Kür -en Büchertisch.
Gedichte.
— Will Vesper: Kranz des Lebens. Gesamtausgabe meiner Gedichte. Verlag Albert Langen/Georg Mueller, München. 1934. — (247) — Die Fülle von Gedichten, die Will Vesper hier ver- öfsentlicht, läßt den ganzen Umfang seiner Gaben und seine schlichte, ungekünstelte Art erkennen. Don der Heimat singen seine Verse, ein Eichendorfs- Klang, ertönt dabei in unserem Herzen, vom Tagesund Jahreslauf, und immer erleben wir die Schön- heit dieser Welt wie das Geschenk eines gütigen Gottes. Dom Leben der Menschen singt er, vom Sinn des Lebens, von der Liebe zwischen Mann und Weib, die innigsten Töne gelten dem tiefen Wunder der Menschwerdung, dem geheimnisvollen Weben zwischen Mutter und Kind. Und wenn seine Verse den stillen Raum der engen Familiengemeinschaft verlassen jmb die größere Heimat, Volk und Vaterland besingen, dann hören wir gebannt auf den kämpferischen Mann. Die Fülle der Gedichte, die Schlichtheit und Herzlichkeit des Vesperschen Tones machen — in Verbindung mit dem geschmackvoll-freudigen Einband — das Buch zu einem rechten Geschenkwerk.
— Hermann Claudius: Mank Muern. Ein niederdeutsches Gedichtbuch. Vermehrte und durchgesebene Auflage. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München. — (246) — Die Lieder, die Claudius singt, Lieder vom großen Hafen und feiner Arbeit, von der Fabrik und den kargen Freuden, die dem Menschen nach Feierabend blühen, Lieder von Lachen und Trauer, von Kinderlust und Ju- qendübermut — sie halfen mitprägen das ernste Arbeitsgesicht unserer neuen Zeit. Die von genauester Anschauung gesättigte Bildkraft seiner Verse, die ursprüngliche Fülle seiner plattdeutschen Sprache, der eigene Stimmungston, der alle seine Gedichte auszeichnet, macht dieses Gedichtbuch zu einem Gewinn für jeden Leser. Hans Grimm, der Schöpfer des Buches „Volk ohne Raum", hat von diesen Versen gesagt: „Sie taten der Seele wohl und schenkten ihr vor der Nacht ein Lächeln über die Nacht hinweg".
Märchen und Schwänke.
— Brüder Grimm: Buntes Spiel. Der Grimmschen Märchen dritter Teil. (Insel- Bücherei Nr. 443.) Im Insel-Verlag zu Leipzig. — (145) — Hiermit wird die drei Bändchen umfassende Auswahl der Grimmschen Märchen in der Insel-Bücherei abgeschlossen. Nach den „Hausmärchen" und der Sammlung „Mutiges Herz und starke Hand" zum guten Beschluß ein „Buntes Spiel": hier ist eine Gruppe von Märchen zusam- mengefaßt, die alle innerlich ein wenig verwandt und zusammengehörig erscheinen und vielfach durch einen heiteren Grundton oder Beiklang ausgezeichnet sind; es gehören dazu neben minder bekannten Stücke der berühmten Sammlung so vertraute und geliebte Geschichten wie „Das tapfere Schneiderlein", „Der Frieder und das Katherlieschen', „Das Waldhaus" und „Der gestiefelte Kater". Möchten die kleinen schmucken und handlichen Bändchen der Insel-Bücherei dazu beitragen, die Freude an diesem unverwelklichen Besitz unseres Volkes lebendig zu halten und auch die großen Leute für eine kleine Weile wieder einmal in das geliebte Märchenparadies ihrer Kinderzeit zurückzuführen.
— Das Jahrhundert des Humanismus und der Reformation hat in Deutschland eine außerordentlich reiche Literatur hervorgebracht, von der dem großen Publikum — wenn man etwa von den Namen Luthers und Hans Sachsens absehen will — nicht viel bekannt oder gar geläufig geworden ist. Besonders fruchtbar war die Renaissancezeit bei uns auf drei Gebieten: auf dem des Dramas, der Satire und der Streitschrift, und endlich der volkstümlichen Schwanksammlungen, die sich damals allgemeiner Beliebtheit erfreuten. Aus dem reichen Schatze jener Schwankliteratur, die heute zum größten Teil der Vergessenheit anheimgefallen ist, hat der Insel-Verlag eine wohlgelungene Kostprobe zusammengefaßt: als Bändchen 457 der Insel-Bücherei (Preis 80 Pf.) erschien unter der Ueberschrift „Die Schellenkappe" eine Reihe altdeutscher Schwänke aus den Sammlungen des Ib.'Jahrhun- derts, ausgewählt von Severin R^üttgers, der damit dankenswerterweise ein Stück unverdientermaßen verschollenen und noch heute leicht, unterhaltsam und ergötzlich lesbaren Volksschrifttums für die Gegenwart zu neuem Leben erweckt hat. —<311)
Deutsche Erzähler.
— Ern st Wiechert: „Die Majorin. Eine Erzählung. In Leinen gebunden 4,80 Mark. Verlag Albert Langen/Georg Mueller, München. — (347) — Ein Mann kehrt von den Toten zurück und findet nach viel Bitterkeit und Unrecht, nach zornigem Aufbegehren und sinnlosem Wüten gegen das Schicksal wieder den Weg zum Leben, geführt von der Hand einer gütigen Frau. Weit ist der Weg von der Unrast der Landstraßen und der Unruhe des Herzens bis zur großen Ruhe der Wälder, zum ewig gleichbleibendem Rhythmus von Säen, Blühen und Ernten auf den Aeckern der Heimat. Und es gehört viel Leid und Ergebung in das Leid dazu, bis man einsieht, wie aut es ist, daß große Dinge auf der Welt sind wie Feld und Wald, zwischen denen der Mensc ganz stillsitzen kann, ohne daß sie viel Aufhebens davon machen. Solche Bücher sind nicht häufig, in denen eine Fülle von Menschen mit Schuld, Fehlern und Unzulänglichkeiten und mit den großen Gaben reiner Herzen und demütiger Seele mit gleicher Meisterschaft gestaltet ist wie das Wachsen der Blumen, die stille Schönheit der Kreatur und das unergründliche Geheimnis von Wald und Moor. Die Ganzheit des Lebens immer im Blick zu haben, das ist die Gabe des echten Dichters.
— Karl Benno von Mechow: „Sorge n f r e i". Verlag A. Langen-G. Müller, München. Kleine Bücherei Bd. 36. Preis 80 Pf. — (315) — Der Feldzug ist zu Ende, der Krieg ist zerbrochen und die tiefe Melancholie des Endes hängt über den reitenden Kolonnen auf ihrem Rückzug durch Kurland. Ein Schloß liegt am Wege, auf dem ein einsamer deutscher Verwalter sich müht und sorgt, ein glückloser Mensch, obwohl eine Frau von beglückender Anmut ihm zur Seite steht. Die Revolutionswirren gehen über das Schloß hinweg, die Frau fällt einer Kugel zum Opfer — war es ihr Mann selbst, der sie erschoß, um sie vor Schlimmerem zu bewahren? Lange noch klingt das Schicksal dieser Menschen tn uns nach, doch bleibt der Glaube an das Unzerstörbare im Menschen trotz allem Grauen und aller Vernichtung.
eora üeidjner: Petulak, der E s - Ein Lebenskampf in der Arktis. 196 Seiten.
eine Remer-Biographie
,en Män-
useinan-
Bildende Kunst, Mnsik nnd Mm
wenn das Korn sich dem Winde beugt.
— Georg Leichner: Petulak, der Eskimo. Ein Lebenskampf in der Arktis. 196 Seiten.
— Harald Laeuen: Oestliche Agrarrevolution und Bauernpolitik. Verlag Wilhelm Gottlieb Korn Breslau. Ganzl. 4.— RM., kart. 3.— RM. — (148) ,— Der nahe Osten vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer ist heute in innerem Aufruhr. Die Bauernfrage ist das Schicksal dieser Agrarländer. Die Bodcnenteignung in Rußland und den östlichen Randstaaten hat in der Praxis zu einer kapitalistischen und internationalen
in der Operette und im Tonfilm gleicherweise ausgezeichnet. — In Wien ist Liane Haid als älteste in einem Dreimäderlhaus geboren; ihre Laufbahn begann beim Wiener Hofopernballet. Als man für den Film eine „Lady Hamilton" brauchte, holte man Liane von Wien nach Berlin. — Brigitte Helm, deren Profil man aus vielen stummen und tönenden Filmen kennt, wurde von Fritz Lang entdeckt. — Conrad V e i d t hatte als Schulknab'e die Absicht, die medizinische Laufbahn einzuschlagen. In Berlin kam er zum Theater; heute gehört er zu den bekanntesten deutschen Schauspielern. In seiner
fammen. Schon heute findet die neue deutsche Agrarverfassung starken Widerhall in den bäuerlichen Gebieten des Ostens. Darum müssen wir bei der Sied-
„Wer Fritzina"
Im Gießener Verlag von Emil Roth erschien soeben unter dem Titel „Unser Fritz in g. Ein Lebensbild Fritz Reuters" eine Biographie des berühmten mecklenburgischen Dichters von Werner Siebold. (144 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. — 348.) Die Arbeit stützt sich, wie die Quellenangabe des Verfassers am Schluß ausweist, abgesehen von Reuters Werken, auf die Schriften „Aus Fritz Reuters jungen und alten Tagen , „Fritz Reuter-Reliquien" und „Fritz Reuter-Studien" von Karl Theodor Gaedertz und auf Reuters Briefe an feinen Vater; trotz dieser gründlichen Auskunft hat Siebold nicht die Form der wissenschaftlichen Biographie gewählt, sondern er schildert das bewegte, an Schicksalsschlägen reiche Leben des Dichters der „Strom- tid" im Rahmen einer fesselnden, zusammenge- drängten und handlungsreichen Erzählung — von der Eheschließung der Eltern Reuter bis zum Tode des zuletzt hochberühmten Sohnes am 12. Juli 1874. Zwischen den so bezeichneten äußersten Polen der Erzählung entfaltet sich ein mit vielen Episoden und anekdotischen Zügen geschmücktes, auch kulturhistorisch reizvolles Bild vom irdischen Wandel Reuters, von seinem Lieben, Leiden und Kämpfen, von seiner schrittweisen Entwicklung zum gelesensten plattdeutschen Dichter. Die Schülerjahre und die Studentenzeit vor allem sind eingehend geschildert — mit Recht, denn von der Jenaer Burschenschaft führte Reuters Weg unmittelbar in die lange „Festungs- tid" in Dömitz. Sehr anschaulich wird ferner Reuters erste Liebe geschildert, seine ersten poetischen Versuche, seine Redakteur- und Hauslehrerzeit, die Ehe
A. H. Payne, Verlag, Leipzig. — (338) — Ein Volksbuch für alle, die sich Freude an packenden Erzählungen, an schönen Bildern von den Wundern und Schrecken der Natur bewahrt haben. In feierlicher Stille träumt die Winternacht mit ihren flammenden Nordlichtern. Scharfe Schlagschatten liegen über dem wiloen Geröll des Packeises, und mit Schaudern erblickt man die endlose Eiswüste. Als freier Herr auf freiem Land, wie ein kleiner König in feinem kleinen Reich, lebt hier der Eskimo. In verständnisvoller Darstellungsweise schildert ein bekannter Forscher hier den tragischen Untergang eines Eskimostammes und seines Helden „Petulak". Zahlreiche vom Autor selbst gemachte Aufnahmen beleben die fesselnde Darstellung.
in Brahms' Leben, sein Ringen als Mensch und Künstler, wird klar gezeichnet, die grundlegenden Gegensätze zwischen seiner Wesensart und der eines Wagner, Bruckner, Hugo Wolf aufs glücklichste gestaltet. Dabei gibt er ebensowohl Betrachtungen über Brahms Zahlenmystik wie heitere Anekdoten um Brahms, weiß also die verschiedenartigsten Ansprüche zu befriedigen. Also etwas Neues find ein Register über <-ie Widmungen Brahmsfcher Werke und besonders eine biographische Tabelle anzusprechen, durch die die Welt, in der Brahms lebte, umfaßt und fein Lebensschicksal dem tiefer nochmals vor Augen geführt wird.
— „Hausmusik für Alle" heißt eine neue Notenreihe, von der im Verlag Ullstein, Berlin SW 68, die drei ersten Hefte erschienen sind:. 1. Kleine Stücke alter Me ist er; 2. Klänge der Klassiker; 3. Musik der Romantiker. — (322) — Hier ist auf leichte Spielbarkeit entscheidender Wert gelegt. Dennoch sind nur Stücke von großem musikalischen Wert herangezo- gen. Aus Kantaten, Symphonien, Kammermusikwerken und Opern von Bach, Händel, Gluck, Scar- latti, Martini und Dittersdorf, von Haydn, Beethoven und Mozart, von Schubert, Brahms und andern großen Meistern hat man Bekanntes und weniger Bekanntes für Klavier, zwei Geigen und Cello ganz leicht gefetzt. Bei einiger Begabung kann wohl schon mitspielen, wer ein bis zwei Jahre Musikunterricht hatte. Es sind jeweils vier
werk spiegelt.
Robert Hernried: Johannes Brahms. (Musiker-Biographien 27. Band.) Mit einem Werkoerzeichnis, einer biographischen Tabelle und einem Widmungs-Register. Reclams Universal- Bibliothek Nr. 7251/52. — (223) — Diese Lebens- beschreibung stützt sich nicht nur auf unveröffentlichtes Material, sondern ist auch in Aufbau und . , „
Gestaltung anders gehalten als alle früher erfchie-1 ganzen Vielseitigkeit zeigt ihn das „Illustrierte neuen Lebensbeschreibungen des Meisters. Die Tragik l Filmbuch".
— Zeitlose Kunst. Gegenwartsnahe Werke aus fernen Epochen. 132 Aufnahmen. Gesammelt, gesichtet und erläutert von Ludwig Goldscheider. 3,25 Mk. Im Phaidon-Verlag, Wien. — (290) — Das ist keine Kunstgeschichte im landläufigen Sinne, kein streng wissenschaftliches oder auch nur irgendwie systematisches, aber ein höchst interessantes, aufschlußreiches und oft verblüffendes Buch, das sich nicht so sehr (ober jedenfalls nicht ausschließlich) an den Kunstgelehrten als vielmehr an den kunstliebenden Laien wendet. Ein kundiger Sammler hat hier in jahrelanger Arbeit aus den Museen und aus dem Privatbesitz der ganzen Welt Aufnahmen von Kunstwerken zusammengetragen und antholo- gisch zu einem Bilderbuch vereinigt; man findet hier Werke der bildenden Kunst aller Völker aus vier Jahrtausenden, die nichts weiter miteinander gemein haben als dies, daß sie zeitlos genannt werden dürfen in einem sehr bestimmten Sinne: der Betrachter wird von ihnen angesprochen, gefesselt, überrascht, betroffen gemacht, ja zuweilen erschüttert, weil diese Kunstwerke, von denen er vielfach sicher kaum den Namen kennt, nichts irgendwie Fremdes oder Historisches an sich haben, sondern über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg so unmittelbar, lebensvoll und gegenwärtig auf uns wirken, als ob sie zeitlich und räumlich aus einem sehr nahen und ganz vertrauten Umkreis hervorgegangen wären. Der Eindruck wird noch verstärkt durch eine ausgezeichnete, oft auf raffinierte Ausschnitte gerichtete Photographie und Reproduktion. Man wird nicht müde, in diesem Buch der Bilder zu blättern, und man wird immer neue Anregungen finden, neue Beziehungen und Parallelen entdecken. Der Text zu jedem Bilde ist ganz knapp, oft auf die nötigen Daten beschränkt, vielfach aber auch in aller' Kürze den Beschauer auf das Wesentliche hinlenkend. So ist auf diesen 132 Blättern nicht nur eine ästhetisch überaus befriedigendes und bestechendes Anschauungsmaterial vereinigt, sondern, in den rechten Händen, auch ein weit ausgreifender und vielfältig auszuschöpfender Bilderatlas zur Einführung in die Grundbegriffe und Hauptprobleme der Malerei und Plastik. —v—
— Ludwig Richter, der deutsche Mensch und Künstler. Ein Gedenkbuch zu seinem 50. Todestag für Jugend und Volk. Herausgegeben von Eduard R o t h e m u n d (Leiter der Reichsstelle für das Ju- qendfchriftentum bei der Reichsleitung des NSLB., Bayreuth). Umfang 32 Seiten. Mit reichem Bild- fchmuck. Verlag Georg Wigand, Leipzig. — Eduard Rothemund schrieb in schlichter, eindringlicher Spra- che diese Lebensbeschreibung und Würdigung Ludwig Richters, die besonders als Schul- und Klassenlektüre geeignet erscheint. Sie vermitteln den un-! zerstörbaren Eindruck deutscher Geisteshaltung und künstlerischer Durchdringung wahrhaft erfühlter Heimatliebe, wie sie sich in Ludwig Richters Lebens-
Deutsche Jugend.
— So war die Jugend großer Deutscher. Paul von Hindenburg, Adolf Hitler, Ferd. Graf von Zeppelin, Alb. Leo Schlageter, Oswald Boelcke in ihrer Kinder- und Jugendzeit. Nach Erinnerungen, zeitgenössischen Berichten und Dokumenten. Von Artur Georg Richter. Mit 15 ganzseitigen Bildern. Südd. Derlagshaus G. m. b. H., Stuttgarts. Kart. 2,20 Mk., Geschenkleinen 3,25 Mark. — (138) — Hier ersteht, vom Leben geschrieben. die Jugend von fünf deutschen Männern, beren Wesen zum eisernen Bestand des deutschen Lebensideales gehört. Ob der elfjährige Kadett Hindenburg jein Testament macht, als er das Elternhaus verlassen muß, ob der kleine Adolf Hitler in einem Trog über das brausende Wehr des heimischen MühGachs fährt oder ob Albert Leo Schlageter als sieben Jahre alter Knirps ein Bauernhaus vor dem Abbrennen bewahrt, immer wandern wir durch ein Jugendland, das bunt und reich ist an heiteren und ernsten Erlebnissen, an lustigen Streichen und ernsten Bestrebungen, aus denen heraus und mit denen die Persönlichkeiten sich entwickelt haben, die wir in unseren großen Deutschen lieben und verehren.
— Goetz Sternegger: „Kerls seid ihr!" Jugend marschiert zum Führer. Illustriert von Werner Chomton. Oktav. 1,50 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — (123) — Ein Werk des Willens und des Charakters bedeutet das Unternehmen von Lübecker Primanern, Hitler- jungen, Stahlhelm- und VDA.-Kameraden, die im Oktober 1933 280 Kilometer nach Berlin zum Führer marschierten und wieder zurück. Sie überreichten ihm eine selbstgebaute Kogge. Hell leuchteten die Augen des Führers. Die Jugend seines Volkes stand vor ihm. Hitler blickte auf das Schiff. „Kerls seid ihr!" sagte er staunend. Das Buch ist eine getreue Darstellung des ganzen Unternehmens. Hier findet der Geist der deutschen Jugend überzeugenden Ausdruck.
— Horst Biernath: Sieben unter einem Huth. Roman. Ganzleinen 3,80 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW 68. — (337) — Es ist die Geschichte einer Drima, die nur sieben Schüler zählt, und diese sieoen erhalten von einem ehemaligen Schüler ihres Gymnasiums 20 000 Mark aus Bahia geschickt. Was soll nun mit dem Geld geschehen? Vorschläge aller Art tauchen auf. Kameradschaftsgeist setzt sich durch für eine große Sache, die nicht nur ihnen, sondern auch der Schule dient. Es geht auch hierbei nicht ganz ohne Reibungen ab. Differenzen entstehen, alte Freundschaften drohen zu zerbrechen — aber dann schreitet das Werk dock; seiner Vollendung entgegen. Liebevoll sind diese sieden prächtigen Jungens dargestellt, ihre Welt, ihre Sorgen und Freuden sind mitgefühlt; jeder Junge wird das Buch begeistert lesen, jeder Vater wird wieder so jung wie diese „Sieben unter einem Hut".
— Berndt Caspar Klingenberg: Der Jung bau er. Die Geschichte von Klaus dem Jüngeren und Larkin dem Millionär. Mit einem Geleitwort von August Hinrichs. Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. Ganzleinen 4,80 Mark. — (346) — Das Leben Klaus des Bauern läuft nicht im engen Kreise ab. Das Schicksal zerbricht ihn beinahe, nimmt ihm, dem Erben, seinen Hof und wirft ihn heraus aus dem Lebensbezirk, der bisher seine Welt war. Er beißt die Zähne zusammen und wandert aus. In Amerika schlägt er sich durch
— Dein Weg, deutsche Jugend. Der Kampf ums Lebensideal für alle jungen Männer, für alle jungen Mädchen. Jahre des Reifens. — Der Wille zur Ehe. Von Georg E h r h a r t. Steif kartoniert 2,20 Mk. Geschenkleinen 3,50 Mark im Walter Hädecke-Verlag, Stuttgart-^. — (136) — Fesselnde Betrachtungen über die brennenden Fragen der Reisezeit, über die rechte Freiheit, Freundschaft, Liebe, Sport. Das Buch will junge nern und Mädchen Führer sein bei der 2U._........
devsetzung mit den sie bestürmenden Fragen, Eltern und Erziehern ein Schlüssel zum Verständnis der oft auseinanderstrebenden Anschauungen und Sehnsüchte der Jugend.
mit „Wiesing" und endlich die breite und überaus erfolgreiche Entfaltung feines schriftstellerischen Wirkens. Siebolds Darstellung zeugt ebensosehr von gediegener Kenntnis des umfänglichen Stoffes wie von herzlicher Liebe zu feinem Helden; doch hat er auch den bekannten Schattenseiten der Lebensgeschichte Reuters eine gerechte Wertung zuteil werden lassen. Um solcher Vorzüge willen wird bas Buch nicht nur „Fritzings" engeren Landsleuten und der großen Reuter-Gemeinde in Deutschland hochwillkommen fein, sondern es sollte auch, gerade weil es auf ein trockene, wissenschaftlich-systematische Darstellung mit gelehrtem Apparat verzichtet, geeig- tne und berufen sein, außerhalb des erwähnten Kreises der Anhänger und Liebhaber für Wesen und Werk des Stavenhagener Dichters Verständnis zu wecken: sicher wird es auch in den südlicheren Provinzen des Vaterlandes manchen geben, der sich für die Mühe des Eindringens in die Mundart durch die Bekanntschaft mit einem der großen deutschen Humoristen reichlich belohnt findet. Die Darstellung wird durch eine Anzahl interessanter Abbildungen (Porträts des Dichters und seines Kreises, Zeichnungen und Briefe Reuters) lebendig und anschaulich vertieft. Die Reproduktion des Bildmaterials, Druck und äußere Ausstattung sind untadelig. Das Buch ist wohlfeil zu haben: es kostet in mehrfarbigem Lackumschlag kartoniert 3,50, in Ganzleinen gebunden 4,50 RM. Als Geschenk, besonders auch für die Jugend, kann es angelegentlich empfohlen werden.
So klingt es nicht unvollständig, wenn außer dem Klavierspieler nur ein Geiger und ein Cellist vor- Händen sind, oder nur zwei Geiger; aber auch das Klavier kann fehlen, wenn zwei Geiger und ein Cellist beisammen sind. Fünf Besetzungen sind möglich. Jedes der drei Hefte kostet mit allen Stimmen zusammen 1,50 Mark. Dafür gibt es jeweils 6 bis IIStücke. Diese reichhaltigen Hefte mit dem leicht spielbaren Inhalt können dem Gedanken der Hausmusik einen großen Dienst erweisen.
— Im Verlag Scherl, Berlin, erschienen vier neue „I l l u st r i e r t e Filmbüche r", über Gustaf Gründgens, Liane Haid, Brigitte Helm und Conradt V e i d t. Mit je über 40 Abbildungen, 48 Seiten stark. Kartoniert je 90 Pf. — (5) — Gustaf Gründgens ist eine der interessantesten Figuren des heutigen Theaterlebens. Ein Universalgenie, das alles beherrscht: Regie der Oper, des, Theaters und Film; als Darsteller im Schauspiel,'
ein neues, hartes, feindseliges Leben. Seinen immer ein wenig spöttischen Augen erschließt sich eine neue Welt: die Welt des Farmers, der nur Kaufmann ist, ohne irgendwelche Bindungen zum Boden wie beim Bauern im heimatlichen niedersächsischen Dorf. Klaus wandert vom Osten nach dem Westen des großen Kontinents; er lernt vielerlei Berufe kennen. Es ist manches gut und manches schlecht, aber es hält ihn nirgends. Auch bie[e Zeit geht vorüber, und er bat das Glück, heimkehren zu können. Er wird wieder hinter dem Dflug gehen und im Sommer über die gelben Felder schauen,
Politik und Geschichte.
— Rudolf van Wehrt: „Tannenberg." Wie Hindenburg die Russen schlug. Mit 19 Ausnahmen und 9 Karten. Verlag Ullstein, Berlin. Leinen 2,85 Mark. — (331) — Der Leser erfährt in dieser Schlachtschilderung die Pläne und ver- schiedenen Aktionen Hindenburgs, in denen er den entscheidenden Schlag gegen die Russen anlegte. Er erlebt den tragischen Untergang der Russen; wie sie blind und unglücklich in ihr Verderben gehen. Es zeigt sich, wie Unfähigkeit, Verworrenheit und Gegensätze bei der feindlichen Armeeführung die Russen in die Umzingelung Hindenburgs hinein- rennen ließen. Und durch dieses ganze bunte Bild, aus dem die geniale Taktik des großen Feldherrn gegenüber der Unentschlossenheit der russischen Heerführer aufleuchtet, zieht sich als Leitmotiv das Hohelied von der unerhörten deutschen Tapferkeit, die schließlich den Ausschlag gab, daß die Schlacht bei Tannenberg mit dem deutschen Siege, der völligen Vernichtung der russischen Armee und der Rettung Ostpreußens endete.
— Karl Tögel: „D a s wirkliche Frank- r e i ch". Kartoniert 2,— RM., Seinen 2,80 RM. Hamburg. Hanseatische Verlagsanstalt. — (330) — Das Buch macht uns Art und Wesen des französi- fchen Volkes lebendig und weckt unser Verständnis für dessen Eigenart. Wir erkennen darin die von der deutschen verschiedenartige französische Mentalität. Der Verfasser hat die Gabe, jene geringen Handlungen und Wesenszüge des Lebens zu einem Bild des französischen Nationalcharakters zusammenzufügen. So ist ein lehrreiches Buch entstanden, das sowohl dem Politiker wie dem Kaufmann, ja auch dem Reisenden wertvolle Aufschlüsse gibt.
hing planmäßig einen geschlossenen Raum über- blicken und das Problem der Raumbesetzung umfassend lösen. Die Frage der Führung und Gefolgschaft innerhalb der ländlichen Siedlung wird damit zu einer außenpolitischen Frage. Diese Zusammen- hänge klar herausgestellt zu haben, ist das Verdienst des Buches.
— Prof. H. M. Müller: „Vom Staats- fein d". Kart. 2,50 Mark. Hamburg. Hanseatische Verlagsanstalt. — (319) — Die Schrift ist aus der Ueberzeugung geboren, daß es nichts gibt, was uns heute hindern darf, mutig zu fein, und daß ein kämpferisches Leben noch immer mit allen Hindernissen fertig geworden ist. Nach dem Willen des Führers ist die Revolution als Eroberung der Macht eindeutig beendet. Kulturell geht sie unaufhaltsam weiter und unterwirft alle Gebiete einer völligen Wandlung. Erst wenn die nationalsozialistische Weltanschauung zur Grundlage des Lebens geworden ist, ist der Bestand des Dritten Reiches gesichert. Mit einem vielseitigen Wissen und einem starken Lebensgefühl, das aus dem echten Glauben kommt, tritt der Verfasser den verkappten staatsfeindlichen Re- gungen entgegen.
— Das Jahr des Sieges, kurze Chronik der nationalsozialistischen Revolution. Ludwig Vog- genreiter Verlag Potsdam. 32 Seiten. 40 Pfennig. — (127) — Die Folge von Ereignissen und Veränderungen, die seit dem Januar 1933 in Deutsch, land eingetreten ist, im am klarsten zu überseyen in dieser kurzen Chronik.
Stimmen, aber natürlich sind nicht immer gleich
vier Spieler beisammen. Deshalb hat man — ein um, mamuuunuicr
glücklicher Gedanke — alles, was die Streicher zu | Bauernpolitik geführt. Diese Politik bricht heute zw
spielen haben, in der Klavierstimme mit verarbeitet, s v " •- — —


