Nr. 240 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen)
Samstag, 13. Oktober 1934
Vom Tabakballen zur Zigarre.
Die kleine Blonde oder Dunkle ist ein liebes, angenehmes Ding. Sie verschönt ihrem Herrn und Gebieter nach des Alltags Last und Mühe das Dasein, sie regt ihn an bei geistiger Arbeit, sie gibt ihm neue Spannung der Kräfte beim körperlichen Schaffen, sie bereichert den Gewinn geselliger Stunden und läßt bei ihrem Dasein auf dieser Welt viele Menschen teilhaben an ihrer Existenz. Dieses kleine Dina, die Zigarre, zählt Millionen von Menschen zu Freunden. Sie läßt sich von dem Kenner ihres Wertes mit wohlgefälligem Blick be-
Das Wickelmachen (rechts oben fertige Wickel).
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Der Meister prüft die von den Arbeiterinnen abgelieferte Zigarren.
dem Wasser Bekanntschaft machen, d. h. angefeuchtet werden, damit ihnen in diesem Zustande die Blattrippen entnommen werden können. Diese Rippen werden besonders gesammelt, in mehrere Zentner schwere Ballen zusammengepreßt und dann den Rauchtabakfabriken zur Herstellung des von den Pfeifenrauchern geschätzten Materials für den Pfeifenkopf zugesandt. Das entrippte Tabakmaterial wandert indessen weiter zu den Tr 0 ck e n räumen, in denen es bei 'geradezu tropischer Temperatur wieder getrocknet wird.
Dann tritt der Meister der Zigarrenmacherei in Funktion, der nach altbewährten und in jahrelangen Erfahrungen geschaffenen Mischungen das Material für den Zigarrenwickel zusammenstellt. Danach geht der Zigarentabak zur Wickelmacherei, wo fleißige Arbeiterinnen an langen Tischen sitzen, in die vor ihnen aufgestapelten Tabakhaufen mit der Hand hineingreifen und daraus mit großer Geschicklichkeit und mit einem Griff die für den, Wickel erforderliche Tabakmenge herausnehmen. Dieser Griff Tabak wird in ein größeres Blatt einge-1 wickelt, an beiden Enden mit einer kurzen Bewegung durch Drehen des Tabakblattes geschlossen und dann in die Preßrahmen gelegt, womit der!
Zigarrenwickel in der Hauptsache schon fertiggestellt ist. Damit er aber Form und Festigkeit erhält, werden die hölzernen Preßrahmen in größerer Zahl übereinandergesi ichtet, einer Presse überantwortet, in der die Zigarrenwickel einige Zeit dem Druck der Schrauben unterliegen. Fein zusammengepreßt kommen sie dann wieder zum Vorschein und wandern zu den Arbeitstischen, wo ihnen in sorgfältiger Arbeit, ja mit einer gewissen künstlerischen Gestaltung das Deckblatt umgelegt «wird. Hier sieht der Besucher aus den Arbeitstischen sorgsam aufeinandergeschichtet die im ersten Stadium fertiggestellte Zigarre. Ihr weiterer Weg führt sie zum Zigarren- machermeister, der sie einer ersten Sichtung unterzieht.
Dann geht's zur S 0 r t i e r e r e i, wo die Fülle der Zigarrenberge auf zahlreichen Sortiertischen von geübten Frauen, Mädchen und jungen Männern nach Art und Farbe sortiert wird. Hierbei ist ein in langer Uebung geschärfter Blick für alle Feinheiten des Fabrikats die Hauptbedingung, daneben natürlich größte Sorgfalt in der Behandlung. Rach dem Sortieren werden die verlockenden Dinger in kleinen Metallrahmen zu 25, 50 oder 100 Stück sorgsam zum Pressen aufgeschichtet. Danach wandern sie zu den Arbeitsplätzen der Umleger, die sie aus den Rahmen heraus in die bereitstehenden Kistchen heben, wozu nur ein einziger, kurzer und geübter. Griff nötig ist.
Hierauf gelangen sie zur F e r t i g m a ch e r e i, wo die letzte Behandlung in der abschließenden Ausstattung der Kistchen erfolgt. Dann geht's zum L ag e r und von hier nach einer kürzeren Zeit zur V e r s a n d st e l l e, von wo aus die Reise hinaus in die Welt über den Zigarrenladen zu dem Freund und Liebhaber der schönen blonden oder dunklen Freudinnen mit Duft und Rauch vor sich geht.
Daneben läuft noch ein besonderer Zweig: die Kistchenfabrikation. Hier liegen, in vielfachen Stapeln geschichtet, viele Tausende von Brettchen aus Erlen-, Gabun- und Zedernholz der verschiedensten Qualitäten, Formen und Größen bereit. Sie wandern zunächst zu den Schneidmaschinen, wo sie unter lautem Kreischen der Kreissägen für den Zweck der Kistchenherstellung den letzten Zuschnitt erhalten. Dann geht der Weg weiter zu den Druck- und Brennmaschinen, die den Namen der verschiedenen Zigarrensorten auf die saubere Holzfläche pressen und die Firmenstempel auf- drucken. Hierauf gehts weiter zu den Nagelmaschinen, wo mit einigen wenigen Handgriffen der Arbeiter die Holzblättchen zur fertiaen Kiste zusammenheftet, ein Vorgang, der sich in fabelhafter Schnelligkeit abspielt. Mittlerweile haben geschickte Arbeiterinnen die Kistchendeckel mit dem Aufdruck der bunten Schmuckblätter beklebt, die Kistchenränder in der gleichen Weise mit den Erzeugnissen der arapbischen Kunstanstalten versehen. An anderen Maschinen wieder werden für bestimmte Sor« ten von Kistchen die Scharnierbänder und die Kistchenschlösser angenagelt; dann präsentieren sich die reizvollen Behälter in schmucker Form zur Aufnahme des köstlichen Inhalts bereit.
Zur Zeit herrscht die Weihnachtssaison. Nun sind
die Zigarrenlieblinge der Männerwelt im Anmarsch begriffen, die ihre Freunde unter dem Christbaum zu treffen hoffen. Viel Liebe und Sorgfalt wird bei den durchweg in Handarbeit hergestellten Zigarren darauf verwandt, diese kleinen Blonden oder Dunklen so sorgfältig und adrett wie nur möglich aSr¥!rt<?'fJ1* sie bei ihren künftigen Herren Wohlgefallen erregen. Möge ihnen dazu diese «Schilderung den Weg bereiten helfen ...
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Beim Sortieren nach Farben.
Einlegen der Zigarren in den Packrahmen.
Bei der Ausstattung der Kistchen.
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Die Wickel in der Presse.
Das Deckblatt wird zugeschmtten.
Das Einrollen des Wickels in das Deckblatt.
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t achten, und sie erwidert diese Liebe mit der Gabe o'I ihres Seins, bis sie sich selbst verzehrend ihr Dasein in Glut und Asche beendet. Und doch r uß man von ihr sagen: von vielen geliebt und s-schätzt, aber nur von wenigen in ihrer Ent- sLhungsgeschichte gekannt! In der Tat, für viele i 'rer Freunde und Liebhaber nicht nur die liebe Iheinc Blonde oder Dunkle, sondern auch die große Imbekannte! Aus diesem Dunkel des verborgenen Entstehens möchten wir sie heute in das Helle Lampenlicht der öffentlichen Beleuchtung stellen, cAMit die rauchenden Zeitgenossen auch einmal ewas erfahren über den ÄZeg b$r Kleinen vom Zubakballen bis zur Zigarre. In freundlicher Lieise hat uns auf unsere Bitte hin die Firma Mnn & Gloos in Heuchelheim Gelegenheit geboten, bim Werden der Zigarre Schritt für Schritt zu ji2qen.
Zunächst führt uns der Weg in die Keller, wo wir ms inmitten von Ballen fest zusammengepreßten Tabaks befinden. Köstlicher Duft tropischer Länder, ober auch urwüchsiger deutscher Vodenfrucht erfreut Idifere Nase. Die Blätter, die da in den Ballen Dtr uns liegen, sind Sendboten aus Sumatra, 3 asilien, Havanna, Domingo, Java usw., daneben Irb aber auch beste Jnlandtabake vertreten. Aus itjsen Ballen werden — und damit beginnt nun gr Daseinsweg der Zigarre — zunächst ganze büße von Tabakblättern herausgenommen, die mit
lOOjafyre Kleinkinderschule Lich.
Von Stistsdechant Kahn, Lich.
Am 4. Oktober
1934 konnte die Kleinkin -
die
den Gemeinderat und wies auf die aufgetretenen Mängel hin. Es wurden von dem damaligen Bür-
das von das
M a t t i g („Tante Gretchen") eine Helferin zur Seite gestellt, die bis zum Jahr 1890 im Dienst blieb und sich ebenfalls große Verdienste um die Entwicklung der Kinderschule erworben hat. Tante B e t t ch e n — unter diesem Namen lebt Elisabeth Reger in der Erinnerung der Einwohner der Stadt Lich fort— starb am 6. Juni 1883; sie wirkte bis aermeister D ärmer Verhandlungen geführt und kurz vor ihrem Tode, also fast 50 Jahre, an der - Pläne von neuerbauten Kinderschulen eingefordert.
finden wird.
Die Tätigkeit der Darmstädter Diakonissen erfuhr allerdings durch den Krieg sine zweieinhalbjährige Unterbrechung. In der Kinderschule wurde ein La-
Äm Festtag wird ein Kranz auf ihrem Grab, die Stadtverwaltung neu hat Herrichten lassen, der großen Dankbarkeit Zeugnis ablegen, die nachgekommene Geschlecht empfindet.
ständnis für die aus sozialen, pädagogischen und anderen Gründen wichtige Arbeit an den Kleinkindern. Da die Zahl der Kinder auf über 100 wuchs, wurde der Leiterin in Frl. Margarete
ausschlaggebend. Die Räume wurden von vielen Eltern als nicht mehr den neuzeitlichen Forderungen entsprechend angesehen. Bereits am 22. November 1907 berichtete der derzeitige Vorstand an
Kinderschule. Sie hat noch keine Diakonissenhaube getragen, aber doch nennt sie der damalige Vorsteher des Diakonissenhauses Elisabethenstift in Darmstadt, Pfarrer Werner, in einem Artikel, den er der Verstorbenen in den Nr. 87 und 88 der „Blätter für christliche Diakonie" im Jahr 1884 gewidmet hat, „eine Diakonissin von Gottes Gnaden". Als junges Mädchen berufen, war sie mit ihrer Aufgabe in ihren Beruf hineingewachsen. Noch heute sprechen viele Licher, die zu Füßen dieser Kleinkinderlehrerin gesessen haben, mit der größten Hochachtung von dieser einzigartigen Persönlichkeit.
Nach dem Tod der ersten Leiterin wurde Leitung der Schule am 25. März 1884 einer Dia-
derschule z u Lich auf ein 1 0 0 jähri - 9 e 5 Bestehen zurückblicken. Aus den verschiedensten Gründen kann die eigentliche Jubelfeier erst am Sonntag, 21. Oktober, begangen werden. Der Tag gibt Anlaß, aus der Geschichte der Kleinkinderschule einiges mitzuteilen, soweit das auf Grund der wenigen zur Verfügung stehenden Akten und Aufzeichnungen möglich ist.
Die Gründung der Kinderschule ist der F ü r st i n Henriette zu S 0 l m s-H 0 h e n s 0 l m s-L i ch,
konisse des Elisabethenstifts in Darmstadt, Schwester Margarete Schmidt, übertragen. Bis heute hat seit diesem Tag das Elisabethenstift die Schwestern für die Licher Kleinkinderschule gestellt, durch viele Jahre hindurch standen gleichzeitig zwei Schwestern in dieser Arbeit. Es waren: als leitende Schwestern die Diakonissen Kath. Schwarz (gestorben 1893), Ida Re11berg (gestorben 1904), Kätchen Emmerich (von 1906 in Nieder-Jngel- heim tätig) und die derzeitige Schwester Lina N e b e l i n g ; als Helferinnen die Schwestern: Margarete D 0 tz e r d , Magdalene Beinhorn, Lenchen K n ö ß , Elisabeth Honigmann, Greta L 0 m m e I (jetzt in Schönberg), Gretchen Schick (Darmstadt), Minna S ch e l l h a a s (Reichelsheim im Odenwald) und Christine B a ck m a n n (Dutenhofen bei Offenbach). Seit etwa 20 Jahren wurden der Leiterin an Stelle der zweiten Schwester junge Mädchen aus der Gemeinde zur Verfügung gestellt. So kann auch das Elisabethenstift am Jubiläumstag auf eine 50jährige gesegnete Tätigkeit seiner Station und ihrer Schwestern an der Licher Kinderschule zurückblicken, eine Tatsache, die gewiß in der Festpredigt und Festansprache des derzeitigen Vorstehers des Stiftes, Pfarrer Lenz, Darmstadt (früher in Lich), besondere dankbare Erwähnung
geborene Prinzessin zu Bentheim-Steinfurt, der Witwe des Fürsten Karl, zu verdanken. In sinniger Weise machte die edle Frau diese Stiftung ihrer Schwiegertochter, der Fürstin Marie zu Solms-Lich, geborene Prinzessin zu Psenburg- Büdingen, der Gemahlin des Fürsten Ludwig, zum Geburtstagsgeschenk.
Als Leiterin der Kinderschule gewann die Stifterin ein 15jähriges junges Licher Mädchen, das zwar zu diesem Beruf noch nicht so ausgebildet war, wie es heute unsere Kinderschulschwestern bzw. Kindergärtnerinnen sind, das aber in diese Arbeit die Eigenschaften mitbrachte, die unbedingt dazu erforderlich sind, ein Herz voll Liebe und Geduld, fröhlichen Glauben, hingebungsvolle Treue im Beruf, selbstloses Wesen, praktischen Sinn und gesunden Körper. Anna Elisabeth Reger war am Peterstag (22. Februar) 1819 als Tochter des Schreinermeisters und Ratsverwandten Philipp ( Reinhard Reger und feiner Ehefrau Anna Elisabeth, geborene Aldohn, geboren. Sie war ein finnig stilles Kind und wuchs unter der christlichen Zucht der Eltern auf. Am 4. Oktober 1834 eröffnete sie die Kinderschule in ihrem elterlichen Haus in der Hüttengasse (jetzt Eigentum des Schuhmachermeisters Findt) mit fünf Kindern. Als Vorstand standen ihr außer Fürstinwitwe Henriette und Fürstin Marie zur Seite: Stiftslehrer Fr. Eberhard Zinfer, der sich besondere Verdienste um die Leitung erwarb, Landrichter Schulz, Pfarrer Frank, Bürgermeister Schnabel, die Ehefrauen des Forstrats Braun und des Kassenrats Co le ni u s. Die Zahl der die Schule besuchenden Kinder wuchs bald auf über 80, so daß die Räume im elterlichen Haus zu eng wurden. In dankenswerter Weise ließ der Stadtvorstand unter Leitung von Bürgermeister Vogt in der Butzbacher Straße ein neues Haus errichten (neben der Orgelbauanstalt
ieues Haus errichten (neben der Orgelbauanstalt zarett eingerichtet, die Schule selbst durch Frauen von Förster und Nikolaus) und bewies damit ein und junge Mädchen im christlichen Vereinshaus für damalige Zeiten noch selten zu findendes Der-1 bzw. in der Turnhalle gehalten. Die Kriegs- und ........... ' ' ' "*■ Nachkriegsjahre brachten naturgemäß auch eine Abnahme der die Schule besuchenden Kinder. Ihre Zahl war im Jahre 1922 auf 42 gesunken. Noch ein anderer Grund war für diesen sinkenden Besuch
Der Entschluß zu einem Neubau stand grundsätzlich fest. Krieg und Inflation ließen die Pläne aber nicht zur Ausführung kommen. Die Stiftungskapitalien wurden entwertet, die städtischen Aufwendungen für die Kinderfchule immer größer. Durch Gemeinderatsbeschluß vom 14. November 1922 ging die Verwaltung der Kleinkinderschule völlig auf die Stadt über und wurde dem Wohlfahrtsausschuß übertragen.
Am 16 März 1927 beschloß der Stadtvorstand auf Antrag und warme Befürwortung von Bürgermeister Völker hin, eine neue Kleinkinderschule zu errichten. Als Platz wurde die Ecke Wallstraße- Oberstadt bestimmt. Das Hochbauamt Gießen wurde mit der Erbauung beauftragt und führte die nicht ganz leichte Aufgabe der Einpassung des Gebäudes in das Stadtbild, das an dieser Stelle durch den alten Wall ein ganz besonderes Gepräge hat, in Zusammenarbeit mit dem Denkmalpfleger in wohlgelungenem Werk durch. Unter Bürgermeister Geil wurde die neue Kinderschule am 19. September 1928 in Anwesenheit der Behörden und unter freudigster Anteilnahme der ganzen Bevölkerung ein« geweiht. Der Vorsteher des Elisabethenstifts, Pfarrer Hickel, konnte in seiner Ansprache mit vollem Recht hervorheben, daß Lich mit diesem neuen Gebäude eine der schönsten Kinderschulen in Hessen erhalte, die allen Anforderungen der Gegenwart an eine solche Anstalt entspricht.
Die Schule befindet sich seit dieser Zeit in bester Entwicklung, lieber 100 Kinder werden tagaus, tagein in den großen, hellen, lichtdurchfluteten Räumen und auf dem bei dem Gebäude befindlichen schönen Spielplatz unter der in 40jährigem, aufopferndstem Dienst bewährten Schwester Lina N e b e I i n g, die dabei zur Zeit von Frl. Marie Seim eifrig unterstützt wird, betreut und in frohem Spiel und kindesgemäßer Beschäftigung'herangebildet.
Wenn Lic. Dr. Gehring zum 150jährigen Jubiläum der evangelischen Kinderpflege in seinem 1929 erschienenen Buch „Die evangelische Kinderpflege" schreibt: „So ist die Kinderschule nicht nur in der Gemeinde eines deutschen Mannes (Dberlin im Steintal) entstanden, so hat nicht nur eine edle deutsche Fürstin (Fürstin Christine Wilhelmine Pauline von Lippe-Detmold) ihre Notwendigkeit erkannt und ihren Wohltätigkeitsanstalten als die erste eingegliedert, sondern deutsche Männer sind es auch gewesen (Fr. Wadzek und Chr. Hr. Wolke), die sich als die ersten mit ihr wissenschaftlich be- chäftigten, und deutsche Regierungen, die sie als die ersten öffentlich anerkannten", so kann die Stadt Lich stolz darauf sein, die Zweitälteste Kinderschule in Hessen zu besitzen, infolge der Anregung ihrer edlen Stifterin und des treuen Dienstes ihrer ersten Leiterin, schon so früh die aus sozialen, nationalen, pädagogischen, religiösen, menschlichen und völkiscken Gründen notwendige Arbeit an den Kleinkindern erkannt zu haben.
Mit vollem Recht darf sie deshalb das 100jährige Bestehen ihrer Kleinkinderschule festlich begehen. Eine schlichte und kurze Gedächtnisfeier an den


