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Oie NG.-Volkswohlfahri wirbt!

Die AktionMutter und Kind" wird durch eine besondere Plakette eingeleitel. Diese Plakette wird gegen Zahlung von 20 Pf. nur an Mit­glieder der RS.-Volkswohlfahrt aus- gegeben. Der Verkauf an Richtmilglieder ist aus­drücklich untersagt. Die Plakette ist an der Woh­nungstür so anzubringen, daß leicht festgestellt wer­den kann, wer Mitglied der RS.-Volkswohlfahrl isl. Den Mitgliedern der RS.-Volkswohlfahrt wird es zur Pflicht gemacht, eine solche Plakette zu er­werben.

Volksgenossen, die noch nicht Mitglied der 71$.- Volkswohlfahrt sind, können diese Plakette nur bann erhalten, wenn sie eine Aufnahmeerklärung für die R$.-Volkswohlfahrl unterschreiben.

Die R$.-Volkswohlfahrt legt Wert darauf, dah alle Volksgenossen, denen der Beitritt nach den allgemeinen Richtlinien der RS.-volkswohlfahrl möglich ist, ersaht werden. Jeder Amtswalter, über­haupt jeder tätige Volksgenosse hat die Aufgabe, für die R$.-Volkswohlfahrt in erhöh­tem Mähe zu werben. Die RS.-Volkswohl­fahrt kämpft für die Zukunft unseres Volkes. Der deutsche Sozialismus seht sich durch, wenn jeder die Bedeutung der RS.-Volkswohlfahrt er­kannt Hal und durch die Erwerbung der Mitglied­schaft seine Bereitwilligkeit erklärt, an dem grohen Werk mitzuarbeiten. Jeder Deutsche, der in Arbeit und Brot ist. muh Mitglied der R Volkswohlfahrt werden.

Oie Straße dient dem Verkehr!

Verkehrsdisziplin gilt nicht nur für die Kraftfahrer.

Jahrelange Erfahrungen haben den Beweis da­für erbracht, daß sowohl die Verkehrswege in den Städten als auch die Landstraßen unzählige Ge­fahren für die Allgemeinheit bieten, falls nicht sämtliche Straßenbenutzer grundsätzlich aufmerksam, rücksichtsvoll und verkehrsfördernd handeln. Entsprechende Maßnahmen wurden daher zur Selbstverständlichkeit.

Als ein Vorläufer reichsgesetzlicher Bestimmungen darf die jüngst erfolgte Verkehrsregelung Preußens gelten, aus der wir stichwortartig folgende Grund­sätze hervorheben:

Sämtliche Verkehrsteilnehmer haben sich schnellstens völlig vertraut zu machen mit der Bedeutung aller feststehenden und sämtlicher durch Verkehrsposten vermittelten wechselnden Verkehrs­zeichen, die sie ganau beachten und streng befolgen müssen.

Der Fußgänger hat 'stets daran zu denken, daß er die Fahrbahn nur im wirklichen Bedarfsfalls überschreiten darf, und zwar nur rechtwinklig auf dem kürzesten Wege, mit der nötigen Vorsicht und ohne Aufenthalt. Marschierende Kolonnen müssen nachts durch weiße Vor- und rote Rückstrahler ge­sichert sein.

Der Radfahrer darf nur ein in jeder Hinsicht vorschriftsmäßig gebautes und ausgerüstetes Fahr­rad fahren oder führen. Richtige Bremsen, Glocke, Rückstrahler und vor allem eine am Fahr­rad befestigte gleichmäßig hell brennende, aber nicht andere Verkehrsteilnehmer blendende Lampe sind unerläßlich. Der Fahrer muß die Lenk­stange stets festhalten und darf die Füße beim Fahren nicht von den Tretkurbeln entfernen. Rad­

fahrer müssen grundsätzlich einzeln hinter­einander fahren und die vorhandenen Fahrrad­wege benutzen.

Alle Pferde-Fuhrwerke müssen verkehrs­sicher gebaut, mit sicher wirkenden Bremsen und während der Dunkelheit (oder Nebel) mit minöe* stens einer hellbrennenden Laterne, sowie einem nicht verdeckten hinten links befestigten Rückstrahler versehen sein. Die Anbringung der Laterne unter dem Fuhrwerk ist ver­boten. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen grund­sätzlich kein Fuhrwerk auf öffentlicher Straße len­ken. Unbespannte Fuhrwerke dürfen bei Dunkelheit oder starkem Nebel nicht auf der Straße belassen werden. Im Notfälle muß ein solches Fuhrwerk durch hellbrennende Laternen sichtbar und die Deich­sel durch Hochklappen oder Entfernen ungefährlich gemacht werden.

Kleine Fahrzeuge, also Handwagen, Hand­karren und Handschlitten müssen mit R ü 3k st r a h - lern und bei Dunkelheit mit hellbrennenden Lam­pen versehen sein.

Die Straßenbahn, die künftig kein Vor- sahrtsrecht mehr hat, muß vorn und hinten einen Fahrtrichtungsanzeiger sowie Stopplich­ter Haden.

Für das Kraftfahrzeug und seinen Führer sind neue Sonderbestimmungen nicht erlassen worden.

Zum Schluß sei noch erwähnt, daß Zuwiderhand­lungen außer mit empfindlichen Geld- und Haft­strafen auch mit der Wegnahme oder der zeitwei­ligen Sicherstellung von Fahrzeugen geahndet wer­den können.

Tagung der oberhessischen Straßenwärter

Gestern vormittag versammelten sich im Hause der Deutschen Arbeitsfront die etwa 250 Straßen­wärter Oberhessens zu einer Tagung. Die Straßen­wärter der Provinz waren fast sämtlich erschienen. Der Obmann der oberhessischen Straßenwärter, Pfeiffer. Großen-Buseck, begrüßte die Teilneh­mer, insbesondere aber die Herren von der Pro­vinzialbauverwaltung. Oberbaurat C e l l a r i u s stellte der Versammlung sodann die Bezirksobleute vor. Der

stellvertretendeKreisleiterderOeutschen Arbeitsfront, pg. Hahn

sprach sodann über das ThemaDer National- s o z i a l i s m u s".

Alles deutsche Leben komme, so führte er u. a. aus, von der deutschen Seele. Die deutsche Seele, der deutsche Mensch aber seien lange Zeit heimatlos gewesen, weil sie in eine fremde Welt hineinge­drängt worden seien. Heute nun kehre der deutsche Mensch zurück zu seinem Vaterland; er habe sich abgewandt vom Internationalismus. Am 12. No­vember 1933 habe das ganze deutsche Volk be­wiesen, daß es wieder eins sei mit seinem Vater­land. Die marxistische Weltanschauung sei gegen die Natur gewesen. Einzelmensch, Masse und Klasse seien die Begriffe gewesen, die die geistige Haltung des Marxismus bestimmten. Volksfremde Elemente gewannen Einfluß und sagten, daß jeder Volks­genosse sei, der nichts besitze.

Die Gedankenkonsiruktion der Internationale fei falsch gewesen. Das habe insbesondere der Weltkrieg bewiesen. Der deutsche Arbeiter, der damals schon sehr stark in den Banden des Marxismus stand, sei trotzdem für Deutschland marschiert und für sein Vaterland gestorben.

Der zweite Beweis, daß der Arbeiter sich als Sohn seines Vaterlandes fühle, fei der Nationalsozialis­mus und seine Entwicklung. Der Einzelmensch, die Familie, die Nation, die Begriffe Blut und Rasse seien im nationalsozialistischen Staate in den Vor­dergrund gestellt. Der Nationalsozialismus fei eine Idee, die nicht erlernt werden könne, sondern emp­funden werden müsse. Nationalsozialismus sei Her­zenssache. Das Braunhemd mache den National­sozialisten noch nicht aus. Den Nationalsozialisten erkenne man nur an der Tat. Nicht nach Herkunft und Vermögen, sondern nach dem Eharalter werde der einzelne Volksgenosse bewertet. Ein schlechter Charakter werde nie ein Nationalsozialist sein kön­nen. Der Nationalsozialismus sei eine Bewegung von revolutionärem Charakter. Nationalsoizialist sein, heiße immer Kämpfer sein, bereit, das Leben für die Idee zu opfern.

llmwälzungen innerhalb eines Staates und eines Volkes feien nur möglich aus einem inneren Be­dürfnis heraus. Ein Neues zu schaffen sei nur mög­lich, aus der Erkenntnis heraus, daß bis dahin etwas falsch gemacht worden sei. Daß der marxisti­sche Gedanke falsch war, sei im Laufe des vergangenen Jahrzehnts nachdrücklich bewiesen worden. Da habe die Klasse gegen die Klasse gestanden, der Mensch gegen den Menschen, da seien der Charakter und die Moral ins Wanken geraten und damit die Wirt­schaft.

Rur charaktervolle Menschen können die Träger einer geordneten sauberen Wirtschafts­führung fein.

Erst Adolf Hitler habe hier Wandel geschaffen. Eine Revolution entstehe aus Vernunft oder Unvernunft. Die Revolte von 1918 sei eine Revo­lution der Unvernunft gewesen und habe bereits bei ihrem Entstehen den Keim des Todes in sich ge­tragen. Der Sieg des Nationalsozialismus sei der Sieg der Vernunft über die Unver - uunft gewesen.

Auf dem Fundament der nationalsozialistischen Weltanschauung und auf den festen Grundstein Adolf Hitler, werde ein neuer Stacck gebildet. Der Sinn der Volkswirtschaft sei heute der, daß sie lediglich Dienst am Volk sein müsse. Die Wirtschaft müsse sich umgestalten im nationalsozialistischen Sinne. Was die Familie im Volk sei, das sei der Betrieb in der Wirtschaft. Infolgedessen sei in Zu­kunft ein Kamps der Stände untereinander nicht mehr statthaft. Jeder müsse seine Pflicht tun, im In- teresse des Ganzen. Jeder müsse den Ehrgeiz haben, seine Pflicht gegenüber dem Volk und dem Vater­land zu erfüllen. Deutschland sei mit seinem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit allen anderen Nationen am weitesten voraus.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland müsse orga­nisch beseitigt werden. Was von der NSDAP, ver­sprochen worden sei, werde gehalten. Adolf Hitler habe die Bedeutung des Arbeiters von jeher er­kannt. Es könne deshalb auch nicht gegen den Ar­beiter regiert werden, wenn etwas aufgebaut wer­den solle. Hätte im übrigen die Reaktion ebensoviel für Deutschland getan, wie der Arbeiter für den Marxismus, so wäre es in Deutschland gar nicht zu dem wirtschaftlichen und moralischen Tiefstand gekommen, dem die Regierung Adolf Hitler ent­gegentreten mußte. Kein Kaiser und keine Clique könne dem deutschen Volke helfen, sondern nur das gesamte Volk sich selbst in der Gefolgschaft hinter dem Führer Adolf Hitler.

Das Deutschland von gestern müsse vergessen werden, das neue Deutschland immer wieder neu erlebt werden.

Hier dürften wir auch des Saargebietes nicht ver­gessen, in dem sich deutsches Schicksal entscheide. Grenzlandschicksal sei noch immer deutsches Schick­sal gewesen.

Die Gewerkschaften seien in Schutthaufen zer­fallen. An ihrer Stelle sei die Deutsche Arbeits­front getreten, die die Verbindung von Führer und Gefolgschaft in der Wirtschaft schaffen soll. Sie heiße deutsche Arbeitsfront und nie Deutsche Arbeiter front. Der große Unterschied dessen sei allen klar. Mit kurzen Worten über den Aufbau des Staates aus dem Sinn der drei großen Grund­pfeiler, Reichsnährstand, Deutsche Arbeitsfront und Reichsbeamtenschaft beschloß der Redner feine sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen.

Nachdem der Fachschaftsleiter Pg. Weh rum einige geschäftliche Mitteilungen bekanntgegeben hatte, stellte der Versammlungsleiter der Versamm­lung den neuen

Kreisdirektor pg. Klostermann

vor, der sodann in kurzen Worten über den Stra­ßenwärter im neuen Staat sprach und hier insbe­sondere betonte, daß es für den Straßenwärter im Dritten Reiche nichts anderes zu tun gebe, als feine Pflicht zu erfüllen und die Straßen so zu verwal­ten, als wenn es seine eigenen wären. Die Pro­vinz habe den Straßenwärtern einen großen Teil ihres Vermögens in Obhut gegeben und sie müß­ten dementsprechend verantwortungsbewußt han­deln. Das gesamte Straßenwesen werde voraus­sichtlich demnächst nach neuen Gesichtspunkten ge­ordnet werden. Etwas Endgültiges lasse sich darüber heute aber noch nicht sagen, da diese Umorgani­sation in allen Einzelheiten von der Führung der neuen Reichsautobahnen abhängig sei, für die eine Anzahl von Straßen Zubringer st raßen werden fein müssen. Die Führung der Reichsauto­bahn durch Oberhessen sei im einzelnen noch nicht festgelegt, sie werde aber voraussichtlich von Frank­furt über Bad Homburg in die Nähe von Bad- Nauheim, dann über Oppertshofen, Rockenberg, Gambach, Beuern, Rüddingshausen, Kirtorf nach Alsfeld und Hersfeld führen.

Das Prooinzialbauamt werde alles versuchen,

die gegenwärtig bestehenden Straßen zu verbessern. Straßenbauarbeit sei ja gleichzeitig als sehr we- entlicher Faktor der Arbeitsbeschaffung anzusehen.

Das Programm der nächsten fünf Jahre werde sich aber nach der Führung der Reichsaulo­bahn richten müssen.

Es werde dabei nicht mehr so sehr auf Flickarbeit ankommen. Dem Verkehr müsse durch die Schaf- ung guter Straßen die Gelegenheit zur Entwick­lung gegeben werden. Mit der Aufforderung, ihm Vertrauen entgegenzubringen, so wie er es den Straßenwärtern entgegenbringe, beschloß Kreis­direktor Pg. Klo st ermann seine Ausführungen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden

Oer Echwarzarbeiter ist ein Gegner der Arbeitsschlacht. Wer ihn unterstützt, sabotiert den Aufbauplan des Führers.

noch verschiedene Anfragen besprochen. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler beschloß der Versammlungsleiter die an­regende Tagung.

Oberheffen.

Oer Laubacher Voranschlag für 1934.

* Laubach, 9. April. In der jüngsten Sitzung befaßte sich der Gemeinderat mit der Beratung des Haushaltsvoranschlags für das Rech­nungsjahr 1934, der einstimmige Annahme fand. Der Voranschlag schließt in der Betriebsrechnung mit 131500 Mark in Einnahmen und Ausgaben ab. Für die einzelnen Rubriken sind folgende Beträge vorgesehen: Rechnungsrest: Einnahme 4813,38 Mk.; Gebäude: Einnahme 5700 Mk., Ausgabe 1670 Mk.; Grundstücke: Einnahme 3900 Mk., Ausgabe 640 Mk.; Waldungen: Einnahme 53 437,20 Mk., Ausgabe 33 605 Mk.; Jagd: Einnahme 2309,50 Mk.; Schä­ferei: Einnahme 1000 Mk., Ausgabe 1800 Mk.; Waf- fervevsorgung und Kanäle: Einnahme 11490 Mk., Ausgabe 6718 Mk.; Ziegelei: Einnahme 1000 Mk.; Allgemeine Verwaltung: Einnahme 1000 Mk., Aus­gabe 11489,94 Mk.; öffentliche Sicherheit: Ausgabe 3655 Mk.; öffentliche Gesundheitspflege: Einnahme 300 Mk., Ausgabe 3350 Mk.; Feuerlöschwesen: Aus­gabe 450 Mk.; Armenpflege: Einnahme 2400 Mk., Ausgabe 8500 Mk.; Schulden: Einnahme 240 Mk., Ausgabe 9400 Mk.; Kirche: Ausgabe 272,15 Mk.; Friedhof: Einnahme 320 Mk., Ausgabe 550 Mk.; Straßen: Einnahme 135 Mk., Ausgabe 6295 Mk.; Landwirtschaftszwecke: Einnahme 750 Mk., Ausgabe 6000 Mk.; Grenzverhältnisse: Ausgabe 200 Mk.; öffentliche Anlagen: Ausgabe 160 Mk.; Bäche und Gräben: Ausgabe 100 Mk.; Soziale Fürsorge: Ein­nahme 9000 Mk., Ausgabe 20 000 Mk.; Steuern und Abgaben: Ausgabe 6650Mk.; Sondersteuern (Hunde-, Vergnügungs-, Bier- und Bürgersteuer): Einnahme 15 150 Mk., Ausgabe 500 Mk.; Anteile an Reichs­steuern: Einnahme 6000 Mk.; Städtisches Schwimm­bad: Einnahme 1500 Mk., Ausgabe 1500 Mk.; Re­servefonds: Ausgabe 2500 Mk.; Gemeindeumlagen (röte seither): Einnahme 10 000 Mk., Ausgabe 1000 Mark.

Landkreis Gießen.

tn. Lang--Göns, 9. April. Dieser Tage trat Postagent Karl Schneider, der über 40 Jahre lang die hiesige Agentur verwaltete, in den wohl­verdienten Ruhestand. Er war allen als ein zu­verlässiger und äußerst gewissenhafter Beamter be­kannt. Zu seinem Nachfolger wurde Karl Müller, Führer der NSBO., ernannt und eingeführt. Die Postagentur bleibt in demselben Gebäude wie seither.

# Quedborn, 9. April. Die Kanalisa - tionsarbeiten in unserer Gemeinde haben in letzter Zeit durch erhebliche Verstärkung der Ar­beiterzahl recht gute Fortschritte gemacht. Nachdem zuerst zwei kürzere Teilstrecken in der Bruchgasse fertiggestellt wurden, ist jetzt die Ortsdurchfahrt nach Ettingshausen soweit fertig, daß sie in kürze­ster Zeit für den Verkehr wieder freigegeben wer­den dürfte. Durch den strengen Winter ist der Weizen teilweise ausgewintert, so daß einige Aecker umgesät werden müssen. Auch der Klee hat teilweise Schaden erlitten, besonders auf den Feldern, auf denen der Stoppelklee im Herbst sehr spät abgemacht wurde. Die Gemeinde hat ihre sämtlichen Ob st bäume bespritzen lassen. Auch ein Teil der Privatbesitzer hat sich diesem neuen Verfahren angeschlossen.

Kreis Friedberg.

K Münzen berg, 9. April. Hier begingen im Kreise der Ihren das Fest der g o l d e n en Hoch - ze i t der Bauer und frühere Kirchenvorsteher Adam Metzger I. und seine Ehefrau Elise, geb. Bock. Während der Jubilar geistig und körperlich frisch und gesund ist, ist die Jubilarin schon seit vielen Jahren an den Krankensessel gebunden. Der Orts- aeistliche Pfarrer Lenz hielt am Jubeltag eine Feier im Hause, wobei dem Paar ein Gedenkschein der Landeskirche Nassau-Hessen überreicht wurde. Möge dem Paar noch ein langer friedlicher Lebens­abend befchieden fein. Meister Adebar und Frau Gemahlin sind seit einiger Zeit von ihrer Wintererholung in Südafrika nach ihrem Münzen­berger luftigen Nest zurückgekehrt. Alt und jung

freut sich nun wieder an dem stolzen Storchenpaar, das fein Nest auf dem Stadtturm wohlerhalten an­traf und nach einigen Zurichtungen bezogen hat.

Kreis Schotten.

± Groß-Eichen, 9. April. Gestern wurde hier eine Ortsgruppe des Bundes deutscher Mädel gegründet. Es traten sogleich 14 junge Mädchen bei, weitere Eintritte stehen bevor. Als Führerin wurde Johanna Sann bestimmt, als Kaffenwalterinnen Lina Vöhl und Anna Peter.

)( Ruppertsburg, 8. April. Am nächsten Mittwoch, 11. April, feiert Herr Pfarrer D. Fritsch dahier sein 50jähriges Dienst- jubiläum. Der Tag ist für die Gemeinde ein Feiertag. Um 14 Uhr findet Gottesdienst statt, in dem der Jubilar predigen wird. Daran schließt sich eine große öffentliche Versammlung im Saale des Gastwirts Schlörb an, wozu alle Freunde und Bekannte des Jubilars eingeladen sind.

Kirche und Schule.

Landkreis Gießen.

+ Grünberg, 9. April. Am gestrigen Sonntag fand in der Stadtkirche die Konfirmation statt. Die Konfirmationshandlung wurde von Dekan Schmidt geleitet, der als Text seiner Ansprache 2. Kor. 5,17 gewählt hatte. Zur Einsegnung tarnen 71 Konfirmanden gegen 33 im Vorjahre, und zwar 33 Knaben und 38 Mädchen, davon entfielen 21 Knaben und 27 Mädchen auf Grünberg. Von den Filialgemeinden waren es aus Stangenrod 5 Knaben und 3 Mädchen, aus Lehnheim 4 Knaben und 3 Mädchen, und aus Lumda 3 Knaben und 5 Mädchen. Musikverein und Männerchor wirkten bei der Feier mit.

tn. Lang-Göns, 9. April. In einer eindrucks­vollen Feier wurden gestern 44 Konfirman­den, 23 Knaben und 21 Mädchen, von Pfarrer Wahl eingesegnet. Am Nachmittag wurde in einer besonderen Feier der verstorbenen Kameraden (10) gedacht und Kränze auf den Gräbern niedergelegt. Es war einer der stärksten Jahrgänge, der gestern eingesegnet wurde. Seither waren es immer nur zwischen 10 und 20 Konfirmanden. Wenn die sieben weggezogenen Kinder und die verstorbenen hinzu- gefommen wären, dann hätten 61 vor dem Altar aeftanden. Am nächsten Montag werden 33 Kin­der in die hiesige vierklassige Schule neu aus­genommen. Für die Eltern, die anderen Schüler und ihre Angehörigen soll in einem besonderen Gottesdienst am Sonntag, 15. April, nach­mittags, wie dies dieses Jahr zum erstenmal an- geordnet wurde, des Tages gedacht werden.

)( Lich, 9. April. Nach der Vorstellung und Prüfung der diesjährigen Konfirmanden am Nachmittag des zweiten Ostertags fand gestern Vor­mittag in festlich geschmückter und voll besetzter Kirche die Konfirmation statt. Es wurden 68 Kinder, 34 Knaben und 34 Märchen (darunter 6 aus dem Erziehungsheim Arnsburg) eingesegnet, eine große Zahl, die seit vielen Jahren in unserer Gemeinde nicht mehr erreicht wurde. Die Ansprache hielt Stiftspfarrer D r a u d t über 2. Thessalonicher, Kap. 2, Vers 14 und 15. Den Konfirmationsschein schmückte ein Bild des großen Kruzifixus, der hinter dem Altar unserer Kirche steht und auch in dem neuen Werk von dem Denkmalpfleger Oberhessens, Geh. Baurat D. Walbe - Darmstadt,Baudenk­mäler Hessens, Kreis Gießen", abgebildet ist. Die Aufnahme stammt von Stiftspfarrer Draudt. Dqr Konfirmationsschein, der auch in den nächsten Jah­ren verteilt werden soll, trägt dadurch stark heimat- geschichtlichen Charakter. Gleichzeitig wurde ein Kunstblatt mit diesem Kruzifixus hergestellt, das zum Besten des Kirchenerneuerungsfonds verkauft werden soll.

<5 Obbornhofen, 9. April. Zu Ostern wur­den hier 15 Kinder (6 Buden und 9 Mädchen) aus der Schule entlassen und am zweiten Osterfeiertag konfirmiert. Die gleiche Anzahl Kinder rückt wieder in das neue Schuljahr ein.

Inangriffnahme der Stadtrand­siedlung in Alsfeld.

Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Gauinspekteur Alfred Klostermann.

* Alsfeld, 9. April. Die Stadt Alsfeld erlebte am Sonntagnachmittag eine machtvolle und bedeut­same Kundgebung:

Oie Stadtrandsiedlung

im Stadtteil Rambach wurde wie gestern schon kurz berichtet feierlich begonnen. Schon lange vor Beginn der Kundgebung umsäumte die sehr zahl­reich erschienene Bevölkerung die Baustelle. Die Formationen der SS. (die den Ordnungsdienst und die Absperrung besorgte), der SA., des Stahlhelms, der HI., des FAD., des BdM. und des Jungvolks waren unter Vorantritt ihrer Fahnen und Musik­züge aufmarschiert. Um 15 Uhr erschien, von der Menge lebhaft begrüßt, Gauinspekteur Kloster- mann mit den Herren der Kreisleitung an der Baustelle.

Bürgermeister Or. Völsing

wies in seiner Ansprache auf die große Bedeu­tung der neuen Stadtrandsiedlung hin, die einem doppelten Ziele diene: einmal Helse sie an dem großen Werk der Arbeitsbeschaffung mit, da sie dem Bauhandwerk und den damit zusam­menhängenden Berufen neue Beschäftigungsmög­lichkeiten biete; sodann fei die Kleinsiedlung in volkswirtschaftlicher und bevölke­rungspolitischer Beziehung äußerst wertvoll. Die Siedler, Erwerbslose, Kurzarbeiter und Kriegsbeschädigte, würden durch die «Siedlung unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen gemacht und in die Lage versetzt, einen wesentlichen

Teil ihres Ernährungsbedarfs selbst zu erzeugen. Sehr wichtig sei die richtige Auswahl der Siedler­familien; nur körperlich geeignete und ihrer inneren Einstellung nach befähigte Leute könnten erfolg­reiche Siedler werden. Wie das zu unterrichtende Siedlungswerk unter dem LeitmotivGemein­schaftsarbeit und praktischer Sozialismus" stehe, so müsse auch der einzelne Siedler mit diesen Gedanken an seine Arbeit gehen. Darüber hinaus müsse auch jeder andere Volksgenosse die großen Ziele des Nationalsozialismus, Volksgemeinschaft und praktsicher Sozialismus, stets von neuem ver­wirklichen und in die Tat umfetzen. Eine besonders Ehre und Freude bedeute es noch für die Stadtver­waltung, daß er hier Öen Mann begrüßen dürfe, der die erste Anregung zu der neuen Stadtrandsied­lung gegeben und der bei den Vorbereitungen feine wertvolle Unterstützung und tatkräftige Förderung gewährt habe und der durch den ersten Spatenstich dem bedeutungsvollen Werk die rechte Weihe geben wolle. Nach dem begeistert aufgenommennen drei­fachenSieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler ergriff

Sauinspekteur pg. Alfred Klostermann das Wort. Er unterstrich nochmals die Ziele der neuen Siedlungspolitik, ö-.e dem bisher meist besitzlosen deutschen Arbeiter zu eig­nem Grund und Boden verhelfen wolle. Auch der 2(rbeiter müsse teilhaben an den Gütern der ganzen Nation und das wertvolle Bewußtsein hegen, daß ein Teil des deutschen Bodens fein Ei-