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Kreisschießen undWaldfestimNGOFD

Man berichtet uns: Die zweite Kameradschaft des NS. Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) veranstaltete am vergangenen Sonntag auf dem Schießstande der Schützengesellschaft 1926 ein Preis­schießen verbunden mit einem Waldfest. Die Kame­raden hatten sich vollständig mit ihren Frauen und Kindern eingefunden, und es herrschte bald fröh­liches Leben und Treiben.

Der Kameradschaftsführer Kamerad Zimmer gedachte in seiner Begrüßungsansprache unseres gro­ßen Führers und Volkskanzlers, betonte die enge Volks- und Staatsverbundenheit des NS. Front­kämpferbundes und sprach von den Aufgaben und Zielen, die u. a. in der Durchdringung der deutschen Volksgenossen mit dem Geiste heroischer Weltan­schauung im Sinne des Nationalsozialismus liegen.

Es wurde fleißig mit Kleinkaliberbüchsen mit durchweg guten Ergebnissen geschossen. Selbst ein Schießstand für die Damen und ein schönes Wurf­spiel waren eingerichtet. Und schließlich fehlte zur Freude der Kinder auch das übliche Sackhüpfen und Eierlaufen nicht. Inmitten des herrlichen Tan­nen- und Laubwaldes fühlte man sich als eine ein­zige große Familie. Alte Soldatenlieder klangen

werüe Mitglied im deutschen Lustspoct-verbanü1

auf, Erinnerungen wurden ausgetauscht, und der Festwirt hatte seine redliche Mühe, da all diese Dinge nach alter Soldatenart doch auch begossen werden mußten. Dabei nahm der Tag einen glän­zenden Verlauf. Der Geist echter Kameradschaft schwebte über der Veranstaltung und stärkte das Be­wußtsein, daß das Erleben dieser schönen Gemein­schaft zur Treue und zur Pflichterfüllung gegenüber Volk und Vaterland zwingt.

Als die einbrechende Dunkelheit daran mahnte, daß auch schöne Stunden v^gehen, fand die Preis­verteilung statt, die den guten Schützen den verdien­ten Lohn zukommen ließ. Die Preise waren sämtlich von den Kameraden gestiftet worden. So verlief der Tag als ein glänzendes Zeugnis treuer Kame­radschaft und Zusammengehörigkeit.

^ornotuen

Tageskalender für Mittwoch: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße,Karneval und Liebe". BO. Gießen, 20.15 Uhr, Hindenburg, BO.-Abend. VAL., Bayerischer Hof, Zusammenkunft.

*

** 40 Jahre im Dienste der Reichs- p o st. Am heutigen Mittwoch, 12. September, kann der Postsekretär Heinrich Henrich, Weserstr. 10, auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Reichspost zurückblicken.

** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 15. bis 31. August verstürben in Gießen: 15. Ottilie Theis, geb. Straßfeld, 74 Jahre alt, Ludwigstraße 60. 15. Karl Becker, Gärtnereibesitzer, 67 Jahre alt, Am Nahrungsberg 8. 16. Henny Fromme, geb. Bandmann, 80 Jahre alt, Bleich­straße 24. 21. Margarete Reus, geb. Lebert, Wwe., 68 Jahre alt, Am Kugelberg 48. 27. Berta Keil, geb. Jacobi, 57 Jahre alt, Im Gartfeld 12. 27. Margareta Elisabeth Schmitt, geb. Schneider,' 71 Jahre alt, Licher Straße 103. 28. Hedwia Knobel, ohne Beruf, 50 Jahre alt, Kleine Mühlgasse 10.

** DieStandarte Gießen" der SS. noch nicht eingetroffen. Während gestern mittag bei der 83. SS.-Standarte in Gießen die Mitteilung eintraf, daß die vom Führer am Sonn­tag geweihteStandarte Gießen" gestern um 18,09 Uhr in Gießen ankommen werde, brachte eine wei­tere Mitteilung im Verlaufe des späteren Nachmit­tags die Kunde von dem Widerruf der ersterwähnten Meldung. Das Feldzeichen der SS. wird vorerst noch in Nürnberg bleiben, der Zeitpunkt der An­kunft in Gießen steht bis jetzt noch nicht fest. Zum Empfang derStandarte Gießen" hatten sich zahl­reiche Menschen am Bahnhof und in der Bahnhof­straße eingefunden, die nach einiger Zeit des War­tens sich wieder entfernten.

** Städtische Nutzholzversteigerung. Bei der gestrigen Nutzholzversteigerung der Stadt Gießen wurden folgende Preise erzielt: Kiefern- Langholz N Ib 14 Mk., Ila 14,80 Mk., Ilb 19,60 Mk., Illa 26 Mk., Illb 27,50 Mark je Festmeter; Kiefern- Langgrubenholz 11,20 Mark je Festmeter; Fichten- Langholz N Ib 15 Mk., Ila 21 Mk., Ilb 22,40 Mark je Festmeter; Fichten-Papierholz 1. bis 3. Klasse 8 Mark je Raummeter. Die Nachfrage war gut. Die Versteigerung wurde genehmigt.

** Ob st ver st eigerungen der Provinz Oberhessen. Die Prooinzialdirektion Oberhessen kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil die Ter­mine der Obstversteigerungen an den Landstraßen der Provinz Oberhessen an. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.

** Tod a u f den Schienen. Das Lokomotiv- personal des Personenzuges GießenKoblenz, der heute um 5.39 Uhr den Gießener Bahnhof verließ, bemerkte auf der Strecke zwischen Gießen und Dutenhofen in der Nähe des Allendorfer Wäldchens zwischen den Schienen eine männliche Leiche. Der Lokomotivführer erstattete sofort Meldung. Bei dem Toten handelte es sich um einen etwa 30jährigen Mann, dessen Personalien bisher noch nicht fest­gestellt werden konnten, da er keinerlei Ausweis­papiere bei sich trug. Die Leiche wies am Hinter­kopf eine schwere Wunde auf, durch die der sofortige Tod herbeigeführt worden sein dürfte. Der Unfall muß sich in den Morgenstunden zwischen 2 und 5 Uhr ereignet haben, denn der Streckengeher, der um 2 Uhr die Stelle passierte, konnte noch nichts Auffälliges bemerken. Ob es sich um Freitod oder um einen Unfall handelt, müssen die im Gang be­findlichen Ermittlungen ergeben.

** Unfall eines Kindes. Das vierjährige Söhnchen des Reifenden Beek, Walltorstraße 15, erlitt einen Bruch des rechten Armes und wurde in die Chirurgische Klinik gebracht.

** Dank- und Treuefahrt zu Hinden­burg! In der Zeit vom 26. September bis zum 3. Oktober findet von Frankfurt a. M. aus eine Dank- und Treuefahrt zur Ruhestätte unseres un­vergeßlichen Feldmarschalls von Hindenburg statt. Verbunden mit dieser Fahrt ist ein Besuch unserer Brüder und Schwestern in Danzig. Die Fahrtteil­nehmer finden außerdem Gelegenheit zum Besuch des Schlachtfeldes der Tannenberg-Schlacht und der Masurischen Seen. Außer in Frankfurt a. M., dem Ausgangspunkt des Zuges, können Fahrtteilnehmer in Bad-Nauheim, Gießen, Marburg und Kassel zu­steigen. (Siehe Anzeige vom vorigen Samstag.)

Deutsche Arbeitsfront.

Kreisbetnebszellenabteilung Schanzenstr. 18.

Eilt sehr!

Sämtliche Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront (gemeint sind damit alle Mitglieder der Verbände), ferner alle Einzelmitglieder und GhG. (.-hago), haben die herausgegebenen Fragebogen, so­weit sie noch nicht abgeliefert sind, bis spätestens am 1 3. d. M. an die zuständigen Ortsgruppen der Deutschen Arbeitsfront und in den Betrieben über 10 Mann an den Vetriebsgemeinschaftswalter zur Weiterleitung an den Ortsgruppenwalter unver­züglich abzugeben.

wir machen unsere Arbeitskameraden darauf auf­merksam, daß der 13. 9. der äuherste Xer- m i n ist. wer den Termin nicht einhätt, schließt sich zwangsläufig selbst aus der Deutschen Arbeitsfront aus, da es dann unmöglich ist, das betreffende Mitglied kartei- mäßig zum festgesetzten Zeitpunkt zu erfassen.

Für die Mitglieder der 4 Ortsgruppen in Gießen, sowie sämtliche Vetriebsgemeinschaftswalter inner­halb des Stadtgebietes müssen die Fragebogen ab- geliefert werden für die

Ortsgr. Süd: hch. 6 a r p f, Ludwigstr. 35,

Mitte: Ad. Sauer, Weideng. 6

oder I. B. Häuser, Neustadt 42,

Nord: Fr. Zutt, Marburger Str.56, Ost: E. Ahmann, hitlerwall 7.

Alle Karteikarten, die auf Grund dieser Frage­bogen bereits bei den einzelnen Ortsgruppen heraus­geschrieben wurden, sind mit diesen Fragebogen ein­zusenden; auch die unbeschriebenen.

wir bitten nochmals um unbedingte Einhaltung des Termins. Alle Ortsgruppenwalter im Kreis sind verpflichtet, die Fragebogen sofort an die Deutsche Arbeitsfront in Gießen. Schanzenstrahe 18, weiter­zugeben.

Sämtliche Verbandsangehörige haben ihre Bei­trage bei den jeweiligen Verbänden bis zum 15. September 1 934 zu zahlen, damit keine Rückstände entstehen.

Die ab 1. September gültigen Beitragsmarken dürfen für Rückstände nicht verwendet werden.

heil Hitler!

Wehrum, stellv. Kreisbetriebszellenobmann.

Die AuszWimg ausgewerteter Sparguthaben.

Die deutschen Sparkassen haben in den Jahren 1924/25 ihre Spareinlagen aus früheren Jahren zu einem verhältnismäßig hohen Prozentsatz aufge­wertet. Dieser Satz, der für die einzelnen Landes­teile verschieden festgesetzt ist und der in Preußen zwischen 17 und 29 v H. des durch Umrechnung festgestellten Goldmarkbetrages der eingelegten Gut­haben liegt, entspricht in voller Höhe dem bei den Sparkassen vorhandenen Aufwertungsvermögen.

Die Sparkassen haben sämtliche Beträge, die ihnen ihrerseits aus der Aufwertung von Hypo­theken-, Darlehens- und Wertpapierbeständen zustehen, den Altsparern gutgeschrieben. Mil­lionen deutscher Sparer haben durch die Spar­kassenaufwertung einen beachtlichen Teil ihres mühsam ersparten Vermögens über die In­flation hinweg gerettet.

Die Auszahlung dieser Aufwertungsspareinlagen mußte naturgemäß noch Beschränkungen unterlie­gen, denn die Sparkassen waren an der Kündigung ihrer Aufwertungshypotheken und Darlehen eben­falls behindert, so daß die vorhandenen Mittel nur eine nach und nach erfolgte Auszahlung gestatten. Die Termine für die Auszahlung der Aufwertungs­spareinlagen sind durch einen vor kurzem ergange­

nen Erlaß nunmehr festgelegt, so daß in etwa zwei Jahren die restlose Auszahlung der Spargut­haben durchgeführt sein wird. Die augenblicklich noch bestehenden Auszahlungsbeschränkungen machen sich findige Geschäftsleute zunutze, indem sie an die Inhaber von Auswertungssparguthaben herantre­ten und ihnen die Abtretung ihrer Einlagen mit dem Versprechen einer sofortigen Auszahlung der Barbeträge empfehlen. Bei einer genauen Durch­rechnung ihres Angebots ergibt sich dann in den meisten Fällen, daß sie einen sehr hohen Abzug in Rechnung stellen, der in keinem Verhältnis zu dem Ausfall an Zinsen steht In einem Falle wurde z. V. ein Ankaufspreis von nur 70 v. H. des nom. Spargutbestandes angeboten.

Da die endgültige Auszahlung der Aufwer­tungsguthaben in absehbarer Zeit erfolgen wird, werden die Aufwertungssparer durch die geringere Bewertung ihrer Forderungen bei einer derartigen Abtretung erheblich geschädigt.

Es empfiehlt sich daher für die Aufwertungsspar­gläubiger, bevor sie solchem Angebot nähertreten, zunächst mit ihrer Sparkasse in Verbindung zu treten und sich wegen einer anderweitigen Verwer­tung ihrer Forderungen beraten zu lassen.

Oberhessen.

Tagung der NS.-Hago in Lich.

? Lich, 11. Sept. Im Parkhotel hielt gestern abend die NS. -Hago, Ortsgruppe Lich, ihre erste Monatsversammlung nach der Umgliede­rung der Deutschen Arbeitsfront ab. Nach einleiten­den Begrüßungsworten durch den Ortsgruppen­amtsleiter der NS.-Hago und der Deutschen Ar­beitsfront, Pg. Karl Schwab, sprach er in län­geren Ausführungen über den Neuaufbau der Deut­schen Arbeitsfront. Der GHG. als solcher bestehe nicht mehr, er sei in die DAF. eingegliedert wor­den, und zwar in die Reichsbetriebsgruppen 17 und 18 (Handel und Handwerk). Hierzu zählte auch die NS.-Hago, der aber auch weiterhin nur Partei­genossen angehören würden. Der Rahmen der Deut­schen Arbeitsfront, die 30 Millionen schaffender Menschen umfasse, sei jetzt geschaffen worden. In diesem Rahmen würden nun die Felder verteilt, und es sei sehr notwendig, daß Handel und Hand­werk treu zusammenständen und sich tatkräftig am Neuaufbau der Organisation beteiligten, wenn sie nicht gegen andere Berufsgruppen zurückstehen wollten. Das Wesen, den Sinn und die Aufgaben der DAF. streifend, legte der Redner dar, daß der Segen der Arbeit schon lange von Handel und Handwerk verstanden worden sei. Es gelte aber, den Menschen stolz zu machen auf das, was er ge­leistet hat. Die Organisation der Arbeiterschaft habe ebenfalls den Wert der Arbeit erkannt; obwohl die NSBO. schon älter sei, marschiere die NS.-Hago in gleichem Schritt in der Deutschen Arbeitsfront. Die Aufgaben der Riesenorganisation seien klar Um­rissen. Mit die vordringlichste Aufgabe sei die welt­anschauliche Erziehung aller Mitglieder im Sinne des Nationalsozialismus; weiterhin die Erfüllung der im Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit gestellten Aufgaben, die arbeits- und sozialrechtliche Betreuung der Mitglieder und ihre Berufsausbil­dung, die Schaffung und Verwaltung von Nothilfe­einrichtungen für ihre Mitglieder, die Wirtschafts­befriedung durch Zusammenarbeit der Reichsbe­triebsgemeinschaften mit den Hauswirtschaftsgrup­pen und den Treuhändern der Arbeit, die gesamte Freizeitgestaltung durch die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", sowie sonstige vom Führer Adolf Hitler der DAF künftig noch zu übertragende Ar­beiten, die, wie der Redner ausführte, noch außer­ordentlich groß sein werden. Im künftigen Staate werde jedenfalls ein schaffender Mensch, der außer­halb der Deutschen Arbeitsfront steht, keine Exi­llenzmöglichkeit mehr haben. Nach Verlesung einiger Mitteilungen und Anordnungen der Führung und Erledigung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.

VaiiDfre < r.cftci

o Staufenberg, 10. Sept. Seit Wochen führt die Verkehrsumleitung GießenDaubrin- genStaufenbergMarburg durch unsere Orts­straßen. Dieser Tage ereignete sich der erste D e r - kehrsunfall. Eine ältere Frau überquerte abends, kurz nachdem ein Motorradfahrer vorbei­fuhr, die Straße und wurde dabei von einem Rad­fahrer ohne Licht dermaßen angefahren, daß die Bedauernswerte eine Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch davontrug. Der Radfahrer von Lollar konnte namhaft gemacht werden.

< Großen-Linden, 10. Sept. Gestern fand die Einführung der nächstjährigen Konfirman­den unserer Gemeinde in den Konfirmandenunter­richt in einem besonderen Gottesdienste statt, zu dem die Eltern und Verwandten der Kinder sowie die Gemeindemitglieder zahlreich erschienen waren. Pfarrer Schultheiß richtete an Hand des 78. Psalms ernste Mahnworte an Eltern und Kinder. Umrahmt wurde die Feier durch die beiden Chöre

Mit dem Herrn fang alles an" undGroßer Gott, wir loben dich", die die Konfirmanden unter Lei­tung des Organisten Lehrer Römer dreistimmig vortrugen.

wg. Großen-Bufeck, 12. Sept. Die in un­serem Dorfe abgehaltene Schweinezwischen- zählung ermittelte insgesamt 1105 Schweine. Im einzelnen wurden festgestellt: 1068 Mastschweine, 36 Zuchtsauen und ein Eber.

O Beltershain, 10. Sept. Bei der jüngsten Schweinezwischen.zählung in unferm Orte wurden 532 Schweine im Alter von einem halben bis einem Jahre, 18 Zuchtsauen und 45 ältere Zucht­sauen gezählt. In Gegenwart des Kreisfeuer­wehrinspektors machte die Grünberger Frei­willige Feuerwehr mit ihrer Motorspritze in unserem Dorfe eine Löschprobe mit drei Lei­tungen, die ergab, daß der Wasserdruck zufrieden­stellend ist.

+ Grünberg, 10. Sept. Dieser Tage fand eine Uebungsfahrt unserer Freiwil­ligen Feuerwehr mit der Motorspritze nach der Rabenau statt, die unter Leitung von Oberbrandmeister S e i f a r t (Grünberg) und Kreis­feuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) stand. Ihr Zweck war, in den einzelnen Orten geeignete Stellen zur Wasserentnahme für die Motorspritze auszuprobieren, damit ein wirksames Eingreifen der Motorspritze bei Brandfällen gesichert ist. Pro­ben nach dieser Richtung wurden abgehalten in Beltershain, Lumda, Geilshausen, Odenhausen und Londorf. In letzterem Orte hatte die Fahrt noch den Zweck, die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr anbahnen zu helfen. Es waren daher gu ber Hebung in Londorf auch noch Branddirektor Braubach (Gießen) und der Kreisvorsitzende der Freiwilligen Wehren, Wenzel (Gießen), erschienen. Die Grün­dung einer Freiwilligen Feuerwehr in Londorf er­folgte. Drei Angestellte der hiesigen Kronen­drogerie Karl Schott konnten dieser Tage auf eine 10jährige Tätigkeit bei der Firma zurückblicken. Es sind dies: Heinrich H o r ft, Tilli Sche11haas und Olga I ü n g e l.

= Lich, 11. Sept. Bei der Schweinezwi­schenzählung am 4. d. M. wurden in den Ge­markungen Lich, Kollnhausen, Hof Albach und Mühlsachsen insgesamt gezählt: Zuchteber 5 (am 4. Juni d. I. 5), Zuchtsauen bis zu 1 Jahr alt 47 (37), Zuchtsauen über 1 Jahr alt 88 (97), Ferkel 295 (192), Schweine bis zu einem halben Jahr alt 405 (481), Schweine bis zu einem Jahr alt 227 (93), über 1 Jahr alt 9 (4), zusammen 1076 (909) Schweine. An Kälbern wurden geboren von Juni bis einschließlich August d. I. 43 gegenüber 39 im oorhergegangenen Vierteljahr.

0 Dors-Gill, 10. Sept. Am Abend des ver­gangenen Sonntag fand auch in unserer Gemeinde ein Jugendgottes dien st statt. Pfarrer K ö d - ding (Eberstadt) ermahnte in einer kurzen An­sprache die jungen Menschen, aus dem Kampf, den jeder Christ für seinen evangelischen Glauben zu führen habe, als Sieger Hervorzugetzen. Umrahmt wurde die Ansprache von Gedichtvorträgen der Schüler und einem Liedervortrag des BdM. Die Feier war sehr stark besucht, auch sehr viele ältere Glieder der Gemeinde nahmen daran teil.

* Muschenheim, 9. Sept. Das dreijährige Söhnchen des Landwirts Seipp von hier kam im elterlichen Hof unglücklich zu Fall, erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen ge­bracht werden.

.ftrcie Schotten

)( Ruppertsburg, 11. Sept. Unsere Frauen und Jungfrauen brachten, gemeinsam mit dem Po­saunenchor, unserer lieben Frau Pfarrer O. Fritsch

zu ihrem 74. Geburtstage ein Ständchen. Der Po­saunenchor blies die MotettenDer Herr ist mein Hirte" undGib Frieden!" Dazwischen erklangen Choralmelodien und geistliche Volkslieder. Die Ver­anstaltung sollte ein äußeres Zeichen der Dankbar­keit sein, hat doch die Geehrte fast 38 Jahre lang im Winter wöchentlich zwei Frauen- und Jungfrauen­abende abgehalten. Mit schönen Worten überreichte Frau Wilhelm Bocher einen Sessel. Frau Pfarrer Fritsch, die tief gerührt war, dankte herzlich. Worte des Dankes sprach dann noch Pfarrer D. Fritsch.

ch Groß-Eichen, 10. Sept. Gestern abend fand im Fauftschen Saale eine außerordentliche Hauptversammlung des 'Turnvereins statt. Kassenwart Otto Fuchs begrüßte die Er­schienenen. Seit dem Wegzug des Lehrers Bopf war das Amt des 1. Vereinsführers verwaist. Es galt nun, einen Nachfolger zu bestimmen. Ein­mütig wurde der seitherige 2. Vereinsführer Gu­stav Faust I. vorgeschlagen und ernannt, der seit­her vertretungsweise den Verein geführt hatte. Zum 2. Vereinsführer wurde Wilhelm Zimmer er­nannt. Der übrige Vorstand bleibt in seinem Amt. Der neue Vereinsführer gelobte, den Verein nach bestem Wissen und Können weiterhin zu leiten. Des verstorbenen Reichspräsidenten wurde ourd) Erheben von den Sitzen gedacht und auf den Füh­rer und Reichskanzler einSieg-Heil" ausgebracht. Otto Fuchs wies in einer Ansprache auf die Ver­dienste des Lehrers Bopf um den Turnverein hin. Er ermahnte zu reger Mitarbeit und treuem Festhalten an den turnerischen Idealen gemäß des Leitspruches auf der Vereinsfahne:Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit." Dieser Leitspruch soll über dem Eingang zur Turnhalle angebracht wer­den. In einer früheren Vorstandssitzung wurde Lehrer Bopf zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. Der gestrige Jugendsonntag wurde durch zwei Gottesdienste gefeiert. Der Nach­mittagsgottesdienst war als liturgischer Jugend­gottesdienst ausgestaltet, in dem die Schuljugend unter Leitung von Lehrer Appenheimer zwei Chöre vortrug.

Kreis Alsfeld.

* Ober-Gleen, 11. Sept. Am vergangenen Sonntag wurde auch in unserem Orte der Lan­desjugendsonntag feierlich begangen. Aus den drei Pfarreien Lehrbach mit Erbenhausen, Ober-Gleen und Kirtorf sammelten sich etwa 220 junge Menschen in dem von den Ober-Gleener Konfirmanden geschmackvoll geschmückten Gottes­hause. Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort: Kämpfer im Heere des Lichtes!" Eine kurze An­sprache des Ortsgeistlichen ging aus von der Her­mannsschlacht im Teutoburger Walde, deren 1925- fter Jahrestag gerade sei, und wies darauf hin, daß es gelte,Kämpfer im Heere des Lichts" zu sein. Deshalb müsse um den, für den und aus dem Glauben gekämpft werden. Große Aufgaben auf Erden, die gerade der Jugend gestellt seien, ließen sich nur mit Kräften aus der Gotteswelt lösen. Der Gottesdienst, der umrahmt wurde von Posaunensolis des Herrn Grein aus Kirtorf, und in dem Kirtorfer Jugend alte und neue Weisen hören ließ, fand seinen Abschluß mit einem Vers des Lutherliedes.

Eewlnnauszug

5. Klasse 43. Preußisch-Suddeutscye (269. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

29. Ziehungstag 10. September 1934

3n der heutigen Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

4 Gewinne zu 1OOOO 'M 204144 327173

2 Gewinne zu 5000 M. 224942

6 Gewinne zu 3000 M. 241321 248772 389315

20 Gewinne zu 2000 M. 29726 32357 239911 254565 265240 325592 352307 353811 362873 374548

22 Gewinne zu 1000 M. 20696 24478 34057 164171 179625 186294 193523 203954 204760 254907 383675

102 Gewinne zu 500 Di. 1992 11989 16900 21273 32300 34519 38497 58281 65488 66916 79939 82216 91807 112745 115482 116692 121446

123040 159315 166883 169912 179485 180450

180582 184073 192291 201457 215214 220875

221389 235971 250446 268247 272699 282321

301812 304422 307774 318382 323553 324627

325543 366165 369747 373027 375222 375718

389179 390958 394497 397551

378 Gewinne zu 300 M. 239 2796 3950 6338 6656 6926 12526 13244 13247 14110 14524

18725 20639 24485 24518 28875 31211 37263

38050 41326 41734 41748 42216 43239 47146

48869 50846 62031 63320 68179 70069 72230

74443 77111 77878 89498 89570 90469 95966

97388 116900 123107 141128 154460 169827 180263 190406 199949 213159 225313 240253 251022 262044 273202 284987 296530 310110 320072 331760 345628 362831

382337 386612

394477

105089

117577

129963

143072

156248

174859

182990

190893

203669

218909

225846

240378

251600

263097

274024

285611

298001

310929

321737

334204

347758

365291

382551

387729

394576

106046 118570

131520 147486 158875 175048

184860 191136

205126

220861

232225 240667

253975 264911

274284 287813

302005 312245

321830

335223 350474

369383 382938 389033 395962

110041

119323 136046

147861

160200 177412 185364 192777

206064 221321

235489 241753 258976

271218 276032 289761

303834 314690 326082

337477 350889

375093

382964 389088 396795

111794 121293

139871

148394 165316

177719 188499 195936 209172

221604 236275 241912 260154

271448

280449

291323 304182 316064

328338

338812

352975

376886

384270 390248

398715

115653 121351

140885 152004

165705

179131

189118

198113

210915

222622

238450

245334

261414

272407

281892

293072

306485

318875

331068

340362

361498

379014

384480

392402

399462

30. Ziehungstag H. September 1934

In ber heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

'M 276122

18746

117455 134289

159516 188997 214954 260539 272935 307733 340689 881515

393437

117482

136997

160767

194648

215103

257766

275367

310261

342021

383260

393955

119588 137088

161287

195802

215302

261120

278229

312139

351174

385098

130259 65978 80086 55007

277303

120093

138701

176074

196558 218096 264015 285274

313637 351855

390647

326872

358414

115928

322919

93436 121755 144834 182417 201024 230942 270704 287998 323782 354371 392262

398208

42 Gewinne zu 500 'M

................ --- -- 61483

81596 88889 88932 95464 143758 143986 175496 199486 221582 224271 231704

284672 310002 321914 330427 369724

160 Gewinne zu 300 M. 767 4952 12211 18649 27290 49256 55735 58503 69179 70063 70539 72331 79454 90091 -----

2 Gewinne zu 1000000

2 Gewinne zu 5000 M.

4 Gewinne zu 3000 M.

4 Gewinne zu 2000 M.

20 Gewinne zu 1000 M. 198662 219366 269650

194124 393163

76988 145144 247691

12495

61538 117071 126818 152100 18/224 202577 231136 272235 291563 325124 361162 392375

20 Tagesprämien.

Auf jede gezogene Nummer find zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II:

9551 12478 159645 189424 228223 234965

260560 292005 326187 372180

Die Ziehung der 1. Klasse der 44. Preußisch- Süddeutschen (270. Preußischen) Staatslotterie findet am 19. und 20. Oktober 1934 stall.