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sterben, wodurch notgedrungen die Notreife der »Deutsch Körner folgen muß. Die Weizenkolben stecken im Facysch

schäft in der Deutschen Arbeitsfront statt.

und der durch die private Initiative

Oberhessen

gegebenen Möglichkeiten beim Ankauf und bei der Verteilung der bäuerlichen Erzeugnisse sowie , bei der Beliefe­

rung des Bauern mit Bedarfsartikeln eine außer­ordentliche Bedeutung zu. Das Geschäft des Land­kaufmanns baut sich auf rein persönlichen Verbindungen auf. Die Vermittler der bäuer­lichen Erzeugnisse sind vielfach selbst aus dem Bauernstand Hervorgenangen und kennen daher auch genau den Absatzweg vom Bauer zum Ver­braucher. Daß genaue st e Marktkenntnis bei dieser Vermittlertätigkeit von größter Wich­tigkeit ist, braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden. Der Landkaufmann muß, kurz gesagt, die kleinsten Bedarfsregungen fühlen, um sie dann entsprechend befriedigen zu können.

Von besonderer Wichtigkeit ist die Verbindung des Landhandels zum bäuerlichen Erzeu­ger. Der Landkaufmann ist für den Bauern nicht nur Händler, sondern auch Freund und Be­rater. Damit wächst seine Aufgabe über die reine Vermittlertätigkeit hinaus, die sich für gewöhnlich

Die Stellung -er -eusschen Iugen- zu Turnen und Sport.

en Landarbeiter-Verbandes

kaufmann u. a. bei der Erntebewegung zu bewäl­tigen hat, wie überhaupt an die zahlenmäßige Er­fassung der wirtschaftlichen Leistungen des Land­handels. Bis heute kennt man diese Wirtschafts­werte rein in Zahlen gesehen noch nicht so­weit, um sie im geeigneten Moment entsprechend auswerten und einsetzen zu können. Man weiß, daß die Industrie ihre Erfolgs- und Betriebsstatistiken genauestens durchführt. Sie beobachtet laufend nach den verschiedensten Richtungen hin den Werdegang eines Erzeugnisses vom Ursprung bis zum Ver- brauck. Das gleiche gilt für den Einzelhandel, den Großhandel, die Warenhäuser usw. Derartige Fest­stellungen sind von außerordentlichem Wert, weil sie u. a. auch die Unterlagen abaeben für den Kapitalumlauf, für den Kreditbedarf und praktisch für die Kreditbeschaffung.

Jeder Landkaufmann mag selbst beurteilen, was auf den wenigen hier kurz gestreiften Gebieten ge­tan ist. Scharfes Rechnen, genaueste Kalkulation im Betrieb in der gekennzeichneten Richtung haben gewiß nichts mit liberalistischen Anschauungen zu tun. Die nationalsozialistische Wirtschaftsgesinnung verlangt, daß der Kaufmann alle Mittel ausschöpft, durch die sein Betrieb so gestaltet wird, daß dieser als wertvolles Glied für die Gesamtwirtfchaft brauchbar ist.

Die Ausgabe des Landhändlers im neuen Staat

Von Or. Endres.

Das Bauerntum hat unter nationalsozialistischer Führung ganz neue Wege eingeschlagen. Viele agrarpolitische Maßnahmen des abgelaufenen Jah­res waren so revolutionär, daß sie von manchen Volksgenossen, die sich noch nicht in den neuen Geist yineindenken konnten oder auch nicht wollten, in ihren letzten Auswirkungen und ihren auf lange Sicht eingestellten Zielsetzungen nicht ganz ver­standen wurden.

Wenn das Erbhofgesetz die bäuerliche Scholle sichert und wenn unter Ausschaltung der profit­gierigen Spekulantentums die verschiedenen land- wirtschaftlichen Märkte geregelt werden, so kann diese Befreiung nicht ohne Rückwirkung auch auf die weitere Warenbewegung landwirtschaftlicher Er­zeugnisse sein. Auch die an dieser Warenbewegung beteiligten Kreise müssen deshalb in den neuen Geist, in dem die deutsche Landwirtschaft aufgebaut ist, eindringen, denn nur dann können sie die von ihr zu bewältigenden notwendigen Aufgaben rich­tig, d. h. ebenfalls im neuen Sinn und Geist durchführen.

Gerade der Kaufmann auf dem Lande, der auf der einen Seite der Abnehmer des Bauern, auf der andern aber'sein Lieferant ist, hat im Rahmen der nationalsozialistischen Agrarpolitik zahlreiche Aufgaben und eine große Verantwortung auferlegt bekommen. Schon allein die organi­satorische Zugehörigkeit zum Reichs­nährstand kennzeichnet rein äußerlich Ziel und Richtung dieser Aufgabe.

Wie nun der Landkaufmann seine Stellung in­nerhalb der durch das Reichsnährstandgesetz festge­legten Schranken auszubauen hat, muß vielfach seiner eigenen Initiative überlassen bleiben. Dar­über wird sich allerdings jeder Landhändler im klaren sein, daß seine Tätigkeit nicht mehr wie früher einzig und allein von rein geschäftlichen Ge­sichtspunkten geleitet sein darf. Das Arbeitsgebiet des Landkaufmanns im nationalsozialistischen Staat ist so groß und vielfältig, daß wirklich nur starke Kräfte es meistern können.

Gerade dem freien und unabhängigen Land­kaufmann kommt aber wegen seiner Beweglichkeit

man beurteilte in Amerika das Alter der Schlange nad) der Anzahl der Ringe. Die Klapper besteht un­gefähr aus einem Dutzend von Ringen, kleinen in­einandersteckenden hohlförmigen Horngebilden, die nur lof miteinander verbunden sind und bei jeder Bewegung des Schwanzendes aneinanderschlagen. Schon immer haben sich die Menschen über die Be­deutung dieser Klappern den Kopf zerbrochen und die widersprechendsten Vermutungen aufgestellt. Frü­her pflegte man wohl zu sagen, daß es eine weise Einrichtung der Mutter Natur sei, um den Men­schen vor den gefährlichen Giftschlangen zu warnen. Eine andere Ansicht ist die, daß die Klapper die Beute anlocken solle, jedoch hat die Erfahrung im allgemeinen das Gegenteil bewiesen. Auch begegnete man dem Glauben, daß der unheimliche Ton eine Lähmung des unglücklichen Opfers bewirken solle. Außer den Hauptgiftzähnen am Oberkiefer besitzt sie noch ein Reservepaar, das aber nur benützt wird, wenn das andre beschädigt ist. Ohne dieses Abwehr­mittel ist die Schlange völlig wehrlos und ein harm­loses Tier.

gleichfalls dem Tode entronnenen Tochter den Vater mit offenen Armen aufnahmen.

Das Jtätfel der Klapperschlange.

Dieses unheimlich geräuschvolle Reptil, uns Euro­päern nur von den Schauexemplaren zoologischer Gärten her bekannt, ist in Amerika die gefürchtetste Giftschlange. Man vernichtet sie dort unfehlbar, wo man sie antrifft. Nur ein Indianer würde niemals die Hand gegen diese Schlange erheben, da er ihre Klugheit und Listigkeit wie göttliche Mächte verehrt.Plötzlich hörte ich das laute Klappern," erzählt ein Naturforscher,das nur von einer Schlange herrühren konnte. Ich wagte nicht, mich zu bewegen, denn es war unmöglich zu bestimmen, woher der merkwürdige Ton kam; abwechselnd hörte ich ihn in kurzen Abständen aus jeder Richtung. Endlich entdeckte ich das Tier auf einem Stein, nur ein paar Schritte entfernt, zwischen einem Haufen von welkem Blättern, mit denen sie völlig in der Farbe übereinstimmte." Schlangen pflegen sich wäh­rend des Wachstums zu häuten. Bei jeder Häutung werden die Klappern um einen Ring vermehrt und

Großes Siingertreffen in Grünberg.

Grünberg, 16. Juni. Große Vorbereitungen trifft der Männerchor Grünberg zur Feier seines hundertjährigen Bestehens am 30.Juni, 1. und 2. Juli. Zum Hauptfesttag, Sonntag, den 1. Juli, werden etwa 3 0 00 Sänger erwar­tet, zu denen in einer vaterländischen Kundgebung mittags Ministerialrat Ringshausen, der Füh­rer des Hessischen Sängerbundes, sprechen wird. Eine Gefallenen-Ehrung und Massenchöre werden dieser Kundgebung eine besondere Weihe verleihen. Die Reichsbahn läßt an diesem Tage Sonderzüge aus allen Richtungen nach Grünberg verkehren.

Erhebliche Ersparnisse

im Niddaer Haushalt für 1934.

LPD. Nidda, 15. Juni. Der Gemeinderat genehmigte den städtischen Haushaltsvor- a n s ch l a g für 1934, der in Einnahme und Aus­gabe mit 174 092 Mark gegen 203 932 Mark im Vor­jahre abfchlieht. Die Gemeindeumlagen konnten von 71 947 Mark im Vorjahr auf 68 600 Mark für 1934 gesenkt werden. Erhebliche Ersparnisse konnten vor allem, dank der Besserung der Arbeitsmarktlage, auf dem Gebiete des Fürsorgewesens, ferner bei den Aufwendungen für Kapitalzinsen und beim Schulwesen gemacht werden.

Landkreis Wetzen.

Wjeseck, 16. Juni. Der Schmiedemeister Georg B i e r a u von hier. Kirchstraße, kann am heutigen Samstag seinen 75 Geburtstag feiern. Der Jubilar ist noch sehr rüstig und geht noch selbständig seinem Handwerk nach. Auch in der Landwirtschaft kann er noch tätig sein. Herr Bierau ist bereits seit 40 Jahren Bezieher des Gießener Anzeigers.

= Alten - Bufeck , 15. Juni. Don einem schwe- ren Unglücksfall wurde die Familie des Land­wirts Friedrich Freund betroffen. Der 15jährige Sohn Erich war damit beschäftigt, auf dem Scheu­nengerüst ein Gebund Stroh hervorzuziehen. Hier­bei rih der Bindfaden und der bedauernswerte Junge stürzte aus beträchtlicher Höhe rückwärts in

nötigen Marktrummel bringen wird, will man auch Sorge tragen, daß am zweiten Marktage irgendeine größere Veranstaltung stattfindet. Einstimmig war auch die Kommission der Meinung, daß dieses Jahr wiederum eine Verlosung mit dem Markte stattfin­den solle. Der Preis der Lose, die sich stets eines guten Absatzes erfreuten, soll niedrig gehalten werden.

Kreis Schotten.

# Unter-Seibertenrod, 15. Juni. Die Ohm ist auf ihrem gesamten Oberlauf von Ulrich­stein bis hierher völlig ausgetrocknet.

Kreis Alsfeld.

* Homberg (Ohm), 16. Juni. Die 56 Jahre alte Frau des Landwirts Firnhaber verun- glückte dieser Tage bei der Arbeit und zog sich eine schwere Schulterverletzung zu, so daß sie durch das Rote Kreuz Homberg in die Chirurgische Klinik zu Gießen verbracht werden mußte.

Ruppertenrod, 15. Juni. Am Sonntag ver­anstaltete die NS. -Gemeinschaft .Kraft durch Freude" im vollbesetzten Saale von Pg. Julius Schmidt einen humoristischen Abend. Nach den Begrüßungsworten des Ortsbetriebszellenwar- tes Fritz Loch ergriff der Humorist des Abends, Pg. Schnabel das Wort. Er verstand es meisterhaft, die Lachmuskeln der Zuhörer in Bewegung zu hal­ten. Die Pausen füllte eine Musikkapelle mit schnei­digen Musikstücken aus. Herr Otto Niklaus (Te­nor) brachte zwei Lieder zu Gehör (am Klavier Frl. Völsing). Das Schlußwort, das in einem dreifachen Sieg-Heil" auf den Führer ausklang, sprach der Kreisjugendleiter Pg. Erb. Leiber war die Ver­anstaltung durch die Landbevölkerung, die doch dem Führer in erster Linie dankbar sein müßte, schlecht besucht. Die NS.-Gemeinschaft wolle die ganze Volksgemeinschaft erfassen.

-si- Ober-Ohmen, 15. Juni. Im Saale der WirtschaftZur Krone" fand eine Versammlung des

Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach umreiht von einem Vertreter der DNB.-Sportkorrespon­denz befragt in den folgenden grundsätz­lichen Ausführungen die Stellung Der deut­schen Jugend zu -Turnen und Sport:

Welche Aufgaben und welche Bedeutung erkennen Sie, Herr Reichsjugendführer, Turnen und Sport und dem sportlichen Wettkampf in der deutschen Jugenderziehung zu?

Leibesübungen sind für mich ein Bestandteil der weltanschaulichen Er­ziehung. Ihre Bedeutung ist garnicht abzu­schätzen, wenn auch die Blickrichtung eine andere geworden ist. Waren sie in der vergangenen Epoche des Liberalismus eine Angelegenheit des ,Lchs", so sind sie im Dritten Reich eine Angelegenheit der Gemeinschaft. Leibesübungen sollen nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten, um ihrer selbst willen betrieben werden, ohne Verbindung mit charakterlicher Erziehung. Sie sind heute ohne zu­sätzliche politische und charakterliche Schulung ebenso wenig denkbar, wie eine weltanschauliche Erziehung ohne Turnen und Sport nicht denkbar ist.

Die Leibesübungen im Rahmen der Gesamt­erziehung sind ein außergewöhnlich wertvolles Mittel zur Schulung des Charakters, sie erzie­hen den deutschen Jungen zu härte, Entschlos­senheit, Mut, Kampfwillen, alles Eigenschaften, die der Nationalsozialismus von jedem seiner Anhänger verlangen muh.

Richtig betrieben und richtig ausgewählt machen sie den Körper ferner schnell, ausdauernd, kräftig und gewandt. Planvolle ßeibesübungen halten somit den Körper gesund und leistungsfähig. Hier liegt die weitere große Aufgabe der Leibesübungen, wie wir sie auffassen, für die Masse der deutschen Jugend. Es widerspricht der Grundidee der Lei­besübungen, daß sechzigtausend zuschauen, während zehn sportliche Höchstleistungen vollbringen es kommt darauf an, daß die sechzigtausend aktiv Lei­besübungen betreiben. Es kommt nicht so sehr darauf an, daß ein kleiner Teil gesunder, körperlich gut veranlagter Menschen der staunenden Mitwelt ihre Sonderleistungen zeigt, sondern der letzte Hit- lerjunge, der letzte Jungarbeiter und Lehrling soll und muß Gelegenheit haben, durch richtig betrie­bene Leibesübungen die Schäden der Berufsarbeit auszugleichen und damit seinen Körper gesund und leistungsfähig zu erhalten.

Der Gesundheitszustand unserer Jugend ist, wie bekannt, außerordentlich schlecht. Die Ursachen sind bekannt, Arbeitslosigkeit, Hunger, Elendsquartiere in den Großstädten ohne Licht, Luft und Sonne, schlechte Arbeitsbedingungen usw., alles das unter­gräbt den Gesundheitszustand roeiterere Kreise unse­res Volkes. Durch planvolle Leibesübungen kann und muß diesem drohenden gesundheitlichen Verfall des deutschen Volkes Einhalt getan werden.

Welche Berechtigung hat das Streben nach Höchst­leistungen insbesondere unter Berücksichtigung der Bedeutung der kommenden Olympischen Spiele 1936 in Berlin?

die Tenne. Mit schweren Verletzungen mußte der Junge in die Chirurgische Klinik nach Gießen ge­bracht werden.

* Langd, 16. Juni. Das drei Jahre alte Söhnchen Reinhold des Landwirts und Postagenten Ludwig von hier erlitt beim Spiel einen Bruch des linken Oberschenkels und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

wg. Großen-Buseck, 15. Juni. Dieser Tage wurde das Mähen und Einfahren des hiesigen Ge­meindefaselheues an Ort und Stelle an den Wenigst- nehmenden vergeben. Je nach der Menge des Grases wurden durchschnittlich 8 bis 10 Mark für einen Morgen bezahlt. Die Heuernte in unserer Ge­meinde ist so weit vollendet. Der Ertrag beläuft sich nur auf etwa die Hälfte der letzten Jahre. Die an­haltende Trockenheit hat den Wuchs des jungen Untergrafes verhindert. Der erste Schnitt des Klees ist ebenfalls beendet. Für Gerste und Hafer, die hauptsächlich das Futterstroh liefern, wäre ein guter Regen sehr notwendig. Die Früchte des Stein­obstes sowie des Kernobstes fallen in großen Massen ab.

-t- Aus der nördlichen Wetterau, 14. Juni. Begünstigt durch das Hochsommerwetter ist die Heuernte in vollstem Gange. Infolge der langanhaltenden Trockenheit ist der Ertrag kaum einer Mittelernte gleichzusetzen. Der Ausfall ist hauptsächlich auf das Fehlen des qualitätsverbeffern- den Bodenuntergrafes zurückzuführen, das sich in­folge Mangels an Feuchtigkeit nicht entwickeln konnte. Auf den trockenen Wiesen und an Berg­hängen, die nach Süden gelegen sind, ist das Gras bereits im Stande dürre geworden. Die Ernte­ergebnisse sind hier als schlecht zu bezeichnen. Durch die dauernde intensive Sonnenbestrahlung ist die Qualität des Heues gut und kaum vergehen zwei Tage vom Grasschnitt bis zur Bergung des Dürr­futters. Infolge des unbefriedigenden Ergebnisses der Heuernte sind überall die Preise bei den Heu­grasversteigerungen verhältnismäßig hoch gewesen. Die steigende Trockenheit macht sich in nachteiliger Weise an allen Gewächsen bemerkbar. Obwohl das Korn fick prachtvoll entwickelt hat und meist auf­recht steht, beginnt es am Grunde bereits abzu-

Außer Mittel zum Zweck (für die charakterliche Schulung und die Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit) können die Leibesübungen auch Selbstzweck sein, also um ihrer selbst willen betrie­ben werden. Diese Form der Leibesübungen findet ihren Ausdruck in dem Wettkampf- und ßeiftungs» fport. Ziel und Zweck des Sportes ist die absolute Leistungssteigerung bzw. die Meisterschaft. Wenn wir auch die Notwendigkeit des Strebens nach ab­soluter Höchstleistung als Maßstab für die Be­wertung der menschlichen Fähigkeit und die große Bedeutung des Leistungssportes für die Pflege der Beziehungen der Völker unteinanber nicht verken­nen, so sind wir doch der Ansicht, daß

die alleinige Ausrichtung der Leibesübungen nach derJch"-Leistung für unsere Jugend

unter 18 Jahren nicht das Richtige ist.

Um nicht mißverstanden zu werden, betonen wir ausdrücklich, daß nur Wettkampf und Leistung den Jungen hart, entschlossen und wagemutig machen; Aber wir halten es unbedingt für notwendig, daß der Wettkampffport und das Leistungsstreben der Jugend nicht mehr demIch", sondern demWir", der Gemeinschaft untergeordnet wird, und daß im jugendlichen Alter nicht die Leistung in einer ein­zelnen Hebung, sonden in möglichst vielen Hebun­gen gefördert werden muß.

Die praktische Folgerung aus dieser Forderung ist die Aenderung der Form der Wett­kämpfe: Nicht mehr Einzelkampf des einzelnen Sportlers in irgend einer einzigen Hebung, son­dern Mannschafts-Mehrkämpfe, in denen alle Teil- nehmer einer Gemeinschaft an allen ausgeschriebe­nen Wettkampfübungen teilnehmen müssen.

Die Mannschafts-Mehrkämpfe müssen daher die zukünftige Form des Wettkampfes der Jugend sein.

Entsprechend dieser Auffassung hat die HI. für 1934 die ersten Mannschafts-Mehrkämpfe ausgeschrieben. Hier ist der Gedanke verwirklicht, daß alle Hitlerjungen an dem Wettkampf teilneh­men müssen und daß der Hitlerjunge nicht für sich, sondern in erster Linie für feine Kameradschaft, feine Lebensgemeinschaft zu kämpfen hat und daß der Hitlerjunge sich nicht irgendwelche von den ausge» schriebenen Wettkampfarten aussuchen kann, son­dern alle vorgeschriebenen Hebungen durchführen muß.

Das ist die Verwirklichung des sozialistischen Prinzips, desWir", der Gemeinschaft auf dem Gebiete des Wettkampfsportes der Jugend.

Line vielseitige körperliche Durchbildung in den Lniwicklungsjahren ist die Voraussetzung für die Höchstleistung des jungen Mannes.

Wer körperlich zu Höchstleistungen veranlagt ist, dem soll, wenn er durch die Gemeinschaftserziehung des deutschen Jugendbundes an Körper, Geist und Seele hindurchgegangen ist, auch Gelegenheit dazu gegeben werden; diese findet er bei den derzeitigen xurn» und Sportvereinen.

Wie soll demnach die deutsche Jugend Turnen und Sport treiben?

darauf beschränkt, eine bestimmte Menge an Er­zeugnissen zu den gerade möglichen Bedingungen zu vermitteln. Aufgabe des Landhandels ist es z. B. bei besonders großen Ernteerträgen, die Ab­satzschwierigkeiten mit sich bringen, kein Mittel un­versucht zu lassen, um auch Heberschüsse noch zu einem einigermaßen tragbaren Preis unterzu­bringen. Der Zusammenschluß in Arbeitsgemein­schaften erhöht dabei noch die Leistungsfähigkeit des Landhandels zugunsten des Bauern, ohne da­bei in den Nachteil kapitalistischer Geschäfte zu ver­fallen. Bei Ausnützung der letzten Hilfsmöglich­keiten wird sich jedenfalls der Bauer davon über­zeugen lassen, daß der Landkaufmann nicht eben Händler im alten Sinne, sondern sein Freund und Berater ist. Der Bauer, Der restlos vertraut, ar­beitet auch immer mit feinem Landkaufmann Hand in Hand. ,

Bei der Erfüllung seiner gegen früher zweifellos erweiterten Aufgaben ist der Landkaufmann nicht nur auf sich selbst gestellt. Durch das Reichsnähr­standgesetz erfolgte der restlose Zusammenschluß seines Berufsstandes, und der Hauptabtei­lung IV ist die besondere Ausgabe zugefallen, diesen Stand in die große Gemeinschaft zweckmäßig einzubauen und zu fördern. Daß die gewaltige Or­ganisation des Reichsnährstandes einen ganz an­deren Machtfaktor darstellt, als die früher sich gegenseitig bekämpfenden und in sich uneinigen Gruppen und Grüppchen, braucht hier nicht betont zu werden.

Die Hauptabteilung IV des Reichsnährstandes vertritt zunächst einmal die beruflichen Belange des Landkaufmanns, sowie der be- und verarbei­tenden Betriebe. Darüber hinaus leistet die Haupt- aoteilung IV noch wesentliche Arbeiten, die einen Heberblick über die große Bedeutung des Land­handels und den Umfang feiner Tätigkeit geben. Man denke nur an die Leistungen, die der Land-

Schaft und nur ein durchweichender Regen wird das Emporschießen der Halme bewirken können. Die Hafer- und Gerstenfelder benötigen ebenfalls dringend einen Regen. Die unteren Halme werden bereits gelb. Die Wintergerste beginnt schon sich zu verfärben. Die nachgesetzten Dickwurzpflanzen müssen öfters gegossen werden. In empfindlichem Maße verspüren die Obstbäume die Trockenheit. Stein- wie auch Kernobst läßt die Früchte bereits in gro­ßen Mengen fallen Dazu tritt noch die verheerende Wirkung der vielen Obstbaumschädlinge (Blut- und Blattläuse usw.), die die voraussichtliche mittlere Ernte wesentlich verringern. Der erste Kleeschnitt geht zu Ende, der Nachwuchs fehlt fast vollständig. In den Gärten reifen Johannis- und Stachelbeeren, früher als in den vergangenen Jahren, heran. Die Erdflöhe richten an Gurken- und Gemüsepflanzen großen Schaden an. Ihre Entwicklung wird durch die trockene Witterung sehr begünstigt.

+ Grünberg, 15. Juni. Kürzlich tagte die Gallusmarkt-Kommission, um sich mit der Ausgestaltung des diesjährigen Gallusrnarktes zu befassen. Einern schon einige Jahre geübten Brauche folgend, als Einleitung einen Heimat­abend zu veranstalten, will man auch dieses Jahr treu bleiben; man hofft sogar, ihn mit Hilfe des ReichsbundesVolkstum und Heimat" besonders wirkungsvoll gestalten zu können. Neben dem ersten Markttag, der in altgewohnter Weise am Mittwoch großen Vieh-, Schweine- und Krämermarkt mit dem

in der Bezirksleiter Braun (Laubach) über Fra­gen auf dem Gebiete der Land- und yorftarbeiter sprach. Braun behandelte das Gebiet der Lohn- unb Urlaubsfragen sowie Beitragsangelegenheiten. Gegenüber einem minimalen Mitgliederbestand des früher unter sozialdemokratischer Führung stehen­den Landarbeiteroerbandes sind im hiesigen Bezirk fast sämtliche Landarbeiter in der obengenannten Fachschaft organisiert.

Preußen.

Oie Durgenfahrt durch Hessen-Nassau.

LPD. Dillenburg, 15. Juni. Die Ver­einigung zur Erhaltung deutscher Burgen besuchte in den Tagen vom 9. bis 14. Juli die unbekannten Burgen und Fürstensitze in Hessen-Nassau. Die Fahrt hatte am 9. Juni in Fulda ihren Ausgang genommen und führte über Schlitz, Eisenbach, Laubach, Birstein, Geln­hausen, Ronneburg, Büdingen, Glau­burg, Münzenberg, Schiffenberg, Braunfels, Hohensolms, Berleburg Dillenburg, Herborn, Greifenstein, Westerburg nach Braubach, wo sie gestern ihren Abschluß fand. Unter den 70 Teilnehmern befanden sich der Schirmherr der Ver­einigung Prinz Oskar von Preußen, der Burg­hauptmann der Wartburg v. d. Gablenz, Fürst Gustav Albrecht zu Sayn-Wittgenstein, Graf Schlitz gen. v. Görtz, Fürst Georg zu Solms-Braunfels, Erbprinz Hermann Otto zu Solms-Hohensolms- Lich, Graf Georg Friedrich zu Solms-Laubach, Fürstin Marie zu Psenburg-Büdingen und Fürst Otto Friedrich zu Psenburg-Büdingen. Besonders nachhaltig war der Eindruck, den die Vereinigung von der an der Grenze zwischen den Kreisen Dill und Wetzlar gelegenen Ruine Greifenstein emp­fing, die nach übereinstimmendem Urteil vieler Fahrtteilnehmer sowohl hinsichtlich ihrer landschaft­lich reizvollen Umgebung, als auch wegen ihres Ruinenbildes als die schönste der auf der Fahrt berührten Burgen gelten kann.

Kreis Wetzlar.

p. Bieber, 15. Juni. Dieser Tage hielt der Kriegerverein Bieber auf der Reehmühle eine Monatsversammlung ab. Kamerad Dereins- ührer Brück eröffnete die Versammlung und gab )ie neuesten Anordnungen des Kyffhäuserbundes bekannt. Sodann erfolgte die Ausgabe der Mit­gliedskarten zur SAR. II. Hierzu wurde bekannt ge­geben, daß für das zweite Quartal 50 Pf. Beitrag und für den Ausweis 50 Pf. zu zahlen sind. Der Antrag einen Versicherungsobmann für die Ver­sicherungen bei der Kriegerwohlfahrtsgemeinschaft zu wählen wurde zurückgestellt. Kamerad L. Haus erhielt für 25jährige Mitgliedschaft das Krieger- Vereinsehrenzeichen ausgehändigt. Er wurde außer­dem zum Fechtmeister gewählt. Zum Schießwart wird Kamerad Lehrer Welker bestimmt. Bis zur Reichskriegertagung in Kassel sollen für die teilneh­menden Kameraden die neuen Mützen beschafft wer­den. Das langjährige Vorstandsmitglied W. Süß legt seine Aemter nieder, so daß die Neuwahl eines zweiten Vorsitzenden und eines Schriftführers not­wendig wurde. Zum stellvertretenden Vereinsfüh­rer wurde Pg. Kamerad Mandler und zum Schriftführer Kamerad Lehrer Balser gewählt. Mit einem dreifachenSieg,Heil!" auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen.