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Aus aller Welt

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liener getötet und 400 verwundet worden, während die Verluste der Abessinier an Toten und Verwundeten auf 100 beziffert werden. In Addis Abeba behauptet man, die italienischen Truppen seien bereits über 100 Kilometer weit in abessinisches Gebiet einge» d r u n g e n.

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Die Völkerbundsdebatte über -en ungarisch-südslawischen Konflikt

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3 in den ersten Dezembertagen eröffnete M'echsrundfunkschule der HI. in Göttin- g>?na>at ihre Arbeit in vollem Umfange aufgenom- MLrtJn ihr werden technisch geschulte Kräfte aus dtlr ntler-Jugend laufend weiter ausgebildet. Sie soille dann ermöglichen, daß die Funkarbeit der ihft^.noch größeren Widerhall und wirksamere Aus- wi^rmng findet. Zu dem ersten Kursus sind nur die Albtemngsleiter R der Gebiete und die Gebiets- fuM)arte einberufen worden. Nach und nach sollen sätinlitche Funkwarte der HJ.-Einheiten die Schule bur (taufen.

3mnem zweitägigen Kursus wurden Presse- umdM undfunkreferentinnen sowie Sach- beftrbiiterinnen für Prooaganda aus dem Obergau IM sülittelrhein) in der Jugendherberge Köln-Deutz, unä er. Leitung der Abteilung P und R des Ober- ÖOBftite geschult. Die Tagung trug den Charakter em<r Arbeitsgemeinschaft.

Arning Dezember wurde auf dem Hofgut Hohen- weag>^Taunus) ein Umschulungslager des BDL., vom Sozialen Amt des Gebietes Hefsen- Niilssci eingerichtet. 40 Mädel erhalten hier ihre Ack-ll'dung in Feld- und Stallarbeiten, Geflügel- haiilttzg, Küche und Hauswesen.

Lin Mörder seiner Jrau und seiner Rinder Dreimal zum Tode verurteilt.

Das Schwurgericht in Stuttgart verurteilte den 35 Jahre alten Emil W e e b e r aus Bad Cannstatt wegen dreier Verbrechen des Mordes dreimal zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Der Angeklagte, der das Urteil ohne die geringste sichtbare Gemütsbewegung entgegennahm, hatte am 15. Juli d. I. in seiner Wohnung in Bad Cannstatt seine Ehefrau, seinen 8*,'2 Jahre alten Sohn Emanuel und seinen 7jähri- gen Sohn Daniel durch Beilhiebe auf den Hinter­kopf und Aufschneiden des Halses und der Puls­adern an den Handgelenken ermordet.

Jugendlicher Raubmörder zum Tode verurteilt.

Das Potsdamer Schwurgericht verurteilte den 21- jährigen Arthur Orlowski wegen Raubmor­des zum Tode und lebenslänglichem Ehrverlust. Orlowski hatte der 80jährigen Witwe Johanna

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Genf, 8. Dez (DRV.) Der Völkerbundsrat er­örterte weiter den südslawisch-ungarischen Konflikt. Der französische Außenminister Laval erklärte, bei dieser schweren Auseinandersetzung stehe Frank­reich an der Seite Südslawiens. Die südslawische Regierung hat den stärksten Beweis ihres Friedenswillens geliefert. Sie hat sich nicht, wie andere es vor zwanzig Jahren getan haben, selbst Genugtuung verschafft, sondern hat sich an Genf gewendet. Es handelt sich darum, Südslawien Genuattiung jju geben, indem wir die ganze mora­lische Mrtorität einsetzen, über die der Rat verfügt.

Laval machte sich die wesentlichen Anschuldigungen gegen Ungarn zu eigen. Ungarische Offiziere und Behörden seien beteiligt. Da der Delegierte Ungarns selbst vom Revisionismus gesprochen habe, so wolle er sehr deutlich ein Wort wiederholen, das er vor der Kammer gesagt habe:Wer einen Grenzstein versetzen will, ftö r t den Frieden Europas." Die ungarische Regierung habe zum mindesten fahrlässig gehandelt. Frankreich wünsche, daß jede Wiedergutmachung durchgesührt werde, die den Rechten entspreche, aber so, daß eine Wiederversöhnung möglich wird durch gegenseitigen guten Willen. Die Aussprache dürfe nicht allein in einer Diskussion über die Ver­gangenheit erschöpft werden, eine wichtige und heikle Frage für die Zukunft müsse gelöst werden auf der Grundlage oes.Artikels 10 des Völkerbunds­paktes, der die Mitglieder verpflichte, die territoriale Unversehrtheit und die politische Unabhängigkeit aller anderen Mitgliedsstaaten zu achten. Das A s n l r e ch t bringe auch Pflichten mit sich. Man müsse eine neue internationale Rege­lung schaffen, um eine wirksame Unterdrückung politscher Verbrecher zu sichern. Die beteiligten Re­gierungen dürften nichts unterlassen, um die Schul­digen zu entdecken und um auch die Helfer zur Verantmortzelng zu ziehen. Besonders die ungarische Regierung habe die Pflicht, eine neue Untersuchung anzustellen. Die südslawische Regierung habe Friedenswillen gezeigt. Wenn das südslawische Volk in dieser Ruhe und Würde weiter verharre, so werde es seinem edlen König eine letzte Ehrung erweisen. Der Rat aber müsse handeln. Das Verbrechen dürfe kein Instrument der Politik sein.

Der italienische Delegierte Baron A l 0 i s i er­klärte, durch die Anklagen Südslawiens sei eine ganze Nation in ihrem Ehrgefühl verletzt worden. Es handele sich darum, ob Ungarn das im Juli getroffene Abkommen eingehalten habe oder nicht. Auf die frühere Zeit zurückzugreifen, er- cheine rechtlich nicht zulässig. Ungarn könne aber sich darauf berufen, daß es schon früher einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt mit Südsla­wien vorgeschlagen und eine Untersuchung über die Umstände, unter denen sich die südslawi- chen Terroristen betätigt hatten, angeboten habe. Der Rat habe sicher mit Erschütterung vernommen, daß gegen König Alexander von einer terra« ristischen Organisation in Brüssel ein regelrechtes Todesurteil ausgespro­chen und in der Presse veröffentlicht worden ei. Wenn im Zusammenhang mit dem südslawischen llntrag vom ungarischen Revisionismus ge- prochen worden sei, so könne der Rat nur davon Kenntnis nehmen, daß der ungarische Revisionis­mus friedlichen Charakter habe. Revisio­nismus sei nicht Terrorismus. Italien habe als

. einen Ort bei Brandenburg. Beide haben dann für . das Geld Einkäufe gemacht.

Grauenvolle Bluttat auf einem jülländischen Bauernhof.

i Ein grauenvolles V e r b r e ch e n hat sich in einer , der letzten Nächte auf einem Bauernhof in dem . Dorfe Handest in Jütland abgespielt. Dort hat ein : Zljähriger Gutsknecht seinen früheren Arbeitgeber, dessen 70 Jahre alte Schwiegermutter und dessen ; etwa 4 Jahre altes Kind durch Beilhiebe er- r mordet. Außerdem hat er die Frau seines Arbeit» gebers so schwer verletzt, daß an ihrem Aus­kommen gezweifelt wird. Nach der Tat holte der Verbrecher die Polizei und machte ihr von seinem Verbrechen Mitteilung.

Familiendrama in Berlin. Die Tochter erschießt ; ihren betrunkenen Baler.

Ein erschütterndes Familiendrama spielte sich im Zentrum Berlins ab. Dort erschien ein 41 Jahre : alter Arbeiter mit seiner geschiedenen Ehefrau in der Wohnung feiner verheirateten, noch jugendlichen , Tochter. Er war betrunken und wurde gegen seinen , Schwiegersohn und seine Tochter tätlich; diese , streckte ihn mit einem Pistolenschuß nieder; der , Vater, der blutüberströmt zusammenbrach, st a r b j wenige Minuten darauf. Die Täterin, die in Not- , wehr gehandelt haben will, wurde von der Krimi- , nalpolizei festgenommen und dem Polizeipräsidium eingeliefert.

> Ein Batet rächt feine Tochter. Aufsehenerregende Freisprechung vor dem pariser Schwurgericht.

Das Pariser Schwurgericht sprach einen belgi» schen Fabrikanten frei, der vor einigen Monaten in Paris feinen Schwiegersohn erschossen hatte, weil er nach Ansicht des Angeklagten von den belgi­schen Gerichten eine zu geringe Strafe für die Er­mordung feiner Tochter erhalten habe. Der Schwiegersohn des Fabrikanten hatte vor sieben Jahren seine Frau erschossen und war in Belgien zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt wor- den, nach fünf Jahren aber begnadigt und auf freien Fuß gesetzt worden. Der Vater der jungen Frau hatte aber Rache geschworen und war seinem Schwiegersohn überallhin gefolgt, bis er ihn vor einigen Monaten in Paris entdeckte und kaltblütig niederschoß.

Elf Todesopfer einer Alkoholvergiftung.

In den Logierhäusern des Hafenviertels von Port­land (Oregon, USA.) sind in einer der vergangenen Nächte elf Männer nach dem Genuß von denaturier- tem Alkohol gestorben. Mehrere liegen noch schwer erkrankt danieder. Der Alkohol stammte angeblich aus einer am Platz befindlichen Drogen- Handlung.

Großangelei'U Aktion gegen den Rauschgifthandel in Amerika.

Von den Bundesbehörden der Vereinigten Staa­ten wurde dieser Tage im ganzen Land eine über­all gleichzeitig schlagartig einsetzende Aktion gegen den Rauschgifthandel unternom­men. Die an vielen Stellen durchgeführten Groß- razzien führten zur Verhaftung von etwa 500 Rauschgifthändlern, Mitgliedern der Vertriebs­syndikate und Rauschgiftkäufern. Rauschgifte im Werte von vielen tausenden von Dollar konnten beschlagnahmt werden. Im Chinesenviertel Chika- gos wurden 11, in Pittsburgh 8 Chinesen verhaf­tet. Die Rauschgiftvertriebsorganisation von Cleve­land hatte unter ihren Kunden zahlreiche Studen­ten, bei denen sie auch durch Gratisproben für den Rauschgiftbezug warb.

Lastauto mit mandschurischen Soldaten verunglückt. Neun Tote, zahlreiche Berlehte.

Bei Kou-Pei-Ping-Tzu in der Provinz Jehol verunglückte ein vollbesetzter Lastkraftwagen mit mandschurischen Soldaten. Der Wagenführer hatte infolge starken Nebels die Sicht verloren und der Wagen stürzte eine Böschung hinunter. Nach den bisherigen Mitteilungen wurden acht Soldaten und ein mandschurischer Offizier auf der Stelle g e- tötet; zahlreiche andere wurden schwer und leicht verletzt.

SS.-7Nann von einem Kraftwagen angefahren und getötet.

Der 26jährige SS.-Mann Bruno Hardheim aus Essen wurde von einem Personenkraftwagen angefahren und getötet. Der rücksichtslose Kraft­wagenführer fuhr, ohne sich um den Verunglückten zu kümmern, mit abgeblendetem Licht davon.

Grauenhafter Bersicherungsmord verhindert.

Durch das rechtzeitige Eingreifen der Berliner Kriminalpolizei konnte ein Mordvorhaben in Verbindung mit einem raffiniert ausgeklügelten Versicherungsbetrug vereitelt werden. Vor einigen Tagen wurde ein 55jähriger Mann namens Albert 2) i e f e n e r feftgenommen, der erst im August dieses Jahres aus dem Gefängnis ent­lassen worden war. Diesener hatte einem Mit- aejangenen erklärt, daß er ihm nach seiner Ent­lassung eine Tätigkeit mit einem großen Verdienst verschaffen wolle; er machte feinem früheren Mit­gefangenen nach dessen Entlassung den Vorschlag, eine von ihm noch näher $u bezeichnende Person an einem abgelegenen Ort in der Mark wohin Diesener die betreffende Person bringen wollte mit einem Kraftwagen oder einem Motorrad tot- zufahren. Er selbst wolle dieser Person, die bei einer Lebensversicherung hoch versichert sei, die Lebensversicherungspolice abkaufen und sich die Lebensversicherungssumme beim Todesfall auszah»

Oh Abschaffung der Brotkarte in der Sowjetunion.

^Erhöhung der Preise und Löhne.

Muskau, 8. Dez. (DNB.) Der Rat der Volks- foWlffare hat die Durchführung der für den 1. Ja- nwer 1935 vorgesehenen Abschaffung des K illinen {y ft e ms für Brot, Mehl und Graupen geregelt. Um den Handel mit Mehl unufchrot in den Staats- und Genossenschaftsläden .3Un hen, werden an Stelle der jetzigen hohen Preise füirr In* im freien Handel erhältlichen Waren ei'jrhieitliche staatliche Kleinhandels- pM ii e geschaffen, die möglichst niedrig gehalten jintinnb nach 8 Zonen festgesetzt werden. Die neue Pffü^ftstsetzung erstreckt sich außer auf Brot, Mehl unit&raupen auch auf Nudeln, Bohnen, Reis, Ha­fer:!! irJO Kleie. Da die Abschaffung der dop- P |Mi!_n Preise und die Festsetzung eines einheit­lich!« staatlichen Kleinhandelspreises für Brot eine gern!!"' Preissteigerung mit sich bringt, sieht bie i birorbnung eine entsprechende Erhöhung de:rlöhne, Gehälter, Pensionen und S t!j ipi» ndien für Studenten vor, die für das JaHi H35 insgesamt 4,2 Milliarden Rubel aus- mEDie bisherige Regelung, wonach alle die Per- fon:ei, Die zur Lieferung landwirtschaftlicher Erzeug- niss'se l-rvflichtet waren, mit Brot zu normierten Mrrr beliefert wurden, wird aufgehoben. Zum AlL!v:!«sch werden dafür die Erzeugerpreise für: eil landwirtschaftlichen Rohstoffe, darunter auch für sidhe, nach dem Erzeugungsort gestaffelt, e r - h Die Preise für das an den Staat abzuile- ferrnbt Getreide erfahren vom Jahre 1935 eine Er- höhisrn von 10 v. Sy, während die Preise für das Geckitü-e, das der Staat und die Genossenschaften austi km freien Markte aufkaufen, um 20 v. Sy er- höWrnrden.

"85 zum 1. Februar 1935 sollen 10 3 0 0 neue B n ü äden eingerichtet werden. Die Leistungs- fäh^i/. t der Brotfabriken und Bäckereien soll'! 171 eine Tageserzeugung von 10 750 Tonnen gefnRjrt werden Die örtlichen Sowjetbehörden sind verüsiytet, den Verkauf mannigfacher Brotsorten unM V» ununterbrochene Arbeiten des Kleinhandels- netz^i icherzustellen. Das Volkskommissariat des In-

neren ist angehalten, alle Versuche von Spekulanten und Wiederverkäufern, die Abschaffung des Karten­systems zu Spekulationszwecken ouszünutzen, ener­gisch zu bekämpfen. Weiter wurde angeordnet, daß an jede Person täglich nicht mehr als 2 Kilogramm Brot und 1 Kilogramm Mehl verabreicht werden dürfen, da man befürchtete, daß nach Abschaffung des Kartensystems große Speku- lationen einsetzen würden. In einigen Bezirken ist der Verkauf des Brotes ohne gleichzeitige Abnahme von Mehl nicht gestattet.

Um Somaliland.

Italienisch-abessinische Grenzkämpfe.

London, 8. Dez. (DNB.) Wie Reuter aus Addis Abeba erfährt, ist der abessinische Geschäfts­träger in Rom beauftragt worden, bei der italieni­schen Regierung schärfsten Protest gegen d i e Besetzung abessinischer Gebiets­teile durch italienische Truppen zu er­heben. Eingeborene Truppen sollen aus Jtalie- nisch-Somaliland mit Tanks, Flugzeugen und Artillerie und unter dem Kommando italienischer Offiziere am 5. Dezember d i e abessinische Begleitmannschaft einer englisch-abessinischen Kommission bei Ualual überfallen haben. In dem darauf folgenden Gefecht zwischen italienischen und abessinischen Truppen auf dem Gebiete von Jtalienisch-Somali- land sind nach abessinischer Darstellung 6 0 I t a -

erstes Land den Grundsatz aufgestellt, daß die Ver­träge den wechselnden Zeitumständen a n g e p a ß t werden müßten, und zwar auf le­galem Wege. Die Anregungen zu internationa­len Maßnahmen gegen den Terrorismus werde die faschistische Regierung aufmerksam prüfen. Sie sei jedoch davon überzeugt, daß hierfür eine Atmosphäre des Vertrauens notwen­dig sei. Sie sei bereit, hieran nachdrücklichst mitzu- arbeiten.

Der russische Volkskommissar Litwinow er­klärte, die Sowjetregierung stehe dem Terrorismus, wie er sich in der Nachkriegszeit breitgemacht habe, mit Empörung und Ekel gegenüber. Die Sowjet­union kenne seine Folgen aus eigener Erfahrung. Der Völkerbund müsse Mittel au seiner Bekämpfung finden. Die allgemeine Unsicherheit der Lage er­fordere besondere Aufmerksamkeit.

Der englische Delegierte Eden erklärte: Ein klares Urteil über die von der südslawischen Regie­rung vorgebrachten Einzelpunkte, soweit sie sich auf die Vergangenheit bezögen, scheine im Augenblick auf große Schwierigkeiten zu stoßen. Nützliche Vor­schläge für die Verhinderung des Terrorismus könnten schwerlich ohne eine angemessene Prüfung der Verträge, insbesondere der Auslieferungs­verträge, ausgearbeitet werden. Eden sprach in diesem Zusammenhang ausführlich vom Asyl­recht. Die Rechte der Persönlichkeit und die Freiheit des einzelnen Bürgers seien die stolzeste Ueberliefe- rung Englands. Freiheit dürfe aber nicht mit Zügellosigkeit verwechselt werden. Auch auf dem Gebiete der Presse könne der Schaden nicht ge­leugnet werden, der durch eine hemmungslose Meinungsäußerung anaerichtet werden könnte. Die Anstrengungen des Völkerbundes könnten keinen Erfolg haben, wenn nicht auf allen Seiten Mäßigung geübt werde.

AuchVanaterSchwaben unierten aus Südslawien Ausgewiesenen.

Budapest, 8. Dez. (DNB.) Unter den aus Süd­slawien ausgeroiesenen Personen befinden sich in großer Zahl schwäbische deutsche Bauern aus dem Banat und der Bacska. Es handelt sich ausnahmslos um deutsche Bauern, die in den früher Ungarn gehörigen Gebieten seit Jahrhunderten angesiedelt waren und durch den Vertrag von Trianon in den Staats- bereich Südslawiens gelangten. Die Bauern er­klären, daß sie gleich nach dem Friedensschluß den Antrag auf Erwerb der südslawischen Staatsangehörigkeit gestellt hätten, daß sie jedoch bisher die Einbürgerung nicht erhalten hätten. Die ausgewiesenen deutschen Bauernfami­lien sind daher ausnahmslos ohne Pässe. Die Erbitterung und Verzweiflung unter den finber* reichen ausgewiesenen beutschen Bauernfamilien ist außerordentlich groß, da sie plötzlich ohne erficht- lichen Grunb ihre Heimat verlassen mußten. Da sie ihr ganzes Hab und Gut im Stich lassen mußten, herrscht unter ihnen größte Not. Dieses Vor­gehen ber südslawischen Behörben ist um so unver­ständlicher, als die deutschen Bauern sich keiner Südslawien feindlichen Betätigung bewußt sind. Man nimmt daher auch an, daß die Ausweisungen auf den Uebereifer unter­geordneter Stellen zurückzuführen sind.

Die italienische Regierung hat ihrerseits bei ber abessinischen Regierung proteftiert. Nach italienischer Darstellung hat eine abessinische Trup­penabteilung bereits vor zwei Tagen mit Gewehren, Maschinengewehren unb einem kleinen Geschütz b i e Grenze von <5 0 m a l i l a n b überschritten unb bie italienischen Grenzwachen angegriffen. Die italienisch-abessinische Spannung geht barauf zurück, daß bie Abessinier vor einiger Zeit bie Beschulbi- gung erhoben haben, bie Italiener hätten ihre Grenze verletzt. Eine anbere Quelle ber Reibungen liegt barin, baß Abessinien Japan große Kon­zessionen für b e n Anbau von Saum«

Fehrmann, die während der Sommermonate bas Wochenendhaus ihres Schwiegersohnes, eines Berliner Kaufmannes, in Päwesin bei Brandenburg an ber Havel bewohnte, am 3. Juli d. I. nach einem wohlausgedachten Morbplan aufgelauert, sie bann in ber Wohnung überfallen unb auf viehische Weise umgebracht. Wie gefühlsroh der Bursche vorgegan­gen ist, geht daraus hervor, daß er bie alte Frau am Halse würgte, bis sie besinnungslos zusammen- brach. Dann ging er in ben Garten, um mit einem Desching nach Spatzen zu schießen. Als er zurück­kehrte, bemerkte er, daß bie Unglückliche noch Le­benszeichen von sich gab. Er schoß darauf aus aller­nächster Nähe auf bie alte Frau unb schlug noch mit einem Meißel auf sie ein. Nachdem er auf einem Grammophon sämtliche Platten durchgespielt hatte, flüchtete er mit 160 Reichsmark, die er erbeu­tet hatte, zu seiner übel beleumdeten Mutter in

wolle unb anbere wirtschaftlicke Vorteile gewährt hat, bie nach italienischer Auffassung b e m itd» lieniftf) - abessinischen Vertrag zu- roiberlaufen. Wie erinnerlich, war es bereits Gnbe November zu einem ernsten italienisch-abessi­nischen Zwischenfall gekommen. Das italienische Konsulat in ber abessinischen Stabt (Bonbar war von Eingeborenen überfallen worben, wobei ein Askari ber Konsulatswache getötet unb drei weitere verletzt würben. Der Zwischenfall würbe feiner Zeit freunbschaftlich beigelegt.

Oas Vichtfest am Hause der Deutschen Erziehung. Bayreuth, 9. Dez. (DNB.) Die Stadt Richard

Wagners ftanb im Zeichen bes Richtfestes am Hause ber Deutschen Erziehung. Nach bem Richt­spruch bes Zimmermanns hielt Staatsminister Gau­leiter Hans S ch e m m eine Rebe, in ber er betonte, daß kein unbeutscher Gebanke in biefes (Bebäube kommen werbe. Keine abgeschlossene Gelehrtenschule solle es sein, fonbern ein Haus aus bem Leben unb für bas Leben. Wohl solle fleißiae unb ernste wissenschaftliche Arbeit hier ihre Heimstätte finben, aber immer solle bie Arbeit in Richtfeststimmung geleistet werben in bem Bewußt­em, mitten im Werk zu stehen. Der Richt- chmaus sah Bauherren, Architekten unb Arbeiter- chaft an gemeinsamer Tafel. Ministerialrat Benze überbrachte bie Glückwünsche bes Reichsministers

12-efer Tage begann in ben Räumen ber Reichs- pMidführung eine Arbeitstagung sämtlicher Per- ipncnmisleiter ber HI. Gebietsführer Lüer be- jyrielte bie Zusammenarbeit ber Hitler-Jugenb mit Wenpoli3eibienftfteUen. Bannführer Petter führte M Tagungsteilnehmer in alle Fragen ein, bie bas öterültnis zwischen Hitler-Jugenb unb Schule be- 'iPffa- Graf Bredow sprach über bas Verhältnis Stahlhelms zu ber Hitler-Jugenb. Obergebiets- «rnix John betonte, baß gerabe bie Hitler- Jufinb sich freubig zum Frontsolbatentum bekenne. Ms Personalreferentin ber Reichsjugenbführung ppi Gauführerin Wilke über bie Zusammen- o ebr zwischen HI. unb BbM.

bijitfdjen Polizeitag 1934 ihrer Ber- !»unbenheit mit bem Dolksganzen da- >uch besonbers Ausbruck verleihen, baß sie sich an )ii:em Tage mit ihrer ganzen Kraft unb ihrer Ge- Miltheit in ben Dienst ber ärmsten ihrer | ö (f s g e n o f f e n stellt. Sie opfert zum Weih- raytsfeft unb bittet z u gleicher Zeit bie Bhoölterung, besonbers bie Dermö- il <n b e n , ihr hierbei z u helfen. Wenn ein DtiE für bie selbstoerstänbliche unermübliche Arbeit )ci Polizei im Dienst für Orbnung unb Sicherheit Ibxhaupt abzustatten ist, so kann bieser Dank im «nonalsozialistischen Sinne nur lauten: Helft ben ktwibenben Volksgenossen, f p e n b e t für bas ö nt er hilf sroerf zum Deutschen Polizeitag in 18. unb 19. Dezember 1934."

Gruppenführer Or. Zunkel tödlich verunglückt.

/.WB. Weimar, 9. Dez. ©amstagabenb ver- !ch'd her SA.-Gruppenführer unb thüringische Btmtsrat Dr. Zunkel an ben Folgen eines aperen Autounfalls. Er wollte mit feinem Kraft- in<wn zur Ausübung feiner Sammeltätigkeit nach rpfba fahren. Sein Wagen geriet am Ausgang ?rStadt Weimar infolge der Glätte der Sttaße N Schleudern und schlug gegen einen starken ßarm. Dr. Zunkel wurde aus dem Wagen geschleu- l:er und fiel so unglücklich, daß er einen schweren < 3(ll delbasisbruch erlitt. Es trat im Gehirn eine innere Übung ein, dazu kam Atemlähmung und Herz- i hwche, die dann ben Tob herbeiführte. Gruppen- f.iifcr Dr. Zunkel ist 48 Jahre alt geworben. Erft 1 ilt vor bem Reichsparteitag hatte er geheiratet, .ifirel war als Leutnant ber Reserve an Der Front i irtl Inhaber bes E. K. 1. Klasse. Er war 1 etos 1928 Gausturmführer ber SA. Thüringens ; evirben. Zur politischen Leitung ftanb er in einem k er ichen Verhältnis. Der Reichserziehungsminister r.jtrrf ihn 1934 in bas preußische Kultusministerium.

Aus der Hitlerjugend.