— NS.-Gemeinschakt „Kraft durch Freude": 15 bis 19 Uhr, Haus der DAF., Bastelausstellung. — Stadt- theater: 20 bis 22.15 Uhr, „Das Spiel von den heiligen drei Königen" (Vorstellung der NS.-Kultur- gemeinde — Ring Deutsche Bühne). — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: 20.15 Uhr, Universitäts- Aula, Lichtbildervo-rtrag von Professor Walter Behrmann (Frankfurt) über „Reisen in der nördlichen Sahara". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fürst Woronzoff". — Astoria-Lichtspiele, Seitersweg: „Das Rätsel einer Nacht". — Reichs- karnmer der bildenden Künste: 15 bis 18 Uhr, Turmhaus am Brand, Weihnachts-Ausstellung.
— Stadttheater Gießen: Heute, für die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, das Schauspiel: „Das Spiel von den heiligen drei Königen" nach der Weihnachslegende von Felix Timmermans; Spielleitung: Intendant Hanns König. Kein Kartenverkauf.
— Die Volkshochschule weist darauf hin, daß der Kurs über „Heimische Dor- und Frühgeschichte" heute abend stattfindet. Siehe heutige Anzeige.
*
** Rückständige Zahlungen für Elet- trizitätslieferungen werden in einer Bekanntmachung der Direktion der Städtischen Werke in unserem heutigen Anzeigenteil zur Bezahlung angemahnt. Säumige Zahler seien besonders auf die Bekanntmachung hingewiesen.
♦» Die Deihnachtsferien an den Berufsschulen beginnen — ohne Kürzung der Osterferien — am «amstag, 15. Dezember.
** Verlängerung der Kündigunas« bzw. Fälligkeitsfristen für Hypothe- k e n durch die öffentlichen Lebensver- s i ch e r u n g s a n st a l t e n. Die im Verband öffent- kicher Lebensversicherungsanstalten in Deutschland zusammengeschlossenen Anstalten haben sich bereit erklärt, von den zum 31. Dezember 1934 bzw. 1. April 1935 bestehenden gesetzlichen Kündigungs- mäglichkeiten für die Aufwertungs- und sonstigen Hypotheken grundsätzlich keinen Gebrauch zu machen, sondern diese Fristen von sich aus um 1 Jahr zu verlängern. Provisionen oder bergt werden von den öffentlichen Lebensversicherungsanstalten für die Fristverlängerung nicht erhoben. Durch diese Maßnahme werden Schwierigkeiten, die den Hypotheken- Schuldnern infolge des immer noch bestehenden Man- gels an Hypothekenkapital durch die Kündigung ihrer Hypotheken entstehen würden, vermieden.
** Richtigstellung. In dem gestrigen Bericht über die Verhandlung des Oberhessischen Schwurgerichts gegen Richard Jung aus Espa ist das Urteil infolge eines Setzfehlers unrichtig angegeben. Der Angeklagte wurde nicht zu drei Jahren und sechs Wochen, sondern zu drei Iah- ren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Die Verkehrswerbung in Oberheffen
Iahrestagung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Gießen.
Unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden, Bür» germeister Dr. Hamm, hielt der Verkehrs- und Verschönerungsoerein Gießen gestern abend im Hotel Schütz seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab. Zunächst wurden
Teile eines Verkehrswerbefilms für das Gebiet Oberhessen-Detterau
vorgeführt. Dieser Film soll die Aufgabe der Der- kehrswerbung für unsere engere Heimat in den großen Städten des Reiches erfüllen und vom nächsten Frühjahr ab in die Werbearbeit eingesetzt werden. Man sah viele Aufnahmen aus den Städten Gießen, Butzbach, Friedberg, Vilbel, Grünberg, Lich und Hungen. Dabei befand sich eine große Zahl guter Bilder, während manche andere als untauglich ausgeschieden werden müssen und durch neue, bessere Aufnahmen zu ersetzen sind. Nach der gestrigen Probevorführung wird der Film nunmehr die endgültige Bearbeitung erhalten und unter der Leitung berufener Männer zu einem einwandfreien Werbemittel gestaltet werden.
Im Anschluß an die mit großem Interesse verfolgte Vorführung hielt Bürgermeister Dr. Hamm einen Vortrag über
die Reichsautobahnen.
Einleitend wies der Redner auf den Artikel „D i e Reichsautobahn in Oberhessen" im „Gießener Anzeiger" Nr. 263 vom 9. Nov. dieses Jahres hin, der über die Streckenführung in Oberhessen eingehenden Ausschluß biete. Sodann schilderte er, ausgehend von der schon seit einer Reihe von Jahren bestehenden Hafraba in Frankfurt, den gesetzlichen und organisatorischen Aufbau der Reichsautobahn-Unternehmung, die — nachdem alle früheren Bemühungen der Hafraba mit dem gleichen Ziele infolge der damaligen politischen Verhältnisse nicht zu verwirklichen waren — erst durch die Machtübernahme Adolf Hitlers erfreuliche Wirklichkeit wurde. Der Vortragende aab dabei eine Schilderung der weitreichenden wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten durch die Reichsautobahn, an denen nicht nur der Kraftfahrzeugbau und der reine Reiseverkehr, sondern vor allem auch die bäuerliche Betriebswirtschaft stark beteiligt sein wird, weil mit Hilfe der Reichsautobahnstrecken die Landwirtschaft die Möglichkeit eines stark erweiterten Wirtschastsraumes, d. h. Versand der landwirtschaftlichen Produkte über weite Strecken hin in schneller und billiger Weise, erhalten wird. Ferner kennzeichnete der Redner die außerordentlich großen aktuellen Vorteile auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung, an der alle Bevölkerungsschichten in Stadt und Land Anteil haben. Ferner wies er noch auf die sehr wesentlich verbesserte Verkehrssicherheit bin, die bei der Abwicklung des größten Teiles des Kraftfahrzeuaoerkehrs über die Reichsautobahn sowohl für die Autofahrer einerseits, wie auch für
den Fahr- und Personenverkehr auf den allgemeinen Landstraßen anderseits erzielt wird. Schließlich machte er klar, daß der Kraftfahroerkehr auf den Autobahnen auch eine wesentliche Verbilligung der Kraftfahrzeugbenutzung, gegenüber dem bisherigen Verkehr auf den Landstraßen, darstellt. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen und gab gegen Schluß der Versammlung im Rahmen der Aussprache noch Veranlassung zu verschiedenen Anfragen, bei deren Beantwortung Dr. Hamm erneut auf den Artikel im „Gießener Anzeiger" vom 9. November hinwies.
Die weitere Sihungsarbeit.
Bürgermeister Dr. Hamm berichtete im weiteren Verlaufe des Abends über die Neuorganisation der verkehrswerbenden Organe innerhalb des Lan - desverkehrsverbandes Rhein-Main, sowie über die vom Landesverkehrsverband für alle Verkehrsvereine vorgeschriebene neue Satzung und die Neuorganisation der Vereinsorgane. Der neuen Satzung stimmte die Versammlung ohne Aussprache einstimmig zu.
Der R e ch n u n g s b e r i ch t für das Geschäftsjahr 1933, Der bei einer Gefamt-Umschlagssumme von 10 418,90 RM. Ausgaben in Höhe von 6171,07 RM. und nach dem Stande vom 1. Januar 1934 ein Vereinsvermögen von 4247,83 RM., ferner ein weiteres Vereinsvermögen auf Sparguthaben und Anleihepapieren in Höhe von rund 6000 RM. ausweist, wurde genehmigt und dem Vorstand und dem Rechner Entlastung erteilt.
In der Aussprache wurden zahlreiche Fragen angeschnitten, u. a. Werbemaßnahmen der verschiedensten Art, Straßenbahnverkehr, Straßenbeleuch- tung usw. Von der Dereinsleitung wurde hervorge- hoben, daß in der Verkehrswerbung eine enge Zusammenarbeit der Stadt und des Vereins mit der Werbestelle der Universität herbeigeführt worden ist, an die Errichtung eines Musiktempels in den Anlagen beim Stabtheater aus finanziellen Gründen vorerst nicht gedacht werden kann, die Schaffung eines Vereinsabzeichens, das die Geschäftsleute in ihren Schaufenstern anbringen können, geplant ist und auch den Fragen des Straßenbahnverkehrs usw. volle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Schließlich wurde noch allen Behörden, der Presse und den sonstigen Mitarbeitern und Helfern des Vereins herzlicher Dank für die bisherige Förderung ausgesprochen.
Am Schlüsse der Versammlung gedachte der Vorsitzende vor allem des Mannes, der nicht allein unser Reich aus der größten Gefahr gerettet hat, sondern der auch der Schöpfer der zukunftsreichen Reichsautobahn ist, des Führer und Reichskanzlers Adolf Hitler, mit dreimaligem Sieg-Heil, in das die Versammlung lebhaft einstimmte.
WeshalbgrabenwirmAegyplen?
Von profcflor Or. Roeder.
Direktor despelizaeus-MuseumsinHildesheim.
Zunächst einmal die Frage: graben wir btnn überhaupt in Aegypten? Man hört häufig einen Zweifel daran, gelegentlich sogar die unbedingte Gewißheit, daß bestimmt keine deutsche Grabung mehr in Aegypten ftattfänbe. Dabei spielen die Schwierigkeiten mit, die sich zwischen Berlin und Kairo bei der Auseinandersetzung über die lebendige Büste der Königin Nofretete, der Gattin des Ketzerkönias Amenophis IV., ergeben haben. Man erinnert sich auch ganz richtig der Uebernahme der deutschen Konzession auf Amarna, die Residenz des genannten Pharao, durch die englische Egypt Exploration Society unmittelbar nach dem Kriege, und der dortigen Fortsetzung der Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft durch die Eng- länber, die allerdings nicht sogleich durch eine Bildhauerwerkstatt mit einer neuen Nofretete erfreut wurden. Im übrigen verwechselt man allerdings Berlin mit Deutschland, denn unser Pelizaeus- Museurn in Hildesheim besitzt seit 1929 eine Konzession auf Ausgrabungen in Hermopolis durch die ägyptische Regierung, Die uns diese Erlaubnis mit der Bereitwilligkeit erteilt hat, die wir Deutschen auch in anderer Hinsicht durch die Aegnpter erfahren haben. Deutsche Ausgrabungen in Aeaypten fino also nicht aufgegeben worden, auch nicht unmöglich gemacht worden, wenn man von der durch den Weltkrieg verursachten Pause absieht. Wir haben allerdings nicht in Wettbewerb mit den anderen Nationen treten können, die große Mittel in ihre Grabungen im Niltal vom Mittelmeer bis in den Sudan hinaus gesteckt haben. Wir sind auch in den Fundstücken nicht so begierig und glücklich gewesen wie jene, sondern haben Aufgabe und Methode unseren Verhältnissen angepaßt.
Das Ausgraben ist in erster Linie eine wissenschaftliche Aufgabe, und Die Gesichtspunkte der Erforschung sind bei uns immer in den Vordergrund gestellt worden. Die Lösung ist uns allerdings nicht leicht gemacht, denn von Der Stadtruine Hermopolis, die wir durchsuchen, haben die „Sepb- bachin" (Bauern) die salzhaltige Erde als Düngemittel wegholen) wie überall dis höheren Schichten
abgebaut. Uns stehen also nur noch die unteren Schichten zur Verfügung. Anwendung moderner Grabungstechnik mit etwa tausend Meter langen Gräben war notwendig, um durch die Mitwirkung erfahrener deutscher Prähistoriker Ergebnisse für den Aufbau der alten Stadt zu gewinnen. Die Vereinigung der beiden Wissenschaften, der Aegyp- tologie und der deutschen Vorgeschichte, auf ein gemeinsames Ziel hin ist für beide wesentlich ge- wdrden, und die Ergebnisse haben überrascht: aus der Schichtenanalyse ging ein völlig neuer Stadt- grundrih hervor mit einem Heiligen-Bezirk von 450 mal 570 Meter Gröhe und mit einer ganzen Anzahl von Tempeln in ihm. Ein Zufall, dem Der Ausgräber oft sein Glück verdankt, hat uny Dabei einen der ältesten ägyptischen Tempel mit Dem bekannten Pylon als Eingang beschert. Also zu diesem Ziele graben wir in Aegypten!
Ausgrabungen in Aegypten sind ferner eine kulturpolitische Tat. Neben uns, und zum Teil auch schon lange vor uns Deutschen, haben andere Völker in Aegypten gearbeitet, Lager unterhalten und, wie neuerdings das Orientalische Institut der Universität Chicago, ein prächtiges Haus mit einer ägyptologischen Bibliothek eingerichtet. Wir haben um 1900 mit archäologischen Untersuchungen eingesetzt, meist in äußerlich bescheidenem Stile, aber mit wertvollen Ergebnissen, die auch innerhalb der Fachwissenschaft als deutsche Leistung dastanden. Das Pelizaeus-Museum in Hildesheim, bzw. ursprünglich fein Stifter Dr. phil. h. c. Wilhelm Pelizaeus, ist durch die Teilnahme an einer deutschen, später österreichischen Konzession seit 1903 im Nil- tat tätig. Jetzt halten wir die einzige Genehmigung zu Ausgrabungen in Händen, die von der Aegypti- sehen Regierung nach Beendigung unserer früheren Arbeiten an irgendein deutsches Institut erteilt worden ist. Hierin liegt die kulturpolitische Aufgabe, die wir nicht fallen lassen dürfen.
Eine Ausgrabung in Aegypten ist aber schließlich auch als eine geschäftliche Unternehmung zu beurteilen. Die Fundstücke stellen materielle Werte bar, schon die zahlreichen Kleinfunde, die sich immer ergeben, dann die naturgemäß seltenere Plastik großen Stils, endlich auch der vielbegehrte und in jeder Stadtruine auftauchende Silberfund, den uns Hermopolis schon für das Berliner Antiquarium geliefert hat. Die Organisation einer Gra-
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der Privatwirtschaft durchzuführen und aus ihren Mitteln ein kulturelles Kapital zu schaffen, zu dessen Gewinnung wir uns Der wohlwollenben Mithilfe Der Reichsstellen erfreuen Dürfen.
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Saarfahrt in Den Osterferien 1930 getroffen, worauf Der VDSt. zwei Bergarbeiterdörfer Jin Der faar» lothringischen Grenze als „Schutzorte" annahm.
Alljährlich fährt feit 1930 der VDSt. kurz vor Weihnachten mit einer größeren Anzahl feinet Mitglieder in feine Schuhorte, um auf einige Tage mit den Vergardeiterfamitien zusammen fein zu können, hier unmittelbar an der Grenze kann der Student im kreise der Bergarbeiter des Grenzgebietes, denen die fremden Machl- haber durch allerlei Mittel das Zugehörigkeit;- gefühl zur Volksgemeinschaft nehmen wollen, erleben, was Grenzkampf ist und was Hk deutsches Volkstum bedeutet.
Soweit es möglich ist, wird Die Bevölkerung Den StuDenten tatkräftig unterstützt. Für die
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in Hermopolis deutlich bewußt.
Im Frühjahr 1935 setzen wir mit unserer Durchforschung Der StaDtruine Hermopolis roieDer ein. Wir tun es, weil Das Unternehmen sich seit 1929 als wissenschaftlich bedeutungsvoll erwiesen hat. Wir
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bung ist übrigens auch wie ein geschäftlicher Betrieb zu betrachten, und es heißt bei knappen Mitteln sehr genau rechnen, wenn man für die Reise, bas Leben im Lager mit einer erheblichen Zahl von Arbeitern sowie Die nachfolgende Untersuchung und Veröffentlichung ausreichen will. Alle diess Zusammenhänge haben Freunoe Des alten Aegypten aus Den Kreisen Der deutschen Wirtschaft 1929 sehr wohl erkannt. Private Gönner haben uns damals Die er» sten Summen gegeben, und aus privaten Kreisen hoffen wir auch jetzt wieder Die Mittel zu erhal-
Dom Verein Deutscher Studenten an der Universität Gießen wird uns geschrieben:
Seitdem der Nationalsozialismus die Führung und Gestaltung Des Deutschen Reiches übernommen hat, ist Die Saarfrage eine Existenzfrage für Deutsch- lanD geroorDen, ist Das gesamte Deutsche Volk zum Kampf um Die Saar aufgerufen. Es gab eine Zeit, wo ein großer Teil Des Deutschen Volkes nicht wußte, um welch roeittragenDe Dinge es im Westen Des Reiches ging unD wo von Regierungsseite wenig in Dieser Hinsicht getan wurDe.
Wenn einmal die Geschichte der Rückgliederung des Saargebietes geschrieben wird, wird man jene Kleinarbeit der studentischen Verbände und Korporationen nicht übergehen können, die vor nun einigen Jahren im Warndt und an der Westgrenze des Saarlandes einen festen Damm gegen die französischen und separatistischen Einwirkungen schuf und die studentische Jugend auf den Plan rief für den Entscheidungskampf um die Saar.
Der Plan, Den WarnDt, jenen wegen feines Kohlenreichtums befonDers gefährbeten Teil Des SaarlcmDes als Betreuungsgebiet zu wählen, geht auf eine Anregung Des VDSt. Gießen zurück unD nahm bereits im Jahre 1929 konkrete Formen an. Die entfdjeibenben Vorbereitungen würben auf einer
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Knien emporklimmen müssen, wobei ihre Beim » weit sichtbar mürben, baß sie sich gelobte, „niemü’ wieder auf ein Schlachtschiff zu gehen, ohne Männtr- Hosen zu tragen." — In einer anderen NiederM' beklagt sie sich über Den Kaiser, daß er über sie.> über einen Grenadier" verfügt habe. „Männer'N unerträgliche Wesen", fügt sie hinzu. „Und wurde i- noch einmal auf die Welt kommen, ich wüu’Hj wiß keine zweite Ehe eingehen." Am 23. 3UJ‘ l brach Marie Luise nach Mainz auf. Bei BerM' sie englische Soldaten, die ihr „durch il)re und ihr anmaßendes Betragen auffielen.
mit Napoleon am 27. Juli zusammen unb ®ar „ zückt, daß er so gut aussah und sich in bester t befand", trotzdem fein Schwiegervater, der n von Oesterreich, gerade der Koalition gegen B “ reich beigetreten war. Im ganzen genommen, i ’-,,, Marie Luise mit ihrem Gemahl recht 9W°lia),Ä.
wesen zu fein, wenn sie auch nicht unerwahwi daß sie sich Rheumatismus zugezagen habe, M Kaiser darauf bestanden hat, baß sie zu einem u spaziergang in kurzen Aermeln erschien, un1
t sie gescholten habe, weil sie nicht rechtzeitig s . war, als Der Großherzog unD Die Großherzog - Hessen-DarmstaDt zu Tisch geladen waren. . Luise war über Napoleons Abreise am 1. . jedenfalls sehr bekümmert und ist auch noch ' Zeit über Di Trennung in großre Trauer 9 .
Auf Dem Rl..wege fuhr sie Den Rhein entw e erzählt viele Einzelheiten über Die Redenden , Geschichte dieses Flusses. Am 25. Augcht sie Cherbourg „zu Tode erschöpft". Sie wo beunruhigt, daß vom Kaiser keine ^ad)r,fnrltt fit und gab ihrer Furcht Ausdruck, Napoleon r ganz vergessen haben. „Nur wir Frauen , j0 sie, „sind in der Liebe beständig! Männe ' frivol, deshalb sollte man sie nicht ernst " unglücklicher Weise bin ich Dafür nicht genüge nünftig veranlagt. Aber ich werbe ihn straf > u^<r, ich eine Woche lang nicht schreibe. -Wh 6<# orbentlich feffelnbe Tagebuch der Kaiser! , $rfl, Glanz bet napoleonischen Macht mit Der • fcbie bition des Hauses Habsburg verbinden st» - bann so bald von ber weltgeschichtlichen treten mußte, ist bei ber eiligen Abreise -Raffen aus den Tuilerien am 29. März 1814 3 »«g 8e*
worden und auf vielen Umwegen in . langt, aus Dem es jetzt zum Verkauf ko
Das Tagebuch der Kaiserin Marie Luise.
In dem bekannten Londoner Auktionshaus Sotheby kommt man nun auch, nachdem vorher eine große Reihe wichtiger Dokumente aus Der Zeit Des ersten Napoleon verkauft worden ist, daz zwischen dem 27. April 1810 und Dem 9. August 1813 geschriebene Tagebuch Der Kaiserin Marie Luise zur Versteigerung, das über Das Innenleben und Die Dor- stellungswelt Der österreichischen Kaisertochter neue Aufschlüsse vermittelt. In den beiden ersten Teilen dieser Aufzeichnungen erzählt sie von ihren Reisen in Nordfrankreich und Den NiederlanDen und von den vielen Städten, für Die sie voller Bewunderung ist, vor allem aber von Dem tiefen EinDruck, den Der erste Anblick Des Meeres unD Dtr Schiffe auf sie ge- macht hat. Dann berichtet Die Kaiserin von ihrem Besuch auf einem Kriegsschiff unD verzeichnet. Daß sie Die stellen Stufen Der Laufplanke habe auf den
Arn gestrigen zweiten Sitzungstage verhandelte das Oberhessische Schwurgericht gegen Die Karoline Ortwein Wwe. aus Kaulstoß (Kreis Schotten) wegen M o r D e s.
Die Angeklagte ist am 29. August 1893 zu Kaul- stoh geboren unD besuchte orDnungsmäfjig Die dortige Volksschule. Sie lernte auch in Kaulstoß ihren Mann, Den Arbeiter Otto Ortwein kennen, Der Dort als Dienstknecht beschäftigt war. Mit 20 Jahren heiratete Die Angeklagte Den etwa 20 Jahre älteren Otto Ortwein unD brachte ein uneheliches KinD mit in Die Ehe, Das Der Ehemann sofort aDoptierte. Der Ehe, Die in Den ersten Jahren im allgemeinen als glücklich anzusehen war, entsprangen 7 KinDer. Da Das Einkommen Des Mannes, Der in Der Hauptsache als Holzarbeiter tätig war, für Den ehelichen Auf- wanD nicht ausreichte, leistete Die Angeklagte feit 1932 Aushilfsbienfte bei einem benachbarten Lanb- roirt. Dort kam es zu Beziehungen mit Dem Knecht, Dem Zeugen Henkel, Die zu intimen Verkehr Der beiDen führten. Als Der Ehemann Davon hörte, war er über Das ehebrecherische Verhalten seiner Frau sehr empört, unD es kam zu heftigen Auftritten in Der Familie, Die nicht selten Dazu führten, Daß Die Angeklagte Das Haus verließ. Die Antipathie Der Angeklagten gegen ihren Ehemann kam u. a. Darin zum Ausdruck, baß sie ihn bezüglich ber primitivsten Lebensbedürfnisse ganz unb gar vernachlässigte. So mußte, nach ben Bekunbungen ver- schiebener Zeugen, ber Ehemann selbst bei grimmigster Kälte in zerlumpten Kleibern unb mit unzu- reichenbem Essen seiner Arbeit nachgehen.
Im Juli b. I. mürbe ber Ehemann, als auch ein fünfjähriges Kinb, von einem umstürzenben Topf mit heißem Wasser erheblich verbrüht. Der Ehemann unb bas KinD rourDen Daburch ans Bett gefesselt. Die Differenzen zwischen den Ehegatten bestanden weiter fort unb spitzten sich mehr unb mehr zu. Die Angeklagte trug sick nun mit dem Gedanken, daß es besser sei unb Der Ruhe biene, wenn ihr Mann an ben Verbrennungen sterbe.
Am 6. Juli b. I. suchte die Angeklagte in ihrem Küchenschrank nach einem Mittel, bas sie ihrem nun hilflosen Mann geben könne, um ihn aus Dem Leben zu schaffen. Sie fanb ein Fläschchen mit Salzsäure, dem sie einen Teelöffel entnahm unb ihrem Manne in einer Tasse Kaffee vovsetzte. Der Ehemann trank einen Schluck davon unb verspürte Darauf erhebliche Schmerzen. Die Angeklagte schüttete Dann Den restlichen Inhalt Der Tasse weg unb erwiderte aus Befragen des Mannes, was das mit bem übel schmecken- ben Kaffee für eine Bewanbtnis habe, sie habe Dem Kinb verschiedene Arznei in ben Kaffee gegossen. Nachdem die Angeklagte ihrem Mann am Montagmorgen Den Kaffee ans Bett gebracht hatte, begab sie sich auf Das Feld, um zu mähen, von wo sie ge-
ten, von Denen uns schon ein gut Teil gegeL.. roorDen ist. Der Zusammenhänge mit der Wirtschaft sind wir uns also für unsere Ausgrabungen
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gen Mittag heimkehrte. Nach einem erregten Auf, tritt beider Ehegatten am 10. Juli d. I. nahm Angeklagte einen Schusterhammer unb versetzte bem im Bette halb sitzenden und halb liegenden Eh,, gatten drei Schläge auf ben Kopf, so baß 2 Zentimeter lange Wunden entstanden. Der Gx, troffene, ber im Augenblick Der Ausführung ber Schläge nicht nach ber Angeklagten sah, schrie zwei, bis breimal laut auf. Unterdessen holte die Ange, klagte noch einmal einen Löffel Salzsäure und gab sie bem mittlerweile Bewußtlosen ein. Schließlich hielt sie noch Dem Schwerverletzten mit der rechten Hand Die Kehle zu, so baß endlich gegen 14.30 ll!u ber Tob eintrat. Die Angeklagte verdeckte Dann bi» Wunden mit Pflaster unb Salbe, um sie, wie bt? Vertreter ber Anklage ausführte, dem Leiche beschauer zu verschließen.
In Der gestrigen Hauptverhandlung legte die 2h geklagte em Geständnis ab unD gab unter der Drucke Der Zeugenaussage auch zu, in intimem Der. kehr mit Dem Zeugen Henkel gestanden zu haben. Sie erklärte, ihr Mann habe ihr kein Gelb gegeben unb sie bes öfteren mißhandelt. Nach den Bekundua. gen von nahezu 20 Zeugen handelte es sich bei bem Ermordeten um einen fleißigen, rechtschaffenen Mann, ber Des öfteren bei Dritten Den unlauteren Öebensmanbel feiner Frau in Schutz genommen habe.
Die Vernehmung Dreier SachoerstänDiger ergab, Daß Der ToD Des ErmorDeten leDiglich auf bas oen schiebentliche Einwirken ber Angeklagten zurück^- führen sei, bie sich bei Begehung ber Tat über bereu Ungesetzlichkeit vollkommen im klaren ge> wesen war.
In einem etwa zweistünbigen Pläboyer begrün, bete ber Staatsanwalt bie Anklage. Er entwickelte noch einmal im einzelnen ben Sachverhalt, um schließlich zu ber Auffassung zu kommen, daß es sich im oorliegenben Falle um eine vorsätzliche uni mit Ueberlegung ausgeführte Tötung handelte. La- für spreche, so führte ber Staatsanwalt aus, vor allem bie Konsequenz, mit ber bie Angeklagte ihr entsetzliches Werk zu Enbe führte. Die Ausführun- gen bes Staatsanwalts gipfelten in feinem Antrag, bie Angeklagte wegen M orbes zum Tobe zu. verurteilen unb ihr die to gerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer abzuer/o nen.
Der Verteidiger stellte die Tat als eine Jjiti lung im Affekt dar unb bat bas Gericht um öem- entfprechenbe Bewertung bei ber Strafzumessung.
Nach einftünbiger Beratung d e r u r t e iltt has Gericht bie Angeklagte wegen Worbes zum Tobe. Außerbem würben ber ilnat- klagten bie bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebzeiten aberkannt.
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wollen bas Derfchwinben beutscher Ausgrabungen in Aegypten, bas sich aus bem Erloschen unserer Konzession ergeben würbe, verhüten. Wir werben auch stolz barauf sein, wenn es uns gelingt, . er ben Aufbau unserer Arbeit nach ben Grundsätzen -
I »rlichen l des Lagers 1 jbnbtrzm 2 M maft lönr > Dissen air nanlchouuna : Das erst tiägt werde, kommen bi infodUur J er® Galilei Zuberer Da tret bisher st Wung von li’mbtuif bes
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