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M Deutsche Front im Süürgehr'et

|.n9 .in die Verhältnisse nach 1935 einzugreifen. I Für sie gibt es lohnendere Aufgaben."

Die Ursache der Grubenkataflrophe von Offegg

ni!

Warschau, 12. Ian. (DRV. Funkspruch.-) Im Verfassungsausschusz des Sejm begann am Donners­tag die große Aussprache über «die ^Reform hpr nnf.

Tttuffolini beobachtet den Kurs des nalionalsozia- listischen Regimes in Deutschland mit gespannter Aufmerksamkeit. Er ist der Meinung, daß Reichs­kanzler Hitler sich aufrichtig bemüht, der Tatkraft der deutschen Jugend nützliche Ziele zu weisen. Mus­solini ist der Meinung. daßführendeMänner Europas, die am Weltkriege teilge- nommen haben, sich besinnen würden, einen neuen Krieg zu beginnen.

Zur Jrage der Völkerbundsreform habe Mussolini ausdrücklich erklärt, daß keine Rede davon sei. die kleineren Staaten einzuschüchkern oder zu übergehen. Einige kleinere Länder beteiligten sich eifrig an den Genfer Erörterungen und Intrigen, aber sie ent­zögen sich der Verantwortlichkeit für die Durchführung der Beschlüsse, für die sie selbst gestimmt hätten. Einige von ihnen spielten im Völ­kerbund eine hervorragende Rolle, aber mit ihren finanziellen Beiträgen seien sie schwer im Rückstand.

Die polnische Verfaffungs resorm.

London. 12. Ian. (DRB. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter derDaily Mail", Ward Price. berichtet über eine einskündige Unterredung, die er mit Mussolini halte. In dem Bericht heißt es: Mus'olini wünscht, daß Deutschland ..volle de­fensive Parität" mit anderen Ratio­nen erhält. Er glaubt, daß eine andere Lösung des Problems nicht möglich sei. Deutschland, so habe Mussolini gesagt, hat seine Bereitwilligkeit erklärt, auf Bombenflugzeuge. Geschütze von mehr als 15 cm Kaliber und Tanks von mehr als 6 Tonnen zu verzichten: aber Deutschland verlangt die defensiven Waffen, die keine andere Ration Europas aufzugeben beab- s i ch t i g t. Da Deutschland moralisches Recht auf Gleichheit von den Westmächten formell anerkannt worden ist. kann man unmöglich die logische Stärke seiner Forderung bestreiten, selbst defensive Waffen zu erhalten.

Scharfer Kampf gegen die Negierungskommission.

S a a r b r ü ck e n, 11. Jan. (DNB.) Im Landes­rat griff am Donnerstag Abgeordneter Kiefer von der Deutschen Front scharf die Marxisten und die liegierungskommifsion an. Oft von tosendem Lärm der Linken umbraust, gab er ein begeistertes Be- enntms zum deutschen Vaterlande ab.Wir deut- chen Manschen", so rief er,tragen die Verant­wortung in uns selbst. Niemand hat das Recht,, über die Saarabstimmung zu sprechen, als wir!

Mffolini fordert gleiches Recht zur Verteidigung für Deutfchland.

Der Eaisoncharakter

der letztet« Arbe te osenziffer.

Berlin. 11.San. (DdZ.) Aus der Aufglied-.

l r. Erwerbslosen in Berufsgruppen ergibt sich sehr eindeutig, daß die gegen die Vorjahre ver­hältnismäßig geringe Zunahme der Arbeitslosen- Zlffer zum Stichtage des 31. Dezember absolut saisonbedingt ist. In nicht weniger als acht Berufsgruppen, die unabhängig von den Witterunasverhältnifsen sind, ist nämlich die Arbeitslosenziffer weiter zurückgegan- g e n, darunter z. B. in der Berufsgruppe häusliche Dienste um fast 25 000. Zugenommen hat die Arbeitslosenziffer aber vor allem im Sauge- werbe (um 134 854) und in der Berufsgruppe der ungelernten Arbeiter (um 109 938). Die übrigen Berufsgruppen, die weniger als diese bei-

den von Witterungsverhältnissen abhängig sind, ha­ben nur geringfügige Zunahmen der Erwerbslosen- Ziffer zu verzeichnen, im wesentlichen wohl wegen der Schlüsselstellung des Baugewerbes. Aber auch nach diesem vorübergehenden Zuwachs bleibt in Deutschland am 31. Dezember 1933 die Erwerbs- losenzahl der A r b e i t e r mit 3 609 382 noch immer um 33,3 v. H. gegenüber dem Höchst­stände vom Februar 1933 zurück, die der Angestellten mit 448 618 noch um 23,7 v- H. gegenüber dem Höchststand. Am letzten Stich­tag, dem 15. Dezember 1933, wurden übrigens im Reichsgebiet noch 161961 Landhelfer festge- fiellt, darunter 35 868 weibliche, ein Beweis dafür, daß diese Einrichtung sich auch während der Winter- monate bewährt.

Jugendliche

n cht mehr in d»r Arbeitsfront.

Zehn Erholungslager der Deutschen Arbeitsfront.

Berlin, 11 Ian (VDZ.) Der Reichsschulungs- letter der Deutschen Arbeitsfront, Gohdes teilt mit, daß im ganzen Reich schnellstens zehn Lager eingerichtet werden, die je 300 bis 500 Pgg. fassen Diese Lager, die vor allem Erholungs- und Anregungsstatten für die alten Kamp- fer fern sollen, müssen in den schönsten Gegenden des Vaterlandes errichtet werden. Genügend ebenes Gelände für sportliche Betätigung muß Vorhandensein. Stätten historischer B e- oeu.tun g werden besonders bevorzugt, wie alte schlosser oder Besitzungen, die vom Staat unter- JX" roerbxn uenö lür diese Zwecke zur Verfügung Zk^t werden können. Es sollen nach Möglichkeit Schlafsale und Tagesräume vorhanden sein, die mindestens je 50 Mann fassen. Die Gauschulungs- leüer werden ersucht, schnellstens zu berichten, ob

Berlin, 11. Ian. (DNB.) In Ergänzung des Abkommens zwischen dem Führer der Deutschen Arbeitsfront und dem Iugendführer des Deutschen Reiches, wonach die HI. auch die Jugend der Deutschen Arbeitsfront umfaßt, ist jetzt eine Vereinbarung getroffen worden, nach der m Zukunft die männliche Jugend bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und die weibliche Jugend bis zum vollendeten 21. Lebensjahr nicht mehr von der Deutschen Arbeitsfront, sondern von der Hitlerjugend bzw. dem Bund deutscher Mädels erfaßt wird. Die von der neuen Vereinbarung betroffenen Jugendlichen dürfen auch nicht mehr den B e r u f s- und Fachverbänden der Arbeitsfront ange­hören.

Stundung der Tilgungsraten von Gehaltsvorschüssen an Beamte.

B r n g, 10. Jan. <DNB.) Der sozialpolitische und der verkehrstechnische Ausschuß des Abgeordneten­hauses hielten heute eine gemeinsame Sitzung ab. Der Vorsitzende, Abgeordneter Dr. Winter hielt den Opfern der Ofsegger Grubenkatastrophe einen Nachruf. Dann erstattete d e r M i n i st e r f ü r ö f - fentliche Arbeiten Bericht über die bisheri- gen Ergebnisse der Untersuchung. Infolge des starken Drucks der Ueberlagerung weise die Nelsongrube sehr schwierige Förderungsbedin- g ung en auf, wodurch die Kohle starke Nei- g u n g zur Kohlen st aubbildung zeige. Der Minister zitierte das Urteil des aus Brünn berufe­nen Berghauptmanns Ingenieur Schirmer. Nach einer Ansicht könne nicht der geringste Zweifel dar­über bestehen, daß es sich, nach den Wirkungen der Explosion zu urteilen, um eine heftigeKohlen- ftaub 6^101 i°n handele. Für die Entzündung des Staubes komme wohl eine lokale Explo- Non von Gas, das mit offenem Feuer

^l,n» 11-San. (DdZ.) Der Reichsarbeits- mimster hat die amtliche Förderung des De u t f ch e n R o t e n Kreuzes ungeordnet. Der ?a.rau.f hlu, daß das Deutsche Rote Kreuz ein Baustein im lebendigen Gefüge unseres Volkes sei und daß Dienst für das Rote hXuU3 für Volk und Vaterland Auch die Frauenorganisationen des Roten Kreuzes dürften nicht unnötig in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert wer- den. Das Deutsche Rote Kreuz sei kürzlich auf Grund einer neuen Satzung im Sinne der Grund­sätze des nationalsozialistischen Staates auch in per- soueller Hinsicht völlig umgestaltet worden. Der Minister ersucht, darauf zu achten, daß künftig gegenüber dem Roten Kreuz eine seiner Stellung im neuen Staat entsprechende Haltung eingenommen werde.

Kleine politische Nachrichten.

Der preußisch, M i n I st - r p ä si d e n Her- mann Goring feiert heute seinen 41 Ge­burtstag.

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Der litauische Gesandte ist Donnerstag vormittag wegen der Lage im Memelgebiet zu einer Rucksprache in das Auswärtige Amt gebeten worden. Hierbei sind auch die vorlie- genden Meldungen über angebliche Absichten litau- sicher Stellen gegen die memelländische Autonomie

Sprache gebracht worden. Der Gesandte hat solche Absichten unter Verwahrung gegen ihre Ver­breitung nachdrücklichst in Abrede gestellt

6pm^nC^rftUnlxrret?,n9 6es Außenminister-

vo i m o n mit Henderson wurde in unterridife- ten Kreisen di« Aufschiebung der @enfer

J 3a,,re b'ndurch an den russischen arkSbra e' mal an 6er jugoslawischen und läna- A-e grenze zu beobachten war, das hat jetzt S fcÄ vest-rreichs «ine Neuauflage ntr schleich-" sich deutsche Man-

nMe/oor^ Ä'3 P.oI.lh,d)en Glaubensbekennt- ntnes vor der Polizei keine ruhige Minute mehr l>°b°n, bei Nacht und Nebel über die Grenze 3m- Sin mit Lebensgefahr oer-

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«wckNchen. der dle^u^aS d«^H°fch7r aui

ch i n a. So werden vielleicht weitere Aufstandsbe­wegungen nicht das Ziel des Sturzes der Zentral- regierung, sondern lediglich das einer Absplitterung von ihr haben.

Als zwingende Notwendigkeit hat es die Zentral­regierung, die in ihrer schwierigen Lage vorläufig wunderbar ihre Nerven behält, erkannt, die mili­tärischen und industriellen Kräfte in ihrem e i g e n st e n B e r e i ch, den Provinzen des Yangt- setales, weiter auszubauen und methodisch zu ver­stärken und die Derkehrsmöglichkeiten ständig zu verbessern.

Die Konstellation der Mächte am Pazifik.

Japan und die russisch-amerikanischen Beziehungen.

in Verbindung kam, in Betracht. Da seit eini- 3eit Ein Teil der Grube unter die Betriebe mit schlagenden Wettern eingereiht war, bestehe die Ver­mutung, daß diese Grube auch heute nicht vollkom- men frei von Explosionsgasen sei. Es müsse daher aus Sicherheitsgründen die Verwendung of­fenen Lichts in dieser Grube beseitigt wer­den. Es handele sich dabei nicht um die Gefahr von Schlagwetterexplosionen, sondern um die Gefahr der Entzündung von Kohlenstaub durch kleinere Gas­explosionen. Der Kohlenstaub müsse durch Ver­mischung mit Steinstaub und durch Berieselung u n - schädlich gemacht werden. Der Minister er­klärte, er habe der Untersuchungskommission den Auftrag gegeben, die Jnspektionsbefunde des Re­vierbergamts gründlich zu prüfen und festzustellen, ob die angeordneten Maßnahmen auch durchgeführt wurden. Der Minister hat schließlich angeordnet, daß insbesondere gefährliche Schächte einer neuerlichen und strengen Kontrolle unterworfen werden.

Abstimmungsberechtigte selbst. Keine Reglerungskommission hat das Recht, uns die freie Meinungsäußerung zu nehmen, hat uns doch der Versailler Vertrag gegen unseren Willen gezwun­gen, uns über Abstimmungsmöglichkeiten zu äußern. Und nun will die durch den Versailler Vertrag eingesetzte Regierungskommission uns daran hin­dern?" Kiefer hielt der Regierungskommission vor, was sie alles im letzten Jahre ihres Bestehens noch tun könne, nachdem sie es so lange versäumt habe. Er nannte dabei die Wiederherstellung der Meinungsfreiheit, die Sicherung des Schutzes in der Schulfrage, Arbeitsbeschaf­fungen und schließlich die umgehende praktische Vor­bereitung der Volksabstimmung. Ein Ver­ordnungsentwurf über dielebenswichtigen Betriebe" (Elektrizität, Gas und Wasser), der die Möglichkeit schafft, lebenswichtige Betriebe der staatlichen Aufsicht zu unterstellen, ferner im Not­fall in die Preisfestsetzung von Elektrizität, Gas und Wasser einzugreifen, lehnt die Deutsche Front ab. Ihr Redner, Abgeordneter Richard Becker, erklärte:Wir haben die Verantwortung dafür' daß auch nach dem 10. Januar 1935 die Bevölkerung des Saargebietes noch leben kann. Wir haben jetzt schon alles zu unternehmen, daß die Rückgliederung ungehindert und ver­hältnismäßig leicht oonftatten aeht. Die Regierungs­kommission, deren Befugnisse sich nur noch auf 364 Tage erstrecken, hat kein Recht, mit dieser Verord-

plünbcrungen zu bewahren.

China und die Mandschurei blechen getrennt.

London, 11. Jan. (DNB.) Aus Anlaß der be­vorstehenden Krönung des Präsidenten von Man- dschukuo Pu Pi zum Kaiser haben maßgebende japanische Stellen dem ,Times"-Korrespondenten in Tokio erklärt, daß die Befürchtungen über die An­gliederung von Nordchina an Man- dschukuo unbegründet seien. Ziel der japa­nischen Politik sei, Mandschukuo von China g e - sondertzu halten. Sollte Pu Yi Kaiser von China werden, würde er nicht mehr Herr- scher von Mandschukuo sein.

Oie ostchmesicbe Bahn.

Tokio, 11. Jan. (DNB.) Außenminister H i r o t a und der russische Botschafter Serenem hatten eine Besprechung, in der Rußland der Regierung in Tokio ein neues Angebot über den Erwerb der ostchine- fischen Bahn gemacht haben soll. Die Russen hätten den Preis erheblich herabgesetzt. Da die japanische Regierung die Ostbahn nicht selbst erwerben wolle, sondern die mandschurische Regie­rung an dem Kauf der Bahn interessiert sei, habe Hirota den russischen Vorschlag der mandschurischen Regierung zur Kenntnis gebracht.

Berlin, 11. Jan. (VDZ.) Der Reichsfinanz- Minister hat ein V o r s ch u ß m o r a t o r i u m für die Reichsbeamten bewilligt. Der Minister hat sich damit einverstanden erklärt, daß dis im Januar 1934 fälligen Tilgungsraten der auf Grund der Richtlinien für die Gewährung von Vorschüssen m besonderen Fällen gewährten unverzinslichen Ge.

innerhalb ihres Bezirkes geeignete Plätze oder Ge­bäude zur Verfügung stehen. Dabei wird hervor- gehoben, daß diese Lager zugleich eine wirtschaft­liche Unterstützung für den betreffenden Gau dar­stellen.

Kirchenminister Beyer zurückgeireien.

Neubildung des geistlichen Ministeriums.

Berlin, 11.Jan. (DNB.) Amtlich wird durch den Evangelischen Pressedienst mitgeteilt: Professor O. Dr. Beyer hat sein Amt als Kirchen- minifter in die Hände des Herrn Reichsbischofs zurückgegeben. Der Herr Reichsbischof hat die Kirchenführer auf Sonntagabend, den 13. Ja- nuar, nach Berlin eingeladen, um ihre Vorschläge zur Neubildung des geistlichen Mini­steriums entgegenzunehmen. Der Herr Reichs­bischof hat Professor Beyer, ebenso wie die bis­her ihre Aemter kommissarisch weiter verwaltenden Herren, Pfarrer Weber, Pfarrer Klein und Dr. Werner, gebeten, die Geschäfte bis zur Neu­bildung des geistlichen Ministeriums weiter zu führen.

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Zu der Verordnung des Reichsbischofs vogr 4. Januar 1934, betreffend Wiederherstellung ge­ordneter Zustände in der Deutschen Evangelischen Kirche, teilt der Evangelische Presseverband für Bayern mit, daß die Kirchenleitungen der evan­gelischen Landeskirchen von Bayern und Würt­temberg den Vollzug dieser Verordnung ab - gelehnt und Rechtsoerwahrung gegen sie eingelegt haben.

2 5 v. H. Die französische Regierung sei, wie man in gut unterrichteten Kreisen betont, durchaus bereit, weitgehendes Entgegenkommen zu zeigen, man könne aber England keine Ausnahmestellung einräumen. Wenn England sich auf die restlose Wiederherstel­lung der amerikanischen Kontingente berufe, so Jei zu erwidern, daß die Vereinigten Staa­ten Frankreich arößtes Entgegenkommen in der Frage der Einfuhr französischer Weine bewiesen hätten. Die französische Regierung hat in­dessen beschlossen, die Einfuhrkontingente für eine sehr große Zahl englischer Waren wieder voll h e r z u st e l l e n. Der Beschluß hat in englischen Jn- dustriekreisen aroßeBefriedigung eregt. Die englische Presse spricht von einem Rückzug Frank­reichs und betont, daß England keine Gegen- zugeständisfe für die Aufhebung der Kür­zungen machen müßte.

Diplomatische Zagdgäste

-es polnischen Staatspräsidenten.

Warschau ll.San. (DNB.) Staat5prä[ibent moscttfi hat sich gestern zur Jagd nach der Bialoweszer Heide begeben. In seiner Be­gleitung befinden sich als Jagdgäste der polnische Ministerpräsident, der Senatsmavschall der unga- rische Agrarminister Kallay, ferner verdeutsche

DOn Moltke, die Gesandten der Tschechoslowakei, Oesterreichs, Rumäniens, d e i Vizepräsident des Senats der Freien Stadt Danzig, Greifer und der polnische Vertreter m Danzig. In politischen Kreisen War­schaus findet die Teilnahme des Vizepräsidenten Greiser besondere Beachtung.

Erfolgreicher Einspruch Englands gegen die Herabsetzung der französischen

Einfuhrkontingente.

r i s, 11. San. (DNB.) Der Handelsattache der englischen Botschaft sprach am Mittwoch am Quai in der Kontingentierungsfrage vor. Die eng­lische Regierung beschwert sich über die Herab- «etzung der Einfuhrkontingente auf

^9 große Aussprache über die Reform der pol­nischen Staatsverfassung. Der Redner de r O p Po­sition sprachen sich durchweg gegen die Re- l o r m aus. Der Vertreter der Vereinigten Polni­schen Fraktionen sagte, das Volk interessiere sich augenblicklich mehr fürd i e wirtschaftliche Katastrophe des Landes" als für dieAen- öerung der Verfassung. In der Erklärung des Ver­treters der Ukraine, des Abgeordneten Zaha- fiiewicz hieß es, es sei zu befürchten, daß durch die Verfassungsänderung der ukrainische Volksteil von I-glich em Anteil an den Staatsge- schaften ferngehalten werden würde. Dies sei ledoch unvereinbar mit dem Minderheitenschutz- Vo?8 un? -Nit den polnischen Gesetzen vom Jah5e 1922, worin den ukrainischen Gebieten eine au - 1 ° Tme Verwaltung zugesichert worden sei.

5m Jtamen des Regierungsblockes wies Oberst e \ auf die ideelle Seite der Verfassung hin und betonte, die Zeiten seien vorbei, wo die Erlan- gung materieller Guter im Vordergrund des öffent- llchen Interesses gestanden habe und die trügerischen Versprechungen als politisches Lockmittel reichlich in Anwendung gebracht worden seien. Nunmehr müß­ten Leistung und ideales Streben nach einem höheren Ziel, das im Kampf um die ©rofee des Staates emgeschlossen sei, als Gradmesser für den größeren Wert und die größere Verantwör- ßiet zu schaffen und das fei der gemeinsame Staat.

Tokio, 11. Jan. (DNB.) Ein Vertreter des japanischen Außenministeriums erklärte Pressever­tretern, die abelehnende Haltung Roose­velts in der Frage eines gegen Japan gerichteten Bündnisses oder Abkommens mit Rußland habe in japanischen Kreisen große Befriedigung hervorge- rufen. Die japanische Regierung habe die russisch- amerikanischen Beziehungen mit großer Aufmerk­samkeit verfolgt, sie oberen i ch t überschätzt wie zuweilen die europäische und amerikanische Presse. Die Haltuna der Vereinigten Staaten gegenüber Rußland und Japan müsse neutral sein, da die japanische Regierung trotz aller Verleumdungen tatsächlich keine kriegerischen Absichten gegenüber Rußland hege. Durch diese Haltung der Vereinigten Staaten sei die Möglichkeit einer weiteren Entspannung der japanisch-ame­rikanischen Beziehungen gegeben. Der neue japa­nische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Sato, werde sich bemühen, auch in der Flot­ten frage mit Roosevell zu einer Einigung zu kommen.

Fulschau von lleaierungstmppen besetzt

Schanghai, 11. Ian. (DRV.) Amtlich wird mttgeteilt, daß die chinesischen Regierungstruppen Futschau beseht haben. Die Behörden haben- sofort alle Waßnahmen getroffen, um die Stadt vor

Auf der Flucht vor dem Dollfuß-System.

Gruppen österreichischer Nationalsozialisten überschreiten die ungarische Grenze

Budapest, 11. Jan. (DNB.) Eine größere Gruppe österreichischer N a t i o n a l, o z i a. ist en hat die ungarische Grenze über- schritten. Nach Blättermeldungen soll der Füh­rer dieser Aktion der Architekt Materna sein der schon vor einigen Tagen mit mehreren Freun- oen es soll sich um zwölf handeln nach Oedenburg gekommen sei. Er und seine Freunde ^8 von regelrechten Pässen. Ueber die Zahl der über die Grenze Gekommenen gehen die Mitteilungen auseinander. Es stehe fest, daß bei Pmkaminoszent 144 Mann über die Grenze qe- gangen seien. Don anderer Seite werde erklärt daß insgesamt etwa 200 Mann Oester- reich verlassen hätten. Die Grenze werde streng überwacht. Materna sagte einem Bericht- erftatter des liberalen Ujfag, feine Leute, bei denen u f,$ rbeitslose handele, hätten es mit ihrer politischen Auffassung nicht mehr vereinbaren können unter dem Dollfuß-System in Oesterreich zu bleiben. Materna hat einem Vertreter des libe- ralen Pestt Naplo gesagt, in Oesterreich war es nicht langer auszuhalten, da die österreichischen Behörden, SA *" di- Angehörigen des r X e n fV 5 nationalsozialistisch gefmni sind, geradezu alles anwendeten, um die Angehörigen entweder zu bekehren, oder aber ihnen Dal materiell unmöglich zu

se) zu erwarten, daß nach und nach wa tausend Flüchtlinge über die grenze kommen. Nach weiteren Mit- ,mif*9Cn JoU cle Zahl derjenigen, die die Grenze Ä.?,cn burgenländischen Gemeinden Strem hX Gussmg überschreiten wollten, 600 betragen ah bin den übrigen nicht gelungen

3u sein, die ungarische Grenze zu gewinnen.

sich lenkt, hinter dem man Autos hinterherrasen laßt, auf dessen Spur Hunde gesetzt werden und den kurz vor der Grenze die Kräfte verlassen! Ein Trauerspiel, wie es fürchterlicher nicht sein kann, spielt sich heute in Oesterreich ab. Deutsche hetzen SS:'üÄ ä? "-Äs i s* "üe AilsweistingBefM für Matern«» sSSs

Architekt Materna, der Leiter der Gruppe Oester-1 Amtliche Förderung des liotSN KrkUzeS reichischer Nationalsozialisten, die vorgestern die M ~ ~ ®ren3e uach Ungarn überschritten haben, den Ausweisungsbefehl erhalten hat. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob er bereits abgereift ist. 27 andere Mitglieder der Gruppe sind bereits abgefahren. Es heißt, daß sie sich über d i e Tschechoslowakei nach Deutschland be­geben. Dagegen befindet sich in Pinkamindszent (Allerheiligen) noch eine Gruppe österreichischer Na­tionalsozialisten, die das Ergebnis der Beratungen der zuständigen Stellen über ihr Schicksal abwarten will. Nach den ungarischen Vorschriften über die Fremdenkontrolle, kann sich jeber zwei Monate ohne weiteres in Ugarn aufhalten. Ungarn betrach­tet die österreichischen Nationalsozialisten als po­litische Pflüchtlinge und wird demgemäß für ihre vorläufige Beköstigung sorgen.