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übernahmen, war diese Uebernahme deshalb leicht, weil das Schicksal dem arbeitenden Menschen den Unsinn dieser Organisationen klargemacht hatte. Die Kampfkraft der Arbeitnehmer war nicht etwa ge­stählt und gestärkt worden, sondern durch Zerklüf­tung niedergehalten und gebrochen worden. Aber darüber hinaus hatte das Schicksal durch die Geißel der Arbeitslosigkeit dem Arbeitnehmer wie dem Ar­beitgeber klar gemacht, daß sie z u s a m m e n ge­hör e n , wenn der Betrieb ihnen in Zukunft das Brot geben sollte. So drängte denn die Entwicke­lung auch über die Bildung einer Einheitsorgani­sation der Arbeitgeber hinaus und führte auch von dieser Seite aus die Kreise zusammen, die bisher in unerbittlichen Klassenfronten gegeneinander ge­standen hatten.

Durch das Gesetz zur Vorbereitung des organi­schen Aufbaues der Wirtschaft ist die notwendige Ergänzung zu dem Aufbau der Arbeitsfront als Gemeinschaft und zu dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit als der Verankerung des Be­griffes der sozialen Ehre geschaffen worden. Es ge­nügt nicht, daß diese Gruppen nebeneinander arbei­ten, sondern es ist notwendig, für eine gesunde und dem Ganzen dienende Zusammenarbeit zu sorgen. Man kann die Wirtschaftsführung nicht von den sozialen Erfordernissen der Menschen unab­hängig machen. Und ebensowenig wird man das soziale Wohlergehen der Menschen von dem Stande der Wirtschaft lösen können. Wir in der Arbeits­front wollen die Menschen führen zur Anständig­keit, zur Kameradschaft und, wenn notwendig, zum gegenseitigen Opfer. Die Wirtschaftsführung ist berufen, die sachlichen Dinge zu prüfen und zu ordnen. Der Treuhänder hat darüber zu wa­chen, daß alles im Sinne der Anständigkeit und im Geiste der Volksverbundenheit vor sich geht. Es gibt unendlich viele Fragen, die in dieser Zusammen­arbeit gelöst werden müssen. Ich erinnere nur an das Chaos in den Sozialversicherungen und dem Berufsschulwesen. Deshalb habe ich es gewagt, im ; Einvernehmen mit den verantwortlichen Reichs- 1 Ministern diese Tagung einzuberufen, und ich hoffe, daß dies der Beginn eines glücklichen Zusammen­arbeitens im Dienste unseres Volkes fei.

erlegen war.

Flüchtender Wilderer von einem Iagdhüker erschossen.

Bei Pirmasens hat sich ein W i l d e r e r d r a m a abgespielt. Der Jagdhüter Hügel von Bottenbach stieß in seinem Revier auf drei verdächtige Perso­nen, die er nach dreimaligem Anruf anfchoß. Die Wilderer konnten jedoch entkommen. Später schloß sich der Jagdhüter Schmidt von Gersbach seinem Kollegen an, und beide verfolgten die Wilderer. Schmidt stieß innerhalb der Ortschaft Winzeln auf zwei der verdächtigen Männer. Während der eine auf Anruf stehen blieb, ergriff der andere, der 44jährige Fabrikarbeiter Josef W i n n w a aus Pir­masens', die Flucht. Schmidt schoß nach ihm, und die Schrotladung, die Winnwa in den Kopf ging, führte den sofortigen Tod herbei. Der andere Wil­derer, der Fabrikarbeiter Matz aus Pirmasens, wurde festgenommen, ebenso bis zur vollständigen Klärung der Jagdhüter Schmidt.

Riesenfeuer auf dem Sportplatz der PragerSparla"

In Prag brach aus bisher unbekannten Gründen auf dem Sportplatz des SportklubsSparta" ein riesiges Feuer aus; das Feuer vernichtete alle Preise des Fußballklubs: Pokale, Figuren und andere Kunstgegenstände. Der Kassenraum ist cin- gestürzt. Es gelang, den Brand soweit zu be­schränken, daß die Tribünen rings um die Haupt­anlage nicht mehr bedroht sind.

Zwei Feuerwehrleute bei einem Brande ums Leben gekommen.

In dem ehemaligen Stahlhelmlager Haus Ostern darf bei Haltern (Westfalen) brach aus bisher noch ungeklärter Ursache ein Feuer aus, das mit rasender Geschwindigkeit um sich griff. Bei den Löscharbeiten und Rettungsversuchen der Feuerwehr stürzte plötzlich der Schornstein ein und begrub mehrere Feuerwehrleute unter sich. Zwei von ihnen wurden getötet. Drei weitere kamen mit Ver­letzungen davon.

vier Todesopfer der Bluttat von Thalheim.

Zu der bereits gemeldeten schweren Bluttat in Thalheim im Erzgebirge ist ergänzend zu be­richten, daß sowohl die drei Mädchen als auch der Täter, der 23jährige Lithograph Sieber aus Cranzahl ihren schweren Verletzungen erlegen sind, so daß die schreckliche Bluttat vier Opfer forderte.

Hinrichtung eines französischen Doppelmörders.

Der Marseiller Doppelmörder und ehemalige Winkeladvokat Sarret, der im Oktober v.I. vom Schwurgericht in Aix-en-Provence zum Tode ver­urteilt wurde, ist vor dem Gefängnis in Aix Mit5 gerichtet worden.

Versuche mit einem automatischen Stratosphären- Ballon in Rußland.

Wie die Telegraphen-Agentur der Sowjetunion in Moskau berichtet, haben in der Nähe von Lenin­grad Versuche mit einem neuen automatischen Stratospärenballon stattgefunden. Ein in der Gondel angebrachter drahtloser Sender funkte

vom Augenblick des Starts an die Meßergeb­nisse für Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit. Der Ballon erreichte als größte Höhe 18 600 Meter, wo eine Temperatur von minus 55 Grad Cel- ius herrschte. Bei Erreichung der Maximalhöhe barst, wie erwartet, die Ballonhülle, und die an einem Fallschirm befestigten Apparate begannen niederzugehen. Vermutlich sind sie in der Nähe des Ladogasees gelandet.

Geistig Minderwertiger schießt auf seine Mutter und tötet sich selbst.

Der geistig minderwertige Sohn der Familie M e w s in Schlönwitz (Kreis Schivelbein in Pom.) legte beim Hantieren mit einem Tesching vorsätz­lich zielend auf seine Mutter an, feuerte einen Schuß ab und verletzte die unglückliche Frau schwer. Nach der Bluttat lud der junge Mensch den Tesching aber­mals und tötete sich selbst durch einen Schuß. Die Mutter schwebt in Lebensgefahr.

Ein Angeklagter stürzt sich zum Fenster hinaus.

Ein aufregender Vorfall spielte sich während einer Verhandlung vor dem Dresdner Schöffen­gericht ab. In einem im 4. Stock gelegenen Ver­handlungssaal wurde gegen den Arbeiter Alfred Beck aus Dresden wegen Diebstahls und Nötigung verhandelt. Während der Verhandlung benahm sich der Angeklagte durchaus ruhig, sprang aber, nach­dem sich das Gericht zur Urteilsberatung zurück­gezogen hatte, plötzlich aus der Anklagebank über mehrere Tische hinweg, eilte ans Fenster und stürzte sich hinunter. Er fiel auf ein unter dem Fenster befindliches Gartenbeet, wo er mit inneren Verletzungen liegen blieb. Er mußte dem Friedrichstädter Krankenhaus zugefuhrt werden.

Sechs Tote bei Schiffszusammenstoß im Rebel.

Der in Belfast beheimatete kleine Küstendampfer Bantry" stieß, wie aus London gemeldet wird, auf der Höhe von Southseabill im Nebel mit dem TankerCardita" zusammen. DieBantry" sank so schnell, daß die Rettungsboote nicht ausgesetzt werden konnten. Von der 10 Mann starken Be­satzung konnten nur 4 gerettet werden.

Die Blätter des Verlags Hamburger Vörsenhalle

Gemeinschafisiaguilg der Arbeitsfront, der Treu bänder der Arbeit und der Wirtschaftssührer.

Reiches neben der Reichsopernbühne, dem Deutschen Opernhaus in Charlottenburg, insbesondere das Theater des Volkes (früher Großes Schauspielhaus), die Volksbühne am Horst-Wessel-Platz und das Deutsche Theater in der Schumannstraße zu be­treuen haben werde. Die Führung der genannten Theater wird im engsten Einvernehmen mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propa­ganda erfolgen. Es wurden bereits grundsätzlich einige wichtige Fragen, insbesondere die der perso­nellen Leitung, des Ensembles und des Spielplanes erörtert.

An der Bahre Oskar von Millers.

In aller Stille wurde am Dienstagnachmittag die Leiche Oskar von Millers im Münchener Trauer­hause durch Dechant S ch e n k l und die Pfarrherren

Zeugnisverweigerung aufmerksam. Frau Werther macht von diesem Recht Gebrauch. Weiter machte der Verteidiger die Zeugin Werther darauf auf­merksam, es hätten fünf Zeugen bei Haupt­mann Werther eine Pistole gesehen, die einer Mehrladepistole geglichen habe. Die Zeugin erklärte-dazu, ihr Mann habe keinen weiteren Revolver gehabt. Weiterhin wurde die Aussage einer Zeugin Margarete Schu­ster zitiert, der gegenüber Frau Werther einmal geäußert haben soll, sie sei mit dem Revolver in derHand durch das ganze Schloß g e - aangen. Die Zeugin Werther bestritt, diese ileußerung gemacht zu haben.

Der Verteidiger stellte weiter fest, daß die Behauptung der Zeugin Werther, der Mörder sei in hellem Licht aus dem Zimmer ihres Mannes auf fie zugegangen, im Widerspruch stehe mit der Tatsache, daß der Lichtschalter im Schlafzimmer des Haupt­manns Werther mit blutigen Händen umgedreht worden war. Wenn der Täter das Licht aufgedreht habe, so müsse es ja v o r - her dunkel gewesen sein. Weiter müsse dann auch der Täter Blut an den Hän­den gehabt haben. Rachdem aber feststehe, daß Liebig kein Blut an den Händen gehabt habe, müsse es jemand gewesen sein, der Blut an den Händen hatte. Wenn es nun der ver­wundete Hauptmann gewesen wäre, der den Schalter umdrehte, so wäre ja nachdem der Täter der Frau Werther im Lichtschein des Schlafzimmers ihres Mannes erschienen sein soll, das Licht ausgelöscht und nicht angemacht worden. Es seien also hier unlös­bare Widersprüche zwischen der Schilderung der Zeugin und dem Befund der Blutspuren am Schalter.

Es zeigt sich, daß die Zeugin Werther ihre Angaben wiederholt gewechselt hat. Die Zeugin entschuldigt sich mit der großen Aufregung, in der sie sich in der Mordnacht und an den folgen­den Tagen befunden habe.

Der Verteidiger stellte weiterhin fest, daß ein Kri­minalkommissar außer Dienst Lehnert aus Berlin mit Erhebungen im Falle Woltershausen beauftragt wurde und von Baron von Aufseß bzw. Frau Wer­ther angewiesen wurde, alles zu tun, um heraus­zubringen, daß Liebig der Täter fei. Es soll sich hauptsächlich um Versuche gehandelt haben, fest- zustellen, in welcher Lage ein Gewehr, das aus dem Fenster geworfen wird, in der Erde stecken bleibt, Beim ersten Einbruch hat sich bekanntlich ein solcher Fall ereignet. Die Verhandlung wurde dann auf Mittwoch vertagt.

Heimatwehr und deutsche Volksgemeinschaft.

Dublin ist der amerikanische Gesandte ____Dowell plötzlich gestorben. Der Präsident der vollziehenden Gewalt des irischen Freistaates De V a l e r a gab zu Ehren des Gesandten, der seinen Posten erst kürzlich übernommen hatte, ein Festessen in Dublin Castle. Nach der Begrüßungs­ansprache De Valeras erhob sich der Ge­sandte, der sich vollkommen wohlzufühlen schien, zur Antwort. Plötzlich hielt er mitten im Satz inne und brach zusammen. De Valera und der Päpstliche Nuntius, die beide neben ihm gesessen hatten, sprangen auf und kamen ihm zu Hilfe. Der Landwirtschaftsminister Dr. Ryan und der deutsche Gesandte Dr. Georg von Dehn-Schmidt stellten Wiederbelebungsversuche durch künstliche Atmung an. Doch zeigte sich zur Bestürzung der Festteil­nehmer, daß der Gesandte einem Herzschlag

Internationale Karakorum-Expedition.

Dieser Tage wird die Nachhut der Himalaja- Expedition, die den Nanga-Parbat zum Ziele hat, München verlassen. Ihr Führer ist, wie schon gemeldet, mit mehreren Begleitern bereits vor einiger Zeit vorausgereist. Gleichzeitig mit dieser deutschen Expedition geht eine weitere und zwar eine internationale in den Himalaja, die in dem nördlich vom Nanga-Parbat gelegenen Gebiet des Karakorum bergsteigerische und filmische Aufgaben lösen soll. Die Karakorum-Expedition wird von Professor D y r e n f u r t h - Breslau-Zürich geleitet, der vor drei Jahren schon mit einer eigenen Expe­dition den Kantsch zu erobern versuchte, aber das Endziel nicht erreichte. Die Karakorum-Expedition, die am 13. April ab Venedig mit dem gleichen Schiff nach Indien reist, mit dem die weiteren Teil­nehmer der Nanga-Parbat-Expedition dorthin fah­ren, zählt 14 Teilnehmer, darunter auch die Gattin des Führers. Es befinden sich. Schweizer, Oester­reicher und Italiener in der Gruppe, von Deut­schen Hans Ertl, der schon bei dem Grönland­film mitwirkte, der Operateur Richard Angst,^ be­kannt aus dem Mont Blanc-Film, und 2IIbert Höcht, bekannte Alpinisten, von denen Ertl und Höcht der Sektion Bayernland angehören.

Schlechte Rachrichten aus demTscheljuskin"-Lager.

In einem Funkspruch aus dem Lager der T f ch e l j u s k i n"-Besatzung heißt es, daß die Witterungsverhältnisse wieder eine ungünstige Wendung genommen haben. Der im Lager ge­landete Flieger Slepnew, der beabsichtigte, weitere Mitglieder der Besatzung nach Wankarem zu bringen, hält sich gegenwärtig noch bet den Schiffbrüchigen auf, da er den Start wegen des Witterungsumschlages verschieben mußte. Desglei­chen haben die anderen russischen Flieger, die von Wankarem nach dem Lager des Professors Schmidt fliegen wollten, einstweilen auf den Start ver-

von St. Benno kirchlich eingesegnet. Sodann wurde der in einem mit dem Kruzifix besetzten schwarzen Sarge ruhende Tote in das Deutsche Museum zur Aufbahrung überführt. Eine große Menschenmenge entbot vor dem Sterbehause dem Meister im ergrif­fenen Schweigen den Abschiedsgruß. Nun ruht der Verstorbene die letzten 36 Stunden vor seiner Bei­setzung inmitten seines Lebenswerks, in dem feier­lich ernsten Ehrenfaal des Deutschen Mu­seums, der durch Blattpflanzen und sechs mäch­tige Kandelaber mit roten Kerzen würdig geschmückt ist. Vom Turm des Deutschen Museums weht eine schwarze Fahne als Zeichen, daß der technisch-wissen­schaftliche Brennpunkt der Welt um seinen genialen Schöpfer und Gestalter trauert.

46. Kongreß der Gesellschaft für innere Medizin in Wiesbaden.

In Wiesbaden eröffnete Präsident Schitten- h elm (Kiel) vor überfülltem Saal den 4 6. Kon­greß für innere Medizin. In der Er­öffnungsansprache bekannte er sich zu dem Rasse­programm der nationalsozialistischen Bewegung. Der Rektor der Berliner Universität, Professor Dr.

Kunst und Wissenschaft.

Das Reich übernimmt die Führung des Theaterwefens.

Der Reichsminister für Volksaufklärung undPro- Oaaanba Dr Goebbels empfing führende Per- Wckkeiten des deutschen Theaters zu einer Be- fprechunq über die Maßnahmen, die ,m Zusammen- iS; Ä ii.*<:-p- >« bal Reick in der Hand des Reichsmimf eyums für Volksausklärung und Propaganda notwendig 8Ä,Ä'S@.:iäÄ> bramaturg Dr. Schlö er. Hinsichtlich der Ge ftamrna bes Berliner Theaterlebens in der nächsten Saison wurde in der Besprechung zum Ausdruck gebracht, daß die Theaterpol.t.k des

Berlin, 10. April. (DNB.) Im festlich ge- i chmückten Sitzungssaal der Bank der deutschen : Arbeit AG. fand die erste Gemeinschaftstagung ber( Deutschen Arbeitsfront, der Treuhänder der Arbeit und aller Wirtschaftsführer statt, der die Reichs­minister Heß, Dr. Goebbels, von Eltz-Rübenach, Schmitt, der Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, der Reichsobmann der NSBO. Schuh­mann, der Führer der Deutschen Wirtschaft Keßler, die Treuhänder der Arbeit, die Amtsleiter der Ar­beitsfront, die Reichsbetriebsgruppenleiter, die Be­zirksleiter der Arbeitsfront und die gesamte NSBO.- Leitung sowie sämtliche Führer der Wirtschafts­gruppen beiwohnten.

Oer Führer der deutschen Wirtschaft Keßler

ührte u. a. aus, die Führer der deutschen Wirt- chaft, selbst Mitglieder der Arbeitsfront, würden ihre Kräfte immer gern und freudig mitwirken lassen zur Erreichung des hohen Zieles, das sich die Arbeitsfront auf dem Gebiete der Menschen- führung gestellt habe. Wichtiger als die Organi- ation an sich sei ihr Inhalt, sei der rechte Gei st der Zusammengehörigkeit. Dessen müßten sich Führer, Unterführer und Geführte in der Wirtschaft jederzeit bewußt sein. Die Geführten müßten den Führern das rechte Vertrauen ent­gegenbringen können. Dazu sei erforderlich, daß der Führer von tadellosem Charakter sei, bejahend auf dem Boden des nationalsozialistischen Staates stehe, über ausreichende fachliche Erfahrungen ver- üge und unter Verbindung von sozialem und fach­lichem Können erfolgreich in der Wirtschaft tätig gewesen sei. Solche Führer mit einer zusammen­geschweißten Wirtschaftsgefolgschaft hinter sich wür­den mit Erfolg die großen und schweren Aufgaben meistern, die auf dem Gebiete der Forschung, der Konstruktion, der Fabrikation, der Güterherstellung, besonders hinsichtlich überlegener Oualitätserzeug- nisse, und der Güterverteilung zu lösen seien.

Oer Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley

erklärte u. a.: Als wir am 2. Mai vergangenen Jah­res die Unzahl von Gewerkschaften und Verbänden

Eugen Fischer, sprach über die heutige Erblehre und ihre Anwendung auf den Menschen. Den Höhe­punkt der Sitzung des ersten Kongreßtages bildete die mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede von Dr. Walter Groß (Berlin), dem Leiter des Aufklärungsamts für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, über die brennende Frage:Erb- biologie und nationalsozialistische Weltanschauung". Dr. Groß überbrachte die Grüße und Wünsche des Reichsführers der deutschen Aerzteschaft, Dr. Ger­hard Wagner (München), der selbst am Erscheinen verhindert ist.

Die neuen Vorsitzenden der historischen Reichs­kommission.

Der Herr Reichspräsident hat durch Erlaß vom 4. April 1934 für die Dauer von drei Jahren den Geheimen Hofrat Professor Dr. Oncken in Ber­lin-Dahlem zum Vorsitzenden, den Generaldirektor der preußischen Staatsarchive Professor Dr. Brackmann in Berlin-Dahlem zum ersten stell­vertretenden Vorsitzenden und den Geheimen Hof­rat Professor Dr. Brandenburg in Leipzig zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden der historischen Reichskommission ernannt. Hans Earossas Kriegstagebuch als Volksausgabe.

Hans Carossas Kriegstagebuch eines deutschen Arztes, zuerst im Jahre 1924 unter dem TitelRu­mänisches Tagebuch" veröffentlicht, Ift soeben als Tagebuch im Kriege" in einer wohlfeilen, dabei aber besonders schön ausgestatteten Ausgabe im Insel-Verlag zu Leipzig neu erschienen. Es gehört zu den wenigen Werken, in denen das Erlebnis des Weltkrieges eine dichterische Prägung gefunden hat. Der Krieg ist hier als das große Schicksal ge­staltet, in dem sich der Mensch zu bewähren hat. Aus dieser Grundhaltung empfängt das Buch seine Würde und den Anspruch, gerade heute von denen beachtet zu werden, die nach dichterischen Werken aus deutschem Geiste suchen.

gewiesen. Von dem zweiten Einbruch im Oktober habe sie nur gehört, weil sie damals in Haft gewesen sei. (Entgegen den bisherigen Feststellungen, daß nichts gestohlen sei, erklärte Frau Werther, es fehleeine Meng e", u. a. sei ihr dos' Silber vom Toilettentisch gestohlen. Auf die Frage, ob vielleicht politische Gründe den Einbruch ver­anlaßt hätten, gab sie zur Antwort, daß man bei ihr vielleicht parteipolitische Dokumente oder sonst etwas vermutet habe. Die Frage, ob sie. einen anderen Täter kenne als Liebig, ver­neinte die Zeugin; sie könne sich aber denken, daß vielleicht ein anderer noch mitgeholfen hätte. Daß weibliche Dienstboten des Schlosses in Betracht kämen, sei ausgeschlossen, lieber die Be­kleidung des Täters befragt, äußert sie, Liebig habe eine lange Hose und einen Arbeitsrock ge­tragen; am Moren fei er dann gut angezogen ge­wesen. Es sei ihr aufgefallen, daß er zu so früher Stunde schon vollständig angezogen gewesen sei.

Der Verteidiger macht Frau Werther auf ver­schiedene Widerspräche in den bisherigen Feststel­lungen und Zeugenaussagen aufmerksam, so habe sie verschiedenen Parteimitgliedern der NSDAP, gegenüber behauptet, der Mord an ihrem Mann sei eine kommunistische Tat, wobei sie Liebig der Tat bezichtigt habe. Da deswegen vom Verteidiger Liebigs eine Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Frau Werther eingereicht worden ist, machte der Vorsitzende Frau Werther auf das Recht der

zichtet. Die in den letzten Tagen von den Flie nach Wankarem gebrachten fünf Personen aus Lager des Professors Schmidt wurden mit Flugzeug nach Wellen transportiert, da ihr sundheitszuftand außerordentlich gelitten hat.

Aus aller Well

Der Tob beim Festbankett.

Innsbruck, 10. April. (DNB.) .In einer Ver­sammlung der neugegründeten Zivilorganisation der Tiroler Heimatwehr sprach das Mitglied der Bun­desführung der Heimatwehr Dr. Schweinitz- haupt über das Verhältnis zum Deutschen Reich. Er wies auf das Programm der Heimatwehr hin, in dem es heißt: Wir wollen die Genie in- fcbaft des deutschen Volkes bilden hel­fen. Mit diesem Grundsatz, fuhr der Redner fort, sei klar ausgesprochen worden, daß sich der Heimat­schutz aus den Boden des nationalen Gedankens durch Herstellungder deut­schen Volks- und S ch i ck s a l s g e m e i n - s cha f t stellen wolle. Die jetzt zwischen dem Deut­schen Reich und Oesterreich entstandene Lage be­dauere der Heimatschutz auf das Tiefste. Oester­reich sei kein Parteiproblem, das mit den Mitteln der Gewalt gelöst werden könne. Der Heimatschutz würde es begrüßen, wenn die deutsche Diplomatie die Initiative ergreifen würde, um mit der österrei­chischen Regierung in Verhandlung zu tretew Settist- verssändlich sei, daß der Heimatschutz den Entschei- dungen der Regierung nicht vorgreifen könne er werde fie aber in einem Sinne beeinflussen der dem nationalen Empfinden des deutschen Vest-rr-ichs entspreche. Dr. Schweimtzhaupt wandte sich auch ge­gen die Christlich-Soziale Partei Der Heimatschutz wolle dafür Sorge tragen, daß sie nicht nur ver­schwinde, sondern daß sie auch Nicht unter neuen Formen und neuem Namen wieder auftauche.

von den Hamburger Rachrichten übernommen.

Der Verlag Hamburger Vörsenhalle GmbH, teilt in seinen Blättern mit, daß er mit dem heutigen Tag das selbständige Erscheinen seiner ZeitungenHamburgischer Korrespon­dent" mitHamburger Börsenhalle und Schiff­fahrtsliften",Hamburger Neueste Nach­richten",Hamburger 8 Uhr-Abend­blatt" undMittagsblatt" e i n ft e 111. Die Zei­tungen werden mit dem 1. April vom Verlag der Hamburger Nachrichten" übernommen. DieHamburger Nachrichten" führen die Namen der übernommenen Zeitungen der Hamburger Bör­senhalle als Untertitel.

Wettervoraussage.

Im Bereich des Hochdruckrückens, der sich zwischen dem abziehenden Polentief und dem kräftigen west­lichen Tief gebildet hat, sinken die Luftmassen zu­sammen, so daß Aufheiterung eintritt. Allerdings kommt es in den Morgenstunden zu Dunst- uni) Wolkenbildungen. Die neue Störung hat zwar über der Bretagne und Südengland bereits ein verbreite­tes Regenfeld erzeugt, führt aber bei uns an ihrer Vorderseite zur Zufuhr warmer Luft, die ein An­steigen der Temperaturen veranlaßt, ohne daß vor­erst bei südlichen bis südöstlichen Winden Nieder- schlagstätigkeit aufkommen wird.

Aussichten für Donnerstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, wärmer, trocken.

Aussichten für Freitag: Warm, teilweise aufheiternd, aber auch wolkig, nochmals trocken.

Lufttemperaturen am 10. April: mittags 11,9 Grad Celsius, abends 5,5 Grad; am 11. April: morgens 2 Grad. Maximum 13 Grad, Minimum 0,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. April: abends 8,4 Grad; am 11. April: morgens 5,7 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 5 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantworllich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An» leinen: Theodor Kümmel. DA. III. 34: 11 550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.