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kchuna (mit den Abteilungen für Leibesübun- eriiund für Jugendpflege): 7. Abteilung Land- «tir; 8. Geistliche Abteilungen.

Oie Schulung der Hitler-Jugend.

Dm Obergedietsführer Hellmui Siellrecht.

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Deutsche Arbeitsfront und Einzelhandel.

Giiisr Zuschrift derDeutschen Angestell- t ei nch a s t" entnehmen wir u. a. folgendes: In beir zerordnung des Führers und Reichskanzlers Dein 24. Oktober 1934 heißt es in 8 9 Absatz 2: 2>iiich die Selbsthilfeeinrichtung der Deutschen A!ibi-:sfront soll jedem ihrer Mitglieder die Er- bciLii.g seiner Existenz im Falle der Not gewähr­te jii werden, um den befähigsten Volksgenossen dein illufstieg zu ebnen oder ihnen zu einer selb- fh-Tiyen Existenz, wenn möglich, auch auf eigenem Gllnra und Boden zu verhelfen." Damit hat biiL> deutsche Arbeitsfront auch sehr bedeutsame

lee Schulung der H I. will eine Einheit: List die Einheit von Körper, Geist und

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'V deutsche Arbeitsfront auch sehr bedeutsame Nähen, die i m Rahmen des Einzel- lin»e l s s ch u tz g e s e tz e s zu lösen sind, über» i'Ujf. bekommen. Zunächst die Beratung der Endigen und moralisch Zuverlässigen, die sich Mirinzelhandel selbständig machen iDi'Dlc.i. Das Berufsgruppenamt der Deut-

EJrii! Mohr wurden alle wichtigen Fragen für die LLrbÄ der kommenden Monate geklärt. Jin Mittel- p'iii der Tagung standen die Ausführungen des r^eicsleiters Alfred Rosenberg, der sich u. a. eiMsoend mit der Erziehungsaufgabe der tjc u im nationalsozialistischen Staat befaßte. iH|>f(9berg unterstrich die Notwendigkeit einer M i t- a r t itder Frau am Aufbau des Staa - t sinnt) wandte sich gegen die heute teilweise vor- b< tri ine einseitige Auffassung, daß die ujfoi nur am Haushalt gebunden sein soijLil Aufgabe eines jeden deutschen Mannes und ei itci jeden deutschen Frau sei es, in dem Kampf, irr bim wir heute nach wie vor stehen, mitzuwirken.

i öme mehrstündige Arbeitstagung folgte diesen ALesthrungen, durch die Reichsleiter Rosenberg die Ns? tu ndigkeit und Bedeutung einer Mädelorgani- fajjroi im nationalsozialistischen Deutschland nach- driLck^h unterstrich.

dij e l e, die erst den harmonischen Menschen schafft. Mri suchen ein Menschentum, das in sich selbst ruht, (k tr, gen von den Kräften des Blutes in uns und i esÄodens unter uns, verbunden mit dem Ewigen,

fchha!Arbeitsfront hat deshalb zunächst eine für dar ranze Reich zuständige Beratungsstelle ge^cjcfen. Neben der Sicherstellung einer sachge- mqei Beratung spielt die Hergabe von P i'tl i o n a l k r e o i t e n an Unternehmungslustige, diie k5in ausreichendes Eigenkapital besitzen, eine rSU^tge Rolle. Dort wird Kapital zur Verfügung geipL, wo Ehrenhaftigkeit, Sachkunde und Unter» neiltiuingsluft sich vereinigen. Da die Hergabe von 5Nt<)b2n ohne dingliche Sicherheit auch an gewisse Mtz iiLssetzungen geknüpft werden muß, wird der KÄliimehmer sich zumindest zu einem Teil mit ei|ianm Kapital am Risiko beteiligen und durch eimcci2wissenhafte Planung seiner geschäftlichen Ab- JiJiiir den Nachweis für eine gewisse Sicherheit bew Erfolges für den Einsatz der Mittel erbringen mnt'k. Daneben werden die Kreditsuchenden zu eir ui g e w i s s e n h a f t e n Buchführung nach eini<n von der Hauptgemeinschaft des deutschen EWrligandels ausgearbeiteten einheitlichen Kosten- pl«-i-verpflichtet werden müssen. Sie soll auch-aus- reiB.'iLe Unterlagen für die Herstellung von Be- trW-,vergleichen, jenem wertvollen Hilfsmittel für die-'; lechästlichen Dispositionen, deren sich die Groß- bet \x'?t im Einzelhandel schon lange bedienen, end­lich uich für den mittelständischen Fachhandel schaf- fer n Nie Aufgabe der letzten Warenverteilung, TrieibInder zwischen Verbraucher und Erzeuger zu seinn b-r Wille der Regierung, eine straffe Auslese unitff üden Anwärtern für eine selbständige Tätig» fehl in Einzelhandel zu schaffen, fördern gebiete» riffc sie Fernhaltung aller Kräfte, denen die sach­lich! Eignung ober die moralische Zuverlässigkeit iebhl Ts ist wünschenswert, daß auch die lieber» na ih bestehender Geschäfte im Einzelhandel ge- seM an den Nachweis der Sachkunde und der peurir ichen Zuverlässigkeit gebunden wird

<0letne politische Nachrichten.

T< verlautet, hat der Bankrat der BIZ. bei'it iBorschlag des Völkerbundsrates zugestimmt, nanc -er Volksabstimmung im Saargebiet wäh­re i dld e r Uebergangszeitbie Finanz- vWiMaltung des Saarlandes auszu- ü H n Voraussetzung sei, daß die politische Rrche imn xzargebiet aufrechterhalten bleibe.

IEi wer Reichsstand der Deutschen In- d uli tri e nach der neuen Verordnung über die Or- pai;aiLiion b-u- a»m<>rbüd)en WlrUchait künftig i u

Wie der völkische Staat dereinst der Er- Ziehung des Willens und der Entschlußkraft höchste Aufmerksamkeit zu widmen hat, so muh er schon von klein an Verantwortungs­freudigkeit und Bekenntnismut in die Herzen der Jugend senken." Adolf Hitler.

tiiguns gestaltet, und doch erfüllt von dem Willen, 2)5 Schicksal, das äußerlich unbezwingbar er» perlt, in der eigenen Brust zu meistern. Deutsch- fnbnvächst aus ihren Herzen erhoben, neu auf und Ur Beist erfüllt erst das ewige Reich.

Dir glauben jedenfalls, daß jede Wirkung an irsr ober Geist ober Seele dieanderenmit- > i l e t, unb wir bilden in der Schulung der HI.

an jedem dieser großen Drei. Wir nehmen S'lirer und Geist in strenge Zucht, machen beide j'iH erfüllen sie mit Kraft und Ausdauer. Aber Mir Seele wollen wir behutsam ihren Weg weisen ais in Teil dessen, was von Ewigkeit zu Ewigkeit IiEjIwnb was dem einzelnen und seinem Volk für )!» leit geschenkt ist.

D Führerschulung ist bei der Schulungsarbeit > !is wichtigste, weil der Führer die lebendige 23er» ilrfiung dessen sein muß, was wir wollen. Die niie.ia n f d) a u I i d) e Schulung der HI. ge» faßtet von der AbteilungSchulung" der Reichs- j geLführung aus durch die Heimabendmap- pj|e i die zweimal monatlich hinausgehen nach einer fljrnci festgelegten Schulungsreihe. Sie bilden das SlSal-rial für den Gestalter des Heimabends. Dazu kcifmii unsere Schulungssendung über alle deutschen Ort?r, die von den Heimabend-Gemeinschaften ge« hijirtrvird und ihnen kein trockenes Wissen, sondern IspMigstes Leben bietet.

Arbeitstagung des BOM.

I.' Potsdamer Stadtschloß fand eine Arbeits-

Igrog aller Obergauführerinnen loJl. statt. Unter Leitung der Reichsreferentin

bie Reich gruppeIndustrie" überge­leitet wird, so hat der bisherige Geschäftsführer Dr. I. H e r l e sein Amt zur Verfügung gestellt, um für die künftige Besetzung der Geschäftsführung freie Hand zu geben. Mit seiner interimistischen Vertretung ist Pg. Dr. Guth betraut worden.

DasEcho de Paris" meldet, der französische Luft­fahrtminister habe den Ankaufvon50 ameri­kanische Bombenflugzeugen für die französischen ßuftftreitEräfte beschlos­sen. Es handele sich um Gleen-Martin-Bomber, die eine Stundengeschwindigkeit von 330 Kilometer ent­wickelten und 1000 Kilogramm Bomben bei einem Aktionsradius von 1000 Kilometer mitführen könnten.

Der ungarische Außenminister von Sanna traf in Wien ein und hatte eine Unterredung mit Außen­minister Berger-Wal den egg. Donnerstag mit­tag wird sich von Kanya mit Bundeskanzler Dr. Schuschnigg nach Budapest begeben.

Bei dem Zwischenfall an der Grenze zwischen Italienisch Somali-Land und Abessinien wurden auf abessinischer Seite 110 Mann getötet. Don den Italienern wurden erbeutet: 150 Gewehre, 70 Tragtiere, 125 Zelte, 400 Lebensmittelsäcke, ein Last­kraftwagen und 8000 Schuß Gewehrmunition. Fer­ner wird bekanntgegeben, daß die italienischen Trup­pen das Lager einer abessinischen Truppenabteilung erobert haben.

-Das Unterhaus nahm die Regierungsvorlage über die indische V e r f a s s u n g s r e f o r m mit 410 gegen 127 Stimmen an. Das Unterhaus billigte die Empfehlungen des Interparlamentarischen ge­mischten Ausschusses als Grundlage für die Revi­sion der indischen Verfassung und ist damit einver­standen, daß sich das Verfassungsgesetz auf den all­gemeinen Richtlinien des Ausschußberichtes aufbaut.

*

Der König von Siam, der derzeit in Eng­land weilt, empfing eine Abordnung aus Bangkok, die ihm die Bitte vortrug, auf feinen Thron wieder zurückzukehren.

parlamentarischer Handstreich in Sstdwestasnka.

Sfh-'n vor *en Landesrat-Wahlen unserer ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest hieß es, falls die Wahlen eine Zweidrittelmehrheit für die englischsprechenden Südafrikaner ergäben, würde diese Kolonie oder vielmehr das Mandatsgebiet dem übrigen Britifch-Süd af rika ein­ner l e i b t werden. Es ist bezeichnend für die Mentalität der britischen Blätter, daß sie ihre Leser nicht auf die Rechtsungültigkeit solchen Ansinnens aufmerksam machten, und auch in kei­nem englischen Blatt fand sich ferner ein Hinweis auf die komplizierten Bestimmungen, wonach Bri­ten und Südafrikaner bereits nach einem Jahr Aufenthalt wahlberechtigt sind, Deutsche dagegen erst nach fünf Jahren einen Antrag stellen und in diesem Antrag ihre Einbürgerung versprechen müssen. In Form eines demokratischen Wahlrechts ist also auch hier die Unterscheidung zwischen Siegern und Besiegten durchgeführt und damit wird das aanze Bild verfälscht, da die Zweifünftel Deutsche, die einen wesentlichen Teil der Gesamt- bevölkerung ausmachen, zu einem großen Teil nicht den Einbürgerungsantrag gestellt haben und ferner sogar die von den Südafrikanern abgesplitterte Wirtschaftspartei mit den Deutschen geht.

So haben im Parlament von Windhuk d i e Afrikander freies Spiel. Sie haben eine Mehrheit, die in Wirklichkeit eine Min­derheit der Bevölkerung darstellt, und sie be­nutzen diese, um zu beschließen, daß Südwestafrika künftighin die fünfte Provinz der süd­afrikanischen Union sein soll, neben Kap- land, Natal und den ehemaliaen Burenrepubliken. Diese Afrikander aber haben Damit einen Beschluß gefaßt, der von London aus unbedingt als ungesetz­lich widerrufen werden muß, wenn die britische Regierung auch nur eine Spur Vertragstreue auf­weist. Denn der Beschluß widerspricht dem Artikel 22 der Völkerbunvssatzung. Danach werden die ehe­maligen deutschen Kolonien nicht dem Eroberer unterstellt, sondern einer Mandatskommis­sion des Völkerbundes, und diese Mandats­kommission beauftragt mit der Verwaltung die ein­zelnen Nationen, aber an und für sich haben diese Mandatsgebiete keinerlei Verbindung mit den übri­gen Kolonien der Franzosen, Engländer usw.

Das gilt natürlich auch für Südwestafrika. Der Premierminister der Union, Hertzog, hat wieder­holt erklärt, eine enge Verbindung des ehemaligen Deutsch-Südwest mit Südafrika käme nicht in Frage, solange die weiße Bevölkerung des Mandatsgebietes sich nicht dafür ausgespro­chen hätte. General Hertzog ist zwar derjenige ge­wesen, der sehr schnell umlernte und aus einem Britenfeind ein Britenfreund wurde, aber er und General Smuts sollten doch immerhin so viel Ge­rechtigkeitsgefühl besitzen, um solche scheinparlamen­

tarischen Schiebungen zu verwerfen, vor allem General Smuts, der noch kürzlich für eine gerechte Behandlung Deutschlands eintrat und ihm das gleiche Recht wie den anderen Nationen geben wollte. Das will sagen, daß Deutschland auch seine Kolonien bei Gelegenheit zurückerhält, denn man kann unmöglich eine Rechtsgewährung von anderen Nationen an Deutschland fordern und selbst das Recht brechen, wenn es um ein Mandat geht, auf das die Südafrikaner schon lange ein Auge geworfen haben. Der Völkerbund, der eigent­liche Mandatsherr, wird sich zu der Frage äußern müssen. Sollte er gewissen imperialistischen Forde­rungen des sonst sehr demokratischen England sich unterwerfen, bann wäre er in der Tat nichts an­deres als eine Institution zur Aufrechterhaltung der Macht der Siegerstaaten.

Aus einer Meldung derTimes" aus Kapstadt geht hervor, daß die südafrikanische Re­gierung einer Angliederung Südwestafrikas an die Union in Form einer fünften Provinz nicht günstig gegenübersteht. Die südwestafrikanische gesetzgebende Versammlung hat zwar mit einer Zweidrittelmehrheit eine Entschließung zugunsten der Angliederung Südwestafrikas als fünfte Pro­vinz an die südafrikanische Union angenommen. Die südafrikanische Regierung kann jedoch keine Entschließung der südwestafrikanischen Versammlung über Verfassungsfragen durchführen, bevor diese Entschließung nicht einen Monat lang auf dem Tisch des südafrikanischen Parlaments gelegen hat. Das Parlament wird erst ungefähr Mitte Januar zusammenkommen, so daß frühestens im Februar etwas geschehen kann. Ueberbies hat der Verwalter von Sübwestafrika angebeu« tet, baß bie sübafrikanische Regierung noch nichts Endgültiges in dieser Frage beschlossen hat. Sie wolle nichts mit einer mehr ober weniger verschlei­erten Annektion ober mit irgend etwas zu tun haben, bas bas ber Union mit ber Ernennung zur Manbatsmacht bewiesene Vertrauen erschüttern würbe. Auch fei ber südafrikanische Steuerzahler nicht erpicht darauf, neue Lasten auf sich zu nehmen. Die Wirtschaftslage Südwestafrikas würde sich nicht bessern. Die Ein­wohner würden Steuern von der Höhe, wie sie in der Union gezahlt werden müssen, also höhere Steuern, bekommen. Die Vertretung des Gebiets im südafrikanischen Parlament würde keinen großen Wert haben, da ihr bei seiner jetzigen Bevölkerungs­zahl nur drei Mandate zustehen würden. Die Vereinigte Partei Südwestafrikas sei durch diese Argumente nicht überzeugt worden. Man er­warte daher, daß die südafrikanische Regierung einen Ausschuß zur gründlichen Prüfung der Frage einsetzen werde.

Aus aller Well.

Aeldmarfchall Mackensens Dank.

Generalfeldmarschall von Mackensen teilt mit: Die überwältigend große Zahl von Glückwünschen, mit denen ich bei Vollendung meines 85. Lebensjahres von höchsten Stellen geehrt, aus allen Gauen Deutschlands, selbst aus dem Auslande und besonders von alt en lieben Came­ra b e n hoch erfreut worben bin, machen es mir unmöglich, jebem einzelnen burch persönliche Zu­schriften gebührenb Dank zu sagen. Ich bitte baher, diesen auf öffentlichem Wege freunblicfjft entgegennehmen zu wollen. Er kommt aus einem Solbatenherzen, bas, von ben Einbrücken bes 6. Dezembers überrascht unb tief bewegt, ungebeug­ten, frohen Mutes in bie Zukunft schaut. Walbhaus Falkenwalbe, ben 9. Dezember 1934. v. Macken­sen, Generalfelbmarschall.

NorwegensSfifönig am Schlaganfall gestorben.

NorwegensSkikönig" Thorleif Haug ist in Osla im Alter von 40 Jahren an einem Schlag­anfall gestorben. Haug war einer ber berühm­testen Sportsmänner Norwegens. Sechsmal gewann er ben 50-Kilometer-Skilauf; brei Jahre hinterein­ander wurde ihm der Königspokal zuerteilt. 1919 bekam er bie Auszeichnung ber Holmenkollen-Me- baiUe. Auf ber Ersten Winterolympiabe in Cha- monix trug er ben größten Sieg baoon, ben je ein norwegischer Skiläufer im Auslanbe zu verzeichnen hatte, bie Goldmebaille im 50-Kilometer- bzw. im kombinierten unb im 17-Kilometer-Rennen. Außer­dem hat er eine Unzahl anderer Prämien in seinem Besitz.

Das Inseldrama auf Galapagos. 3m ganzen fünf Todesopfer?

Nach Ansicht des Forschers Martin V o e g e l i * der im September d. I. die Galapagosinseln be­suchte, dürfte der Tod D r. Ritters nicht auf eine Fleischvergiftung zurückzuführen fein, da Dr. Ritter Vegetarier gewesen sei. Soweit man aus dem Inhalt der aufgefundenen Briefe, die in schwedischer, deutscher und englischer Sprache ab­gefaßt sind, einen Einblick in bie Geschehnisse auf der Charles-Insel gewinnen kann, scheint sich zwi­schen Lorenz und P h i l i p p s o n ein heftiger Kampf um d i e Baronin Wagner abge­spielt zu haben, der mit Knüppeln und Steinen ausgetragen worden ist. Sieger in diesem Streit muß Philippson gewesen sein, der bann mit der Baronin die Charles-Insel verlassen hat. Lorenz und Nuggrud dürften später nach der Insel Mar- chena gesegelt fein, wo sie verdursteten. Den letzten Brief von Lorenz, btn er kurz vor seinem Tode schrieb, haben die Matrosen, bie die Leichen

von Lorenz unb Nuggrud auffanden, bei ihrer Rückkehr zum Schiff verloren. Die letzten Berichte von den Galapagos-Jnseln besagen, baß auch bie Baronin Wagner, bie sogenannteKaiserin ber Galapagos-Jnseln" unb ihr Begleiter Philipp- f o n auf ber Reise von ber Charles-Insel nach einer anberen Insel umgekommen sinb. Sie sollen verhungert sein. Damit wäre bie Zahl ber Toten auf ber Inselgruppe auf fünf gestiegen. Der von ben Galapagos-Jnseln zurückgekehrte Ka­pitän bes FischdampfersSanta Amaro" teilte ebenfalls mit, das zwischen Philippson und Lorenz wilde Kämpfe um die Baronin Wagner stattgefunden hätten, bie sie zu biesen Kämpfen angefeuert habe. Lorenz habe wieberholt ben Wunsch geäußert, bie Galapagos - Inseln zu verlassen. Die Baronin Wagner unb Philippson seien im Mai von ber Charles-Insel abgefahren. Seitbem habe man nichts mehr von ihnen gehört. Bisher 23 Todesopfer des holelbrandes in Lansing geborgen.

Aus den Trümmern des Kern-Hotels in Lansing (Michigan, USA.) wurden wieder sechs völlig ver­kohlte Leichen geborgen. Die Zahl ber Toten erhöht sich damit auf 23. Es sollen je­doch noch sehr viele Leichen man spricht von 70 unter den Hoteltrümmern liegen.

Einsturzunglück

bei der Weihnachtsfeier einer englischen Schule. Zahlreiche Schwer- unb Leichtverletzte.

In Liverpool hat sich ein schweres Einsturz- Unglück ereignet. In dem im ersten Stockwerk gelegenen Festsaal ber St.-Clemens-Schule fand ein Weihnachts-Konzert unb eine Ausstellung statt, zu ber sich etwa 500 Eltern und Kinder emgefunben hatten. Aus noch nicht geklärter Ursache erlosch währenb ber Darbietung plötzlich bas Licht unb mit lautem Getöse brach ein Teil bes Fuß­bob e n s zusammen. Hunberte von Männern, Frauen, Knaben unb Mädchen stürzten etwa acht Meter tief in das Erdgeschoß. Polizei, Feuerwehr, Rettungsmannschaften und freiwillige Helfer waren in kurzer Zeit zur Stelle und begannen mit ber Bergung ber Verunglückten. Diele Verletzte würben in bie Krankenhäuser gebracht. Nach bem Bericht aus sechs Krankenhäusern würben 211 Perso­nen nerbunben. Davon mußten insgesamt 36 Personen, barunter eine Anzahl Kinder, in den Anstalten verbleiben. Mehrere befinden sich in Lebensgefahr. Es ist als ein Glück zu be­tragen, daß der größte Teil des Fußbodens in einem Stück ins Erdgeschoß stürzte. Dadurch wurde das Werk der Helfer, die die Fensterscheiben ein­

schlugen und in den Raum drangen, sehr erleichtert. Große Geistesgegenwart zeigte der Schuldiener, ber nach bem Unglück sofort in Den Keller lief unb alle Gashähne abfperrte. Hierburch wurde eine große Katastrophe verhindert, da bei bem Einsturz mehrere Gasrohre zerbrachen unb bas Gas frei herausströmte.

BerlinParis in 17 Stunden.

In diesen Tagen haben Paul v. Guilleaume und Frau Lotte Bahr den bisherigen, von Macker auf DKW gehaltenen Langstreckenrekord mit einer eigenen I-Liter-Adler-Junior um eine Stunde geschlagen. Sie waren um 4.30 Uhr in Berlin gestartet und um 20.35 Uhr an der Pariser Stadtgrenze eingetroffen, sie haben also die rund 1095 Kilometer lange Strecke in 17 Stunden 5 Minuten zurückgelegt, was um so bemerkenswerter ist, als es sich bei ihrem Adlerwagen um eine rein serienmäßige Viersitzer-Kabriolimousine handelte, bei der lediglich ein 30-Liter-Reservetank und Schein­werfer größeren Durchmessers angebracht worden waren. Der Brennstoffverbrauch betrug auf ber Strecke BerlinParis nur 99 Liter und % Liter Del, was runb 35 Mark Fahrspesen für zwei Per­sonen ausmacht.

Rassenkundttche Untersuchungen in der Rhön.

Im Zusammenhang mit der gegenwärtig vom Reicksgesundheitsamt in der Rhön durchgeführten Zahnuntersuchung werden auch anthro­pologische Forschungen getätigt. In ein­zelnen Dörfern wurden bereits sämtliche Einwohner vom 15. Lebensjahr ab der rassenkunolichen Unter­suchung unterzogen. Das Ergebnis ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es sich in den genann­ten Gebieten um eine Mischbevölkerung handelt, in der fast alle in Deutschland vorkommen­den Rassen vertreten sind.

100 000-2narf-(9eroinn auf das Los Nr. 162 560.

Bei der jüngsten Nachmittagsziehung der Preu­ßisch-Süddeutschen Klassenlotterie fiel der Haupt­treffer in Höhe von 100 000 Mark auf das Los Nr. 162 5 6 0. Dieses Los wird in der Erstens Abteilung in Achtellosen in der Provinz Branden­burg unb in der Zweiten Abteilung in Achtellosen in Württemberg gespielt.

Vrandunglück in einer tschechischen Flachsbrecherei. Drei Frauen tot, sieden Schwerverletzte.

In Niedermohrau bei Römerstadt in der Tschecho- siowakei ereignete sich ein furchtbares Sranbun» glück. In einem Flachsbrechhaus kam während ber Arbeitszeit ein Feuer auf, bas in bem Flachs reiche Nahrung fanb. Drei Frauen tarnen in ben Flammen um. Sieben Personen, baoon sechs Frauen, erlitten schwere Branbwunben. Die Branbursache konnte noch nicht einroanbfret festgestellt werben. Die schweren Folgen bes Un­glücks sinb barauf zurückzuführen, baß sich alle Ar-», beiter in bem oberen Stockwerk befanben, als das! Feuer im Erdgeschoß ausbrach. Außerdem führte aus dem Obergeschoß nur eine enge, hohe Treppe hinunter. Einige Arbeiter flüchteten durch die Dach­luke und sprangen vom Dach zur Erde, wodurch sie dem sicheren Tode entgingen.

Tödlicher Absturz eines Salzburger Bergsteigers.

Der Salzburger Bergsteiger Andreas Strohs b i ch l e r ist am Hohen Goell in den Salzburger Kalkalpen aus 80 Meter Höhe abge stürzt. Er war auf der Stelle t o t. Die Leiche, bie gräßliche Verstümmelungen aufwies, konnte geborgen werben.

Reisepläne

der KreuzerEmden" unbKarlsruhe".

Die Reilepläne ber KreuzerEmden" unb Karlsruhe" sind folgende: KreuzerKarlsruhe": 21. Dezember 1934 bis 2. Januar 1935 Monte­video (Uruguay) Weihnachtsfest und Syl» v e st e r; 11. bis 15. Jan. Puerto Montt (Chile), die über 2100 Seemeilen betragende Strecke zwischen Montevideo und Puerto Montt führt um die Süd- spitze von Südamerika herum. Das Schiff wird wahrscheinlich den Weg durch die Magelanstraße wählen, die zwischen dem südamerikanischen Fest­land und Feuerland den Weg um Kap Horn er­heblich abschneidet; 18. bis 27. Jan. Valparaiso (Chile); 1. bis 6. Febr. Callao (Peru). Kreu­zerEmden" wird zunächst die W e st k ü st e A f r i- k a s besuchen, sich über bas Kap in den Indi­schen Ozean begeben und über Suez durch das Mittelmeer nach einem Abstecher ins Schwarze Meer in die Heimat zurückkehren; 21. Dez. 1934 bis 2. Jan. 1935 Kapstadt (Südafrik. Union) Weihnachten und S y l v e st e r; 4. bis 12 Jan. East London; 19. bis 28. Jan. Porto Ame­lia (Portug. Mozambique).

Die Hagia Sofia geschlossen.

Die zahlreichen Gläubigen, bie am ersten Tage ber Ramaban-Feiertage die Hagia Sofia in Istan­bul, eines ber größten Heiligtümer bes Islams, aufsuchen wollten, würben arg enttäuscht. Die Moschee war geschlossen, unb bas (Eingangs- tor trug eine Tafel mit ber Aufschrift:Wegen Reparatur geschlossen, da jetzt Museum".

Die Suche nach bem Ozeanflieger lllm aufgegeben.

Die amerikanische Marine hat nunmehr bie Nach­forschungen nach bem Flieger U l m unb seinen beiben Begleitern, bie vorige Woche in ber Nähe der Hawai-Jnseln im Stillen Ozean niedergehen mußten, aufgegeben. Es gilt als unwahrschein­lich, daß sie noch am Leben sind oder daß das Wrack ihrer Maschine sich noch über Wasser be­findet, da in ber ganzen Zeit stürmisches Wetter herrschte.

Ein Denkmal an Zahlungsstatl?

Die Stabt Genf befindet sich in einer peinlichen Lage. Dor 60 Jahren hatte es eine reiche Erb­schaft angetreten und das Geld natürlich schon längst in Sachwerte umgesetzt. Jetzt kommt ein an­geblicher Nachkomme des Erblassers und be- änsprucht bas Vermögen für sich. Genf, bas schon aufregenbere Dinge erlebt hat, macht sich noch nicht viel Sorge um ben Erbstreit, wenn auch, wie es heißt, einer ber Anwälte bes Klägers Paul- Boncour fein soll. Es hanbelt sich um die Erb­schaft des Herzogs Karl II. von Braun­schweig, der im Jahre 1830 von seinem Volk davongejagt wurde und in Genf Zuflucht

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Steindruckerei R. Lange, K.»G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Psi Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzelverkaufspreis: 10 Pf. unb Samstags 15 Pf* mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.