„Die Stimme seines Herrn."
Der deutsche Schäferhund ist treuester Zreund.
April 1899! Freunde der Kynologie hatten sich in Karlsruhe zu einer Ausstellung von Hunden aller Rassen ausgeschwungen. Unter ihnen fällt die kleine Gruppe einer mittelgroßen, meist in grauer Wolfsfarbe vertretenen Rasse bald auf, da der Ausdruck überaus intelligent, der ganze Hund sehr beweglich ist, unentwegt seinem Herrn folgt und größte Treue und Anhänglichkeit verrät. Man hat diese Hunde noch wenig gesehen. Auf Ausstellungen erschienen sie in geringer Zahl, in der Stadt gab es wenige Vertreter. . , r. ri
Wer hatte Gelegenheit, diese Rasse bei mtenswster Arbeit auf den Hängen der schwäbischen Alm, den Fluren Thüringens und Sachsens zu beobachten? Wie der Hund dort arbeitete, unermüdlich, aus-
Hunger und Kälte
richten sich nicht nach dem Kalender!
Doppelte Opfer
sind im Monat März notwendig!
dauernd, hatten nur wenige gesehen, und die es sahen, hatte er sich zu Freunden „gearbeitet". In Karlsruhe waren solche Freunde dieser Hunderasse erschienen und hatten es sich zur Aufgabe gestellt, sich dieser Arbeitsrasse anzunehmen.
Damit war die Gründung des Vereins für deutsche Schäferhunde (SV.) beschlossen.
Die Gründer hatten es sich damals sicherlich nicht träumen lassen, daß chre Bewegung einstmals die größte auf diesem Gebiete in Deutschland werden würde. Ziel war, diesen urdeutschen Arbeitshund den Mitmenschen zugänglich und nutzbar zu machen. Aeußeres und Charaktereigenschaften des Schäferhundes erleichterten den Gründern wesentlich die gestellte Aufgabe, denn bald hatte der Schäferhund gezeigt, daß er nicht nur bei seinem Urberuf, dem Hüte- und Wachdienst, zu gebrauchen war, sondern
daß er die Eigenschaften in hervorragender weise befaß, die ihn befähigten, fast auf allen Gebieten, auf denen der Mensch sich den Hund nutzbar gemacht hat, verwendet zu werden.
In Deutschland wurde damals mehr noch als heute die „Hundelei" von vielen als Spielerei und mit scheelen Augen als überflüssig angesehen. Daher kam auch oft die nicht zu verstehende scharfe Besteuerung. Das verdroß aber die Freunde des deutschen Schäferhundes nicht, ihr Ziel unbeirrt zu verfolgen. Sie wußten, daß nur durch zielbewußte Zucht, verbunden mit dem Herausholen und der Festigung der im Schäferhund ruhenden Eigen- schäften die Rasse zu fördern ist. Um grundlegende
Unterlagen festzuhalten, wurde gleich nach der Gründung des Vereins das erforderliche Zuchtbuch angelegt, in dem nicht nur die reinrassigen älteren Schäferhunde Aufnahme fanden, sondern bald wurde die Rasse in ihren Einzeltieren im Wurfe erfaßt, der auch heute noch im Alter von 8 Wochen zu melden und einzutragen ist. Erfolge auf Ausstellungen, Schauen und Prüfungen aller Art, wie Preishüten, Jugendoeranlagungsprüfun- gen, Zuchtprüfungen, Schutzbund-, Polizeihund-, Suchhund-, Meldehund- und Sanitätshundprüfungen, wurden von jeher sorgfältig nach eingehender Prüfung der Unterlagen gebucht sowie Anlage und Leistung der Einzeltiere, die für den Weiterbau der Zucht in Frage kommen, der Nachwelt erhalten.
Polizei und Heer wurden dann auch bald auf den Schäferhund aufmerksam und ließen sich seine Brauchbarkeit nicht entgehen. So war es eine Selbstverständlichkeit, daß der Hund nach und nach immer weitere Kreise in seinen Bann zog und der Mitgliederbestand des SV. bald von einigen Hundert in die Tausende stieg.
Nach löjähriger Aufbauarbeit kam der Weltkrieg. Aus dem kleinen Häuflein von 1899 war einer der mächtigsten kynologischen Vereine geworden. Die viel belächelte „Hundelei" zeigte bald, wie sie auch Dienst am Vaterland leisten konnte.
Auf Anregung des Vorstandes wurden im Laufe des Weltkrieges über 20 000 deutsche Schäferhunde aus den Reihen der Vereinsmitglieder dem Vaterland kostenlos zur Verfügung gestellt.
Was die Hunde alles geleistet haben, können die bezeugen, die Gelegenheit hatten, die Arbeit dieser Tiere als Posten-, Wach-, Patronen-, Kabel-, Sani- täts- und Meldehunde zu erleben und zu beachten. Wie mancher von den Soldaten verdankt sein Leben diesem treuen, vierbeinigen Kampfgefährten in großer Zeit. Wie vielen Familien ist der Vater, Bruder, Ernährer, Sohn, durch die Kampfarbeit des Hundes erhalten geblieben!
Das Weltringen ging zu Ende. Wohl war der Bestand an deutschen Schäferhunden im Kriege zusummengeschmolzen. Die Bewegung aber war gewachsen. Freund und Feind hatten den Wert des Schäferhundes durch seine im Kriege gezeigte Brauchbarkeit und Genügsamkeit voll erkannt, und als Folge setzte bald der Siegeszug dieses Hundes durch die ganze Welt ein.
heule finden wir den Schäferhund in allen fünf Erdkeilen vertreten.
und jährlich werden noch größere Mengen von guten Hunden zu den höchsten Preisen, die für die Siegerexemplare in die fünfstelligen Zahlen gehen, gekauft und ausge-führt. Preise in vierstelligen Zahlen sind an der Tagesordnung. Eine gewisse Befruchtung der Wirtschaft und Schaffung von Devisen, wenn auch in verringertem Umfange im Verhältnis zur großen Allgemeinwirtschaft, darf nicht verkannt werden.
Man sah ein, daß nur durch zielbewußte Zucht auf gute Anlagen und Leistungen in einem voll
endeten Gebrauchshundegebäude große Werke geschaffen werden können. Der Verein für deutsche Schäferhunde führte daher vor 12 Jahren als erster Zuchtverein einer Hunderasse die Körung ein, und lehnte sich hierbei an die landwirtschaftlichen Körungen auf dem Gebiete der Pferde- und anderen Zuchtarten an. Der Erfolg blieb nicht aus. Die erfolgreichsten Tiere, die besonderen Wert besitzen und auch vom Auslande bevorzugt gekauft werden, entstammen durchweg der Körzucht.
Roch heule verfügt der SV. über elwa 15 000 Mitglieder aus aller Welt, schützte in seiner Organisation über 40 000 Zwingernamen, trug über 450 000 rein gezüchtete Deutsche Schäferhunde in sein Zuchtbuch ein, hält im Jahre über 100 Schauen und Ausstellungen ab,
prüft auf über 1000 Veranstaltungen verschiedenster Art Wesen, Eigenschaften und Leistungen seiner Zuchtprodukte, fördert die Ausbildung der Tiere auf über 800 Uebungsplätzen der Gruppen, von denen sich etwa 900 in 30 Landesverbände organisiert haben, unterhält mit den größten kynologischen
Gebilden des Auslandes durch Gegenseitigkeitsverträge die beste Fühlung.
Auch unsere Führer haben sich den deutschen Schäferhund als Beschützer und Hausgenossen erkoren. Unser allverehrter Reichspräsident zeichnet als Ehrenmitglied des SD. und unser Volkskanzler Adolf Hitler ist schon langjähriges orgentliches Mitglied des Vereins für deutsche Schäferhunde.
Vornehmste Aufgabe der Vereinsleitung und ihrer Unterorgane ist und bleibt die Pflege der guten Beziehungen zu den einzelnen Behörden, die wiederum ihr Verständnis für die Bestrebungen durch Unterstützung der Veranstaltungen bei jeder größeren Gelegenheit kund tun.
Welche wirtschaftlichen Werte und Vorteile die Bewegung mit an hervorragender Stelle schaffen hilft, geht aus Zusammenstellungen hervor, die besagen, daß aus Ergebnissen durch deutsche Hundezucht und -Haltung, Umsätze, die an Milliarden heranreichen, geschaffen werden.
Die Deutsche Reichsbahn besoldet allein 1800 Lokomotivführerfamilien aus den Einnahmen der Hundebeförderung. Der Umsatz bei der Post, durch
Eewinnauszug
5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck Derbofen
25. Hiehungstag 8. März 1934
3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
6 ®etoinne gu 5000 M. 21657 22234 305532
8 (Gewinn« zu 3000 M. 231321 2,0309 2-0442 387066
8 Gewinn« io 2000 M. 1167 502b 44320 314197
18 Gewinne -u 1000 M. 25874 47466 95795
154536 214942 316885 328398 331983 3'3575
60 Gewinne zu 500 9T(. 34770 45264 50691
60750 73655 75671 83550 87435 98714 111860 120169 121950 150769 153355 170982 189004 198189 234982 249660 268157 279451 24023 300364 320942 326783 336976 376887 381709 392509 395001
420 Gewinne zu 300 W. 82 8720 12595 12781
16490 18119 19291 22273 23212 25860 25873
26588 29636 30203 35580 35805 36773 37632
42951 45571 52934 54233 57014 57997 64505
66758 68449 69027 69734 71532 73438 74545
75256 75421 77295 84727 92204 96101 96440
96895 96981 98108 98402 98546 100974 101441
103070 103438 106932 107674 108822 109424
110344 111682 112154 118118 119436 119715
127671 135841 136759 140761 141207 142849
146152 146223 149539 150046 150487 150808
150929 158265 169340 162886 163148 165928
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183005 183612 184933 187067 191044 196755
198802 201201 202825 204323 204974 205563
207945 208548 212077 212223 212892 213387
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232431 232912 237358 240138 244256 247618
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254924 256338 263586 259642 260749 261834
264285 266689 267391 268047 269206 269826
272384 276379 277144 278150 279367 280983
284564 286333 286777 287082 288135 291497
293016 294114 295071 297639 299068 299915
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361532 365800 356580 350169 360678 361592
364428 364843 369584 372002 372157 373224
375927 377169 377419 37* * * * * 6 7 8566 379347 379619
380072 381396 383337 385866 387216 388006
388447 389039 391216 391289 393357 395499
398406 399605
8. März 1934
25. Ziehungstag
ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 it-u gezogen
8 Gewinn. 8u 2000 M. 95100 141357
151531
296853
182926
20 Gew'nno »u 1000 M. 122747 175738
199502 210100 269588 242571 311000
387635
376027
50 Gewinne m 500 M. 14236 65381
75371
104796 110244 147992 149334 171186
171493
174991 196242 197794 225618 227042
228174
236032 237374 250322 262434 264581
287028 367605 390577 374489
2/3232
320 Gewinne zu 300 M. 1751 9833 10735
17129
17732 17846 22049 26128 26251 27645
32318
39183 40198 47588 50810 54800 54826
55487
57087 64261 65166 65593 66731 73912
79375
80329 86797 88569 91253 92020 100376
100585
107816 112307 112325 112437 113524
114064
114315 116351 118275 119633 125660
123194
126276 127717 132356 132500 133115
133739
137733 137847 140630 147835 148623
148781
155405 155909 155981 162050 171519
171722
172722 176625 179258 184068 184874
191802
192046 193981 198045 203113 203291
205641
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2327.5
243612
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250050
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377913 381219 385177 387102 389060
395443 396175
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