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letzung schen C

o r p 5 erblicken. Es heißt, daß der fron, zösische Botschafter eine energische Antwort an bif

japanische Regierung gesandt hat, in der er dir Anschuldigungen als unbegründet bezeichnt!.

gegen die Gottlosigkeit gewettert, obwohl gerade die Marxisten mit allen Kräften gegen die Kirche an­rannten und eine umfangreiche Kirchenaustrittbewe­gung in die Wege geleitet hatten. Im national­sozialistischen Staat hätten viele Tausende zur Kirche zurückgesunden. Die Jugend solle ruhig in die Kirche gehen. Er habe aber niemals gelesen, daß Christus gelehrt habe, die Jugend sportlich und körperlich zu ertüchtigen. Das sei Sache des Staates und seiner Organisationen. Und wenn man versuche, etwa jemand, der vielleicht keinen christlichen Stand­punkt vertrete, gegen die Kirche auszuspielen und zu sagen, die Jugend bekenne sich zu ihm, so sei dem entgegenzuhalten: Die Jugend bekennt sich zu Adolf Hitler!

Zum evangelischen Kirchen st reit be­merkte der Minister, daß der Zeitpunkt kommen könne, an dem der Staat erkläre, daß die protestan­tische Kirche ihre 28 Landeskirchen s e l b st fin­anzieren möge, wenn sie sie mit allen Mitteln aufrechterhalten wolle. Der Staat habe dafür kein Geld. Die Parole des Nationalsozialismus aber laute:Bete und arbeite!" Das deutsche Volk werde arbeiten, um seinen Kindern eine bessere Zukunft zu erkämpfen.

Nachdem durch das Ergebnis der Verhandlungen in Rom der Ausgang des Saarkampfes zugunsten der deutschen Sache gesichert ist, fühlt sich die Ne­gierungskommission bemüßigt, ihre nun zu Ende gehende Existenz durch allerlei.zwecklose Veröffent­lichungen zu verteidigen. Vor kurzem ist durch die Enthüllung des früheren Privatsekretärs Hilt des Direktors der französischen Grubenverwaltung R of­fen b e ck (der ein ehemals preußischer Bergassessor und jetzt naturalisierter Franzose ist), allerlei dar­über bekanntgeworden, mit welchen Mitteln gearbeitet worden ist, um deutsche Einwohner von ihrer Heberzeugung abzubringen. Bestechungen und Versprechungen der französischen Grnbenver-

Staat und Kirche.

Reichspropagandaminiffer Or. Goebbels spricht in Trier.

Unangebrachte Entrüstung.

Oie Abstimmungskommission und die Eeparatistenhehe im Gaargebiet.

London, 13. Dez. (DNB^Funkspruch.) Der Fall des französischen stellvertretenden Marin«, attachss, Unterleutnant Tessier du C r c> z dürfte eiy diplomatisches Nachspiel haben. Die & schuldigungen gegen den Offizier, b e gleit- von seinem Bild und Bildern jungt. Frauen, die ihm bei seiner angeblichen Spiv 1 nagetätigkeit geholfen haben sollen,,^ in der japanischen Presse erschienen, xi- französische und der belgische Botschafter sollen en,, rüstet über die von der Polizei an die Zeitungen gegebenen Mitteilung sein, und darin eine Ber.

| der Vorrechte des Diplomat!.

Nicht minder wichtig ist die Haltung der USA. Machen sie,.wie es Präsident Roosevelt ver­kündet und versprochen hat, mit dem Verbot der Waffen- und Munitionsausfuhr wirklich ernst, so wird dem Kriege im Gran Chaco ohnehin die Blut­zufuhr abyeschnitten. Das alles muß sich erst er­weisen, wie denn überhaupt der Chaco-Konflikt weltpolitisch nicht seines lokalen Charakters wegen von Bedeutung ist, sondern um der Auswirkungen willen, die er auf die Politik der großen Mächte und des Völkerbundes hat. In der Mandschurei hatte die Genfer Liga völlig versagt. Bleiben auch im Gran Chaco ihre Beschlüsse nur Papier, so ist ihr Urteil endgültig gesprochen. Um dieses Exempels willen, das zu statuieren die wärmsten Befürworter des Völkerbundes das höchste Interesse haben sollten, lohnt es sich schon, den blutigen Krieg im fernen Südamerika, dem echten Kontinent der ungeahnten Möglichkeiten, einen Krieg, der bereits Zehntausende von Toten gefor­dert hat, nicht als Katzbalgerei von Exoten, was er ohnehin nicht ist, zu betrachten.

Trier, 13. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach hier in einer Riesenoersammlung, wie vorher in Berlin, Stettin und Dortmund, von der Erbschaft, die der Nationalsozialismus am 30. Januar 1933 antreten mußte. Alle Anstrengungen könnten nur eine Richtung haben, Deutschland aus den Klauen des internationalen Finanzkapitals zu befreien und ihm damit die Handlungsfreiheit wiederzugeben. Es gehe darum, unseren Kindern eine leichtere Zukunft zu sichern und ihnen mehr zu hinterlassen, als wir selbst übernommen hätten.

Dr. Goebbels schnitt dann die Kirchensrage an. Er wies ausdrücklich darauf hin, daß die natio­nalsozialistische Bewegung getreu ihrem Programm positiv christlich eingestellt sei. Sie stehe daher der katholischen und der protestantischen Kirche aleichmäßig loyal gegenüber und habe nicht die Absicht, in die kultischen Dinge der Kirche sich hin­einzumengen. Ebenso aber sollten die Vertreter der Kirche sich nicht in die Politik hineinmischen. Werde diese Abgrenzung eingehalten, dann könne es zu einer beiden Teilen dienlichen positiven Zusammen­arbeit kommen, und der Staat werde freudigen Herzens die Kirche vor aller Unbill schützen. Früher hätten die hohen Würdenträger der Kirche niemals

am Samstag die Heimreise antreten. Cs m auch nicht ausgeschlossen, daß die japanische Ab ordnung London verläßt. Obwohl von verschiedenen' Delegierten erklärt wurde, daß man Voraussicht^ im Frühjahr wieder zusammen kam, men werde, wird in Kreisen der amerikanischen Delegation betont, man werde er ft dann wieder die Besprechungen aufnehmen, wenn ein Bern, tungsgegenstand vorliege. Allerdings wird von Reuter darauf hingewiesen, daß die Flottenbe. sprechungen auf Einladung Großbritan! niens begonnen worden sind. Demnach sei es qU(Z allein die Sache Großbritanniens einen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der $e' sprechungen festzusetzen.

Nie Tokioer Gpionageaffäre.

Ein Protest des französischen Botschafters,

kommen sich bisher befriedigend ausge­wirkt habe. Einschließlich des bei Abschluß des Abkommens gezahlten Betrages von 400 000 Pfund ei nunmehr die Summe von annähernd 1 400 000 Pfund von der deutschen Regierung zur Tilgung sehender Handelsschulden in England zur Ver­fügung gestellt worden. Weitere Beträge seien auf Grund des Abkommens in bestimmten Zeitabschnit­ten zu erwarten. Der Gesamtbetrag der Schulden, die zwischen dem 1. März 1934 und dem 31. Ok­tober 1934 fällig wurden, belaufe sich auf an­nähernd 4% Millionen Pfund.

Polens außenpolitischer Kurs.

Das Abkommen mit Deutschland verträgt sich mit dem polnisch-französischen Bündnis

Warschau, 12. Dez. (DNB.) Der Krakauer Kurier Jllustrowanny" veröffentlicht eine Unter­redung mit dem Vorsitzenden des Sejm-Ausschusses ür auswärtige Angelegenheiten, Fürst Rad- z i w i l l, der auch Vizepräsident der parlamen­tarischen Organisation des Pilsudski-Lagers ist.

Fürst Radziwill führte aus, Polen wünsche nicht, in internationale Fragen hineingezogen zu werden, die polnische Belange nicht berührten, wie die Do­naufrage oder die Balkanfrage. Und andererseits könne Polen nicht zulassen, daß Fragen des Ostens, wie die baltische, die sowjetrussische oder die deut che Frage, ohne Beteiligung Polens ge­regelt würden. Polen könne nicht zulassen, daß irgendein Pakt unterzeichnet würde, zu dessen Un­terschrift es nach F e r t i g st e l l u n g des Ent­wurfes eingeladen würde. Von diesem Stand­punkt aus habe Polen seine Vorbehalte gegen den Ostpakt erhoben.

Sowohl das Abkommen mit Deutsch­land, wie der Vertrag mit Sowjetruß­land befestigten den Frieden in Europa und durchkreuzten nicht das Bündnis mit Frankreich. Polen habe seine wirtschaftlichen

zugebenden Weise beschimpft.Mörder und Gangster" sind übliche Ausdrücke. Diese Presse­stimmen, ihre wörtliche Wiedergabe und gehässige Kommentierungen durch nichtdeutsche Sen­der haben auch jetzt noch keine Mißbilli­gung der Abstimmungskommission gefunden, ob­wohl aus den Akten des Herrn Roßenbeck der Zusammenhang zwischen der Propagandastelle Roßenbecks, den separatistischen Zeitungen und ge­wissen nichtdeutschen Sendern so offensichtlich auf der Hand liegt, daß nach meinem Emp­finden eine Erörterung dieses Zusammen­hanges vom Standpunkt der Sicherung einer un­beeinflußten Abstimmung aus sich kaum mehr umgehen lassen dürfte.

Sie werden es verstehen, Herr Präsident, daß mich bei dieser Sachlage Ihre Androhung sehr pein­lich berührt hat, wonach die Verbreitung von Mit­teilungen, die über die deutschen Reichs­sender gegeben werden, und die bisher stets einer Prüfung nach der Wahrheitsseite standhalten konnten, im Saargebiet verboten werden soll, insbesondere, nachdem in Ihrer Verlautbarung die Tätigkeit der nichtdeutschen Sender keine ent­sprechende Würdigung erfährt. Ich bin durchaus bereit, von den deutschen Organen der Strafrechts­pflege den Fall Hilt nach der strafrechtlichen Seite zu überprüfen und ahnden zu lassen, sobald ich die Gewißheit habe, daß der den Fall Hilt auslösende Fall Roßenbeck eine entsprechende Be­handlung durch die zuständigen Organe der Strafrechtspflege im Saargebiet erfährt. Die Aus­führungen von Hilt am Reichssender Stuttgart waren veranlaßt, weil Herr Roßenbeck der W a h r- heit zuwider die Richtigkeit eines öffentlichen Dokuments bestritten hat, und weil es im Interesse einer Klarheit im Abstimmungskampf un­bedingt erforderlich ist, gewisse Drnge mit aller Eindeutigkeit klarzustellen, deshalb bin ich auch nicht in der Lage, gegen den Reichssender Stuttgart einzuschreiten.

waltung haben nach dem Inhalt dieser Enthüllung eine große Rolle gespielt. Den deutschfeindlichen Kreisen sind diese Veröffentlichungen natürlich Höch st unangenehm und ihnen kommt eine Erklärung der Abstimmungskommis- si o n zu Hilfe Die Abstimmungskommission ergeht sich in moralischer Entrüstung, indem sie behauptet, jene Enthüllungen seien auf unlautere Weise der Deutschen Front bekannt geworden, sie würden nun sogar durch die Reichssender Stuttgart und Frank­furt verbreitet.

Heber t>en Kampf des ausländischen Rund­funks gegen die deutschen Interessen hat sich im Ausland und bei der Regierungskommission des Saargebiets früher niemand aufgeregt. Es fei nur an die Fälschungen desPetit Parisien" erin­nert, die vor einigen Monaten durch die Sender Straßburg und Luxemburg immer wieder ausge­schlachtet wurden, obwohl sie als Fälschung sofort nachgewiesen wurden. Es muß ferner darauf hin- aewiesen werden, daß die Ausbeutung ldesjenigen Materials, das bei Haussuchungen in den Räumen der Deutschen Frontgewonnen" wurde, geradezu zum Handwerk der deutschfeindlichen Pro­paganda gemacht worden ist. Obwohl das zuständige Gericht auf die Klage der Deutschen Front die Be­schlagnahme als ungerechtfertigt erklärt hat, ist die Rückgabe der Schriftstücke bisheute noch nicht erfolgt. Im Gegenteil: In der ausländischen Pro­paganda sowohl wie in der saarländischen Cmigran- tenpresse ist dergrößte Mißbrauch mit diesem zu Unrecht beschlagnahmtenMaterial" betrieben worden. Die Regierungskommission des Herrn Knox hat dagegen nichts einzuwenden gehabt, sie hat sogar einzelne Schriftstücke, die (wie gesagt) unrechtmäßig in chre Hände kamen, in den Noten verarbeitet, die sie nach Gens schickte, um die Notwendigkeit frem­der Besatzungstruppen im Saarlande zubeweisen". Ob man nach alledem ein Recht hat, sich darüber zu beklagen, wenn auch vpn der Deutschen Front alles geschieht, um im Abstimmungskampf d e n Nach­weis der Bestechungen und Bedrohun­gen durch die französische Bergwerksverwaltung an das Licht der Oeffentlichkeit zu bringen, diese Frage möge sich jeder selbst beantworten. Es wäre besser gewesen, die Regierungskommission hätte dar­auf geachtet, daß in den Jahren ihrer Herrschaft im Saargebiet keine Zustände einreißen konnten, wie sie jetzt durch mancherlei Enthüllungen unter Beweis gestellt worden sind.

Geschästsverteilung im Reichserziebungsministerium.

Berlin, 12. Dez. (DNB.) Die Aktion zur einheitlichung des Reiches und Preußens bat our« die Aufstellung eines einheitlichen ®efd)äfi5? teilungsplanes für das Reichserziehungsministern und preußische Kultusministerium eine weil Förderung erfahren. Das Reichs- und Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und IMj bildung gliedert sich unter Reichsminister und einem Staatssekretär nach dem ne , Geschäftsverteilungsplan folgendermaßen: 1. d ... t r a l a m t (Verwaltung, Gesetzgebung, Ausla 2. Ministeramt: Amt für Wissensch (mit der Hochschul- und Forschungsabterlungb Amt für Erziehung (Schulen sowie beruft bäuerliches und soziales Ausbildungswesen); -- , für Volksbildung (Akademie der R ' & Volkshochschulen, Volksbüchereien, Schlösser, Denkmalspflege, Naturschutz '

Hochschulen, bildende Künste, Literatur und - Film und Funk): 6. Amt für körperlich« *

Oer Führer beim Staatsbegräbnis für SA-Gruppenführer Zunkel. Weimar, 12. Dez. (DNB.) In feierliche ; Staatsbegräbnis wurde im Beisein des Füh. rers und Reichskanzlers, des Chefs b« Stabes der SA. Lutze, des Reichsführers bi- NSKK. Obergruppenführer Hühnlein, br; Reichsorganisationsleiters Dr. Ley sowie sämtlichcr höherer SA.-Führer Thüringens die sterblichr Hülle des so jäh aus dem Leben gerissenen 68.. Gruppenführers Dr. Zunkel zur letzten Ruhe ge­tragen. Der Fürstenplatz, auf dem die Trauert stattfand, war von Tausenden von Menschen säumt und mit Trauerschmuck versehen.

NachAses Tod ausPer Gynt" sprachen M sterpräsident M a r s ch l e r und Reichsstatcha/M und Gauleiter S a u ck e l. Mit tiefbewegten Watten childerte letzterer den Gestorbenen als einen 6 ob baten im wahrsten und edelsten Sinne des Dör­tes. Das große Verdienst des Verewigten sei es $e« wesen, daß die innere Haltung der thüringischen SA. und ihr äußeres Auftreten so vorzüglich wur­den, daß thüringische Parteien der bürgerlichen Seite das Verlangen verschiedener Reichsregieruv gen ablehnten, die SA. in Thüringen und ihre Aui> märsche zu verbieten. Als Staatsrat und Mitglie­der thüringischen Regierung habe er wertvolle Auf­bauarbeit geleistet. Unter Glockengeläut letzte sich dann der Trauerzug zum Friedhof in Bewegung, an der Spitze der Führer, der Chef des Stabes der SA. Lutze und der Reichsstatthalter Sauckel. Standarten- und Sturmfahnen neigten sich, Nachdem Landesbischof Säße mit Gebet und Segen sein kirchliches Amt versehen hatte.

Der Chef des Stabes der SA .Lutze gab der Trauer der gesamten SA. Ausdruck, die einen ihrer Besten zu Grabe getragen habe. Er Ijabe den Geilt des Mutes und des Opferwillens, für den er M im Felde geblutet habe und wofür er sich inw wieder erneut im Kampf um Deutschland einsep. tief in die Herzen seiner SA.-Kameraden, an k» Spitze er fast fünf Jahre marschieren durfte, ei* pflanzt. Der Führer legte dann einen Kranz» der, auf dessen Schleife die Widmung steht: ,A Hitler seinem treuen SA.-Führer". Das SA.-L^ Horst Wessels beschloß die Feier am Grabe.

Drei Semester Sporipsiichi für jeden Studierenden

Berlin, 13. Dez. (DNB.) DerVölkische Beob­achter" meldet: Schon mit Beginn des Winter­semesters ist eine neue Hochschulsportes d- nuna jn Kraft getreten, die Reichsministel M in Zusammenarbeit mit dem Reichssportführer un­anderen Reichsbehörden geschaffen hat. Jn Zukunn wird jeder Student während dreier Seme st er Sport treiben müssen, uw zwar nicht, wie bisher, nach freier Wahl der Sport­art, sondern nach einem genau festgeleg - ten Grundausbildungsplan. Als Beschei­nigung der pflichtmäßig durchgeführten Leibe,- Übungen erhält der Student oder die Studentin eine Grundkarte, ohne deren ordnungsmäßig- Ausfüllung und Vorweisung ein weiteres Stud^m oder gar Examina unmöglich sind. ungen erfolgen nur durch den Rektor. Die neue Hochschulsportordnung ist entscheidend für die lov perliche Ausbildung unseres Führernackwvchfts. wird in Zukunft keinen Arzt, keinen Juristen, -e* nen Lehrer oder Pfarrer mehr geben, der nia) den Wert der körperlichen Erziehung, der Erziehung durch den Körper s e l b st kenne"' gelernt hat. Als Grundausbildung flcli Leichtathletik, Schwimmen, BoN und Turnen. Fortan sind die Studenten !u ihre Hochschulen startberechtigt, sofern sie ni^cht be­reits für einen Verein des Reichsbundes für besübungen Startberechtigung erworben haben.

Der Saarbevollmachiigie an die Abstimmungskommission.

Saarbrücken, 12. Dezember (DNB.) Der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, Gauleiter B ü r ck e l, hat an die Abstimmungskommission als Antwort auf ihre Verlautbarung über den Fast Roßenbeck-Hill ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt:

Herr Roßenbeck, der Außenbeamte der Propaganda-Abteilung derMines domaniales frangaises", hat eine Reihe separatistischer Zeitungen im Saargebiet in erheblichem Maße mit Mitteln finanziert, über deren Herkunft kein Zweifel bestehen kann. Nun haben gerade diese von Herrn Roßenbeck finan­zierten Blätter ununterbrochen die führen­den Staasmänner Deutschlands, nicht zuletzt das Reichsoberhaupt, in einer kaum wieder-

Feindseligkeiten. 3. Die Truppen beider Heere werden 5 0 Kilometer hinter die Front zurückgenommen. 4. Es wird eine neutrale Zone von 100 Kilometer Tiefe auf beiden Seiten errichtet. 5. Einen Monat nach Waffenstillstand ruft der Präsident von Argenti­nien eine Friedenskonferenz in Buenos Aires zusammen, die folgende Aufgaben zu erfüllen hat: a) Endgültige Festsetzung der Grenzen, b) Ab­fassung von Sicherheitsklauseln, c) Kommt die Kon­ferenz nach zwei Monaten zu keinem Beschluß, so wird dem Haager Gerichtshof die Festsetzung der Grenzen unterbreitet. Dies sind die Hauptpunkte des Genfer Entschlusses, der auf der Feststellung der Verletzung von Artikel XV, Absatz 4, des Völker­bundspaktes beruht und der bei Nichterfüllung die Sanktionen des Völkerbundes nach sich zieht. Wird er z u m Frieden führen?

Bis jetzt haben weder Bolivien und Paraguay ihre Stellung bekanntgegeben. Der Sturz des bis­herigen bolivianischen Staatspräsidenten und die Unruhen, die ihn heroorgerufen haben, lassen unter Umstanden den Schluß zu, daß Bolivien unter Hin­weis auf die ungeregelten innerpolitischen Verhält­nisse Zeit gewinnen will. Vielleicht liegt hier das ganze Geheimnis der Präsidentenverhaftung. Ob der Völkerbund auch in diesem Falle feine Autorität behaupten wird, ist natürlich zweifelhaft. Jedenfalls hat man aber diesmal in Genf dafür ge­sorgt, daß nicht nur die etwas abstrakte Autorität der Genfer Liga in die Wagschale der Entscheidung ge­worfen wurde, sondern auch die viel realere der Nachbarstaaten Boliviens und Paraguays.

Beziehungen mit Deutschland geregelt und sei da­durch zu einem normalen Verhältnis gelangt. Man spreche zwischen beiden Ländern nicht darüber, was sie trenne, sondern über das gemeinsame, menschliche einfache Interesse des Zusammenlebens. Politische Zugeständnisse habe Polen gegenüber Deutschland nicht zu machen. Der Vertrag mit Deutschland habe die Verhältnisse normal gestal­tet; die polnische Politik habe sich bemüht, einen modus vivendi mit bem Nachbarn zu finden. Weder in der polnischen, noch in der deut­schen Oeffentlichkeit sei man der Auffassung, daß durch den deutsch-polnischen Vertrag alle Streit­fragen ein für allemal gelöst seien, die seit Jahr­hunderten zwischen Polen und Deutschen bestehen.

Das Krakauer Blatt sagt dazu: Polen sei in seinen Gesprächen mit Deutschland keinen Schr-i11 weitergegangen, als es fein Bündnis mit Frankreich erlaube. Mar­schall Pilsudski habe dem französischen Botschafter nach Unterzeichnung des deutsch-polnischen Abkom­mens gesagt, das polnisch-französische Bündnis halte Polen für die Grundlage seiner Politik. Die Miß­verständnisse zwischen Frankreich und Polen wür­den schwinden und das natürlich tief im polnischen Herzen wurzelnde Bündnis werde jede Probe be­stehen, selbst die Probe, daß man o f fe n d i e Wahrheit sage.

Pause in den Flottenbesprechungen.

London, 12. Dez. (DNB.) Das Kabinett hat beschlossen, die Flottenbesprechungen einstweilen zu v e r t a g e u. Wahrscheinlich werden von Japan keine Schwierigkeiten gemacht werden,' wenn auch Admiral Pamamoto persönlich eine Fortsetzung der Besprechungen vorziehen dürfte. Immerhin würde eine Vertagung schon durch die Weihnachtsfeiertage und durch Neujahr notwendig werden. Die ame­rikanische Abordnung wird voraussichtlich

Oie Brücke über den Rhein.

Der Ehrenvorsitzende des französischen Frontkämpferverbandes UnionFed^rale für deutsch-französische Annäherung.

P a r i s, 13. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Ehren­vorsitzende des Verbandes der ehemaligen Front­kämpfer Union Federale (etwa 95 000 etwas links­gerichtete Mitglieder gehören dem Verband an) Pichot, von Berus Professor an einer höheren Schule in Orleans, veröffentlicht imOeuvre" einen Artikel über die Annäherung der Kriegsverletzten Deutschlands und Frankreichs. Der Artikel trägt die UeberfchristDie Brücke über den Rhei n".

Professor Pichot stellt mit Befriedigung fest, daß das Eis zwischen den deutschen und französischen ehemaligen Frontkämpfern jetzt gebrochen sei. Er betont, daß die Fühlungnahme der ehemaligen Frontkämpfer eben alsFrontkämpfer" er­folge. Das könne keinem Staatsoberhaupt, wenn dieses ehemaliger Frontkämpfer ist, untersagt wer­den. Wenn die regierenden Männer in Frankreich die Front wenig in Rechnung gestellt hätten, dann könnten sie doch nicht die Ausländer zwingen, ebenso zu verfahren. Die deutschen und französischen ehe­maligen Frontkämpfer wollten zunächst versuchen, der deutsch-französischen Atmosphäre frische Luft zuzuführen. Der Einwand, Deutschland sei auf Hitler eingeschworen, sei zurückzuweisen. Denn die Demokratie sei keine Ausfuhrware, und die französischen ehemaligen Frontkämpfer nähmen auch nicht die Hitlerbewegung in ihrEinfuhrprogramm" auf. Die französische Republik habe fid) m i t (5 o ro = jetrußland zurecht gefunden, weshalb also nicht auch mit dem Dritten Reich? Pichot befürwortet eine geduldige Arbeit. Die Einhaltung gemeinsam übernommener Verpflichtungen müsse gegenseitig überwacht werden. Wenn die deutsch- französische Annäherung Gestalt annehmen solle, müsse sie zur Rückkehr der deutschen Kriegsverletzten in einen internationalen Verband der ehemaligen Frontkämpfer führen. Eine Front für den Frieden in Europa und gegen den Krieg.

Angebliche Paktpläne Mussolinis.

London, 13. Dez. (DNB. Funkspruch.)Daily Herald" schreibt, Mussolini bereite einen neuen europäischen Plan vor, der den Weg zur Rück.kehr Deutschlands in den Völker- b u n d ebnen solle. Der Grundgedanke sei, den fran­zösischen N o r d o st k t zu vereiteln bzw. ihm eine für Deutschland annehmbare Ge­stalt zu geben. Es seien Andeutungen erfolgt, daß Mussolini den Viermächtepakt wieder vornehmen und durch Einschluß der Sowjetunion und Polens zu einem Sechsmächtepakt machen wolle. Soviel stehe fest, daß, wenn Laval nach Rom komme, Mussolini den Wunsch haben werde, Pläne zu erörtern, die sich auf E u r c> p a i n s e i - ner Gesamtheit beziehen, nicht nur auf eine Art französisch-italienischer Entente.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des französischen Senats, Henry Verenger, er­klärte, Mussolini habe zu ihm mit dankenswerter Offenheit und Ehrlichkeit gesprochen. So­bald eine endgültige Regelung über die Staats­angehörigkeit der Italiener in Tunis und die italienisch-französische Zusammenar­beit in Afrika gefunden sei, würde der Weg für eine nutzbringende Verständigung offen fein. Die Frage der italienischen Beziehungen zur K l e i- n e n E n t e n te sei keineswegs unlösbar. Außen­minister Laval werde mit Mussolini das Abkom­men unterzeichnen können, das das italienische und französische Volk erwarteten.

Oie deutsch-englischen Wirtschafts­beziehungen.

London, 12. D-z. (DNB.) Im Unterhaus wurde die Regierung gefragt, wie es um das deutsch englische Zahlungsabkom­men stehe, insbesondere hinsichtlich der Liqui­dierung eingefrorener Schulden. Der Sekretär des Uebersee-Handelsamtes, Colville, er­klärte u. a., daß das englisch-deutsche Zahlungsab-