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ngen Kriege Drohenden Luftgefahr und die Kenntnis der Möglichkeiten ihrer Abwehr in das Volk zu tragen, ist Aufgabe und Ziel des Reichsluftschutz­bundes.

Nach kurzen geschäftlichen Mitteilungen schloß der Gießener Ortsgruppenoorsteher des Deutschen Tech­niker-Verbandes, Pg. Dr. Coburger, den inter­essanten Abend mit einemSieg-Heil!" auf unseren Führer Adolf Hitler.

Heimatpflege durch heimische Volkskunst.

Der Gedanke der Heimatpflege hat von jeher in Oberhessen eine günstige Ausnahme gefunden. Das aus bodenständiger Empfindung gestaltete Schrift­tum, die aus enger Verbundenheit mit überliefer­ten Sitten und Gebräuchen entstandenen Volks­kunstdarbietungen und die freudige Zustimmung, die diesen Arbeiten zur Pflege der Heimatliebe und der Heimatverbundenheit überall zuteil wurde, haben schon seit Jahren zwischen Stadt und Land, zwischen geborenen Oberhessen und aus anderen Teilen unseres Vaterlandes zugezogenen Volks­

genossen ein so enges Band der volksgemeinschaft­lichen Verbundenheit geschaffen, daß darauf bei der jetzigen Erneuerung von Volk und Reich durch das nationalsozialistische Gedankengut in verheißungs­voller Weise weitergebaut werden kann.

Den Dienst der Heimatpflege auf breiter Grund­lage nach einheitlichen Gesichtspunkten hat jetzt der Reichsbund Volkstum und Heimat, Landschaft Rhein­franken-Nassau-Hessen, unter der Führung von Ministerialrat Ringshausen, ausgenommen. Zur Verstärkung dieser Organisation ist in jüngster Zeit an alle deutschen Volksgenossen in Stadt und Land die Aufforderung ergangen, der Landschaft Rheinfranken-Nassau-Hessen im Reichsbund Volks­tum und Heimat als Mitglied beizutreten und da­durch die vielfältige Arbeit zur Heimatpflege zu unterstützen.

Dem gleichen Ziele dient ein uneigennütziges Unternehmen, das jetzt im Rahmen der Landschaft Rheinfranken-Nassau-Hessen im Reichsbund Volks­tum und Heimat von dem oberhessischen Heimat­dichter Georg Heß unter dem MottoHessisch' Volk bei Sang und Tanz" vor die Oeffentlichkeit tritt. Georg Heß ist nicht nur in Oberhessen, sondern weithin im ganzen Hessenlande als ein Heimat­dichter bekannt geworden, der von echtem ober­hessischen Schrot und Korn ist und alle seine Heimat­dichtungen mit Blul und Leben zu erfüllen ver- steyt. Seine Erzählungen in Hüttenberger Mund­art haben immer ein stark interessiertes und dank­bares Publikum gefunden, ebenso sind seine volks­tümlichen Festspiele, die er für die verschiedensten Veranstaltungen der guten Heimatpflege geschrieben hat, stets mit freudiger Zustimmung ausgenommen worden. Die Heimatfeste der Heimatvereinigung Schiffenberg, die künstlerische Ausgestaltung von Erntefesten und dergleichen im Hüttenberg, prächtige Heimatabende in der Gießener Volkshalle und in manchen anderen Städten der Provinz Oberhessen, aber auch heimatliche Vortragsabende in vielen anderen Orten haben immer wieder dargetan, welche starke fördernde Kraft die Heimatpflege aus den Dichtungen von Georg Heß schöpfen kann. Da­bei ist stets' sein vornehmster Wahlspruch, den er in allen seinen Dichtungen eindrucksvoll zur Gel­tung zu bringen wußte, der gewesen:Stadt und Land, Hand in Hand!"

Von dem gleichen Geiste erfüllt ist seine neue HeimatdichtungHessisch' Volk bei Sang und Tanz", die als Heimatabend Volkstrachtengruvpen aus dem Kreise Marburg, der Schwalm, dem Kreise Alsfeld, dem Schlitzer Land, aus der Rhön und aus dem Hüttenberg zu gemeinsamen Wirken vereinigen wird.

Kleidersammlung

in der Ortsgruppe Gießen-Ofl.

Freitag, 12. Januar, nachmittags findet auf Anordnung der Gauführung des Winterhilfs­werkes eine zweite Kleider - und Wäsche- sammlung in dem Ortsgruppenbezirk statt. Die­ser umfaßt folgende Straßen:

Alter Rödgener Weg, Am Kugelberg, Am Nah­rungsberg, An der Kaserne, Anneröder Weg, Berg­straße. Bruchstraße, Danziger Straße, Doering- straße, Eichweg, Friedensstraße, Gartenstraße, Georg-Philipp-Gail-Straße, Gnautbstraße, Großer Steinweg, Grünberger Straße, Gutenbergstraße, Hessrnstraße. Heyerweg, In den Eichgärten, Kaiser­allee, Karl-Vogt-Straße, Keplerstraße, Landmann­straße, Lessingstraße, Licher Straße, Ludwiosplatz, Memeler Straße. Moltkestraße, Posener Straße, Rödaener Straße, Roonstraße, Stephanstraße, Wolfstraße.

Die Sammlung geschieht durch Hitler-Jungen mit Fahrzeugen der Reichswehr und wird durch Horn- signale angekündigt.

Die Bewohner werden herzlichst gebeten, alle entbehrlichen Kleider und Wäschestücke gut ver­packt zum Abholen bereitzuhalten.

Die Not ist immer noch groß: jeder helfe nach allen Kräften und opfere!

Schneider, Ortsgruppenwalter.

Storno tuen.

_Tageskalender für Donnerstag: Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr,Der Herr Sena­tor". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Flücht­linge". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Der große Käfig". NS.-Frauenschaft Gießen-Ost, 20 30 Uhr,Schützenhaus", Mitgliederversamm­lung. Ortsgruppe Gießen-Süd, 20.15 Uhr, Graf Zeppelin", Zelle 2, Zellenabend. Rotes Hakenkreuz, 20.15 Uhr, Universität Hörsaal 33, Rassenkunde. , _. , , ,,

Der GewerbevereinGießen beruft in unserem heutigen Anzeigenteil eine Hauptver­sammlung ein. Interessenten seien auf die Anzeige besonders hingewiesen. .

H e s s i s ch' V o l k b e i S a n g u n d Toin z. Der Reichsbund für Volkstum und Heimat ladt im heutigen Anzeigenteil zu zwei Heimatveranstaltungen ein, bei denen das neueste Volkskunstwerk unseres Heimatdichters Georg HeßHessisch' Volk bei Sang und Tanz" am Samstag und Sonntag nn ^>tadt- theater aufgeführt werden soll. (Siehe heutige An­zeige.)

** Ein Fünfundsiebzigjähriger. Der eit 1920 in Gießen ansässige Anton M e u e r, Grün­berger Straße 2, kann am heutigen Donnerstag in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag feiern. Als ehemaliger Bergmann apf einer Kruppschen Hütte im Elsaß hat er seit seiner Uebersiedlung nach hier die Instandhaltung der Schieß- und Scheibenstände des Schützenvereins Gie­ren übernommen und in anerkennenswerter Weise mrchgeführt. Man hofft, daß er sein Amt noch eine tattliche Reihe von Jahren auszuüben vermag. Der Schützenverein wird ihm seinen Dank durch Ueber- reichung einer Ehrengabe abstatten.

** Sterbesälle in Gießen. In der Zeit vom 16. bis 31. Dezember verstorben in Gießen: 16.: Wilhelmine Broß, geb. Falkenstein, Wwe., 91 Jahre alt, Wartweg 12. 17.: Margareta Pfaff, geb. Seiler, 35 Jahre, Katharinengasse 7. 20.: Karl Hein­rich Melcher, ohne Berus, 81 Jahre, Karl-Vogt-

Gedenket der hungernden Vögel!

Straße 12: Lina Günther, g-eb. Deines, Wwe., 86 I., Neustadt 39. 22.: Ehr. Müller, geb. Roßbach, Wwe., 71 Jahre, Hindenburgwoll 7; Adam Ziegler, Gast­wirt, 47 Jahre, Bahnhofstraße 26; Katharina Schw­erstem, geb. Pfeiffer, Wwe., 90 Jahre, Goethe- traße 69. 23.: Johanette Hainbach, geb. Schaaf, 77 Jahre, Frankfurter Straße 90; Mathilde Kurz, Oberschwester, 64 Jahre, Lievigstraße 24. 24.: Ger­trud Haub ach, 2 Monate, Löb erstraße T 25.: Mar­gareta Rink, geb. Hedderich, Wwe., 63 Jahre, Dammstraße 12; Konrad Schmidt, Schausteller, 23 Jahre, Rodheimer Straße 40. 26.: Johann Georg Müller, Postassistent i. R., 67 Jahre, Rodheimer Straße 30. 27.: Karl Strack, Pfarrer i. R., Kirchen­rat, 87 Jahre, Frankfurter Straße 13; Johanna von Scheven, geb. Seibert, Wwe., 68 Jahre, Stephan­straße 39. 28.: Katharine Kröck, geb. Römer, Wwe., 70 Jahre, Rodheimer Straße 25. 29.: Ludwig Schüttler, Werkstättenvorsteher i. R., 76 Jahre, Friedrichstraße 11. 30.: Heinrich Balser, Straf- anstalts-llberwachtmeister i. R., 58 Jahre, Hitler- wall 15. 31.: Adolf Weiß, Eisenbahnsekretär i. R., 78 Jahre, Ludwigstraße 41.

** Neuer Kochkursus derAliceschu le. Am 22. Januar beginnt in der Alice-Schule ein neuer Kochkursus in einfacher und feiner Küche. (Siehe heutige Anzeige!)

Die bereits angekündigte Führertagung des Ge­biets Hessen-Nassau am Donnerstag, 11. Januar, im Festsaal zu Frankfurt a. M. erhält für die ge- amte Jugendarbeit Westdeutschlands besondere Be­deutung. Der Führer des Obergebietes West, Hart­mann-Lauterbacher, wird zu den jungen Führern sprechen und ihnen die Richtung der Ar­beit für das Jahr 1934 geben.

Hartmann-Lauterbacher ist eine der markantesten Führerpersönlichkeiten in der Jugend des Dritten Reiches. Seine Bedeutung und die An­erkennung seiner Arbeit geht weit über die Grenzen des Obergebietes West hinaus. Seine Tätigkeit im Obergebiet West war richtunggebend für die Arbeit innerhalb der Jugend des ganzen Reiches. Seine ungeheuren organisatorischen Fähigkeiten haben im Westen des Deutschen Reiches eine Jugend geschaffen, die in ihrer Geschlossenheit und Diszipli­niertheit der Garant ist für die Schulung und Er­ziehung der gesamten Jugend Westdeutschlands in nationalsozialistischem Sinne.

Wenn der Reichsjugendführer den Obergebietsfuh- rer Hartmann-Lauterbacher zu seinem Sonderbeauftragten ernannte, so beweist das, daß der Reichsjugendführer in die Arbeit eines Vor­kämpfers der Hitler-Jugend vollstes Vertrauen fetzt. Wenn Hartmann-Lauterbacher heute hunderttau­sende deutscher Jungen führen kann, so nur, weil er in den Zeiten des Kampfes für die Idee des Nationalsozialismus begeistert und gewonnen hat, und nur, weil er einer jener unermüdlichen Kämp­fernaturen ist, die dieewige Revolution" des jun­gen Deutschland immer weiter vorwärts treiben. Wenn wir diese Führerpersönlichkeit vor uns sehen, dann denken wir an die Tage, in denen er in jenen Industrievierteln des Ruhrqebietes und Westfalens in die Herzen verhetzter marxistischer Arbeiterjungen den Glauben an das deutsche Volkstum und die Sendung des deutschen Menschen pflanzte, dann denken wir an die Zeit, in der diese jungen Führer mit den wenigen Getreuen sich durch die Straßen der roten Vororte kämpften, immer nur in sich tragend den heißen Wunsch, den deutschen Jung­arbeiter aus den Klauen eines blut- und heimatlosen Denkens herauszureißen. Und wenn wir dann die

Schöffengericht Gießen.

Dem ehemaligen Privatdozenten an der Landes- universität Dr. Georg Mayer wurde zur Last ge­legt, sich eines Vergehens im Sinne des § 3 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze der Reichsregierung gegen heimtückische Angriffe schul­dig gemacht zu haben. Die gestrige Hauptverhand­lung ergab, daß sich der Angeklagte in einer hiesigen Wirtschaft abfällig über die Maßnahmen der Regie­rung äußerte. Das Gericht erkannte auf die Min­deststrafe von drei Monaten Gefängnis. Der Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

Eine 45jährige Frau von hier erhielt wegen Be­trugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung einen Monat Gefängnis. Es erging außerdem Be­schluß, in dem der Angeklagten bedingter Straf­aufschub gewährt wird. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Die Angeklagte schädigte die Siegerländer Knappschaft um einen ansehnlichen Betrag, indem sie nach dem Tode ihres Mannes die fällige Pension noch weiterbezog, als sie wieder verheiratet war. Um die Wiederverheiratung zu verdecken, gab sie in einem Fragebogen ihre Personalien falsch an. Der Vertreter der Anklage hatte drei Monate be­antragt.

Eine große Unterschlagungsaffäre fand gestern ihre Sühne. Ein ehemaliger Buchhalter, wohnhaft in Wiesbaden, wurde gemäß den §§ 267, 268, 263, 73 RStGB. zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Angeklagte war beim Deutschen Kurheim für Beamte in Bad-Nauheim tätig. Um, wie er angab, Schulden seiner Mutter, die in Bad- Nauheim eine Pension hatte, begleichen zu können, eignete er sich zunächst kleinere Beträge, die ihm zur Bezahlung von Rechnungen anvertraut waren, an. Die Fehlbeträge wuchsen aber zu der Summe von 15 000 Mark an, als der Angeklagte sich für die Schulden eines Freundes verbürgte und sich schließlich dem Roulette hingab, wo er größere Be­träge verlor. Der Vertreter der Anklage beantragte ein Jahr zwei Monate Gefängnis. Das Gericht ging jedoch über den Antrag hinaus und erkannte auf obige Strafe.

Der Dachdecker Theodor R u ck st u h l von hier warf in einem Lokal in Laubach der Reichsregie­rung vor, sie ließ den ehemaligen Führer der KDD., I Thälmann, unschuldig im Gefängnis sitzen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu vier M o - Inaten Gefängnis.

Krönung dieses gigantischen Ringens heute sehen, wenn auf das Kommandowort dieses Führers in Köln hunderttausende deutsche Jungens und Mä­dels mit den Fahnen des neuen Reiches vorbei- marfchieren, dann weiß auch die Hitlerjugend West- Deutschlands, daß Lauterbacher all den hunderten und taufenden feiner Gefolgschaft Kamerad und Führer fein wird. Er wird die Jugend Westdeutsch­lands zu dem schlagkräftigsten Element des Natio­nalsozialismus machen.

1500 Führer aus dem Gebiet Hessen-Nassau, aus dem Westerwald, dem Lahntal, von Rhein und Main, Taunus und Odenwald, von der herrlichen Rheinpfalz bis zur Grenze des Saargebietes wer­den aus den Worten des Obergebietsführers die Richtlinien für die Arbeit erhalten. Grundsätzlich wird zu allen Fragen der Jugendarbeit innerhalb der Hitler-Jugend Stellung genommen. Keine leeren Worte, keine programmatischen Erklärungen vom grünen Tisch" aus, sondern Worte, die hart dieser Wirklichkeit gerecht werden, die klar die Stellung und die Fronten umreißen und die Hitler-Jugend die Arbeit am neuen Bau des Staates zielklar geben. Dann werden diese jungen Führer erneut ihr Be­kenntnis zur gemeinsamen Arbeit ablegen und wer­den hier die 'Treue zum Führer durch die Arbeit am gemeinsamen Werk bekennen.

Um die Bedeutung der Führererlangung ganz ge­recht zu werden, wird die im Mittelpunkt stehende Rede des Obergebietsführers durch ein Sprechchor­sviel und Lieder der Gebietsspielschar festlich umrahmt. Die stilgerechte Ausschmückung des Raumes, die Ausgestaltung der Bühne, die Zeichen der Plakate, alles zeigt den Rhythmus eines neuen Denkens und Wollens und wird bei den versammelten Führern den Eindruck der Geschlossenheit, Herbheit und Strenge, echten nationalsozialistischen Denkens Her­vorrufen.

Eine besondere Note erhält die Führertagung noch durch die Anwesenheit hervorragender Führer der Partei und des öffentlichen Lebens. U. a. wer­den unter den Ehrengästen Reichsstatthalter S p r e n- aer, als Gauleiter von Hessen-Nassau und Pg. Bürgel als Gauleiter der Rheinpfalz anwesend sein.

ßen-Linden angehörte, wurde In eine sekbstlin» bige Ortsgruppe umgewandelt und deren Lei­tung dem seitherigen Zellenleiter Dr. Crößmann übertragen. Die Zelle Allendorf a. d. Lahn wurde der hiesigen Ortsgruppe angegliedert Bei der Haussammlung vom Eintopfgericht am verflossenen Sonntag, die von Gliedern der NSDAP. Dorgenommen wurde, gingen rund 176 Mark ein.

£ Klein-Linden, 10. Jan. Vor einiger Zeit wurde hier eine Ortsgruppe des Reichs­luftschutzbundes ins Leben gerufen. Nunmehr trat diese zum erstenmal mit einer Werbeveranstal­tung in der Turnhalle an die Oeffentlichkeit. Nach einleitenden Begrüßungsworten durch den Orts- ;ruppenführer, Verwaltungssekretär Rudolf Jung, prach Stadtbaudirektor Braubach- Gießen über Zweck und Ziele des Reichsluftschutzbundes. Der Redner führte aus, daß unser Vaterland infolge einer zentralen Lage in Europa und der in Waf- en starrenden Nachbarvölker, die mit ihren Luft- geschwadern in wenigen Stunden unsere Städte und Dörfer mit Bomben aller Arten zerstören könn­ten, auf die Dauer nicht ohne Luftschutzmaßnahmen bestehen könne. Es sei unsere Pflicht, wenigstens den passiven Luftschutz zu organisieren, und die Pflicht jedes Vaterlandsfreundes fei es, dem Reichs­luftschutz beizutreten. Rektor Dr. Crößmann unterstrich die Ausführungen des Redners und for­derte zum Eintritt in die hiesige Ortsgruppe auf, die inzwischen auf annähernd 100 Mitglieder an- gewachsen ist. Der Vorstand der neuen Ortsgruppe etzt sich aus folgenden Personen zusammen: Orts­gruppenführer Verwaltungssekretär Rudolf Jung, Stellvertreter Dr. C r ö ß m a n n und Bürgermeister Fischer, Geschäftsführer Heinrich Rinn, Werbe- roart stuck, med. Heini Jung, ferner Wilhelm Iung und Wilhelm Jung XIV. als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr, Wilhelm Klein als Ver­treter der Polizei, August (SteinmüUer für den Bahnschutz und Dr. Boßler für den Sanitäts­dienst. Am Schluß warb der Ortsgruppenführer Rudolf Jung nochmals für den Luftfchutzbund und dankte dem Vortragenden.

§ Beuern, 10.Jan. Der letzte Altvete- ran aus dem Krieg 1 8 7 0/71 wurde am Sonntag zu Grabe getragen. Es war der Straßen- roart i. R. Heinrich Sommerlad III. Er hatte seiner Militärpflicht Im Gießener Regiment genügt und mit diesem die siegreichen Schlachten mitge­macht. Nur einen Tag hatte der bis zu seinem 87. Lebensjahr fast immer gesunde Mann krank ge­legen.

Daubringen, 10. Jan. Die 57jährige Gattm eines hiesigen Eisenbahners, Frau Marie S e u ° fing, wurde gestern auf der Landstraße unweit des Ortes von einem Kraftwagen ange­fahren, stürzte und erlitt dabei einen Unter- s ch e n k e l b r u ch. Der Kraftfahrer brachte die be- dauernswerte Frau sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen.

s- Allendorf a. d. Lda., 9. Jan. Am Sonntag hielt der Geflügelzüchterverein Allen­dorf und Umgebung im Bahnhofhotel dahier feine Jahreshauptversammlung für das Jahr 1933 ab, die zahlreich besucht war. Nachdem der Vorsitzende W. Nachtigall die Tagung eröffnet hatte, gab er den Jahresbericht bekannt. Der Verein hatte 34 Mitglieder, von denen 1 gestorben und 1 ausgetre­ten ist. Die Einnahme belauft sich auf 113 Mark, die Ausgaben auf 101 Mark, lieber die Kreisschau in Watzenborn berichtete Mitglied Reinhard und teilte von den dort gefaßten Beschlüssen mit, daß nur noch organisierte Züchter sich an Ausstellungen beteiligen dürfen und daß nur Tiere mit Klubringen ausgestellt werden können. Bei der Vorstandswahl wurden vom Führer Nachtigall zu Beisitzern Chr. R a n f t und H. L o tz , zum Rechner H. R e t n - Hard, zum Schriftführer H. Manz, zu Geräte­warten Konr. M a n k und Hch. K e h r ernannt. In der nachfolgenden Aussprache wurden noch manche bei der Geflügelzucht zu beachtende Anregungen ge­geben. Zur Hebung der Sortenreinheit soll ein ge- meinfamer Bezug von Bruteiern bei anerkannten Züchtern veranstaltet werben.

Kreis Friedberg.

Z Münzenberg, 10. Jan. Die Straßensamm- lung für das W i n t e r h i l f s w e r k am Neujahrs- tag ergab 12,20 Mark. Die Neujahrsspende der Gastwirte erbrachte von den hiesigen sechs Gastwirt­schaften den schönen Betrag von 21 Mark. Die Spen­den schwankten zwischen 6 Mark und 50 Pf. Das Ergebnis des Eintopffonntags war 58,65 Mark. Die monatliche Sammellistensammlung er­gab am 7. Januar 36,65 Mark.

Kreis Schotten.

= Eichelsdorf, 10. Jan. Am 12. d.M. feiert die Witwe Katharine Schenk ihren 96. Ge­burtstag. Obwohl ihr Gesich und Gehör nach­gelassen, ist die Jubilarin geistig noch sehr regsam, nimmt an allem Welt- und Dorfgeschehen lebhaft Anteil, erzähll gern aus alten Zeiten, und verfügt noch über einen köstlichen Humor. 4 Kinder, 7 Enkel und 11 Urenkel können der Hochbetagten ihre Glück­wünsche barbringen.

Kreis Alsfeld.

ch Nieder-Gemünden, 10.Jan. Die Hit­lerjugend von Romrod veranstaltete dieser Tage im Saale der hiesigen Gastwirtschaft Decher eine Feier, die in allen Teilen den wahrhaften Geist neu- deutscher Jugend widerspiegelte. Gesänge, Gedicht- vorträge, Spiele usw. wechselten in bunter Folge miteinander ab. Besonders gefielen die von Fräu­lein Werner stimmungsvoll zum Vortrag ge­brachten Lieder. Unterbannführer Küster von Ehringshausen kennzeichnete in einer Ansprache das Wesen und Wollen der Hitlerjugend.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Fellingshausen, 10. Jan. Dieser Tage wurde von der Deutschen Volksbühne (Not- aemeinschaft deutscher Bühnenkünstler) unter der Leitung von K. H. D r e s s e l (Oehm) im vollbe­setzten Saale der Wirtschaft Heinrich Haus das SchauspielSchlageter" aufgeführt. Reicher Beifall wurde den Darstellern zuteil.

* Kröffelbach, 10. Jan. Der 29jährige Mau­rer und Landwirt Heinrich D ö p p von hier erlitt heute morgen einen schweren Unfall. Er stürzte bei der Arbeit so unglücklich, daß er i n n e r e Verletzungen und außerdem noch einen Bruch des rechten Unterarmes erlitt. Der bedau­ernswerte Mann mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Kreis Westerburg.

* Fehl-Ritzhausen, 10. Jan. Der 55jährige Landwirt Louis S t e u p von hier stürzte so un­glücklich vom Scheunenboden, daß er mit schwe­ren inneren Verletzungen von der Sani- tätskolonne Marienburg sofort nach der Chirurgi­schen Klinik in Gießen gebracht werden mußte.

Oberheffen.

Stadivorstandssihung in Alsfeld.

8 Alsfeld, 10. Jan. In der ersten Sitzung des Stadtrats im neuen Jahre lag eine ziemlich umfangreiche Tagesordnung vor, die aber in rascher Folge erledigt wurde.

Die Ortssatzung über die Erhebung einer Fi­lia 1 st e u e r mußte nochmals zur Beratung ge­stellt werden und einen redaktionellen Zusatz er= halten, der ihre Einführung neben der kürzlich beschloßenen Warenhaus st euer ermöglicht, da andernfalls ohne diesen Zusatz die Erhebung beider Steuern nebeneinander nicht zulässig ist. Die Filialsteuerortssatzung vom 19. September 1933 wurde deshalb im § 1 dahin abgeänbert, baß sich die Erhebung auch auf die Verordnung vom 18 September 1933 gründet.

Zu der Steuerbefreiung für n eu er - richtete Wohngebäude, die auf Grund der Vorschriften des Realsteuersenkungsgesetzes zu er­folgen hat, lag eine Anregung des Ministeriums vor, wonach sich die Gemeinden dem Vorgehen des Reiches und des Staates anschließen sollen hinsicht­lich der (Steuerbefreiung für diejenigen Wohnge- gebäuöe, die am 31. Dezember 1933 noch nicht im Rohbau vollendet, aber bis zum 31. Mai 1934 be­zugsfertig hergestellt sein können. Es wurde be­schlossen. sich hinsichtlich dieser Wohngebäude dem staatlichen Vorgehen anzuschließen.

Bezüglich des Erlasses der Gewerbe- steuer aus B i 11 i g k e i t s g r ü n d e n ist vom Ministerium vorgeschlagen worden, dieselbe Rege­lung für die kommunale Gewerbesteuer zu treffen, wie im Rechnungsjahr 1932. Danach soll ein Erlaß aus Billigkeitsgründen eintreten, wenn die Minde­rung des Gewerbeertrags oder des Gewerbekapitals bei der endgültigen Veranlagung zur staatlichen Ge­werbesteuer 20 v.H. der vorläufigen Veranlagung übersteigt. Es wurde beschlossen, diese Regelung

auch für das Rechnungsjahr 1933 eintreten zu las­sen. Die Kreise und Provinzen sollen sich diesem Vorgehen anschließen.

Festsetzung von besonderen Richtsätzen für Unter ft ützung von auswärts zuziehen­der Personen. Da in letzter Zeit mehrfach die Wahrnehmung gemacht worden ist, daß ein plan­loser Zuzug vom Lande nach der Stadt Alsfeld, insbesondere von hilfsbedürftigen Personen erfolgt, so soll dieser unerwünschten Erscheinung entgegen­getreten werden. Es wurde daher beschlossen, dem Beispiel anderer Städte folgend die Richtsätze der allgemeinen Fürsorge für von auswärts in die Stadt Alsfeld zuziehende Personen auf 10 Mark monatlich festzusetzen.

Für Jnstandsetzungsarbeiten'mWein- h a u s infolge der starken Abnutzung durch den Betrieb der Arbeitsamtsnebenftelle wurde ein Kre­dit von 400 Mark bewilligt. Es soll hierzu der Reichszuschuß für Jnstandsetzungsarbeiten bean­tragt werden.

Eine Anzahl Lieferungen für das hier zu er­richtende Arbeitsdienstlager wurden gemäß den Vorschlägen des Bauausschuffes genehmigt.

Für die Errichtung einer Führerschule für die Hitlerjugend in Münzenberg wurde ein einmaliger Beitrag von 30 Mark bewilligt.

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00 Klein-Linden, 10. Jan. Im verfloßenen Jahre wurden in unserer Gemeinde mit 2080 Seelen 22 Kinder (12 Knaben und 10 Mädchen) geboren, (1932: 22); 7 davon erblickten in den Gießener Krankenhäusern das Licht der Welt. Die Zahl der Sterbefälle betrug 17 (1932: 14), davon 4 in den Kliniken zu Gießen. Trauungen wurden nach dem standesamtlichen Register 20 verzeichnet (1932: 15). Konfirmiert wurden 32 Kinder (15 Knaben und 17 Mädchen). Die hiesige Ortsgruppenzelle der NSDAP., die seither der Ortsgruppe Gro-

Die Wrertagung der Hitler-Zugend.