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fef, so sind sofort und unwiederbringlich sämtliche ungewünschten Haare entfernt. Und außerdem be­sitzt er ein Haarwuchsmittel na, ich will nichts weiter sagen, als daß alle Männer mit gelichte­tem Scheitel ihm ein Denkmal setzen würden, bürst ten sie es benutzen."

Und warum bringen Sie dieses Mittel nicht mit?"

Badinga und ich sind gute Freunde. Aber er gibt mir die Mittel nicht, auch nicht für Gewehre, Photoapparate und andere Zaubermittel der Wei­ßen. Es existiert eine uralte Überlieferung, daß diese Mittel nur von schwarzen Zauberern ange­wendet werden dürfen und nur für schwarze Men­schen bestimmt sind. Alles Zureden hat nichts ge­nutzt."

Wer begleitet Sie, Herr Freyberg? Leiten Sie eine große Expedition?"

Die stellen wir unten zusammen, aus Schwar­zen. Nur vier Weiße fahren hinunter. Ein Regis­seur und zwei Kameraleute. Herr N e u b e r t, der Kameramann, dürfte Ihnen bekannt sein, er ist schon mit Gunther Plüschow in Feuerland ge­wesen und hat den FilmDer weiße Kondor über Feuerland" gedreht."

Wird es sehr gefährlich fein?"

Freyberg lächelt wieder.Das Gefährlichste sind die Tropenkrankheiten, aber wer so lebt wie ich,

der wird nicht krank. Ich bin 27 Jahre in Afrika gewesen und habe niemals Malaria gehabt, nie­mals schwarzes ober gelbes Fieber, niemals Blut- ruhr ich bin überhaupt niemals krank. Und jeder Weiße, der vorsichtig ist, braucht keine Furcht vor Krankheit zu haben/

Und wilde Tiere"

Freyberg deutet auf zwei große Gewehre, die von seinem Begleiter gehalten werden.Eine Elefantenbüchse, wie es nur vier auf der Welt gibt. Damit lege ich morgens vor dem Frühstück einen Elefanten um. Sonst tun uns die wilden Tiere nichts, wenn wir sie in Ruhe lassen. Das gefähr­lichste Wild ist der Rotbüffel, aber er schmeckt gut ..."

So steht er da, kühl, sachlich, lächelnd, so als fahre er übern Sonntag nach Stuttgart, um seine Tante zu besuchen, und nicht als wäre er Leiter einer Filmexpedition, in ein Gebiet, wo sich noch keiner vor ihm hingewagt hat, um Tiere und Men­schen zu filmen, die bisher von niemand gefilmt worden sind.

Dann winkt er aus dem Stuttgarter Zug. Mor­gen fliegt er weiter nach Barcelona, und dann be­steigt er das Schiff und führt bis an die Gam­biamündung, wenige Stunden vom toten Busch, dem Wohnort der Gorillas entfernt.

Auf Wiedersehen im Herbst ..

Wirtschaft.

Zusammenschluß- und Deiriebs- erweiterungsverbot für Großbetriebe in der Hauchtabakindustrie.

Dns RWM. teilt mit, daß der scharfe Wettbewerb der Hersteller von Rauchtabak die Gefahr der Ver­nichtung volkswirtschaftlich wertvoller Unternehmun­gen der Mittel- und Kleinindustrie nahegerückt habe. Bemühungen um eine Verständigung über die Wett­bewerbmaßnahmen, insbesondere die Fabrikpreise und Verkaufsbedingungen haben zu einem Zusam­menschluß der überwiegenden Mehrheit der Industrie aeführt. Da sich eine Verständigung mit den ver­bliebenen Außenseitern als unmöglich erwies, hat der Reichswirtschaftsminister diese dem Kartell Deut­scher Rauchtabakfabriken in Berlin angeschlossen. Eine Ausnahme für die zahlreichen Kleinhersteller brauchte dabei nicht gemacht zu werden, da deren Rechte und Pflichten nach der Satzung des Kartells solange ruhen, als die von ihnen versteuerten Her- stellunasmengen in drei aufeinanderfolgenden Mo­naten insgesamt 150 Zentner Rauchtabak nicht über» schreiten. Auch sie sind jedoch zur Meldung der von ihnen versteuerten Rauchtabakmengen an das Kar­tell verpflichtet. Sie können ferner freiwillig an allen Rechten und Pflichten der Kartellmitglieder teil­nehmen. Eine Aenderung der Kleinverkaufspreise tritt durch den Zusammenschluß nicht ein.

Als Rauchtabak im Sinne der Regelung gelten: Pfeifentabak und feingeschnittener Rauchtabak, incl. von steuerbegünstigtem FeinschnittSchwarzer Krauser", Feinschnitt zum Kauen, Roll- ober Strangtabak unb Tabak in Platten, ber zum Rau­chen aus der Pfeife bestimmt ist, sowie Kentucky- unb Virginiapreßtabak unb Ungarblätter, jeboch ausschließlich von sogenanntem Kleinpflanzertabak.

Um zu verhindern, baß sich bie Wettbewerbsmaß­nahmen auf nicht regelbare Gebiete verschieben unb dadurch zur weiteren Ausdehnung der Großbetriebe führen, ist gleichzeitig ein B e t r i e b s er w e i t e - rungsccrbot für Großbetriebe über 15 0 0 0 Zentner Jahresproduktion er­lassen worden. Für besonders gelagerte Fälle hat ber Reichswirtschaftsminister sich bie Entscheidung vorbebalten. Die Regelung ist als eine vorüber­gehende Maßnahme gebucht, bis sich bie Auswirkun­gen bes Gesetzes zur Vorbereitung bes organischen Ausbaues ber beutschen Wirtschaft auf bie Rauch- tabatinbuftrie übersehen lassen.

Oie Notwendigkeit der Steigerung der Schafzucht.

Die früher blühende deutsche Schafzucht ist auf rund 3/2 Millionen Tiere zurückgegangen. Infolge­dessen müssen gegenwärtig 95 v. H. des deutschen Wollbedarses durch Einfuhr gedeckt werden. Zur Entlastung der Devisenbilanz und um Deutschland zu Zeiten der Abschnürung der Rohstoffzufuhr den erforderlichen Bedarf an Wolle weitestgehend zu sichern, ist eine Steigerung der Schafzahl um das Mehrfache des gegenwärtigen Bestandes notwen­dig und geplant. Diese Steigerung begegnet vorn Standpunkte der Futteraufbringung deshalb keinem Anstand, weil die für Schafe nutzbaren Futter­flächen Deutschlands ausreichen. Dagegen fehlt es an der Absatzmöglichkeit für das dabei erzeugte Fleisch, nachdem die in der zurückliegenden Zeit vorhandenen Ausfuhrmöglichkeiten für Schlacht­schafe und Schaffleisch infolge Erschließung neuer Bezugsquellen durch die Bedarfsländer fast vollstän­dig verschlossen sind. Deshalb ist notwendig, daß

in Deutschland mehr Schaffleisch als bis­her genossen wird. Es muß erreicht wer­den, daß der Verbrauch an Schaffleisch im gleichen Verhältnis gesteigert wird, wie die eigene Woll­gewinnung eine Steigerung erfahren soll.

Frankfurter Börse.

Freundlich.

Frankfurt a. M., 11. Juni. Die Börse lag zum Wochenbeginn fest, doch fehlte es an genügend Aufträgen, um die erwartete Geschäftsbelebung zum Durchbruch kommen zu lassen. Die Münchener | Rede des Staatssekretärs Reinhardt bot eine' Anregung für den Rentenmarkt und auch für die ©efamtborfe, da das Problem der Arbeitslosigkeit offenbar durch neue Maßnahmen sehr bald beseitigt werden könne und daß vor allem eine Erleichterung für die Wirtschaft in der organischen Zinssenkung bevorsteht. Auch die neuen deutsch-schweizerischen und holländischen Transferbesprechungen waren zu beachten. Angesichts der Geschäftsstille war die Börse ziemlich fest. Am Elektromarkt lag eine beson­dere Anregung durch den Geschäftsbericht von Fel­ten vor, Felten 2,25 v. H., Accumulatoren 2 v. H., Bekula 1,25 v. H., Lahmeyer 1,40 v. H. fester. Gut gehalten Schuckert, Gesfürel und AEG-, nur Sie­mens leicht gedrückt. Deutsche Linoleum lagen eben­falls in Auswirkung des Bilanzberichtes 1,50 v. H., Aku 1,25 v. H. höher. Automobilwerte durch die jüngsten Verlautbarungen behauptet. Am Zellstoff­markt Waldhof wieder nur knapp gehalten, dagegen Aschaffenburger erneut 0,50 v. H. freundlicher. Schiff­fahrtsaktien 'waren gedrückt und zwar Hapag um 0,50 v. H. Nordd. Lloyd um ca. 1,75 v. H. IG. Far­ben bei anfänglich etwas größeren Umsätzen 1,25 v. H. fester, im Verlaufe wieder 0,50 v. H. leichter. Rütgerswerke verloren 1,13 v. H., Scheideanstalt 1 v. H. Nicht ganz einheitlich waren Montanwerte, leicht gebessert noch Stahlverein, Rheinstahl und Gelsenkirchen, um 1 v. H. fester waren Mannes­mann und Klöckner. Bis 0,50 v. H. niedriger da­gegen Mansfeld, Harpener und Ilse Stamm, Ilse Genuß minus 3 v. H.

Am Rentenmarkt waren Neubesitzanleihe mit 23 v. H. eher etwas fester, Altbesitz gut gehalten, nur späte Neichsschuldbuchforderunaen 0,50 v. H. schwä­cher. Fest waren Stahlverein-Bonds mit plus 1,50 v. H. Von Auslandsrenten zogen Anatolier Eisen­bahn um 1,65 v. H. auf 36,90 v. H. an.

Unter dem Druck der herrschenden Geschäftsstille bröckelten die Kurse im Verlaufe an fast allen Marktgebieten um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. ab, Schiffahrtsaktien lagen insgesamt 1 bis 1,50 v. H. niedriger. Dagegen waren Harpener, Scheideanstalt und Farbenindustrie mäßig höher. Daimler gingen auf 15 (1,40 v. H.) zurück. Gut behauptet kamen Kalinebenwerte, Cement Heidelberg, Deutsche Erd­öl und Südd. Zucker zur Notiz. Äm Rentenmarkt bröckelten die Kurse gleichfalls leicht ab und zwar bis zu 0,13 v. H., Neubesitz galten ca. 22,95. Am Pfandbriefmarkt lag etwas Angebot vor, doch blie­ben die Kurse ziemlich behauptet. Stadtanleihen gin­gen überwiegend etwas zurück. Im übrigen lagen Festverzinsliche ruhig. Von fremden Werten lagen Mexikaner und Ungarn etwas leichter. Tages­geld war zu 3.25 um 0,25 v. H. leichter.

Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 11. Juni. Im Abendbörsen­verkehr war die Umsatztätigkeit infolge der nur ge­ringen Publikilmsbeteiligung wieder eng begrenzt, zumal die Kulisse Zurückhaltung übte und eher zu weiteren Realisationen geneigt schien. IG. Farben

unterlagen mehrfachen Schwankungen, wobei sich per Saldo eine Minus-Differenz von 0,50 v. H. gegen den Berliner Schlußstand ergab. Ferner waren Daimler Motoren etwas angeboten und 0,65 v. H. niedriger, auch sonst lagen die Kurse meist nur knapp gehalten. Etwas fester lagen Mannesmann mit plus 0,40 v. H. und Zellstoff Waldhof mit plus 0,75 v. H. Schiffahrtsaktien blie­ben auf dem befestigten Schlußniveau behauptet. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls nahezu geschäfts- los bei etwas nachgebenden Kursen. Altbesitz ver­loren 0,13 v. H., Neubesitz 5 Pf., späte Reichsschuld­buchforderungen waren zu 93,75 v. H. behauptet, während Reichsbahn-Vorzugsaktien um insgesamt 0,40 v. H. anzogen. Don fremden Werten gingen 4proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 um 2 v. H. auf 169 zurück, Anatolier Eisenbahn waren zu 37 bis 36,75 v. H. behauptet. U. a. notierten: Neube­sitzanleihe 22,95, Altbesitzanleihe 94,25 bis 94,13, Stahlverein-Bonds 74,75, DD.-Bank 59,75, Reichs­bank 153, Buderus 76, Gelsenkirchen 63,50, Har­pener 101, Mannesmann 67,50, Phönix 50, Rhein­stahl 97,75, Aku 62,50, Daimler 51,13 bis 51, Scheideanstalt 201,50, IG. Farben 144,75 bis 144,50 bis 144,75, bis 144,25 bis 144,75- bis 144,50, Ges­fürel 101,50, Holzmann 63,25, Rheag 99, Sckuckert 91, Siemens 141, Zellstoff Waldhof 49,50, Reichs­bahn-Vorzugsaktien 110 bis 110,13, Hapag 27,25, Nordd. Lloyd 33,25.

Frankfurter Schlachtviehnrarkt.

Frankfurta. M., 11. Juni. Auftrieb: Rinder insgesamt 1327 (gegen 1755 am letzten Montags­markt) darunter befanden sich 357 Ochsen, 115 Bul­len, 409 Kühe und 446 Färsen. Kälber 622 (548), Hämmel 32 (20), Schafe 4 (10), Schweine 3982 (4071). Notiert wurde pro ein Zentner Lebend­gewicht in Mark: Ochsen al) 34 bis 35, b) 32 bis

33, c) 28 bis 31, d) 24 bis 27. Bullen a) 31 bis 32, b) 29 bis 30, c) 27 bis 28, d) 24 bis 26. Kühe a) 30 bis 31, b) 27 bis 29, c) 22 bis 26, d) 14 bis 21. Färsen a) 34 bis 35, b) 32 bis 33, c) 29 bis 31, d) 25 bis 28. Kälber a) 51 bis 53, b) 46 bis 50, c) 39 bis 45, d) 29 bis 38. Lämmer und Hämmel bl) 35 bis 36, c) 33 bis 34. Schafe nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 38 bis 42, b) 39 bis 42, c) 38 bis 42, d) 36 bis 41, e) 31 bis 38, gl) 34 bis 36, g2) 31 bis 33. Im Preisvergleich zum letzten Mvn- tagsmarkt blieben Ochsen, Bullen, Kälber und Schweine behauptet, Kühe und Färsen zogen um je 1 Mark an, Hämmel gaben 1 Mark nach. Markt­verlauf: Rinder ruhig, geringer lleberftanb. Kälber, Hämmel, Schafe und Schweine ruhig, ausverkauft.

Frankfurter itie reid v r e

Frankfurt a. M., 11. Juni. Der Großmarkt verkehrte allgemein in fester Tendenz, das Geschäft war allerdings infolge des meist nur knappen An­gebots klein. Besonders fest lagen wieder Roggen, Hafer und ölhaltige Kraftfuttermittel, während Wei­zenkleie ruhiger lag. Es notierten: Weizen 207, Roggen 183 bis 185, Hafer 185 bis 187,50, Weizen­mehl, Type 563, Festpreisgebiet W X 28,90, das­selbe W VII 28,60, Raggenmehl, Type 610, Fest­preisgebiet R VIII 25,25, x dasselbe R VI 25,25, Weizenmehl IV B 16,25 bis 16,50, Weizennachmehl 15,50, Weizenfuttermehl 11,70 bis 11,80, Weizen­kleie, fein 10,75, grab 11 bis 11,15, Roggennachmchl 16,50, Roggenfuttermehl 12,25, Roggen kleie 11,50, Sojaschrot 16,35, Palmkuchen 15 bis 15,10, Erdnuß- kuchen 17,75, Treber 15, Trockenschnitzel 11,50 bis 11,65, Weizen- und Roggenstroh 2,30. Kartof­feln: Industrie, hiesiger Gegend, alte Ware 4,20 bis 4,50, Erstlinge, hiesiger Gegend, verladbar per ,11. Juni, 7,90 Mk., verladbar per 12. und 13. Juni, 7,25 Mk. ab Station pro 50 Kilo.

Die Regelung des Lavdbuüer-Derkauss.

Vom MilchwirtschaftsverbandHessen wird uns geschrieben:

Mit der gesetzlichen Neuregelung des Verkehrs mit Käse und Butter ist auch die Frage der Land- butter akut geworden. Nicht selten geben bei Ueber- füllung der Märkte gegen Marktende die Preise der Landbutter auf die Hälfte der normalen Preise nach und stempeln so die Preise zu einem Zufallsergeb­nis der jeweiligen Marktlage. Derartige Erschei­nungen bleiben auf den allgemeinen Buttermarkt nicht ohne Auswirkung, und die Milcherzeuger in ihrer Gesamtheit sind die Leidtragenden. Die Be­schneidung einer solch an und für sich recht frag­lichen Freiheit der Bauern liegt demgemäß im allge­meinen Interesse. .. ,

Der Reichskommissar für bie Milch­wirtschaft hat im Rahmen der durch die Ge­setze und die Verordnungen gegebenen Möglichkeiten nachstehende

Nichtlinien

aufgestellt:

1. In Gebieten, welche molkereimäßig noch nicht oder nur ungenügend erschlossen sind, wird man dem Bauern selbstverständlich auch bis zur Wand­lung dieser Verhältnisse die hofeigene Verwertung seiner Milch zu Milcherzeugnissen auch zum Absatz weitergestatten.

2. Das Gleiche gilt in molkereimäßig erschlosse­nen Gebieten, sofern infolge irgendwelcher Um­stände die Zuweisung der Milch zu einer Molkerei für einen Betrieb mit besonderen Schwierigkeiten verbunden wäre, oder wo z. B. in ausgesprochenen Zuchtbetrieben die ganze Magermilch auf dem Hofe verbleiben muß.

3. In allen anderen Fällen wird die hofeigene Herstellung von Milcherzeugnissen zum Zwecke des Absatzes unterbunden werden müssen, um jeden marktstörenden Einfluß dieser Erzeugnisse zu ver­meiden und zugleich die bestehenden Molkereien im Interesse der gesamten Erzeugerschaft zweckmäßig auszunutzen. Diese Maßnahmen erscheinen vor allem dort angezeigt, wo der betreffende Bauer seither bereits die ganze ober einen Teil feiner Milch regelmäßig ober auch nur zeitweilig an eine Molkerei abgeliefert hat. Die vielfach seitherige Ge­pflogenheit, sich bes Molkereibetriebes nur zur kon­junkturellen Ausnutzung ber jeweiligen Marktver­hältnisse zu bebienen, kommt in Zukunft schon ba- durch in Wegfall, baß bie Butterpreise wie es be­reits heute ber Fall ist, sich unbebingt stetig ent­wickeln unb baß bie ßanbbutter ihrer nicht so guten Qualität unb Haltbarkeit wegen im Preise nichtiger ausfällt. Diese Maßnahmen tragen ferner bazu bei, Mißgünstigkeit unb Unzufriebenheit in ben Kreisen der Erzeuger auszuschalten und sie zu einer völki­schen unb berufsstänbischen Einheit zu uerbinben.

4. Es bleibt auch in Zukunft jebem Bauern unbe­nommen, sich eine Einrichtung zur hofeigenen Ver­wertung seiner Milch anzuschaffen, er muß sich lebig» lich über bie Ausnutzbarkeit biefer Einrichtung je nach Lage ber gegebenen Verhältnisse von vorn­

herein im klaren sein. Auch bei nicht hofeigener Herstellung von Milcherzeugnissen kann bie Ent­rahmung überall bort am Platze sein, wo sich nach Lage bes Falls, insbesondre bei schwierigen Weg­verhältnissen unb bergt bie Rahmlieferung mehr empfiehlt als bie Beförberung ber ganzen Milch. Bei Unklarheiten unb Zweifelsfällen wolle Rück­frage beim zustänbigen Milchversorgungsverbanb gehalten werben.

Die Zeit ist also gekommen, baß bie Frage ber ßanbbutter einer ßöfung entgegengeführt wirb. Mit bem alten Zopf, Eigenbrötelei unb eine konserva­tiven Einstellung, die mit ber heutigen technischen Entwicklung ber Milchwirtschaft, sowie mit ben In­teressen bes Volksganzen nicht mehr in Einklang zu bringen ist, muß gebrochen werben.

Der Milchwirschaflsverbanb Hessen ist deshalb an bie Kreisämter (Landratsämter, Bezirks­ämter) mit dem Ersuchen herangetreten, sämt­liche Gemeindebehörden anzuweisen, Anträge auf Ausstellung von Uebernahmescheinen in allen Fällen zu verweigern, in denen die Mög­lichkeit der Milchablieferung an eine betriebs­wirtschaftlich normale Molkerei ober Sammel­stelle gegeben ist.

Um eine Ueberschwemmung solcher Molkereien mit Milch zu verhinbem, hat die Regelung im Einver­nehmen mit dem zuständigen Milchversorgungsver- band zu geschehen.

Giraßenbaupläne im Dillgebiet.

Dillenburg, 11. Juni. (ßPD.) Um neue Arbeitsmöglichkeiten zu erschließen, plant der Dillkreis die Durchführung größerer Straßcn- bauten. Neben verschiedenen Straßenverbesserungen und -Verlegungen ist eine Reichsstraße projektiert, bie ben Dillkreis mit bem Kreis Biebenkopf verbin­den soll. Ferner sind Bemühungen im Gange, eine Reichsautobahn durch ben Dillkreis zu führen. Alle diese Maßnahmen sollen einen gewissen Ausgleich bringen für ben leider immer noch nicht durchzu- führenden, aus wirtschaftlichen und arbeitsmarkt­politischen Gründen seit Jahren geforderten Wei­terbau der Eisenbahnlinie HaigerRabenscheid. Alle Bemühungen in dieser Angelegenheit haben wider Erwarten zu keinem Erfolg geführt, da die Reichs-

Drei neue Umgehungsstraßen im Kreise Schlüchtern.

Schlüchtern, 11. Juni. (ßPD.) Im Zusam­menhang mit der Ernennung der ßandstraße Frank­furtHanauFuldaßeipzig zur Reichsstrahe, er­halten die Städte Salmünster, Steinau und Schlüch­tern im Schlüchterner Kreisgebiet Umgehungs­str en. Diejenige für Steinau, die bereits seit Jahren im Bau ist, wird in Kürze fertiggestellt, während die für Schlüchtern und Salmünster fertig projektiert sind, aus technischen Gründen aber noch auf kurze Zeit zurückgestellt werden mußten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die tjmtei Öen Papieren angeführten Ziffern geben Oie Hohe Oer zuletzi veicyloyenen Dividende an *Jteut)sbanfDistoni 4 v H, Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frantmr o. l'l

Berlin

Schluß» kurS

Schlußk. Abend, börse

Schlup- kurs

Schlußk

Mittag» börse

Datum

9 6

11.6

9 6.

11-6.

% Deutschs Reichsanleihe o 1927

97,25

97

97,25

97.5

6% ebeiu.7% Dl. Reichsanl. o. 1929

99,6

99,6

99,7

99,7

6y«% Douug-Anleihe oun 1930 Deutsche Anl.-Ablas.-Schuld mit

92

92.3

92,25

91,5

AuSlos.-Rechten

94,5

94,13

94,5

94,25

DeSgl ohne AuSlos.-Siechte .....

6% el)em.8% Hess. Dolköstaal 1929

22,95

22,95

23

23

(tütfjühlb. 102%)

8% Hess. Landesbank Darmstadt

92,75

92.75

93

93

Gold R. 12

6%% pell. Lander-Hypotheken-

90,75

90,5

90,75

90,75

bank Darmstadt Liout Oberheijen Provinz-Anleihe mit

89,75

89,5

AuSlos.-Rechten

Deutlche Komm. Sammelabl An-

leihe Serie 1 mit Auslol.-Siechten 8% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

94,5

94,5

94,13

94,4

SolDpfe. 15 unkündbar bis 1935 1% ehern 7% Franks Hyp.-Bank

90,25

90.25

90,75

Goldpfe 16 unkündbar bis 1936 6%% ehern 4Y,% Franks Hyp.-

90,25

AO, 25

8ank-Liqu.-Dsandbrtese.....

ehern *V,% Rheinische

89

88,8

Hyp.»Bank»Liqu.»GoIdpse.

6% ehern. 8% Pr LandeSpfand»

91,25

90,5

briefunftalt, Pfandbriefe DL 19

% ehcm. 7% Pr. LandeSpfand-

briesanstall, Psandbriese R. 10

94

94

94

54

94

94

Steuergutsch Verrechnungskurs

99,4

99,6

99,4

99,6

*% Oesterrelchtsche Soldrente.

28

_

4,20% Oesterroicylfche Silberrente

1,2

1,1

1,13

4% Ungarische Goldrente ......

8,2

8,4

8

8,2

4% Ungarische Staalsrente v. 1910

7,25

7,5

7,55

4Yt% desgl. von 1913 ......

7,75

7,5

7,7

6% abgest. Goldmexikaner von 99

8,5

8,65

8,75

8,7

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

7,13

7,13

7,25

7,3

Gerte 1.....................

7

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Ivronflun a. ÄI

Berlin

Schluß- kurS

<5d>luBt. Abend» börfc

Schluß» turs

Schlußk. Mittag» börse

Dalum

9.6.

11-6.

9-6.

11-6

4% twtfll. Eene II

7,1

7,2

6% Ohimän. vereint). Rente v. 1903

4,4

4.65

4,4

4V,%Rumän.vereinh.Reniev.l913

6,9

6,9

4% Rumänische vercinv Rente

3,9

4

3,9

4

8V4% Anatolier

35,13

36,75

36,25

36,75

vamvurg-Amenka. Bakel o

27

27,25

27,75

27,25

Hamburg-Sudam Dampfschiff. o

26,75

Hansa-Dainpsschiss .. o

Norddeutscher Lloyd ... 0

'21®. kür Verkehrswesen Akt. .. 0

33,25

33.25

32,75

33,5

66,5

66,75

67

Berliner HanvelSgesellschasl ... 4

85,75

86,5

88

Hammen- und Privat-Bonk 0

53,5

53

53,5

53

Deutsche Bank und Diskont»

Gelellschafi................ o

Dresdner Bank....... g

58,5

63,5

59,75

64.5

58,5

53,5

59,75

64.5

Reichs bank ..... 12

153

153

152,25

153,25

«a-4.®..................... o

27,75

26,75

27,65

27,13

Bekula.......... 0

137

137,75

137,25

137,13

Sleltr. LkesenmgSgelellschäft ... 6

97,5

96

97

95,9

Licht unb ff ruft . 6

109,5

108,75

109,75

109

Felten & Guilleaume . o

lpeselisch.s.Eiektr. Unternehmung b Rheinische Elektrizität ......." 5

Schuckeri & Co....... ß

61,5

62,75

60,5

62,9

102,25

99,5

93

101,5

99

91

101,5

99

93,5

101,5

99

92

141,25

119,5

Eiemens S Halske........... 7

Labmever » La............ ,0

141,5 117

141 118,4

141

117,5

Buderus .................

76,5

76

77

76,25

Deutsche Ürbti .............. 4

122.13

122,5

121,75

121,25

Gelsenkirche»«...............

64,5

63,5

64

63,65

Harpener ............ <

102

101

100,5

101,75

Voesch Elle»KSln.Neuessen .. (

75,25

74,75

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159

158

157,5

158,5

31 le Bergbau Oenüfle........e

125

| 122

123,5

i 120

lödnerwerfe ....... C

Vtamc«manA*RAtat.. c

70,9

70

71

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67,65

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Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börsc

Schluß» kurs

Schlußk

Mittag- börse

Datum

9-6

11-6-

9-6-

11.6.

Monsselder Bergbau ..

......O

78

77,5

77,9

77.9

Kols werke ....

...... O

99,75

99,25

Phönix Bergbau ....

...... O

50,5

50

50,13

50

Rheinische Braunkohle»

..... 10

234,5

234,25

233

238

Rhein stahl

....... 0

98,25

97,75

97,25

98

Bereintgie Stahlwerke.

....... 0

43,75

44

43,65

43

Ötaoi Minen

.......0

16

15,5

15,75

14,75

ffaliwerke Aschersleben.

....... 5

121

120

121,4

121.5

Kaliwerke Westeregeln .

....... 6

121

120,5

124

121,75

Kaliwerke Salzdetfurth

.....IV,

159

159

159,5

159,5

3. ®. Farden-JnoustNe

....... 7

143,75

144,5

143,65

145

Scheldeanstalt........

....... S

202,75

201,5

Goldschmidt .........

.......O

68,5

68,5

69

68,25

Rüigerswerke ........

.......O

41,75

41,4

40,4

41,5

Metallgesellschafi......

.......0

84

83,5

83,75

83,5

Philipp Holz mann ....

.......e

63,5

63,25

64,75

63

Zementwerk Heidelberg Lemeutwerk Karlstadt..

......0

104

104

....... 0

125,5

Schultheis Payenhofer

......0

108,5

108

Aku lAUaemeine Kunstseide) .. O

63,5

62,75

63,9

63,5

Bemberg

....... 0

70,75

/1.25

71,5

70,5

Zellstoff Waldhos .....

.......0

50

49.5

49,75

48,75

Zellstoff Aschaffenburg

....... 0

44,5

45

44,5

44,65

Dessauer Gus .....

.......7

1

129,25

128,5

Daimler Motoren.....

.......O

52,5

51

51,75

51,65

Deutsche Linoleum ....

.......0

63,5

64,25

64,4

64,5

Oren stein & Koppel ...

.......0

65,25

64,25

Leonhard Tietz .......

.......0

20,75

20,5

20,13

20,9

kbade ...............

.......IC

193,5

198

193,5

199

Arru m ulatoren-Fabrü

.......0

179,75

181,75

179

180

Lonti-Guam«........

.......0

138

138

138,5

137.5

Orttaet.............

.......0

I 23,4

23,4

Mainkraftwerke Höchst 4

71

72,5

1

-

Süddeutscher Zucker.

1 175,25

l 176

1 176

1 -

Deoiienmarfl Berlin Frankfurt a. M

9-3unl

11-Juni

Amtliche Jlonerung

Amtliche Noticrunu

(Reih

Srie>

Geld

1 Arie

Buenos Aires

0,606

0,610

0,605

0,609

Brüssel-----

58,54

58,65

58,54

58,66

Rio de Jan.

0,151

0,153

0,151

0,153

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

56,52

56,64

56,49

56,61

Danzig.....

81,60

81,76

81,60

81,76

London .....

12,655

12,685

12,645

12,675

Helsingfors..

5,599

5,611

5,594

5,606

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Holland ....

169,73

170,07

169,73

170,07

Italien.....

21,70

21,74

21,68

21,72

Japan ......

0,753

0,755

0,751

0,753

Jugoslawien

5,664

0,676

5,664

5.676

LSlo..... :

63,62

63 74

63,59

63,71

Wien.......

47.45

47,55

47,95

48,05

Lissabon....

11.52

11,54

11,51

11,53

Stockholm...

65,26

65,40

65,23

65,37

Schweiz ....

81,42

81,58

81,39

81.55

Spanien....

34,32

34,38

34,29

34,35

Prag.......

10,44

10,46

10,44

10,46

Budapest ...

Neuyork...

2,502

2,508

2,499

2,505

Banknoten.

Berlin, 11 .Juni

Geld

2 rief__

Amerikanische Roten.....'.........

2,452

2,472

Belgische Noten..................

58,38

58,62

Dänische Noten .................

56,34

56,56

Englische Noten .................

12,60

12,66

Französische Noten...............

16,46

16,52

polländische Noten...............

16m,31

169.99

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

21,56

63,42

21,64

63,68

Deutsch Oesterreich, 1 IOO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

65,07

65,33

81,21

81,53

Spanische Noten.................

34,15

34,29

Ungarische Noir»««