Kreisschießen undWaldfestimNGOFD
Man berichtet uns: Die zweite Kameradschaft des NS. Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) veranstaltete am vergangenen Sonntag auf dem Schießstande der Schützengesellschaft 1926 ein Preisschießen verbunden mit einem Waldfest. Die Kameraden hatten sich vollständig mit ihren Frauen und Kindern eingefunden, und es herrschte bald fröhliches Leben und Treiben.
Der Kameradschaftsführer Kamerad Zimmer gedachte in seiner Begrüßungsansprache unseres großen Führers und Volkskanzlers, betonte die enge Volks- und Staatsverbundenheit des NS. Frontkämpferbundes und sprach von den Aufgaben und Zielen, die u. a. in der Durchdringung der deutschen Volksgenossen mit dem Geiste heroischer Weltanschauung im Sinne des Nationalsozialismus liegen.
Es wurde fleißig mit Kleinkaliberbüchsen mit durchweg guten Ergebnissen geschossen. Selbst ein Schießstand für die Damen und ein schönes Wurfspiel waren eingerichtet. Und schließlich fehlte zur Freude der Kinder auch das übliche Sackhüpfen und Eierlaufen nicht. Inmitten des herrlichen Tannen- und Laubwaldes fühlte man sich als eine einzige große Familie. Alte Soldatenlieder klangen
werüe Mitglied im deutschen Lustspoct-verbanü1
auf, Erinnerungen wurden ausgetauscht, und der Festwirt hatte seine redliche Mühe, da all diese Dinge nach alter Soldatenart doch auch begossen werden mußten. Dabei nahm der Tag einen glänzenden Verlauf. Der Geist echter Kameradschaft schwebte über der Veranstaltung und stärkte das Bewußtsein, daß das Erleben dieser schönen Gemeinschaft zur Treue und zur Pflichterfüllung gegenüber Volk und Vaterland zwingt.
Als die einbrechende Dunkelheit daran mahnte, daß auch schöne Stunden v^gehen, fand die Preisverteilung statt, die den guten Schützen den verdienten Lohn zukommen ließ. Die Preise waren sämtlich von den Kameraden gestiftet worden. So verlief der Tag als ein glänzendes Zeugnis treuer Kameradschaft und Zusammengehörigkeit.
^ornotuen
— Tageskalender für Mittwoch: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Karneval und Liebe". — BO. Gießen, 20.15 Uhr, Hindenburg, BO.-Abend. — VAL., Bayerischer Hof, Zusammenkunft.
*
** 40 Jahre im Dienste der Reichs- p o st. Am heutigen Mittwoch, 12. September, kann der Postsekretär Heinrich Henrich, Weserstr. 10, auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Reichspost zurückblicken.
** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 15. bis 31. August verstürben in Gießen: 15. Ottilie Theis, geb. Straßfeld, 74 Jahre alt, Ludwigstraße 60. 15. Karl Becker, Gärtnereibesitzer, 67 Jahre alt, Am Nahrungsberg 8. 16. Henny Fromme, geb. Bandmann, 80 Jahre alt, Bleichstraße 24. 21. Margarete Reus, geb. Lebert, Wwe., 68 Jahre alt, Am Kugelberg 48. 27. Berta Keil, geb. Jacobi, 57 Jahre alt, Im Gartfeld 12. 27. Margareta Elisabeth Schmitt, geb. Schneider,' 71 Jahre alt, Licher Straße 103. 28. Hedwia Knobel, ohne Beruf, 50 Jahre alt, Kleine Mühlgasse 10.
** Die „Standarte Gießen" der SS. noch nicht eingetroffen. Während gestern mittag bei der 83. SS.-Standarte in Gießen die Mitteilung eintraf, daß die vom Führer am Sonntag geweihte „Standarte Gießen" gestern um 18,09 Uhr in Gießen ankommen werde, brachte eine weitere Mitteilung im Verlaufe des späteren Nachmittags die Kunde von dem Widerruf der ersterwähnten Meldung. Das Feldzeichen der SS. wird vorerst noch in Nürnberg bleiben, der Zeitpunkt der Ankunft in Gießen steht bis jetzt noch nicht fest. Zum Empfang der „Standarte Gießen" hatten sich zahlreiche Menschen am Bahnhof und in der Bahnhofstraße eingefunden, die nach einiger Zeit des Wartens sich wieder entfernten.
** Städtische Nutzholzversteigerung. Bei der gestrigen Nutzholzversteigerung der Stadt Gießen wurden folgende Preise erzielt: Kiefern- Langholz N Ib 14 Mk., Ila 14,80 Mk., Ilb 19,60 Mk., Illa 26 Mk., Illb 27,50 Mark je Festmeter; Kiefern- Langgrubenholz 11,20 Mark je Festmeter; Fichten- Langholz N Ib 15 Mk., Ila 21 Mk., Ilb 22,40 Mark je Festmeter; Fichten-Papierholz 1. bis 3. Klasse 8 Mark je Raummeter. Die Nachfrage war gut. Die Versteigerung wurde genehmigt.
** Ob st ver st eigerungen der Provinz Oberhessen. Die Prooinzialdirektion Oberhessen kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil die Termine der Obstversteigerungen an den Landstraßen der Provinz Oberhessen an. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.
** Tod a u f den Schienen. Das Lokomotiv- personal des Personenzuges Gießen—Koblenz, der heute um 5.39 Uhr den Gießener Bahnhof verließ, bemerkte auf der Strecke zwischen Gießen und Dutenhofen in der Nähe des Allendorfer Wäldchens zwischen den Schienen eine männliche Leiche. Der Lokomotivführer erstattete sofort Meldung. Bei dem Toten handelte es sich um einen etwa 30jährigen Mann, dessen Personalien bisher noch nicht festgestellt werden konnten, da er keinerlei Ausweispapiere bei sich trug. Die Leiche wies am Hinterkopf eine schwere Wunde auf, durch die der sofortige Tod herbeigeführt worden sein dürfte. Der Unfall muß sich in den Morgenstunden zwischen 2 und 5 Uhr ereignet haben, denn der Streckengeher, der um 2 Uhr die Stelle passierte, konnte noch nichts Auffälliges bemerken. Ob es sich um Freitod oder um einen Unfall handelt, müssen die im Gang befindlichen Ermittlungen ergeben.
** Unfall eines Kindes. Das vierjährige Söhnchen des Reifenden Beek, Walltorstraße 15, erlitt einen Bruch des rechten Armes und wurde in die Chirurgische Klinik gebracht.
** Dank- und Treuefahrt zu Hindenburg! In der Zeit vom 26. September bis zum 3. Oktober findet von Frankfurt a. M. aus eine Dank- und Treuefahrt zur Ruhestätte unseres unvergeßlichen Feldmarschalls von Hindenburg statt. Verbunden mit dieser Fahrt ist ein Besuch unserer Brüder und Schwestern in Danzig. Die Fahrtteilnehmer finden außerdem Gelegenheit zum Besuch des Schlachtfeldes der Tannenberg-Schlacht und der Masurischen Seen. Außer in Frankfurt a. M., dem Ausgangspunkt des Zuges, können Fahrtteilnehmer in Bad-Nauheim, Gießen, Marburg und Kassel zusteigen. (Siehe Anzeige vom vorigen Samstag.)
Deutsche Arbeitsfront.
Kreisbetnebszellenabteilung Schanzenstr. 18.
Eilt sehr!
Sämtliche Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront (gemeint sind damit alle Mitglieder der Verbände), ferner alle Einzelmitglieder und GhG. (Nö.-hago), haben die herausgegebenen Fragebogen, soweit sie noch nicht abgeliefert sind, bis spätestens am 1 3. d. M. an die zuständigen Ortsgruppen der Deutschen Arbeitsfront und in den Betrieben über 10 Mann an den Vetriebsgemeinschaftswalter zur Weiterleitung an den Ortsgruppenwalter unverzüglich abzugeben.
wir machen unsere Arbeitskameraden darauf aufmerksam, daß der 13. 9. der äuherste Xer- m i n ist. wer den Termin nicht einhätt, schließt sich zwangsläufig selbst aus der Deutschen Arbeitsfront aus, da es dann unmöglich ist, das betreffende Mitglied kartei- mäßig zum festgesetzten Zeitpunkt zu erfassen.
Für die Mitglieder der 4 Ortsgruppen in Gießen, sowie sämtliche Vetriebsgemeinschaftswalter innerhalb des Stadtgebietes müssen die Fragebogen ab- geliefert werden für die
Ortsgr. Süd: hch. 6 a r p f, Ludwigstr. 35,
„ Mitte: Ad. Sauer, Weideng. 6
oder I. B. Häuser, Neustadt 42,
„ Nord: Fr. Zutt, Marburger Str.56, „ Ost: E. Ahmann, hitlerwall 7.
Alle Karteikarten, die auf Grund dieser Fragebogen bereits bei den einzelnen Ortsgruppen herausgeschrieben wurden, sind mit diesen Fragebogen einzusenden; auch die unbeschriebenen.
wir bitten nochmals um unbedingte Einhaltung des Termins. Alle Ortsgruppenwalter im Kreis sind verpflichtet, die Fragebogen sofort an die Deutsche Arbeitsfront in Gießen. Schanzenstrahe 18, weiterzugeben.
Sämtliche Verbandsangehörige haben ihre Beitrage bei den jeweiligen Verbänden bis zum 15. September 1 934 zu zahlen, damit keine Rückstände entstehen.
Die ab 1. September gültigen Beitragsmarken dürfen für Rückstände nicht verwendet werden.
heil Hitler!
Wehrum, stellv. Kreisbetriebszellenobmann.
Die AuszWimg ausgewerteter Sparguthaben.
Die deutschen Sparkassen haben in den Jahren 1924/25 ihre Spareinlagen aus früheren Jahren zu einem verhältnismäßig hohen Prozentsatz aufgewertet. Dieser Satz, der für die einzelnen Landesteile verschieden festgesetzt ist und der in Preußen zwischen 17 und 29 v H. des durch Umrechnung festgestellten Goldmarkbetrages der eingelegten Guthaben liegt, entspricht in voller Höhe dem bei den Sparkassen vorhandenen Aufwertungsvermögen.
Die Sparkassen haben sämtliche Beträge, die ihnen ihrerseits aus der Aufwertung von Hypotheken-, Darlehens- und Wertpapierbeständen zustehen, den Altsparern gutgeschrieben. Millionen deutscher Sparer haben durch die Sparkassenaufwertung einen beachtlichen Teil ihres mühsam ersparten Vermögens über die Inflation hinweg gerettet.
Die Auszahlung dieser Aufwertungsspareinlagen mußte naturgemäß noch Beschränkungen unterliegen, denn die Sparkassen waren an der Kündigung ihrer Aufwertungshypotheken und Darlehen ebenfalls behindert, so daß die vorhandenen Mittel nur eine nach und nach erfolgte Auszahlung gestatten. Die Termine für die Auszahlung der Aufwertungsspareinlagen sind durch einen vor kurzem ergange
nen Erlaß nunmehr festgelegt, so daß in etwa zwei Jahren die restlose Auszahlung der Sparguthaben durchgeführt sein wird. Die augenblicklich noch bestehenden Auszahlungsbeschränkungen machen sich findige Geschäftsleute zunutze, indem sie an die Inhaber von Auswertungssparguthaben herantreten und ihnen die Abtretung ihrer Einlagen mit dem Versprechen einer sofortigen Auszahlung der Barbeträge empfehlen. Bei einer genauen Durchrechnung ihres Angebots ergibt sich dann in den meisten Fällen, daß sie einen sehr hohen Abzug in Rechnung stellen, der in keinem Verhältnis zu dem Ausfall an Zinsen steht In einem Falle wurde z. V. ein Ankaufspreis von nur 70 v. H. des nom. Spargutbestandes angeboten.
Da die endgültige Auszahlung der Aufwertungsguthaben in absehbarer Zeit erfolgen wird, werden die Aufwertungssparer durch die geringere Bewertung ihrer Forderungen bei einer derartigen Abtretung erheblich geschädigt.
Es empfiehlt sich daher für die Aufwertungsspargläubiger, bevor sie solchem Angebot nähertreten, zunächst mit ihrer Sparkasse in Verbindung zu treten und sich wegen einer anderweitigen Verwertung ihrer Forderungen beraten zu lassen.
Oberhessen.
Tagung der NS.-Hago in Lich.
? Lich, 11. Sept. Im Parkhotel hielt gestern abend die NS. -Hago, Ortsgruppe Lich, ihre erste Monatsversammlung nach der Umgliederung der Deutschen Arbeitsfront ab. Nach einleitenden Begrüßungsworten durch den Ortsgruppenamtsleiter der NS.-Hago und der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Karl Schwab, sprach er in längeren Ausführungen über den Neuaufbau der Deutschen Arbeitsfront. Der GHG. als solcher bestehe nicht mehr, er sei in die DAF. eingegliedert worden, und zwar in die Reichsbetriebsgruppen 17 und 18 (Handel und Handwerk). Hierzu zählte auch die NS.-Hago, der aber auch weiterhin nur Parteigenossen angehören würden. Der Rahmen der Deutschen Arbeitsfront, die 30 Millionen schaffender Menschen umfasse, sei jetzt geschaffen worden. In diesem Rahmen würden nun die Felder verteilt, und es sei sehr notwendig, daß Handel und Handwerk treu zusammenständen und sich tatkräftig am Neuaufbau der Organisation beteiligten, wenn sie nicht gegen andere Berufsgruppen zurückstehen wollten. Das Wesen, den Sinn und die Aufgaben der DAF. streifend, legte der Redner dar, daß der Segen der Arbeit schon lange von Handel und Handwerk verstanden worden sei. Es gelte aber, den Menschen stolz zu machen auf das, was er geleistet hat. Die Organisation der Arbeiterschaft habe ebenfalls den Wert der Arbeit erkannt; obwohl die NSBO. schon älter sei, marschiere die NS.-Hago in gleichem Schritt in der Deutschen Arbeitsfront. Die Aufgaben der Riesenorganisation seien klar Umrissen. Mit die vordringlichste Aufgabe sei die weltanschauliche Erziehung aller Mitglieder im Sinne des Nationalsozialismus; weiterhin die Erfüllung der im Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit gestellten Aufgaben, die arbeits- und sozialrechtliche Betreuung der Mitglieder und ihre Berufsausbildung, die Schaffung und Verwaltung von Nothilfeeinrichtungen für ihre Mitglieder, die Wirtschaftsbefriedung durch Zusammenarbeit der Reichsbetriebsgemeinschaften mit den Hauswirtschaftsgruppen und den Treuhändern der Arbeit, die gesamte Freizeitgestaltung durch die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", sowie sonstige vom Führer Adolf Hitler der DAF künftig noch zu übertragende Arbeiten, die, wie der Redner ausführte, noch außerordentlich groß sein werden. Im künftigen Staate werde jedenfalls ein schaffender Mensch, der außerhalb der Deutschen Arbeitsfront steht, keine Exillenzmöglichkeit mehr haben. Nach Verlesung einiger Mitteilungen und Anordnungen der Führung und Erledigung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.
VaiiDfre < r.cftci
o Staufenberg, 10. Sept. Seit Wochen führt die Verkehrsumleitung Gießen—Daubrin- gen—Staufenberg—Marburg durch unsere Ortsstraßen. Dieser Tage ereignete sich der erste D e r - kehrsunfall. Eine ältere Frau überquerte abends, kurz nachdem ein Motorradfahrer vorbeifuhr, die Straße und wurde dabei von einem Radfahrer ohne Licht dermaßen angefahren, daß die Bedauernswerte eine Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch davontrug. Der Radfahrer von Lollar konnte namhaft gemacht werden.
< Großen-Linden, 10. Sept. Gestern fand die Einführung der nächstjährigen Konfirmanden unserer Gemeinde in den Konfirmandenunterricht in einem besonderen Gottesdienste statt, zu dem die Eltern und Verwandten der Kinder sowie die Gemeindemitglieder zahlreich erschienen waren. Pfarrer Schultheiß richtete an Hand des 78. Psalms ernste Mahnworte an Eltern und Kinder. Umrahmt wurde die Feier durch die beiden Chöre
„Mit dem Herrn fang alles an" und „Großer Gott, wir loben dich", die die Konfirmanden unter Leitung des Organisten Lehrer Römer dreistimmig vortrugen.
wg. Großen-Bufeck, 12. Sept. Die in unserem Dorfe abgehaltene Schweinezwischen- zählung ermittelte insgesamt 1105 Schweine. Im einzelnen wurden festgestellt: 1068 Mastschweine, 36 Zuchtsauen und ein Eber.
O Beltershain, 10. Sept. Bei der jüngsten Schweinezwischen.zählung in unferm Orte wurden 532 Schweine im Alter von einem halben bis einem Jahre, 18 Zuchtsauen und 45 ältere Zuchtsauen gezählt. — In Gegenwart des Kreisfeuerwehrinspektors machte die Grünberger Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Motorspritze in unserem Dorfe eine Löschprobe mit drei Leitungen, die ergab, daß der Wasserdruck zufriedenstellend ist.
+ Grünberg, 10. Sept. Dieser Tage fand eine Uebungsfahrt unserer Freiwilligen Feuerwehr mit der Motorspritze nach der Rabenau statt, die unter Leitung von Oberbrandmeister S e i f a r t (Grünberg) und Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) stand. Ihr Zweck war, in den einzelnen Orten geeignete Stellen zur Wasserentnahme für die Motorspritze auszuprobieren, damit ein wirksames Eingreifen der Motorspritze bei Brandfällen gesichert ist. Proben nach dieser Richtung wurden abgehalten in Beltershain, Lumda, Geilshausen, Odenhausen und Londorf. In letzterem Orte hatte die Fahrt noch den Zweck, die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr anbahnen zu helfen. Es waren daher gu ber Hebung in Londorf auch noch Branddirektor Braubach (Gießen) und der Kreisvorsitzende der Freiwilligen Wehren, Wenzel (Gießen), erschienen. Die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Londorf erfolgte. — Drei Angestellte der hiesigen Kronendrogerie Karl Schott konnten dieser Tage auf eine 10jährige Tätigkeit bei der Firma zurückblicken. Es sind dies: Heinrich H o r ft, Tilli Sche11haas und Olga I ü n g e l.
= Lich, 11. Sept. Bei der Schweinezwischenzählung am 4. d. M. wurden in den Gemarkungen Lich, Kollnhausen, Hof Albach und Mühlsachsen insgesamt gezählt: Zuchteber 5 (am 4. Juni d. I. 5), Zuchtsauen bis zu 1 Jahr alt 47 (37), Zuchtsauen über 1 Jahr alt 88 (97), Ferkel 295 (192), Schweine bis zu einem halben Jahr alt 405 (481), Schweine bis zu einem Jahr alt 227 (93), über 1 Jahr alt 9 (4), zusammen 1076 (909) Schweine. An Kälbern wurden geboren von Juni bis einschließlich August d. I. 43 gegenüber 39 im oorhergegangenen Vierteljahr.
0 Dors-Gill, 10. Sept. Am Abend des vergangenen Sonntag fand auch in unserer Gemeinde ein Jugendgottes dien st statt. Pfarrer K ö d - ding (Eberstadt) ermahnte in einer kurzen Ansprache die jungen Menschen, aus dem Kampf, den jeder Christ für seinen evangelischen Glauben zu führen habe, als Sieger Hervorzugetzen. Umrahmt wurde die Ansprache von Gedichtvorträgen der Schüler und einem Liedervortrag des BdM. Die Feier war sehr stark besucht, auch sehr viele ältere Glieder der Gemeinde nahmen daran teil.
* Muschenheim, 9. Sept. Das dreijährige Söhnchen des Landwirts Seipp von hier kam im elterlichen Hof unglücklich zu Fall, erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
.ftrcie Schotten
)—( Ruppertsburg, 11. Sept. Unsere Frauen und Jungfrauen brachten, gemeinsam mit dem Posaunenchor, unserer lieben Frau Pfarrer O. Fritsch
zu ihrem 74. Geburtstage ein Ständchen. Der Posaunenchor blies die Motetten „Der Herr ist mein Hirte" und „Gib Frieden!" Dazwischen erklangen Choralmelodien und geistliche Volkslieder. Die Veranstaltung sollte ein äußeres Zeichen der Dankbarkeit sein, hat doch die Geehrte fast 38 Jahre lang im Winter wöchentlich zwei Frauen- und Jungfrauenabende abgehalten. Mit schönen Worten überreichte Frau Wilhelm Bocher einen Sessel. Frau Pfarrer Fritsch, die tief gerührt war, dankte herzlich. Worte des Dankes sprach dann noch Pfarrer D. Fritsch.
ch Groß-Eichen, 10. Sept. Gestern abend fand im Fauftschen Saale eine außerordentliche Hauptversammlung des 'Turnvereins statt. Kassenwart Otto Fuchs begrüßte die Erschienenen. Seit dem Wegzug des Lehrers Bopf war das Amt des 1. Vereinsführers verwaist. Es galt nun, einen Nachfolger zu bestimmen. Einmütig wurde der seitherige 2. Vereinsführer Gustav Faust I. vorgeschlagen und ernannt, der seither vertretungsweise den Verein geführt hatte. Zum 2. Vereinsführer wurde Wilhelm Zimmer ernannt. Der übrige Vorstand bleibt in seinem Amt. Der neue Vereinsführer gelobte, den Verein nach bestem Wissen und Können weiterhin zu leiten. Des verstorbenen Reichspräsidenten wurde ourd) Erheben von den Sitzen gedacht und auf den Führer und Reichskanzler ein „Sieg-Heil" ausgebracht. Otto Fuchs wies in einer Ansprache auf die Verdienste des Lehrers Bopf um den Turnverein hin. Er ermahnte zu reger Mitarbeit und treuem Festhalten an den turnerischen Idealen gemäß des Leitspruches auf der Vereinsfahne: „Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit." Dieser Leitspruch soll über dem Eingang zur Turnhalle angebracht werden. In einer früheren Vorstandssitzung wurde Lehrer Bopf zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. — Der gestrige Jugendsonntag wurde durch zwei Gottesdienste gefeiert. Der Nachmittagsgottesdienst war als liturgischer Jugendgottesdienst ausgestaltet, in dem die Schuljugend unter Leitung von Lehrer Appenheimer zwei Chöre vortrug.
Kreis Alsfeld.
* Ober-Gleen, 11. Sept. Am vergangenen Sonntag wurde auch in unserem Orte der Landesjugendsonntag feierlich begangen. Aus den drei Pfarreien Lehrbach mit Erbenhausen, Ober-Gleen und Kirtorf sammelten sich etwa 220 junge Menschen in dem von den Ober-Gleener Konfirmanden geschmackvoll geschmückten Gotteshause. Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort: „Kämpfer im Heere des Lichtes!" Eine kurze Ansprache des Ortsgeistlichen ging aus von der Hermannsschlacht im Teutoburger Walde, deren 1925- fter Jahrestag gerade sei, und wies darauf hin, daß es gelte, „Kämpfer im Heere des Lichts" zu sein. Deshalb müsse um den, für den und aus dem Glauben gekämpft werden. Große Aufgaben auf Erden, die gerade der Jugend gestellt seien, ließen sich nur mit Kräften aus der Gotteswelt lösen. Der Gottesdienst, der umrahmt wurde von Posaunensolis des Herrn Grein aus Kirtorf, und in dem Kirtorfer Jugend alte und neue Weisen hören ließ, fand seinen Abschluß mit einem Vers des Lutherliedes.
Eewlnnauszug
5. Klasse 43. Preußisch-Suddeutscye (269. Preuß.) Staats-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
29. Ziehungstag 10. September 1934
3n der heutigen Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
4 Gewinne zu 1OOOO 'M 204144 327173
2 Gewinne zu 5000 M. 224942
6 Gewinne zu 3000 M. 241321 248772 389315
20 Gewinne zu 2000 M. 29726 32357 239911 254565 265240 325592 352307 353811 362873 374548
22 Gewinne zu 1000 M. 20696 24478 34057 164171 179625 186294 193523 203954 204760 254907 383675
102 Gewinne zu 500 Di. 1992 11989 16900 21273 32300 34519 38497 58281 65488 66916 79939 82216 91807 112745 115482 116692 121446
123040 159315 166883 169912 179485 180450
180582 184073 192291 201457 215214 220875
221389 235971 250446 268247 272699 282321
301812 304422 307774 318382 323553 324627
325543 366165 369747 373027 375222 375718
389179 390958 394497 397551
378 Gewinne zu 300 M. 239 2796 3950 6338 6656 6926 12526 13244 13247 14110 14524
18725 20639 24485 24518 28875 31211 37263
38050 41326 41734 41748 42216 43239 47146
48869 50846 62031 63320 68179 70069 72230
74443 77111 77878 89498 89570 90469 95966
97388 116900 123107 141128 154460 169827 180263 190406 199949 213159 225313 240253 251022 262044 273202 284987 296530 310110 320072 331760 345628 362831
382337 386612
394477
105089
117577
129963
143072
156248
174859
182990
190893
203669
218909
225846
240378
251600
263097
274024
285611
298001
310929
321737
334204
347758
365291
382551
387729
394576
106046 118570
131520 147486 158875 175048
184860 191136
205126
220861
232225 240667
253975 264911
274284 287813
302005 312245
321830
335223 350474
369383 382938 389033 395962
110041
119323 136046
147861
160200 177412 185364 192777
206064 221321
235489 241753 258976
271218 276032 289761
303834 314690 326082
337477 350889
375093
382964 389088 396795
111794 121293
139871
148394 165316
177719 188499 195936 209172
221604 236275 241912 260154
271448
280449
291323 304182 316064
328338
338812
352975
376886
384270 390248
398715
115653 121351
140885 152004
165705
179131
189118
198113
210915
222622
238450
245334
261414
272407
281892
293072
306485
318875
331068
340362
361498
379014
384480
392402
399462
30. Ziehungstag H. September 1934
In ber heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
'M 276122
18746
117455 134289
159516 188997 214954 260539 272935 307733 340689 881515
393437
117482
136997
160767
194648
215103
257766
275367
310261
342021
383260
393955
119588 137088
161287
195802
215302
261120
278229
312139
351174
385098
130259 65978 80086 55007
277303
120093
138701
176074
196558 218096 264015 285274
313637 351855
390647
326872
358414
115928
322919
93436 121755 144834 182417 201024 230942 270704 287998 323782 354371 392262
398208
42 Gewinne zu 500 'M
„ ................ --- -- 61483
81596 88889 88932 95464 143758 143986 175496 199486 221582 224271 231704
284672 310002 321914 330427 369724
160 Gewinne zu 300 M. 767 4952 12211 18649 27290 49256 55735 58503 69179 70063 70539 72331 79454 90091 -----
2 Gewinne zu 1000000
2 Gewinne zu 5000 M.
4 Gewinne zu 3000 M.
4 Gewinne zu 2000 M.
20 Gewinne zu 1000 M. 198662 219366 269650
194124 393163
76988 145144 247691
12495
61538 117071 126818 152100 18/224 202577 231136 272235 291563 325124 361162 392375
20 Tagesprämien.
Auf jede gezogene Nummer find zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II:
9551 12478 159645 189424 228223 234965
260560 292005 326187 372180
Die Ziehung der 1. Klasse der 44. Preußisch- Süddeutschen (270. Preußischen) Staatslotterie findet am 19. und 20. Oktober 1934 stall.


