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nisiertes Deutsch und liebt Sauerbraten, Danziger Goldwasser und vor allem deutsches Bier: aber auch Roosevelt selbst schätzt den deutschen Gersten­saft sehr) sanft hinaufgeschoben.

Das Ehepaar Roosevelt hat oft Gäste, mei­dens informell, manchmal sehr gegen Roose­velts Wunsch in Abendkleidung. Sonntagabends muß er übrigens auf Befehl seiner Gattin den Smoking anziehen, da sie stets Gäste zu einem, wenn auch einfachen, Abendessen haben: Senatoren, Journalisten, Professoren, Politiker, Industrielle und Bankiers in bunter Reihenfolge. Es gibt neben anderen Gängen stets Rührei, das Frau Roosevelt bei Tisch eigenhändig bereitet. Nach dem Essen wird im Hauskino irgendein Film gezeigt.

Der ganze Betrieb ist für die steife Beamten­schaft Washington anfangs ein Schock gewesen; man regte sich auch darüber auf, daß Frau Roose­velt für Geld im Rundfunk sprach und daß sie ihre Möbelfabrik b e i b e h i e l t. Aber sie verwendet die Einkünfte daraus für wohl­tätige Zwecke, zum Aufbau von selbstversorgenden Siedlungen, einem ihrer Lieblingspläne zur ÄZieder- Herstellung guter alter Familienverhältnisse. Frau Roosevelt hält sogar zweimal wöchentlich Presse­konferenzen ab, zu denen aber nur Schrift­leiterinnen zugelassen sind. Zwischendurch rast sie im Flugzeug oder im selbstgesteuerten Auto durch

die Gegend und spricht bei Frauen-Bersammlungen oder eröffnet Kinderheime und Arbeitslager für mittellose Mädchen. Nur ungern dagegen bereitet sie die großen, langweiligen Diners vor, die im Winter für das Diplomatische Corps, für das Kabinett, für den Obersten Gerichtshof, für Heer und Marine und last not least für die Herren Senatoren und Abgeordneten gegeben werden müssen. Sie hat auch diese Abende etwas lebhafter zu machen verstanden, indem sie nach jedem Diner Künstler auftreten läßt. Scharfe Getränke werden im Weißen Hause nicht serviert; nach dem Essen stehen Bier, Limonaden und das unvermeidliche Eiswasser zur Verfügung.

Eine Einrichtung übrigens, die im Weihen Hause traditionell war, ist von Roosevelt a b g e s ch a f f t worden: das tägliche Händeschütteln mit Hunderten von neugierigen oder patriotischen Be­suchern. Noch Coolidae stellte sich jeden Mittag dazu eine halbe Stunde hin, und wer irgendeine Ein­führung von einem Parlamentarier oder sonst einem Politiker vorweisen konnte, durfte dem Weißen 23ater* die Hand schütteln. Hoover be- schränkte das auf Mittwochs, und Roosevelt, dem das Stehen sehr schwer fällt, hat diese Parade gar nicht erst eingesührt. Er hat ja auch so schon wahr­lich genug zu tun.

Geschichten aus aller Welt.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Auch einRekord".

(th) Neuyork.

Den Schnelligkeitsrekord im Essen hält in den Vereinigten Staaten, wo ja fast in jeder Lebens­betätigung Rekorde festgestellt werden, der aus Italien stammende Tony de Laurentis. Einwohner einer kleinen pennsylvanischen Stadt.

Er hat kürzlich in Neuyork bewiesen, daß er seinen Meisterschaftstitel zu Recht trägt. Laurentis kam hungrig vom Bahnhof in ein Restaurant, nahm Platz und verschlang hintereinander drei Dutzend Austern, zwei gebratene Hühnchen, vier große Maisfladen, vier riesige Kartoffeln, wie es sie nur in USA. in dieser Größe gibt, einen gewaltigen Apfelkuchen und acht belegte Brote. Dazu trank er zwei Tassen Kaffee und acht Gläser Wein und be­endete das Diner mit einer guten Zigarre.

Insgesamt brauchte er zur Bewältigung dieser achtunggebietenden Speisenfolge nur 27 Minuten; er hätte es aber, wie er sagte, auch in 23 Minuten geschafft, wenn die gebratenen Hühnchen nicht so heiß gewesen wären!

Auch heute werden noch Kriegsbeile begraben.

(th) Tonawanda-Reservation (NP).

Die Mohawks sollen schon vor einigen hundert Jahren im Rufe der Starrköpfigkeit gestanden haben. Dieser Zustand hielt sich offenbar bis in die allerjüngste Zeit. Denn erst jetzt wurde ein Konflikt beigelegt, erst im Jahre 1934 konnte das Kriegsbeil in einer Angelegenheit begraben werden, die 158 Jahre alt ist, und in der die Mohawks gelinde gesagt in schroffem Gegensatz standen zu den übrigen fünf Nachbarstämmen.

Ein Mischling brachte es endlich zustande, daß im Seneca-Haus der Tonawanda-Reservation die sechs Jndianerstämme sich durch ihre Häuptlinge trafen und dort die Beilegung des alten Konfliktes be­sprachen. Wobei sich ergab, daß niemand mehr ganz genau wußte, um was es eigentlich ging. Und darauf­hin wurde beschlossen, daß das Kriegsbeil begraben sei undnichts mehr den Frieden der sechs Nationen zu trennen vermöge".

Der Schotte mit dem alten Bittet.

(x) Montreal.

John Watt ist schottischer Abstammung und mithin ein Mann, der auf dem Schilling sieht, wie der Teufel auf die arme Seele. Deshalb durchzuckte ihn auch ein freudiger Schreck, als er in die Tasche eines alten Anzugs seines längst verstorbenen Vaters griff und darin eine noch unbenutzte Fahrkarte fand. Der Anzug, den er jetzt auftragen will, muß wohl schon seine 30 bis 40 Jahre in der Mottenkammer gehängt haben, denn besagtes Billet stammte aus dem Jahre 18701 Es lautete auf einige Dutzend Kilometer auf derKanadischen Nationalen Großen Frachtbahn".

In diesen Tagen hat John Watt sein Gesuch auf Rückerstattung des Fahrpreises eingereicht. Denn Geld ist Geld und wenn es aus dem Jahre 1870 auf John Watt herüberkäme. Versuchen kann man es wenigstens, meinte der Schotte, ob man die klin- aende Münze zurückbekommt. Und Kanada hat im Augenblick keine größere Sorge als diese ...

Wer vergaß das Elefantenskelett?

() London.

Zweimal im Jahre findet in einem Kaufhaus Hinter der Waterloo-Station eine Versteigerung der- genigen Gegenstände statt, die jeweils in den letzten ffechs Monaten liegengelassen und nicht abgeholt llvurden.

In diesen Tagen begeht der Leiter dieses Fund- fcureaus sein dreißigjähriges Jubiläum. Aus Anlaß dieses freudigen Ereignisses gibt er die folgenden Zahlen zum Besten, die ein tragisches Licht auf das Gedächtnis der Menschen werfen.

Er hat nicht weniger als 1 000 000 Regenschirme zur Versteigerung bringen müssen und 750000 Hand- schuhe. Man hat billigen Talmischmuck gefunden, aber auch kostbare Platinringe. Aber die ganz großen Kuriosa beginnen irgendwo anders. Zwar liegt die größte Seltsamkeit schon 20 Jahre zurück, doch wurde sie bisher nicht übertroffen. Damals fand man näm= ich in einigen Riesenkisten, deren Herkunft nie fest- «ustellen war, das Skelett eines indischen Riesen- elefanten. Es war keine Kleinigkeit, diesen seltsamen Fund an einen Käufer zu bringen. Noch schwerer über ist es zu erklären, wie ein Mensch solch eine □oft überhaupt vergessen konnte ...

80 französische Gefängnisse werden geschlossen.

(z) Paris.

Mancher alte Vagabund und berufsmäßige Ge- 1 inngnisinfaffe wird eine stille Träne in seinem Augenwinkel zerdrücken, wenn er vernimmt, daß 80 i er berühmten Landgefängnisse in Frankreich ge­schlossen werden.

Der Strafvollzug, sagt die Verwaltung, sei zu teuer: er koste zu viel Geld und nehme zuviel Men­schen in Anspruch. Zudem gebe es für die Gebäude ei ne bessere Verwendung.

In der Tat: es war oft auf dem französischen lande so, daß die Gefängnisse nur einen einzigen Insassen hatten, für dessen Unterhalt ein Gefängnis- k'ch zu sorgen hatte, sofern nicht ausnahmsweise die Göttin des Wärters, an deren Tisch der Sträfling

verpflegt werden konnte, diese Aufgabe mit erledigte. Ein Arzt mußte als Gefängnisarzt gebucht werden. Ein Gefängnisgeistlicher wurde registriert, wenn auch nur nebenberuflich. Und schließlich kam auch noch ein Direktor. Was ein richtiges Gefängnis fein will, kann schließlich auch auf einen Direktor nicht verzichten.

4 272 000 Franken will die französische Regierung mit dieser Maßnahme einsparen, mit der sie den vielen dick gewordenen Direktoren, Wärtern und selbst den Sträflingen die ganze Lust zum Leben und zumSitzen" nimmt

Auch auf Paris übrigens greift die GeMngnis- reform über. Das berühmte Concierge-Gefängnis wird ganz und gar abgeschafft, und aus dem Santö- Gefängnis wird eine Anstalt für Untersuchungs­gefangene.

Auf der Suche nach Attilas Schätzen.

(ur) Wien.

Allmählich entsteht ein regelrechtes Gedränge bei Ungarisch-Altenburg an der Bahn RaabWien. Nun hat sich auch ein 76 Jahre alter, sehr würdig und weise aussehender Bibliothekar um eine Kon­zession bemüht, nach den Schätzen Attilas graben zu dürfen.

Man hat ihm die Erlaubnis gegeben, denn dieses Buddeln ist ja niemandem schädlich und soll für die Fruchtbarkeit des Bodens sogar förderlich sein. Aber man wies den alten Gelehrten darauf hin, daß er auf eigene Rechnung und Gefahr graben und sich mit den übrigen Schatzgräbern, die er dort schon treffe, vertragen müsse.

Attilas Grab und Schätze sind eben Dinge, die mehr als einen Menschen zu begeistern vermögen. Da gräbt z. B. ja auch der Besitzer des Schlosses Aurolzmünster unentwegt nach diesen Schätzen, die er auf rund 40 Millionen Mark schätzt. Er ist übri­gens ganz großzügig und versprach dem österreichi­schen Staate das gesamte Gold und Geld ab­züglich 10 v. H. für eigenen Aufwand wenn er es finde ...

Aber da sind noch andere Schatzsucher; wie z. B. jene Frau, die fest versichert, sie habe eine himm­lische Erscheinung gehabt, in deren Verlauf ihr ver­raten worden sei, wo Attilas Goldschatz ruhe.

Der geheimnisvolle Schwarzsender.

* , (!) Sofia.

In den vergangenen vierzehn Tagen herrschte in den Büros des Sofioter Senders und der Politischen Polizei helle Aufregung, die langsam auch auf die Bevölkerung der Hauptstadt Übergriff. Die Ursache waren Sendungen einer geheimnisvollen Radio­station, deren Standort nicht ausfindiggemacht wer­den konnte. Wilde Gerüchte und Mutmaßungen kamen über den rätselhaften Schwarzsender im Um­lauf. Da einige Hellhörige sogar kommunistische Propagandareden gehört haben wollen, bot die Po­lizei alles auf, um den Sender ausfindig zu machen. Mehrere Beamte hockten ständig vor Empfangs­geräten und Peilapparaten. Was sie indessen ver­nahmen, war nicht geeignet, das geheimnisvolle Dunkel um den Schwarzsender ausfindig zu machen. Bald erklang harmlose Schallplattenmusik, dann wieder ein Pfeifkonzert aus dem Mund eines Unbekannten, alles ab und zu von Störungen und herzhaften Flüchen unterbrochen.

Als alles Suchen vergeblich blieb, wandte sich die Polizei hilfesuchend an die Öffentlichkeit. In allen Blättern erschien die Aufforderung, die Behörden bei der Ausfindigmachung der Station zu unter­stützen. Und siehe da: Am selben Tage noch sprach ein Bursche bei der Polizeidirktion vor und erklärte, er sei der Besitzer des gesuchten Schwarzsenders. Zur Bekräftigung seiner Worte öffnete er eine Kiste, die er unter dem Arme trug, und zeigte den Be­amten seine Sendestation. Hinzugezogene Sachver­ständige mußten sich von der Wahrheit der Angaben überzeugen. Dem allgemeinen Staunen folgte ein peinliches Verhör des jungen Mannes, der sich Ar- nauboff nannte.

Die Erklärungen Amaudoffs lösten schnell das große Rätsel: Als begeisterter Elektrotechniker und Radiobastler hatte er sich mit mühselig ersparten läge und schreibe 250 Lewa (rund 8 Mark) einen kleinen Sender gebaut, mit dem er nun tagtäglich Versuche anstellte. Von einem Nachbarn hatte er sich ein Grammophon ausgeliehen, mit dem er nun die Außenwelt im Umkreise von zehn Kilometer in Aufregung versetzte. Zur Vervollständigung seines Programms pfiff er gelegentlich auch Volksweisen in das Mikrophon. Als er schließlich die Bekannt­machung der Polizei in den Zeitungen las, bekam er es doch mit der Angst zu tun und stellte sich den Behörden. Auf die Vorhaltung, daß ihm nach den Bestimmungen eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis blühe, erwiderte der begeisterte Radiojünger, für die Wissenschaft könne man sich aurf) gern einmal einsperren lassen. Da der kleine Kistensender nach sachkundiger Ansicht in der Tat ein Kunstwerk darstellt, der sympathische Bursche viel Begabung verriet und allgemein gefiel, ließ die Polizei auf höheren Wink Gnade vor Recht er­gehen, um so mehr, als festgestellt werden konnte, bas Arnaudofs weber Kommunist war noch kom­munistische Sendungen binausgegeben hatte. So ging er vollkommen straffrei aus und erhielt dar­über hinaus noch eine Anstellung beim Sofioter Sender. Die gesamte Presse berichtete spaltenlang über des Rätsels Losung und singt ein hohes Lied auf den bulgarischen Amtsschimmel, der diesmal wirklich sehr vernünftig war und nicht gebockt hat.

O.A.-'Spoit

Aordhessische Handball-Sauliga.

1900 empfängt Tv. Kassel-Kirchbauna.

Aus dem 1900-Sportplatz kommt morgen zum erstenmal in der diesjährigen Spielrunde ein Hand­ball-Gauligaspiel zum Austrag. Der ersten Mann- schäft der Spielvereinigung 1900 steht die gleiche des Turnvereins Kirchbauna gegenüber. Der Geg- ner ist der Typ der unaufhaltsam aufstrebenden Dorfmannschaft, wie deren eine nicht unbeträchtliche Zahl in der ersten deutschen Handballklasse eine ge­wichtige Rolle spielen, man denke nur an Tv. Herrnsheim, Tv. Friesenheim u. a. m. Kirchbauna ist zwar noch nicht in derart starker Weise hervor- getreten, aber was die Elf bis jetzt gezeigt hat, sollte vollauf genügen, sie ernst zu neymen: dem Tv. Wetzlar eine 9:5-Niederlage beizubringen, läßt immerhin auf einiges Können schließen. Man wird zwar bei den Kirchbaunaer Turnern keinen tech­nisch vollendeten Handball zu sehen bekommen, aber äußerst forsches und erfolgversprechendes Spiel wird es sein, was sie gefährlich macht. Ein beson­deres Augenmerk wird man dem Mittelstürmer der Gäste widmen müssen, dessen unheimlich scharfe Würfe der Schrecken der Torwächter sind. Die Spielvereinigungsleute werden gut daran tun, sich von vornherein richtig auf den Gegner einzustellen, vor allen Dingen muß die Elf etwas rascher als seither in Schwung kommen und das flüssige Spiel beibehalten. Da die Mannschaftsaufstellung voraus­sichtlich nicht von der vorsonntäglichen abweicht, sollte dies immerhin möglich sein/

Im Anschluß an das Gauligaspiel empfängt 1900's zweite Garnitur die erste Mannschaft des Tv. Wißmar. Die Spielvereinigungsleute werden ihr ganzes technisches und taktisches Können aufbie» ten müssen, um über den flinken Gegner siegreich zu bleiben.

7Mv. I TuSpv. Marburg I.

Der morgige Sonntag sieht den Männerturn­verein Gießen wieder mit drei Mannschaften in der Derbandsrunde, Die erste Elf, die in ihren ersten Spielen etwas nach der unangenehmen Seite ent­täuschte, tritt ihre Reise nach Marburg an, um ge­gen den dortigen Turn- und Sportverein das fällige Verbandsspiel auszutragen. Die Mannschaft des Mtv., gestützt auf neue Kräfte, muß und wird alles aus sich yerausgeben, um in Marburg einigermaßen günstig abzujchneiden; in erster Linie wird es von dem Sturm abhängen, inwieweit er am Sonntag in der Lage ist, die auf gebauten Angriffe der Hin­termannschaft, die sich bis jetzt sehr gut bewährte, zu verwerten. Nach den vorgehenden Spielen zu urteilen, stellt Marburg eine gut eingespielte und vor allen Dingen flinke Elf.

Mtv. II Tv. Hochelheim II.

Die zweite Mannschaft des Männerturnvereins bestreitet in Hochelheim ihr zweites Verbandsspiel. Die Männerturner-Elf, die voraussichtlich in kom­pletter Aufstellung antreten wird, muß sich sehr an­strengen und auf der Hut fein, um nicht eine Ueberraschung zu erleben. Gerade die Landvereine haben in den letzten Jahren an Spielstärke gewon­nen. Eine Voraussage dürste hier nicht am Platze sein, da die Mannschaft des Tv. Hochelheim unbe­kannt ist.

Mlv. Jugend Tv. Langgöns Jugend.

Die Jugend, die ihre Verbandsrun.de mit schönen Erfolgen beginnen konnte, fährt zum Verbandsspiel nach Lang-Göns. Wenn sie mit demselben Eifer und derselben Energie in den Kampf geht wie an den Vorsonntagen, so dürften ihr Sieg und Punkte nicht zu nehmen sein.

Tv. Heuchelheim Tv. Holzheim.

Zu fälligen Verbandsspielen erwartet Heuchel­heim am Sonntag die 1. und 2. Mannschaft von Holzheim. Die erste Else der Gäste ist als spielstark bekannt und dürfte sich deshalb ein spannender Kampf um die Punkte entwickeln. Neber den mut­maßlichen Ausgang der Begegnung der zweiten Mannschaften kann nichts gesagt werden, da die Gäste hier zum erstenmal spielen.

Neuer Epielplau

der Handball-Meisterschast.

Wie im Fußball, so wird auch der Deutsche Handball-Mei st er nach einer neuen Austragungsart ermittelt. Die 16 Gaue wurden in 4 Gruppen eingeteilt, die den Gruppen­sieger nach dem Punktsystem ermitteln. Die Grup­pensieger ermitteln den Deutschen Meister bann nach dem Pokalsystem.

Die Gruppeneinteilung wurde wie folgt vorgenommen: Gruppe I: Ostpreußen, Pommern, Brandenburg, Mitte; Gruppe II: Schlesien, Sachsen, Nord Hessen, Bayern; Gruppe III: Niedersachsen, Mittelrhein, Baden, Württemberg; Gruppe IV: Nordmark, Westfalen, Niederrhein, Südwest.

Die Meisterschaft der Frauen wird nach dem Pokalsystem entschieden.

Oie Spiele der Bezirksklaffe, Gruppe Gießen-Oill.

Das Programm des Sonntags sieht folgende Spiele vor: VfB.-Reichsbahn Gießen FC. Teuto­nia Watzenborn - Steinberg (Reis, Niederflorstadt). TuSV. Naunheim TuSV. 20 Bissenberg (Wis­senbach, Frohnhausen). Oranien 1914 Frohnhausen gegen BC. Sinn (Boß, Wallau).

Die Spiele für 1900 Gießen und SV. 05 Wetzlar mußten abgesetzt werden, da Spieler dieser Vereine (Lippert 1900 und Wohlgemuth 05 Wetzlar) am kommenden Sonntag in der Gaumannschaft spielen. Der Gau XII (Nordhessen) trägt mit einer Nach­wuchself in Bleicherode ein Propagandaspiel gegen den Gau Mitte Sachsen aus. Es ist bas erste Mal, daß Lippert für solche Spiele Berücksichtigung fin­det, Wohlgemuth spielte schon mehrere Male. Es wird gehofft und es ist der Wunsch aller Sport­anhänger nicht nur der Spielvereinigung 1900 Gie­ßen, sondern auch des ganzen Sportkreises Gießen, daß Lippert sich als Verteidiger gut anläßt und seinen Mann steht.

Oie Kreisklaffenspiele am Sonntag.

Heuchelheim tritt in Leihgestern an. VfB. II hat Lich zu Gast. Die Platzbesitzer sollten das Spiel ge­winnen können. Die spielstarke Zweite von 1900 muß nach Großen-Buseck, wo die Trauben sehr hoch hängen. Man erwartet einen unentschiedenen Aus­gang. Grünberg tritt in Krofdorf an, wo der Platz­verein zu seinen ersten Punkten kommen dürfte. Wieseck geht einen schweren Gang nach Lollar, je­doch liegt ein Sieg Wiesecks durchaus im Bereich der Möglichkeit. In Steinberg treffen sich Stein­berg II und Steinbach; ein knapper Sieg Steinbachs ist möglich. Wieseck II wird sich wohl vergeblich nach

Garbenteich bemühen: Punkte wird Garbenteich auf eigenem Platz nicht verschenken. Lollar II dürfte ÖUr? in ir $ -$u. fünften kommen, wogegen Leih- gestern II auf eignem Platz gegen Mendorf nichts 3u bestellen hat. VfB. III muß beweisen, daß die Tabelle zu Recht geführt wird, Wißmar ist ein ®e9ncL der sich erst mit dem Schlußpfiff ge­schlagen bekennt. 1900 III wird sich anstrengen müs- fe. Alten-Vuseck zum Sieg zu kommen. Wieseck HI empfängt Londorf. Die Punkte bleiben Baum in Wieseck. Treis sollte keine Mühe haben, gegen Urunberg II einen Sieg herauszuholen. Kin­zenbach fahrt nach Erda. Krofdorf II muß nach Rod- helm. (Em Sieg der Rodheimer ist sicher. Fellings- Hausen hat Heuchelheim II auf eigenem Platz zu ?aft, Heuchelheim hat die besseren Aussichten. Der Kampf Vetzberg gegen Frankenbach ist offen.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

Die Liga mann sch ast unterliegt am Sonntag einer Zwangspause. Das angesetzte Spiel in Dillenburg kommt nicht zum Austrag, da Lippert zur Gau- mannschaft abgestellt werden muß, die in Bleiche­rode am Harz dem ©au VI (Mitteldeutschland) ent­gegentritt. Der junge Lippert kommt damit erstmals zu repräsentativen Ehren. Die Hoffnung des Gieße­ner Sportpublikums geht dahin, daß er sich dieser Ehre würdig erweisen wird.

Die Ligareserve setzt die Meisterschaftspflichtspiele fort. Diesesmal gastiert sie beim FC. Großen-Buseck. Man erwartet einen ausgeglichenen Kampf. Zu Hause empfängt bie dritte Mannschaft der Spielvereinigung die 1. Elf vom Tv. Alten-Buseck. Die Gäste haben zur Zeit den zweiten Tabellenplatz inne.

Jugendspiele der Spielvereinigung 1900.

Nachzutragen ist der abermalige überlegene Sieg der 1. Jugend vom letzten Sonntag über die gleiche des Lokalgegners VfB.-R. Gießen. Nach dem 14:1- Sieg im Vorspiel lautete diesmal das Resultat 10:0, und zwar auf des Gegners Platz, also wiederum eine famose Leistung. Am kommenden Sonntag tritt die 1. Jugend derTeutonia" Watzenborn-Steinberg in Gießen an und wird ebenfalls nur zweiter Sieger bleiben. Die 2. Jugend 1900s reift zum Pflichtspiel nach Treis (Lda.) Sie wird dort einen schweren Stand haben. Die Schüler reisen mit den erstmals tätigenAlten Herren" zum Wetzlarer Sportv. 05.

DfB.-Michsbahn Gießen.

VfB.-Reichsbahn I Watzenborn-Steinberg I.

Auf eigenem Platze tritt die Liga der gleichen Mannschaft von Watzenborn-Steinberg zum fälligen Punktekampf gegenüber. Die Steinberger, zuerst nur als Heimmannschaft gefürchtet, haben bewiesen, daß sie auch fähig sind auf größeren Plätzen zu siegen. Die Stärke der Mannschaft liegt in der Kampfkraft und in dem unbedingten Siegeswillen jedes einzelnen Spielers begründet. Sie werden auch in diesem Spiele erst bei Schlußpfiff sich ge­schlagen bekennen. Für die Gießener gilt es ihr System erfolgreich gegen das halbhohe Spiel des Gegners durchzufetzen. Voraussetzung für einen Er­folg der Hiesigen ist, daß die Mannschaft trotz des Mißerfolges vom Vorsonntage mit Selbstvertrauen auf ihr Können den Kampf bestreitet. Die Auf­stellung ist die gleiche wie gewöhnlich.

Die zweite Mannschaft trifft in der ersten des VfR. Lich auf einen Gegner, der feine (Erfolge in erster Linie der körperlichen Konstitution seiner Spie­ler verdankt. Wißmar ist Gegner der Dritten. FE.Teutonia^Wahenbvrn-Gteinberg

Am kommenden Sonntag trägt die Ligamann­schaft vonTeutonia" Watzenborn - Steinberg auf dem Waldsportplatz in Gießen ihr 4. Verbandsspiel aus. Die 2. Mannschaft empfängt auf eigenem Platze die 1. Mannschaft vorn Sportverein Steinbach zum Verbandsspiel und wird bestrebt jein, die Nieder­lage vom Dorsonntag in Mendorf a. d. Lahn wieder auszumerzen. Allerdings ijt den Gästen ein kleines Plus zuzusprechen.

Die neuaufgestellte Jugendmannschaft greift am Sonntag erstmalig in die diesjährigen Serienspiele ein und steht der sehr spielstarken Jugend von Spiel­vereinigung 1900 in Gießen gegenüber.

Fußballobteilung des Turnvereins Wieseck.

Wieseck I Lollar I.

Am morgigen Sonntag wird die 1. Mannschaft des Turnvereins Wieseck in Lollar gegen die dortige 1. Mannschaft zum fälligen Verbandsspiele antreten. Es ist das erste Spiel, das Wieseck in der diesjäh­rigen Verbandsrunde auf auswärtigem Platze aus- trägt. Die Mannschaft wird, zumal sie in Lollar auf eine Mannschaft trifft, die auf eigenem Platze dem Gegner wenig Siegesaussichten läßt, alles bergeben müssen, wenn sie den Platzbesitzern ein gleichwer­tiges Spiel liefern und ihren Anhängern keine Ent­täuschung bereiten will.

Die zweite Mannschaft wird in Garbenteich auf einen Gegner treffen, der zu den Spitzenführern dieser Gruppe zählt. Die Platzbesitzer werden wohl alles daransetzen, um Sieg und Punkte für sich zu behalten. Die dritte Mannschaft empfängt auf eige­nem Platze die erste Mannschaft von Londorf. Die Mannschaft, die sich aus fast ausschließlich jungen Kräften zusammensetzt, wird gegen die körperlich stärkeren Gäste einen schweren Stand haben. Die Jugendmannschaft wird in neuer verjüngter Auf­teilung der Jugendmannschaft von VfB. Reichs­bahn Gießen in Gießen gegenübertreten. Hier wer­den wohl die Platzbesitzer die Besseren sein.

Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.

Leihgestern I Heuchelheim I.

Morgen empfängt die 1. Mannschaft der Spvgg. die gleiche des SV. 1920 Heuchelheim zum fälligen Derbandsspiel. Die Gäste, die zur Zeit Tabellen­führer sind, werden schwer zu kämpfen haben, um in Leihgestern ihre Tabellenführung zu behaupten. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzusagen.

Dor diesem Spiel empfängt die zweite der Spvgg. die 1. des SV. Mendorf (Lahn) zum Verbau dssviel. In diesem Spiel werden die Leihgesteruer den Kür­zeren ziehen. Den Reigen eröffnet die Jugendelf. Sie erwartet die 1. Jugend des SC. Daub ringen. Dieses Spiel ist ebenfalls ein Verbandsspiel. In diesem Spiel dürften die Nachwuchsleute der Spvgg. als sicherer Sieger zu erwarten sein.

Zußballabteilung des Tv. Kinzenbach.

Die erste Mannschaft fährt zum Verbandsspiel nach (Erba. Es wird dies das bisher schwerste Hin­dernis für die Mannschaft geben. Sie muß daher auf dem Damm sein, wenn sie den Platzbesitzern die wichtigen Punkte abgewinnen will. Die Jugend wird auch aus dem Spiel in Krofdorf keine Punkte mit« bringen.