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Der Sieg von Tanga.

Dem Gedächtnis eines Heldenkampfes vor 20 Zähren.

außerhalb 8er Versteigerung hochstzuläs­sigen Preise zu den aus Versteigerungen hochstzulässi­gen Preisen von Fellen und Häuten in ein a n g e - messe ne s Verhältnis zu bringen. Die auf Versteigerungen hochstzulässigen Preise sind in den Versteigerungsräumen durch Aushang bekannt zu machen. Ferner ist zur Unterbindung des Ketten­handels für Rohwaren, Zwischen- und Fertiger­zeugnisse und daraus hergestellte Waren bestimmt, daß bei Verkäufen durch Personen, die sich m nicht- handelsüblicher Weise in die Verteilung emschalten, der Verkäufer höchstens den Preis berechnen darf, zu dem er selbst eingetauft hat.

Weitere Preissenkungen in Bayern.

DRV München, 15. Nov. Der Münchener T e r t i l e i n z e l h a n d e l hat sich bereit erklärt, die Verkaufspreise im Schnittwarenhan- delum 10 v. H. herabzusetzen. Gleichzeitig sollen die Preise für Herren- und Damen­konfektion der billigeren Preislagen um 10 v H niedriger festgesetzt werden. Der Staatsmini­ster hat diese Vorschläge für München als ver- bindlich erklärt und angeordnet, daß die Preis- fenkung auch in den übrigen Landes­teilen den örtlichen Verhältnissen entsprechend angewendet wird. Dr. Gördeler hat die Preis­senkungsaktion des Staatsministers gebilligt und zugesagt, daß die Preisregelung für Kartof­feln und Eier beschleunigt durchgeführt wird.

Kunst und Wissenschaft.

Goethe-Medaille für Professor von Günlker.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Geheim­rat Professor Dr. Otto von Güntter in Mar­bach am Neckar in Anerkennung seiner hervor­ragenden Verdienste um das Schiller-National­museum in Marbach die von dem Herrn Reichs­präsidenten v. Hindenburg gestiftete Goethe- Medaille für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Deutscher Werkbund

in der Reichskammer der bildenden Künste.

Im Zuge des ständischen Aufbaues ist der Deutsche Werkbund in die Reichskammer der bildenden Künste eingegliedert worden. Dem Werkbund ist damit in seinem Kampf für deutsche Wertarbeit eine neue höchst bedeutsame Stellung eingrräumt. Seine Aufgabengebiete werden in Zu­kunft vor allen Dingen auf dem Gebiete des Aus­stellungswesens, der 'Förderung industrieller Wert­arbeit sowie der Förderung deutscher Wertarbeit im Ausland liegen. Professor C. Ehr. L ö r ch e r wurde zum Vorsitzenden des Deutschen Werkbundes ernannt.

Auch der Ehemie-Robelpreis fällt nach Amerika.

Die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm hat beschlossen, dem Professor Harold C. Urey von der Columbia-Universität in Neuyork den Nobelpreis für Chemie 1934 für seine Entdeckung des schweren Wasser st o f - f e s zuzuerkennen. Von dem vom Jahre 1933 auf­bewahrten Chemiepreis werden ein Drittel zum Hauptfonds und zwei Drittel zum besonderen Fonds abgesetzt. Der Physikpreis für 1934 wird für das nächste Jahr zurückbehalten.

Hegel-Lexikon.

Nach jahrelangen Vorarbeiten hat jetzt in Fr. Frommanns-Verlag, Stuttgart, das von Prof. Dr. Hermann Glöckner, Gießen, bearbeitete Hegel- Lexikon zu erscheinen begonnen. Es umfaßt die Eigentümlichkeiten von Hebels Sprache und Wort­schatz sowie das gesamte Bildungsqut, welches Hegel in seinen Schriften niederlegte. Es will nicht nur ein umfassenoes Instrument und Hilfsmittel für die Hegelforschung sein, sondern jedem Philosophen zuverlässige Aufschlüsse, Hinweise und Anregungen geben. Außerdem möchte es den Geschichtsschreibern oller Kulturgebiete (Religion, Kunst, Recht, Staat) als Nachschlagewerk dienen Es bildet die Bände 23 bis 25 der Stuttgarter Jubiläumsausgabe von Hegels sämtlichen Werken und rundet diese und die bekannte Hegel-Monographie Hermann Glöckners zu einer einheitlichen Gesamtleistung ab.

Aus aller Well.

»Sie sind der Attentäter!" Zeugenaussagen im Matuschka-Prozeß

Das Zeugenverhör im Matuschka-Prozeß in Budapest erbrachte den einwandfreien Beweis, daß Matuschka in der Attentatsnacht sich überall als schwerverletzten Reisenden des Unglückszuges ausgegeben und Schadenersatz­forderungen angemeldet hat. Matuschka hat in der Unglücksnacht verschiedenen Personen gegenüber er­klärt, er habe in einem der verunglückten Wagen, gerade während des Unglücks an der Tür gestanden und nur diesem Umstand habe er fein Leben zu ver­danken. Der Polizei gegenüber gab sich Matuschka in der Nacht als Fabrikbesitzer aus und machte hier­bei phantastische Angaben. So sagte er, es sei für ihn ein Hochgenuß gewesen, im Eisenbahn wagen in die Tiefe zu stürzen. Er würde das gern nochmals durchmachen, wenn er unverletzt bliebe. Aus allen Zeugenaussagen geht hervor, wie raffiniert es Matuschka verstanden hat, an dem Schauplatz feines Anschlages zu bleiben, sich in aller Ruhe die Verwüstung mitanzusehen und den Schein zu er­wecken, als ob er selbst zu den Verunglückten ge- höre. t

Polizeiinspektor Schweinitzer,der gleich nach dem Eisenbahnanschlag von Bia Torbagy die poli­zeilichen Untersuchungen geleitet hatte, schilderte unter großer Spannung die Umstande, die zur Ver­haftung Matuschkas geführt haben. Am Morgen nach dem Anschlag traf Schweinitzer auf

In diesen Tagen wurde die Erinnerung wach an die Seeschlacht bei Coronel, in der das Kreuzergeschwader des Grafen Spee über die eng­lische Flotte siegte und an die Schlacht bei Tanga, in der die deutsche Schutztruppe von Ostafrika die weitüberlegenen Streitkräfte einer englischen Landungsarmee nach siegreichem Kampfe auf ihre Schiffe zurückjagte. Während das deutsche Kreuzergeschwader auf den fernen Gewäs­sern einige Monate nach seinem Siege den zahlen­mäßig und technisch weitüberlegenen Gegnern a n den Falklands-Inseln nach ruhmvollem Widerstand unterlag, haben unsere afrikanischen Kolonien sich noch Monate und Jahre hindurch be­haupten können. Bis zuletzt standen die tapferen Deutschen und ihre farbigen Hilfstruppen, die As- karis, in Deutfch-Ostafrika im Felde.

Der Kolonialkrieg begann dort an der Nord­grenze, in der Gegend des Kilimandscharos und am Viktoriasee durch zahlreiche Kämpfe und Streifzüge. Anfang November planten die Engländer eine starke Offensive und wählten zu ihrem Ausganas- punkt die Hafenstadt Tanga, von der aus die Nordbahn als einzige große Eisenbahnlinie ins In­nere der Kolonie führte. Der deutsche Kommandeur v. Lettow-Vorbeck vereinigte in aller Kürze alle verfügbaren Streitkräfte im Bezirk von Tanga, um diese Versuche zu vereiteln. Bei der Schwäche der eigenen Kräfte vermochte er aber kaum 1000 Mann dem Feinde entgegenzustellen, der über eine achtfache Stärke und den Schutz einer starken Schiffsartillerie verfügte. Die deutsche Truppe besaß nur zwei alte Kanonen und verhältnismäßig wenig Maschinengewehre, zudem war ein Teil der far­bigen Mannschaft noch in der Ausbildung begriffen.

Trotzdem entschloß sich Lettow-Vorbeck, wie er

Matuschka, der ihm in lebhaften Worten schilderte, daß er seine Koffer in einem Waggon verloren habe. Hierbei sah der Polizeiinspektor, daß aus der Manteltasche von Matuschka eine Kleiderbürste heraussah. Er fragte ihn deshalb, was er in den anderen Taschen habe, worauf Matuschka antwor­tete, er hätte dort noch einige Toilettensachen stecken. Schon hier faßte der Polizeiinfpektor Verdacht. Untersuchungen über die Person des Matuschka blieben jedoch ohne jeden Erfolg. Auf Anfrage er­klärte man in Wien, daß Matuschka als anständige Persönlichkeit bekannt sei. Schweinitzer begab sich dann nach Wien, um dort die Untersuchung in die Hand zu nehmen. Matuschka wurde vorgeladen und verhört. Schweinitzer beobachtete in Zivil das Ge­baren Matuschkas und stellte fest, daß dieser außer­ordentlich erregt war und ununterbrochen Zigaret­ten rauchte. In dem Verhör wurde Matuschka dann gefragt, ob er einen Betrieb leite. Matuschka ant­wortete, daß er Leiter eines Steinbruches fei, in dem auch Ekrafit gebraucht würde. Bei diesen Wor­ten sprang der Polizeiinspektor aus, packte Matuschka an den Schultern und schrie ihn an:Sie find der Attentäter von Bia Torbagy!" Ma­tuschka erlitt daraus einen Nervenzusammenbruch und gab zu, den Anschlag begangen zu haben.

Unsoziales Verhalten eines Gutsinspektors.

Das Soziale Ehrengericht der Nordmarkt ver­urteilte einen Gutsinspektor in Mecklenburg, der böswillig und unter Ausnutzung feiner Machtstel­lung einem taubstummen Gefolgschaftsangehörigen einen Schlag mit der Reitpeitsche ver­setzt hatte, angeblich um ihn zu wecken, wegen un­sozialen Verhaltens zu einer Ordnungsstrafe von 500 Reichsmark. Als mildernder Um­stand wurde außer der Jugend des Anbeklagten berücksichtigt, daß ihm bislang kein böswillig un­soziales Verhalten vorgeworfen werden konnte und er sich feit jenem Vorfall einwandfrei verhalten hat. In der Urteilsbegründung wurde darauf hinge­wiesen, daß schon das herausfordernde Herum­laufen mit einer Reitpeitsche nicht dem Geiste wah­rer Volksgemeinschaft entspräche.

Oer »Autopilot".

Sin Flugzeug, das sich selbst steuert.

Rach jahrelangen Entwicklungsarbeiten hat jetzt die Siemens - Apparate- und Maschi­ne n G. m. b. h. in Berlin die Oeffenllichkeit mit einer automatischen Flugzeug steuer- anlage überrascht, die ihre unbedingte Zuver­lässigkeit erwiesen hat. Sie soll und kann den Flugzeugführer nicht ersehen. Ihr Zweck ist, ihn zu entlasten. Die automatische Flugzeugsteueranlage wirdAutopilot" genannt. DerAutopilot" muh das Flugzeug in dem Flug­zustand halten, der vom Flugzeugführer eingestellt ist. Er muh die geforderte Fluglage wiederherstellen, wenn sie durch Böen oder andere Einwirkungen gestört worden ist. Gr arbeitet auch weiter, wenn das Triebwerk ausseht. In diesem Falle bringt er das Flugzeug in den Gleitslug. Die beim normalen Flug verwendeten Instrumente braucht der Auto­pilot auch. Die von den Instrumenten gegebenen Richtwerte werden aus mechanisch-elektrischem Dege auf Rudermaschinen übertragen, dort hydraulisch verstärkt und in Steuerbewegun­gen um gesetzt. Der Autopilot kann eine be­fohlene Geschwindigkeit in jeder Fluglage sei es Steigflug, Horizontalflug oder Gleikslug halten.

selbst sagt,alles an alles zu fetzen", um den großen Plan der Feinde zu durchkreuzen. Mit ungeheurer Bravour warfen sich die Europäer- Kompanien und ihnen folaenb die Askaris auf die Landungstruppen der indischen Armee, unter denen sich auch ein weißes englisches Regiment befand. Der Angriff erfolgte in weiter Umfassung und warf die Flügel des Gegners zurück, um dann zum allgemeinen Sturm überzugehen. Nur der rasche Einbruch der tropischen Nacht rettete den Gegner vor völliger Vernichtung. Lettvw schätzt die Verluste des Feindes auf 2000 Mann, während auf deut­scher Seite etwa 60 Tote zu beklagen waren, unter ihnen allerdings ein alter bewährterAfrikaner", Hauptmann von Prince- Smith.

Der (Sieg von Tanga war für Deutsch-Ostafrika von entscheidender Bedeutung, denn er stärkte das Vertrauen nicht nur der deutschen Verteidiger, son­dern auch der Millionen Eingeborener, auf die die Kolonie zur Fortführung des Kampfes angewiesen war, denn die Sicherung der Verpflegung und der Transport großer Lasten, auf weiten Märschen und Kampfzügen erforderte gewaltige Hilfskräfte. So wurde es möglich, den Verteidigungskampf in zahl­losen Kämpfen und endlosen Zügen durch Busch und Steppe durchzuführen und zahlenmäßig große Kräfte der feindlichen Heere zu fesseln. Der Helden­kampf der Deutschen im fernen Ostafrika wurde nicht nur zu einer unerreichten militärischen Lei­stung, sondern er war gleichzeitig ein Beweis da­für, daß die deutsche Verwaltung es verstanden hatte, das Vertrauen der farbigen Be­ll ö l ke rungzu gewinnen. Gerade dadurch wider­legt dieser Feldzug auch jene Behauptung der Kriegssckuldlüge, daß Deutschland nicht fähig sei, Kolonialpolitik zu treiben.

Außerdem bleibt er bei dem befohlenen Kurs über beliebig lange Zeit. Auch die Höhenlage bleibt be­ständig, ja er kann sogar selbsttätig Kurven nach jeder Seite fliegen. Da eine automatische Steuerung an den lebenswichtigsten Teilen des Flugzeuges, nämlich an der Steuerung, angreifen muh, ist die automatische Selbststeueranlage so sicher wie nur irgend denkbar gebaut, und sind auch ge­nügend Sicherheitseinrichtungen vor­handen, die jederzeit ein Eingreifen des Flugzeug­führers ermöglichen.

Sporttreffen der HI. in Weimar aufgeschoben.

Das Gaupresseamt Weimar gibt bekannt: Das für den 17. November geplante (Sporttreffen der H I. in Weimar wird im Einvernehmen mit den zuständigen Partei- und Staatsdienststellen wegen ungünstiger Witterung und zur Vermeidung etwaiger Massenerkrankungen aufgeschoben. Auf Grund bekanntgewvrdener Kindererkran­kungen in Thüringen hält die Reichsjugettdfüh- rung die Verschiebung der Veranstaltung aus ihrer großen Sorge um das gesundheitliche Wohl der ihr anvertrauten Jugend heraus, für unbedingt er­forderlich. Es wird gebeten, die ergangenen Ein­ladungen als für später anzusehen. Es erfolgt lediglich später eine kurze Benachrichtigung zur Teilnahme.

Losnummer 12111 gewinnt 100 000 Mark.

In der jüngsten Ziehung der Preußischen Süd- deutschen Klassenlotterie fielen 100 000 Mark auf die Losnummer 12 111. Das Los wird in der 1. Abteilung zu Diertellosen in Ostpreußen und in der 2. Abteilung in Achtellosen in Berlin gespielt.

Vierlingsgeburt in Breslau.

Dieser Tage brachte die 34jährige Frau Lausch- ner aus Breslau im Städtischen Krankenhaus lebendige Vierlinge zur Welt. Von diesen Kindern, drei Knaben und einem Mädchen, ist eins nach einigen Stunden g e ft o r b e n. Das Befinden der Mutter ist verhältnismäßig gut. Die Geburt lebender Vierlinge stellt eine außerordentliche Sel­tenheit dar. Auf etwa eine halbe Million Geburten kommt bisher eine Vierlingsgeburt. Frau Lausch- ner hatte vorher schon sechs Kinder, davon sind vier am Leben.

Zwei schwere Raubüberfälle in Paris.

In den letzten Tagen ist wieder eine lebhafte Tätigkeit der Pariser Unterwelt zu ver­zeichnen. So überfiel ein unbekannter junger Mann eine 68jährige Frau, die Inhaberin eines Gold- und Schmuckwarenladens, und entriß ihr die Handtasche, in der sich Schmucksachen im Werte von 500 000 Franken befanden. Der Räuber ent­kam in einem Auto.

Ein zweiter Raubüberfall wurde von einer sechs Mann starken Bande in der Pariser Vorstadt Garenne-Colombes verübt. Die Bande lauerte einem Auto auf, in dem zwei Bankangestellte den Betrag von 30 000 Franken von der Zweig­stelle einer Bank zu deren Hauptsitz beförderten. Mit dem Revolver in der Hand ließen sich die Ban­diten das Geld aushändigen und suchten dann in einem eigenen Auto unerkannt das Weite.

Die Taifunverwüstungen auf den Philippinen.

Ein Ausläufer des Taifuns, der in den letz­ten Tagen Teile der Philippinen heimsuchte, hat auch die Stadt Manila berührt. Der Eisenbahn- und Schiffahrtsverkehr wurde zeitweise unterbrochen. Die Eingeborenenhäuser in den Südprovinzen sind z. T. zerstört. In Tacloban werden 29 Fischer vermißt. Der KüstendampserDon Hermanos" strandete in der Nähe von Legaspi. Der dänische Dampfer

Noramels" befrnbet sich In Albay-Golf fn Seenot. Der Gouverneur hat umfangreiche Hilfsmaßnahmen veranlaßt. Nicht weniger als 20 000 Personen sind infolge des letzten Wirbelsturmes ohne Obdach. Furchtbare Bluttat eines Geistesschwachen. Die eigene Frau, 2 Kinder und ein Enkelkind ermordet.

In Schwelm (Westfalen) wurde dieser Tage ein 52jähriger geistesschwacher Mann namens Schü - l e r verhaftet, weil er seine Ehefrau und seinen Sohn ermordet hatte. Bei der Ver­nehmung gestand der Festaenommene, auch seine in Wuppertal-Elberfeld wohnende verheiratete 29- jährige Tochter und deren zweijähriges Kind e r mordet zu haben. Er hatte die beiden nach Schwelm geholt und war mit ihnen in den Schwel­mer Wald gegangen, wo er sie durch Hammer­schläge und Messerstiche tötete. Als Schüler der Polizei die Mordstelle zeigen sollte, irrte er zu­nächst längere Zeit umher, bezeichnete dann aber die Stätte, wo er die Leichen vergraben hatte. Die Polizei hat für die Bergung der Leichen Sorge ge­tragen.

Bücheriisch.

Dr. F. W. Todt:Gemeinnutz ober Eigennutz im praktischen Wirtschafts- l e b e n". Kart. 1,80 Mk. Hanseatische Verlagsan­stalt, Hamburg. (367) Der Verfasser kommt zu der Feststellung, daß der GrundsatzWirtschaft­lichkeit geht vor Rentabilität" das Wirtschaftsleben durchdringen muh. Die Auswirkungen feiner Er­kenntnis werden von ihm auch auf den einzelnen Teilgebieten des Wirtschaftslebens gezeigt. Beson­der aufschlußreich sind die Ausführungen, die er zu der Frage eines Zusammenwirkens der nationalen und privaten Wirtschaftlichkeit zu machen weiß.

Karl Theodor Straffer:Der Un­sterblichkeitsglaube der Germanen". 51 Seiten. Kt. 1,50 Mk. Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg, (366) In unseren Tagen, da der Eigenwert der germanischen Kultur vielfachen Mißdeutungen ausgesetzt ist, wird diese Schrift zur Klärung wesentlich beitragen. Die sachliche Behand­lung des Themas auf Grund eines genauen und sorgfältigen Studiums der Forschungen und Funde, verbindet sich hier mit der Gabe des Eindringens in die germanische Vvrstellungswelt. Strasser weist den Eigenwert der germanischen Kultur auf reli­giösem Gebiet nach und läßt uns vieles erkennen, das geeignet ist, unser Bild von dem Leben der Germanen zu vervollständigen..

Dr. Erich Schneider: Entwicklungs­geschichte der physikalischen Weltan­schauung. 322 Seiten. Halbleder 2,90 Mark. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Ver­lag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. (317) Die Auswirkungen physikalischer Gesetze durch­dringen heute das gesamte Weltbild der Wissen­schaft und Technik. Diese überragende Bedeutung verpflichtet, über den Werdegang der Entwicklungs­geschichte der physikalischen Weltanschauung unter­richtet zu sein. Für die praktischen Anwendungen genügt es, die letzten Erlebnisse der Wissenschaft mitzuteilen. Für die Entwicklung unserer Weltan­schauung dagegen sind nicht nur die Resultate von Bedeutung, sondern auch die Wege, auf denen sie gefunden wurden, ja sogar die Irrwege, die nicht zum Ziele führten. Dieses Werk schildert daher klar das Suchen nach Wahrheit, und der Verfasser hat es verstanden, der Darstellung eine auch für Laien nicht nur verständliche, sondern auch unterhaltsame Form zu geben.

Ilse - Dore Tanner: Steppke geht in die Welt. Erzählung für Knaben und Mäd­chen von 8 bis 14 Jahren. Halbleinen, reich illu­striert 2 Mark. Leipzig 1934. A. H. Payne-Verlag. (380) Steppke, der kleine, verwaiste Dorf- junge, ist nach dem Tode seiner guten Großmutter ganz vereinsamt, alles wird ihm genommen, die Heimat, fein geliebter Hund Flockt und seine an­deren Tiere, an denen er zärtlich hängt. Er, der noch nie in der Stadt gewesen ist, fühlt sich in der neuen Umgebung unglücklich und zieht in den Fe­rien in die weite Welt hinaus Was er dort an guten und bösen Abenteuern erlebt, wird atemlose Spannung bei den Lesern erregen. Steppke ist ein guter Junge und darum hat er auf feiner Wande­rung Glück, übersteht alle Gefahren, findet nicht nur neue, liebevolle Freunde, sondern auch seinen treuen Flocki wieder, und schließlich das, was für jedes Kind das allergrößte Glück ist: ein liebes Elternhaus und sogar eine gute kleine Schwester.

Richard Skowronnek:M utter- e r b e". Die schwere Not. Morgenrot. Zwei Romane aus dem großen Krieg. (Volksausgabe in einem Bande.) Leinen 2,85 Mk. Verlag Ullstein, Berlin. (381) Die Heimat Richard Skowron- neks war Masuren; und noch zuletzt, im Guts­revier von Höckenberg bei Maldewin, als pom- mersche Landschaft ihn umgab, blieb Ostpreußen für ihn die Mutter Erde. Schon in seinen ersten Büchern hatte er diese stumme Natur zum Reden gebracht. Mit masurischen Dorfnooellen hatte er begonnen. Immer kehrte er mit zäher und aus- harrender Liebe zu dieser Umwelt zurück. Die RomaneMorgenrot" undDie schwere Not", die seine Volkstümlichkeit begründeten und sicherten, find jetzt ungekürzt in einer neuen, billigen Aus­gabe vereinigt.

Major H. Tanner-Samaden: Zehn Jahre Bergführer KluckersHerr". Er­lebnisse A. von Rydzewskis, Naturschilderungen und Anderes aus unseren Alpen. Erstes Buch: Anton von Rydzewski als Künstler, eine alpine Bilder­galerie in Prosa, eine Verherrlichung der Bergwelt. Mit Wiedergabe eines klassischen Gemäldes. 3,20 Mk. Verlag des Literar.-Artist. Bureaus in Bern. (324) Verfasser und Herausgeber wollen allen

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