fef, so sind sofort und unwiederbringlich sämtliche ungewünschten Haare entfernt. Und außerdem besitzt er ein Haarwuchsmittel — na, ich will nichts weiter sagen, als daß alle Männer mit gelichtetem Scheitel ihm ein Denkmal setzen würden, bürst ten sie es benutzen."
„Und warum bringen Sie dieses Mittel nicht mit?"
„Badinga und ich sind gute Freunde. Aber er gibt mir die Mittel nicht, auch nicht für Gewehre, Photoapparate und andere Zaubermittel der Weißen. Es existiert eine uralte Überlieferung, daß diese Mittel nur von schwarzen Zauberern angewendet werden dürfen und nur für schwarze Menschen bestimmt sind. Alles Zureden hat nichts genutzt."
„Wer begleitet Sie, Herr Freyberg? Leiten Sie eine große Expedition?"
„Die stellen wir unten zusammen, aus Schwarzen. Nur vier Weiße fahren hinunter. Ein Regisseur und zwei Kameraleute. Herr N e u b e r t, der Kameramann, dürfte Ihnen bekannt sein, er ist schon mit Gunther Plüschow in Feuerland gewesen und hat den Film „Der weiße Kondor über Feuerland" gedreht."
„Wird es sehr gefährlich fein?"
Freyberg lächelt wieder. „Das Gefährlichste sind die Tropenkrankheiten, aber wer so lebt wie ich,
der wird nicht krank. Ich bin 27 Jahre in Afrika gewesen und habe niemals Malaria gehabt, niemals schwarzes ober gelbes Fieber, niemals Blut- ruhr — ich bin überhaupt niemals krank. Und jeder Weiße, der vorsichtig ist, braucht keine Furcht vor Krankheit zu haben/
„Und wilde Tiere —"
Freyberg deutet auf zwei große Gewehre, die von seinem Begleiter gehalten werden. „Eine Elefantenbüchse, wie es nur vier auf der Welt gibt. Damit lege ich morgens vor dem Frühstück einen Elefanten um. Sonst tun uns die wilden Tiere nichts, wenn wir sie in Ruhe lassen. Das gefährlichste Wild ist der Rotbüffel, aber er schmeckt gut ..."
So steht er da, kühl, sachlich, lächelnd, so als fahre er übern Sonntag nach Stuttgart, um seine Tante zu besuchen, und nicht als wäre er Leiter einer Filmexpedition, in ein Gebiet, wo sich noch keiner vor ihm hingewagt hat, um Tiere und Menschen zu filmen, die bisher von niemand gefilmt worden sind.
Dann winkt er aus dem Stuttgarter Zug. Morgen fliegt er weiter nach Barcelona, und dann besteigt er das Schiff und führt bis an die Gambiamündung, wenige Stunden vom toten Busch, dem Wohnort der Gorillas entfernt.
„Auf Wiedersehen im Herbst ..
Wirtschaft.
Zusammenschluß- und Deiriebs- erweiterungsverbot für Großbetriebe in der Hauchtabakindustrie.
Dns RWM. teilt mit, daß der scharfe Wettbewerb der Hersteller von Rauchtabak die Gefahr der Vernichtung volkswirtschaftlich wertvoller Unternehmungen der Mittel- und Kleinindustrie nahegerückt habe. Bemühungen um eine Verständigung über die Wettbewerbmaßnahmen, insbesondere die Fabrikpreise und Verkaufsbedingungen haben zu einem Zusammenschluß der überwiegenden Mehrheit der Industrie aeführt. Da sich eine Verständigung mit den verbliebenen Außenseitern als unmöglich erwies, hat der Reichswirtschaftsminister diese dem Kartell Deutscher Rauchtabakfabriken in Berlin angeschlossen. Eine Ausnahme für die zahlreichen Kleinhersteller brauchte dabei nicht gemacht zu werden, da deren Rechte und Pflichten nach der Satzung des Kartells solange ruhen, als die von ihnen versteuerten Her- stellunasmengen in drei aufeinanderfolgenden Monaten insgesamt 150 Zentner Rauchtabak nicht über» schreiten. Auch sie sind jedoch zur Meldung der von ihnen versteuerten Rauchtabakmengen an das Kartell verpflichtet. Sie können ferner freiwillig an allen Rechten und Pflichten der Kartellmitglieder teilnehmen. Eine Aenderung der Kleinverkaufspreise tritt durch den Zusammenschluß nicht ein.
Als Rauchtabak im Sinne der Regelung gelten: Pfeifentabak und feingeschnittener Rauchtabak, incl. von steuerbegünstigtem Feinschnitt „Schwarzer Krauser", Feinschnitt zum Kauen, Roll- ober Strangtabak unb Tabak in Platten, ber zum Rauchen aus der Pfeife bestimmt ist, sowie Kentucky- unb Virginiapreßtabak unb Ungarblätter, jeboch ausschließlich von sogenanntem Kleinpflanzertabak.
Um zu verhindern, baß sich bie Wettbewerbsmaßnahmen auf nicht regelbare Gebiete verschieben unb dadurch zur weiteren Ausdehnung der Großbetriebe führen, ist gleichzeitig ein B e t r i e b s er w e i t e - rungsccrbot für Großbetriebe über 15 0 0 0 Zentner Jahresproduktion erlassen worden. Für besonders gelagerte Fälle hat ber Reichswirtschaftsminister sich bie Entscheidung vorbebalten. Die Regelung ist als eine vorübergehende Maßnahme gebucht, bis sich bie Auswirkungen bes Gesetzes zur Vorbereitung bes organischen Ausbaues ber beutschen Wirtschaft auf bie Rauch- tabatinbuftrie übersehen lassen.
Oie Notwendigkeit der Steigerung der Schafzucht.
Die früher blühende deutsche Schafzucht ist auf rund 3’/2 Millionen Tiere zurückgegangen. Infolgedessen müssen gegenwärtig 95 v. H. des deutschen Wollbedarses durch Einfuhr gedeckt werden. Zur Entlastung der Devisenbilanz und um Deutschland zu Zeiten der Abschnürung der Rohstoffzufuhr den erforderlichen Bedarf an Wolle weitestgehend zu sichern, ist eine Steigerung der Schafzahl um das Mehrfache des gegenwärtigen Bestandes notwendig und geplant. Diese Steigerung begegnet vorn Standpunkte der Futteraufbringung deshalb keinem Anstand, weil die für Schafe nutzbaren Futterflächen Deutschlands ausreichen. Dagegen fehlt es an der Absatzmöglichkeit für das dabei erzeugte Fleisch, nachdem die in der zurückliegenden Zeit vorhandenen Ausfuhrmöglichkeiten für Schlachtschafe und Schaffleisch infolge Erschließung neuer Bezugsquellen durch die Bedarfsländer fast vollständig verschlossen sind. Deshalb ist notwendig, daß
in Deutschland mehr Schaffleisch als bisher genossen wird. Es muß erreicht werden, daß der Verbrauch an Schaffleisch im gleichen Verhältnis gesteigert wird, wie die eigene Wollgewinnung eine Steigerung erfahren soll.
Frankfurter Börse.
Freundlich.
Frankfurt a. M., 11. Juni. Die Börse lag zum Wochenbeginn fest, doch fehlte es an genügend Aufträgen, um die erwartete Geschäftsbelebung zum Durchbruch kommen zu lassen. Die Münchener | Rede des Staatssekretärs Reinhardt bot eine' Anregung für den Rentenmarkt und auch für die ©efamtborfe, da das Problem der Arbeitslosigkeit offenbar durch neue Maßnahmen sehr bald beseitigt werden könne und daß vor allem eine Erleichterung für die Wirtschaft in der organischen Zinssenkung bevorsteht. Auch die neuen deutsch-schweizerischen und holländischen Transferbesprechungen waren zu beachten. Angesichts der Geschäftsstille war die Börse ziemlich fest. Am Elektromarkt lag eine besondere Anregung durch den Geschäftsbericht von Felten vor, Felten 2,25 v. H., Accumulatoren 2 v. H., Bekula 1,25 v. H., Lahmeyer 1,40 v. H. fester. Gut gehalten Schuckert, Gesfürel und AEG-, nur Siemens leicht gedrückt. Deutsche Linoleum lagen ebenfalls in Auswirkung des Bilanzberichtes 1,50 v. H., Aku 1,25 v. H. höher. Automobilwerte durch die jüngsten Verlautbarungen behauptet. Am Zellstoffmarkt Waldhof wieder nur knapp gehalten, dagegen Aschaffenburger erneut 0,50 v. H. freundlicher. Schifffahrtsaktien 'waren gedrückt und zwar Hapag um 0,50 v. H. Nordd. Lloyd um ca. 1,75 v. H. IG. Farben bei anfänglich etwas größeren Umsätzen 1,25 v. H. fester, im Verlaufe wieder 0,50 v. H. leichter. Rütgerswerke verloren 1,13 v. H., Scheideanstalt 1 v. H. Nicht ganz einheitlich waren Montanwerte, leicht gebessert noch Stahlverein, Rheinstahl und Gelsenkirchen, um 1 v. H. fester waren Mannesmann und Klöckner. Bis 0,50 v. H. niedriger dagegen Mansfeld, Harpener und Ilse Stamm, Ilse Genuß minus 3 v. H.
Am Rentenmarkt waren Neubesitzanleihe mit । 23 v. H. eher etwas fester, Altbesitz gut gehalten, nur späte Neichsschuldbuchforderunaen 0,50 v. H. schwächer. Fest waren Stahlverein-Bonds mit plus 1,50 v. H. Von Auslandsrenten zogen Anatolier Eisenbahn um 1,65 v. H. auf 36,90 v. H. an.
Unter dem Druck der herrschenden Geschäftsstille bröckelten die Kurse im Verlaufe an fast allen Marktgebieten um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. ab, Schiffahrtsaktien lagen insgesamt 1 bis 1,50 v. H. niedriger. Dagegen waren Harpener, Scheideanstalt und Farbenindustrie mäßig höher. Daimler gingen auf 15 (—1,40 v. H.) zurück. Gut behauptet kamen Kalinebenwerte, Cement Heidelberg, Deutsche Erdöl und Südd. Zucker zur Notiz. Äm Rentenmarkt bröckelten die Kurse gleichfalls leicht ab und zwar bis zu 0,13 v. H., Neubesitz galten ca. 22,95. Am Pfandbriefmarkt lag etwas Angebot vor, doch blieben die Kurse ziemlich behauptet. Stadtanleihen gingen überwiegend etwas zurück. Im übrigen lagen Festverzinsliche ruhig. Von fremden Werten lagen Mexikaner und Ungarn etwas leichter. — Tagesgeld war zu 3.25 um 0,25 v. H. leichter.
Abendbörse still.
Frankfurt a. M., 11. Juni. Im Abendbörsenverkehr war die Umsatztätigkeit infolge der nur geringen Publikilmsbeteiligung wieder eng begrenzt, zumal die Kulisse Zurückhaltung übte und eher zu weiteren Realisationen geneigt schien. IG. Farben
unterlagen mehrfachen Schwankungen, wobei sich per Saldo eine Minus-Differenz von 0,50 v. H. gegen den Berliner Schlußstand ergab. Ferner waren Daimler Motoren etwas angeboten und 0,65 v. H. niedriger, auch sonst lagen die Kurse meist nur knapp gehalten. Etwas fester lagen Mannesmann mit plus 0,40 v. H. und Zellstoff Waldhof mit plus 0,75 v. H. Schiffahrtsaktien blieben auf dem befestigten Schlußniveau behauptet. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls nahezu geschäfts- los bei etwas nachgebenden Kursen. Altbesitz verloren 0,13 v. H., Neubesitz 5 Pf., späte Reichsschuldbuchforderungen waren zu 93,75 v. H. behauptet, während Reichsbahn-Vorzugsaktien um insgesamt 0,40 v. H. anzogen. Don fremden Werten gingen 4proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 um 2 v. H. auf 169 zurück, Anatolier Eisenbahn waren zu 37 bis 36,75 v. H. behauptet. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,95, Altbesitzanleihe 94,25 bis 94,13, Stahlverein-Bonds 74,75, DD.-Bank 59,75, Reichsbank 153, Buderus 76, Gelsenkirchen 63,50, Harpener 101, Mannesmann 67,50, Phönix 50, Rheinstahl 97,75, Aku 62,50, Daimler 51,13 bis 51, Scheideanstalt 201,50, IG. Farben 144,75 bis 144,50 bis 144,75, bis 144,25 bis 144,75- bis 144,50, Gesfürel 101,50, Holzmann 63,25, Rheag 99, Sckuckert 91, Siemens 141, Zellstoff Waldhof 49,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 110 bis 110,13, Hapag 27,25, Nordd. Lloyd 33,25.
Frankfurter Schlachtviehnrarkt.
Frankfurta. M., 11. Juni. Auftrieb: Rinder insgesamt 1327 (gegen 1755 am letzten Montagsmarkt) darunter befanden sich 357 Ochsen, 115 Bullen, 409 Kühe und 446 Färsen. Kälber 622 (548), Hämmel 32 (20), Schafe 4 (10), Schweine 3982 (4071). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 34 bis 35, b) 32 bis
33, c) 28 bis 31, d) 24 bis 27. Bullen a) 31 bis 32, b) 29 bis 30, c) 27 bis 28, d) 24 bis 26. Kühe a) 30 bis 31, b) 27 bis 29, c) 22 bis 26, d) 14 bis 21. Färsen a) 34 bis 35, b) 32 bis 33, c) 29 bis 31, d) 25 bis 28. Kälber a) 51 bis 53, b) 46 bis 50, c) 39 bis 45, d) 29 bis 38. Lämmer und Hämmel bl) 35 bis 36, c) 33 bis 34. Schafe nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 38 bis 42, b) 39 bis 42, c) 38 bis 42, d) 36 bis 41, e) 31 bis 38, gl) 34 bis 36, g2) 31 bis 33. Im Preisvergleich zum letzten Mvn- tagsmarkt blieben Ochsen, Bullen, Kälber und Schweine behauptet, Kühe und Färsen zogen um je 1 Mark an, Hämmel gaben 1 Mark nach. Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer lleberftanb. Kälber, Hämmel, Schafe und Schweine ruhig, ausverkauft.
Frankfurter itie reid v r e
Frankfurt a. M., 11. Juni. Der Großmarkt verkehrte allgemein in fester Tendenz, das Geschäft war allerdings infolge des meist nur knappen Angebots klein. Besonders fest lagen wieder Roggen, Hafer und ölhaltige Kraftfuttermittel, während Weizenkleie ruhiger lag. Es notierten: Weizen 207, Roggen 183 bis 185, Hafer 185 bis 187,50, Weizenmehl, Type 563, Festpreisgebiet W X 28,90, dasselbe W VII 28,60, Raggenmehl, Type 610, Festpreisgebiet R VIII 25,25, x dasselbe R VI 25,25, Weizenmehl IV B 16,25 bis 16,50, Weizennachmehl 15,50, Weizenfuttermehl 11,70 bis 11,80, Weizenkleie, fein 10,75, grab 11 bis 11,15, Roggennachmchl 16,50, Roggenfuttermehl 12,25, Roggen kleie 11,50, Sojaschrot 16,35, Palmkuchen 15 bis 15,10, Erdnuß- kuchen 17,75, Treber 15, Trockenschnitzel 11,50 bis 11,65, Weizen- und Roggenstroh 2,30. Kartoffeln: Industrie, hiesiger Gegend, alte Ware 4,20 bis 4,50, Erstlinge, hiesiger Gegend, verladbar per ,11. Juni, 7,90 Mk., verladbar per 12. und 13. Juni, 7,25 Mk. ab Station pro 50 Kilo.
Die Regelung des Lavdbuüer-Derkauss.
Vom MilchwirtschaftsverbandHessen wird uns geschrieben:
Mit der gesetzlichen Neuregelung des Verkehrs mit Käse und Butter ist auch die Frage der Land- butter akut geworden. Nicht selten geben bei Ueber- füllung der Märkte gegen Marktende die Preise der Landbutter auf die Hälfte der normalen Preise nach und stempeln so die Preise zu einem Zufallsergebnis der jeweiligen Marktlage. Derartige Erscheinungen bleiben auf den allgemeinen Buttermarkt nicht ohne Auswirkung, und die Milcherzeuger in ihrer Gesamtheit sind die Leidtragenden. Die Beschneidung einer solch an und für sich recht fraglichen Freiheit der Bauern liegt demgemäß im allgemeinen Interesse. .. ,
Der Reichskommissar für bie Milchwirtschaft hat im Rahmen der durch die Gesetze und die Verordnungen gegebenen Möglichkeiten nachstehende
Nichtlinien
aufgestellt:
1. In Gebieten, welche molkereimäßig noch nicht oder nur ungenügend erschlossen sind, wird man dem Bauern selbstverständlich auch bis zur Wandlung dieser Verhältnisse die hofeigene Verwertung seiner Milch zu Milcherzeugnissen auch zum Absatz weitergestatten.
2. Das Gleiche gilt in molkereimäßig erschlossenen Gebieten, sofern infolge irgendwelcher Umstände die Zuweisung der Milch zu einer Molkerei für einen Betrieb mit besonderen Schwierigkeiten verbunden wäre, oder wo z. B. in ausgesprochenen Zuchtbetrieben die ganze Magermilch auf dem Hofe verbleiben muß.
3. In allen anderen Fällen wird die hofeigene Herstellung von Milcherzeugnissen zum Zwecke des Absatzes unterbunden werden müssen, um jeden marktstörenden Einfluß dieser Erzeugnisse zu vermeiden und zugleich die bestehenden Molkereien im Interesse der gesamten Erzeugerschaft zweckmäßig auszunutzen. Diese Maßnahmen erscheinen vor allem dort angezeigt, wo der betreffende Bauer seither bereits die ganze ober einen Teil feiner Milch regelmäßig ober auch nur zeitweilig an eine Molkerei abgeliefert hat. Die vielfach seitherige Gepflogenheit, sich bes Molkereibetriebes nur zur konjunkturellen Ausnutzung ber jeweiligen Marktverhältnisse zu bebienen, kommt in Zukunft schon ba- durch in Wegfall, baß bie Butterpreise wie es bereits heute ber Fall ist, sich unbebingt stetig entwickeln unb baß bie ßanbbutter ihrer nicht so guten Qualität unb Haltbarkeit wegen im Preise nichtiger ausfällt. Diese Maßnahmen tragen ferner bazu bei, Mißgünstigkeit unb Unzufriebenheit in ben Kreisen der Erzeuger auszuschalten und sie zu einer völkischen unb berufsstänbischen Einheit zu uerbinben.
4. Es bleibt auch in Zukunft jebem Bauern unbenommen, sich eine Einrichtung zur hofeigenen Verwertung seiner Milch anzuschaffen, er muß sich lebig» lich über bie Ausnutzbarkeit biefer Einrichtung je nach Lage ber gegebenen Verhältnisse von vorn
herein im klaren sein. Auch bei nicht hofeigener Herstellung von Milcherzeugnissen kann bie Entrahmung überall bort am Platze sein, wo sich nach Lage bes Falls, insbesondre bei schwierigen Wegverhältnissen unb bergt bie Rahmlieferung mehr empfiehlt als bie Beförberung ber ganzen Milch. Bei Unklarheiten unb Zweifelsfällen wolle Rückfrage beim zustänbigen Milchversorgungsverbanb gehalten werben.
Die Zeit ist also gekommen, baß bie Frage ber ßanbbutter einer ßöfung entgegengeführt wirb. Mit bem alten Zopf, Eigenbrötelei unb eine konservativen Einstellung, die mit ber heutigen technischen Entwicklung ber Milchwirtschaft, sowie mit ben Interessen bes Volksganzen nicht mehr in Einklang zu bringen ist, muß gebrochen werben.
Der Milchwirschaflsverbanb Hessen ist deshalb an bie Kreisämter (Landratsämter, Bezirksämter) mit dem Ersuchen herangetreten, sämtliche Gemeindebehörden anzuweisen, Anträge auf Ausstellung von Uebernahmescheinen in allen Fällen zu verweigern, in denen die Möglichkeit der Milchablieferung an eine betriebswirtschaftlich normale Molkerei ober Sammelstelle gegeben ist.
Um eine Ueberschwemmung solcher Molkereien mit Milch zu verhinbem, hat die Regelung im Einvernehmen mit dem zuständigen Milchversorgungsver- band zu geschehen.
Giraßenbaupläne im Dillgebiet.
Dillenburg, 11. Juni. (ßPD.) Um neue Arbeitsmöglichkeiten zu erschließen, plant der Dillkreis die Durchführung größerer Straßcn- bauten. Neben verschiedenen Straßenverbesserungen und -Verlegungen ist eine Reichsstraße projektiert, bie ben Dillkreis mit bem Kreis Biebenkopf verbinden soll. Ferner sind Bemühungen im Gange, eine Reichsautobahn durch ben Dillkreis zu führen. Alle diese Maßnahmen sollen einen gewissen Ausgleich bringen für ben leider immer noch nicht durchzu- führenden, aus wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Gründen seit Jahren geforderten Weiterbau der Eisenbahnlinie Haiger—Rabenscheid. Alle Bemühungen in dieser Angelegenheit haben wider Erwarten zu keinem Erfolg geführt, da die Reichs-
Drei neue Umgehungsstraßen im Kreise Schlüchtern.
Schlüchtern, 11. Juni. (ßPD.) Im Zusammenhang mit der Ernennung der ßandstraße Frankfurt—Hanau—Fulda—ßeipzig zur Reichsstrahe, erhalten die Städte Salmünster, Steinau und Schlüchtern im Schlüchterner Kreisgebiet Umgehungsstr aß en. Diejenige für Steinau, die bereits seit Jahren im Bau ist, wird in Kürze fertiggestellt, während die für Schlüchtern und Salmünster fertig projektiert sind, aus technischen Gründen aber noch auf kurze Zeit zurückgestellt werden mußten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die tjmtei Öen Papieren angeführten Ziffern geben Oie Hohe Oer zuletzi veicyloyenen Dividende an — *Jteut)sbanfDistoni 4 v H, Lombardzinsfuß 5 v. H.
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Berlin
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Datum
9 6
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83,75
83,5
Philipp Holz mann ....
.......e
63,5
63,25
64,75
63
Zementwerk Heidelberg Lemeutwerk Karlstadt..
......0
104
104
....... 0
125,5
Schultheis Payenhofer
......0
—
—
108,5
108
Aku lAUaemeine Kunstseide) .. O
63,5
62,75
63,9
63,5
Bemberg
....... 0
70,75
/1.25
71,5
70,5
Zellstoff Waldhos .....
.......0
50
49.5
49,75
48,75
Zellstoff Aschaffenburg
....... 0
44,5
45
44,5
44,65
Dessauer Gus .....
.......7
—1
——
129,25
128,5
Daimler Motoren.....
.......O
52,5
51
51,75
51,65
Deutsche Linoleum ....
.......0
63,5
64,25
64,4
64,5
Oren stein & Koppel ...
.......0
•—
—
65,25
64,25
Leonhard Tietz .......
.......0
20,75
20,5
20,13
20,9
kbade ...............
.......IC
193,5
198
193,5
199
Arru m ulatoren-Fabrü
.......0
179,75
181,75
179
180
Lonti-Guam«........
.......0
138
138
138,5
137.5
Orttaet.............
.......0
I 23,4
23,4
Mainkraftwerke Höchst 4
71
72,5
1 —
-
Süddeutscher Zucker •.
1 175,25
l 176
1 176
1 -
Deoiienmarfl Berlin — Frankfurt a. M
9-3unl
11-Juni
Amtliche Jlonerung
Amtliche Noticrunu
(Reih
Srie>
Geld
1 Arie
Buenos Aires
0,606
0,610
0,605
0,609
Brüssel-----
58,54
58,65
58,54
58,66
Rio de Jan.
0,151
0,153
0,151
0,153
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,52
56,64
56,49
56,61
Danzig.....
81,60
81,76
81,60
81,76
London .....
12,655
12,685
12,645
12,675
Helsingfors..
5,599
5,611
5,594
5,606
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ....
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien.....
21,70
21,74
21,68
21,72
Japan ......
0,753
0,755
0,751
0,753
Jugoslawien
5,664
0,676
5,664
5.676
LSlo..... :
63,62
63 74
63,59
63,71
Wien.......
47.45
47,55
47,95
48,05
Lissabon....
11.52
11,54
11,51
11,53
Stockholm...
65,26
65,40
65,23
65,37
Schweiz ....
81,42
81,58
81,39
81.55
Spanien....
34,32
34,38
34,29
34,35
Prag.......
10,44
10,46
10,44
10,46
Budapest ...
—
—
Neuyork...
2,502
2,508
2,499
2,505
Banknoten.
Berlin, 11 .Juni
Geld
2 rief__
Amerikanische Roten.....'.........
2,452
2,472
Belgische Noten..................
58,38
58,62
Dänische Noten .................
56,34
56,56
Englische Noten .................
12,60
12,66
Französische Noten...............
16,46
16,52
polländische Noten...............
16m,31
169.99
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
21,56
63,42
21,64
63,68
Deutsch Oesterreich, 1 IOO Schilling
—
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
65,07
65,33
81,21
81,53
Spanische Noten.................
34,15
34,29
Ungarische Noir» •••••«•••••••••«
—•


