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Achtung! Achtung!

GA.-Gpen-etag am 2i.unb 22. April ^934! Veranstaltungen anläßlich der Spendetage.

lungen und Beiträge sind stark zurückgegangen. Trotzdem klingt durch die Rede des Leiters der Schwesternschaft eine starke Hoffnungsfreudigkett und Zuversicht auf die kommende Entwicklung. Wie es in unserem ganzen Volke aufwärts geht, so be­steht auch die Hoffnung, daß Werke do* der Art des Hessischen Diakonievereins gedeihen werden. Die Erziehungsarbeit, die er leistet, die Pflege, die durch seine Schwestern geschieht, die Diakonie, die er durch Frauen an unserem Volke treibt das alles sind notwendige und wertvolle Dienste, mit denen er sich dem Dritten Reich zur Verfügung stellt.

Nachdem auch die Rechnungsablage und der Vor­anschlag von der Mitgliederversammlung genehmigt worden waren, dankte der Vorsitzende, Herr Ober« kirchenrat Dr. Horre allen, die sich dem Werk zur Verfügung gestellt haben und bat, ihm ihre Mitarbeit auch weiter zu gewähren. Eine musi­kalische Abendfeier bildete den Wschluß der Tagung und zugleich die Einführung der Obenn Fresenius. Frl. Margarete L e t t e r m a n n (Berlin), eine Schülerin von Professor G. Have- mann, wußte in ausgezeichneter Weise durch ihre musikalischen Vorträge zu erheben An Prälu­dium und Fuge für Violine von I. S. Bach rechte sich das Konzert in v-Moll für Violine unb Kl°. vier von Spohr und das Scherzo Taranelle von Winiasky. Reicher Beifall belohnte die Künstlerin.

Aus der provinzialhauptüadt.

Sei schön für Gesundheit und Beruf.

Es ist in vielen Berufen geradezu eine Not­wendigkeit, seine äußere Erscheinung durch eine an­gemessene natürliche Körperpflege zu heben, und eine richtige Körperpflege dient nicht nur dem guten Aussehen, sondern vor allem auch der Gesundheit. Eine solche Pflege der äußeren Erscheinung besteht vornehmlich in einer richtigen Haut- und Haar­pflege. Die Haut ist Atmungsorgan, sie hat ferner neben anderen Aufgaben die Wärmeregulierung des Körpers zu besorgen. Um der Aufgabe des Kalte- und Wärmeschutzes gerecht werden zu können, muß die Hautabgehärtet" werden. Das bedeutet aber nicht, daß sie abgestumpft sein soll, sondern daß sie gegenüber allen Einflüssen durch Wärme und Kälte sich sofort in der nötigen Weise umzustellen ver­mag, kurz und gut, daß sie arbeitstüchtig bleibt. Das ist der beste Schutz gegen Erkältung.

Für die tägliche Körperpflege ergeben sich daraus folgende Notwendigkeiten: eine tägliche Körper­reinigung, die am desten abends vorgenommen wird, die aber nicht aus einem Bad zu bestehen braucht. Eine Ganzwaschung, die ohne Seife und mit kaltem Wasser vorgenommen wird, genügt, und läßt sich auch unter den einfachsten Umständen durchführen. Danach kräftiges Abreiben mit einem Frottierhandtuch, so lange, bis die Haut knallrot aussieht. Neben dieser täglich unbedingt notwen­digen Behandlung mindestens einmal in der Woche ein reines Bad und Reinigung des Körpers mit Seife. Der Haut darf durch Seife nicht übermäßig Fett entzogen werden. Darum empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen die Haut mit einem Pflan­zenfett einzuölen.

Zu einer guten Erscheinung gehört auch in erster Linie ein gut gepflegtes Haar. Jeden Abend soll das Haar mit einer aut gereinigten, nicht zu weichen Bürste erst mit und dann gegen den Strich gebürstet werden. Eine solche regelmäßig ausgeführte Pflege ist das beste Mittel, das unschöne, schmierige Aus­sehen manchen Kopfhaares zu verbessern und schwa­chen, spärlichen Haarwuchs zu kräftigen. Außerdem muß das Haar in reglmäßigen Abständen gewaschen werden, wobei die Seifenreste gründlich aus dem Haar gespült werden müssen. Sehr angenehm ist ein Zusatz von Essig oder der Saft von zwei Zitronen im letzten Spülwasser. Bei trocknem, sprödem Haar ist es'empfehlenswert, einen Tag vor dem Waschen ein reines Pflanzenöl (Oliven- oder Mandelöl) auf der Kopfhaut zu verreiben oder nach dem Waschen einen fetthaltigen Haarspiritus zu benutzen.

Hausfrauen kaust richtig ein!

Mit großer Eindringlichkeit hat vor einiger Zeit Landesbauernführer Dr. Wagner diese Mah­nung vor den Gärtnern der fruchtbaren Main- landschaft in Frankfurt a. M. ausgesprochen, wo der Gärtner unter der erdrückenden Last der durch die Großmarkthalle bewirkten Einfuhrüberschüsse zu leiden hat. Wo das Angebot der Auslandware be­sonders groß ist, war es für die städtische Haus­frau bisher schwer, der deutschen Ware den Vor­zug zu geben, denn oft konnte sie deutsch« von aus­ländischer Ware nicht unterscheiden. Die Kennzeich­nung der Früchte deutscher Scholle mit der Auf­schriftDeutsches Erzeugnis" wird uns sicherlich in diesem Fahre in dieser Beziehung weiterbringen, aber mit dieser Hilfe allein dürfen wir uns nicht be­ruhigen. Die Gärtner und auch die Landfrauen, die selbst ihre Gartenerzeugnisse absetzen wollen, soll­ten sich nachdrücklich dafür einsehen, daß in allen Läden, vor allem aber auf den Märkten, die Ernte­zeiten für deutsches Obst und Gemüse bekanntae- geben werden, damit die Hausfrau eine Einkaufs- kontrolle haben.

Kaufmännische Gehilfenprüfunq.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt mit: Im Einvernehmen mit der Deutschen Arbeits- front, der Gauleitung und dem Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag werden dieses Jahr erst­malig kaufmännische Lehrlinge geprüft. Für den Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen findet diese Prüfung am Sonntag, 22. April, 8.30 Uhr, pünktlich in den Räumen der Kaufmännischen Berufsschule und der veffentlichen Handelslehran­stalt, Gießen, Liebigstraße 16 (Alte Klinik) statt.

tHornorucn

Tageskalender für Montag. Orts­gruppe Gießen-Nord: 20.30 Uhr, Eaf6 Leib, Zellen- abend der Zellen 2 und 3; Zelle 5: 20.30 Uhr Blockabend für Block 1 und 2,Stadt Marburg". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Gold". Deutsche Stenographenschaft: 19 Uhr, Pestalozzischule, Be­ginn des Anfänger-Lehrgangs.

RVH. Froschschenkel. Spazieraänger und Tierfreunde achtet auf das schändliche Treiben der Froschfänger und sorgt dafür, daß diesem ruchlosen Gesindel das Handwerk gelegt wird. Paragraph 2, Absatz 12 des Reichstierschutzgesetzes vom 24. No- vember 1933 verbietet, lebenden Fröschen die Schenkel auszureißen oder abzutrennen. Diese Un­menschen reißen lebenden Fröschen die Hinter- schenke! ab und lassen die Tiere dann auf dem Rasen liegen, wo sie sich noch tagelang mit ver­stümmeltem Körper dahinschlep^en/ bevor sie quäl- voll sterben. Meidet bei Einkäufen Geschäfte und Marktftauen, die Froschschenkel feilbieten.

Gamstag, 21. April:

1819 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges Re­serve-Sturmbanns 1/116 in der plockstraße- Johannesstraße.

20.30 Uhr: Zapfenstreich (Leitung der Füh­rer des Sturmbanns 11/116). Aufstellung am Standartengebäude, Landgraf-Philipp-Platz.

Der Zapfenstreich marschiert durch fol- gende Straßen: Landgraf - Philipp - Platz, Sonnenstrahe, Reuen Baue, Ludwigsiraße, Alicensirahe, Frankfurter Straße, Selters- weg, ttaplansgasse, Reustadt zum Oswalds- garten.

Sonntag, 22. April:

7.30 Uhr: Wecken.

1112 Uhr: Platzkonzert des Wusikzuges des Sturmbanns 2L 1/116 in der plockstraße- Johannesstraße.

1213 Uhr Platzkonzert des wusikzuges der Standarte 116, Dammstraße-Ecke walltor- strahe.

Die ,Heimatvereinigung Schiffen­berg" hielt am Sonntagnachmittag auf dem Schiffenberg chre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Leiter der Vereinigung Oberforstmeister Nicolaus wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß die Vereinigung in diesem Jahre auf eine fünfjährige Tätigkeit zurückblicke. Sie sei damals zunächst nur zur Durchführung der 800- Iahr-Feier ins Leben gerufen worden, es habe sich aber gezeigt, daß das Fortbestehen der Vereinigung zur Förderung der Schönheiten des Schiffenbergs und seiner Umgebung, zur Ueberbrückung der Ge­gensätze zwischen Stadt und Land, sowie zur Er­haltung echten Volkstums eine dringende Notwen­digkeit sei. Oberforstmeister Nicolaus gedachte sodann der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder der Vereinigung, zu deren Ehren sich die Anwesen­den von den Sitzen erhoben.

Zur Tagesordnung übergehend, machte der Ver­einsleiter zunächst darauf aufmerksam, daß die Eingliederung der Heimatoereinigung Schiftenberg in den Reichsbund Volkstum und Heimat, Land­schaft Rheinsranken - Hessen-Nassau erforderlich sei. Der Reichsbund verfolge vor allem den Zweck, die gesamte deutsche Volkstums- und Heimatbewegung neu zu gestalten. Innerhalb der Landschaft Rhein­franken - Hessen seien besondere Fachämter geschaf­fen worden und zwar für Volkskunde und Volks­tum, für Heimatgeschichte und Denkmalpflege, für Naturschutz, für Tierschutz und Volksbildung.

Die heimalvereinigung habe seither schon im Sinne des Reichsbundes gearbeitet.

Sie verfolgte ungefähr die gleichen Ziele wie der Reichsbund Volkstum und Heimat. Es frage sich daher, ob die Heimatoereinigung an sich noch Exi­stenzberechtigung habe. Diese Frage sei von so gro­ßer Bedeutung, daß eine Aussprache hierüber not­wendig sei. In der nun folgenden Besprechung wies zunächst Bürgermeister Schäfer (Watzenborn- Steinberg) darauf hin, daß die Heimatvereinigung Schiffenberg durch ihre besonderen Aufgaben, die lokaler Natur seien, ihre Existenzberechtigung be­halte. Auch die übrigen Redner (Oberstaatsanwalt Wodaege, Dr. Michel, Rektor V. M ü ll e r, Lehrer Mörschel, Garbenteich, u. a.) vertraten die Auffassung, daß die Heimatvereinigung Schiffen­berg neben den allgemeinen Zielen, die auch der Reichsbund Volkstum und Heimat verfolgt, große Aufgaben zu erfüllen habe und Zwar die Pflege der Schönheiten des Schiffenbergs und seiner Um­gebung, sowie die Herstellung der inneren Verbin­dung der Bewohner rings um den Schiffenberg.

Es wurde daher einstimmig beschlossen, die Heimatvereinigung Schiffenberg bestehen zu lassen und ihre Eingliederung in den Reichsbunde Volkstum und Heimat zu veranlassen.

Unsere Nachbarstadt Großen-Linden er­lebte gestern ein lokalgeschichtlich bedeutungsvolles Ereignis: den Abschied von der alten Schule und d i e Einw ei h u n g d e s neu e n Schulhauses. Herrlicher Frühlingssonnenschein und nahezu sommerliche Temperatur begünstigten den Verlauf der denkwürdigen Feier in bester Weise. Die Ortsstraßen waren mit Hakenkreuz- und schwarzweißroten Fahnen reich geschmückt.

Am <3tabtau5pang nach Lang-Göns zu stellte sich gegen 13 Uhr ein Festzug auf, an dessen Spitze der Bürgermeister und der Gemeinderat, sowie als Ehrengäste die Kreisschulräte Dr. Weigand und N e b e l i n g schritten, gefolgt von den Schulklassen mit ihren Lehrern, dem Jungvolk, dem BDM., der Hitler-Jugend, der SA mit dem Spielmanns­zug des II/R 116 und der Standartenkapelle 222, den Gesangvereinen und dem Kriegerverein. Auf dem Marsche wurde an der alten Schule halt­gemacht, um

Abschied vom alten Echulhaus zu, nehmen, Hier richtete der Schulleiter Rektor ^legsned eine kurze Ansprache an die große Menschenmenge. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf ote jahrzehntelange Schularbeit in diesem Hause hin, in dem zahlreiche Geschlechter Schätze des Wis­sens und Kräfte des Gemüts empfingen. Er er- mnerte weiter an die reiche Geschichte dieses Ortes

14 Uhr: Propagandamarsch (Aufstel- lung am Standartengebäude) durch die Stadt.

1718 Uhr: Platzkonzert des wusikzuges des Sturmbanns R. 1/116 am Selterstor.

1819 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 am Oswaldsgarten.

Volksgenossen! Bekundet eure innere Verbunden­heit mit den braunen Kampfern durch reichliche Spenden!

Vergnügungssteuerfreie Veranstaltun­gen am Geburtstag des Führers.

Amtlich meldet das DNB. aus Berlin: Der Herr Reichsminister der Finanzen hat die Landesregie­rungen gebeten, die Gemeinden (Gemeindeverbände) anzuweisen, Veranstaltungen von der Vergnügungs­steuer freizustellen, die von der NSDAP, und ihren Organisationen am 20. April 1934 ausschließlich aus Anlaß und zu Ehren des Geburtstages des Führers unternommen werden.

Die hierdurch notwendig werdenden Satzungsände­rungen werden genehmigt.

Hierauf erstattete Rektor i. R. Valentin Müller den Tätigkeitsbericht. Hieraus geht hervor, daß die Heimatoereinigung auch im abgelaufenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet hat. Außer einem gut besuchten Heimattag in Garbenteich fand auf dem Schiffenberg unter zahlreicher Beteiligung aus Stadt und Land ein sehr schön verlaufenes Jugendfest statt. Der von der Vereinigung durchgeführte Photo- Wettbewerb erbrachte außerordentlich wertvolles Material. Die von Bubenhand zerstörte Nicolaus- Ouelle wurde durch die Heimatvereinigung wieder hergestellt.

Auf dem Altan des Schiffenbergs soll eine Orien­tierungstafel angebracht werden. Der Sockel hierzu ist bereits hergestellt, die Einweihung der Tafel wird im Monat Mai erfolgen.

Außerdem hat die Heimatvereinigung in einer Reihe von geselligen Veranstaltungen (Weihnachts­feier, Familienzusammenkünfte usw.) das Zusam­mengehörigkeitsgefühl zwischen Stadt und Land und echtes Volkstum gepflegt.

Die finanziellen Verhältnisse der Heimatvereini­gung sind nach dem vom Rechner H. Kirchner erstatteten Rechenschaftsbericht günstig. Während die Einnahmen im abgelaufenen Jahre 330,14 Mark betrugen, wurden 249,80 Mark ausgegeben, so daß mit dem am Anfang des Jahres vorhandenen Be­stand heute 209,77 Mark vorhanden sind, außerdem ein Fonds für Erhaltung der Schönheiten des Schif­fenbergs und seiner Umgebung in Höhe von etwa 500 Mark.

Die Zahl der Mitglieder betrug am Anfang des Dereinsjahres 322, neu eingetreten sind 18, gestor­ben 5, verzogen 4, ausgetreten 32, so daß die Ver­einigung heute noch 299 Mitglieder zählt. Durch weitere Neuanmeldungen wird die vorjährige Mit­gliederzahl wieder erreicht. Der Vereinsleiter for­derte zur Werbung neuer Mitglieder auf, unter Hinweis darauf, daß bei dem geringen Beitrag von 1 Mark pro Jahr allen Volksgenossen die Mög­lichkeit geboten sei, an den Aufgaben der Vereini­gung mitzuarbeiten.

Bezüglich der künftigen Aufgaben der Vereini­gung wurde beschlossen, am 17. Juni d. I. auf dem Schiffenberg ein Konzert zu veranstalten und damit gleichzeitig eine

Sonnwendfeier

zu verbinden. Weiter sollen die Bänke aus dem Schiffenberg und seiner näheren Umgebung neu hergerichtet werden.

Zum Schluß der Verhandlungen brachte der Der- einsleiter noch ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler aus. Im Anschluß an die Mitgliederversammlung fand eine Familienzu- s a m m e n k u n ft statt, bei der neben musikalischen Darbietungen Gosangsvorträge des Frauenchors Hausen wesentlich zur Verschönerung der Veran­staltung beitrugen.

und dankte in diesem Zusammenhang dem ftüheren Ortsgeistlichen Pfarrer Schulte, der in fleißiger Zlrbett die Heimatgeschichte Großen-Lindens erforscht und seinen Mitbürgern in Wort und Schrift zu­gänglich gemacht hat. Der Redner gedachte sodann der Lehrer, die in diesem Hause in Treue und Segen gewirkt haben; die meisten decke die kühle Erde, aber ihre Werke folgen ihnen nach In dank­barer Andacht sei in dieser Stunde an das liebe und traute Schulhaus als Stätte der Arbeit und der Feier zu denken. Dank gebühre bei diesem Abschied auch dem großen Menschenhüter, der dieses Haus allezeit beschützt und es zu einer Stätte reichen Segens für die Gemeinde habe werden lassen. Mit der Bitte an Gott um seinen Segen bei diesem Aus- und Eingang nahm der Schulleiter namens der Schule Abschied von dem alten Schulhaus.

Nach einem Gedichtvortrag der Schülerin Hilde­gard Keßler und dem gemeinsamen Gesang der SchulkinderUnseren Ausgang segne Gott" folgte der Abmarsch zur neuen Schule.

Mit feierlichem Glockengeläute grüßte die Kirche den Zug der Kinder und der übrigen Marschieren­den beim Betreten des neuen Schulhofes. Hier grup­pierten sich die Festzugsteilnehmer und die vielen Gemeindeglieder in großem Halbkeis vor dem Ein­gang des neuen Schulhauses,

Oie Einweihung der neuen Schule begann mit einem Musikstück der Standartenkapells 222. Nach dem Choralgesang der Kinder des 3. bis 7 SchuljahresGroßer Gott wir loben dich" hielt der jetzige Ortsgeistliche Pfarrer G e r m e r die erste Ansprache. Er wies zunächst aus die reiche Kennt­nis der Ortsgeschichte und der Geschichte von Kirche und Schule hin, die Großen-Linden seinem Amts- Vorgänger Pfarrer Schulte verdanke, dem dafür der herzliche Dank der Gemeinde gebühre. Sodann prach er der Schule die Glückwünsche der Kirche zu diesem schönen Schulhausbau aus und betonte dann die gemeinsame große und heilige Aufgabe, die Schule und Kirche im Dritten Reich zu erfüllen haben: die Aufgabe der Erziehung einer guten deutschen Jugend. Zu dieser schweren und oerant- wortungsvollen Aufgabe habe unser Glaube immer wieder neue Kraft und neue Wege, der Glaube an die Vatergüte unseres Gottes, der unserem deut­schen Volke deutsche Art gegeben, die wir lieben, an der wir hängen, der Glaube an die Vater güte Got­tes, der unser Volk wunderbare Wege geführt hat«

Der 2L/22. April 1934 stehl im Zeichen der Kirschblüte!

An diesen Tagen sammelt die deutsche Jugend für ihre Heimstätten. Die deutsche Jugend will wandern. Schenkt ihr Sonne und Frohsinn durch Euren Beitrag.

ür die wir nicht dankbar genug fein können, der uns den Heiland Jesu Christi als vollkommensten Erzieher für Jung und Alt geschenkt hat. Mit herz­lichsten Wünschen für die Erziehungsarbeit in der neuen Schule schloß der Redner seine eindrucksvollen Worte.

Bürgermeister Lang begrüßte als Sprecher der Stadt Großen-Linden zunächst den Vertreter des Kreisamtes Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s, den Vertreter des Kreisschulamts Kreisschulrat Dr. Weigand und den Vertreter des NS.-Lehrerbun- des des Kreises Gießen, Kreisschulrat Nebeling. Er gab sodann einen kurzen Ueberblick über die Ge­schichte des Schulhausbaues und die damit verbun­denen Schwierigkeiten und Sorgen unter der Herr­schaft des früheren Systems. Sodann hob er den wiedererwachten Glauben an die deutsche Zukunft durch den Sieg der nationalsozialistischen Revolu- Hon hervor, der auch in Groß-Linden den Mut wie­der belebt habe und die Ueberzeugung schuf, daß der unter dem Führer Adolf Hitler begonnene Aufschwung sich fortsetzt und damit der Stadt die Möglichkeit gibt, allen ihren Verpflichtungen aus diesem Bau nachzukommen. Der Redner sprach hier­auf allen Schaffern an dem Bau den herzlichen Dank der Gemeinde aus, wünschte dem Geist der strengen Pflichterfüllung gegenüber Staat und Volk eine gute Heimstatt in dem neuen Schulhause, segensreiche Erziehungsarbeit der Lehrerschaft an der ihr anvertrauten Jugend im Geiste des Dritten Reiches und huldigte zum Schluß dem Feldmar- schall und Reichspräsidenten von Hindenburg und dem siegreichen Führer und Volkskanzler Adolf Hitler mit dreimaligem, von der großen Men­schenmenge begeistert aufgenommenemSieg-Heil!"

Der Leiter des hessischen Schulwesens, Ministe­rialrat Ringshausen, der mittlerweile ein­getroffen war, hielt sodann eine längere Ansprache, in der er den Einzug in das neue Schulhaus in Verbindung brachte mit dem Einzug eines neuen Geistes in unser Volk und Vaterland. Er begrüßte den Willen der Stadt Großen-Linden, im gleichen Schritt und Tritt mit unserem Führer Adolf Hitler in die Zukunft zu marschieren. Dabei müsse alles Gute aus der Vergangenheit mit hinübergenommen werden in eine bessere Zeit, aller Unwert und alles Schlechte aber zurückgelassen werden. Die Uneinig­keit und Zerklüftung unseres Volkes müsse der Ein­heit und Geschlossenheit Platz machen,, das frühere Bekämpfen aller Volksgenossen müsse durch Gemein­schaft und treues Zusammenhalten ersetzt werden, der internationale Wahn der Vergangenheit sei durch das rückhaltlose Bekenntnis zum deutschen Vaterland und dem deutschen Geist zu ersetzen der frühere Unglauben durch den Glauben an Volt und Vaterland, an Heimat, an Blut und Gott, die materielle Gesinnung sei zu verdrängen durch das Bekenntnis zu den hohen Idealen von Volk unh Vaterland, zum Leben unseres Volkes. Der Redner forderte sodann auf, in Fleiß und Arbeit und mit dem Willen zur Tdt, mit dem Glauben an das eigene Volk, an die eigene Kraft das Leben zu ge­stalten, dabei aber auch die Großtaten des heldischen Geistes in unserem Volke nicht zu vergessen und sich immer vor Augen zu halten, daß nur ein Volk, das stets bereit sei seine Ehre zu wahren, sich in der Welt behaupten könne. Weiter betonte der Redner, daß Einheit und Geschlossenheit nur auf der Grundlage der sozialen Gerechtigkeit möglich seien, die er als eine vordringliche Aufgabe für die deutsche Zukunft bezeichnete. Gerechtigkeit gegenüber der Arbeit und gegenüber dem Manne der Arböit und der Tat sei der Grund und Boden unserer Kraft der Zukunft. In diesem Geiste müsse unsere Jugend zu Persönlichkeiten der Tat erzogen werden. Das neue Schulhaus möge eine Stätte fein, an der die Jugenderziehung als hohe Aufgabe beim Wieder­aufbau unserer Nation betrachtet wird, nicht im formalen Abwickeln der Dinge wie früher, sondern im Gestalten von charaktervollen Persönlichkeiten aus dem nationalsozialistischen Geiste heraus nach der großen Parole: Ich diene meinem Volke! Mit diesem Wunsche überreichte der Redner den Schlüssel zu dem neuen Schulhaus dem Schulleiter Rektor Siegfried, zugleich mit der Erwartung, die hohe Aufgabe in der Schule immer unter das Ge­löbnis zu Volk und Vaterland zu stellen nach dem Wort: Ich grüße meinen Führer und das Doll. Heil Hitler! Begeistert stimmte die Menschenmenge dem Redner zu.

Der Schulleiter, Rektor Siegfried» begrüß«

Hauptversammlung der Heimatvereinigung Gchiffenberg.

SchvlhausEiniveihung in Großen-Linden

«Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.)

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