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Aus aller Welt

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DerVater der Trusts" gestorben.

In Neuyork starb im Alter von 84 Jahren der Kaufmann und Bankier Charles Ranlett Flint, der unter dem SpitznahmenDater der Trusts" bekannt war. Seine Interessen waren ungemein vielseitig. Als Teilhaber der Firma Gilchrist, Flint 8z Co. war er Generalkonsul von Kostarika und

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Tell: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch, und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

genommen haben, die wir nicht haben lösen können, ich denke an die Reichsre­form, die Beschaffung von Arbeit für die Arbeitslosen und die Winterhilfe, ein Werk, das von einem großen sozialistischen Geist erfüllt ist. Das Agrarproblem scheint mir ebenfalls mit viel Schneid angepackt worden zu sein. Wenn es der neuen Regierung gelänge, 6 000 000 Arbeitslose wieder einzustellen, so wäre das eine Heldentat, die mir Achtung abnötigen würde.

Zur österreichischen Frage erklärte Lobe, daß niemand in Deutschland an einen Gewalt- streich gegen Oe st erreich denke, auch nicht Hitler. Gegen wen sollte sich im übrigen ein solcher Gewaltstreich richten, da doch die Mehr­heit des österreichischen Volkes für den Anschluß ist. Dasselbe gilt von der Saar. Die Rückgabe dieses Gebietes an Deutschland vor 1935 würde eine un­nötige Spannung der deutsch-französischen Beziehun­gen verhindern. Zum Schluß erklärt Lobe, zu glauben, daß wir in fünf oder zehn Jahren wie­derkommen könnten, ist ein Mythos. Ich möchte meine Kameraden, die im Auslande leben, nicht entmutigen, aber sie selbst wissen, was von der Rolle zu halten ist, die sie noch zu spielen haben.

Die Arbeitspflicht der Studentinnen.

Berlin, 14. Febr. (VDZ.) Die Pflicht zum Arbeitsdienst fiirdiezukünftigenStu- bentinnen wird durch das Amt für Arbeits­dienst der deutschen Studentenschaft geregelt. Mit dem Sommersemefter 1934 kann sich keine Studentin, die Ostern 1934 das Abitur gemacht hat, an einer deutschen Hochschule neu einschreiben lassen, die nicht ihrer Dienstpflicht genügt hat. Abiturientinnen, die nicht zu studieren beabsichti­gen, werden von der Dienstpflicht nicht betrof- f e n. Das gleiche gilt für diejenigen, die fchonvor Ostern 1934 das Abitur gemacht haben und erst zum Sommersemefter 1934 das Studium beginnen werden. Das Diensthalbjahr besteht in der Ableistung von 26 Wochen Arbeits­dienst und beginnt in der Zeit vom 1. bis 5. Mal.

ienbergroerfen befaßt, auch war er an vielen Kautfchukgefellfchaften interessiert. 1923 veröffentlichte er feineErinnerungen aus einem arbeitsreichen Leben". Er war zweimal verheiratet.

Die Kiste unter dem Herd.

Ein schlechter Handel ist noch besser, als gute Arbeit, dachte vor Jahrzehnten ein braves Ehepaar in München und mietete sich in der Altstadt ein Lädchen, um einen Papierwarenhandel darin zu er­öffnen. Sie hatten recht damit getan. Die Kinder kamen und kauften Schulhefte, Federn, Stifte, Hauchpapier und Briefmarken, und so wurde aus dem kleinen Handel mit den Jahren ein guter und

Nicaragua in den Vereinigten Staaten. Während er Mitglied der Internationalen Konferenz amerika­nischer Republiken war, kaufte er anläßlich des ' chinefisch-japanischen Krieges von 1895 einen Kreuzer von Chile und verkaufte ihn an Japan. Ferner rüstete er eine vollkom­mene Kriegsflotte für d i e brasilia­nische Republik und gründete die Küsten- dampferlinie Neuyork-San Franzisko. Später ver­kaufte er als Vertrauensmann der amerikanischen Regierung 20 Torpedoboote und Unterseeboote an die russische Regierung. Im letzten Abschnitt seines Ledens hatte er sich mit der Gründung von Ka u g u m m i g e s e l l f ch a f t e n und Schiff­fahrtslinien und mit der Leitung von Koh-

1934 hindurch genau so stark beschäftigt sein wie gegenwärtig. Es wird erwogen, die Ab­gabe zur Arbeitslosenhilfe wesent­lich zu senken. Eine allgemeine Sen­kung der auf Produktion, Verbrauch und Besitz ruhenden Steuerlasten wird ein­geleitet. Die Bürger st euer wird ver­schwinden. Wir werden die Landessteuer­verwaltungen mit der Reichssteuerverwaltung Zusammenlegen. Die Schlacht st euer wird zunächst leider noch weiter erhoben werden müssen. Bei der Einkommensteuer, der vermögen st euer und der Erbschaft- st e u e r wird den bevölkerungspolitischen Grundsätzen des Nationalsozialismus entspro­chen werden, d.h. wir werden eine sehr er­hebliche Ermäßigung der Linkommen- steuer den kinderreichen gewähren. Um den Sparsinn zu fördern, denken wir daran, bei der Vermögens ff euer 10 000 Mark für Wann, Frau und jedes Kind st e u e r- f r e i zu lassen. Bei der E r b s ch a f t st e n e r befassen wir uns mit der Frage, sie wesentlich zu senken und möglichst zu beseitigen, so weit es sich um die Beteuerung des Gattenerbes und des Kindeserbes handelt. Die Steuerverelnfachung wird zu einer wesentlichen Senkung der Verwal- tungskosten führen und der eingesparte Betrag zu Steuersenkungen zur Ver­fügung stehen.

Auf die Lage der Reichsfinanzen eingehend er­klärte der Staatssekretär zum Schluß, daß das Steueraufkommen im Rechnungsjahr 1933 um rund 300 Millionen Mark höher fei als im Jahre 1932. 1934 werde sich das Bild noch wesentlich günstiger gestalten. Die Einnah­men und Ausgaben des Reiches haben sich bisher die Waage gehalten. Das wird auch in Zukunft der Fall fein. Kaffenfchwierigkeiten haben sich nicht er­geben und werden sich nicht ergeben.

Wettervoraussage.

Das kräftige Hochdruckgebiet mit feinem Kern über Deutschland bestimmt weiterhin die Wetterlage. Im Bereich seiner absinkenden Lust wird meist auf­heiterndes Wetter herrschen, wobei infolge Ein- und Ausstrahlung starke Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht zustande kommen.

Aussichter für Donnerstag: Vielfach aufheiternd, tagsüber milder, nachts leichter Frost, trocken.

Aussichten für Freitag: Fortdauer der Hochdruckwetterlage.

Lufttemperaturen am 13. Februar: mittags 9,3 Grad Celsius, abends0,3 Grad; am 14. Februar: morgens4,7 Grad. Maximum 12 Grad, Mini­mum 4,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Februar: abends0,1 Grad; am 14. Februar: morgens0,2 Grad Celsius. Son- nenfcheindauer 8% Stunden.

andere selbstverständliche Gebote von Zurückhaltung sehr häufig verstoßen wird, ist der Anlaß zu dieser erneuten ausdrücklichen Bekanntgabe der Stellung der NSDAP, zum Warenbaus­problem Bei dieser Gelegenheit wird wiederum betont, daß es Mitgliedern der NSDAP, nicht g e ft a 11 e t ift, für Warenhäuser zu werben oder sie in Uniformen z u betreten.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt sprach über Finanz- und Steuer­politik im nationalsozialistischen Staat. Der Vor­tragende betonte u. a., daß die Finanz- und Steuer­politik, solange es Arbeitslose gebe, in erster Linie auf die Verminderung und Beseitigung der Arbeits­losigkeit abgestellt sei. Es stehe außer Frage, daß es gelingen werde, die Arbeitslosigkeit in wenigen Jahren so gut wie zu beseitigen. Das Reich geht mit einem Arbeitsvorrat von mehr als 800 Millio­nen in das Jahr 1934 hinein. Die 500 Millionen

Dämmernde Erkenntnis.

Der ehemalige Reichstagspräsident Löbe über die neuen Führer Deutschlands.

Weiter spürbare Entlastungen der Wirtschaft in Aussicht.

Staatssekretär Meinhardt über die für 1934 geplante Finanz- und Steuerpolitik.

Brüssel, 13. Febr. (DNB.) Das katholisch- konservative BlattL i b r e B e l g i g u e" veröffent­licht am Dienstag eine Unterredung seines Berliner Vertreters mit dem ehemaligen sozialdemokratischen Reichstagspräsidenten Löbe. Nach einer Schilderung seiner persönlichen Verhält­nisse äußert sich Löbe über die Umstände seiner Ent­lassung aus Der Schutzhaft und erklärt dem Bericht­erstatter hierzu, daß er a u f das Versprechen, s i ch nicht mehr politisch zu betätigen, freigelassen worden sei. Es ist mir leicht geworden, erklärt LcM, dieses Versprechen zu geben, weil ich der Ansicht bin, daß meine politische Tätigkeit und diejenige meiner Freunde endgül - tig abgeschlossen ist. Die Geschicke Deutsch­lands vollziehen sich künftig auf einer neuen Ebene. In dieser Beziehung unterschreibe ich das Wort Hitlers:Die Vergangenheit kehrt niemals wieder".

Man würde mich für einen verächtlichen Ueber- läufer halten, wenn ich, nachdem ich während so langer Zeit für ein anderes Ideal gearbeitet habe, mich von heute auf morgen in einen begeisterten Anhänger des Nationalsozialismus verwandeln würde. Ich bin aber objektiv genug, zuzugeben, daß die neuen Führer Deutschlands mit einem schönen Ungestüm Probleme in Angriff

rund eine halbe Million Mark gegenüber dem Dor- , monat findet darin seine natürliche Begründung. Die monatlichen Ausgaben haben nur eine un­wesentliche Erhöhung erfahren; die schon früher gekennzeichnete finanzielle Entwicklung des Rech­nungsjahres 1934 wird eingehalten.

0er Fahnengruß , eine Ehrenpfticht.

Berlin, 13. Febr. (DNB ) Zur Beseitigung von i Zweifeln, die in der Öffentlichkeit über den Fahnen- grüß bestehen, gibt d i e Reichsregierung folgendes bekannt: i

Für die Angehörigen der SA. besteht die ( Verpflichtung, sämtliche Sturmfahnen und Feld- \ Zeichen der SA., SS., des Stahlhelm und der Po- , lizei, sowie alle Fahnen der alten Armee zu gru- : ßen, ferner die Fahnen der politischen Organisa­tionen der Bewegung und der Hitler-Jugend, sofern sie im geschlossenen Zuge mit geführt werden; ausgenommen sind die Kommandoflaggen der SA., sowie die Wimpel des BdM. und des Jungvolkes. Für die Wehrmachtsangehöri­gen hat der Reichswehrminister angeordnet, daß die Fahnen der nationalen Verbände bei Aufmär­schen geschlossener Abteilungen oder öffentlichen na­tionalen Kundgebungen zu grüßen sind.

Es entspricht dem Wesen wahrer Volksgemein­schaft im nationalsozialistischen Staat und dem freu­digen Bekenntnis zu ihr, daß auch die übrige Bevölkerung ihr Verhalten diesen Bestlmmun- gen anpaßt Jeder deutsche Volksgenosse wird es daher, ohne daß es hierzu besonderer Vorschriften bedarf, als seine selbstverständliche Ehrenpflicht be­trachten, den Fahnen der nationalen Erhebung d e r Hakenkreuzfahne und der schwarz­weißroten Fahne wenn sie im geschlos­senen Zuge oder bei einer öffentli­ch e n nationalen Kundgebung gezeigt werden, seine Achtung durch Erheben des rechten Armes zu erweisen, genau so wie es schon immer für jeden guten Deutschen Brauch und Sitte ist, die ruhmreichen Fahnen der alten Armee zu grüßen.

Reichsbischof Büller in Dresden.

Dresden, 13. Febr. (DNB.) Reichsbischof Lud­wig Müller weilte am Montag in Dresden. Am Abend fand eine Kundgebung ber Deut­schen Christen im Zirkus Sarasani statt, bei der er u. a. ausführte: Das Ziel der neuen Kir­chenpolitik fei eine einheitliche Reichs- kirche mit einer einheitlichen Litur­gie, fo daß der deutsche Mensch überall, wohin er komme, ein Stück Heimat finde. Nicht mit Theo­logen und Wissenschaftlern sei dem deutschen Volke geoient, sondern der Heiland und seine ein­fache Wahrheit müßten dem Mann im Braun­hemd gepredigt werden, dem Bauern, der hinter dem Pflug stehe, und der Mutter, die fünf Kinder sattzu­machen habe. Zu diesen Menschen müsse man deutsch sprechen. Der Reichsbischof sprach dann über die Ereignisse des letzten Jahres, über die Kir­chenwahl im Jahre 1933, über die Organisation der Deutschen Christen", über den Arierparagraphen und über das Verhältnis der kirchlichen Jugend zur HI. Mit dem Rufe:Ein Volk, ein Staat, eine Kirche!" schloß der Reichsbischof feine Ausführun­gen. Mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes der deutschen Revolution fand die Kundgebung ihren Abschluß.

Die NSDAP.

und die Warenhäuser.

München, 13. Febr (DNB.) Im Auftrage des Stellvertreters des Führers erinnert der Reichs­leiter Bormann an die Verfügung, daß vorerst ein aktives Vorgehen gegen Waren­häuser und ähnliche Betriebe mit dem Ziele, sie zum Erliegen zu bringen, unterblei­ben müsse. Bei Erlaß der Verfügung, so hesßt es in der neuen Bekanntmachung, geht die Reichs­leitung von der eigentlich selbstverständlichen Vor­aussetzung aus, daß die Inhaber bzw. Leiter der Warenhäuser und warenhaus- ähnlichen Betriebe sowie jüdische Fir­men diese unsere Haltung damit beantworten würden, daß sie sich ihrerseits ä u ß e r st e Zurückhaltung und Takt in ihrer Geschäfts­führung, Werbung und sonstigen Auftreten aufer­legen. Hierzu gehört, daß die oben gekennzeichneten Geschäfte Symbole der nationalen B e - wegung weder zeigen, anbieten noch verkaufen. Außer Hakenkreuzfahnen gehören hierzu jede Art B'lder unterer Führer, Uniformen und Uniformftücfe sowie alle auf die nationale Be­wegung Bezug nehmenden Gegenstände wie z. B. auch Kinderuniformen, SA.-Puppen und der­gleichen.

Die bedauerliche Feststellung, daß gegen diese und

Mark aus dem Gebäudeinstandsetzunas aesetz, die äu einem Gesamtumsatz von zwei Mil­liarden Mark geführt haben, sind bereits restlos

in Anspruch genommen worden. Das Kraft- fahrzeugsteuergefetz hat zur Folge gehabt, daß die Stückzahl der erzeugten Kraftfahrzeuge und die Zahl der in der Kraftfahrzeugindustrie beschäf­tigten Personen sich verdoppelte. Als Folge der Steuerfreiheit für E r s a tz b e s ch a f f u n - g e n hat der Beschäftigungsgrad in der Maschinen-, Geräte- und Werkzeugindustrie sich von Monat zu Monat gesteigert. Das Gesetz zur Ueberführung weiblicher Arbeitskräfte in die Hauswirtschaft hat zur Folge gehabt, daß die Zahl der Hausge­hilfinnen bis Ende 1933 um rund 100 000 ge­stiegen ist. Von August 1933 bis Januar 1934 find 183 0 0 0 Ehestandsdarlehen gewährt wor­den. Für Heiratsbeihilfen, die Arbeitgeber ihren aus dem Betriebe durch Heirat ausfcheidenden Ar­beitnehmerinnen gewähren, wird Steuerfreiheit ge­währt.

Für das Arbeitsbeschaffungsprogramm für 1934 hat das Reichsfinanzministerium u. a. folgende Wahnahmen in Vorbereitung: Aus dem Ar­beitsbeschaffungsprogramm stehen noch 1095 Millionen zur Verfügung, aus dem Gebäudeinftandfehungsgeseh werden 1200 Mil­lionen in Bewegung gesetzt, zusammen 2295 Millionen Mark. Für Autobahnen und andere Kraftfahrstraßen werden 500 Millionen mehr ausgegeben als 1933. Das Baugewerbe und die Baunebengewerbe werden das ganze Jahr

Schiff hatte im Golf von Tomini einen Maschi­nenschaden erlitten. Man vermutet, daß es auf das offene Meer hinausgetrieben worden ist. Ein Regierungsdampfer stellt Nachforschungen nach dem Verbleib des Schiffes an.

Erweiterung des Germanischen Nationalmuseums.

Jrn Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg hat sich schon seit langer Zeit die Notwendigkeit zu Erweiterungsbauten er- neben, um einzelne Gruppen zusammenfassen und sinngemäß aufstellen zu können. Die Mittel für das Bauprojekt werden aus dem Arbeitsbeschaffungs- Programm der Reichsregierung zur Verfügung ge­stellt und find innerhalb fünf Jahren rückzahlbar. Die Bauarbeiten haben bereits ihren Anfang ge­nommen. In dem Neubau wird das Erdgeschoß als Saal der Architektur eingerichtet werden und u. a. fränkische Gartenfiguren des 18. Jahrhunderts auf­nehmen. Im ersten Stock werden Werke der deut­schen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts unter­gebracht. Ein zweites Bauprojekt sieht die Nieder- reißung weiterer kleiner Gebäude am früheren Eingang des Germanischen Museums vor. Dieser Neubau soll einer geschlossenen Ausstellung des deutschen Volksbrauches gewidmet fein; fein Glanz- stück wird die berühmte Trachtensammlung des Germanischen Museums werden, die die größte Trachtensammlung der Welt ist. Auch mit diesem Neubau wird bereits im Frühjahr begonnen werden.

Buntes Allerlei.

Ileischextrakt aus Walfleisch.

Durch den Rückgang der Margarine-Industrie in verschiedenen Ländern ift feit einigen Jahren Ueber- fluß an Walfleisch eingetreten, der besonders die norwegische Wirtschaft empfindlich in Mitleidenschaft zieht. Man sucht dort deshalb nach neuen Verwen­dungsmöglichkeit für Walfleisch, um die Rentabi­lität der Walfangflotten zu sichern. In der vorigen Fangzeit hatte man, wie in der Frankfurter Wo­chenschriftDie Umschau" mitgeteilt wird, aus den Abfällen ein Viehfutter herzustellen begonnen, das dem Fischmehl ähnlich ist. Jetzt soll das Walfleisch, das große Aehnlichkeit mit dem Rindfleisch hat, auch für die menschliche Ernährung nutzbar gemacht wer- ben. Die große, am Südpol arbeitende Trankocherei wird zu diesem Zweck während der Fangzeit 1933/34 mit einer Anlage ausgerüstet, mit der die Herstellung von Fleischextrakt aus Wal­fleisch durchgeführt werden soll. Zuerst wird das Fleisch mit Wasser und Walöl durchgekocht und zer­schnitten und dann in diese Ragout-Form in befon- oeren Behältern gelagert. Die endgültige Verarbei­tung zu Fleischextrakt erfolgt in einer norwegischen Fabrik. Die Kochereien am Südpol sollen in diesem Jahre 3000 Tonnen des Ragouts mitbringen. Nach den vorgenommenen Untersuchungen ergeben 100 Tonnen Walfleisch eine Menge von 20 Tonnen Fleischextrakt.

solider Handel. Jedes Jahr blieben ein paar Geld­scheine übrig, die sorgfältig versteckt wurden. Man legte sie in eine Kiste und schob die Kiste unter den Herd. Abend für Abend nach Geschäftsschluß wurde die Kiste hervorgeholt. Die Scheine wurde nach­gezählt. Nach und nach waren es so 14 000 Mark geworden. Da merkten die braven Eheleute, daß sie darüber alt geworden waren und meinten, 14 000 Mark seien Geld genug, um sich bescheiden zur Ruhe zu setzen. Für das Geschäft wurde dann auch ein Käufer gefunden. Das alte Ehepaar zog aus, vergaß aber in der Aufregung des Um­zuges das Wichtigste, nämlich die Kiste unter dem Herd. Erst nachdem die neue Woh­nung eingerichtet war, bemerkten die Alten das Unglück. Eiligst zurück nach dem Laden, aber die Stelle unter dem Herd, wo die Kiste jahrelang stand, war leer. Der neue Ladeninhsber wurde ver­haftet und es gelang, immerhin noch 11 000 Mark ficherzustellen. Die Polizei gab den Alten den guten Rat, das Geld doch lieber auf die Bank z u bringen, das wollen sie auch tun.

Dreizehn Mädchen in Japan bei einem Dacheinsturz getötet.

Auf dem Dach eines Schlafraumes in Nigata, in dem 19 Mädchen, die in einer Seifenfabrik be- djäftigt waren, schliefen, sammelten sich olche Mengen von Schnee, daß das Dach ^usammendrach. Nur sechs von den Mädchen konnten lebend unter den Trümmern hervorgezo- gen werden. Die anderen 13 wurden getötet.

Motorschiff mit 119 Personen vermißt.

Nach Meldungen aus Corontalo (Nordcelebes) wird das mit 119 Personen besetzte Motorschiff Oena-Oena" seit einigen Tagen vermißt. Das

Büchertisch.

Oeffentliche Verwaltung im neuen Reich. Herausgegeben von der Verwaltungs-Aka­demie Berlin. Heft 2. Der Beamte im neuen Staat. Don Ministerialrat im Reichsministerium des In­nern Seel. Jndustrieverlag Spaeth 8z Linde, Berlin W 35. Preis 40 Pf. (316)

Rudolf Steinmetz: Deutscher Na­tionalsozialismus. Eine Würdigung aus den Niederlanden. Autorisierte Uebersetzung von Edmund Eisen der holländischen Schrift:Over het Duitsche Nationaal-Socialisme. Preis 1,20 Mark. Martin Warneck, Verlagsbuchhandlung, Berlin W 9, Schellingftraße 5. (301)

Wilhelm Dreecken: Ewige Jugend! Eine Laienpredigt. 29 Seiten. Preis 1 Mark. Gräfe 8z Unger, Verlag, Königsberg i. Pr. (413)

Oeffentliche Verwaltung im neuen Reich. Herausgegeben von der Verwaltungs-Aka­demie Berlin. Heft 1. Die neue Stellung des Reiches. Vortrag, gehalten in der Verwaltungs-Akademie zu Berlin am 4. Juli 1933 von Staatssekretär im Reichsministeri'um des Innern, Geheimen Regie­rungrat Hans Pfundtner. 1933. Jndustrieverlag Spaeth 8z Linde, Berlin W 35. Preis 75 Pf.(317)

D i e andere Seite des Materialis­mus. Von Dr. K. H. Z. D e I o n g, Privatdozent an der Universität Leiden. 36 Seiten. Buchhandlung und Druckerei vormals F. I. Brill AG., Leiden, 1932. Zu beziehen durch: Verlag Beizen, Joachims- thal, Mark. Preis brofch. 1,50 Mk. (53)

Denkschrift: Richtlinien für d i e Begutachtung der Freien Höheren Technischen Lehran st alten. Bearbeitet von Jng. L. Gerhard, Marburg. Programmschrift 1. Wetterauer Druckerei und Verlag ÄG. Friedberg. Peis 30 Pf. (89)