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daß das Saargebiet unlöslich mft dem deutschen' Vaterlande verbunden sei.

Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. P s a h - l e r begrüßte die saardeutschen Brüder im Namen der Universität herzlichst und dankte ihnen für den Besuch, aber auch der Burschenschaft, daß sie diesen Besuch vermittelte. Mit Freude unterstrich er die Ueberzeugung von der innigen Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit der saardeutschen Brüder und der Volksgenossen im Reiche, und er knüpfte daran die Versicherung, daß, wie die Treue der Saardeut­schen zum deutschen Vaterlande, in gleicher Weise die Treue des Reiches zur Saar eine Selbstverständlich­keit ist. Die Liebe und Hochachtung ganz Deutsch­lands sei den deutschen Brüdern und Schwestern an der Saar um ihrer Leidenszeit um des Vaterlandes willen gewiß, ihre Heimkehr zur Mutter Deutsch­land unter Führung von Adolf Hitler werde schön für sie sein, und mit inniger Freude werde man sie überall im Vaterlande bei der Rückkehr willkommen heißen.

Der Führer der Ortsgruppe Gießen des Bundes der Saaroereine, Herr Thum, hieß die Landsleute in Gießen herzlich willkommen, gab seiner Freude Über diese Kundgebung Ausdruck und erinnerte an die freudig dargebrachten Opfer des Saargebietes in den Kriegsjahren. Er ließ unter stürmischer Zustim­mung seine Worte ausklingen in dem Bekenntnis: Nicht für den Status quo, nicht für Frankreich, son­dern Rückkehr in das geeinte Deutsche Reich, zu unserer großen Mutter Deutschland.

Nach einem weiteren Gesang des Akademischen Gesangvereins sprach in Vertretung des Führers der Gießener Studentenschaft stuck. B a l d w e i n, der nach Grußworten an die saardeutschen Brüder und an die übrigen Gäste die Anerkennung der Gie­ßener Studentenschaft für die Arbeit der Burschen­schaft an der Saar zum Ausdruck brachte und die zuversichtliche Hoffnung verkündete, unsere saardeut­schen Brüder bald als freie Deutsche im freien Saar­land begrüßen zu können.

Der Gesangverein Groß-Rosseln brachte hierauf ein dreiteiliges ChorwerkSchwur des Volkes" für Orgel, Sprecher und Gesang von Walther Rein zum Vortrag, das in erschütternder Weise die nationale und völkische Not der deutschen Brüder und Schwestern an der Saar zum Ausdruck brachte, zugleich aber auch ein wuchtiges Bekenntnis zum deutschen Vaterlande und zur deutschen Freiheit war. Der gewaltige Beifall am Schlüsse der Dar­bietung war ein überwältigendes Bekenntnis zur deutschen Saar und herzlicher Dank an die Sänger.

Ein Redner aus dem Saargebiet hielt anschlie­ßend die Hauptansprache des Abends, in der er zunächst an Hand der Geschichte in einwandfreier Weise bewies, daß das Land an der Saar urdeutsch ist, die dortigen Volksgenossen mit vollem Recht die Heimkehr zum deutschen Daterlande fordern und am 13. Januar 1935 auch bekunden werden. Weiter wies er auf das Streben der französischen Politik hin, diese Heimkehr ganz oder wenigstens zum Teil zu verhindern, um für Frankreich daraus wirt­schaftlichen Vorteil zu ziehen. Er beschäftigte sich ferner mit dem schweren Ringen an der Saar, kennzeichnete dabei das Treiben der Separatisten und Emigranten, die Haltung der Regierungskom­mission und die gewaltige moralische Kraft und starke Geschlossenheit der in der Deutschen Front zum Bekenntnis für das deutsche Vaterland ge­einten Volksgenossen. Mit Dankbarkeit sprach er van der Betreuungsarbeit der Gießener Burschen­schaft, mit herzlichen Worten begrüßte er das große Werk Adolf Hitlers, bekannte sich mit auf­richtiger Freude zu dem vom nationalsozialistischen Ideengut erfüllten neuen Deutschland und zu der Geschlossenheit aller wahrhaft deutschen Menschen. Seine Rede klang aus in einem starken Treue-

gelobnls für das deütfche Vaterland. Anschließend wurde gemeinsam das Saarlied gesungen.

Hierauf berichtete Studienassessor Mühl (Gie­ßen) über die Betreuungsarbeit der Gießener Burschenschaft an den saardeutschen Volksgenossen im Warndt, wobei er in packender Weise aufzeigen konnte, wie segensreich diese Arbeit ist und wie außerordentlich dankbar sie von den deutschen Brüdern und Schwestern der betreuten Orte aus­genommen wird. Er betonte mit Nachdruck und unter stürmischem Beifall der saardeutschen Brüder, daß die Verbindung der Gießener Burschenschaft mit den deutschen Bewohnern des Warndt mit dem 13. Januar 1935 nicht aufhören werde, sondern daß diese Bande der Volksgemeinschaft auch weiterhin bestehen bleiben sollten und vor allem deutlich sicht­bar würden bei der Befreiungsfeier nach der Heim­kehr zum deutschen Daterlande.

Im Anschluß an zwei weitere Vorträge des Gesangvereins Groß-Rosseln brachte der Wortführer

der saardeutschen SSnger deren Dank für die über­aus herzliche Gastfreundschaft, ihr Treugelöbnis für das gemeinsame deutsche Vaterland und ihr Bekennt­nis zum Deutschland Adolf Hitlers zum Ausdruck mit der Versicherung, daß das saardeutsche Volk am 13. Januar 1935 mit dem Stimmzettel sich die deutsche Heimat und die deutsche Freiheit wieder erringen werde. Der Redner schloß mit begeisterten dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf das deutsche Vater­land und seinen großen Führer Adolf Hitler. Freudig stimmte die große Versammlung in diese Rufe ein, anschließend wurden gemeinsam die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes gesungen.

Mit dem feierlichen Ausmarsch der Fahnen fand die Kundgebung ihren Abschluß. Anschließend waren die Teilnehmer des Abends von den Verbindungen der Gießener Burschenschaft zu einem kamerad­schaftlichen Beisammensein in den Verbindungs­häusern eingeladen.

Die Totenmaske Justus von Liebigs.

Zwei öffentliche Vorträge in der Gesellschaft Liebig-Museum.

Jrn Hörsaal des Liebig-Museums sprach Ge­heimrat Professor Dr. R. Sommer gestern über Die Totenmaske Justus von Liebigs". Bekannt­lich hatte vor einigen Jahren Freifrau Auguste von Liebig in München dem Gießener Liebig-Museum eine solche gestiftet, und außerdem war eine Toten­maske im Deutschen Museum in München vorhan­den. Geh. Rat Sommer ist der Herkunft dieser bei­den Totenmasken nachgegangen. In der Zwischen­zeit hatte der am letzten Liebig-Familientag in Gie­ßen anwesende Schweizer Bildhauer Wilhelm Knapp in Basel, ein Nachkomme von I. v. Lie­bigs Schwester Elisabeth, an Hand eines von Re­gierungspräsident v. Harnack dem Museum ge­schenkten Bildes und der hier vorhandenen Toten­maske eine ausgezeichnet gelungene Kopie herge­stellt, von der der technische Assistent an der Ner­venklinik, Wilhelm Wulkau, ebenso gut gelungene Positive angefertigt hat. Nun war die Idee ver­breitet, daß die im Deutschen Museum in München vorhandene Totenmaske das eigentliche Original wäre, und es mußte sich Herausstellen, wie sie sich im Verhältnis zu der Gießener Maske verhält. Die beiden Totenmasken sind, wie nun ermittelt wurde, im genealogischen Sinne Geschwister, weil die Gie­ßener und die Münchener Maske Positive, also gleichwertig sind.

Geh. Rat Sommer ging dann auf den Ausdruck dieser Masken ein, wobei er vorausschickte, daß Justus v. Liebigs Kopf den dinarifchen Typ auf- weist, und er gab die interessantesten und charak­teristischen Ausdrucksformen der Gesichtszüqe des Meisters wieder. Als das charakteristische Merkmal be­zeichnete er die Stirnform als den Ausdruck geisti­ger Spannungen, die Anordnung der Stirnfalten, die den Menschen mit einer liebenswürdigen und humoristischen Verschmitztheit verraten, und schließ­lich die Mundpartie, die einen merkwürdig fried­lich-freundlichen Ausdruck aufweist, als wenn glei­chermaßen eine Verklärung in Liebig vorgegangen wäre. Diese Annahmen werden auch bestätigt, durch Dolbard, den Biographen Liebigs.

Diese Annahmen gehen aber auch aus einem Brief des Historienmalers Professors Ludwig Tbiersch (1825 bis 1909), einem Bruder des be­rühmten Chirurgen Carl Thiersch, hervor, der eine Tochter Justus v. Liebigs qebeiratet hatte. Dieser schrieb u. a., nachdem I. v. Liebig am 18. April 1873 nach etwa Utägiqer Krankheit an einer Lungen­entzündung gestorben war... um V»? Uhr hat er (Liebig) mit einem tiefen Atemzug feine Seele

ausgehaucht, wie Frau von Liebig sagte, als wenn er (Justus v. L.) sagen wollte:Jetzt ist mir's wohl", und in der Tat, von da an waren feine Gesichts­züge, welche etwas Schmerzhaftes und Gedrücktes während der Krankheit hatten, heiter und ruhig." Aus diesem Brief geht dann aber auch die Her­kunft der Totenmaske hervor. Es heißt darüber: Carriers (Liebigs Schwiegersohn) wollte den Gipsgießer Rettinger nehmen, ich schlug jedoch Kreittmayr (Konservator) vor und so gelang der Abguß vollkommen. Den ersten Abguß bekam ich (Ludwig Tiersch) selbst. Die Totenmaske fliegt die edlen Züge des großen Mannes in jenem fried­lichen Zustande, der nur solchen Männern eigen ist, die in stetem Forschen nach Unbekanntem, aber Dorausgeahntem und sicher Erwartetem ihr Leben verbringen."

Im Nachlaß von Ludwig Thiersch (1909/1910) fanden sich dann zwei Totenmasken. Darüber schreibt ^rau Julie Hellguist, geb. Thiersch, Ludwig Thiersch Tochter u. a.:Im Nachlaß fanden sich zwei Totenmasken, und aus Angst, daß sie bei dem schnellen Auflösen des Haushaltes Schaden leiden könnten und mein Carl Ludwig (Frau Juliens Sohn, ein Künstler, der im September 1914 im Weltkrieg fiel) so befreundet war mit Hella (Auguste von Liebigs Tochter, jetzt Frau Hauptmann Bedenk in München) haben wir die Totenmaske ihnen zum Andenken gegeben und für die andere aus gelber Masse unheimlich lebensvoll übernahm Ferdi­nand Loewe (. Professor an der Technischen Hoch­schule in München, Julien Hellquists Schwager) es, sie dem Deutschen Museum (in München) zu stiften. Herr Amtsgerichtsrat I ö ck e l (ein Nachkomme von Liebigs Schwester Luise, verheiratete Hilß) hatte bann in München die Angaben bestätigt ge­funden. Es ergibt sich aus den Briefen einmal die Bestätigung der Annahme Geh. Rats Sommers über die Ausdrucksformen und zweitens, die gleich­wertige, wertvolle Art der Gießener und der Mün­chener Totenmaske Liebigs. Leider ist es noch nicht möglich geworden, das Negativ, den ersten Abguß, aufzufinden. lieber Frau Hauptmann Bedenk, die nun bei Freifrau Auguste von Liebig in München wohnt, wurde dann die eine Totenmaske dem Gießener Museum gestiftet.

*

In einem zweiten Dortrag übernahm es Stu­dienreferendar Helmut Henning,über die von der Familie des Herrn Dr. W a s l £ gestiftete Stein­sammlung zu sprechen, die er in monatelanger

Kleinarbeit neu eingekeilt und ungeordnet Rath * sagte dazu, daß die Steine in der Chemie eine wi^' tige Rolle spielen, besonders in der von Justus n?' Liebig in Deutschland begründeten und gefördert- Agrikulturchemie, die die Bodenbestandteile j?1 tersuchen hat, um sie durch die Hinzuführuna für ein gedeihliches Wachsen der Pflanzen notwev digen Stoffe vollwertig zu erhalten. Er wies aus di' chemischen Bestandteile der Gesteine hin, |0 xJ manche wichtig sind für die Darstellung djemii^! Verbindungen, wie fl. B. Kalkstein, in dem Ä lensäure hergestellt wird, und der der Ausgana-' punkt für Kalzium-Verbindungen ist. Gips hat ejn' ähnliche Bedeutung. Der Redner ging dann auf £ Beziehungen der Gesteine zur Chemie ein unb QQl" eine kurze Uebersicht über die Entstehung der Stein- ihre hauptsächlichste Einteilung und ihre Zusammen setzungen. Sein Hinweis auf die Gesteinskunde ur\ die buntschillernden Gesteinsarten, von denen Waslesche Sammlung allein 755 Stück enthält fi schloß der Redner, möge auch den Laien im Lieb^' schen Sinne anregen, die kleinsten Lebensrequn^ auch in der dem Anschein nach toten Gesteins^, aufmerksam zu betrachten, um sich dadurch mit ihn umgebenden Natur vertraut zu machen y sich Freude am Leben zu schaffen.

Geh. Rat Sommer, zeigte noch merfmiirt. Gesteinsbildungen und sprach die Absicht aus, ( Liebig-Museum in Zukunft dem Dienste der Solls, künde dienlich und es im Sinne eines beobacht den, naturwissenschaftlichen Unterrichtes der meinheit nutzbar zu machen. Dem Vorstand mer\- bestimmte Vorschläge in dieser Hinsicht unterbreit« werden. Dabei soll angestrebt werden, daß je?e. Volksgenosse dazu geführt wird, in der Natur, di! ihn umgibt, sich zu Hause zu fühlen. Die sirb?-( soll voraussichtlich in Verbindung mit dem Reich;. I bund für Volkstum und Heimat Dorgenomim werden.

Ortsgruppe Gießen-Aorv

des Amtes für Doikswohlfahrt.

Am Mittwoch, 12. Dezember, wird die Pfund- fammlung in der Ortsgruppe Gießen, Nord durchgeführt. Die Spender wollen dir Spenden mit Gewichts- und Inhalts-Aufschrift ver­sehen und so bereithalten, daß sie von 9 Uhr ab von unseren Amtswaltern und Amtswalterinnen m Empfang genommen werden können.

RunDfunfproflratnm.

Dienstag, 11. Dezember.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik!. 6.30:@gm- rtaftif II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgech^h Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gym/rch:. 9.15: Im Volkston. 10: Nachrichten. 10.15: Schul­funk: Die Brüder Grimm, eine Hörfolge. W. Praktische Ratschläge für Küche und Haus. WX-v. Musikalischer Gabentisch. 12: Mittagskonzert 1. W | Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus bm Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nch richten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachricht 15.15: Für die Frau. 16: Bunter Nachmittag. 1t Italienischer Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirtschch und Arbeit, Kurzberichte. 18.30: Druden-Steine uni Kalvarienberge. Bretonische Reisetage. 18.45: Pcckü schwedischer und deutscher Volkslieder I. 19.15: Der Zeitfunk bringt Tagesspiegel. 19.30: Perlen schweb- scher und deutscher Volkslieder II. 20: Nnchnchlk 20.10: Sinfonie Nr. 5 L-Moll op. 64 von P. lidp kowsky. 21: Die Diamantenjäger. Ein lustiges Fun'.- abenteuer. 22: Nachrichten.

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