M herzlichen Worten der Freude zunächst die Fer- W tgstellung des neuen Schulgebäudes, dankte sodann '• bis ii Namen der Schule den Körperschaften der Ge- M» neinde, insbesondere Bürgermeister Lang und dm Gemeinderat, weiter dem Baumeister, den jN- Handwerkern und allen Bauleuten für das schöne Sie Terk. Er feierte die Weihe dieses Schulhaufes als einen bedeutsamen Wendepunkt in der Entwicklung M be örtlichen Schulwesens, gab seiner Freude über Mi,, dir gediegene Ausstattung aller Räume Ausdruck Mlh; irb begrüßte die nunmehr vorhandenen Möglichkei- tei zur mannigfachsten Entfaltung aller Kräfte der Wt, Schularbeit. Er sprach dann über die Aufgaben der 'Billen Dilksschularbeit, die er in eingehender Schilderung 9uten als die Grundlage der gesamten Volksbildung dar- erailj, leite, als deren obersten Hiel er die Erziehung der Wmet I gend zur Volksgemeinschaft, die wahrhaft natio-
lbe an ruile, soziale und religiöse Bildung von Persönlich-
beut. feien bezeichnete. Im Dritten Reich sei erfreulicheren, toije auch in der Schule ein neuer Geist eingezogen, e (Bot. hi" Ideale des nationalsozialistischen Staates wür- rt HH bn auch in der Schule verwirklicht werden. Der jRbner würdigte weiter die große Bedeutung der A sammenarbeit von Elternhaus und Schule, und bigeichnete die christliche Familie als den rechten Mhrboden für die Arbeit der Schule. Mit einem ei.drucksvollen Bekenntnis zu den hohen Zielen br nationalsozialistischen Weltanschauung und deren Aswertung in der Schule und in der Jugendbil- tmg, sowie mit einer Huldigung für den Retter wD Einiger des deutschen Volkes^ Adolf Hitler, in dessen Geist die Werke der Jugenderziehung in dem neuen Schulhaus vollbracht werden würden, schoß der Redner seine eindrucksvollen, mit starkem Bifall aufgenommenen Worte, die er ausklingen tiifl in den Ruf: Heil Deutschland, Heil der deut- fd-n Jugend, Heil Hitler!
Nach einem Gesangsvortrag des Gesangvereins „Harmonie" unter Leitung von Chormeister Sch ä t t l e r (Gießen) brachte Kreisschulrat Dr. W« i g a n d vom Kreisschulamt Gießen herzliche Dünsche zur Einweihung des neuen Schulhauses urD für die weitere Schularbeit im Geiste des D: tten Reiches in den neuen Räumen zum Ausdruck. Der Redner schloß seine Ansprache mit frubig aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den Kdter des hessischen Schulwesens, Ministerialrat R ngshausen.
l Äls Vertreter des NS.-Lehrerbundes, Kreis Gie- * ße, sprach sodann Kreisschulrat N e b e l i n g herz-
■ . lide Worte des Glückwunsches und der Ermahnung
jL KrUeich, die Arbeit der Schule an der Jugend und
' J* bc Wirken aller deutscher Volksgenossen immer
urrr den großen Gesichtspunkt der völligen Hinge e an Volk und Heimat, an Vaterland und Mi4ion zu stellen, eine Jugend heranzubilden, in ien, «t |)e=n Herzen nichts anderes lebendig ist als glü- Mnstti |,(ibe Liebe zu unserem Deutschland und das Be- «t heiz- feintnis Deutschland über alles! (Starker Beifall.) .in dki llt chließend wurden die ersten Verse des Deutsch- isMei loiDliedes und des Horst-Westel-Liedes gemeinsam je'mgen.
cher du >er Gesangverein „Germania" unter Leitung eter bt$ oo Musiklehrer Blaß verschönte hierauf die Feier nholi, du:ch einen Chorvortrag, anschließend hörte man Irat h. 110:3 einen Sprechchor der Schüler und Schülerinnen, hrerbur- Sodann wurde das neue Schulhaus der Besichti- >elinA
gung durch die Bevölkerung freigegeben. Bei einem Rundgang durch das große Gebäude konnte man die Feststellung machen, daß hier ein nach jeder Richtung hin vorbildliches, prächtig eingerichtetes Schulhaus geschaffen worden ist, zu dem man der Stadt Großen-Linden die vollste Anerkennung aussprechen kann.
Oberheffen.
Eisenbahnunfall
auf der Strecke Nidda-Schotien.
Frankfurt a. 21L, 16. April. (DNV. Draht- Meldung.) Am Sonntagabend um 18.20 Uhr entgleiste, wie die Reichsbahndirektion mitteilt, auf der eingleisigen Nebenbahn Nidda-Schotten (zwischen Kohden und Unter-Schmitten) von einem nach Nidda fahrenden Zug die Lokomotive und Güterwagen. Die Lokomotive entgleiste mit der Vorderachse und rutschte auf die etwa einen halben Bieter tiefer liegende Provin- zialstrahe und zog den Güterwagen nach. Der Packwagen und die Personenwagen blieben stehen. Reisende wurden nicht verletzt, sie wurden mit einem Ersahzug nach Nidda weiterbefördert. Die Urfache der Entgleisung ist vermutlich darin zu suchen, daß an zwei Stellen Steine auf das dicht an der Provinzialstraße vorbeitaufende Gelels gelegt worden waren.
Landkrcis (Suiten
b Trohe, 14. April. Am Freitagabend fand in der Wirtschaft von Karl Schwarz Wwe. eine öffentliche Werbeversammlung der Ortsgruppe Alten- Buseck des Reichsluftschutzbundes statt. Nach Begrüßung der zahlreich Erschienenen durch den örtlichen Gruppenleiter Rau hielt der Leiter der Ortsgruppe, Dr. Haas- Alten-Buseck, einen längeren Vortrag über die Bedeutung des Luftschutzes. Seine Ausführungen behandelten in eingehender Weife Entwicklung des Flugwesens, Luftrüstung der europäischen Staaten, die verschiedensten Arten der Brand- und Gasbomben und in der Hauptsache die erforderlichen Maßnahmen des Luftschutzes. Der sehr interessante Vortrag fand große Aufmerksamkeit und Zustimmung und bewirkte den Beitritt einer Anzahl neuer Mitglieder zum Reichsluftschutzbund. Mit Dankesworten an den Redner und mit der Aufforderung an die noch Abseitsstehenden zum alsbaldigen Beitritt schloß der örtliche Leiter Rau die Versammlung.
Kirche und Schule.
Landkreis Gießen.
± Grünberg, 14. April Hier fand die O st e r- konferenz der evangelischen Pfarrer des Dekanats Grünberg statt. Die Eröff- nungsandacht hielt Pfarrer König, Groß-Eichen. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten hielt Pfarrer A l t, Nieder-Ohmen, einen Vortrag über die Christianisierung der Germanen. Der Probst der Probstei Oberhessen, Probst Knodt, wohnte der Konferenz -bei.
SJL-tfpoit
ieg-Ml
a Klängen des Horst-Wessel-Liedes i! nkreuzfahnen gehißt. Gleichzeitig
gingen die
blecht unseres Volkes werde so unsterblich sein
3-n Anschluß an die Flaggenhissung wurden in i Räumen der einzelnen Vereine Gedenkfeiern : die Gefallenen des Weltkrieges abgehalten.
Sier Gießener Rudersport trat gestern an die leMefte Öffentlichkeit. Das „Deutsche Anrudern", es in diesem Jahre in nationalsozialistischem Geiste er Einheit stattsand, vereinigte die Rudervereine i.n1 rer Stadt zu einer großen Veranstaltung, die 11t in der Erinnerung in späteren Jahren leben- ig bleiben wird. Der Tag brachte ein umfangenes Programm. Der festliche Tag wurde ein- ! eiltet durch die feierliche Flaggenhissung am Vor-
Großer Tag der Gießener Ruderer.
Naggenhiffung.— Gefallerren-Gedenkfeier.— Werbemarsch. — Anrudern
MM egmM Stabt bit igen an- lach W zerM Zeist de und U' hullM schäft fi s Dritte ' Feldm 1 enbui iler Abb en M' ,
dieTk- verbuu- er -en- । er Öen Zutun!! ReoA !
Trainings Verpflichtung der, aktiven Ruderer vorgenommen. Die einzelnen Mannschaften nahmen im Halbkreis vor der Bootshalle Aufstellung. Zu dieser Feier waren Vertreter der Partei, der SS. und SA., der Stadt und der Schulen erschienen.
Der Leiter des Instituts für Leibesübungen an der Universität, •
Or. Möckelmann
hielt die Ansprache. Es sei ein alter Brauch bei den Ruderern, so führte er u. a. aus, daß, wenn im Frühling die Sonne locke, die Boote auf das Wasser gebracht und das Anrudern abgehalten werde. An die Rudersaison 1934 knüpfe man allgemein und besonders in Gießen große Erwartungen.
Im neuen Staat komme es nicht mehr nur auf den Körper an, sondern vielmehr auf den ganzen Menschen. Es werde nicht Sport um des Sportes willen getrieben, sondern um der Aufrichtung der Persönlichkeit eines jeden einzelnen willen. Andererseits aber stehe nicht der einzelne im Vordergrund, sondern die Mannschaft. Das sei den Ruderern nichts ungewohntes, denn jeder Ruderer wisse, daß nur durch eine einheitliche Mannschaft und ausgesprochenen Mannschaftsgeist der Sieg errungen werden könne. Jeder Ruderer aber müsse hart und streng im Training stehen. Der Tag des deutschen Ruderers bedeute einen Appell, sich ein= zugliedern in diese harte Gemeinschaft. Alle Arbeit aber solle dazu beitragen, Persönlichkeiten zu schaffen auf die sich der Führer verlassen könne. Besonderes Augenmerk sei auf die Olympiade 1936 gerichtet. Es sei zu hoffen, daß die Gießener Ruderer, die für 1936 ihre schwersten Kämpfe zu bestehen haben werden, ihrem Verein, der Stadt und wenn es sein solle, dem ganzen deutschen Vaterland Ehre machen.
Als Vertreter der Stadt nahm sodann der
Beigeordnete pg. Bartholomäus!
das Wort. Er wies darauf hin, daß dieses gemeinsame Anrudern ein Ausdruck des nationalsozialistischen Geistes sei. Einigkeit alleinfichere die Höchstleistung. Der Nationalsozialismus habe sich diese Einigung zugunsten der Leistung zum obersten Gebot gemacht. Nur dadurch werde auf der Olympiade 1936 etwas zu erreichen fein. In seinen weiteren Ausführungen wies der Redner noch darauf hin, daß in Gießen eine weitere Einigung im Rudersport über die bestehende Trainingsgemeinschaft hinaus wünschenswert sei. Nachdem Herr Michel (Stadttheater) in vollendeter Weise ein Poem zur feierlichen Verpflichtung zum Vortrag gebracht hatte (der von den Mannschaften zum Teil im Sprechchor nachgesprochen wurde), fand die eigentliche Verpflichtung statt. Die Ruderer reichten ihren Führern die Hand und verpflichteten sich unter gleichzeitiger Berührung der Flagge des Vereins zum strengen Training.
Dann wurden auf den verschiedenen Bootsplätzen die Boote zu Wasser gebracht und in einer großen eindrucksvollen Auffahrt die Rudersaison offiziell eröffnet. Schließlich wurden zur Vervollständigung des Programms des Tages noch einige Kurzstreckenrennen durchgeführt.
fr andächtiger Stille wurden die einzelnen Fei- v. t mit dem Liede vom guten Kameraden be- gen.^lfi oien.
sei", 3,yen elf Uhr sammelten sich die Mannschaften t iB) tiie Mitglieder der drei Vereinigungen in der d, Vttishausstraße. Es galt, einen Werbemarsch her, ttiud die Straßen unserer Stadt durchzuführen.
Di Beteiligung an dieser Werbeaktion war sehr herauf Unter den Klängen schneidiger Märsche be- 0^', nact sich der Zug durch die Straßen und wurde 5eii % nik veachtet. Zwischen geschmückten Riemen wur- eiier h e- »ie Fahnen der Vereine und die Flagge des .«MTütchen Ruderverbandes vorausgetragen. ittPM Nachmittag sah die Gemeinde der Ruderer , <ttt !^em Platz der Gießener Rudergesellschaft von L V* ‘‘.ii 1-871 Bereinigt. In einer würdigen Feier wurde hie V” I
liteng. Die Mannschaften und Mitglieder traten neu er den Bootshäusern an, die Mannschaften wur- ! «n nach ihrer Stärke dem Dereinsführer gemeldet, .. L Dann jeweils den Aufruf des Führers des Deut- !l lnrot । Ruderverbandes, Pauly, verlasen. In kur- lhiiqi <;ei Ansprachen würdigten darüber hinaus die ; Jütrer der hiesigen Vereine die Bedeutung des "... !Ccc»5. Unter den Klängen des Deutschland-Liedes beM -(cen die schwarzweißroten Flaggen empor, unter j ; Klängen des Horft-Wejsel-Liedes wurden die ycyiyi. eicytriii
iüne au ■ a:gen der Vereine an die Masten. icnofflW j- ........—
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e her & «! uch musikalische Darbietungen, die dem Charakter as friw [ Feier entsprachen, bekamen die Heldenehrungen h Gerak jjjre besondere Note. Beim Verein Rudersport hielt werde jj r F^hker, Herr Levermann, die Gedächtnis- enheit ' <i stoche, in der er des Weltkrieges und der über- ix^cihen Leistungen des deutschen Volkes und sei- i ersetze Kämpfer an der Front gedachte, er rief die n an M Mit von 1914 und 1918 in die Erinnerung zurück Gott, - rin) gedachte cmch der im Weltkrieg gefallenen Mit- durch d' <:(|>ter des Vereins und der 5000 Ruderer, die ihr <ßOlt te bin gegeben hatten. Die Feier beim Ruderklub SteWfoiifitt nahm ebenfalls einen würdigen Verlauf. H und i Mc Bereinsführer Herr S ch ü ß l e r hielt die An- n an s suche. Die Gießener Rudergesellschaft hatte für L xu ■ i w Gedächtnisfeier Herrn Prof. Dr. H o r n e f f e r , citormnen, der seinen Ausführungen das Wort: M i .Deutschlands Fahnen wehn in Gottes Wmd, ? n Selig die, die tapfren Herzens sind!"
l rMusstellte. Er schilderte in ergreifender Weise f Xfde 8 ’ öte Wesen der zwei Millionen Toten, die für uns '. nur ü ritch! tot seien, sondern ewig leben werden. Kein Atä lecht unseres Volkes werde so unsterblich sein el,\ M Mit -ene! Ihre Tapferkeit werde die Tapferkeit un- aesi lter Geschlechter immer wieder neu entfachen! t Ä l^cheer der Gefallenen werde uns Jahrhunderte ^r.Jr Jahrtausende hindurch begleiten!
)gn ü__- eutx» wutrXon ht» otmefnen ivei-
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Handball-Großkämpfe auf GießenerSpielfeldern
Lm die HandballGaumeisterschast
lufpo. 86/09 Kassel — Tv. Wetzlar 5:10 (3:3).
Heller, warmer Sonnenschein lag über dem Universitätssportplatz, als sich die beiden Gruppen- meister des Gaues XII im dritten Spiel um die Meisterschaft in folgender Aufstellung gegenübertraten:
Kassel: Amrhein; Riemenschneider, Schmidt; Mende, Trinkaus, Brach; Deist, Wicke, Reisinq K., Reifing B., Waldeck.
Wetzlar: Longwitz; Krämer, Bärwinkel; Müller, Reg, Pausch; Frohmer, Wagner, Dehn- hardt, Böhm, Nold.
Das Spiel begann sehr lebhaft und wechselvoll. Es aing aufs Ganze. Der Wetzlarer Sturm, der verschiedene Male schön durchbrach, dränate energisch. Als dann Wetzlars Wurfkanone Nold im Strafraum den Ball erhielt, fetzte er ihn unhaltbar flach ins Netz. Nach dem Anstoß versuchten die Leute aus Kassel durch weite Schüsse zum Erfolg zu kommen. Wieder rollte ein Ansturm der flinken Wetzlarer zum Tor, und Dehnhardt erhöhte auf 2:0. Jetzt drehten auch die Gegner auf. Wetzlars Verteidigung spielte hart aber vorteilhaft. Schließlich gelang dem Kafseler Stürmer Reifing ein schöner Drehwurf, den auch die Parade des Wetzlarer Torhüters nicht halten konnte. Immer härter wurde das Spiel. Wieder steht Kassel vor dchn Tor, um durch einen Prachtschuß des Mittelstürmers gleichzuziehen.
Wetzlars Stürmer überraschen durch schönes Zuspiel und sicheres vorteilhaftes Aufrücken. Jetzt hatten sie verschiedentlich Pech: Nold knallte nacheinander zwei Prachtwürfe an die Latte. Der Schiedsrichter, der übrigens ausgezeichnet leitete, mußte in der Folge öfters eingreifen, da das Spiel zusehends härter wurde. Nachdem es Kassel gelang, mit 3:2 in Führung zu gehen, zog Wetzlar kurz vor Schluß der ersten Halbzeit wieder gleich.
Nach Beginn der zweiten Spielhälfte ging der Kampf erbittert weiter. Beide Mannschaften rangen hart um den Ball. Wieder krönten Wetzlars Rothemden einen schnellen Vorstoß durch einen unhaltbaren Torwurf. Es hagelt Strafwürfe. Dann wurde die Ueberlegenheit der Roten drückend. Während die Kasseler vor dem Tor durch schlechtes Freispielen nicht zum Erfolg kamen, warf Wetzlars Sturm, der sich in allen Teilen gut versteht, Tor um Tor. In überflüssiger Weise „glänzte" ein Verteidiger Kassels durch geschicktes Beinstellen, doch der Unparteiische sah es und stellte ihn heraus. Sicher erhöhten die .Wetzlarer auf 10:4, bis es einem gegnerischen Stürmer gelang, einen unerwarteten Rückhanddrehwurf ins Netz zu bringen.
So wurde Wetzlar 10:5 Meister des Gaues XU. Man darf darauf gespannt fein, wie sich die Mannschaft in den Kämpfen um die Deutsche Meister* schäft schlagen wird.
1900 schlägt <5fabtfporfvereitt Frankfurt 8:7 (4:4).
Ihrer Tradition, gegen ausgezeichnete Gegner gute Spiele zu liefern, blieben 1900s Handballer auch am Samstag treu. Man sah ein schönes Kampfspiel, das auch in technischer Hinsicht auf hoher Stufe stand. Der Stadtsportverein Frankfurt hatte eine Mannschaft von Format zur Stelle. 1900 trat an mit Enders. Birkenstock, Funke; Hoffmann^ Cremers, Mann; Betz, Krüger, Steines, Schüler, Herbert.
Das Spiel begann mit forschen Angriffen der körperlich ausgezeichnet disponierten Frankfurter. Die 1900er kamen kaum zum Zug, insbesondere fand sich die Hintermannschaft sehr schlecht. Es waren keine zehn Minuten vergangen, und der Stadtsportverein lag 3:0 in Führung. Die Tore waren Prachtwürfe des ausgezeichneten Mittelstürmers Acker. Von nun an legten sich die Einheimischen besser ins Zeug. In der Läuferreihe wurde besser zerstört und auch aufgebaut. Dadurch gewann natürlich auch her Sturm an Gefährlichkeit, und wieder einmal mehr war Krüger als Torschütze erfolgreich. Er erzielte drei Tore. Inzwischen hatte aber Acker den 1900er-Hüter ein viertesmal überwunden. Da erzielte Steines durch schönen Rückhandwurf kurz vor der Pause den Ausgleich. Nach dem Wechsel versuchten beide Parteien in Front zu kommen. Das aetang zunächst den 1900ern, aber wiederum glich Acker aus. Das wiederholte sich kurz darauf Dann wurden die Spielvereinigungsleute tonangebend. Wiederum Krüger und schließlich Schüler erhöhten auf 8:6. Zwei weitere Tore wurden wegen Abseits nicht gegeben. Den Frankfurtern brachte schließlich der unverdrossene Kampfeswille ein siebentes Tor ein. Damit war ein wirkliches Werbespiel für den Handball zu Ende.
1900 fomb. — Tv. Heuchelheim I 7:2 (4:1).
Die rührigen 1900er Handballer hatten am Sonntag die erste Mannschaft des Tv. Heuchelheim zu Gast. Auch hier entwickelte sich ein schöner und spannender Kampf. Leider hatten die Gäste nur zehn Mann zur Stelle, sie zeigten aber trotzdem ein ansprechendes und flottes Spiel. Die 1900er hatten eine recht glückliche Kombination herausgebracht und waren jederzeit tonangebend. Bei Halbzeit stand die Partie 4:1 für die Blauweißen, das Schlußrefultat lautete 7:2 zu ihren Gunsten.
110-Kilometer-Gtraßenrennen der unbekannten Radfahrer.
Vorzügliche Leistungen der Fahrer in beiden Klaffen.
Der Bezirk Gießen im Gan XII Nord- Hessen des Deutschen R a d f a h r e r v erbau d e s führte am gestrigen Sonntag die Suche nach dem unbekannten Straßenfahrer mit einem Rennen über 110 Kilometer durch. Gefahren wurde in zwei Klassen, und zwar in der Klasse für Rennmaschinen und der Klasse der Tourenfahrer. Für die Klasse I (Rennmaschinen) hatten 15 Fahrer gemeldet, 12 waren am Start erschienen, 7 Fahrer passierten das Ziel. In der Klasse der Fahrer mit Tourenrädern waren 14 gemeldet, am Start erschienen jedoch nur 8 Teilnehmer und das Ziel konnte nur von 3 Fahrern passiert werden.
Für den Wettbewerb herrschte ein recht gutes Rennwetter, stellenweise waren allerdings nasse und schwierige Straßen zu passieren, teilweise herrschte leichter Gegenwind, der die Aufgabe erschwerte. Das Rennen verlief ohne Unfall und nahm einen glatten Verlauf.
Die Ergebnisse:
Klasse I, Rennmaschinen: 1. Jos. Wilh. Becker (Gransberg i. T.) 3:34,30 Stunden; 2. Carl Horn (Steinbach) 3:36,10; 3. Otto Frank (Ruppertenrod) 3:51,10; 4. Roth (Gransberg) 3:55,22; 5. Lecke (Wölfersheim) 3:58,12; 6. Rink (Hattenrod) 4:00,05; 7. Höbet 2. (Wetzlar-Nieder-Girmes) 4:09,20 Stunden.
Klaffe II, Tourenräder: 1. Friedr. Steinmetz (Marburg) 3:41,28 Stunden; 2. Erich Sommer (Gießen) 3:49,31; 3. Herbert Hofmann (Gießen) 4:30 Stunden.
Die Strecke führte hie Fahrer von her Karlsruhe aus über Lollar nach Grünberg und von Gründer g nach Gießen zurück.
Oer Verlauf der Vennm.
In der Klaffe I fuhren nach her ersten Rund» her zweimal zurückzulegenben Strecke noch sieben Mann. Während der zweiten Runde fonberten sich hie drei ersten immer mehr ab unb her Sieger führte kurz vor Grünberg in der Steigung hie Entscheidung herbei. Die verschiedenen Steigungen sprengten das Feld immer mehr auseinander. Nachdem die fünf schwächeren Fahrer nach unb nach aufgegeben hatten, strebten die übrigen in rascher Fahrt dem Ziele zu. Becker siegte jedoch unangefochten.
In der Klass e II bildete sich nach etwa 20 Kilometer eine Spitzengruppe von vier Mann, hinter der, etwa acht bis neun Minuten zurück, drei weitere Fahrer folgten. Die Spitzengruppe beendete die erste Runde geschlossen in 1:57 Stunden. In der zweiten Runde schmolz das Feld auf drei Mann zusammen- Bei Grünberg führte Steinmetz, der bis dahin noch Sommer vor sich hatte, die Entscheidung herbei, da er die Steigungen leichter nahm und nicht zuletzt dadurch unangefochten siegen konnte.
Arbeiter, Kaufleute und Studenten, hie sich zu diesem Rennen gemeldet hatten, haben ihr erstes Straßenrennen beendet! Der Deutsche Radfahrerverband wird die Besten in seine Reihen aufnehmen und betreuen lassen. Wenn auch nicht jeder au den Olympiakämpfen teilnehmen kann, so können sie doch das Bewußtsein in sich tragen, etwas für Deutschland getan zu haben. Das Rennen selbst wurde auf der Strecke unb am Ziel sehr viel beachtet.
Um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Die Ergebnisse.
Gruppe Südwesi:
in Stuttgart: Union Bückingen — SV. Waldhof 2:4 (1:2), in Köln: Mühlheimer SV. — Offenbacher Kickers 4:4 (2:2).
Gruppe Mitte:
in Dresden: Dresdner SE. — Wacker 5)aUe 7:2 (3:2); in Fulda: Borussia Fulda — 1. FE. Nürnberg 1:2 (1:1).
Gruppe Ost:
in Berlin: Viktoria 89 Berlin — Viktoria Stolp 4:2 (1:0); in Danzig: Preußen Danzig — Beuchen 09 1:4 (0:2). .
Gruppe Nordwest:
in Dortmund: Schalke 04 — TV. Eimsbüttel 4:1 (1:1); in Hannover: Werder Bremen — VfL. Benrath 2:2 (1:1). *
118 000 Zuschauer wohnten am Sonntag insgesamt den acht Spielen der zweiten Endspiel- runde zur Deutschen Fußballmeisterschaft bei.
(Menriede-Iienuen vor 80000 Zuschauern.
Die deutsche Motorradsaison wurde am Samstag mit dem 11. internationalen Eilenriede-Rennen bei Hannover eröffnet. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand das Rennen der Klasse bis 250 ccm, bas mit einem Siege des Ehemnitzers Walfried Winkler auf der neuen DKW.-Konstruktion endete. Winkker benötigte für die 200 km lange Strecke 2 :05 :37,4 (95,6 Stdkrn.). Kahrmann- Fulda, S a n d r i - Bologna tarnen auf den nächsten Plätzen ein.
Bauhofer der Sieger des zweiten Tages.
Auch der zweite Tag des 11. internationalen Eilen- riede-Rennens bei Hannover gestaltete sich zu einem großen Erfolge. 80 000 Zuschauer umsäumten die 4 km lange Rundstrecke, auf der sich die Teilnehmer aller Klassen erbitterte Kämpfe lieferten^ In der Klasse der 350er Maschinen schaffte der Sieger, Klein- Frankfurt, auf Norton mit 973 Stdkrn. neuen Rekord und bei den Halblitermaschinen fuhr B a u h o f e r nicht nur zum vierten Male den Sieg heraus, sondern brachte es mit 103,8 Stdkrn. auf der Eilenriede zum ersten Male über die 100- km-Grenze. Eine Enttäuschung waren die Ausländer. Leider ereignete sich auch ein Todessturz. Der Berliner Willy Protzig raste in einer 8-Kurve in voller Fahrt gegen einen Baum unb war auf der Stelle tot.
Zielflug von Wiegmeier über 80 km.
Der durch feine Thermiksegelflüge in den letzten Wochen bekannt gewordene Pilot Wiegmeier vom Forschungsinstitut für Segelflug ließ sich dieser Tage auf dem „Präsident", einer Konstruktion von Lippisch, über dem Griesheimer Platz Hochschleppen, gewann nach dem Ausklinken ständig an Höhe unb verschwand bald nach Norden. Am andern Morgen traf die Nachricht ein, daß Wiegmeier bei Braunfels im Lahntal, seinem Heimatört, gelandet seü Die Flugstrecke beträgt etwa 80 Kilometer. Der Hervoragende Pilot ist also, wie er bei seinem Start angekündigt hatte, tatsächlich „mal ein bißchen heimgeflogen". Die geschickte Ausnutzung der Warmluftströmungen und Wolk:nwinde eröffnet also, wie man sieht, ein ganz neues Gebiet einer Art Segelflugtouristik, bei der man mit einiger Bestimmtheit den vorgenommenen Zielort erreichen kann.


