Zeitungsbestellung zur Monatsmitte:
i.
2.
3.
Mitt-
eine
nähme einer feindlichen Stellung. Man« jetzt aus der Stadt wegziehen auf das weg mit dem „fort", wo es nicht hingehört.
Schreiben von Firmen muffen an sichtbarer Stelle die Angabe des Gewerbezweiges enthalten, zu dem das betreffende Unternehmen gehört.
Schreiben von Dertrauensräten haben neben der Angabe des Namens der Firma ebenfalls wieder die Art des Betriebes zu enthalten.
Eingaben muffen die Branche benennen, um die es sich handelt.
woch, 17. Oktober. 20 Uhr, im Caf6 Ebel in Gießen, Burggraben, oberer Saal.
R e'd n e r : Pg. Regierungsaffeffor Dr. D e n z e r. Erscheinen aller Mitglieder ist unbedingte Pflicht.
Der Ortsobmann:
Luley, Rechtsanwalt und Notar.
Das Studium der Landwirtschaft an der Universität Gießen.
Vom Universitätssekretariat wird uns mitgeteilt: Die freigewordenen Lehrstühle landwirtschaftlicher Fächer an der Landesuniversität Gießen finden bis zum Beginn des Wintersemesters 1934 35 durch Be» rufung neuer Lehrkräfte ihre Besetzung. Das Studium der Landwirtschaft an der Landesuniversität Gießen erleidet in keiner Werse durch die Neu. besetzung Unterbrechung. Studienpläne und Aus- fünfte sind jederzeit durch das Sekretariat des Land- wirtjchaftlichen Instituts erhältlich.
4. Antwortschreiben auf Briefe des Treuhänders haben stets die Aktennummer, das Bearbei- tunaszeichen und das Datum anzugeben.
Ich bitte, sich bei dem Schriftverkehr mit dem Treuhänder an diese Anordnung zu halten, da bei
der großen Anzahl der täglich eingehenden Schriftstücke sonst unnötige Mehrarbeit entsteht, die
Deutscher Juristen.
Ortsgruppe Gießen.
Ortsgruppenverfammlung am
öte Zuständigkeit des Treuhänders der Arbeit.
(LPD.) Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen teilt mit:
Der andauernd anwachsende Schriftverkehr zwingt mich, nochmals in der Öffentlichkeit auf die Zuständigkeit des Treuhänders der Arbeit hinzuweisen.
Die Zuständigkeit des Treuhänders der Arbeit erstreckt sich lediglich gemäß § 19 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934 auf nachfolgende Aufgaben:
1. lieber die Bildung des Vertrauensrates zu wachen und in Streitfällen zu entscheiden.
2. Vertrauensmänner des Betriebes zu berufen und abzuberufen.
3. Auf Anrufung des Vertrauensrates zu entscheiden.
4. Die beabsichtigten Entlassungen gemäß § 20 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit zu entscheiden.
5. Die Durchführung der Bestimmungen über die Betriebsordnung zu überwachen.
6. Richtlinien und Tarifordnungen festzusetzen und ihre Durchführung zu überwachen.
7. Bei der Durchführung der sozialen Ehrengerichtsbarkeit mitzuwirken.
Richt zuständig
ist der Treuhänder der Arbeit für politische, wirtschaftliche und berufliche Fragen, ebenso nicht für Einzelentlassungen, Arbeitsbeschaffungsmahnahmen und Stellungsgesuche.
Eine schnelle Bearbeitung der eingehenden Post macht die Beachtung nachfolgender Anordnung notwendig:
...... “ 7 V ' i Zinsverlust dadurch bis jetzt nicht in den Genuß der ___Aufwertungsbetrages gelangt find. Nunmehr draht den Inhabern in kürzester Zeit der völlige Verlust ihres in diesen Werten an- gelegten Vermögens, da mit dem 31. 12. 19 3 4 das Recht der Papiermark - Hypothekenpfandbriese zur Teilnahme an der Teilungsmasse zugunsten der noch im Umlauf befindlichen Anteilscheine erlischt, wenn bis dahin nicht die Einreichung der
GieSerreirAnzeigerr und seine eigenen Beilagen „Gießener Kamilienblätier", „Heimat im Bild" und „Die Scholle". — So wohlfeil sichert man sich frfe AettUNg -0v KelN-at
weggelassen. Den Truppen gelingt die Weg-.wird, ist den Berechtigten ein ...... "— ""--.eher möchte l entständen, daß sie b>- Land. Also Verzinsung des Ai
Fori - weg.
In den Mitteilungen des Deutschen Sprachvereins leien wir:
„Manche Leute haben bald ihr Fortkommen, wenn sie früh von Hause fortkvmmen. „Das Tlschgesprach wurde fortgesetzt, nachdem die Schusseln fortge e^ waren." „Der Fortgang eines Werkes leibet durch den Fortgang des Meisters." In jedem dieser Bei- fpieletommt ba&felbe Wort zwemral vor, ober >m- mer mit oerfdjiebenem Sinn. In dem baldigen Fmt- kommen der Leute, dem Fortsetzen des
dem Fortgang des Werkes liegt ein Festhalten an 3iCl und Richtung, ein Weiterführend dagegen liegt in dem Fortkommen von chause, dem Fortsetzen der Schüsseln, dem gorigany les SDieifters eine Tret', nuiig ober Losung, em Aushoren oder Abbrechen Nur die erste Verwendung ist richtig. Die ur sprünaliche Bedeutung von fort = weiter zeigt sich ,P B in: fort und fort, immerfort, fortwährend, sortbilden (Fortbildungsschule), fortdauern, fort- pflanzen, fortschreiten (Fortschritt). Das Hineln- ziehen der anderen Bedeutung, also der Gebrauch von ,-fort" zur Bezeichnung der Abkehr, ist nicht zu billigen, weil dafür ein anderes treffliches Wort vor- Händen ist, nämlich -weg". In der Bibel heißt es. Hebe dich weg (nicht fort) von mir. In den an- fänglichen Beispielen hatten mir uns zunächst bei der Wiederholung des Wortes der Sprachunsitte an- aepaßt: jetzt sprechen wir berichtigend von den Leuten die von Hause w e g kommen, von den schusseln, die w e g gesetzt waren, und von dem W eg gang des Meisters. Gewisse Bestimmungen eines Gesetzes fallen nicht fort (geschweige denn daß sie 'n Fortfall kämen), sondern fallen weg. Man sage. Weg von hier! Der Junge soll nicht immer weglaufen. Der Schluß eines Berichts wird aus bestimmten Grün»
zuviel gezahlten Vorauszahlungsbetrag entfallen. Das Hereinholen dieser zuviel ausgegebenen Steuergutscheine führt vielfach zu erheblichen Schwierla- keiten. Bei den zahlreichen kleineren Fallen steht der Arbeitsaufwand meist in keinem Verhältnis au dem Erfolg, zumal da zahlreiche Steuerpflichtige ihre Steuergutscheine inzwischen veräußert haben. Es empfiehlt sich daher, zur Vereinfachung der Verwaltung die Angelegenheit zum Abschluß zu bringen. Auf Grund des § 22 der Steuergutscheinoerordnung vom 4. September 1932 bestimme ich: Die Finanzämter werden ermächtigt, von der Rückforderung von Steuergutscheinen nach § 13 der Durchführungsbestimmungen zur Steuergutschein. Verordnung abzusehen, wenn Der von dem Steuer- «n zu fordernde Steuergutscheinnennbetrag ufgeld) 60 Mark nicht übersteigt.
Ein wichtiger Termin für Wertpopierbesitzer.
Jriffablauf am 31.12.1934 für die Mufrocrfung von Papiermark-Pfandbriefen und Schuldverschreibungen deutscher Hypothekenbanken.
In einer der letzten Ausgaben der „Deutschen Sparkassenzeitung" wird erneut darauf hingewiesen, daß sich noch ein recht erheblicher Betrag festverzinslicher Wertpapiere aller Währung im Umlauf befindet, deren Eigentümer die Stücke in der Annahme, daß diese durch die Inflation wertlos geworden seien oder eine Aufwertung nicht erfolgen werde, bisher noch nicht zum Umtausch gebracht haben. Soweit es sich hierbei um Hypothekenbankpfandbriefe und ähnliche Schuldverschreibungen handelt, deren Umtausch zum Teil schon seit ungefähr 7 Jahren vorgenommen
Kür Y0 Mermig
ohne Trägerlohn bezieht man vom 15. Oktober an bis zum Monatsschluß bei Tragern und Vertriebsstellen den
Aus der provinzialhaupistadi.
„Was erlauben Sie sich .. .?*
Soll man ein hübsches Fräulein, das man gern kennenlernen möchte, auf der Straße anfprechen? Nein, man soll es nicht. Das ist ungehörig. Aber fei es nun, daß das männliche Temperament zu stürmisch, der Optimismus zu groß -- es wird trotz allem angesprochen. „Mein schönes Fräulein, darf ich's wagen...", das find wenigstens noch die klassisch Belesenen, Die meisten aber fragen schlicht und geistreich: „Na, Fräulein, so allein?" Zur Ehre der Frauen sei es gesagt: Beliebt sind diese Zudringlichen bei ihnen nicht...
Die junge Dame, die da neulich vor mir ging, im eiligen Hasten der Geschäftsstraße, drehte sich des- halb auch wütend um, als sie zart, aber doch nachdrücklich und aufmerksamkeitheischend am Aermel gezupft wurde. Auf den Lippen der Empörten formte sich das obligate: „Mein Herr, was erlauben Sie sich...". Jedoch sie blickte vollkommen verblüfft in bas schelmische Gesicht eines — Rosses. In der Tat, wer da sagt, daß ein Roß niemals ein schelmisches Gesicht haben könne, dem streite ich bas ab. Dieses Pferb jedenfalls, dieses neckische Tier mit den don-juanistischen Neigungen hatte etwas reizend schelmisches um die Maulwinkel. Obschon es ein gewaltiges Pferd war, eines von denen, die sich Belgier nennen. Es stand breit, wuchtig, riesen hoch und sehr gelassen vor seinem Wagen. Und da es sich langweilte, tat es etwas, was Belgier sonst niemals tun, es „sprach an". Auf seine immerhin dezente Art. Vielleicht hatte es jüngst einen solchen Dor- gang in seiner Nähe sich aospielen sehen und die Szene ganz amüsant gefunden. Wie leicht verderben nicht böse Beispiele gute Sittens
Um auf das angesprochene Fraulein zurückzu- kommen: Sie war sprachlos. Zunächst. Dann verklärten sich ihre erbitterten Züge zu einem Lächeln, und sie bewies nun, daß sie in bezug auf Belästigung durch Unbekannte nicht starr auf Prinzipien ritt. Sie benahm sich nämlich in diesem Pferde-Fall sehr entgegenkommend und streichelte dem schelmischen Gaul liebevoll über die Nüstern.
So nett das von ihr war, sie hätte es besser unterlassen. Denn durch diesen offensichtlichen (Erfolg ermutigt, beschloß der Gaul, in den betreffen» den Bahnen sortzuwandeln. Und zwar nunmehr ohne Unterschied ded Person und des Geschlechts. Er wollte ganz einfach gestreichelt sein. Und da an jener Stelle die Breite des Bürgersteigs nicht sehr groß ist, brauchte das Roß nur seinen grauen Kopf nach rechts zu neigen, um eine enge Passage zwischen diesem Kopf und der Häuserwand herzustellen. Nun hatte sich einfach jeder Fußgänger mit ihm ausein- anderzusetzen. Die Charaktere schieben sich sogleich. . Da waren die Tierliebenden, die Freundlichen und Humorvollen. Sie streichelten und klopften, sie hät- schelten und murmelten nette Worte, daß es dem Roß ganz verwöhnt zumute wurde. Da waren die Groben, die ohne Verständnis für hübsche Situationen sind, die drückten rauh den Butzekopf mit den neugierigen, sanften braunen Augen zur Seite. Und bann waren da bie Aengstlichen, die angesichts bes Engpasses auf bem Absatz kehrt machten unb auf bie anbere Straßenseite hinüberwechselten.
Unser Gaul aber trieb Studien. In Psychologie. Unb nebenbei in ben Paketen, den Handtaschen und Marktnetzen der Passanten. Er war von grenzenlosem Wissensdrang beseelt. Er verließ mit Entschlossenheit bie sonst übliche Reserviertheit ber Zugpferde und schäkerte heftig mit allen vorüberkommenden Menschen.
Diese Menschen aber freuten sich. In der erdrückenden Mehrzahl der Fälle. Sie gingen auf den ausgefallenen Spaß des Rosses ein. Nur ber Zweite im Gespann, ber Nebengaul, verhielt sich konsequent ablehnend. Er mißbilligte diesen Bruch pferdlicher Zurückhaltung außerordentlich. Und wo Roß Nr. 1 einen schelmischen Zug um die Maulwinkel trug, zeigte Roß Nr. 2 einen gouvernantenhaften. In beiden Fällen wirkte es erheiternd.
Dem Kutscher blieb es endlich vorbehalten, die auffeimenben Differenzen zwischen feinen Zugtieren zu ersticken. Er kam, schwang sich auf ben Bock unb sagte „Hüh". Womit auch aus dem schelmischen Roß Weber ein dienstliches wurde. Es entsagte allen neckischen Neigungen, setzte sich gehorsam in Marsch unb verschwand stumm vom Schauplatz ber kleinen Szene, ein verhinderter Casanova. H. C. v. M.
NSV., Ortsgruppe Gießen-Aord.
Am Dienstag, 16. Oktober, findet die erste Kleidersammlung für das Winterhilsswerk 1934/35 ber Ortsgruppe Giehen-Norb statt.
Wir bitten bie -in bem Bezirk ber Ortsgruppe Gießen-Nord wohnenben Volksgenossen, alle Bekleidungsstücke, die sie dem WHW. spenden wollen, bereitzuhalten, damit sie beim Erscheinen der Amtswalter ohne Zeitversäumnis in Empfang genommen werden können. — Erwünscht sind auch Kinder- kleider, Säuglingsbekleibung, Winbeln und bgl
Heil Hitler! Jäckel, Ortsgruppenamtsleiter.
Bund Nationalsozialistischer
Gräbern der um die Gründung besonders verdienten Frauen wird am Vortag das Fest einleiten. Der Festtag selbst wird mit einem Festgottesdienst in der Manenstiftskirche (Prediger: Pfarrer Lenz, Darmstadt) und mit einem Festakt in ber Klein- kinberschule eröffnet. Am Nachmittag schließt sich nach einem Festzug ber Kleinkinber bie eigentliche Feier für bie Kinber in ber Turnhalle an. Ein gemütliches Zusammensein ber Erwachsenen mit Ansprachen unb Darbietungen ber Vereine und einheimischer Kräfte wird den Tag beschließen.
Möge auch das neue Jahrhundert gesegneter Kleinkinderschularbeit in Lich zur Erziehung unb Ertüchtigung bes nachkommenden Geschlechts unb bamit zur Aufbauarbeit im neuen Deutschen Reich beitragen.
Stücke erfolgt.
Es liegt im Interesse biefer Wertpapier-Besitzer, ihre Wertpapiere einem Kreditinstitut (Sparkasse, Bank) in Verwahrung zu geben, um biefen Nachteilen zu entgehen unb der Sorge um die Sicherheit unb die Verwaltung der Papiere enthoben zu sein.
Was für bie deutfchen festverzinslichen Wertpapiere angeführt, gilt auch für auslän bische Schuldverschreibungen früherer Währungen, deren Zinsendienst zum Teil seit Jahren wieder ausgenommen worden ist Auch hier handelt der Besitzer richtig, wenn er seine Wertpapiere einem Kreditinstitut zur Verwaltung und Betreuung einreicht, da viele Umtauschbekanntmachungen nur in Zeitungen veröffentlicht werden, die dem Eigentümer im allgemeinen kaum zugänglich sind.
Stellenzuteilung
für bewährte NS-Kämpfer
Der Leiter bes Personalamtes beim Hessischen Staatsministerium weist auf eine Verfügung bes Reichsinnenministers hin, ber sich im Einvernehmen mit bem Reichswehrminister bamit einoerftanben erklärt, baß zugunsten von bewährten Kämpfern für bie nationale Erhebung noch bis Enbe März 1935 bie freiroerbenben Angestelltenstellen nur mit 50 Prozent mit Dersorgungsanwärtern besetzt werden. Die ben Schwerkriegsbe-schäbigten zugebilligten Dor- zugsrechte werben burch diese Maßnahme nicht berührt. Auch weiterhin ist es unbedingt erforderlich, daß ber Stellenvorbehalt, soweit bie Entscheidung über seine Herabsetzung in der Hand der Aufsichtsbehörde liegt, also z. B. im Gemeindedienst ober im Dienst ber Träger ber Sozialversicherung (§ 73 ber Anstellungsgrundsätze) für bie Dersorgungsanwärter nicht niebriger als auf 50 v. H. festgesetzt wirb.
Tagung der Südwestoeulschen Psychiater in Gießen.
Am 20. unb 21. Oktober findet hier bie 57. Tagung ber Sübwestdeutschen Psychiater statt. Die Sitzungen werben im Hörsaal bes Physiologischen Instituts abgehalten. Am ersten Sitzungstage, Samstag, 20. Oktober, beginnen bie Vorträge um 9 Uhr, ihre Fortsetzung finben sie um 14.30 Uhr gemeinsam mit ber Versammlung der Vereinigung für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie in Hes- fen. Am zweiten Derhandlungstage, Sonntag, 21. Oktober, beginnen die Vorträge wiederum um 9 Uhr. Für ben Nachmittag ist bei schönem Wetter unb genügender Beteiligung ein Ausflug nach Bad- Nauheim geplant.
^ornotiKii.
— Tageskalender für Samstag: Ortsgruppe Gießen-Süd, 20.30 Uhr, Studentenhaus Ortsgruppen - Mitgliederversammlung. — Sturmbann I ber 83. SS.-Standarte, Sturm I ber 83. SS.- Standarte sowie fördernde Mitglieder ber SS., Caf4 ßelb, 20.30 Uhr, Kameradschaftsabenb. — Deutsche Arbeitsfront, NSG. „Kraft durch Freude", Stadt- theater, 19 Uhr, Werbe- unb Kulturabend. — Licht
Prüfung unb Bearbeitung verzögern muß.
Oie Rückforderung von Steuergutscheinen.
Der Reichsminister ber Finanzen hat folgenden Runderlaß vom 5. Oktober erlassen: Das Verfahren bei der Ausgabe von Steuergutscheinen für Steuerzahlungen ist im wesentlichen abgeschlossen. Bei den Finanzämtern ist noch eine Reihe von Fällen in ber Schwebe, in denen bie Steuerpflichtigen im Steuergutscheinzeitraum Vorauszahlungen auf gut- scheinfähige Steuern geleistet haben, bie nachttäglich bei ber endgültigen Veranlagung niedriger festgesetzt worden sind. Nach § 8 Stgtsch. Vo. in Der- bindung mit § 13 Stgsch. Db. müssen die Steuerpflichtigen vor dem Ausgleich dieser Vorauszahlungen bie Steuergutscheine zurückgeben, bie auf ben
spielhaus, Bahnhofstraße, „Die große Sarin*. — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg, „Schüsse an Der Grenze". — Seltersweg 75, 16 Uhr, Eröffnung ber Ausstellung „Das billige Eigenheim unb seine Finanzierung". — „Postkeller", Wochenend-Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Militärkapelle.
— Tageskalender für Sonntag: NS.- Haqo, 10 Uhr, „Liebigshöhe", General-Mitglieder- Appell. — Stadttheater: 15.30 bis 18.30 Uhr „Der Zigeunerbaron". — Oberhefsifcher Kunstverein, Turmhaus am Brand, 11 Uhr, Beginn einer Aus- fteüung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 11.15 Uhr „Kennst du das Land Italien"; ab 15 Uhr „Die große Zarin". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: ,',Schüsse an ber Grenze". — Eafö Leib, 20.15 Uhr, Militär-Konzert. — Schützenverein 19 Uhr, Schützenhaus, Preisverteilung und Familienabend. — TV. 1846, 16 Uhr, Familienausflug nach ber „Karlsruh".
— Aus dem Stadttheaterbüro wirb uns geschrieben: Am morgigen Sonntagnachmittag „Der Zigeunerbaron". Die Abendvorstellung „Die Pfingstorgel" fällt aus. — Dienstag: „Was ihr wollt". — Mittwoch: „Heimkehr des Matthias Bruck". — Freitag: „Krach um Jolanthe". — Sonntagnachmittag: „Die Pfingstorgel", abends: „Polenblut".
Daten für Samstag, 13.Oktober.
1821: Der Mediziner Rudolf Virchow in Schivel- bein geb. (geft. 1902). — 1882: Der französische Kultur» unb Rassenforfcher Joseph Artur Graf von (Babineau in Turin geft. (geb. 1816).
Daten für Sonntag, 14.Oktober.
1813: Beginn ber Schlacht bei Leipzig. — 1919: Ratifikation des Vertrages von Versailles durch Frankreich. — 1933: Rundfunkrede Adolf Hitlers an die Welt. — Auflösung des Reichstages unb der Länderparlamente, Aufruf Adolf Hitlers zum Volksentscheid.
Gießener Wo^rnmarktpreise.
♦ Gießen, 13. Okt. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 11 bis 12, (inländische, Kühlhaus) 11 bis 12, Wirsing (grün), das Pfund 10 bis 12 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 6 bis 8 Pf., der Zentner 5 bis 6 Mark, Rotkraut, das Pfund 10 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 20 dis 30, Feldsalat 50 bis 70, Tomaten 12 bis 15, Zwiebeln 10, Merrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Pilze 25 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 4Vt Pf. der Zentner 4 Mark, Preiselbeeren, das Pfund 35 Pf., Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 8 bis 12 Pf., Nüsse 25 bis 30, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 70 bis 80, Enten 80 bis 90, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 10 bis 12, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf.
*
** Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Versuchsfeld-Oberinspektor beim Landwirtschaftlichen Institut der Hessischen Landesuniversität Gießen Erwin Wendt auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Januar 1935 an. — Uebertragen wurde am 3. Oktober dem Studienrat an der Ernst-Ludwig- Schule in Bad-Nauheim, Dr. Bernhard Mag- s a a m, eine Studienratsstelle an der Oberrea/schule am Friedrichsplatz zu Offenbach; dem Studienrat an der Oberrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach Otto Sa 1 zmann eine Studienratsstelle an der Ernst-Ludwig-Schule zu Bad-Nauheim; dem Stt- bienrat an ber Ernst-Ludwig-Schule in Bab-Nauheim Ferdinand Vetter eine Studienratsstelle an bem Wolfaang-Ernst-Gymnasium zu Bübingen; bem Studienrat an ber Aufbauschule in Friebberg Ri- charb Mager eine Stubienratsstelle an der Augu- stinerfchule zu Friedberg.
** Aufgehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Provinzial»Straßenstrecke Schotten — Laubach, Gemarkung Schotten, ist wieder aufgehoben.
** „C armen" und „Z i g e u n e r b a r o n" im Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Um alle Anfragen an die Intendanz zu beantworten, wer kn „Ziegeunerbaron" den braunen Söhnen der Pußta so leicht zum Geld verhilft, verrät die Theaterleitung hiermit allen Wißbegierigen, daß diese hübsche und gewinnbringende Dressurleistung von Diensthund „Carmen" (Führer Herr Rienhardt) ber Kriminalpolizeistelle Gießen ausgeführt wird. Wenn „Carmen" sich hier zwar nicht ganz im Sinne ihrer eigentlichen Bestimmung betätigt, so löst bie Szene doch stets große Heiterkeit aus, und der Szenenavplaus ist wohlverdient.
** Zur Schaffung von Kleinwohnungen sucht die Bürgermeisterei leerstehende umbau» fähige Räume. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung besonders hingewiesen.
** Die öffentliche Ziehung der Aus- losungsrechte zu den Gießener Ablösungsanleihen betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die unsere Leser besonders hingewiesen seien.
** Die Vergebung bes Stammholzrückens in ben stäbtischen Walbungen betrifft eine Bekanntmachung ber Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf bie bie Interessenten befnnbers hingewiesen seien.
** Die Beiträge bes Reichsnährsta"' des betrifft eine Bekanntmachung bes Finanzamt Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil. Beitrag-» pflichtige mögen ber Bekanntmachung ihre Aufmerksamkeit roibmen.
*♦ Das Museum im Alten und Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Schulpfennigbeitrag zum Ausbau ber Jugenbherbergen. Der Führer der (Saue Main - Rhein - Lahn - Fulda, Südhesfen und Pfalz im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen, Gebietsführer Geißler, weist auf zahlreiche Anfragen erneut barauf hin, daß ber Schulpfennig zum Ausbau des Iugendherbergswerks nicht unter das Sammelverbot fällt.
** Eine Schar Schneegänse wurde am Donnerstag gegen 16 Uhr vom Schiffenberg aus im Fluge aus ber Richtung Großen-Duseck beobachtet. Es wurden 31 Tiere gezählt, die nach kurzem Kreisen über dem Schiffenberg in ber Richtung nach bem Stoppelberg zu weiterzogen.
** E k n Samariterkursus wird vom Roten Kreuz und Hessischen Alice-Frauenverein, Zweigverein Gießen, unter ärztlicher Leitung veranstaltet. Näheres über den Kursus ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.


