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HENSCHEL-Di ESEL-DREIACHSER/ TYP 36 J 3

Die Firma Henschel & Sohn AG., Kassel, zeigt entsprechend der Verschiebung des Bedarfs von schwe­ren zu leichteren Lastwagen ein neues 2^-1-Fahrgestell mit 60-?8-Henschel- Lanova-Dieselmotor. Ebenfalls neu ist em Henschel-2^-t-Chassis mit moder­nem Omnibus - Aufbau der Firma Trutz, Coburg, für 25 Sitzplätze, so­wie ein geländegängiges 3- bis 4-t- Fahrgestell mit zwei angetriebenen Achsen (Durchtrieb), eine Type, die von der Deutschen Reichsbahn für den Bau der Reichsautobahnen bestellt wurde. Ein Kernstück des Henschel- Verkaufsprogramms ist der 5-t-Last-

wagen, der in einem modernen Chassis mit 100-?8- Dieselmotor mit Drehmoment - Regelung gezeigt wird. Das Getriebe des 5-1-Henfchel-Lastwagens ist ein 5-Gang-Getriebe, das entweder mit Berggang oder mit Schnellgang geliefert wird. Die beiden 5 - Gang - Getriebe werden ebenfalls offen gezeigt. Wuchtig ist das große Dreiachser-Fahrgestell, das für 8 bi 10 1 Nutzlast vorgesehen ist. Das Fahr­

gestell hat einen starken 125-?8-Henschel-Lanova- Dieselmotor, der ebenfalls nach dem Luftspeicher- Lerfahren arbeitet und Drehmoment-Regelung be­sitzt. Ein großer Omnibus auf dem gleichen Drei­achs-Fahrgestell, der außerhalb der Halle steht, be­weist, daß Henschel auch für das Gebiet der großen Omnibusse gut aussehende und moderne Diesel- Fahrgestelle liefert.

Lin neuer Trumps der deutschen Auto-Industrie.

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Manfred von Brauchitsch am Steuer des neuen Mercedes-Benz-Rennwagens, mit dem er auf der Autostraße zwischen Mailand und Varese jetzt Versuchsfahrten unternimmt. Der Wagen soll bereits Geschwindigkeiten bis zu 300 km/Std. erreicht haben.

Deutsches Mtorrad 1934 billiger und besser.

Von Edmund Wegerich.

Für den am Motorrade Interessierten steht augen­blicklich die Frage, was es für ihn auf der Berliner Ausstellung Neues geben wird, im Vordergründe. Drei Dinge find es vor allem, die das deutsche Mo­torradAusgabe 1934" besonders auszeichnen wer­den. Da ist erstens die Betonung der Touren- maschine mit hervorragender Geländegängigkeit, weiter als zweites das verstärkte Auftreten von Mehrzylinderkonstruktionen und Kar­danantrieben und drittens überraschend ge­drückte P reis e.

Das letztere ist besonders wichtig, entspricht es doch den Richtlinien des Führers für die Motori­sierung des ganzen deutschen Volkes. Die Preise unserer Motorräder mögen bisher manchem sehr hoch erschienen fein. Vergefsen wurde dabei, daß unsere meisten Maschinen hinsichtlich Materialaus­wahl, Fertigung, Konstruktion und Leistungsfähig­keit gewissermaßenkleine Maybachs" waren und sind, ein Moment, das eben immer irgendwie im Preise zum Ausdruck kommen muß. Trotzdem hat man die schon im vorigen Fahre teilweise stark er­mäßigten Preise diesmal noch mehr gedrückt in der bestimmten Erwartung, den dadurch entstehenden Ausfall wieder durch erhöhten Absatz wett­machen zu können.

Steht das Preisproblem natürlich im Vorder­gründe, so kann die k o n st r u k t i v e F r a g e da­mit doch wohl in einem Atemzuge genannt werden. Wie bereits bemerkt, marschiert im deutschen- Mo­torradbau die Mehrzylindermaschine. Die Annehm­lichkeit einer überaus geschmeidigen Antriebskraft und eines möglichst gleichförmigen Drehmomentes sind so groß, daß die Nachteile einer gewissen Kom­plikation und kleinen Verteuerung in der Herstel­lung beim sachkundigen Käufer überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Wir haben schon immer die vorbild­lichen Zweizylinderkonstruktionen von BMW mit angeblocktem Getriebe und Kardanantrieb gehabt. Die großen BMW-Maschinen können bleiben, wie sie sind. Sie und ebenso die seit einigen Jah­ren vorhandenen Einzylinder-Kardanmaschinen die­ser Fabrik haben kleine Feinheiten aufgesetzt be­kommen, besonders die 400er, die als Geländesport- Modell herauskommt.

Z ü n d a p p sei hier genannt, weil diese Fabrik ebenfalls seit einigen Jahren die Block-Kardan- Konstruktion und den Mehrzylindermotor bevor­zugt. Die jetzt fertige Vierzylinder-Maschine mit 800 ccm Hubvolumen ist ein Werk von höchster Ge­schmeidigkeit und Geräuschlosigkeit.

Ebenfalls Mehrzylindermaschinen baut seit Jah­ren Victoria. Die große 600er mit horizontal gegenläufigem Zweizylinder, eine Sport- und Ge­ländemaschine hohen Grades, hat einen kleineren Bruder bekommen, eine Zweizylinder-500er, bei der die schräg nach vorn im Rahmen liegenden Zylinder parallel stehen und in einem Block vereinigt sind. Ventile seitlich gesteuert von gemeinsamer Nocken­welle aus, alle Kettentriebe sorgfältig verkapselt und im permanenten Oelbad laufend, wobei die seitliche Verkleidung der ganzen Maschine mit rasch abzu­nehmenden Blechen besonders auffällt.

Einen neuen Vertreter der Kardan-Klasse bringt Triumph mit einem gediegenen, führerschein­freien Zweitakter, Getriebe mit vier Gängen an­geblockt und Batteriezündlichtanlage organisch in den Motor eingeordnet. Ein feines Stück Werk- mannsarbeit!

Nicht vergessen sei das VKW-Programm, schon weil es die größten Preis-Ueberraschungen bringt. Die wassergekühlte 500er-Zweizylinder mit Umkehr­spülung dürfte unter diesen Umständen schlanken Absatz finden. Aber auch das lOO-ccm-Motorrad, ein Gegenstück zum Volksempfänger, mit angeblocktem Dreiganggetriebe, Umkehrspülung und vollständiger Lichtanlage wird ein Schlager werden.

Zu den deutschen Nationalmarken zählt zweifellos auch NSU. Da sind vor allem wieder die schönen kapfgesteuerten Modelle, die in diesem Jahre durch Anblockung des bisher getrennten Getriebes eine Verfeinerung erfuhren. Die 500er-Stößelftangen- maschine hat jetzt sogar vier Gänge erhalten. Die Sport-200er hat mit Rücksicht auf den Sport und die Ausfuhr eine vergrößerte Schwestermaschine in der 250er erhalten. Diese Maschine läßt wohl keinen Wunsch des sportlich eingestellten Fahrers, der mit seinen Mitteln haushälterisch umgehen muß, unbe­friedigt. Sehr preiswert im dl8I^-Programm ist endlich die 200-ccw-Zweitakt-Maschine.

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Die Wirksamkeit der von der nationalen Regierung zur Belebung der Kraftverkehrswirtschafl getroffenen umwälzenden Maßnahmen geht aus dem obigen Bilde eindeutig hervor. Die Zu­lassungen von Personenwagen im Jahre 1933 liegen wesentlich höher als 1931 und 1932 Beachtlich ist hierbei, wie sehr der Absatzanteil ausländischer Kraftfahrzeuge auf dem deutschen Kraftfahrzeugmarkt von Jahr zu Jahr abgenommen hat.

Olympia-Vorbereitung bei der MG.

Die Mannschaften der GRG. nach dem Siege im Vorrennen gegen die Berliner Rudergesell­schaft 1884 auf der Breslauer Meisterschaftsregatta im Jahre 1933. Von links nach rechts: K. Timpe,H. Neuroth, W. Becker, C. Georgi, Steuermann Loh (fitzend), F. Weinhold, W. Flimm, Gg. Hartmann und H. Noll.

Die Gießener Rudergesellschaft konnte im Jahre 1933 nicht weniger denn 30 Siege erringen und war damit der erfolgreichste deutsche Ruderverein.

Wie wir schon vor einiger Zeit kurz berichtet hat­ten, ist der Achter der Gießener Rudergesellschaft von 1877 zum Verbandsachter berufen wor­den Mit der Ernennung zum Verdandsachter ist die GRG. in die Kerntruppe der deut­schen Ruderei aufgerückt. Der Zweck dieser Einrichtung ist, nach den Erfahrungen der letzten Olympischen Spiele von 1928 und 1932 möglichst frühzeitig eine Elite hervorragender Könner zur Hand zu haben. Man darf schon heute auf das Zu­sammentreffen dieser Spitzenmannschaften auf den von dem Deutschen Ruderverband zu bestimmenden Großregatten gespannt sein, da naturgemäß diese Mannschaften bestrebt sein werden, ihre bisher ge­zeigten Leistungen noch weiter zu verbessern.

Die GRG. ist sich dieser hohen Ehre und Auf­gabe bewußt und hat deshalb schon am ver­gangenen Samstag ihre Ruderer zum strengen Training verpflichtet. Gleichzeitig wurde der neuverpflichtete Ruderlehrer und Trainer Herr Surf Rrahm aus Mainz-Kaste! in sein Amt eingesührt.

Herr Brahrn, einer der bekanntesten und erfolg­reichsten Rennruderer der Mainz-Kasteler RG. (Sie­ger in über 50 erstklassigen Vierer- und Achter- Rennen) war die letzten drei Jahre erfolgreich bei der Frankfurter RG.Germania" als Trainer tä­tig Er dürfte auf Grund seines praktischen und theoretischen Könnens der geeignete Mann sein, die Mannschaft zu diesen hohen Zielen zu führen. Die vorjährige Besatzung des großen Achters (H. N o l l, G. Hartmann, W. Flimm, F. Wein­hold,' C. Georgi, W. Becker, H, Neu­roth, K. Timpe, St.: H. Loh) hat sich restlos wieder zur Verfügung gestellt, mit einer einzigen Ausnahme, der aus beruflichen Gründen unab­kömmlich ist, doch ist unter dem guten Nachwuchs sehr brauchbares Material vorhanden, so daß die Besetzung dieses Postens keine Schwierigkeit bedeu­ten wird. Die ärztliche Ueberwachung der Mann­schaft, die bei diesen hohen Anforderungen sehr wichtig '.st, liegt in den bewährten Händen des Universitäts-Sportarztes Dr. Karl Wagner, der sich schon im Vorjahre in den Dienst der guten Sache gestellt hat und auch auf den diesjährigen Regatten der ärztliche Begleiter der Mannschaft sein wird.

Die täglichen regelmäßigen Uebungssahrten haben schon Anfang der Woche begonnen.

Es sollte sich kein sportinteressierter Gießener die Gelegenheit entgehen lassen, die Mannschaft bei ihrer vorbereitenden Arbeit für diese große Aufgabe während eines Spazierganges am Spätnachmittag an der Lahn zu beobachten.

Siebener Ruderklub Hassia.

Der Gießener Ruderklub Hassia ist auch zu sei­nem Teil für die kommende Rudersaison gerüstet. Das Bootsmaterial ist überholt, das Motorboot startbereit. Das Training kann auch hier beginnen. Die Mannschaften, die im vorigen Jahre den Ver­ein vertraten und sich einem regelmäßigen Trai­

ning unterzogen, werden voraussichtlich auch in diesem Jahre wieder im Boot sitzen. Der Verein hofft, den Achter des Vorjahres wieder in der glei­chen Besetzung auf das Wasser zu bringen, ebenfalls einen Vierer zu besetzen, während zwei Mann im Einer trainieren werden. Das Training der Mann­schaften liegt auch in diesem Jahre wieder in der Hand des bewährten Ruderlehrers G r a e f. Der Gießener Ruderklub Hassia wird sich selbstverständ­lich an dem am 15. April auf der Lahn stattfinden­den gemeinsamen Anrudern beteiligen.

Der Verein Rudersport 1943

beginnt die Saison unter einem ungünstigen Stern. Die Mannschaften, die im vorigen Jahre im Boot saßen, sind durch berufliche Inanspruchnahme völlig auseinandergerissen worden, so daß es dem Verein vorerst nicht möglich sein wird, einen Achter auf das Wasser zu bringen. Das Bootsmaterial ist in besten Zustand gebracht worden, bie Werbearbeit für den schönen Rudersport wird auch im Verein Rudersport 1913 fortgesetzt werden, so daß zu ge­gebener Zeit auch seine Farben in den Wettbewer­ben der bevorstehenden Saison vertreten fein werden.

Deutsch-Tangermünde startet nicht mehr?

Aus Tangermünde kommt die Nachricht, daß einer der erfolgreichsten Einer-Ruderer des ver­gangenen Jahres und einer unserer aussichtsreich­sten Olympiakandidaten, Hans Deutsch, im kom­menden Sommer nicht mehr an den Start gehen wird. Der junge Deutsch, der bekanntlich 1933 den Holland-Becher gewinnen konnte, ist beruflich an einen Ort versetzt worden, wo ihm ein geregeltes Training unmöglich ist. Es ist jedoch zu hoffen, daß Deutsch seine Ruderlaufbahn noch nicht end­gültig abgeschlossen hat.

Aus dem Tumgau Nordhefsen (DT.)

Lehrgangsarbeit im Frauenturnen.

In unserer Stadt findet heute und morgen ein Lehrgang im Frauenturnen statt, an dem außer den Kreisfrauenturnwarten und den Kreisführerin- nen für Frauen und Mädchen aus jedem Turn­kreis noch einige befähigte Turnerinnen teilnehmen werden. Die Leitung der Lehrarbeit liegt in Händen von Gaufrauenturnwart L Klent- Friedberg und der Gauführerin für Frauen und Mädchen, Friedel K a st e n - Stromberg. Einen breiten Raum in der Unterweisung nehmen neben Singen und Tanzen, Schulungsvorträgen, Frei- unb Keulenübungen bie Hebungen für bas Gym­nastikabzeichen ein.

Um die deutsche Boxmeisterschast im Schwergewicht.

Der deutsche Schwergewichtsmeister im Boxen, Vincenz Hower, verteidigte am Freitagabend seinen Titel geaen Hein Müller mit Erfolg und blieb nach 12 Runden überlegener Punktsieger.