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Donnerstag, !Z. Dezember 1934

184. Jahrgang

291 Erstes Vlatt

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um die Gewehre der bolivianischen und para-

dreimal so groß wie

Das erste Vild vom Saarabstimmngsgericht.

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hier losgegangen und wennschon die offizielle an Bolivien erst im

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Oberbefehlshaber der internationalen Streitkräfte im Saargebiet ist der englische Generalmajor Brind, der Kommandeur der englischen 4. Division.

gefähr 150 000 Männer und Frauen im Kampf gestanden haben... Endgültig hatte sich der Gran Chaco, dies zum Teil sumpfige Urwaldgebiet, in dem schließlich das Malariafieber der schlimmste Feind der Soldaten war, für das viel kleinere paraguayische Heer als ein weit vorteilhafterer Kriegsschauplatz erwiesen als für die Bolivianer, die, ein ausgesprochenes Hochländervolk, mit dem bösen Klima und dem ebenso bösen Gelände nicht fertig wurden.

Nach dem Waffenstillstand vor nunmehr einem Jahr ging der Krieg mit noch größerer Erbitterung weiter. Während aber die Länge der Paraguay- ischen Etappe nur dreihundert Kilometer betrug und

Eine Urteilsverkündung des Abstimmungsgerichtshofes, dessen Mitglieder ausschließlich Ausländer sind und vom Völkerbund ernannt wurden. Von links nach rechts: Generaladvokat Dr. Giuseppe Martina (Italien), Professor Dr. Cabral de Moncoda (Portugal), Vizepräsident James^M e r e d i t h (Irland), Präsident Exzellenz Bindo Galli (Italien), Obergerichtsrat Johann von Norderfolk (Schweden), Obergerichtsrat Dr. B a p o l b e (Spanien), Gerichtsschreiber Raschen.

Truppen handelte, wie die Meldungen aus La Paz lauteten, bleibe dahingestellt.

Jedenfalls klang der Kanonendonner und das Bellen der Maschinengewehre den Wächtern des Völkerbundes gar wenig lieblich in den Ohren. Sie stießen in ihr Horn; der hohe Rat versammelte sich und beschloß der bösen Erfahrungen in der Mandschurei nicht achtend, eine Studien­kommission in den Gran Chaco zu entsenden. Die Völkerbundsexperten machten sich auch auf die Reise und lieferten im Mai 1934 in Genf den Bericht ihrer segensreichen Tätigkeit ab. Lob und Tadel wurden darin auf beide Parteien verteilt: Bolivien, so heißt es in dem Bericht, habe angefangen, Paraguay indessen den Krieg durch Hartnäckigkeit und Grausamkeit unnötig verlängert. Der Kampf, bei dem es sich an­scheinend um den Besitz von Petroleum­quellen und Färb- wie Gerbholzwäldern drehe, wäre schon längst zu Ende, wenn beide Parteien nicht fortlaufend von fremden Ländernmit Waffen versorgt würden. Die Kommission schlug vor, eine Friedensfront zu bilden, der der Völkerbund, Amerika, Argentinien, Brasilien, Chile und Peru angehören, und ein allgemeines Verbot der Ausfuhr von Waffen und Munition nach Bo­livien und Paraguay zu erlassen. Die Antwort Paraguays auf diese freundlichen Vorschläge war ebenso deutlich wie originell: die Regierung in

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Asuncion erklärte in aller Freundschaft, daß sie die vöökerrechtlichen Bestimmungen, die auch in jedem Kriege zu achten sind, nicht mehr einhalten könne und wolle, weil die Bolivianer den Krieg allzu rücksichtslos führten. Danach war zu ver­muten, daß im Gran Chaco die lehrreichsten Ver­suche mit Gasbomben gemacht würden, wie sich dir Grüne Hölle" ohnehin schon im Laufe der Jahre zum vorzüglichen Exerzier- und Experimentierplatz der Rüstungsfabriken entwickelt hatte.

Wieder verstrichen Monate, ehe sich der Völker­bund auf seine Pflichten besann. Am 8. September 1934 schließlich faßte der Rat in seiner 81. Sitzung den erhebenden Beschluß, den Kommissionsbericht vom Mai der Vollversammlung vorzulegen. Diese wiederum setzte Anfang Oktober einen Sonderausschuß ein, der wiederum einen Schlußbericht ausarbeitete und der Vollversamm­lung zur Annahme vorlegte. Das erlauchte Gre­mium faßte dann am 20. November bei Stimm­enthaltung Boliviens und Paraguays den Ent­schluß, dem Krieg im Chaco ein Ende zu bereiten. Und zwar auf folgende Weise: 1. Ein Ausschuß von sechs neutralen Mitgliedern (wahrscheinlich alles Südamerikanern) überwacht die Durchführung des Beschlusses und die Einstellung der Feindselig­keiten. 2. Die Regierungen Boliviens und Para­guays geben, sechs Tage nach Erhalt des Be­schlusses, Befehl zur Einstellung der

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britannien habe sich aber dagegen gewandt und die Auffassung vertreten, daß die an Ort und Stelle befindlichen Männer ihrer eigenen Initiative folgen sollten. Diese Auffassung habe sich durchgesetzt. Es werde beabsichtigt, daß die Truppe während ihres Dienstes an der Saar ihre regelmäßigen Hebungen fortsetzen sol­len. Die für den Abstimmungstag, den 13. Januar in Aussicht genommenen besonderen Maßnahmen würden begreiflicherweise geheimgehalten.

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durch unerlaubte Mittel mit Gewalt, Drohung, Be­trug, Bestechung usw. eine Person zu bestimmen sucht, zu offenbaren, in welchem Sinne entweder sie selbst oder eine dritte Person gestimmt hat, oder zu stimmen gedenkt, wird nach den geltenden Straf­bestimmungen mit Gefängnis von drei Monaten bis zu drei Jahren bestraft.

Das englische Truppenkontingent vor der Abreise.

Der Kommandant soll selbständig handeln.

London, 13. Dez. (DNB.-Funkspruch.) General­major B r i n d wird heute um 11 Uhr n a ch Saar­brücken abreisen. Die beiden für das Saar­gebiet bestimmten Infanterie-Bataillone sind je 500 Mann stark. Die Schwadron Lancers mit ihren acht Panzerwagen und die sonstigen Hilfs­truppen zählen ebenfalls 500 Mann. Zur Entsen­dung der Schwadron bemerkt ein militärischer Sach­verständiger u. a.: Die Lancers sind nicht mehr beritten. Das frühere Reiterregiment ist vor mehreren Jahren in ein Panzerwagenregi­ment umgewandelt worden. Die Panzer­wagen haben ein Gewicht von je sieben Tonnen, eine Geschwindigkeit von 64 Kilometer in der Stunde und können 300 Kilometer ohne Aufnahme neuen Brennstoffes zurücklegen. Ihre Besatzung besteht aus je drei' oder vier Mann und ihre Bewaffnung aus je zwei Maschinengewehren.

Aus Genf berichtet der diplomatische Mitarbeiter desDaily Telegraph", Genf werde keinen wei­teren aktiven Anteil an der Leitung der internationalen Saartruppe nehmen. Einige der inter­essierten Länder, besonders Italien, seien dafür gewesen, daß der Völkerbund die direkte Aufsicht über die Streitkräfte behalte. Groß-

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Saarbrücken, 13 Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Wirtschaftsbeirat der Deutschen Front veran­staltete eine Kundgebung, um noch einmal an die ihm angeschlossenen Berufsstände einige Worte über die Abstimmung zu richten. Durch sämtliche Ansprachen des Abends ging das Leitmotiv:Es gilt dem Lande unserer Väter, es gilt dem Lande unserer Liebe, es gilt dem Lande unserer Zukunft, es gilt unserem ewigen Deutschland mit seinem großen Führer Adolf Hitler, es gilt unserer heißgeliebten Heimat an der Saar."

Als erster Redner betonte der Präsident der Handelskammer, Bodo Karcher, daß die Rückkehr des Saargebietes unter allen Umständen und bedingungslose fe st st ehe. Sie sei für alle anständigen Menschen Sache des Herzens und des Blutes, und keine Handelsfrage. Der Tag der Abstimmung sei als ein Geschenk zu betrachten, da es den Saarländern vergönnt sei, Deutschlands Grenzland beim deutschen Vaterlande zu erhalten. Blut, Geschichte, Gewissen: diesen Weg wollen wir gehen, und niemand wird uns daran irre machen."

Der Präsident der Handwerkskammer, Schmel­zer, der im Namen von 80 000 abstimmungsbe­rechtigten Handwerkern und ihrer Familien sprach, agte u. a.:Wir wollen endlich Ruhe haben vor denen, die die Lüge verbreiten, die Saarbevölke- rung sei zweifelhaft in ihrem Volkstum. Wir wer­den am 13. Januar geschlossen w i e ein Mann eintreten für die vorbehaltlose Wiedervereinigung mit unserem Vater­lande. Und wir kennen nur e i n Vaterland, und das heißt Deutschland."

Dr. S a v e k o u l s , der Wirtschaftsberater der Deutschen Front, führte aus, daß bei den Verhand­lungen von Rom und Genf der Status quo tatsächlich begraben worden sei. Das Saargebiet werde zurückgehen zu Deutschland, wo ein Volkskanzler wie Adolf Hitler mit dem Volke verbunden sei, wie nie eine Regierung mit ihrem Volke verbunden gewesen sei. Das Bekenntnis zu Deutschland sei unabhängig von allen wirtschaftlichen Erwägungen. In der Stunde der Entscheidung müsse jeder Volks­genosse nur a u f sein Gewissen hören. Jeder anständige Mensch werde sich dann zur Deutschen Front bekennen.

Für den Schutzbund für Handel und Gewerbe erinnerte dessen Vorsitzender Köhl an den 15jäh- rigen Leidensweg des Saarvolkes seit der Los­lösung vom Mutterlande. Für die Beibehaltung des jetzigen Zustandes könnten nur jene wur­zellosen und vaterlandslo s e n Ele­mente eintreten, die sich damit ein Asyl für ihre dunklen Machenschaften schaffen wollten. Das lehnten alle ehrbaren deutschen Hand­werker und Kaufleute mit aller Entschiedenheit ab. Weil wir Deutsche sind, st i m m e n w i r deutsch. Wir haben heiliges Grenzland zu ver­teidigen, gerötet von dem Blut deutscher Brüder, die für Heimat und Vaterland kämpften, litten und starben, deren einziger Gedanke immer gewesen ist: Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben". Die Ausführungen sämtlicher Redner wurden mit begeistertem Beifall ausgenommen.

Die Abstimmung.

Saarbrücken, 12. Dez. (DNB.) Die Abstim­mungskommission hat eine Bekanntmachung erlassen, in der noch einmal betont wird, daß die Volksabstim­mung im Saargebiet vollkommen frei und geheim sein wird und daß die Stimmberechtigten irgendwelche Vergeltungsmaßnahmen von Einzelpersonen ober gar von feiten der Behörden nicht zu befürchten hätten. Es wird dann im einzelnen erläutert, wie die Wahlhandlung und die Zählung des Abstimmungsergebnisses vor sich gehen wird. Nach der Feststellung des Wahlergeb­nisses werden die Stimmzettel nach Genf gebracht und dem Völkerbund übergeben, so daß die Möglichkeit einer nachträglichen Untersuchung der Stimmzettel vollkommen ausgeschlossen ist. Wer

Weil wir Deutsche sind, stimmen wir deutsch."

Gaartreuekundgebung des Wirtschastsbeirates der Deutschen Front.

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General-Anzetger für Oberhessen bsbs

idien: Anzeiger Gießen V W 1 W 11 gen, Bader- Unterrichts- u.

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itrffurt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche UnwerfitStr-vuch- und Stcinörucferei R. Lange in Gießen, schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsse staffel 8

0e;m|;o(anb, eine Hochebene von durchschnittlich drei- fauf in Metern Höhe, zu achtzig Prozent von Jndia- : nenn bewohnt, von einer bünnen Oberschicht be- : heirrcL Paraguay: ein ßanb mit außerge- wcjihüilch stark unb heroisch entwickeltem National- , gejml Frühzeitige Verschmelzung der Ureinwohner, - be|J Quaranies, mit den erobernden Spaniern hat 1 hieit km Volk von fester Geschlossenheit und männ- 1 licMleni Selbstbewußtsein entstehen lassen. Heber dies i LckNd brauste in den sechziger Jahren des vorigen - Ja^ilmnderts furchtbarer Krieg gegen den Dreibund Ar " inienBrasilienUruguay dahin. Er dauerte füi^i fahre und rottete die paraguayische Armee bud)= fttoöli:i bis zum letzten Mann aus. Damals leitete bev iflttator Lopez die Geschicke des Landes. Nach eri tminlidjem Widerstandswillen endlich im Urwald in bin £ige getrieben, umgeben von nur noch dreißig (3Mmen, überredeten die Offiziere den Diktator, sich 5un<r eben. Als Lopez sah, daß jeder Widerstand ver- geipli: war, befahl er seiner Ordonanz, ihm eine änm in die Brust zu bohren. Verblutend rief er fei,ine- Soldaten zu:Sterbt aber ergebt euch niilhi Unb bie Solbaten ftarbeh ... Damals haben fidi) fyauenbataiKone für bie Front anwerben lassen yto bas ist auch diesmal, in dem Gigantenkampf uni IseGrüne Hölle", von dem Europa viel zu wgk iii, erfahren hat, wieder der Fall gewesen.

. Zr ischen diesen beiden Ländern liegt die unwegsame W!s il: n i s des Gran Chaco Boreal ein PliiiDiies für Krokodile und Klapperschlangen, für mir i Giftpfeilen aus den Hinterhalten schießenden no :a i dfierenbe Indianer ... ein Paradies aber auch Ctrl Piel o o r f o mm e n. Und Oel das ist auch bin: hr eigentliche Konfliktstoff gewesen wie bei so oieHn internationalen Verwicklungen unserer Zeit.

alls hat der Wunsch auf beiden Seiten, sich bfen großen Oelvorkommen zu sichern, auf die der (Jtijciharb Oil, bem großen norbamerikanischen Trust, btrit vor ben letzten kriegerischen Verwicklungen eirii'K onzession über vier Millionen Hektar erteilt tniaiibi bie gewichtigste Rolle in bem wilben Kampf uStbss sonst wertlose Riesengebiet bes Chaco ge- fpijieL

Bolivien begann bereits im Jahre 1906 mit bellt nülitärischen Durchbringung bes Chaco bie eicqe-t id)en Besitzverhältnisse finb hier immer recht uni gewesen, ba in bem unbefiebelten, unweg- faijrir Gebiet wirkliche Grenzen nie zu ziehen tocirr Jebenfalls errichtete Bolivien in bem Gebiet nai:d mb nach ungefähr 50 Forts. Paraguay p i;i itie stierte sofort, erhob seinerseits Ansprüche auid Teilgebiete bes Urwalbkomplexes unb begann mrtbir eigenen Erschließung bes Chaco, inbem es flicntiiit einmal hunbertfünfzigtausenb Bauern im (Büfvxmb am Paraguay-Fluß ansiebelte, zu bereu GcifU ebenfalls Forts angelegt würben. Da beibe TM:oon ihrer Seite aus vorbrangen, war es un- oenncblid), baß sie eines Tages aufeinanberstießen. 2)'!h; geschah unb bie Gewehre knatterten los

2ik. eigentlichen Kriegshanblungen begannen mit bell Eroberung bes paraguayischen Grenzforts Philmntuta durch bie Bolivianer im Jahre 1932, beünn-gleich zu Anfang ein vorzüglich ausgerüstetes

Im :oon ungefähr 7000 Mann zur Verfügung ftchi Man erwartete für Bolivien einen leichten SUiiz statt besten kam es noch im gleichen Jahre 3UUI srften militärischen Katastrophe. Klcmmay griff seinerseits an, gewann burch bie siercrche Schlacht bei Boq'ueron im Sep- tekinje- nicht nur bas verlorene Gebiet zurück, son- beün eroberte in ungestümem Elan breißig boli- vi imlche Forts auf einem Gebiet von zweihunbert MU-i! Tiefe. Enbe 1933 war bie bolivianische Front fo : i wie ^usammengebrochen; es kam zu einem W) r enstillstanb. Damals zählte man, nach KiL'p-en, von bereu Furchtbarkeit ein Europäer sichfrmm eine Vorstellung zu machen vermag, ins- ge-f.T! 30 000 Gefallene auf beiben Seiten, zahllose 0(p;r, bie an Tropenerkrankung verstorben waren, 2GM Gefangene; insgesamt sollen bis dahin un-

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Iffiss hat es mit biesem Krieg in berGrünen ii Ui eigentlich auf sich gehabt? In Wirklichkeit br sogenannte Gran Chaco Boreal schon iiangefähr hunbertzwanzig Jahren hWlstanb erbitterter Kämpfe ber anliegenden Län- eil: mb befonbers zwischen Bolivien unb Para- amo gewesen. Zuletzt sind vor nun mehr als fünf

ujiiyfcben Grenzpatrouillen iH Hute nicht mehr erkaltet, rji^erflärung Paraguays Mu.i 1)33 erfolgt ist.

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die Paraguayer über gute Feldbahn- und Schiffs­verbindungen verfügten, betrug die Entfernung La Paz, der Hauptstadt Boliviens, bis zur Fi

1500 Kilometer, von denen nur 500 Kilometer durch Eisenbahnen zu bewältigen waren. Diese Tatsache hat vermutlich zum großen Teil mit zu dem nun­mehr behaupteten gänzlichen Zusammenbruch der bolivianischen Front und der angeblichen Auflösung und kopflosen Flucht der bolivianischen Armee bei­getragen. Die durch die fortgesetzte Angriffstätigkeit ohnehin zermürbten Bolivianer wurden erneut zum Rückzug gezwungen. Ob dieser Rückzug in eine regelrechte Flucht avsartete, wie die Para­guayer behaupten, ober ob es sich um eine strate­gisch vorbereitete Zurücknahme der bolivianischen

Km die grüne Hölle des Gran Chaco.

iiDjpischer Regen hat ben Kämpfen im Gran ~hiio ein vorläufiges Enbe bereitet. Damit aber hlr .1 raaöbie, bie in dem überschwemmten Dschun- iH 'm Herzen Südamerikas seit über sechs Jahren lirtit, das Satyrspiel nicht fehlt, kommt jetzt die . |m!;, daß die geschlagenen bolivianischen Trup- M yren eigenen Präsidenten gefangengenonv y|e! haben. Präsident Salamanca, so melden ioei!kanische Agenturen, war von der Hauptstadt

'.oz auf dem Weg zur Front, hatte die Ab­sicht,Len Oberkammandierenden der dilivianischen Taup'en zur Strafe für manche Niederlage abzu- ti? jiei und glaubte sich so sicher, daß er seine b i i ten Töchter mit auf die Reise nahm. Aber Idpiiiiin der Etappe ereilte ihn und feinen Kriegs- m 11 isr das Geschick. Gleichzeitig brach hinter sei­nem Mücken ein Aus st and aus, wurde fein

Übertreter Luis Tejada in einem ebenso küh- nvii :«ie unblutigen Pronunciamento zum Nachfol- hHf llftimmt. Die neue Regierung verhängte sofort eine Nachrichtensperre, sa daß wir für den weiteren DArlmf der Dinge nur auf Vermutungen angewie-