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Kreundschafiskampf im Gingen.

Gießen Friedberg 7:12.

Am Sonntag weilte die erste Ringermannschaft des GießenerKraft- und Sportklubs" in Fried­berg, um gegen den dortigenStemm- und Ring­klub" einen Freundschaftskampf auszutragen. Durch die Disqualifikation des ausgezeichneten Gießener Leichtgewichtlers Vetter, der vorher seinen Geg­ner Stab zweimal einwandfrei besiegte, wurde die Gießener Mannschaft um den sicheren Sieg ge­bracht. Der Ausschluß von Vetter geschah aus einem nichtigen Grund und selbst das Friedberger Publi­kum protestierte gegen dieses Urteil. Auch die übri­gen Gießener Ringer wurden bei den kleinsten Fehlern verwarnt. Die Verwarnung eines Ringers bedeutet für seinen Gegner Gewinn in der Wer­tung. Bei normalem Verlauf wäre Gießen mit 10:9 Sieger geblieben.

Verlauf der einzelnen Kämpfe.

Bantamgewicht: Walter (Gießen) hält sich gegen den erfahrenen Holler (Friedberg) sehr gut, wird aber von diesem überraschend in vier Minu­ten durch Armzug besiegt. 3:0 für Friedberg.

Federgewicht: Gegen den routinierten Fun.k (Gießen) hatte Roll (Friedberg) nicht viel zu be­stellen und erlag einem brillanten Schleuderet des Gießeners 3:3.

Leichtgewicht: Hier ist der junge Gießener Vetter (J.-R. 15) seinem Gegner Stab glatt über­legen. In der 12. Minute wird er dann disqualifi­ziert. 6:3 für Friedberg.

Weltergewicht: In Stoll (Friedberg) und Klotz (Gießen) stehen sich zwei zähe Ringer gegen­über. Der Kampf geht über die Zeit. Der Fried­berger bekommt einen knappen Punktsieg zuge­sprochen. 8:3 für Friedberg.

Mittelgewicht: Auch dieser Kampf geht über die Zeit. Wagenpfeil (Gießen) und Heinzmann (Friedbera) trennen sich nach gleichen Leistungen unentschieoen. 9:4 für Friedberg.

Halbschwergewicht: Meininger (Gießen) hielt sich gegen den jungen und bedeutend schwere­ren Toskani (Friedberg) überraschend gut. Als Toskani in der 9. Minute einen Ausheber aus­führte,, berührten Meiningers Schultern flüchtig die Matte. Meininger war durch eine Verletzung stark gehindert. 12:4 für Friedberg.

Schwergewicht: Hier gab es einen kurzen Kampf zwischen Born (Friedberg) und Belloff (Gießen). Belloff faßte in der 2. Mmute einen blitz­schnellen Hüftschwung und kam dadurch zum schnell­sten Sieg des Tages.

Monatsversammlung

des $ 6.Teutonia" Watzenborn- Steinberg.

Dieser Tage sand eine außerordentliche Mitglie­derversammlung de^ FC.Teutonia" Watzenborn- Steinberg im Vereinslokal, Wirtschaft zurWil- helmshohe" statt. Der Vereinsführer begrüßte die Mitglieder. Alsdann berichtete er über die Versins- oefchichte der letzten Zeit und stellte fest, daß seit Beendigung der'Sommersperre ein merklicher Mit- aliederzuwachs zu verzeichnen sei. Anschließend re­ferierten Schriftführer, Rechner, Jugendleiter und Werbewart über geleistete und noch zu leistende Ar­beit. Die Referate mürben von den Anwesenden mit Aufmerksamkeit verfolgt und nach dem Schlußwort des Vereinsführers, in dem er den Spielern für die kommenden Verbandsspiele strenge Disziplin zur Pflicht machte, beschloß er die harmonisch verlaufene Versammlung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den deutschen Sport sowie auf unser oller Führer und Volkskanzler Adolf Hitler.

Abschluß des Siegener Reitturniers.

Zum Schlußtag des Siegener Reitturniers hatten sich am Sonntag trotz des regnerischen Wetters etwa 4000 Zuschauer eingesunden. Im Vordergrund des sportlichen Programms stand ein schweresJagd- springen, das in einen erbitterten Zweikampf zwischen Abendglanz und Bianka ausklang. Beide hatten zunächst den Kurs fehlerfrei absolviert, und erst nach zweimaligem Stechen wurde in Bianka unter Oberleutnant Brandt die Siegerin er­mittelt. Oberleutnant Brandt kam anschließend im

Varrierenspringen mit Turmfink zu einem neuen Erfolge.

Auch am Samstag hatte es trefflichen Sport ge­geben. In einem Jagdspringen der Klasse M starteten 46 Teilnehmer. Mit 0 Fehlern und 70 Sekunden erhielt Frau Beckers Landesfürst die Goldene Schleife. Hart umstritten war das Glücks- Jagdspringen (Kl. M). Fridericus unter Ober­leutnant Schlickum ging aus diesem Wettbewerb als Sieger hervor mit 127 Sekunden vor Oberleut­nant Huffmanns Jmmertreu.

Nach Zinnland gegen Frankreich.

Für die deutsche Leichtathletik ist der September ein ereignisreicher Monat. Nach dem Länderkampf gegen Schweden und den Europameisterschaften in Turin ist am Wochenende Finnland in Berlin unser

IC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg I. Mannschaft I. MannschaftOranien" Frohn­hausen 5:3 (1:2).

Die erste Mannschaft der Teutonen, in der in letzter Minute der rechte Läufer ersetzt werden mußte, und dadurch eine kleine Umstellung notwen­dig wurde, lieferte im ersten Verbandsspiel eine ganz ausgezeichnete Partie. Obwohl die Gäste in der ersten Spielhälfte durch ihre ungeheure Wucht und Schnelligkeit etwas mehr vom Spiel hatten, gehörte die zweite Halbzeit ganz der Platzmann­schaft. Rach Spielbeginn sah man zuerst verteiltes Spiel. Rach neun Minuten hieß es 1:0 für die Teu­tonen. Doch es dauerte nicht lange und in der 13. Minute glich der Gästerechtsaußcn aus und in der 32. Minute führte gar Frohnhausen durch schönen Schuß des Linksaußen mit 2:1. Bis zur Halb­zeit änderte sich nichts mehr am Resultat.

Nach Wideranstoß lagen die Teutonen dauernd in Angriff und nach einigen Minuten war durch schöne Leistung des Halbrechten der Ausgleich ge­schaffen. Auch in der Folge blieben die Einheimi­schen im Angriff, kamen aber durch das aufopfernde Spiel derDränier" zu keinem Erfolg, bis dann Fett in der Mitte der 2. Halbzeit einen Strafstoß aus etwa 30 Meter Entfernung mit unheimlicher Wucht in die Maschen setzte. Eine Minute später gab es wieder einen Strafstoß an derselben Stelle und aber­mals wird er von dem Strafstohspezialisten einge­schossen, doch als der Ball gerade die Linie über­schritt, wurde der Rechtsaußen abseits gepfiffen. Es dauerte aber nicht lange und ein schöner Kom­binationszug wurde erfolgreich abgeschlossen. So

Gast. Eine Woche später erwartet man in Magde­burg die Franzosen zum neunten Länderkampf. Die acht bisherigen Begegnungen gegen Frankreich wur­den sämtlich gewonnen, auch der neunte Kampf dürfte mit einem deutschen Siege enden. Die deutsche Mannschaft wird in der gleichen Aufstellung wie gegen Finnland antreten, nur fallen bei dem Kampfe gegen Frankreich die Wettbewerbe im 400-m-Hür- den-Lauf, 10 000-m-Lauf, Dreisprung, Hammer­werfen und 1500-m-Lauf weg.

Europa-Zlug: Alle Deutschen in Tunis.

Die nur 775,6 km lange Strecke von Maison Blanche bei Algier nach dem Flughafen El Aouina bei Tunis, bei der nach etwa 300 km die Oase Biskra überflogen wurde, bereitete den Teilnehmern so gut wie keine Schwierigkeiten. In der Zeit zwi­schen 10.58 und 12.15 Uhr trafen zahlreiche Be­werber in Tunis ein, darunter auch die deutschen Teilnehmer Hubrich, Osterkamp, Junck, Pasewaldt, Francke, Bayern, Seidemann und Hirth.

blieb das Spiel denn 4:2 bis drei Minuten vor Schluß stehen. Der Kampf wogte hin und her und man hatte sich schon allgemein mit diesem Resultat abgefunden. Doch es sollte anders kommen! Ein Durchbruch brachte den Frohnhäusern das dritte Tor. Nochmals Anstoß! Der Ball kam in den Straf­raum der Gäste. Hier mar der Ersatzlinksaußen Haas zur Stelle und der fünfte Treffer landete im Netz. Doch ertönte wiederum der Abseitspfiff. Dies­mal war es der Mittelstürmer, der abseits stand. Der Freistoß wurde von dem Mittelläufer abgefan­gen und der letzte Kombinationszug rollte in den Gästestrafraum. Hier unterband ihn der Verteidi­ger und den fälligen Elfmeter jagte der schußge­waltige linke Läufer mit dem Schlußpfiff zum fünften Treffer in die Maschen. Damit war der jederzeit faire und von Anfang bis Ende tempera­mentvoll durchgeführte Kampf beendet. Die Gäste hinterließen einen sehr guten Eindruck.

Schiedsrichter Miller, Wetzlar, leitete ganz ausgezeichnet.

Teutonia Watzenborn-Steinberg II Leih­gestern II 2:1 (2:0).

Ebenso wie die erste Mannschaft sicherte sich auch die Zweite im Spiel gegen Leihgestern die wert­vollen Punkte. Die stark verjüngte Mannschaft der Teutonen konnte gefallen. Sie lagen bei Halbzeit mit 2:0 in Führung. Bei etwas mehr ^chußvermö- gen des Sturmes hätte das Resultm höher aus­fallen können. Bemerkt sei noch, daß Leihgestern in den letzten Minuten einen Ellfmeter verschoß und damit einen Punkt ausließ.

Der entscheidende Kampf -er Leichtathletik - Europameisterschaften.

! -

©in Zielbild des 100-Meter-Laufes. Der Sieg, der zunächst dem Deutschen Borchmeyer (ganz links) zuerkannt war, wurde später nach holländischem Protest auf Grund der Ziel- Photographie dem Holländer Berger (ganz rechts) zugesprochen.

Kußball im Bezirk Lahn-Dill.

Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Spvgg. 1926 Leihgestern I FL. Grünberg I. 4:3.

Am Sonntag empfing die erste Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern die gleiche des FC^ Grünberg zum ersten Verbandsspiele. In der ersten Halbzeit schossen die Blau-Weißen in regelmäßigen Abständen drei Treffer, denen die Gäste aus Grün­berg nichts entgegenzusetzen hatten. In der zweiten Halbzeit ließen die Einheimischen im Gefühl des sicheren Sieges etwas nach; dadurch kamen die Gästs auf und verkürzten kurz hineinander auf 3:2. Dis Leihgesterner drehten nun noch einmal auf und es gelang ihnen auch, noch ein viertes Tor zu schießen. Die Grünberger hatten in der Folge nicht mehr viel zu bestellen. Die Leigesterner begnügten sich anderer­seits mit dem 4:2-Ergebnis. Die Gäste kämpften

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aber weiter, und fast mit dem Schlußpfiff landets ein harmloser Schuß des Gäste-Mittelstürmers im Tor. Der Schiedsrichter war dem Spiele ein ge­rechter Leiter.

Die zweite Mannschaft absolvierte ebenfalls ihr erstes Verbandsspiel gegen Teutonia Steinberg II. Das Spiel fand in Steinberg statt und wurde nur knapp 1:2 verloren.

Die Jugend war zum Gesellschaftsspiel in Butz­back bei der Jugend des VfR. und mußte eine Nie­derlage von 5:0 (1:0) hinnehmen.

Weitere Ergebnisse:

Launsbach Rodheim 2:4.

Erda Fellingshausen 3:0.

Kinzenbach Krofdorf-Gleiberg II 14:2.

Frankenbach Hohensolms: Hohensolms nicht angetreten.

Deutsche Tennissiege in Budapest und am Lido.

Bei den ungarischen Tennismeister« schäft en inBudapest wurde am Samstag im Herreneinzel um den Eintritt in die Vorschlußrunde gekämpft. Der Berliner Heinrich Henkel war knapp, aber sicher mit 10:6, 6:4 über den Ungarn Straub erfolgreich, dagegen wurde Kai Lund (Ber­lin) von dem Tschechen Hecht mit 6:2, 6:2 ausge­schaltet. Die beiden anderen Vorschlußrunden-Teil- nehmer sind Gabrovits (Ungarn) und Tloczynski (Polen). Für das zweite Herreneinzel um den Emmerich-Pokal ergeben sich die Vorschlußrunden- Paarunaen Hecht gegen Henkel und Zafka gegen Tloczynski. Im Herrendoppel kamen die Deutschen Henkel-Lund über die Ungarn Gebr. Drie- tomski mit 6:1, 4:6, 8:6 eine Runde weiter, und im Dameneinzel war Frau Schomburgk mit 6:1, 6:2 über die Engländerin Trevors siegreich.

Deutsche Tennissiege gab es auch beim inter­nationalen Lido-Turnier in Venedig. Gottfried von ©ramm schlug im Herreneinzel den Italiener Palmieri 6:2, 6:2, 6:3, während Cilly Außem zusammen mit der Französin Rosambert im Damendoppel über Scriven-Walerio 6:2, 6:3 erfolg­reich war. Im Herrendoppel wurden die Deutschen von ©ramm und Kleinschroth von Malfroy-Sted- man 6:3, 7:5, 8:6 ausgeschaltet.

Arn Montag wurde das Baden-Badener Tennis-Turnier abgeschlossen. Morczek-B^- nard sicherten sich das Gemischte Doppel mit 6:4, 6:4 über Wedekind-Gottschewsky und im Damen­doppel siegten Hammer-Stroink 6:2, 6:3 über Hein- Wedekind. Das Herrendoppel wurde wegen des schlechten Wetters nicht zu Ende geführt.

Kurze Sportnotizen.

167 Nennungen sind für das am Sonntag stattfindende Schleizer Dreiecks-Rennen eingegangen. Davon entfallen 105 auf die Meisterschaftswett­bewerbe, den letzten Lauf zur deutschen Motorrad- Straßenmeisterschaft.

*

Cilly Außem siegte im letzten Wettbewerb beim Lido-Tennisturnier in Venedig im Damen­einzel mit 6:3, 7:5 über die Engländerin Peggy Scriven. Die Kölnerin gewann damit den Pokal des Königs von Schweden.

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In tiefem Schmerz:

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