden­sein von Wasser in bestimmten Tiefen, über die Beschaffenheit des Wassers (hart oder weich), Ver­unreinigungsmöglichkeiten usw. besitze. Bei der Er­richtung von technischen Großbauten, wie auch bei Landgewinnungsarbeiten (z. B. jetzt im hessischen Ried und in unseren Küstengebieten) sei die Kenntnis von der Bewegung der Erdrinde für den Techniker ebenfalls von großer Bedeutung, da er im Besitz dieser Kenntnisse bei der Schaffung sol­cher Bauwerke auf die Senkungsmöglichkeiten oder auch auf das Heben der Erde Rücksicht nehmen und für seinen Bau Vorsichtsmaßnahmen zur Ver­hütung von Störungen treffen könne. In diesem Zusammenhangs machte der Vortragende u. a. sehr interessante Ausführungen über das hessische Ried, das er als ein ausgesprochenes Senkungs- gebiet bezeichnete, das vielleicht erst dann wirklich zum Stillstand komme, wenn nicht mehr durch Men­schenwerk gegen die Senkungserscheinungen ange­kämpft werde, sondern dem Rhein das Einströmen offen bleibe und sich dergestalt ein See bilde, der erst im Laufe vieler Jahre durch Versandung und Verschlickung vom Rhein her wieder beseitigt und durch festes Land ersetzt werde.

Das Zusammenarbeiken zwischen Geologen und Techniker werde aber nichk nur dem Techniker Vorteile bringen, sondern auch dem Geologen sehr nützlich sein, da der Techniker bei der Ausführung von Bauten (z. B. durch Stein- brüche, Geländeeinschnitte bei Straßenbauten, Bahnstrecken usw.) die Möglichkeit habe, dem Geologen Einblicke in das Erdreich zu ver­schaffen und dadurch der geologischen Wissen­schaft neue Erkenntnismöglichkeiten zu bieten.

Im Interesse beider Teile und zum Nutzen ihrer Aufgabengebiete, zur Förderung des technischen Fortschritts, zur Vertiefung der Wissenschaft und insgesamt zum Heile unseres deutschen Volkes bat der Vortragende die Techniker um enge Zusammen­arbeit mit den Geologen.

Im Anschluß an den sehr lehrreichen, mit großer Spannung und mit lebhaftem Beifall aufgenomme­nen Vortrag folgte eine kurze Aussprache, an der sich Kreisamtsleiter Kurz, Bürgermeister Dr. Hamm, Stadtbaurat Gravert und der Vor­tragende Prof. Dr. Hummel beteiligten. Bei diesem Gedankenaustausch wurde anhand von über­zeugenden Beispielen (u. a. Erschließung von Erzen und Erdölvorkommen zur Verstärkung unserer Roh­stoffgrundlage, Verlauf der Lahn usw.) unter­strichen, rote außerordentlich wertvoll es ist, wenn die Männer der Technik mit den Männern der geologischen Wissenschaft eng Zusammenarbeiten und damit gemeinsam dem Wohle unseres Volkes dienen.

Es sei unsere selbstverständlicke Pflicht, gerade im kommenden Winter unsere Kräfte in der NSV. und beim WHW. einzusetzen. Die Erfüllung dieser Pflicht werde uns nicht durch Stempel und Testate bescheinigt. Ebenso müsse von jeder Studentin ver­langt werden, daß sie in den Frauendienstkursen sich Fähigkeiten aneigne, mit denen sie ihrem Volk bienen könne.

NSV. und Frauendienstarbeit wären im kommen­den Semester unsere wichtigsten Aufgaben. Die an­gefangene volkskundliche Arbeit (Volkslied und kul­turelle Schulung für erstes bis viertes Semester, Wandern für fünftes Examenssemester) werde weiter­geführt, ebenso die Schulungsarbeit, wenn auch in anderer Form.

Sehr dringend wurde den Studentinnen auch empfohlen, sich an der Fachschaftsarbeit zu betei­ligen. Hier müsse die Studentin zeigen, daß es ihr ernst um ihr Studium sei, sie müsse Gleichwertiges, wenn auch Anberwertiges, leisten zum Aufbau des Ganzen, dem sie eingefügt sei.

Nachdem noch die äußere Gliederung des Haupt­

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Vor dem NSBDT. (Nationalsozialistischer Bund Deutsche Technik) sprach gestern abend im Hörsaal des Geologischen Instituts dessen neuer Leiter Pro­fessor Dr. Hummel über das ThemaGeo­logie in der Technik".

Nach kurzen Begrüßungsworten des Kreisamts­leiters Kurz hieß Professor Dr. Hummel die Besucher des Vortragsabends im Geologischen In­stitut willkommen, wobei er der Hoffnung Aus­druck gab, daß es ihm als neuen Leiter gelingen möchte, das Institut so zu führen, wie es im Drit­ten Reich notwendig fei, nämlich

ein in innigster Fühlung mit dem Volksleben stehende Wissenschaft zu pflegen.

Die Wissenschaft dürfe nie um ihrer selbst willen da sein, sondern müsse sich immer als lebendiges Glied im Dolksganzen fühlen und die hohe Aufgabe haben, um des Volkes willen zu arbeiten. Zukunfts­aufgabe fei es nicht, die Forschertätigkeit an sich einzuschränken und eine reine Zweckforschung zu betreiben, sondern es müsse das Gesichtsfeld des Forschers erweitert und die Forschung um des Volksganzen willen mit größter Hingabe getrieben werden.

Zu seinem Dortragsthema übergehend, wies der Redner in außerordentlich fesselnden Darlegungen einleitend darauf hin, daß bisher zwischen Geologie und Technik nicht das erforderliche gegenseitige Kennen und Beachten der beiderseitigen Arbeits­gebiete bestanden habe.

Erst im Kriege fyabe sich im Verlaufe des Sfel- luugskampfes gezeigt, wie notwendig und wie wertvoll für die Lösung technischer Aufgaben die Beratung und Witarbeik der Geologen war und zu welch großen Vorteilen dieses hand- in-hand-arbeiten führte.

Aus den damaligen Erfahrungen sei die Lehre zu ziehen, daß beide Teile künftighin mehr als bis­her Verständnis für ihre Arbeitsaufgaben haben müßten, wenn die Arbeit dem allgemeinen Wohl zum Vorteil gereichen solle. Der Geologe könne dem Techniker wertvolle Hilfe leisten, indem er ihm Materialkenntnis (Gesteinskunde) vermit­tele, ihn mit den L a g e r u n g s v e r h ä l t n i s s e n ider Gesteine bekanntmache, ihm Kenntnis von iben Wasserverhältnissen im Gestein .gebe und ihn schließlich auf die Gesetzmäßigkeiten »der Bewegung der Erdrinde aufmerksam : mache. Die genaue Kenntnis des Gesteinsmaterials werde z. B. verhüten, daß Steine und Teile des «Erdbodens bei Bauten am unrechten Platze Ver­wendung finden und dann dauernden Nachteil und fortlaufend große Unkosten verursachen (z. B. der Bahnkörper bei Klein-Linden und bei Lang-Göns). Wenn der Techniker durch den Geologen mit den -Lagerungsverhältnissen der Gesteine bekanntge­macht worden sei, werde er sich in der Lage sehen, Ibei Bauten durch die Möglichkeit der Voraussage rüber die Gesteinsschichten besser das Gelingen seines 'Baues vorzubereiten und künftigen Schaden zu ver- lhüten, aber auch die Kostenberechnung und die Durchführung des Bauunternehmens auf eine von

Spiele der Kreisklaffen im Bezirk tahn-Oill.

Grünberg Heuchelheim (Zutt, Wetzlar); Leih- geftern Lollar (Prinz, Aldshausen); Wieseck VfB. II (Drescher, Wetzlar); 1900 II Lich (Ka­utsch, Wetzlar); Burgsolms Naunheim II (Bern­hardt, Tiefenbach); Nauborn Spfr. Wetzlar Deibel, Gießen); Tgde. Wetzlar Werdorf 'Schmidt, Dillenburg); Leun Bissenberg II (Ott, Bonbaben); Ulm Holzhausen (Küster, Berg- Hausen); Stockhausen Albshausen (Keller, Naun­heim); Lollar II Steinbach (Kreiling, Gießen); U900 III VfB. III (Koob, Wetzlar); Steinberg II Mendorf (H. Rüspeler, Gießen); Wißmar oGrünberg II (Sack, Heuchelheim); Treis Londorf (Schnabel, Wieseck); Oberbiel Schmalbach (Hun­ger, Wetzlar); Bechlingen Werdorf II (Lind, Wetzlar); Ehringshausen Aßlar II (Knapp, Wer- 2ors); Vetzberg Erda (Bernhardt, Wieseck); Hohensolms Krofdorf II (Roth, Altenkirchen); Launsbach Fellingshausen (Post, Wieseck); Rod­heim Heuchelheim II (O. Rüspeler, Gleiberg).

Jugendspiele.

Nauborn Naunheim (Niersbach, Wetzlar); Spfr. Wetzlar Aßlar (Dörr, Werdorf); Wetzlar Burgsolms (Spieß, Nauborn); Werdorf Wald­girmes (Willer, Wetzlar); Steindorf Albshausen Kröner, Oberbiel); Oberndorf Tgde. Wetzlar Wollmar, Wetzlar); Wieseck Lich (Grote, Mainz­er); Daubringen Großen-Buseck (Weinandt, Zeihgestern); Leihgestern 1900 II (Reuschling, Steinbach); Treis Steinbach (Seitz, Heuchel- t.eim); Stockhausen Bissenberg (Wolf, Mendorf);

Am 12. November kamen die Gießener Studen­tinnen zum erstenmal zusammen, um die Richt­linien für die Arbeit im Wintersemester entgegen­zunehmen.

Zu Anfang sprach die Hauptamtslelterm Worte der Begrüßung und gab in knappen Sätzen zuerst ein Bild der Lage: Die Anzahl der Abiturientinnen, die den Weg zur Universität fänden, sinke. So dränge sich wiederum die Frage auf nach der Be- rechtigung des Frauenstudiums. Kameradin Irene Hoffmann zog zunächst die scharfe Trennungs­linie zwischen unserer Auffassung von der Arbeit der Studentin und anderen Meinungen, die uns sonst entgegentreten.Denn Leute, welche die Frau unseres Jahrhunderts einzig in Küche und Kin­derstube sehen möchten, haben wohl kaum die rich­tige Vorstellung von dem Aufgabenkreis einer beuüQen Frau. Auf der anderen Seite würde aber ein Rückfall der deutschen Studentin in die Haltung der Frauenrechtlerin jene Forderungen unterstützen, weil Frauen mit solcher Einstellung für den natio­nalsozialistischen Staat untragbar sind. Bleibt uns also nur eine einzige Möglichkeit, durch wertvolle Arbeit auf wissenschaftlichem Gebiete und inner­halb des Volksganzen zu beweisen, daß die Stu­dentin ihre Aufgabe und damit ihre Berechtigung hat." Wir fühlten uns verantwortlich für unser Volk, feine Sorgen und Nöte seien unsere eigenen.

Holzhausen Biskirchen (Wolf, Bissenberg); Allen- dorf Oberbiel (Würz, Holzhausen).

Schülerspiele.

Naunheim , Oberbiel (Wenzel, Schmalbach); Spfr. Wetzlar Burgsolms (Spieß, Nauborn); Wetzlar Büblingshausen (Dietzel, Wetzlar); Nau­born Aßlar (Niersbach, Wetzlar).

Fußball im Turnverein Treis a. b.fcba.

Der Platzverein hatte gegen Grünberg anzutreten. Nach einer flotten Halbzeit stand das Spiel bereits 4:0 für Treis. Dieser Stand wurde gehalten. Die Jugend hatte Nieder-Ohmen zu Gast und gewann mit 1:0 Toren.

Sportverein 1933 Rieder-Ohmen.

Einen glatten 8:0-Sieg konnte die erste Mann­schaft am vergangenen Sonntag von Inheiden mit nach Hause bringen. Von Anfang an war Nieder- Ohmen tonangebend. Bei einem Stand von 2:0 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit hatte der Gastgeber nichts mehr zu be­stellen und so fielen in kurzen Abständen noch wei­tere sechs Treffer. Die erste Jugend fuhr nach Treis, um ihr erstes Pflichtspiel auszutragen. Sie verlor mit 1:0 Toren.

Handball im Sau XII Lahn-Oillkreis.

Kreisklasse L

Spv. OöMetzlar Tv. Groß - Rechten- b ad): Wetzlar wird auch in diesem Spiel alles daransetzen, um die zwei Punkte zu Hause zu hal­ten. Die Platzherren sollten die Gäste knapp aber sicher abfertigen.

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übliche.

Tv. Hochelheim Tv. Atzbach: Hochel­heim hat mit feiner vorsonntäglichen Leistung wie­der sein Können unter Beweis gestellt. Die Gast­mannschaft wird daher alles aufbieten müssen, um dem Tabellenführer einigermaßen Widerstand zu leisten.

Tv. Hörnsheim Tv. Dornholzhau­sen: Hörnsheim muß in dem Spiel weit bessere Leistungen zeigen als in den letzten Spielen, will es ein ernsthaftes Wort bei der Punkteoerteilung mitreden. Das Spiel ist als durchaus offen zu be­zeichnen.

Tv. Lang-Göns Tv. Heuchelheim: Der Tabellenführer fährt zum Neuling Lang-Göns und sollte mit einem sicheren Sieg nach Hause kom­men, vorausgesetzt, daß die Mannschaft ihr ganzes Können in die Waagschale wirst und kämpft.

Tv. Lich VfB. - R. Gießen: Gießen hat sich in den letzten Spielen nach vorn gearbeitet und hat auch kommenden Sonntag hegen Lich auf des­sen Platz eine Gewinnchance. Lich wird aber dem Gegner einen Kampf auf Biegen ober Brechen lie­fern.

Tv. Alback Tv. Holzheim: Eine of­fene Angelegenheit spielt sich in 2llbacb ab. Wenn auch bie Platzmannschaft am Sonntag zwei Punkte abgeben mußte, fo ist noch lange nicht gesagt, daß sie nächsten Sonntag gegen Holzheim das gleiche tut.

Kreisklasse II.

Tv. Wetzlar II To. Garbenheim; Tv. Erda gegen To. Nauborn; Tv. Dutenhofen Tv. Clee­berg: Durchaus offen ist die Begegnung in Wetzlar. Erda hat auf eigenem Platz gegen Nauborn Aus­sicht auf Erfolg. Dutenhofen sollte mit einem siche­ren Erfolg rechnen.

1900 Gießen II Tv. Lollar; Tv. Lollar gegen Tv. Launsbach; Tv. Wißmar Tvg. Ruttershau­sen: Ob Lollar in Gießen gewinnen kann, erscheint fraglich. Dorlar hat zu Hause gegen Launsbach nichts zu befürchten, während in Wißmar ein Lo­

kalkampf vonstatten geht, dessen Ausgang im vor­aus nicht zu bestimmen ist.

Tv. Garbenteich Tv. Hausen; Mtv. Gießen II gegen Tv. Grüningen: Garbenteich hat gegen die Gäste die Niederlage aus dem Vorspiel wieder wettzumachen. Gießen hat in Grüningen einen zähen Kampfgenossen gegen sich, der aber zu be­zwingen ist.

Tv. Alsfeld Tv. Romrod; Tv. Homberg gegen Tv. Burggemünden: Falls Romrod keine besseren Leistungen zeigt wie am Dorsonntag, dürften die Punkte sicher in Alsfeld bleiben. Homberg hat auch auf eignem Platz gegen Burggemünden kaum Aus­sichten auf Erfolg.

Kreisklasse III.

Tv. Krofdorf II Tv. Münchholzhausen II; Tv. Lützellinden II To. Holzheim II; Tv. Nieder­girmes II Heuchelheim II: Die beiden ersten Be­gegnungen sind offen, während Heuchelheim in Nie­dergirmes kaum Aussicht auf Gewinn hat.

Stucks und Caracciolas Rekorde anerkannt.

Sämtliche von Hans Stuck und Rudolf Ca­ra c c i o l a auf der Avus bzw. bei Gyon aufge­stellten Weltrekorde und Internationalen Rekorde wurden jetzt vom Internationalen Verband der an­erkannten Automobil-Clubs offiziell anerkannt.

Deutsche Rudererfolge in Brasilien.

Der aus deutschen und ausländischen Ruderern zusammengesetzte und unter Leitung des deutschen Diplom-Sportlehrers Waldemar Moder stehende RC.Flamingo" Rio de Janeiro hat auf den brasilianischen Meisterschaften in Rio nicht weniger als vier Titel gewinnen können. Die Deutschen ge­wannen den Einer, Doppelzweier, Viererohne" und zusammen mit einigen Ausländern den Achter gegen schärfste Konkurrenz.

Der gesundheitliche Wert des Skilaufs.

Don cand. meb. Ruth Heid.

Wenn ich in diesem Zusammenhang von dem Skilauf spreche, möchte ich vorausschicken, daß nicht von dem Skiläufen, das nur als Modesport be­trieben wird, die Rede ist. Denn inwieweit die Ge­sundheit derer günstig beeinflußt wird, die, ange­tan mit den neusten Modeschöpfungen, in die Win­terkurorte fahren, dort die Abende bis spät in die Nacht mit Tanz, Alkohol und Nikotin verbringen und deshalb den schönsten Teil des Wintertages verschlafen müssen, so daß zum Skilaufen wenig Zeit bleibt, will ich hier nicht entscheiden. Nein, hier soll von den zünftigen Skiläufern, wie wir sie alle gut kennen und gern haben, die Rede sein. Daß sie gesunde, echte Kerle sind, wagt wohl keiner zu bezweifeln. Wer hat nicht seine Freude an den kräftigen Menschen mit ihrer sonnengebräunten Haut, den strahlenden Gesichtern, den lachenden Augen, denen man die Gesundheit schon von weitem ansieht. Beglückt und mit erneuter innerer Kraft sind sie zu ihrem Tagewerk bereit, an den erlebten Stunden zehrend und voll freudiger Erwartung neuer, sonniger Schneetage.

Vom medizinischen Standpunkt aus kann man den Skisport als einen der gesundesten Winter- sportarten, ja aller Sportarten überhaupt be­trachten. denn er stellt eine glückliche Vereini­gung von sportlicher Ertüchtigung mit dem Auf­enthalt in frischer, gesunder Luft dar.

Denn mehr als jeder andere Sport drängt der Skilauf zur Verbindung mit der schönen Natur, die in dem Getriebe des Alltags nur zu leicht ver­loren geht. Fern von der Stadt mit ihren engen staubigen Gassen, fern von der Hast des Geschäfts- lebens, mit sich allein in der einsamen Natur, fin­det der Skiläufer die nötige Erholung und die Selbstbesinnung, die jedem Menschen nottut.

Das Wesentliche beim Skilauf ist einmal der Auf­enthalt in der guten klaren Winterluft, anderer­seits die Betätigung der Muskeln. Denn nicht durch stundenlanges Jn-ber-Sonne-liegen wird der Kör­per gekräftigt, sondern in erster Linie durch den Gebrauch der Muskeln. Durch die damit verbun­dene Arbeitsleistung wird der Lufthunger größer, die Lungen werden zum gründlichen Durchatmen angeregt und dadurch ist schädlichen Keimen wenig Gelegenheit gegeben, sich dort festzusetzen. Bewe- Sift zwar mit jedem Sport verbunden; aber

e beim Skilaufen kommt dazu, daß die Luft fein und staubfrei ist. Der ausgedehnte Aufenthalt im Freien stellt auch einen gewissen Schutz gegen die im Winter so verbreiteten Erkältungskrank­heiten bar. Der Körper wird an die Temperatur­unterschiede gewöhnt und paßt sich den Schwan­kungen ganz anders an als bei Stubenhockern, die sich, wenn überhaupt, nur bis an die Nasenspitze ein­gemummt ins Freie wagen.

Allzu warme Kleidung ist beim Skilauf durch­aus unzweckmäßig, denn einmal wird durch die Bewegung reichlich Wörme erzeugt, anderer­seits hat die Wintersonne eine ganz beachtliche

. Wärmestrahlung.

der Weise vermehrt. Aber gerade hier läßt der Unerfahrene besser etwas Vorsicht walten; also langsam an die starke Bestrahlung gewöhnen! Denn von Erholung kann kaum die Rede fein, wenn man mit verschwollenem Gesicht herumläuft oder gar mit Fieber das Bett hüten muß.

Neben den körperlichen Wirkungen ist die seelische Beeinflussung nicht zu unterschätzen. Der Skiläufer ist der Natur, die ihm ihre Schönheiten verschwen­derisch schenkt, ausgeliefert. Kein zwingendes Muß treibt ihn weiter. Beschaulich und ruhig gleitet er über die weißen Flächen. Jeden Blick in die Ferne genießt er, an den märchenhaft verschneiten Tannen- bäumchen, die sich wundervoll gegen den strahlend blauen Winterhimmel abheben, an den statt mit Blättern mit Rauhreif geschmückten Aesten der Laubbäume, an den wie dicke Seile von Mast zu Mast gespannten Telegraphendrähten geht er nicht ohne Staunen und Bewunderung vorüber. Die Krönung eines solchen Tages stellt bann ein Sonnenuntergang bar, der nie so schön wie im Winter ist, wenn die Sonne als feuerroter Ball hinter einem Berg versinkt. Alle diese Schönheiten kann der Skiläufer genießen, weil ihn seine lieben Bretter in die Einsamkeit, mitten hinein in die Winterfeld führen, die ihm allein ihre Geheimnisse kundtut. In dieser Freude über die kleinsten Schön­heiten der Natur, in dem Sichverlieren in der erhabenen Winterpracht liegt die große Kraft, die den Skiläufer über die Härten und Grausamkeiten des Alltags hinwegbringt und ihn für den Lebens­kampf stählt. Gerade diese seelische Beeinflussung stellt mit einen wesentlichen Faktor für die Gesun­dung dar.

Oberhessen.

Ehrenpatenschaft des Führers beim 10. Kind.

LPD. Lauterbach, 15. Nov. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat bei dem zehnten Kind des Erdarbeiters Heinrich S e t b e r t in Lauterbach, einem Mädchen, die Ehrenpaten­schaft übernommen und der Familie einen Geld­betrag überwiesen.

Saardeutsche Feriengäste in Lich.

D Lich, 16. Nov. Am vergangenen Samstag hielten in Lich wiederum 21 Brüder und Schwestern von der Saar ihren Einzug, die durch Vermittlung der NS.-Volkswohlfahrt einen achttägigen Urlaub in unserer Stadt ver­bringen. Die Ääste wurden bei ihrer Ankunft auf dem Bahnhof von dem Ortsgruppenleiter der NSDAP., Pg. Karl Kuhn, in Anwesenheit der Amtswalter und einer großen Anzahl Volksgenos­sen aus der Stadt aufs herzlichste willkommen ge­heißen und im Anschluß an die Begrüßung von den uuartiergebern in Empfang genommen. Der über­aus herzliche Empfang hinterließ bei den Gästen einen freudigen Eindruck, dem sie bann auch des

Die frische Lust und nicht zuletzt die Sonnenwir- kung regen den Appetit an, jede Mahlzeit schmeckt, und doch kommt es nicht zu einem unnötigen Fett­ansatz, denn ein Mittag am Uebungshang schafft das wieder herunter.

Alle Muskeln werden gekräftigt und nicht nur einzelne Gruppen. Der Skilauf verlangt den ganzen Körper. Das wird jeder Anfänger ober jeber, der längere Zeit nicht lief, recht gut bestätigt finben durch denMuskelkater", ber sich als Belohnung nach ben ersten Versuchen einstellt. Wir lernen unsere Muskeln beherrschen, unb es gibt eine un­geheure Freube, wenn bie erste Abfahrt teils mit Schwüngen, teils in Schußfahrt ohne Sturz hinter uns liegt.

Nicht nur auf Lungen und Muskeln, auch auf das Blut machen sich die günstigen Einflüsse gel­tend. Durch die sauerstoffärmere Luft im Gebirge im Hochgebirge noch in viel ausgesprochenerem Maße wird die Bildung der roten Blutkörper­chen, die die Träger des Sauerstoffs in unserem Körper darstellen, angeregt: außerdem steigt auch der Farbstoffgehalt des Blutes. Durch diesen Dor- gang werben unsere inneren Organe viel besser mit Blut versorgt.

Ein nicht geringer Anteil an all biefen Wirkungen kommt ber Sonne zu. Nirgenbs mehr als im Winterschnee ist die Wirkungskraft der ultravioletten Strahlen so ausgezeichnet. Ihre Wirkung ist so groß daß man manche Krankheiten vorwiegend durch Höhensonnenbestrahlung zu heilen sucht unb auch bereits gute Erfolge erzielt hat. Das natür­liche Pigment ber Haut wird in ganz hervorragen-