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13 Fortsetzung.

Nachdruck oerbotenl

Leider noch keine Spur! Es ist sehr schwer, in

viel, vielleicht sogar schon in einer halben Stunde.

öuyiiyuj: xiiie jie elgenuicy > UUI unu [uigie 19m, lonnie lyn an seine darauf verfallen, wußte sie selbst nicht. Vielleicht mantel festhalten. Er drehte sich schroff erinnerte sie sich in dem Augenblick, als sie ein schlug ihr mit der geballten Rechten auf

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(Fortsetzung folgt.)

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Dod) nur unvollkommen. Es ist kein Bild vorhan- den Ich bin nur gekommen, um Sie, Frau von Stöbnitz, zu bitten, mir jetzt die Sachen zu zeigen, die von der jungen Dame im Stich gelassen wurden."

Frau von Stöbnitz nickte und meinte:

Abwarten!" beruhigte die blonde Frau, die am Anfang der vierziger Jahre stand, aber gut zehn Jahre jünger wirkte durch ihre schlanke," sportge­stählte Figur und die straffe Gesichtshaut.Ich wollte nur sehen, ob ich hier etwas Neues erfahren könnte. Ich bemühe mich schon weiter, aber ich wie­derhole: ohne Polizei- und Publikumshilfe geht es kaum schnell, das Nachforschen, da muß schon ein

Fahrziel nennen mußte, gerade an das Schild einer Straßenbahn mit der Aufschrift, vielleicht tauchten die beiden Worte auch sonstwie jetzt in ihrem Ge­dächtnis auf.

Regina Graven hatte sich, als sie merkte, daß sie von Peter Konstantin verfolgt wurde, ein Auto genommen und dem Chauffeur auf Geratewohl zu- gerufen:Schlesischer Bahnhof!" Wie sie eigentlich

Sic echte und die falsche Doralies

Roman von Anny von Panhuys.

Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)

Mit letzter Kraft krallte sie sich an seinen Mantel. Da stieß er nach ihr, rücksichtslos mit dem derb be­schuhten Fuß.

Sie fiel und riß ihn mit sich.

Fetzt kam Hilfe in Gestalt mehrerer Männer, darunter ein Kellner. Dem Kerl war die gestohlene Brieftasche, die er noch nicht hatte einstecken können, entfallen, und trotz der Männer, die ihn jetzt an­griffen, wollte er sie nicht im Stich lassen. Aber Re­gina war schneller als er. Da sprang er auf, und weil er wie ein Tollgewordener um sich schlug, ge­lang es ihm, die Pkänner abzuwehren und den Aus­gang zu gewinnen. Der Kellner lief ihm nach, aber es glückte ihm, zu entkommen.

Man half Regina beim Aufstehen. Den Hut hatte ihr der Mensch vom Kopfe geschlagen; wirr hing ihr das leuchtende, goldblonde Haar um das bleiche Gesicht. Der alte Herr, dem die Brieftasche gestohlen worden, stand vor ihr, sagte anerkennend:Daß ein so junges Mädchen so viel Mut hat!" Es klang wie ein großes Lob.

|d)lug ihr mit der geballten Rechten auf den Kopf, damit sie ihn loslassen sollte.

Nachdem der Diener gegangen, zeigte sie Doktor Konstantin die Karte.

Er las:

Magda Groner, Modistin!"

Jetzt wußte er ebenso wie sie: die Detektivin, tfrau Steinmetz, war gekommen. Sie hatte tags zuvor erklärt, sie ließe sich immer auf diese Weise meiben, damit ihr Besuch unauffällig bliebe.

^chon trat sie ein. Beide waren ihr entgegen­gegangen, von leiser Hoffnung erfüllt.

Aber von dem undurchdringlichen Gesicht der hüb­schen blonden Frau war nichts abzulesen. Weder Hoffnung, noch Enttäuschung.

Sie lächelte matt, begann leise:

Eden kam ein junger Bursche an Regina vorbei- gelaufen, und ohne zu überlegen, sprang Regina auf und folgte ihm, konnte ihn an seinem Loden-

"Diese Hilfsmittel sind uns leider zunächst ver­schlossen!" erwiderte Frau von Stäbnitz etwas kurz.

Leider!" seufzte Frau Steinmetz.Das heißt, ein wenig habe ich natürlich auch schon die Polizei bemüht; aber nicht, wie man so sagt, offiziell. Neu­angekommene junge Damen in Hotels, von ähn­lichem Aussehen, wie Sie mir Fräulein Wolfram geschildert, werden etwas unter die Lupe genom­men, immerhin ein Weg, der Erfolg haben könnte, wenn sich die Betreffende noch in Berlin befindet" Sie drückte ihren Hut fest auf das hübsch frisierte Blondhaar.Hoffentlich erhalten Sie bald Nachricht aus Mooshausen Wenn die Nachricht aber bis mor­gen nicht eintrifft, müssen Sie Herrn Wolfram de­peschieren, Frau von Stäbnitz, sonst geht zu viele kostbare Zeit verloren, und das könnten Sie nicht verantworten."

Frau von Stäbnitz schwebte es auf der Zunge, zurückzugeben:Ich weiß genau, was ich verant­worten kann!" Aber sie schwieg.

Nach kurzer Unterhaltung, an der sich auch Dok­tor Konstantin beteiligte, verabschiedete sich Frau Steinmetz.

Edda von Stäbnitz meinte verstimmt:

Ihre vielgerühmte Detektivin mag ja ganz tüch­tig sein, aber Wunder kann sie auch nicht tun!"

Er schüttelte den Kopf.

Das können wir alle nicht!"

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"Zch glaube kaum, Frau Steinmetz, daß Sie dabei etwas entdecken, was Ihnen als Fingerzeig dienen konnte.

Peter Konstantin blieb zurück, und die beiden r?r1üen<-!)e9tiben hinauf in das Zimmer, das die falsche Doralies bewohnt hatte. Die Betrachtung der Kleider und Wäsche war ergebnislos, und weiter fand sich nichts, außer einem angefangenem Brief: Lieber Dati! 1

Nur die Ueberfchrift stand da, und das Papier lag im Schrank, als wäre es schnell hineingeworfen worden.

Frau Steinmetz meinte:

Vielleicht ist die junge Dame inzwischen schon bei ihrem Vater angelangt, was nach meiner Ansicht durchaus das Wahrscheinlichste ist. Sie wollen nicht anfragen, weil Sie fürchten, wenn sie nicht heim­gekommen ist, den Vater zu erschrecken. Aber Sie dürfen überzeugt sein, gnädige Frau, sobald ihm die junge Dame erzählt was sie wohl tun muß, auf welche Weise sie davongelausen ist, daß er selbst Ihnen sofort Nachricht geben wird. Wahrscheinlich erhalten Sie schon morgen eine solche Depesche. Ich will mich natürlich weiter umschauen, aber mit allzu

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Frau von Stäbnitz gab zu:

Der Vater würde mir natürlich sofort depeschie­ren, daran zweifle ich keinen Augenblick. Aber vor heute, gegen Abend, kann Doralies Wolfram kaum zu Haufe sein. Morgen vormittag könnte dann ein Telegramm von ihrem Vater hier sein "

Sie seufzte:

Ich bin ganz konfus vor lauter Angst. Ein son­derbares Mädel, so wegzurennen und mich rn Angst zu jagen. Ich habe ihr nichts getan, war immer so gut zu ihr, wie ich irgend konnte. Bedenken Sie nur, Frau Steinmetz, wenn sie nun nicht zu ihrem Vater gereist wäre, und wir fänden sie nicht. Wie soll und kann ich mich denn dann vor ihrem Vater verantworten!?"

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Erst nachdem sie ein Stückchen gefahren, kam sie zur Besinnung über ihre Flucht. Denn einer Flucht glich doch ihr Verlassen des Stäbnitzschen Hauses, in dem sie ein paar Wochen wie ein geliebtes Töchter­chen gelebt hatte. Gelebt mit einer Lüge.

Betrug war wohl die genaue Bezeichnung dafür.

Sie saß wie willenlos in eine Ecke des Autos ge­drückt, und ihre Hände lagen um das Handtäschchen gekrampft, in dem sich die dreihundert Mar? be­fanden, die ihr Doralies gegeben, und das wenige Geld, das sie noch selbst besaß. Sie wußte nicht, was nun werden und was sie tun sollte; sie wußte nur, ftc hatte fort gemußt aus dem Bereich von Peter Konstantins Augen sie hätte feinem Blick nicht mehr begegnen können.

^rc Gedanken schossen durcheinander, und der Kopf begann abscheulich zu schmerzen. Eben fing es 3u regnen an. Trüber, kalter Herbstregen fiel, und Negma fror m dem mollig-warmen Pelzmantel.

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Sie wußte kaum noch, daß sie sich in einem Auto befand, sie hatte darin nur das Empfinden einer gewissen Sicherheit. Was danach kommen würde, sich wußte es nicht.

Plötzlich hielt die Taxe, und Regina mußte aus- steigen. Sie tat es zögernd, zahlte und begab sich unschlüssig in das Bahnhofsgebäude, landete in einem Wartesaal. Sie nahm mechanisch an einem Tisch Platz, bestellte sich Kaffee und begann zu über­legen.

Sie wollte sich irgendwo, vielleicht hier in der Nähe, ein Zimmer mieten und sich dann nach einer Stellung umsehen. Sie hatte ihre Abrnellumg aus Mooshausen bei sich und konnte sich richtig als Re­gina Graven anmelüen. Mochten sich danach die Folgen der Lüge einstellen, sie konnte ihnen wahr­scheinlich doch nicht ausweichen. Aber Doralies würde wohl alles ins reine bringen, mußte es ja auch, denn ihr Vater hatte die Afrikareise nicht an- getreten, und die Lage, ' die dadurch entstanden, konnte sowieso kaum besonders angenehm für Do­ralies fein.

Abwarten!, dachte sie. Abwarten!

Ein lauter, empörter Ruf aus Männermund riß Regina aus ihrem Nachdenken. Sie sah abseits an einem der Tische einen alten Herrn, der aufgesprun­gen war und heftig gestikulierte, dabei schrie:Den Dieb aufhalten, er hat meine Brieftasche!"

Es befanden sich nur wenige Menschen in dem großen Raum; die laute Stimme schien darin wider- zuhallen.

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Frau Edda seufzte:

Aber recht hat sie spätestens morgen muß ich an Herrn Wolfram telegraphieren, sonst geht viel kostbare Zeit verloren. Mein Mann braucht ja frotz- dem noch nichts von alledem zu erfahren, bis dieser Prozeß vorbei ist, damit er nicht zerstreut und ab­gelenkt wird. Für ihn gilt Doralies zunächst noch als stark erkältet."

Peter Konstantin rieb sich die Stirn, als hoffe er, daß ihm auf diese Weise ein rettender Gedanke käme. Aber das war schwer, das war sehr schwer. Es würde trotz der Bitte von Doralies, die Polizei nicht zu benachrichtigen, wohl nichts anderes übrig­bleiben, als es zu tun.

Er meinte, Doralies vor sich zu sehen, irgendwo in einem Winkel des großen Berlin, wo sie Pein­lichkeiten und Unannehmlichkeiten ausgesetzt war Und er hatte sie dorthin gejagt, er, dem sie nicht gleichgültig war, was ihm jetzt rasch klar geworden.

Er wollte die quälenden Gedanken verscheuchen, sagte sich, feine Phantasie mache zu tolle Sprünge, aber das Bild blieb: Doralies befände sich hier in der Riesenstadt in Not und Gefahr. Sie war zu hübsch, zu reizvoll. Es gab so dreiste Männer hier, und sie war so aufs Geratewohl, so sinnlos fort­gelaufen und besaß, wie er von Frau von Stäbnitz wußte, niemand hier, an den sie sich hätte wenden können. Die Dorwürfe, die er sich selbst machte, vep- dichteten sich er wußte nicht mehr ein noch aus.

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