Einzelbild herunterladen

!2 WTO PfrS *4 üerMt/2

,ei Uln:

*. <1

X M«« $u- 'n iiuim'. I^nben < »l,n W' M den es[ld)t '

7' nG u<n den unic

Dem

Hünblotr, 'oigltkh auf k vertagten t >ung bei f en Im ne.

n Plädoyer V 'l°ge- Er n Sachve^ iu kommen, I,

eine vorsG ätung HM iQlsanmali t die SHnaetli- rte. Die W

»N in leine uegen 1 ?n und Ihr) ensbauer &

tat als eire as Gericht : :r Stiatzun ? er urtei e wegen wurden ba

rechte mif &

te.

ö ör|er tm ^örfe* an°S 5DSL l ja Wc t, um flt imllien M bar an tafr ! bet BergsH ie fremben Si as Juge^rii ! nehmen ul ist und was bebeukt jie SeDfllk« stutzt. Md»

ü'% 'jfe W* ii'fc M 1. M lt 3 Mf Zz

wobei $, HÄI geben, M. anderen^ ,ba6«^ t Hade- F mmen,$ 1 - Am »

durchs n #;

Men d sich?/, ^gerim"', oaüti»«?

°HI «*- nW®

Zungjunsten-Lager auf dem Gleiberg

Uni-

ri<

Oie jüngsten Vorträge

arr bei

dem seine

geben.

Der Dekan der Juristischen Fakultät an der versität Gießen,

vrofeffor Or. Bley, der den Rektor entschuldigte, sprach zunächst

Teile am Rechte formen.

Hochschulgruppenführer ß&fcr von Sraeve,

der für die Studentenschaft und auch für den Glei- berg-Derein sprach, betonte in kurzen Worten, daß es Der Gleiberg-Verein gewesen sei, der die ersten Voraussetzungen für das Lager geschaffen habe. Der Gleiberg sei eine Stätte vielfacher Tradition. Der Geist in diesen Mauern möge unüberwindlich sein. Die Vielfältigkeit der bisher in der Burg abgehal- tenen Lager sei ein Beweis für die Richtigkeit des Gedankens, hier ein Lager zu schaffen. Es gelte zurückzukehren zu kleinen zielbewußten Minderhei­ten. Von diesen Minderheiten müsse aufbauende Ar­beit in das Volk getragen werden. Der Führer Adolf Hitler wolle den organisierten Aktivismus; er lasse uns auch die Revolution zu Ende führen.

Den unterhaltenden Teil des Eröffnungsabends bestritten in sehr origineller Weise die Angehörigen des Lagers. So bot Kamerad E g l y am Klavier eine Komposition von Sinding und eine Gavotte von d'Albert, Kamerad Philipp brachte dieZu- eianung" von Strauß und eine zeitgemäße Kompo­sition (Rhythmus") mit ausgezeichneter Stimme zum Vortrag. Kamerad Schunk las eine sehr feine Stelle aus GrimmsVolk ohne Raum". Eine rasch improvisierte Singstunde, eine unterhaltsame Schilderung einer Exkursion nach Lich und die Aufführung einiger lustiger Szenen durch die La­gerteilnehmer fanden stürmischen Beifall. Gemein­sam gesungene Lieder vereinten alle Teilnehmer in kameradschaftlichstem Geiste. Mit einem drei- , fachenSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler I fand der anregende Abend seinen Abschluß.

Gauinspekteur Heyse

übihrti ttelte die Grüße des Reichestatthalters und GdiMers Sprenger und betonte, daß der ©dSliter für spätere Lehrgänge stets unterstützend zur,i Verfügung stehe. Der Reichsstatthalter schenke beult Lagern gerne alle Unterstützung, denn die Käiniliadschaft im Lager sei ja ein wesentliches TeiltI and Erlebnis nationalsozialistiscyen Geistes. Di^ nationalsozialistische Auffassung solle s.<ost- vesr Übliche Ausdrucksform werden. Die Jung- juniitc 1 sollten Mitträger des neuen Staates und beer Mksgemeinschaft fein. Mit großem Schwuna, betr bis Bewegung stets ausgezeichnet habe, müsse anw tat Werk gegangen werden. Die Entscheidung imn Ritte der Völker Europas liege, dessen müßten nJiiruns stets bewußt fein, bei Deutschland. Mit gummö Gewissen mühten wir dereinst sagen können. ,.DA" mären auch dabei!"

S Sn weiteren Verlauf des Abends gab der

fcagerleifer Kamerad Pullmann

eimei Anschaulichen Bericht über den Ablauf des Tdigsölm Lager und ließ dabei erkennen, daß im ßaijir ein vorbildlicher Kameradschaftsgeist herrscht. Ssiün i Ausführungen wurden mit großem Jnter- esfsü verfolgt.

Nahmen der Vortragsreihe des juristischen SPshTigslagers auf dem Gleiberg sprach am DiehriLg Prof. Dr Bechtel über den

-Nischen Wirlschaftsmenschen der Zukunft.

2bä Redner ging aus von der Lehre Max We- her-sonn den Jdealtypen (z. B. der preußische Be- amrtt her deutsche Soldat, der SA.-Mann) als Dor- steEvMinhalt. Es sei die große Frage ob der (3e- «iitz/gtcr mit einem solchen Typus für feine Gesetze rechn dürfe oder nicht. Der Jurist glaube an jene Müs sickert. Es entsteht ferner das Problem, wie körnte, wir diesen wirtschaftlichen ober sozialen Meisten formen. Es ist bas nicht in erster Linie einiie Aufgabe der Schulung als einer Uebermitt- lunicwn Wissen. Wir finben ben Versuch ber £u= grunileiegung eines Typus z. B. zu Anfang des zur Ordnung ber nationalen Arbeit, wo voriin Führer und seiner Gefolgschaft gesprochen roidrl Tin anberes Beispiel bietet bas Ermächti- gui!i.se|esetz für ben ständischen Aufbau. Alle unter« .stell'!!in schon einen bestimmten Wirtschaftsmenschen ber:* stckunft.

L^viich ist die Vergangenheit. Der Liberalismus gef^t trn ber vollkommenen Freiheit bes Einzel- merhm aus und mußte deshalb auf die Schaf­fung emes bestimmten Typus verzichten. Dasselbe giltnl luch für die frühen Kommunisten um Saint Sinhtn! Irn Gegensatz dazu kennt der von Bebel gefönt? praktische Marxismus einen bestimmten Typpü!des Arbeiters. Aber dieser Typus ist nur ausußrichtet auf die eigene Klaffe, die später ein- mald :i ganze übrige Gesellschaft verschlucken soll. Es im ein Verhängnis, daß die berufenen Stellen damius micht erkannten, daß im Arbeiter in erster

Im Sommer 1932 schickte der VDSt. eine sudeten- deutsche Spielschar, im Sommer 1933 und 1934 steiermärkische Volkskunstgruppen, bestehend aus Gramer DDSt.ern, ins Saargebiet. Diese Gruppen wurden begeistert ausgenommen und stärkten bas Gefühl der Verbundenheit zwischen Dem Grenz- deutschturn im Süden, Osten und Westen des Reichs.

Die letzte Fahrt fand vom 7. bis 9. Dezember statt, obwohl Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen eine geschlossene Einreise fast unmöglich machten. Die Abstimmung steht kurz bevor. Wenn am 13. Januar das Saargebiet zum Mutterland zurück­kehren wird, dann werden sich die studentischen Verbindungen, die seit Jahren im Westen Grenz­landarbeit treiben, bewußt sein, nach ihren Kräften zum Gelingen dieses Werkes beigetragen zu haben.

Regierungsassessor B e n 3 e r Dank aus für , Bemühungen um das Lager. Es fei ein guter Ge­danke, alle Helfer am Recht im Lager zu vereinen. Das Laaer Gleiberg liege im Brennpunkt wichtiger Ereignisse. Möge dieses erste Lager nicht das letzte fein, sondern der Anfang einer glänzenden Ent­wicklung! Im Interesse des Volkes müsse das Le­ben juristisch gemeistert werden. Aus dem natio­nalsozialistischen Gedankengut könne jeder zu seinem

Landgerichtsdireltor Or. Menges, Darmstadt

übermittelte Grüße des Staatsministers und be­tonte, daß ihn die Anschauung bes Lagers der Jungjuristen gemahne an den Geist, der 1914 unter den Freiwilligen herrschte, die damals in die Ka­sernen einzogen. Der Geist von 1914 möge wieder zu voller Entfaltung kommen und großer Gewinn werden. In seinen weiteren Ausführungen wies der Redner darauf hin, daß es notwendig sei, daß der Jurist, mehr als seither im Volk und mit dem Volk lebe. Er müsse dem Volksgenossen überall un­bestechlicher Berater sein. Charakter und fachliches Wissen müßten sich in ihm zu großer Leistung ver­binden. Er wünsche dem Lager vollen Erfolg, wünsche, daß das Lager Gleiberg in seiner land­schaftlich einzigartigen Umgebung für die Ausbil­dung der Juristen im Sinne der neuen MusbUbungs» Verordnung als ständiges Lager Anerkennung fin­den möge.

Oberstaatsanwalt Or. Wodaege

sprach für den Landgerichtspräsidenten und für den NS.-Juristen-Bund. Die jetzigen Richter und Staatsanwälte gehörten fast durchweg der Front­generation an. Aber es bestünde 3ur Jugend der Gegenwart eine starke Verbindung, Denn die heutige Jugend sei eine Jugend der Freude an Kraft und Kampf. Don den Aelteren werde die Jugend be­neidet, weil sie verstanden werde. Es gehe heute um das gleiche, um das es während des Krieges ging. Die Männer, die heute in der Justiz auf der Höhe des Lebens stehen, würden, das sei allen bewußt, die Waage der Gerechtigkeit in gute Hände roeiter«

Linie der Mensch hungerte und man ihn bann nicht zu formen verstaub. Jetzt enblich bekommen wir ein Ausbildungsgesetz für ben gewerblichen Nachwuchs. Dieser ist viel gefährdeter als etwa Der bäuerliche. Dr. Ley hat mit Recht Die Organi­sationKraft burch Freude" nicht bloß für den Feierabend, sondern für den Arbeitsplatz geschaf­fen. Brauchtum nicht nur auf dem Bückeberg, son­dern für jede Arbeit. Daher Dolkstumsardeit nicht zur Sammlung van Museumsstücken, sondern als lebendige, gestaltende Wirklichkeit.

Im Gegensatz zum Liberalismus hat der Mer­kantilismus den Wirtschaftsmenschen in seinem Sinne geformt. Aber er ging aus von der Vorstel­lung des Fürsten als Landesvater. So kam er zum Begriff des Untertanen. Dazu kommt der Gedanke der Verbindung von Staat und Wirtschaft. Die Staatswirtschaft als vergrößerte Privatwirtschaft. Dem Wirtschaftsmenschen wirb so bie Aktivität ge­nommen. Darin unterscheiben wir uns völlig vom Merkantilismus. Wir wollen ben Vorrang des Staates vor ber Wirtschaft, aber auch wirtschaft­liche Aktivität. Daher bie Berufung Schachts.

Als dritte Epoche hat die Gotik (1250 bis 1500) ben Menschen ebenfalls geformt, ausgehenb vom Religiösen. Formung aus bem Religiösen ist uns nicht mehr möglich, ba bies das allgemeine Leben nicht bestimmt. Wir können ben Menschen nur über bas Politische erziehen, auch für bie Wirt­schaft. Auch für bie Arbeitsfehlacht und weiter die endgültige Behebung der Arbeitslosigkeit ist die Formung wichtig. Im Gegensatz zum rein Politi­schen handelt es sich beim Wirtschaftlichen um einen langsamen Umbau. Das Politische weist die Ziele:

Oe Albrechtsbau unserer Büro Gleiberg deher- brtßhgegenroärtig 21 junge Juristen (Referendare, Afesten, Justizanwärter und Justizpraktikanten), bifc i- einer Laaergemeinschaft für die Dauer von zntzsiWochen zusammengefaßt wurden. Die Lager- g^rimschaft besteht seit einigen Tagen, sie wurde astirr gestern abend offiziell als erstes Jung- j 4rieft enlager eröffnet. Die Feier wurde zu een ei Kundgebung nationalsozialistischen Aufbau- tt> |llr& Auf Einladung des Bundes National- so plastischer Deutscher Juristen hatten sich zahl­reich Gäste eingefunden.

?Rgierungeiaffeffor Oenzer-Schotten

!i hbr ist es eine große Freude, wenn sie nach ei jiru schlichten Feier mit Büchern, Spielsachen, Ge- b<:lf usw. beschenkt werden. Der Dank ber Grenz- Mmqner gilt aber nicht nur für diese Gaben, son- Mui in ber Hauptsache zum Beweis dessen, baß thron im Reich jener beutschen Volksgenossen geben«, bi! csmaltfam von ihrem Mutterlande losgetrennt wrori-m. Während bes Semesters wirb bie Serbin- bilnxldurch Verschicken von Zeitschriften, burch brief­lich ei Verkehr unb kürzere Besuche aufrechterhalten. Slidiauf anbre Weise wirb ber Volkstumsgedanke

Ipfjgt: So würbe im Sommer 1933 und 1934 e> ne Unzahl

Snilkinder aus ben Schuhorten in Oberhessen zur Erholung untergebrachl.

ßk« st um das Zustandekommen des Lagers sehr bc tm.it hatte, hieß alle Teilnehmer herzlich will» toten und hielt bann eine Ansprache, in ber er »na. ausführte: Das Lager fei aufgebaut unb geteilt von jungen unb für junge Menschen. Alle, biii Iser vereinigt seien, verbinbe eine Gesinnung, eine Weltanschauung, lieber ber heutigen Jugenb liehe ün größerer Ernst, weil sie mehr Kampf er- leltt labe, sie sei aber auch burchbrungen von Der (Erttenntnis, baß Nationalsozialismus Pflicht unb Sdratroortung bedeute. Das Bekenntnis zum Na- tid»Q3O3ialismus fei ein inneres Erleben. Der NtMialsozialismus fei ben Juristen doppelte Der- Jfl idung: zum deutschen Menschen unb zum beut- hmZuristen! Der Jurist fiepe auf einem expo- ii rti Platz, stehe in Führerstellung, ber er gerecht wc rfrn unb für bie er bie Qualitäten mitbringen minifs Die Fähigkeiten bes einzelnen aber müßten er|iii usgebilbet werben. Dafür mußte eine Basis je ^Ifen werben, benn bie Entwicklung ber kör- SeMrn, ber geistigen unb gleichzeitig der charak- tciiHian Eigenschaften sei notwendig. Die Form de4 Nagers habe sich für diese Ausbildung in be- fohbnm Maße bewährt, benn in biejer Gemein- fdiihfl könnten Charakterschulung unb fachliches DSfst am besten vermittelt werben. Die Welt- anrchmung bedeute bie ©runblage.

ID» erste Lager sei, bas könne schon heute ge- fagiit n erben, ein Erfolg. Dank für bas Zustanbe- for'Min bes Lagers gelte befonbers bem Gau- inUthsur Heyse, ber sieh beim Reichsstatthalter unitt Bauleiter lebhaft bafür eingesetzt habe. Be- somämr Dank gebühre aber bem Gauleiter selbst, betr bil her stets bewiesen habe, baß er für bie Ein- von Lagern stets eine förbernbe Hand hat. AiMmck bes Dankes möge tatkräftige Mitarbeit

Aufbau bes Staates fein: Der neue Mensch, time Jurist, ber nationalsozialistische Jurist, ,_,.n2(U5 diesen Lagern heraus entstehen. Der Name bedi Fristen müsse besten Klang bekommen, das Hek-zi ines jeden Volksgenossen müsse mit ihm in glchihM Takte schlagen; jeder Volksgenosse müsse bad? lirwußtsein in sich tragen können, daß, wenn beri- vationalsozialistische Jurist Recht gesprochen haiLt.wuch tatsächlich Recht gesprochen fei.

Nahrungsfreiheit, Loslösung aus der Weltwirtschaft, Erweiterung der Beoölkerungskapazität. Unsere Aufgabe liegt schon jenseits der Gegenüberstellung Individualismus Universalismus in der Volks­tumsforschung als Hilfsmittel wr Formung des Menschen als eines Gemeinschaftswesens.

Eine lebhafte Aussprache bot Gelegenheit zur Klärung mancher Zweifelsfragen.

Am Mittwoch sprach dann Kamerad Referendar Otto Michel über das Thema:

Der Trattonalsozialismus unb der Sport.

Der Redner erinnerte zunächst an ben Sport in ben früheren Kulturen unb Zeiten. Auch vor bem Krieg war in Deutfchlanb Der Sport sehr ver­breitet, aber oftmals gehemmt durch gesellschaftliche Vorurteile und allgemein durch die Prüderie, die eine unzweckmäßige Kleidung bedingte. Nach dem Kriege fehlten zwar viele tüchtige Sportler, trotz­dem hat der Sport das Verdienst, die Jugend zu- sammengefastt zu haben. Die seelische Erziehung kam aber leider sehr zu kurz. Es entstand der Sport als Sensation, als Nervenkitzel für ungeheure Mengen von Zuschauern. So kam der einseitige Rekordwahn hoch. So wurde der Sport vielfach zu

einer Geldquelle erniedrigt, auch auf feiten der Amateurspieler. In den Vereinen entstand die Sucht, um jeden Preis bie Sieger ber Spiele zu stellen.

Nach dem Umbruch kam bie große Säuberung. Heute ist oberstes Ziel, alle zu erfassen, ob jung, ob alt, durch den Sport einen gesunden Geist in einem gesunden Körper heranziehen. Daher hat ber Staat die Oberaufsicht übernommen und von Tschammer und Osten zum Reichssportführer ernannt. Bestimmte Sportarten wurden zusammen­gefaßt unb in Fachfäulen untergegliebert. Es er­schienen Richtlinien. Die Beamten würben aufge­fordert, Mitglied eines Sportvereins zu werden. Das Ziel ist, wieder echten Kampfaeift in den Sport einziehen zu lassen, mit dem es sich nicht ver­trägt, dem Gegner keine Chance zu lassen und ihn mit allen Mitteln um den Sieg zu bringen, also wahre Sportsleute zu erziehen, die, getragen von Charakterstärke unb Derantwortungsbewußtsein, nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch gegen­über der Gemeinschaft den Sport als Diener am Volke ausüben.

Förderung des Gchwimmumernchts in den Schuten.

Das Staatspreffeamt teilt mit: Die Erreichung des Zieles, die Beherrschung des Schwimmens zum Allaemeingut des deutschen Volkes zu fachen, wird nur bann gelingen, wenn wir uns tue För­derung und Sicherung eines planvollen Schwimm­unterrichts in ben Schulen angelegen sein lassen.

Erst wenn bie Mehrzahl aller Schulen in ber Laae ist, für ben Schwimmunterricht geeignete Ladeplätze aufzusuchen und zu benützen, kann man an dieses Ziel sicher und rasch herankommen.

Zur schulgerechten Schwimmstätte gehören selbst­verständlich auch die geeigneten Lehrkräfte. Auf Veranlassung des Herrn Ministerialrats Rings­hausen wurden daher bereits Aus- und Fort­bildungslehrgänge für die Lehrerschaft ge­halten bzw. in erheblichem Umfang vorgesehen, so daß in naher Zukunft in dieser Richtung keine wesentlichen Schwierigkeiten mehr bestehen.

Die hessische Ministerialabteilung für Bildungs­wesen, Kultus, Kunst unb Volkstum hat in Er­kenntnis ber für ben Schulschwimmunterricht ge­gebenen Notwenbigkeiten unb in Fortführung ihrer Verfügung vom 28. Mai bieses Jahres über bie pflichtmäßige Einführung bes Schwimmunterrichts an allen Schulen, an benen die erforberlichen Vor­aussetzungen erfüllt sind, bas nachstehenbe Aus­schreiben an bie Kreis- unb Stadtschulämter ge­richtet:

Die Bearbeitung der auf unsere Verfügung vom 27. April 1934 eingegangenen Meldungen hat gezeigt, daß der Durchführung eines plan­vollen Schwimmunterrichts noch beachtliche Hin­dernisse entgegenstehen. In erster Linie fehlt es an geeigneten Bädern für den schulmäßigen Schwimmunterricht.

Dieser llebelftanö muß mit allen Mitteln be­kämpft und mit vereinter Kraft beseitigt werden.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisobmann und dem Kreisfachberater der Abteilung für körperliche Erziehung im NSLB. fertigen die

Kreis- und Stadtschulämter eine Skizze ihres Kreises an, aus ber zu ersehen sind:

1. alle Gemeinden;

2. Flüsse, Bäche, Weiher usw.;

3. bereits vorhandene Badegelegenheiten mit ber Möglichkeit, Schwimmunterricht zu er­teilen;

4. Badegelegenheiten, bei welchen noch Einrich­tungen für den Schulschwimmunterricht ge­schaffen werden müssen (kurze Kennzeichnung ber erforderlichen Ergänzungen);

5. Stellen, wo die Möglicheit besteht, ein Frei­bad zu schaffen, mit der Angabe ber mög­lichen Auswertung für die Nachbargemeinden.

Sie wollen diese «skizzen bis zum 15. Januar 1935 an uns einschicken."

Die Auswertung der eingehenden Unterlagen wird es zweifellos ermöglichen, durch Beratung und gemeinsame Tat in recht vielen Gemeinden bie Erfordernisse und Voraussetzungen zu schaffen bzw. zu erweitern, um den planvollen Pflicht­schwimmunterricht zu sichern.

Bei einer solchen Sichtung, Prüfung und Ver­besserung der Schwimmoerhältnisse im ganzen Lande treffen sich die Bestrebungen bes Leiters ber Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, Herrn Ministerialrat Rings­hausen, mit denen der übrigen Stellen im Staate unb in ben Verbänden, die im Schwimmen unb Retten gleichfalls ein ganz vorzügliches Mittel sehen, es fördern unb pflegen zur Hebung der Volksge­sundheit unb ber körperlichen unb erziehlichen Be­einflussung von jung unb alt.

Wenn alle Kräfte und maßgebenden Stellen sich überall im Lande Rufammenfinben in diesem ge­meinsamen unb bedeutungsvollen Streben, bann muß es gelingen, bie Jugend als schwi mm - kundige, rettungsbereite und - fähige junge Menschen aus der Schule zu entlassen, denn auch hier gilt bas Wort: In unserem Willen liegt ber Sieg!

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

r. Klein-Linben, 10. Dez. Der Turnver- ein Klein-Linden 1889 hielt am Samstag­abend in seinem Heim seine diesjährige General­versammlung ab. Vereinsleiter Karl Weiß erstattete den Jahresbericht, aus dem u.a. zu ersehen war, daß im verflossenen Geschäftsjahr eine Auf­wärtsentwicklung festzustellen war. Dasselbe Bild zeigten die Berichte des Dberturnmarts, Ernst Pfaff und des Frauenturnwarts Karl K l i n k e l. In den letzten Monaten wurde auch das Schüler­turnen wieder ausgenommen. Vereinsdietwart Karl E y r i n g sprach über die FrageWie hat sich die Machtübernahme Adolf Hitlers auf die Turnbewe- gung ausgewirkt?" Dem Bericht Des Vereinsrech­ners Karl Klein sind folgende Zahlen entnommen: Die Einnahmen betrugen 2601,41 Mark, die Aus­gaben 2619,46 Mark, so daß ein kleiner Fehlbetrag von 18,05 Mark zu verzeichnen ist. An Steuern waren 715,90 Mark (für 14 Monate) aufzubringen, die jährliche Zinsenlast beträgt 598 Mark. In den Ausgaben sind 1200 Mark enthalten, die eine Repa­ratur, verursacht durch Hausschwamm, kostete. Die Rechnung war von den Turnern Wilhelm Fey, Heinrich Luh unb Ludwig Volk geprüft und für richtig befunden worden, sie wurde genehmigt. Mit der Führung der Turnerinnen wurde die Tur­nerin Tilli Hahn beauftragt. Der Turnverein erklärte seinen Beitritt zum Reichsbund Volkstum unb Heimat. Das mit ber Betreuung bes Amtes eines Sportwartes ber Gemeinbe beauftragte Vorstands- mitglieb Karl Klinkel erstattete Bericht über die Arbeiten zu ber Weltolympiabe im Jahre 1936. Dietmar! Karl Eyring forberte die Turner auf, sich um das SA.-Sportabzeichen zu bewerben. Nach­dem noch der Werdewart für die in den kommen­den Wochen beginnende Volksbildungsarbeit in der Gemeinde eingeladen hatte, schloß der Vereinsleiter nach bem Gesang eines Turnerliedes bie General­versammlung.

OO Klein-Linben, 12. Dez. Bei ber Sie h. zäh 1 ung in unserer Gemeinde wurde folgender Bestand festgestellt: 19 Pferde, 310 Stück Rindvieh, 282 Schweine, 199 Ziegen, 89 Angora-Wollkanin- chen, sonstige Kaninchen 149. 3061 Stück Federvieh, 29 Bienenvölker. In den Monaten September, Ok- tober unb November wurden 99 Hausschlachtungen vorgenommen.

Y Garbenteich, 12. Dez. Der Gesang- vereinViktoria" hielt seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab, die sehr gut besucht war. Nach den Begrüßungsworten durch den 93er- einsführer, der hierbei auch der im abgelaufenen Jahre verstorbenen drei Ehrenmitglieder gedachte, gab der Schriftwart einen ausführlichen Jahresbe­richt zur Kenntnis. Die von zwei Rechnungsprü- fern vorgenommene Revision der Kasse ergab, daß die Kasse in bester Ordnung ist unb mustergültig verwaltet wird. Der Vereinsführer erteilte dem Kassenwart Schäfer Entlastung unb legte bann sein Amt nieder, da ihn anderweitige Verpflichtun­gen zu sehr in Anspruch nehmen. Auf seinen per­sönlichen Vorschlag wurde der seitherige Schrift- roart Ludwig Stein durch die Versammlung zu seinem Nachfolger bestimmt. Er bestätigte den wei­teren Vorstand vorläufig in feiner seitherigen Zu­

sammensetzung. In feinsinniger Weise ehrte er bann ben seitherigen Vereinsführer Paul Hap­pel für besondere Verdienste um den Verein, unb ben Vereinsdiener Wilhelm Löber anläßlich sei­ner stets vorbildlichen zehnjährigen Tätigkeit als Vereinsdiener. Der Tag des Stiftungsfestes wurde auf den 16. Februar 1935 festgesetzt. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer, auf unser deutsches Vaterland unb bas deutsche Lied wurde ber offi­zielle Teil ber Versammlung geschlossen.

wg. Großen-Buseck, 13. Dez. Die Vieh­zählung ergab hier folgende Bestände: 109 Pferde, 1009 Stück Rindvieh, 427 Schafe, 1076 Schweine, 235 Ziegen, 69 Kaninchen, 4447 Stück Federvieh und 88 Bienenstöcke. In der Zeit vom 1. September bis 30. November wurden 216 nicht beschaupflichtige Hausschlachtungen vorgenommen. An Kälbern wurden im September 30 Stück, im Oktober 19 Stück und im November 32 Stück ge­boren.

Collar, 12. Dez. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete im Saale des Gast­hausesZum Schwanen" eine stark besuchte Kund­gebung, bei der Pg. SMo ft ermann sprach. Die ©lieoerungen der Partei, SA., SA.-Reserve, NS.-Frauenschaft, Hitlerjugend und BdM. nahmen geschlossen daran teil. In eindrucksvollen, oft humor­gewürzten Worten gab der Redner ein klares Bild der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Lage. Zunächst wandte er sich gegen die in letzter Zeit umlaufenden Gerüchte, an denen kein wahres Wort ist und die zu dunklen Zwecken verbreitet werden. Weiter zeigte er, wie sich Deutschland immer mehr

Mein Nezeptbuch gibt 3hnen das Gefühl dec Sicherheit beim Baden. Ladenpreis 20 pfg. Lr. Kugust Oetker, Vielefelü