Samstag, 10. Zebruar 1934
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Overheffen)
Nr. 35 Drittes Blatt
Aus der Provinzialhauptstadt
das
be-
wir
ganz der Fall zu sein. Es wäre sehr wichtig, m einer Höhe von etwa 23 Kilometer die Wirkung des Ozons auf die Strahlung zu erforschen. Hier soll nämlich Wärme von 30 und mehr Graden herrschen. Den zweiten Vortrag hielt Viktor M a s u ch, der über die wissenschaftlichen Ergebnisse einer Höhenfahrt im Jahre 1933 berichtete. Zum Schluß wurde der verunglückte russischen Höhenflieger gebucht. Professor Süring glaubt, daß sich das Ventil des Ballons beim Abstieg von selbst geöffnet habe. Dadurch sei das Gas schnell entwichen und der rapide Sturz eingetreten. Die Metallgondel sei dann außerordentlich heftig auf den Boden aufge- schlagen und habe den Tod der Flieger verursacht. Möglich sei auch, daß der Ballon vereist war. Bei einem Ballon von A n d r 6 betrug bei einer Höhenfahrt dieser Eisansatz 1000 Kilogramm. Das Gewicht machte der Ballonfahrt damals ein vorzeitiges Ende.
Am ll.Sebruor opferst Du für das tägliche Brot armer Volksgenoffen.
Erwirb die Plakette
des Winterhilfswerks 1934!
denken ohne das heilige, tapfere Lachen und weife Lächeln!
muß dabei unbedingt gewährleistet fein. Die 'Benennung der Sachverständigen erfolgt durch die zu-
Einer für Alle". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Die Nacht der großen Liebe". — Astoria-Licht- fpiele, Seltersweg, „Tiger Hai". — Bauerfcher Gesangverein, Klub, Maskenball. — Liebigshöhe, öffentlicher Maskenball. — Cafe Amend, Bunter Abend mit Tanz. — Kindergruppe Gießen-Nord, 14 Uhr, Jugendherberge, Asterweg, Kinderstunde für die Jungens.
— Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 19 bis 22 Uhr, „Die gold'ne Meisterin. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, 2. Jahresausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Die Nacht der großen Liebe". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg, „Tiger Hai". — Physiologisches Institut, 11.30 Uhr, öffentlicher Vortrag über Physiolo-gie. — Spielvereinigung 1900, Stadt Wetzlar, 20.30 Uhr, Familienabend. — Turnverein v. 1846, Turnhalle am Oswaldsgarten, 16 Uhr, karnevalistisches Ködert. — Liebigshöhe, 16 Uhr, Kinder-Kostümfest, ab 20 Uhr Konzert mit Tanz. — Ortsgruppe Gießen-Nord, 10 Uhr, Aquarium, wichtige Sitzung aller Stabs- und Amtsleiter der Ortsgruppe.
— DerOberheffischeKun st verein zeigt unter dem Titel „Drei mitteldeutsche Maler" vom Sonntag ab seine 2. Jahresausstellung. (Siehe heutige Anzeige.)
DerTurnverein 1864 Gießen veranstaltet am kommenden Sonntag ein karnevalistisches Konzert (Siehe heutige Anzeige).
Kreisbetriebszellenabteilung Gießen.
Folgende Schulungskurse fallen aus: Gießen. Samstag, 10. Februar; Grünberg: 14. Februar.
Die Schulungskurse finden wieder statt:
Freitag, 16. Februar in Grünberg; Samstag, 17. Februar in Gießen.
Heil Hitler!
Kreisbetriebszellenabteilung.
Gez.: Hahn, Kreisbetriebszellenschulungsleiter.
KSAI /BezirkGießen (nörifl. Oberh.)
Schulungs- und Sprechabend
am Mittwoch, 14. Februar, 20.30 Uhr pünktlich, im Caf 6 Ebel, Burggraben (im 1. Stock). Es spricht: Parteigenosse Professor Dr. Hummel, der Kanzler der Universität Gießen, über: „Mar- xismus, Liberalismus, Nationalsozia l i s m u s".
Erscheinen ist Pflicht für alle Mitglieder, insbesondere für die, die nicht Mitglieder der NSDAP, sind. Gäste willkommen.
Bezirksleitung Gießen: gez. Kurz
Bericht derKriminalpolizeistelleGießen
Fahrraddiebftähle.
In der Marburger Straße wurde am 18. Januar ein Herrenfahrrad, Marke „E. A. K.", Fabriknummer 1212, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen mit
ken und schellenklingenden Narrheiten, zu seiner feinen Geistigkeit und Seelensonnigkeit.
Welch' eine köstliche, bunte Welt! Laßt uns wie fröhlich Erwachte die holde Buntheit genießen, daß unser Herz sich voll Kraft und Helle trinke, voll
Heimweg zur großen Mutter Deutschland deutet auch Heimweg zum lieben, deutschen Humor, seinen Zartheiten und Grobheiten, seinen Schwän-
Schwung und unversieglichen Mut!
Unser deutsches Vorwärts und Aufwärts sei durchschwungen von unserm Lachen! Nur so finden heim zum Helden in unserer Brust!
Werkstoff zugelasfen werden kann, wenn diese Mehr- kosten volkswirtschaftlich vertretbar sind; hierbei ist der Verwendung heimischer Natur- te ine besonderes Augenmerk zuzuwenden.
Zur Hebung des Absatzes von Flachs, dessen Anbau zur Förderung der deutschen Landwirtschaft äußerst erwünscht ist, wird auf eine Mit- teUung des Reichswirtschaftsministers aufmerksam gemacht, der Rechnung zu tragen ist. Sie besagt, daß der Flachsabsatz erheblich gesteigert werden könnte, wenn bei der Beschaffung von Uniformen, Dienstkleidung und sonstigen Ausrüstungsgegenstan- den Leinengewebe in größerem Umfange verwendet werden dürften. Insbesondere ist hierbei an eine verstärkte Verwendung von Seinen- drillichanzügen zu denken.
Die Mitwirkung der Verufsvertretungen, die nach der Reichsverdingungsordnung möglich ist. bezieht sich auch auf die Zuziehung bei Prüfung der geforderten Preise und Stundenlohn- sähe.
In Anbetracht der „Subrnifsionsblüten" sollen es sich die Baubehörden „angelegen fein lassen bei irgendwie zweifelhaften und schwierigen Anschlags- pofitionen Sachverständige der Berufsvertretung zur eindeutigen und erschöpfenden Beschreibung der Leistung beratend zu hören, wodurch dann auch nachträgliche Einwendungen von Unternehmern gegen die Fassung der Ausschreibungsunterlagen, insbesondere des Verdingungsanschlags, zuruckge- wiesen werden können". Den Baubehörden wird empfohlen, namentlich bei größeren und schwierigeren Arbeitsvergebungen Vertrauensleute des Handwerks zur Ermittlung des der geforderten Leistung entsprechenden Preises beratend zuzuziehen, bevor die Angebote eröffnet und die Preise der Bewerber bekannt geworden sind. Die Einhaltung der Bestimmung, daß
die zugezogenen Sachverständigen weder mittelbar noch unmittelbar an der betreffenden Umgebung beteiligt fein dürfen.
fischen Staatsdienst. 1
Umgewandelt wurde am 29. Januar 1934 die auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums erfolgte Dienstentlassung mit Wirkung vom 1. Juli 1933 des außerordentlichen Professors für theoretische Physik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt Dr. Johann , Baerwald in eine Ruhestandsversetzung gemäß § 6 des vorgenannten Gesetzes.
Oie Verwendung von Instrumenten beim Sesangunterricht in den Schulen.
Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der höheren Schulen und an die Kreis- und Stadtschulämter folgendes Ausschreiben gerichtet:
Das schönste Instrument ist die menschliche Stimme. Dementsprechend ist der Musikunterricht in den Schulen hauptsächlich Gesangsunterricht. Dabei ist den Schülern die Notenkenntnis beizubringen und das Absingen vom Blatt vorzubereiten.
Es empfiehlt sich, nicht an den gewohnten „Schul- liedern" kleben zu bleiben, weil sie althergebracht sind; sie sind oft musikalisch minderwertig. Altes Liedgut ist daher in neuer Form nach Art unserer Jugendsingbewegung heranzuziehen. Auch hier muß ein heroischer Zug in den Vordergrund treten.
Gestützt und ausgestaltet kann der Gesangunterricht werden durch Musikinstrumente aller Art. Ein reines Mundharmonika-Orchester wirkt auf die Dauer ermüdend und ist in seiner musikalischen Wirkung begrenzt. Eine Mischung von Mundharmonika und Ziehharmonika mit (Block-) Flöten ist zu empfehlen. Im allgemeinen muß es genügen, die Instrumente im Rahmen des Gesangunterrichts heranzuziehen, auch wenn es gilt, Schulfeiern auszugestalten. Bei weitergehenden Bedürfnissen ist ein Orchester außerhalb des schulischen Rahmens nur insoweit zugelassen, als es die Schüler nicht belastet und nicht zu viel Unruhe in das Schulleben hineinträgt. r , , _ .
Unter Hinweis auf die katastrophale Lage der deutschen Musikinstrumenten-Jndustrie empfehlen wir Ihnen, beim Einkauf von Instrumenten aller Art stets selbst nur deutsche Marken zu wählen und in und außerhalb der Schule immer wieder aus diese Seite nationaler Pflicht nachdrücklichst aufmerksam zu machen. Ringshausen.
’4$ov notigen
— Tageskalenderfür Samstag: Stadt- ! theater, 20 bis 22.45 Uhr, „Alle gegen Einen —
Der liebe, alte Humor im neuen Deutschland.
Von Reinhold Braun.
Laßt mir nur vorn Lachen nicht!
Lachen auch ist eine Pflicht! Lachen hilft allweil im Leben, hilft beim schwersten Steineheben, hilft beim Kämpfen und beim Wachen; Kameraden müssen lachen!
Lachen ist wie Osterlicht!
Laßt mir nur vom Lachen nicht!
In der Basilika der schönen Klosterruine von Maulbronn stand ich, das edle Schnitzwerk an dem ehrwürdigen Chorgefühl betrachtend. Wie humorig waren diese Meisterschnitzer! Welches Können, welche Weisheit, welch' eine Ueberlegenheit des Gemütes sprachen aus dem wundervollen Geranke der Figuren! Gestalt gewordener Humor!
Das alles im geweihten Raume, in dem nicht allzu fern von dieser Frohsinns-Kunst der ergrei-
seinen Weg nicht gemacht haben, so lehnt er beide Arme freundlich auf die Brüstung des Fensters und ragt: ,, .. ,, ,
„Was schrei'm Sie'n da? Sie schrei m wohl für n ^Seitdem verhandele ich immer wieder mit meiner Frau. Ich sage zu ihr: „Nimm du die Ecke!"
Aber sie nimmt sie nicht.
Oie ersten Stratosphärenflieger erzählen.
Die Ballongruppe der Fliegerlandesgruppe XIV des deutschen Luftsportverbandes, der frühere Berliner Verein für Luftschiffahrt, hatte zu einem interessanten Vortragsabend eingeladen. Es sollte aus der Stratosphäre berichtet werden, ein Vortrag, der mit Rücksicht auf die Katastrophe des russischen Ballons „Stratostat" besonderes Interesse fand. Professor S ü r i n g, der am 31. Juli 1901 zusammen mit Professor Berson den ersten Freiballonaufstieg in die Stratosphäre gemacht hat und die fast 30 Jahre lang nicht wieder erreichte Höhe von 10 800 Meter gewann, bezeichnete die Stratosphäre als das „offene Fahrwasser" für den Höhenflieger. Hier kann man fahren und fliegen, wie man will. Ungehindert von großen atmosphärischen Storungen können die schnellsten Flüge ausgeführt werden. In Höhen unter zehn bis zwölf Kilometer bildet sich Warmluft durch Verteilung der Sonnenwärme von der Erde aus. Darüber liegt die Stratosphäre, die eine in sich gleichmäßige Luftschicht ist In diese Schicht sind außer Professor Süring der Amerikaner Gray, der beim Abstieg den Tod fand, gelangt Professor Piccard, der 16 und 16,94 Kilometer erreichte, Settle mit 17 Kilometer und die Russen mit 18,6 und 22 Kilometer Höhe. Neue Pläne haben die Amerikaner, die mehrere Höhenballone bauen, Engländer, Spanier, die Russen und die Oesterreicher. Deutschland, das lange die Führung in der Erforschung der hohen Luftschichten gehabt hat, gibt sich vorläufig mit den Erfolgen des Prof. Rege n e r (Stuttgart) zufrieden, der mit unbemannten Ballonen, die mit selbstschreibenden Meßgeräten ausgerüstet sind, schon bis in 35 Kilometer Höhe vorge- brungen ist. Noch immer sinb bie Freiballonfahrten unentbehrlich für die Forschung. Im Vorbergrunb steht bie Erforschung ber Strahlung. Es erscheint als ziemlich sicher bewiesen, baß es sich nicht um Wellen-, fonbern um Stoffstrahlung hanbelt. Auch bie birefte Sonnenstrahlung muß noch weiter er- forscht werben, lieber bie Zusammensetzung der Luft ist man noch im Ungewissen. Theoretisch müßte der Sauerstoffgehalt abnehmen, aber das scheint nicht
Sonne blitzt durch Wolkenwand! Freu' dich, lache, liebes Land! Hessische Personalien.
Ernannt wurde am 25. Januar 1934 der Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in Frankfurt a. M. Dr. Gerhard Pfähler zum ordentlichen Professor für Psychologie und Pädagogik an der Landesunioersität in Gießen mit Wirkung vom 1. März 1934 an.
Entlassen wurde am 6. Februar 1934 auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums der Kreisdirektor in Bingen Adolph Freiherr von Gemmingen- Homberg mit sofortiger Wirkung aus dem hef-
Haus, ganz allgemein, der drückt auf den Knopf, der am untersten liegt, und das ist meine r.
Es kommt Der Milchmann, es kommt der Flei- scherjunge, es kommen Gemüsehändler, Bäcker, Bettler Lieferanten und Besucher kommen, Vertreter und sallche Irrtümer, Settelverteiler und Brieß träger, Zigeuner zum Wahrsagen und hundertfach fach solche bisher nie von mir erahnte Funktionäre bes täglichen Lebens. Und alle drücken ste auf meinen Knopf.
Es könnte ja fein, daß ich nicht öffne. Aber bie Menschen sinb scharfäugig wie bte Luchse, unb wenn ie merken, daß ich nicht offne, so sehen sie boch, baß ich da sitze, und also klopfen sie mit knöcherner Faust an mein Fenster und schelten mich noch aus, daß ich nicht eilig herbeigesprungen sei, ihnen zu offnen. Manche allerdings sind freundlichen Gemüts und strahlen mich an, als wollten ste sagen. „Wir nehmen es dir nicht übel; du hast nicht gewollt, aber nun wirst du wohl müssen!"
Unb nun weiß ich, was ich alles brauchen sollte.
„Brauchen Sie Seife?"
„Brauchen Sie Nähnabeln.
Sogar mit Kuchen kommen sie hausieren.
Einen habe ich angeblafft.
„Sehen Sie nicht, baß ich zu tun habe? Wie können Sie sich erlauben, mich hier aus ber Arbeit herauszuklopfen?" , ,
Aber bas war ein sonnverbrannter Analphabet mit treuen, schonen Augen unb einer entwafsnen- ben Gutgläubigkeit des Herzens.
„Och", sagte er, „nun machen Sie man nicht! Sie sitzen doch bloß unb schreiben!"
Denn für ihn ist das so: Wenn er sitzr und schreibt, und es käme jemand unb riefe ihn ab, ei, ba legte er flugs bie Feber hin unb schriebe nach- her weiter
Daß ihm der Teufel in die Gedärme führe! Hineinführe unb bann brin bliebe, jawohl, unb von ba an ohne Pause jahrelang rauf unb runter. Das benfe ich. Unb während man begleichen denkt, lächelt man freundlich, denn so ist es Sitte m Europa. Den Schaden, den der Mann nur gemacht hat, den macht er sowieso nicht wieder gut
Ich frage: „Und was wollen Sie denn nun!*
Och" sagt er und sieht mich vertrauensvoll und notvoll an, „hier hat doch früher eine ^amilieBuch- meier gewohnt. Wo wohnt die denn setzt? Wissen Smibea5f'Qnn ich das wissen? Die Wohnung hat , lange leergestanden, und ich bin von abwärts zu- gezogen Das ist nun nichts mit mir und der Aus- ' kunit ins Gespräch aber sind wir doch gekommen, . und für nichts und wieder nichts will der Mann
DieVergebung staatlicher Aufträge
Staatsminister Jung gibt Richtlinien.
Oie vergnügliche Ecke. i
Son Zelix Riemkasten.
Als ich die Wohnung zu sehen bekam, in der ich ' jetzt wohne, erfüllte mich augenblicklich eine große Freude, denn die Wohnung war schon. Das schönste an der Wohnung war der vorspringende Erker, der zwei Fenster hat, von denen das eine schräg nach vorn und das andere schräg nach hinten hin- ausgeht. Zwischen diesen zwo Fenstern tut fid) eine Ecke auf, und in der Ecke tat ich meinen Betrieb auf Ich muß hier erläutern: Ich schreibe Bucher, mein Betrieb wird maschinell betrieben, ich sitze, falls ich nicht anderw-it beschäftigt bin, m Mer Ecke und schreibe auf der Maschine Und soweit schon und soweit gut. Meine Frau sagte sofort: So schon hast du noch nie einen Arbeitsplatz gehabt!
Und hätte ihn gern für ihren Nähtisch gehabt aber das gibt es nicht, den Platz, den brauche ich.)
Eine herrliche Fensterecke meine Damen und Herren! Jedes Mädchen, jebe junge Frau, alles kann vom Fenster aus gesehen werben Man steht bie Leute kommen und kann ihnen noch lange nachsehen ob sie einen hübschen Gang fjaben, unö so :iVr m>nn kann auch winken, vom Fenster aus. ° Und ™vn, was entscheidend ist, die Wohnung liegt im Erdgeschoß. Und hier wendet stch alles zum vorbei, der nicht 9inauL|ltV‘ frhreibt Damit KtsÄÄ "**'***■ sä Sä i-trAr« Ueberlaufen bringen wird, lst der ^2 Flinke, ein Patenthaus mit einer Haustur ohn Am Eingang hängt eftie Garnitur von Klmgelknop fen, und wer einen Hausbewohner fP^Gontaft' drückt auf den Knopf, der Knopf druckt aist den Kontakt und das übrige besorgt die Elektr^ nicht zu dem und jenem will, sondern nur
Das Regierungsorgan, die „Darmstädter Zeitung", behandelt in einem Aufsatz die Vergeb-ung lautlicher Aufträge und schreibt u. a.:
In einem Ausschreiben des Staatsministers Jung an alle staatlichen Behörden werden die Richtlinien zur Beachtung mitgeteilt, die für die Vergebung öffentlicher Aufträge bindend sind.
3n der Regel soll den Verträgen, bie für Rechnung des Staates abgefcfjloffen werden, eine öffentliche Ausschreibung vorhergehen.
Eine Abweichung von dieser Regel ist nur in Fällen gerechtfertigt, die in der Reichsverdmgungs- orbnung erläutert werben. Bei der Vergebung öffentlicher Aufträge sind mittlere und kleinere Unternehmer möglich st weitgehend zu berücksichtigen.
In Ergänzung seines früheren Ausschreibens be- stimmt der Staatsminister bezüglich der Bevorzugung deutsch er Arbeit und deutscher Erzeugnisse, daß bei allen Beschaffungen bet ber Auswahl ber Firmen und bei ber Auftragserteilung in erster Linie Firmen zu berücksichtigen sinb, beren Inhaber ober Beteiligte deutschen Stammes sinb. In Zweifelsfällen ist bie zustan- bige Hanbels- ober Hanbwerkskammer um Auskunft zu ersuchen. Besonbere Bestimmungen bienen ber
Absahförberung für beulsches Bauholz.
Auch für bie Beschaffung von Sperrholz, bei bem auf geeignete Auslanbsholzer nicht ganz verzichtet werben kann, gilt, baß bas aus deutschem Holz in Deutfchlanb hergeftellte vor bem ausländischen aber in Deutschland hergestellten und dieses wieder dem vorgezogen wird, bei dem Ursprung und Verarbeitung im Ausland liegt.
Die Hilfe für bas Sleinmehgewerbe
Zeitschriften
— „Ständisches Leben", Blätter für organische Gesellschafts- und Wirtschaftslehre. Heft 1, IV. Jahrgang. Erneuerungs-Verlag, Berlin-Wilmers- borf 1, Berliner Straße 6/7. — In oorliegenbem Heft ber von Prof. Dr. Othmar Spann (Wien) herausgegebenen Zeitschrift führt u. a. Prof. Dr. Wilhelm A n b r e a e, ber kürzlich nach Gießen berufene Schüler Othrnar Spanns, in feinem Beitrage „Volkswirtschaftspolitik als Wissenschaft" aus, baß bie Theorie auch bas Besonbere zu behanbeln habe. Das eben ist bie Aufgabe ber Volkswirtschaftspolitik als Wissenschaft. Anbreae behandelt bie staatliche Wirtschaftspolitik im Altertum, im Mittel- alter unb im Merkantilismus. Alle biefe zeichnen sich baburch aus, baß bas theoretische Erkennen im Dienste ber Gestaltung von Geselftchaft, Staat unb Wirtschaft steht. Prof. Anbreae wirb in ben nächsten Heften bes „Ständischen Lebens" seine Betrachtungen bis xur Behanblung einer nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik führen.
Die Zeitschrift „Neues D o 1 k", Blätter bes Aufklärungsamtes für Bevölkerungspolitik unb Rassen- pflege, veröffentlicht in ihrem Februarheft einen erschütternden unb beschämenben Bilbbericht über bie Nachkommen farbiger Angehöriger ber ehemaligen Besatzungsarmee, lieber biefen bedeutungsvollen Bericht hinaus enthält das Heft wiederum zahlreiche Bilder, die in aufrüttelnder Wahrhaftigkeit zum Ausdruck bringen, was bie wenigsten von uns wissen. Außerdem enthält die Zeitschrift wertvollen Un- terhaltunasstoff, sie ist vom Verlag „Neues Volk", Berlin W 35, Potsdamer Straße 118 B, zum Vierteljahrs-Preise von 75 Pf. zu beziehen.
fenbe Cruzifixus fein Haupt im Sterben neigte.
Dort bas Kunstwerk des unerhörten Ernstes, hier bie Kunstwerklein voll lächelnder Gleichnishaftigkeit! Und beides unter einem Dach!
So will's auch das Leben: Zum höchsten Ernste , oUen sich das reife Lachen, bas weise Lächeln ge= teilen! Beides gehört zum echten, reichen Lebendig- ein, zum rechten Klang des Lebens insgemein. Aus beiden formt sich die Meisterschaft des Herzens, formt sich auch die des deutschen Lebens, das seit langem Jo bitter-ernste Züge trägt.
Der Weg ins Dritte Reich will auch, daß Lachen auf ihm klinge, das heiter-helle Lachen des deutschen Menschen! Ohne das Sonnenwunder des Humors ist uns das neue Deutschland nicht vorstellbar. Wo Kameradschaft herrschen soll, muß das Lachen eine Heimstatt haben. Und ein helles Gesicht mitten in aller Bedrängnis durch Not und Entbehrung ist eine Tat, die ebenbürtig sich der Tausendfalt der anderen Taten einreiht.
Ohne den Willen zum Lachen gibt es keinen echten Lebenswillen. Ohne den Willen zum heiligen, tapferen Lachen gibt es keinen Willen zur Nation! Wer unser Mitwanderer sein will, muß mit uns lachen können! Eine helle, starke Zukunft ist noch nie ernörgelt, oder ermüdert worden. Duckmäuser und Nörgler aber sind der Ballast einer Nation.
Ein Volk, dem bas Gnadengeschenk einer solchen Auferstehung warb wie uns, hat allen Grund, trotz der ernsten Gegenwart, fröhlich zu sein und sich Stunden echter, reiner Fröhlichkeit zu bereiten. Denn solche bedeutet zugleich Dankbarkeit!
Jetzt, da der Weg zu ben Quellen unseres Volkstums unb bem beutschen Wesensgrunde und damit zum deutschen Herzen wieder frei ist, ist auch der Weg zum wahren Humor wieder frei.
Keine undeutsche, zersetzende Witzigkeit ist mehr am Werke. Der Marxismus kannte nur die „Zugluft des Witzes". Dem Herzenslachen war er der größte Feind. , , ..
Dagegen ist der Nationalsozialismus, wesenhaft und schöpferisch erfaßt, ohne das herzensvolle, echt menschliche Lachen nicht denkbar. Die Liebe ist seine bewegende Kraft. Kann man sich aber wahre Liebe
ist schon früher von Staatsminister Jung eingelel- tet worden durch ein Ausschreiben vom 18. August, bas auf bie Notwenbigkeit ber Unterstützung des Steinmetzgewerbes hinwies, damit die große und reiche handwerkliche Tradition in diesem Gewerbe ür die Zukunft erhalten bleibe. Nunmehr wird weiter bestimmt, daß die im Einzelfalle als Zweckdienlich befundene Verwendung von Hau- ober Werksteinen bei Bauten auch unter Hinnahme . .
von Mehrkosten gegenüber einem anberen staubige Berufsvertretung.


