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Oberheffen.

Generalversammlung des Obst­und Gartenbauvereins Wiesest.

(xd Wieseck, 18. März. Der hiesige Ob st­und Gartenbauverein hielt am Sonntag in der Wirtschaft Braun seine ordentliche General­versammlung ab. Der Vereinsführer Lehrer B e p p- l e r erstattete den Jahresbericht, dem u. a. folgen­des zu entnehmen war:Voll Hoffnung blickt der deutsche Bauernstand und mit ihm der Obst- und Gartenbau in die Zukunft. Ist man doch der lieber« zeugung, daß die nationale Regierung alles daran setzt, die deutsche Landwirtschaft wieder lebensfähig zu machen. Dies könne nicht durch die Einführung von hohen Schutzzöllen geschehen, sondern nur durch die Erziehung des deutschen Menschen dahin, in erster Linie deutsche Erzeugnisse zu kaufen. Be­sonders auf die Hausfrau müsse in diesem Sinne eingewirkt werden, da durch ihre Hand drei Viertel des deutschen Volkseinkommens ginge. Aber auch die Obst- und Gartenbauern müfsen alles daran­setzen, durch Erzeugung von Qualitätsware, durch kaufgefällige Aufmachung, durch richtige Sortierung und in die Augen stechende Verpackung den Wett­bewerb der ausländischen Erzeugnisse mit Erfolg aufzunehmen. Leider sei noch viel Arbeit zu leisten. Immer noch werden für Südfrüchte allein jährlich über 200 Millionen Mark ausgegeben und die Ein­fuhr von Pfirsichen hat sich sogar von 77 000 Doppelzentner auf 336 000 Doppelzentner gesteigert. Auch die Bananeneinsuhr ist von 448 000 Doppel­zentner auf über eine Million im Jahre 1932 ge­stiegen. Regierung und berufliche Organisationen haben mit Gegenmaßnahmen bereits eingesetzt, um dieser gewaltigen Einfuhr so schnell wie möglich Einhalt zu gebieten. Obenan steht die Kennzeich­nung der deutschen Ware in allen Geschäften.

Die Zahl der Mitglieder des Vereins hat sich im abgelaufenen Berichtsjahr um 21 vermehrt und beträgt nun 183. Die Rechnungsablage erfolgte durch Kaufmann A. Lotz. Sie ergab bei 903,10 Mark Ausgaben und 960,21 Mark Einnahmen einen Ueberfchuß von rund 57 Mark. Rechner Lotz berichtete dann über die durchgeführte Winter­spritzung und konnte mitteilen, daß 20 Zentner Obstbaumkarbolineum zur Bekämpfung der Haupt­schädlinge des Obstbaues verspritzt wurden.

Baumwart Haas gab praktische Winke über die jetzt notwendigen Baumpflegearbeiten, mahnte, eine sorgfältige Wundpflege durchzuführen und dem gefährlichsten Feind des Obstbaues, dem Apfelblatt- floh, gehörig zu Leibe zu rücken. Um der seuchen- haften Verbreitung des Borkenkäfers Einhalt zu gerieten, müsse alles dürre Holz aus den Baum­anlagen entfernt und verbrannt werden.

Im ob gelaufenen Geschäftsjahr hat der Verein wieder eine Prämiierung der bestgepfleg­te st e n Baumanlagen durchgeführt. Erste Preise erhielten: Baumwart Ludwig Haas, Karl Erb und Heinrich Weller. Mit zweiten Preisen wurden bedacht: Wilhelm O ß w a l o, Karl S o m - m er lad Ww., Heinrich Werner III., Karl Schäfer, Heinrich Peter Becker, Heinr. Wer­ner IV. und Hermann Weller. Anerkennungen wurden zuteil den Obstzüchtern: Heinrich Rohm, F. P a u s ch, Heinrich Eckhard, A. Lotz, Karl Schneider, Emil Kreiling und Ludwig Volzel.

Der Vereinsführer gaib dann noch lehrreiche Auf- schlüsse über neue Sortenzüchtungen und hob die Bedeutung der neuen Polizei Verordnung über die Schädlingsbekämpfung im Obstbau besonders her­vor. Den Beschluß der Tagung bildete eine Ver­losung von Sämereien, Beerenhochstämmen, Sauer­kirschen, Süßmost, sowie Garten- und Baumpflege­gerätschaften. In i>er anschließenden Sitzung des

Vereinsbeirates wurde die Anschaffung eines Süß- moftapparates beschlossen Im Herbst soll bei einer einigermaßen guten Ernte eine Obstausstellung ver­anstaltet werden.

Landkreis Gießen.

cf Großen-Buseck, 13. März. Bei der Straßensammlung für das Winter­hilfswerk (Plakettenverkauf) konnten in der Ortsgruppe Großen-Buseck 110,38 Mark gesam­melt werden. Dieser Betrag verteilt sich auf die einzelnen Zellen und Blöcke wie folgt: Großen- Buseck 42,81 Mark, Alten-Buseck 29,62, Trohe 6,30, Rödgen 13,85, Oppenrod 4,40, Burkhardsfelden 13,40 Mark.

* Steinheim, 14. März. Dieser Tage ereig­nete sich in unserem Orte ein betrüblicher Vorfall. Eine Frau, die nach Geschäftsschluß bei der Gat­tin eines hiesigen Kaufmanns an einem Kaffee­kränzchen teilnahm, belohnte die ihr erwiesene Gast­freundschaft sehr schlecht; sie begab sich in einem unbeobachteten Augenblick in den Laden und nahm aus der Ladenkasse den Betrag von 100 Mark. Die Ermittlungen sind im Gange.

Die Hessen-Urlauber besuchen Chemnitz

(Drahtbericht unseres Korrespondenten.)

Am Dienstag statteten die 1200 Kurhessen, Main­zer, Wiesbadener, Darmstädter, Offenbacher, Groß- Gerauer, Hanauer, Wormser, Frankfurter usw. auf der Heimreise auch der Industriestadt Chemnitz einen Besuch ab. Auf dem Bahnhof wurden sie un­ter den Klängen einer Standartenkapelle von den Führern der Deutschen Arbeitsfront Sachsens und einer stattlichen Menschenmenge festlich empfangen. Viele Straßen trugen aus diesem Anlaß reichen Flaggenschmuck. Auf dem Bahnhof herrschte bei der Ankunft ein buntes Leben und Treiben und man fühlte sich förmlich in eine erzgebirgische Stadt versetzt, denn die Urlauber versuchten nicht nur den

schönen erzgebirgischen Dialekt nachzuahmen, soli­dem sie hatten auch die verschiedensten Spielwaren, kleine Gewehre, Sterne, Hampelmänner usw. mit­gebracht, die ihnen als Abschiedsgabe von den treuen Erzgebirglern geschenkt worden waren. Ganz ori­ginell waren die vielen Osterhasen, die in den ver­schiedensten Farben von den Urlaubern gezeigt wurden. Sie freuten sich alle über die schönen Tage, die sie im Schwartenberggebiet verleben durften. Wie mir ein Mainzer erzählte, habe er so schöne Ferien noch nie erlebt; es sei das schönste Erlebnis seines Lebens gewesen. Das Essen hätte wie bei Muttern geschmeckt und die Erzgebirgler hätten alles daran gesetzt, ihre lieben Gäste zufrieden zu stellen. Als sich der Sonderzug am Dienstagfrüh in Bewegung setzte, sah man in Heuhausen manch' nasses Auge, denn die Teilnehmer hatten alle Gren­zen, die zwischen ihnen und den Sachsen standen, überbrückt und sich so zu einer großen einigen Fa­milie zusammengeschlossen.

Von dem Chemnitzer Hauptbahnhof marschierten die Urlauber geschlossen unter Vorantritt einer Ka­pelle und zahlreicher netter Plakate mit erzgebirgi­schen Aufschriften und unter großem Jubel der Chem­nitzer Bevölkerung nach dem im Fahnenschmuck prangenden Opernhaus, wo ihnen zu Ehren eine Festvorstellung stattfand. Zunächst wurden sie von dem Obmann der Deutschen Arbeitsfront Sachsens herzlich begrüßt und dann gelangte als Festgabe das LustspielDie zärtlichen Verwandten" von Ro­derich Benedix zur Aufführung, das ben Teilneh­mern einige schöne und frohe Stunden schenkte. Es war das idealste Geschenk, daß man den Hessen zum Schlüsse ihrer schönen Erholungsreise machen konnte. Die zahlreichen Mitwirkenden leisteten ihr Bestes und erhielten reichen Beifall.

Nachdem die Hessen bei Eintritt der Dunkelheit einen Umzug mit Fackelbegleitung veranstaltet hat­ten, marschierten sie wieder zum Bahnhof.

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Franz Soldan.

Gießen (Seltersweg 50), den 14. März 1934.

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14. März 1934.

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Bekanntmachung

Wen

werden, wenn alles versagte, durch

JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER

Am 13. März verschied plötzlich und unerwartet, nach einem schweren arbeitsreichen Leben, meine liebe Frau

Damplsägewerklollar B.Huhn. Conor.

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Die Beisetzung findet am Freitag, dem 16. März, nach­mittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahl­reichen Kranzspenden sagen wir hiermit unseren besten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Ernst Rodenhausen und Frau

Anni, geb. GengnageL

Gießen, Köln, den 14. März 1934.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Margarethe Schwarz, Seh. Volk und Kinder.

Gießen (Hillebrandstr. 2), Lollar, den 14. März 1934.

__________________________________________________________________01389

HOF GARTEN HÜHNER­FARMEN *

MK

Nachruf.

Am 13. März wurde unser Mitarbeiter

Herr Friedrich See

unerwartet aus unseren Reihen gerissen. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen treuen Arbeitskame­raden. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten.

Die Cigaretten Frischdienst G. m. b. H.

Filiale Gießen.

Beschluß.

lieber den landwirtschaftlichen Betrieb des Land­wirts Otto Kutscher in Lollar wird das Entschul­dungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldoerhältnifse vom 1. Juni 1933 heute um 12.20 Uhr nachmittags er­öffnet. 1563D

Die Bezirkssparkasse Gießen wird zur Entschul­dungsstelle ernannt.

Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An­sprüche bis zum 20. April 1934 bei dem unterzeich­neten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohton Rechtsnachteile.

Gießen, den 10. März 1934.

Hessisches Amtsgericht.

Iorsthaus bei Echzell, Oberhesscn. Gcgr. 1809. IBir nehmen Zhtzen die Sorge für die Erziehung und Bildung Zhrcs Zungen ab. Sei allen Dor­zugen eines Lanvheims lchrplanmäßigcr, sorg- sülliger Unterricht, in kleinen Klassen. Erziehung zu selbständiger Arbeit. Frisches, kameradschaft­liches Zusammenleben,- viel Körperschule. Sexta - Untersekunda Oberrealschulc, Ncalgnmnastum. Beste Empfehlungen, prosp. frei durch ©nlurintf.

Ig. Mann, Ans. 30er,ev./in selbst, gesich. Position, wünscht zw.bald. Heirat m.Fräul. nicht u. 25 Jahr., perf.i.Haush., a. g.Fam.,i.Brief­wechselzutreten. Ausst. z. Gründ, eines kl. Haush. erw. Diskretion. Sehr. A.m. Bild u.näh.Ang.unt. 01387 a.d.G.A.

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Donnerstag, den 15. März 1934, nachm. 2 Uhr, versteigere ich im Löwen", Neuenweg 28 dahrer, zwangsweise geg. Barzahlung:

2 Diwans, 2 Schreibtische, zwei Chaiselongues, 2 Warenschränke, 1 Negistraturschrank, 2 Schreib­maschinen, 2 Klaviere, 200 Roll. Butterbrotpapier, 1 Vertiko, 1 Trummeauspieael, 3 Gläser- schränke, 1 Wirtfthafts-Büfett, 1 Badeofen mit Wanne, 2 Bü­fetts, 1 Kleiderschrank, 1 Wäsche­schrank, 1 Vitrine, 1 Waschtisch, 1 Grammophon, 2 Sessel, ein Tischchen.

Ferner an Ort und Stelle (Be­kanntgabe erfolgt im Versteige­rungslokal): 1 Armbanduhr, ein Colllers, 1 Kautsch, 17 Bände Brockhaus, 2 Bilder, 2 Büfetts, 2 Vertikos, 3 Schreibtische, vier Sofas, 2 Sessel, 1 Trummeau- spiegel, 1 Wintermantel, 1 Bü­cherschrank, 1 Rauchtisch, 1 Kla­vier, 1 Grammophon, 1 Kom­mode, 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, 1 Chaiselongue, 1 Registratur­schrank, 1 Ladentheke. uezD

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Gerichtsvollzieher in Gießen Telefon 3239, Ludwigstraße 33.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 6. März 1934 bei der Firma Glaskontor, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Gießen folgendes ein­getragen: Durch Beschluß der Gesellschafterver.samm- lung vom 20. Januar 1934 sind die Paragraphen 4, 7 und 9 des Gesellschaftsvertrags geändert, § 11a ist neu eingefügt: Solange die derzeitigen Geschäfts- führer als solche bestellt sind, ist jeder von ihnen auch allein zur Vertretung der Gesellschaft be- rechtigt. . _____ ..... 1549D

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Bekanntmachung

betreffend Obffbaumpflege.

Durch die Polizeioerordnung für den Kreis Gießen vom 26. Februar 1934 wurde die Pflege der Obst­bäume unter gesetzlichen Zwang gestellt. Soweit die Baumbesitzer die diesjährige Winterspritzung noch nicht selbst vorgenommen haben, beginnt diese unter der Oberleitung des Instituts für Pflanzenschutz an der Universität und unter der Aufsicht der städtischen Feldschutzorgane in der Gemarkung Gießen in den ^a9en- wird darum gebeten, die Garten­schluss el cm den zuständigen Feldschutzbeamten ab­zugeben. Für die Schonung des Unterwuchses wird Sorge getragen. 1525D

roiefen er^nenen Zeitungsartikel wird hinge-

Gießen. den 12. März 1934.

Der örtliche Führer für den Obstbau.

Bekanntmachung.

_ 2?..unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am Jaris 1934 bei der Firma Rinn & Cloos, Aktien- Hochelheim, folgendes eingetragen: 4)em Alvert Rinn in Heuchelheim ist derart Gesamt­prokura erteilt, daß er ermächtigt ist, die Firma in Gemeinsct^rft mit einem Vorstandsmitglied oder mit Prokuristen zusammen zu vertreten.

Gießen, den 12. März 1934. 1550V

_______________Hessisches Amtsgericht._______________

Bekanntmachung.

3n der Zeit vom 19. März bis 14. April 1934 sämtliche städtischen Straßenkanäle gespült.

Wahrend dieser Zeit sind die Rückstauverschlüsse an den Grundstücksentwässerungen verschlossen zu halten. 1546D

Gießen, den 12. März 1934.

I Städtisches Hoch- Md £fefbauan&

MM

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