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Anschlag auf den V-Zug Wien-M

den landwirtschaftlichen Bezirken mit Fürsorge, ihrem niederen Arbeitslosenstand sind die Rück-1

men werden, daß der frühere Gesandte in seinen Informationen an die Moskauer Auftraggeber für deren Bedürfnisse nicht schnell und ausführlich genug gearbeitet hat. Die deutsch-polnische Ler- ständigung kam ja in der Tat etwas über­raschend für den Kreml.

Die mit größter Vorsicht und Zurückhaltung be­triebene Außenpolitik gestattet den Polen auf der anderen Seite, den Schutz ihrer in fremden Staats­wesen lebenden Volksgenossen mit allem Nachdruck zu fordern, da das Streben nach Unabhängigkeit in diesem Falle die Gefahr« einersplendid Isolation keineswegs in sich birgt. Die letzten Meldungen aus Warschau besagen, daß die p o l n i s ch - t s ch e ch o -

1929 nicht mehr beobachtet! Im ersten Vierteljahr 1934 ljat die Zahl der Arbeitslosen sogar bereits um nahezu 1,3 Millionen abgenommen.

2 799 000 Arbeitslose wurden am 31. März bei den Arbeitsämtern gezählt. Damit ist die Drei­millionengrenze der Arbeitslosigkeit fast um eine Viertelmillion unterschritten. Schon mehr als die H ä l f t e der bei Beginn der nationalsoziali­stischen Machtübernahme vorhandenen sechs Mil­lionen Arbeitslosen sind wieder in Arbeit und Brot gebracht, und der Arbeitslosenbestand vom 31. März 1934 ist nur noch halb so groß wie am gleichen Stichtag des Vorjahres.

Daß sich die Arbeitslosigkeit auch in den dicht besiedelten Bezirken immer mehr auf- zulockern beginnt, zeigen die zahlenmäßig starken Rückgänge in Schlesien ( 78 000), Sachsen ( 69 000), Brandenburg ( 65 000) und Mittel­deutschland ( 57 000). Bayern hat einen über­durchschnittlichen Rückgang von über 70 000. In

Der Bericht der Reichsanstalt

Berlin, 10. April (DRB.) Der Ruf des Füh­rers zum Beginn der diesjährigen Arbeitsschlacht hat in allen Kreisen der Wirtschaft nachhaltigen Widerhall gefunden. Für März 1934 melden die Arbeitsämter einen Gesamtrückgang von fast 574 000 Arbeitslosen. Eine derartig starke Verminderung der Arbeitslosigkeit in einem einzigen Monat wurde seit dem Sommer

zu bringen, einen bedeutenden Erfolg erzielt. Stan­den doch um die gleiche Zeit des Vorjahres 2,299 000 Wohlfahrtserwerbslose in öffentlicher

Am sechsten Tage des Waltershausener Mord­prozesses wurde zunächst das Verhörder Frau W e r t h e r fortgesetzt. Der Vorsitzende fragt zu­nächst nach dem Besitz von Waffen. Frau Werther erklärt, daß sie vor etwa 30 Jahren einen Revolver bekommen habe. Er sei noch so geladen gewesen, wie sie ihn bekom­men habe. Sie habe überhaupt eine Abneigung gegen Waffen gehabt und aud) keine Kenntnis der­selben. So viel sie wisse, habe Liebig mit Pi­stolen gehandelt. Am Tage vor dem Morde habe ihr Mann gesagt, der Einbruch in der Nacht zum 16. Oktober sei wahrscheinlich von Liebig verübt worden, denn er, ihr Mann, habe im Büro (Werkstatt) einen Dietrich gefunden. Er habe noch, bevor Liebig das Schloß verlassen, den Wachtmeister Reusch rufen wollen, um Liebig vernehmen zu lassen und möglicher­weise eine Anzeige zu erstatten. Den Charakter Liebigs schildert Frau Werther als verlogen. Am Tag vor dem Mord habe sie zuerst im Garten ge­arbeitet und dann ein paar Stunden geruht. Auch Liebig habe damals im Garten gearbeitet. Es sei ihr aufgefallen, daß Liebig sie so böse angesehen habe. Sie und ihr Mann hätten an diesem Tage eine gute Stimmung gehabt. Gegen 20 Uhr hätten sie Abendbrot gegessen. Ihr Mann habe Eier ge­gessen und sie Brei. Dazu hätten beide Tee ge­trunken.

Der Vorsitzende stellt dann ungefähr die Vor­gänge am Abend wie folgt fest: Frau Werther fei ungefähr um 21 Uhr in ihr Schlafzimmer gegangen. Ihr Mann habe noch unten geweilt und nicht wie sonst mit ihr zusammen am Bett Karten gespielt. Er habe sich dann für die Nacht umgezogen und fei erst danach zu ihr ge­kommen, um ihr den Gutenachtkuß zu geben. Er habe dann die Tür zu feinem Zimmer hinter sich zugemacht. Ihr Mann werde wahrscheinlich noch etwas gelesen haben, während ie eingeschlafen fei. Durch einen furcht­baren Schrei fei sie später a u f g e w a ch t. Die Tür sei aufgegangen und im Türrahmen hätte Liebig gestanden. Er habe sofort angefangen zu knallen.

Der Vorsitzende fragt Frau Werther anschließend, ob es wirklich Liebig war, ob der Knall ein Schuß­knall gewesen sei und was das für ein Schrei ge­wesen wäre. Frau Werther erklärte, es sei ein W u t s ch r e i gewesen, sie könne nicht sagen, ob ihr Mann mitgeschrien habe. Der Vorsitzende macht die Zeugin darauf aufmerksam, daß ihre bisherigen Angaben über dieses Ereignis vielfach nicht überein st immten und ersucht sie, die Sache

men auf große Schwierigkeiten. Der Heizer des Zuges wurde nach der Entgleisung von den abrut­schenden kohlenmassen erdrückt und unter dem kohleuberg erstickt. Ein größeres Unglück ist nur da­durch verhindert worden, daß die schwere Lokomo­tive und die beiden folgenden Postwagen an der Spitze des Zuges sofort entgleisten und dadurch der Zug zum S ti llst and kam. Es ist festgestellt, daß an der Unglücksstelle schon zweimal An­schläge auf die West bahn st recke vorge- kommen sind, die bisher nur dank der Wachsamkeit der Weichenwärter verhütet werden konnten. Die Polizei hat den Hilfsarbeiter Baum­gartner verhaftet, der im Verdacht sieht, an dem Anschlag beteiligt zu sein. Baumgartner soll auch mit den Anschlägen, die im Herbst 1932 und im Frühjahr 1933 auf Lisenbahnzüge verübt worden waren, in Zusammenhang stehen. Es besteht die Vermutung, daß es sich um den Anschlag einer Terrorgruppe des aufgelösten Repu­blikanischen Schutzbundes handelt. Die

Der nationalsozialistische Rundfunk sei der erste politische Rundfunk der Welt. Die energische Politisierung habe aber die Gefahr der Ein­seitigkeit in sich getragen. Eine Zeitlang sei mit einem Ueberhandnehmen der Politik geradezu eine Gefahr für den Rundfunk erwachsen. Erst die notwendige Au slockerung der Programme ergäbe eine fruchtbare Gefamtarbeit. Die national­sozialistische Politik bilde die selbstverständliche Grundlage jeder Programmgestaltung im Rund­funk. Aber eben deshalb brauche die Politik nicht beständig zitiert zu werden. Musik, leichte Kunst, künstlerische Vielfältigkeit und dabei hohe Leistung müssen jedem Rundfunksender zu eigen werden.

Reichsminister Dr. Goebbels gab bekannt, daß es ihm gelungen sei, für den Rundfunketat und die Programmarbeit neue Geldmittel in er­heblichem Umfange zur Verfügung zu stel­len, die ausschließlich dem Kulturauf­bau zugute kommen sollen und nicht, wie es früher üblich war, für Spesen und Verwaltung verbraucht werden dürfen. Für die Verwaltung muß vielmehr der Grundsatz äußer st er Sparsamkeit gelten. Der Rundfunk müsse seine Aufgaben der frei schaffenden Künstlerschaft gegen­über erfüllen. Es sei der schönste Ehrgeiz eines Intendanten, einen unbekannten Mann aus der Provinz an seinen Sender heranzu­ziehen und ihn zu Leistungen anzuspornen, und so dem deutschen Volke neue Dichter und neue fruchtbare Künstler zu schenken. Die Natio­nalsozialisten seien jung und unverbraucht an die Macht gekommen und sie könnten nun das schönste Instrument handhaben, das sie mit der Seele eines ganzen Volkes verbindet. Er begrüße es, daß der Rundfunk wie überhaupt alle Disziplinen seines Ministeriums 'beständig unter der öffent­lichen Kritik stünden. Dadurch bleibe er m i t dem Volke in Verbindung und er erwarte von jedem feiner Mitarbeiter, daß er immer im Volke st e h e, immer in Bewegung fei, sich nie­mals isoliere und damit immer für aktive Aufgaben der Zukunft fruchtbar bleibe.

so zu erzählen, wie sie sich daran erinnere. Frau Werther erklärt darauf, sie sei, als sie damals im Schweinfurter Krankenhaus von den Kriminal­beamten verhört worden fei, so gequält worden, daß sie schließlich selbst irre geworden sei und an­gegeben habe, Liebig könne es nicht gewesen sein.

Der Vorsitzende fragt erneut, ob es Liebig war, worauf die Zeugin erwiderte:Liebig war es. Er hat auf mich gefchofse n".

Vorsitzender.-Woran erkannten Sie ihn? Zeugin:An seinem haar, es war ganz hell. Vorsihender:Wie haben Sie sich benommen? Die Zeugin erklärt darauf, sie sei nicht ruhig liegen geblieben, sondern sie sei sofort aus dern Bett gesprungen. Liebig fei schon im Zimmer gewesen und sie fei etwas auf ihn zugegangen. Sie habe gerufen:Um Gottes willen, Karl, hör auf mit dem Schießen! Er habe geantwortet:71 u n erst recht, gnä­dige Frau!" Wieviel Schüsse Liebig abge­geben habe, könne sie nicht sagen. Sie fei von den Kugeln getroffen worden. Nachdem sie rück­wärts auf ihr Bett gefallen fei, habe sie auto­matisch die Bettdecke über sich gezogen. Liebig seinochmalsnäher herangekommen, habe die Bettdecke aufgehoben und unter die Decke auf sie geschossen. Das sei der letzte Schuß gewesen. Diese furchtbare Szene vom letzten Schuß komme alle Nächte wieder vor ihre Augen. Wie Liebig sich aus dem Zimmer entfernt habe, könne sie nicht angeben. Sie habe einen Knall gehört, als ob eine Tür zugeworfen würde, hinausgehen hätte sie ihn nicht gesehen. Frau Werther fügt noch hinzu, daß Liebig sie bei der Abgabe der Schüsse höhnisch angesehen habe.

Frau Werther behauptet, ihr Mann hätte noch zweimal das Bett verlassen. Dem wider­spricht aber das Fehlen der Blutspuren. Dies erklärt sie damit, daß ihr Mann zuerst wenig geblutet habe. Einen Selbstmord ihres Mannes stellt sie in Abrede. Auch die Frage, ob es ein Verwandter sein könnte, verneint sie; die weitere Frage, ob es vielleicht ihr Sohn war, beantwortet sie damit, das sei die größte Lüge, die es gebe. Auf weitere Fragen erklärt Frau Werther, das Schloß fei verkauft, die Mobilien feien hinausgegeben, und sie selbst habe nur eine Witwenpension von 110 RM.; sie sei ohne Obdach und auf die Mildtätigkeit ihrer Verwandten an-

Das Programm

für den Feiertag der nationalen Arbeit

Eisenbahnschienen abgeschraubt.Oer Zug entgleist.-Zwei Todesopfer. Ein der Tat Verdächtigter verhaftet.

gange wohl zahlenmäßig geringer, jedoch gemessen am bezirklichen Bestand anteilmäßig höher. So kann Ostpreußen einen Rückgang um 40 v. $)., Pommern einen Rückgang um 30 v. S). melden.

Eine starke Stütze dieser Aufwärtsentwicklung bilden die Arbeiten aus dem Arbeitsbeschaf­fungsprogramm der Reichsregierung. Der kräftige Impuls, der von diesen Maßnahmen durch Belebung der Nachfrage auf dem Inlands­ware unmittelbar und mittelbar ausgeht und zu dieser Gesamtbesserung der Wirtschaftslage geführt hat, trug zu der starken Entlastung fast aller Be­rufsgruppen mit bei. Der Rückgang war im März am stärksten im Baugewerbe (51,7 v. H.).

Die Unterstützungseinrichtungen der A r b e i t s - losenverhilfe sind im Monat März entspre­chend e n t l a st e t worden, und zwar die Ar­beitslosenversicherung um rund 169 000, die Krisenfürsorge um rund 172 000 Haupt- unterstützungsempsänger und die öffentliche Fürsorge um rund 208 000 arbeitslose aner­kannte Wohlfahrtserwerbslose. Der Stand an Haupt­unterstützungsempfängern der Reichsanstalt war am 31. März 1 160 000. Die Zahl der Wohlfahrtser­werbslosen betrug noch 984 000. Damit hat das Be­streben aller beteiligten Stellen, gerade die l a n g - fristig Arbeitslosen wieder in Arbeit und Brot

Wien, 10. April (DRV) Der gestern um 23 Uhr aus Wien abgehende V-Zug mit zwei Zugteilen WienSalzburgMünchen und WienPassau Holland entgleiste bei Linz. Der Lokomotiv­führer und ein weiterer Beamter wurden getötet, 14 Beamte der Bahn und Post verletzt.

Das Unglück geschah dadurch, daß die Eisen­bahnschienen auf einer längeren Strecke abgeschraubt und über den Bahngraben geworfen worden waren.

MhralsVrMllionArbeiisloseimelsienMonatder neuen Ardeiissthlacht wieder in Arbeit gebracht. Auch in den Industriegebieten beachtliche Erfolge.

Krau Werthers Aussagen im Mordprozeß Woltershausen Oie Schilderung der Mordnacht. - Unlösbare Widersprüche.

Oie Feier auf dem Tempel- Hofer Feld.

Voraussichtlich um 16 Uhr wird der Staatsakt auf dem Tempelhofer Feld beginnen, bei dem der Führer sprechen wird. Hier wird das feier­liche Gelöbnis, das das Gesetz der nationalen Arbeit für die Vertrauensmänner fordert, erfolgen. Zu diesem Zweck werden die Vertrauensmänner au dem Nordteil in der Nähe der Führertribüne zusam­mengezogen werden, um dann angesichts des Füh­rers ihr Gelöbnis abzulegen. Die Veranstaltung aus dem Tempelhofer Feld wird auf alle deutschen Sender übertragen.

Ä m ganzen Reich finden in allen Städten bis zu den Kreisstädten Parallelveranstal- t u n g e n statt, bei denen ebenfalls die Vertrauens­männer ihr feierliches Gelöbnis ablegen werden. Diese gewaltige Kundgebung wird also ähnlich wie die Kundgebung gestaltet sein, die seinerzeit bei der Vereidigung der politischen Leiter der NSDAP, stattfanü.

Oer Aufmarsch.

Der Ausmarsch zum Tempelhofer Feld ist viel­leicht die größte organisatorische Ausgabe, die bisher in der Welt gestellt worden ist. Es liegen beim Pro- pagandaministerium Meldungen über eine Betei­ligung auf dem Tempelhofer Feld vor, die derart riesig sind, daß mit Mühe und Not 13 Anmarsch­wege festgelegt werden konnten. Bis zum Beginn des Staatsaktes wird auf dem Tempelhofer Feld ein halbes Dutzend von Bataillons­kapellen der Reichswehr, in einem gro­ßen Orchester vereinigt, die Masten unterhalten. 2000 Sänger werden Frühlingslieder fingen. In der Luft werden künstlerische fliegerische Darbietungen geboten. Eine Fahnen- gruppe von drei Fahnen in der phantastischen Höhe von 45 Meter wird die Nordseite des Platzes abschließen, daneben zur Linken und Rechten zwei Gruppen etwaskleinerer Fahnen" in einer Höhe von 36 Meter. Für die leiblichen Bedürfnisse sorgen 60 Verkaufsbuden, sowie etwa 5000 bis 6000 fliegende Händler. Schließlich wer­den um 21 Uhr die Massen noch einmal im L u st - garten zusammenkommen, wo der Ministerpräsi­dent Göring sprechen wird.

Abendliche Maifeiern.

Zwischen 20 und 1 Uhr nachts finden im ganzen Reich Maifeiern mit Tanz der Betriebs- gefolgfchaften in Sälen statt. Jeder deut­sche Sender wird aus feiner Landschaft heraus die Maifeier der Belegschaft eines Betriebes übertragen, also z. B. eine halbe Stunde aus der Maifeier der Belegschaft der Schichauwerft in Elbing, eine halbe Stunde der Zeppelinwerke in Friedrichshafen ufw. Dieser so vergnügte Abschluß des Tages der natio­nalen Arbeit wird durch die NSBO. und die NSDAP, im ganzen Reich veranstaltet.

Die allein in Berlin entstehenden Kosten für die baulichen Anlagen, den Festzug usw. dürf­ten rund eine Million Mark erreichen. Auch im Reich werden die festlichen Veranstal­tungen erhebliche Kosten verursachen. Sämtliche Kosten werden aus dem Erlös einer Fest­tags plakette, die in einer Auflage von 25 Millionen Stück zum Vertrieb kommen, aufgebracht werden.

ArbeitsgemeinschastfürThingplatzspiele

Der präsidierende Vorsitzende des Reichsbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. 23., Ministerialrat Otto Laubinger, hatte eine Arbeitsgemeinschaft für Thingplatz- Ipicle m Die Gauführerschule Seeburg bei Halle einberufen. Daran nahmen die von den Leitern der Landesstellen des Reichsministeriums für Volks-

die Feststellung der Attentäter des Eifenbahn- Jnfolge der Dunkelheit stießen die Hilfsmaßnah- Unglücks ausgesetzt.

Auftakt auf dem Brocken.

Berlin, 10. April. (DNB.) Der Tag der natio­nalen Arbeit hat nach den durch das Gesetz der na­tionalen Arbeit festgelegten Bestimmungen den Cha­rakter, einmal die Geschlossenheitdesschaf­fen den Polks darzutun, weiter den feierlichen Rahmen für das durch das Gesetz vorge-schriebene feierliche Gelöbnis der Vertrauensmän­ner der Betriebe abzugeben, schließlich aber auch, um mit dem symbolischen Kalendertag des 1. Mai das neue Leben, die Wiederkehr des Frühlings zum Ausdruck zu bringen.

Die Ausgestaltung dieses Tages ist auch dement­sprechend. Die Einleitung der feierlichen Veranstal­tungen ist eine Kundgebung der Hitler­jugend um Mitternacht auf dem Brocken im Harz (wie im vergangenen Jahr). Dort werden aus allen deutschen Gauen Gefolg­schaften der Hitlerjugend zusammenkommen und Frühlingslieder singen. Die Ostpreußen, die Bayern, die rheinische Jugend usw. werden vertreten sein, so­daß zunächst ein Zusammenklang der verschiedenen Stämme des deutschen Volkes, dlirch die Jugend dargeboten, zum Ausdruck kommt. Der Reichs­jugendführer Baldur von Schirach wird eine kurze Ansprache halten, die auf alle deutschen Sen­der übertragen wird. Die Hitlerjugend ihrerseits wird für ältere Mitglieder Parallelveranstaltungen an noch zu bestimmenden Orten im ganzen Reich durchführen.

Oer Festzug.

Um 7 Uhr wird in Berlin in den frühen Morgen­stunden, ausgehend vom Knie, ein Festzug durch d i e Straßen der Stadt sich bewegen. In diesem Festzug wird altes deutsches Brauchtum in zeitgemäßem Gewand dargestellt werden. Die Reichsstände der Industrie, des Handels und des Handwerks, der Reichsnähr­stand werden durch symbolische Darstellungen auf Wagen ober durch Fußgängergruppen vertreten sein. Die Gestaltung des Festzuaes, wie überhaupt des ganzen Tages, liegt in der Hand des Reichsmini ft ers für V o l k s a u f k l ä r u n g und Propaganda, der zur Unterstützung der Gestaltung des Festzuges die Abteilung Volkstum und Heimat der N S. - G e m e i n f ch a 's tKraft durch Freude" herangezogen hat. Im Reich werden ähnliche Festzüge in allen größeren Städten nach denselben Gesichtspunkten durchgeführt werden.

Kundgebung der Schuljugend im Lustgarten.

Um 9 Uhr findet dann im Lustgarten der erste Staatsakt statt, und zwar als Kund­gebung der Schuljugend in Anwesenheit der Vertreter der Reichsrcgierung und der Be­hörden. Zu diesem Staatsakt ist auch das Di­plomatische Korps eingeladen, und Vertreter der Reichsregierung werden das Wort nehmen. Diese Kundgebung wird über alle deutschen Sender über­tragen, und im ganzen Reich werden Parallel- Veranstaltungen für die Schuljugend durchgeführt. Den Schluß der Veranstaltung im Lustgarten bildet das Vorbei ziehen des Festzuges.

Während dieser Zeit werden aus allen deutschen Gauen die Vertreter der deutschen Ar­beiterschaft in Abordnungen mit Verkehrs­flugzeugen der Lufthansa n a ch B e r l i n gekommen sein. Sie werden in ersten und bekanntesten Hotels in Berlin untergebracht, um schließlich um 12 Uhr offiziell von der Reichsregierung emp­fangen zu werden.

Um 14 Uhr findet in der Staatsoper Unter den Linden ein FestaktderReichskulturkam- m e r statt, bei dem der Reichsminister Dr. Goebbels sprechen wird. Hierbei wird der Film- und Buch­preis zur Verteilung gelangen.

slowakische Spannung eine weitere Ver­schärfung erfahren hat. Nachdem im Gebiete von Mährisch-Ostrau wieder eine große Anzahl polni­scher Arbeiter von den dortigen Jnbustriewerken entlassen worden sind, fand in Te schon eine große Versammlung aller polnischen Organisationen statt. Es wurde eine Entschließung gefaßt, die sich gegen denfurchtbaren wirtschaftlichen und polizei­lichen Terror" wendet, unter dem die polnische Min­derheit in der Tschechoslowakei zu leiden habe. Und über die Erfolgsaussichten der von der polnischen Regierung geforderten Vergeltungsmaßnahmen werden sich die protestierenden Polen ja keine Illu­sionen gemacht haben.

aufklärung und Propaganda berufenen Geschäfts­führer und Spielleiter derSpielgemeinschaften für nationale Festgestaltung" teil. Von der Lanoesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksauf­klärung und Propaganda war der Geschäftsführer der Heften-Nasfauifchen Spielgemeinschaft für natio­nale Festgestaltung GmbH., Pg. Assessor Beck­mann entsandt worden. Auf der Tagung wurden die organisatorischen und propagandistischen Fragen der Thingplatzspiele, auch die Fragen der Regie, des Aufmarsches, der Musik und des Dekorativen dieser neuen Spielform an Hand der für die Thing­plätze geschaffenen Spiele in gemeinsamer Arbeit behandelt. Auch im Gau Hessen-Nassau soll nach dem Wunsch des Gauleiters, Reichsstatthalter Sprenger, alsbald mit dem Bau von sechs bis acht größeren Thinaplätzen begonnen werden, auf denen noch in diesem Jahre die ersten Thingspiele aufgeführt werden sollen. Es ist be­reits mit den Vorarbeiten des Baues der Thing­plätze an der Gickelsburg, in der Nähe der Saal­burg bei Bad Homburg, sowie auf der Loreley be­gonnen worden. Es ist zu erwarten, daß der Spatenstich dieser Plätze in den nächsten Wochen unter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung des Gaues vollzogen wird.

Der Rundfunk muß im Volke stehen.

Reichsminister Goebbels fordert künst­lerische Vielfältigkeit und Höchstleitung bei der Programmgestaltung.

Berlin, 10. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Intendanten des Deut­schen Rundfunks und gab in mehr als einstündigen Ausführungen einen Ueberblick über die Ergebnisse der feit einem Jahre unter Führung feines Mini­steriums geleisteten Arbeit auf dem Gebiete des Rundfunks und über dessen Aufgaben in der Zu­kunft.

Der v-Zug fuhr in der Dunkelheit mit ungeheurer Wucht über die Stelle hinweg, so daß die Lokomo­tive und zwei Personenwagen vollständig zertrümmert wurden und drei weitere Per­sonenwagen entgleisten. Die Lokomotive liegt auf dem Bahnkörper, die Räder ragen in die Luft. Der Mitropa-Schlafwagen, der stark beschädigt wurde, hängt am Bahndamm, kurz vorher hatte noch ein Zug die Strecke durchfahren. Die Lokomotive stürzte zuerst mit dem Tender um. Die nachfolgenden Wa­gen wurden ineinander geschoben, Eisen­teile zersplittert, die Holzwände eingedrückt. Rur Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen drei Wagen des Fernzuges blieben auf dem Gleise hat eine Prämie von 5000 Schilling für stehen. ' "