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s nrLPe Gaststättengewerbe, Cafä Leib, 21 Uhr, Sdemistaltung zum Besten des Winterhilfswerks.
iLSBDT. für das nördliche Oberhessen (Kreis-
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Nachdruck verboten!
üjgcr reiften, ein paar Engländerinnen, die von
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ei iri Reise auf dem Kontinent heimkehrten und
beweglich, in Decken eingewickelt, auf ihren
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T ksiühlen lagen — ein paar Engländer mit @olf» st tkA und Hockeyschlägern in ledernen Futteralen.
Mdrich Borgloh sicherte sich einen Platz ziern- i oieit vorn. Es war ein schöner Tag. Der Wind
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i ö' t Rücksicht auf die auswärtigen Mitglieder fr tibi» der Appell im Bahnhofshotel Hop« ' J: statt. Zeit: Montag, 10.Dezember, 20.30 Uhr pm! sich. Gäste sind willkommen!
Mere Veranstaltungen des NSBDT. fallen im
g-irj leise. Die See zeigte ein leichtes Schaurn- gijfrcufel und eine leuchtend blaue Wasserfläche. Dir Sonne strahlte warm. Es war ein Bild von Sttöiheit und Frieden, das sich feinen Augen bot.
kem Herz aber war sehr unruhig. Die Zeit der Spifsreise, die ihm sonst immer lieb war, schien si.H ms Unendliche zu dehnen. Die Mahlzeiten mjl?T gleichgültig schwatzenden Menschen unten in d, ri Eßsalon des kleinen Schiffes waren ihm un- ei ktiählich. Er ließ sich einen kleinen Imbiß von d d Bteward an Deck bringen, und so blieb er unbeweglich, immer vor sich hinsehend — dort, wo bi io) । endlich die Küste von England auftauchen tun 2.
Ino nun endlich erschien ein schmaler, heller C^ciiistrich — ein Leuchtturm— ein Fort: die An- z«ch.7i, daß man sich England näherte. Ein paar Khmsschiffe lagen weit draußen und standen wie br Irf ? Silhouetten in dem lichten Nachmittags- schr Run tauchten auch Türme und Häuser von HMich auf. Langsam fuhr das Schiff näher. Die Glutin wurden deutlicher. Run unterschied man sä La «einzelne Straßen — einen grünen Park — Rachen.
Lhi Schiff legte auf her Reede von Haarwich mr (Gegenüber, durch die Hafenkais getrennt, war bett Bahnhof. Der Zug wartete bereits. Friedrich Blogwh empfand eine gewisse Erleichterung, als ert iim wieder englischen Boden unter sich hatte. Esoing ihm wie allen wirklichen Männern. Nun div Aufklärung und Entscheidung herankam, war
MWeiWlSMkV.
Vornan von Rainer Helden
Mberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.)
Sus der Provinzialhaupistadi.
Der Kupferne Sonntag.
ä-er erste Verkaufssonntag vor dem diesjährigen Ö hnachtsfeste, der Kupferne Sonntag, brachte Illyrer Stadt bei dem erfreulicherweise schönen Wet- ieiParken Besuch von auswärts, der bei der Reichs- l»am erheblich verstärkten Zugbetrieb erforderlich mchte. Etwa 2000 Menschen aus der näheren Um- »eiung wurden allein gestern nachmittag von der Richsbahn nach Gießen und wieder heimgebracht. \tXni kam stark erhöhter Verkehr der Kraftomnibusse iiri der Autos. Weiterhin strömte die Gießener Be- ipöotrung in großen Scharen nach den Geschäfts- jtryen der Stadt, um hier erste Umschau in den vlinusenstevauslagen zu halten, zum Teil auch schon m zu kaufen.
'.ser Betrieb in der Stadtmitte war diesmal erheb- ichstärker, als an den Kupfernen Sonntagen frühe- :ei Fahre. Man bemerkte in den Geschäften sehr to’en Zuspruch von Kaufinteressenten, im Gegen- ä|5fru früheren Fahren, die am Kupfernen Sonntag nett nur „Sehleute" bei der Besichtigung der Schauen er zeigten. Daß in ziemlich ansehnlicher Weise |ef rn schon gekauft wurde, konnte man an den ju n Paketträgern bemerken, die in Gießen gegen - ib« ld heimwärts wanderten, bzw. zum Bahnhof zur Zu fahrt pilgerten. Alles in allem kann man hier- lot sagen, daß der Kupferne Sonntag ein guter I via Ft für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ge- i »em ist, dem hoffentlich weitere befriedigende Ge- j *if)ilt5tage folgen werden.
•’n dieser erfreulichen Gestaltung des gestrigen 'U'25 kann man einen eindrucksvollen Beweis für ■ i iteSBieberbelebung der Kaufkraft breiter Bevölke- i ui!:5fd)icf)ten dank der Arbettsbeschaffungsmaßnah- 11 me der Regierung erblicken.
NSBDT. (früher KDAZ.).
für das nördliche Oberhessen.
(kreisamtslellung Gießen.)
llitgliederappell der Kreisamtsleitung (liefen mit Dortrag des Gau-Schulungsleiters des lltS'Bundes deutscher Technik, Pg. Dr. Scholz ($rmffurt a. M.) über „Japan, Italien, Deutsch- Iipl ein Vergleich zur Erkenntnis des National- fiyii"ismu5".
118 g-Heil auf den Führer und mit dem gernein- I sämtlichen Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die linier ihren Abschluß.
Das Ergebnis in Darmstadt.
1PD. Darmstadt, 9. Dez. Der „Tag der ndionalen Solidarität" hat wie überall auch in Dcmftabt ein sehr günstiges Sammelergebnis gebricht. An der Sammlung beteilgten sich in Darm- M't auch Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger un'i Staatsminister Jung. Insgesamt wurden in be Stadt Darmstadt 8773,23 Mark und inlien Landgemeinden 3700,16 Mark gesammelt.
Das Ergebnis in Frankfurt.
?PD. Fran kfurt, 9. Dez. Am „Tag der ndonalen Solidarität" wurden in Frankfurt i rs g e f am t 41809 Mark gesammelt. Reichs- stäthalter (Bauleiter Sprenger sammelte 2768 DI rf, der Präsident der Handelskammer und Führe des deutschen Handels Professor Dr. L ü e r Mark und Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Riebs 657 Mark.
«Mber aus.
Vornottzen.
- Tageskalender für Montag: Fach
lich ein paar Stunden war er in Hoek van Hol- V irt Der Zug hielt unmittelbar am Hafen. Friedas»'Borgloh passierte die Zollschranke. Da sein in Ordnung war und er kein größeres Gepäck ctt waren alle Formalitäten durch den freundste holländischen Beamten sehr schnell erledigt, pgi’! schritt er die Bahnhofshalle entlang, über- tir=e einige große Steinkais und befand sich enb- c um Hafen. Das Fährschiff, ein mäßig großes kijgeug, wartete schon. Es hatte nicht viel Passa- an Bord — einige Geschäftsleute, die offen- ba! Öauernb zwischen Holland und England hin
amtsleitung Gießen), 20.30 Uhr, Hotel Hopfeld, Mitgliederappell mit Vortrag des Gau-Schulungsleiters des NS.-Bundes deutscher Technik, Dr. Scholz-Frankfurt a. M., über „Japan, Italien, Deutschland, ein Vergleich zur Erkenntnis des Nationalsozialismus". — NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Haus der DAF., Bastelausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reiter von Deutsch-Ostafrika". — Reichskammer der bildenden Künste, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsausstellung. — Hotel Bayrischer Hof, 20.15 Uhr, Dorttag „Heilkräfte der Natur".
Schmalzaktion des Winterhilfswerkes.
Der Gauamtswalter des Winterhilfswerkes hat veranlaßt, daß anläßlich des Weihnachtsfestes im ganzen Gaugebiet auch dieses Mal wieder eine großzügige Aktion zur Versorgung der notleidenden Volksgenossen mit gutem, ausgelassenem Schweineschmalz durchgeführt wird. Er hat den Obermeister der Frankfurter Metzgerinnung, Kreishandwerksmeister Linder, mit der Durchführung dieser Aktion beauftragt, und es wird hiermit durch diesen auch auf diesem Wege allen Metzgern im Gau- gebiet aufgegeben, in der Zeit vor Weihnachten aenügenbe Mengen gutes, ausgelassenes Schweineschmalz vorrätig zu halten, damit bie geplante Aktton sich ohne jebe Störung abwickelt. Es bars in keinem einzigen Falle vorkommen, daß der Inhaber eines Gutscheines fortgeschickt werden muß, weil kein Schmalz mehr vorrätig ist.
Die Aktion wird in folgender Weise durchgeführt: Die Winterhilfe gibt an die berechtigten Volksgenossen Gutscheine für Schweineschmalz aus. Die Gutscheininhaber können ihren Bedarf bei jedem Metzger eindecken — und zwar ab 17. Dezember — und erhalten pro Gutschein ein Pfund ausgelassenes Schweineschmalz.
D,er Wert eines Gutscheines ist 0,95 Mark. Es ist nicht zulässig, außer dem Gutschein auch noch ein Aufgeld zu verlangen, um so einen höheren als den vorgesehenen Preis zu erlösen.
Feder Metzgermeister sammelt diese Gutscheine und schickt sie — gebündelt und mit dem Firmenstempel auf der Rückseite versehen — an feinen Obermeister, der sie weiterleitet an die Frankfurter Handelsbank, Frankfurt, Deutsckherrenufer 35, von hier aus erfolgt nach Prüfung Die Auszahlung der Beträge.
Die Einstellung von Jugendlichen.
Vom Arbeitsamt Gießen erhalten wir folgende Zuschrift:
In den Kreisen der Unternehmer und Betriebsführer ist anscheinend immer noch nicht genügend bekannt, daß jede Neueinstellung und Neubeschäs- tigung von Jugendlichen beiderlei Geschlechts unter 25 Jahren der ausdrücklichen vorherigen schriftlichen Zustimmung des zuständigen Arbeitsamts bedarf. Diese ist insbesondere auch bei nur vorübergehenden und aushilfsweisen Einstellungen, sowie bei Einstellung von alten Kämpfern, oder von Inhabern von Arbeitspässen oder Landhelferbriefen erforderlich. Sie wird nicht dadurch entbehrlich, daß sich der Betriebsführer mit der Arbeitsvermittlungsstelle bzw. Nebenstelllle des Arbeitsamts in Verbindung setzt und von dieser Arbeitskräfte anfordert.
Der Führer des ^Betriebes hat die Zustimmung bei dem Arbeitsamt nachzusuchen. Der Anttag auf Zustimmung ist auf dem hierfür vorgeschriebenen und im Handel erhältlichen Formblatt „Antrag auf Zustimmung zur Einstellung von Personen unter 25 Jahren (Ap 3)" rechtzeitig vor der Einstellung zu stellen und. in zweifacher Ausfertigung einzureichen. Die Einreichung erfolgt für Anträge von Betrieben, die ihren Sitz im Bezirk der Hauptvermittlungsstelle des Arbeitsamts Gießen haben (also bei den Betrieben in Gießen und nächster Umgebung), unmittelbar bei dem Arbeitsamt in Gießen, für Anträge der übrigen Betriebe bei der zuständigen Nebenstelle des Arbeitsamts. Um Verzögerungen in der Bearbeitung zu vermeiden, wird dringend ersucht, die Anträge nur bei den vorstehend
ihm leichter zumute. Nichts war für einen Mann so schlimm wie Ungewißheit.
Aber als er nun dem Chauffeur der Autodroschke vor dem Bahnhof die Adresse Mac Leans aufgab, stieg doch ein bitteres Gefühl in ihm auf. Wie anders hätte eigentlich fein Heimkommen fein müssen! Wäre sein Leben mit Eva so, wie er es erwartet, dann stände sie jetzt hier, würde ihn liebevoll bewillkommnen, würde mit ihm in ihr gemeinsames schönes Heim fahren. Eine gute, ruhige Plauderstunde über alles, was sie erlebt hatte, würde sie beide vereinen. So mußte er heimlich, wie ein Dieb beinah, in London ankommen. Und sein erster Weg war nicht zu seiner Frau, sondern zu Mac Lean, dem Detektiv.
Es war schon dunkel, als er durch London fuhr. Die Stadt präsentierte sich in dem altgewohnten Bild: flanierende Menschenmengen auf den Straßen,. Licht aus Sing-, Spielhallen und Restaurants überall aufflammende Lichtreklamen der Kinos, vor denen, dicht gedrängt, Menschen standen. Am Pic- cadilly-Zirkus war ein Leben, als wäre es mitten am Tage — Auto mit eleganten Frauen in seidenen Abendmänteln fuhren den Theatern zu. Herren im Smoking, den Strohhut auf dem Kopfe, einen leichten Sommermantel über dem Arm, schlenderten den Restaurants zu. Ganz London schien wieder einmal an diesem schönen Abend unterwegs zu sein.
Die Wohnung Mac Leans lag in einer stillen Seitenstraße. Einem instinktiven Gefühl gehorchend, ließ Friedrich Borgloh fein Auto eine Straßenecke vorher halten. Vielleicht war es besser, nicht biref' vor Mac Leans Hause anzukommen. Er überquerte schnell die Straße, sah auch oben in der zweiten Etage Licht.
Schnell stieg er die beiden Treppen des ruhigen, alten Hauses herauf und klingelte. Ein alter Diener mit weißhaarigem, freundlichen Kopfe öffnete ihm:
„Mister Borgloh?" fragte er.
„Ja! Melden Sie mich, bitte, Mac Lean!"
„Nicht nötig!" tönte eine Stimme. Mac Lean hatte die Tür geöffnet und kam Friedrich Borgloh durch die breite Diele entgegen.
„How do you do?" Borgloh? Ich freue mich. Sie Zu sehen! Hat alles mit meinem Telegramm geklappt? Well! Talby, bringen Sie uns etwas zu essen und Wein. Ich nehme an, Mister Borgloh, Sie haben sich unterwegs nicht damit aufgehalten, ein Abendbrot einzunehmen."
„Nein — allerdings nicht! Dazu war meine Unruhe viel zu groß! Was haben Sie —"
Der Detektiv hob die Hand:
„Auf nüchternen Magen, lieber Borgloh, soll man nie etwas Ernsthafteres reden. Alle Dinge bekommen besser, wenn man etwas Grund gelegt hat."
Er deutete auf die Tür seines Herrenzimmers.
„Bitte, kommen Sie herein! Da wären Sie also in der Hohle des Löwen!" fügte er scherzend hinzu. „Was meinen Sie, wieviel Pfund mancher schwere
bezeichneten Dienststellen des Arbettsamts einzureichen.
Stellt ein Betriebsführer einen Jugendlichen unter 25 Jahren ohne die Zustimmung des Arbeitsamts ein, so macht er sich dadurch strafbar und kann nach § 21 Abs. 2 Ziffer 1 der „Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften" vom 28. 8. 1934 mit Geldstrafe oder Gefängnis bis zu 3 Monaten bestraft werden.
NSLS.
Die Arbeitsgemeinschaft für Kunsterziehung hat einen Vortrag von Frl. Mobs über „Die Entwicklung der Körperformen bei Dürer" am kommenden Mittwoch, 15.30 Uhr, im Physiksaal der Goetheschule.
Der Bezirk L i ch veranstaltet am kommenden Mittwoch, 14.30 Uhr, in der Turnhalle zu Lich eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft „Körperliche Erziehung". Die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" trifft sich am gleichen Tage um 15.30 Uhr im Schulsaal im Rathaus zu einem Vortrag von Pfarrer K o d d i n g über „Vorgeschichtliche Besiedelung der Wetterau".
Versammlung des Hubertus.
Der „Hubertus" Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt im „Hessischen Hof" feine sehr gut besuchte Dezernberversammlung ab.
Eingangs gedachte der Vereinsführer August Pascoe in warm empfundenen Worten des Ablebens des Hegemeisters i. R. M a n h s in Krofdorf, des treuen Mitgliedes, des kerndeutschen Mannes und Waidmannes von rechtem Schrot und Korn, des über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Abrichters und Führers des Deutschen Gebrauchshundes. Sodann konnte er der Versammlung bekanntgeben, daß das zukünftige Schicksal des „Hubertus" entschieden ist. Der Verein wird auch fernerhin bestehen bleiben, und zwar sich in seiner Tätigkeit vor allem der Prüfung des Deutschen Gebrauchshundes zur Jagd zuwenden. Seit dem Jahre 1921 schon pflegt er dieses Arbeitsgebiet, die Jugend- und Verbandsgebrauchsprüfungen bei Gießen find weithin bekannt geworden und haben den Namen des Vereins in der ganzen deutschen Jägerwelt bekannt gemacht. Heute, wo das Gesetz bei einer bestimmten Reviergroße das Vorhandensein eines brauchbaren Vorstehhundes verlangt und wo der Jungjäger in der Jägerprüfung nachweisen muß, daß er einen Hund zu behandeln und zu führen versteht und beim Versagen in diesem Fache den Jagdschein nicht erhält, kommt dieser Tätigkeit eine vermehrte Bedeutung zu. Daneben wird auch fernerhin die Möglichkeit
bestehen, die treue Fagdkameradschaft zu pflegen, die den Verein zu seinen Leistungen befähigt hat, und die von Revier zu Revier zum Wohle des Wildes geknüpften Beziehungen weiter zu pflegen. Die Umstellung in der Zielsetzung wird dadurch zum Ausdruck kommen, daß der Verein am 1. Januar 1935 den Namen „Hubertus" - Gießen (im RDH.) annimmt. Eine Hauptversammlung wird dann auch die neue Satzung festlegen. Diese Nachricht loste bei allen Anwesenden lebhafte Genugtuung darüber aus, daß auch in Zukunft dem Vereine noch die Möglichkeit zu erfolgreicher Arbeit für die deutsche Jagd geboten ist.
Oberforstmeister Lipp berichtete sodann als Beauftragter des Winterhilfwerkes über die Wildspende der deutschen Jägerschaft. Die Mitteilungen ließen erkennen, daß hier Sorge getragen worden ist, daß das Wild auch in wirklich einroanbfreiem Zustande den notleidenden Volksgenossen dargeboten werden wird. Diese Nachricht und die weitere, daß bereits das erste Wildgericht verteilt werden kann, weil jetzt schon eine ganze Reihe von Revieren abgeliefert haben, erweckte besondere Freude^
Schließlich sprach noch Studienrat Holzel über einzelne Arbeitsgebiete der deutschen Jägerschaft, insbesondere über die Pflichtschießen mit Büchse, Flinte und Pistole, die vom kommenden Jahve an jeder deutsche Jäger jedes Jahr mitmachen muß, ferner über die Tätigkeit der Jägerehrengerichte, die durch Verhängung von hohen Geldstrafen und Entzug des Jagdscheines jetzt schon gezeigt haben, daß der Wille ernstlich vorhanden ist, die ungeeigneten Elemente aus der deutschen Jägerei auszuschalten und die Jägerehre wieoer herzustellen.
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** Ehrung von Hausangestellten. Der Alicefrauenverein des Deutschen Roten Kreuzes berichtet uns: Am 3. Dezember fand die alljährliche Auszeichnung der Hausangestellten, die fünf, zehn und fünfzehn Jahre in einer Familie gedient haben, statt. Eine „Stiftung" ist die Trägerin dieser schonen Feier, der Alicefrauenverein der ausführende Teil. 59 Jubilarinnen wurden durch Ansprache und Geschenke ausgezeichnet, von berufenen Kräften unterhalten und zum Schluß bewirtet. Stolz können wir sein auf deutsche Treue, deutschen Fleiß und deutsche Kraft!
** Todesopfer der Arbeit. Am Samstag verunglückte bei der Arbeit der 62 Jahre alte Holzhauer Jost Rieb in Odenhausen bei Holzfällerarbeiten. Der bedauernswerte Mann wurde in schwer verletztem Zustande in die Gießener Klinik gebracht, wo er kurz nach seiner Einlieferung verstarb. Der Verunglückte hinterläßt eine Famibie mit großer Kinderzahl.
Treu zur Saar — treu zum Reich!
Eindrucksvolle Kundgebung der Gießener und Marburger Burschenschaft, saardeutscher und Gießener Brüder und Schwestern.
Die Gießener Burschenschaft, die seit mehreren Jahren die deutschen Volksgenossen im Warndtgebiet (Saar) betreut, hat 83 Volksgenossen des Gesangvereins Groß-Rosseln aFs gern auf^enommene Gäste nach Gießen gebracht, um ihnen das Deutschland Adolf Hitlers zu zeigen, wie es in Wahrheit ist. Anläßlich dieses Besuches fand gestern abend in der vollbesetzten Aula der Universität eine Kundgebung statt, zu der die Gießener Burschenschaft, zahlreiche Volksgenossen aus Gießen und die Marburger Burschenschaft erschienen waren, so daß die Aula voll besetzt war. Die Kundgebung nahm einen außerordentlich eindrucksvollen Verlauf, sie wird allen Teilnehmern, insbesondere aber den Brüdern aus dem Saargebiet, noch lange in bester Erinnerung bleiben.
Der Musikzug der Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers Herrmann eröffnete den Abend mit einer ausgezeichneten Darbietung. Hierauf folgte der feierliche Einzug der Fahnen. Sodann wurde vom Akademischen Gesangverein unter Lei
tung von Professor Dr. T e m e s v a r y der Chor „L Deutschland, Deutschland, Vaterland" prächtig gesungen.
Der Sprecher der Gießener Burschenschaft cand. med. Martin begrüßte hierauf die große Versammlung, vor allem die saardeutschen Brüder, dann alle Gäste und wies anschließend auf den oben bezeichneten Zweck des Abends hin.
Der Leiter des Lahngaues der Burschenschafter- Ortsgruppen, Dr. W a l b r a ch (Gießen), sprach im Namen der alten Burschenschaften Worte des Dankes für die Veranstaltung dieses Abends und dankte dann den deutschen Brüdern von der Saar für ihren Besuch. Weiter wies er auf die Schicksals- Verbundenheit aller Deutschen hin, erinnerte an das große Erleben im Weltkriege und gedachte der im Kriege und im innerdeutschen Freiheitskampfe für das Vaterland gefallenen Brüder. Er betonte, daß es für uns keinen Unterschied gebe, wenn es um Deutschland gehe, und er hob mit Nachdruck hervor.
Junge dafür geben würde, hier einmal so ganz privat und heimlich einbringen zu können?"
„Und ist das niemals geschehen?" fragte Friedrich Borgloh. Mac Lean schüttelte lachend den Kops:
„Ich habe so einige kleine Sicherungen um mich herum, die man nicht ohne weiteres erkennt, die aber einem unbefugten Eindringling immerhin unangenehm werden konnten. Aber kommen Sie — nun, sehen Sie, da bringt der gute Talby auch schon die Sandwiches und den Wein. Ich habe es schon alles mundgerecht anrichten lassen, Mister Borgloh, da brauchen wir uns nicht lange aufzuhalten und können gleich sprechen.
Nun hatte sich die Tür hinter dem Diener geschlossen. Friedrich Borgloh sah den Detektiv mit angstvoller Frage an:
„Nun — was haben Sie' entdeckt, Mac Lean? Ich bitte Sie, sagen Sie es mir ohne Umschweife! Was ist mit meiner Frau?"
Der Detektiv zuckte die Achseln:
„Ja, lieber Borgloh, so einfach ist die Frage nicht zu beantworten! Was mit Ihrer Frau ist, weiß ich selbst noch nicht; aber etwas Gutes bestimmt nicht! Ich habe da ein Erlebnis gehabt, das mir wenig gefallen hat. Aber Sie müssen mir versprechen, ruhig zu bleiben, keine Unbesonnenheiten zu begehen und vor allen Dingen Ihrer Frau gegenüber nichts zu erwähnen von dem, was ich Ihnen erzähle. Ueberhaupt dürfen Sie offiziell von nichts wissen und dürfen auch offiziell nicht mit mir in Verbindung stehen. Sie müssen, bis ich Ihnen einen Wink gebe, vollkommen unbefangen und harmlos tun. Glauben Sie, sich das zuzutrauen?"
Friedrich Borglohs Gesicht war sehr bleich geworden Er preßte die Lippen zusammen. Ein Zug eiserner Entschlossenheit lag um feinen Mund. Sein gütiges Gesicht war jetzt vollkommen verändert. Mac Lean mußte daran denken, was man sich von dem afrikanischen Aufenthalt Borglohs erzählt hatte. Bei einer gefährlichen Expedition hatten einmal die Träger gemeutert. Da hatte Friedrich Borgloh — ein Weißer gegen sechzig Schwarze — sie mit der Waffe in der Hand gezwungen, die Expedition fortzusetzen; hatte fünf Tage allein mit den rebellischen Leuten im Urwald gelebt! Sie hatten sich seinem Willen gefügt. Und er war unversehrt mit reicher wissenschaftlicher Ausbeute zurückgekehrt. Wenn man Friedrich Borgloh so sah, wie er jetzt ausschaute, dann konnte man diese Erzählung begreifen. Das war ein Mann, der trotz aller Güte der Seele hart fein konnte, wo es galt.
So begann Mac Lean zu erzählen. Er schilderte, wie er, als Zigarettenhändler verkleidet, mit einem Schnurrbart, der ihn unkenntlich machte, gegenüber dem Hause Friedrich Borglohs gewartet hatte. Er erzählte von dem jungen Manne mit dem scharfgeschnittenen, dunklen Gesicht, der sich bei ihm die Schachtel Memphis-Zigaretten gekauft hatte.
„Ich hätte zunächst gar nicht daran gedacht", sagte er, „daß dieser junge Mann irgendeine Figur sein könnte in dem Spiel, das ich aufdecken wollte. Ich hielt ihn zunächst für einen harmlosen Sira« ßenpassanten. Dann aber sah ich, wie er mit der Zigarette ein deutliches Zeichen zu den Fenstern Ihres Hauses heraufgab. Ich sah weiter, daß der Vorhang zweimal schnell auf- und zuge^ogen wurde. Nach kurzer Zeit verließ eine schone junge Dame, die ich vom Bild her als Ihre Frau erkannte, das Haus."
„Also einen Liebhaber!" sagte Friedrich Borgloh zwischen zusammengebissenen Zähnen. „Eine bittere Enttäuschung für mich, lieber Mac Lean!"
Mac Lean sah Borgloh mitleidig an:
„Gewiß wäre das eine bittere Entdeckung, Borgloh! Aber leider sieht die Sache noch viel schlimmer aus! Ein Flirt, du lieber Gott! So manche junge, romantische Frau glaubt, sie wäre ohne einen Flirt keine vollkommene Lady. So etwas braucht noch nicht weit gediehen zu sein.' Bei einiger Klugheit kann ein Mann wie Sie einem so jungen Geschöpf wie Ihrer Frau derartige Dinge wohl austreiben. Aber ich habe ernsten Grund zu glauben, daß dieser junge Unbekannte fein gewöhnlicher Verehrer von Mistreß Borgloh ist. Horen Sie weiter!"
Nun schilderte Mac Lean das Verhalten Eva Borglohs, den Wechsel des Autos und ihre Fahrt mit dem • jungen Manne in das Teerestaurant. Und weiter erzählte er dem entsetzt Zuhörenden von dem unheimlichen Ueberfall in dem Hause in London Docks.
„Um Gottes willen!" sagte Friedrich Borgloh heiser. „Was ist das für eine fürchterliche Sache? Um ein Haar wären Sie um meinetwillen umge- fommen, Mac Lean!" Er griff erschüttert nach Mac Leans Hand.
Mac Lean sagte sorglos:
„Sehen Sie, Borgloh, solange man immer nur ,um ein Haar' umkommt, geht die Sache noch. Und außerdem kann ich Ihnen sagen, diese mysteriöse Angelegenheit interessiert mich jetzt so, daß ich sie weiterverfolgen würde, auch wenn Sie selbst fein Interesse daran hatten."
„Und was ist Ihre Meinung von der ganzen Sache, Mac Lean? Sie müssen sich doch irgendwie ein Bild gemacht haben!"
„Allerdings! Wenn man auch noch so vorsichtig urteilen will — das eine scheint mir festzustehen: Ihre Frau, lieber Borgloh, ist ttgendwie in Händen von Verbrechern. Warum und wielo, zu welchem Zweck, ist mir vorläufig noch vollkommen unklar. Das herauszubekommen, wird die nächste Aufgabe fein."
„Und wie werden Sie das erreichen?" fragte Borgloh.
(Fortsetzung folgt 1)


