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Die Entwicklung von Gießen

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Attersfürsorge durch Gparkapital

? steuerliche Befreiungen versagt. Wenn vor Eigennutz" vornehmster Grundsatz sei und nächster Zeit die Reichsregierung, wie sie bleibe. Kein Stand könne ohne den andern leben,

Tageskalender für Mittwoch: Stadt-

Eicherrstöcke 5 Mark je Rm.

eingezogen. Der Mann wurde in Schutzhaft .nommen.

Rohrreinigung und Versorgung von Kleinsiedlungen mit Trinkwasser in Harleshausen

An- und ge-

Städtische Holzversteigerung. Die gestrige Hol^versteigerung der Stadt Gießen er­brachte folgende Durchschnittspreise: Buchenscheite 1. Kl. 10.50 Mark je Rm., Eichenscheite 1. Kl. 7,50 Mark je Rm., Eichenscheite 2. Klasse 6 Mark je Rm., Buchenknüppel 7,50 bis 8 Mark je Rm.. Eichen-

3m Verlaufe der Ermittelungen wurden bei einer Person in Watzenborn-Steinberg eine größere zahl kommunistische Broschüren beschlagnahmt

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Wirtschaftskrise und Ueberbesteuerung haben in den letzten Jahren zahlreiche Sparkapitalien ver­nichtet, die der Alterversorgung der mittelständischen Bevölkerung dienen sollten. Dieses Kapital fehlt jetzt beim Wiederaufbau der Wirtschaft. Es muß vorläufig durch staatliche Kredite ersetzt werden, die bekanntlich teilweise nur durch Vorgriffe auf künftige Steuererträge ermöglicht worden sind. Der an­dauernde Kapitalbedarf der deutschen Wirtschaft wird aber künftig nur dadurch befriedigt werden können, daß man die Bildung neuen Sparkapitals ördert. Zugleich erfordert die'Altersversorgung des elbftändigen Mittelstandes, der nicht der staatlichen Sozialversicherung untersteht, eine Begünstigung der Neubildung von Sparkapitalien in den Händen dieser Bevölkerungsschichten. Außerdem läßt auch die steuerliche Gerechtigkeit einen Ausgleich der hohen Sozialoersicherungsleistungen zugunsten der nichtoersicherten, aber nicht weniger einer Sicherung im Alter bedürfenden Mittelschichten notwendig er- cheinen.

Was geschieht heute, um die Ansammlung von Sparkapital durch steuerliche Begünstigungen und Befreiungen zu erleichtern? Nach dem Einkommen­teuergesetz hat der Steuerpflichtige das Recht, einen Pauschalbetrag für Sonderleistüngen von seinem Einkommen in Abzug zu bringen, der steuerfrei bleibt. Aber zu diesen Sonderleistungen, für die der ledige Steuerpflichtige 480 Mark jährlich, der ver­heiratete darüber hinaus noch je 100 Mark für die Ehefrau, sowie 'für jedes minderjährige Kind von einem Einkommen in Abzug bringen darf, gehören die Beiträge zu den Berufsvertretungen, die Aus­gaben für Fortbildung im Beruf, die Kirchensteuern und die Beiträge der Sozialversicherten. Für die Altersversorgung der Selbständigen bleiben hier keine oder höchstens ganz minimale Steuerabzugs­teile übrig. Nur diejenigen Steuerpflichtigen, die eine Lebensversicherung abgeschlossen oder Spar­einlagen unter Sperrung des Kapitals auf 20 Jahre zurückgelegt haben, dürfen einen Betrag von 600

W. Hachenburger (Beienheim) 258 Punkte, 16. H. Gießer (Friedberg) 243 Punkte, je ein Ehrenpreis, kleine silberne Medaille.

Zum Verständnis für den Leser, besonders den Nichteingeweihten, sei noch kurz mitgeteilt, wie die Leistungen der kleinen Konkurrenzsänger festgestellt werden Ein jeder Züchter stellt einen Stamm, d. h. vier Vögel. Das Los entscheidet jedesmal, wel­cher Stamm vorgenommen wird. Zeder Stamm kommt in ein separates Zimmer, in dem nur die Preisrichter sind, und bekommt eine halbe Stunde Seit, sein Können zu zeigen. Die einzelnen Stro­phen oder Touren des Kanarienliedes werden nach einer bestimmten Skala in ganz Deutschland ein­heitlich nach Punkten bewertet. Aber auch Fehl­touren oder mißklingende Töne werden nach Punk­ten gemessen. Die Punkte für schlechte Touren oder Fehler werden von den Punkten für gute Leistun­gen abgezogen, und so entsteht das Endresultat. Großes Gewicht wird auf Reinheit des Liedes, auf Tiefe, ruhigen und klangvollen Vortrag gelegt, so­wie Stammesharmonie.

tfo r notigen

Aus dem Stadttheaterbüro wird mitgeteilt: Heute zum ersten Male als Opernabend mit eigenem Ensemble des Stadttheaters die bei­den Opern-EinakterDer betrogene Kadi" von Gluck undDie Nürnberger Puppe" von Adam. (Siehe gestrige Anzeige.) Morgen, Donnerstag, Deutsche Bühne, Reihe 1, das LustspielDer Herr Senator" von Schönthan und Kadelburg. (Siehe heutige Anzeige.)

*

** Univerfitätspersonalie. Privat- wzent Dr Appel von der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz, der Leiter des hessischen Pflan- zenschutzdienftes, ist mit der AmtsbezeichnungPro-st essor" mit Wirkung vom 1. April ab zum Direktor )es Instituts für Pflanzenkrankheiten bei den preu- sischen landwirtschaftlichen Versuchs- und For-! chungsanstalten in Landsberg a. d. Warthe ernannt

worden

mußte. Die Vermutung, daß es sich bei diesem Dränage und Vachregullerungen Gemeinde Haus um das älteste in der Stadt handle, gründe Lohrheim

sich auf die Besonderheit der Balkenkonstruktion, Aufforstung In der Obersörsterei Reichen- die darin bestehe, daß die Balken nicht verzapft, '

sondern überplattet waren. Weiter vermochte ber K w. .

Redner noch einen Teil des Verlaufes der ältesten Entwässerung von Acker- und Wiesen- Stadtmauer nachzuweisen, und zwar ebenfalls an ländereien Gemeinde Kilianstädten der Schloßgasse, wo (unmittelbar in der Nähe des Entwässerung eines Ortsteils durch Ka-

alten Hochstätterschen Hauses) nicht nur Mauer- nalisierung und Entwässerung von fundamente der alten Stadtmauer, sondern auch Wiesen Hüttengesäß

die Fundamente eines stattlichen Turmes mit zwei Verbesserung der Trinkwasserversorgung, Meter dicken Mauern (Durchmesser 10 Meter, lichte 1 Weite 6 Meter) bloßgelegt werden konnten. Nach­dem der Redner verschiedene Daten der Entwick-

** Werkmeisteroersammluna in Gie» ßen. Die am Sonntag imHause der Arbeit" ab­gehaltene Werkmeisteroersammlung der Ortsgruppe Gießen war stark besucht. Der zweite Ortsgruppen­leiter Kollege Schmidt, begrüßte die Besucher Mark, sowie weitere 250 Mark für die Ehefrau und und gedachte des verstorbenen Kollegen Schmidt für jedes minderjährige Kind von jhrem Steuer- (Krofdorf), dessen Andenken in üblicher Weise ge- einkommen absetzen. ehrt wurde. Der Schriftführer Koll. Puppe ver*

Die Möglichkeiten, Teile des Einkommens steuer- IQ5 darauf den Jahresbericht für 1933. 3m Anschluß frei zur Altersversorgung zu verwenden, sind also daran hielt Ortsgruppenleiter Koll. Bartholo- für den wirtschaftlich Selbständigen heute viel zu m ö u s einen Vortrag über die Geschehnisse des ab« eng begrenzt. Der Abschluß einer Lebensversicherung gelaufenen und die Aufgaben des neuen Jahres, oder die Ansammlung gesperrter Sparbeträge eig- welches er alsdas Jahr des Aufbaues" bezeich­nen sich nicht für jedermann. Es gibt noch viele aete. Wenn das gesteckte Ziel erreicht werden solle, andere Wege der Vorsorge für das Alter, wie z. B. Hßi es in Zukunft noch dringender als bisher er* das Sparen bei einer Bausparkasse zum Zwecke der forderlich, daß für jeden Deutschen, sei er Unterneh- späteren Errichtung eines Eigenheims. Aber allen wer oder Arbeiter, Bauer oder Angestellter, Hand- diesen anderen Methoden der Alterssicherung wer- werter oder Beamter, das WortGemeinnutz geht den heute steuerliche Befreiungen versagt. Wenn vor Eigennutz" vornehmster Grundsatz sei und

. Boden zur Entladun M Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln'25,' kam, wobei verhängnisvollerweise der Schuß in Kund 3 bis 3V- Pf der Zentner

den Oberschenkel drang, während der Unterleib un- bis 3, Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis verletzt blieb. Möglicherweise hatte sich auch durch Hahne ?5, suppen­

den Fall infolge eines unglücklichen Zufalles die 70, Ganse 65 bis 70 Blumenkohl, das Stück Sicherung des Gewehres verschoben, da der Ver- ?0.bls 80,. Enbivlen 10 bis 30, Lauch 5 bis 10, Sei* unglückte ein sehr vorsichtiger Jäger war. Icrie 10 bls 30

lung der Stadt in Erinnerung gebracht und ver­schiedene auch äußerlich sichtbare Mauerteile der alten Stadtmauer im Bilde gezeigt hatte, nachdem

Der Kampfbund der Architekten und 3ngenieure, Ortsgruppe Gießen, hielt gestern abend im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen 3nstituts eine Vortrags- Veranstaltung ab, die von Bürgermeister Dr. Hamm mit herzlichen Worten der Begrüßung und mit geschäftlichen Mitteilungen eröffnet wurde.

Sodann sprach Stadtbaurat G r a o e r t über das Thema:Die Entstehung der Stadt Gießen", insbesondere hierbei über die bauliche Entwicklung des Stadtbildes in frühester Zeit. Der Redner führte seine Zuhörer im Geiste in der Geschichte um über 1000 Fahre zurück, schilderte die Land­schaft um jene Zeit, die sich damals als Waldland­schaft bargeboten habe, in ber es nur wenige Licht­blicke in Form von Wiesen in bem Tal ber Lahn unb an ben Bachläufen gegeben habe. Sieblungen feien schon um bas 8. 3ahrhunbert, also zur .Seit Karls bes Großen, in unserem Gebiete vorhanden gewesen. Sie seien in ganz bestimmter Höhe an­gelegt gewesen, weil insbesondere die Gefahren des Hochwassers berücksichtigt werden mußten. Als die Urzellen der Stadt Gießen seien die damaligen Siedlungen Selters, Achstadt und Croppach zu be­zeichnen. 3n seinen weiteren Ausführungen be­schäftigte sich der Redner mit den verschiedenen zahlreichen Wasserläufen unserer engsten Heimat (die der Stadt ben Namen gaben), kennzeichnete insbesondre ben Verlauf ber Wiefeck entsprechen!) ben verschiebenen Regulierungen unb kam bann auf bie Gefamtform ber Stabt zu sprechen, bie ja

baher in nächster Zeit bie Reichsregierung, wie sie bleibe. Kein Stand könne ohne den andern leben, bereits in Aussicht gestellt hat, nach der zu erwar- jeder sei auf den anderen angewiesen. Für Egois­tenden Zunahme der Steuereingänge daran gehen wus und Standesdünkel fei ebensowenig Platz im wird, steuerliche Erleichterungen aller Art zu ge- neuen Reich, als für Schmarotzer- und Ausbeuter­währen, um die Kapitalbildung systematisch zu für- tum. Zeder müsse in seinem Mitmenschen den deut- dern, so wird sie vor allem die steuerlichen Be- schen Volksgenossen sehen und achten. Die vor* freiungen zugunsten der Ansammlung von Erspar- trefflichen Ausführungen fanden stärksten Beifall, nissen solcher Steuerpflichtiger, für die keine Alters- Anschließend an seinen Vortrag gab Kollege Bar* Versorgung besteht, insbesondere also des selbständi- tholomäus bekannt, daß er infolge anderwei* gen Mittelstandes, erheblich erweitern müssen. Ze- tiger starker Inanspruchnahme leider gezwungen sei, dem Steuerzahler, der weder Beamter ist, noch der bas Amt bes Ortsgruppenleiters in andere Hände Sozialversicherung untersteht, sollte künftig die Mög- zu legen. Selbstverständlich werde das seither be« lichkeit gegeben werden, angemessene Teile seines standene gute Verhältnis zur Ortsgruppe bzw. zu Einkommens für das Alter zurückzulegen. Diese seinen Kollegen stets das gleiche bleiben. Zum Orts- Rücklagen müssen von der Steuer befreit werden, gruppenleiter wurde daraufhin der seitherige zweite damit ein genügend starker Anreiz zum Sparen, Ortsgruppenleiter Koll. Karl Schmidt (Launs- rnöglichst sogar ein gewisser Sparzwang vorhanden bach) und als dessen Stellvertreter Koll. Wob k er ist. Die Förderung jeder Form der Spartätigkeit (Heuchelheim) bestimmt. Mit einem dreifachen und der Kapitalbildung ist das beste Mittel, um derSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler fand deutschen Wirtschaft wieder die Betriebskapitalien die Versammlung, die durch schöne Konzertstücke und zu verschaffen, deren sie bei zunehmender Belebung flotte Märsche der Theaterkapelle festlich umrahmt in steigendem Maße bedürfen wird. Man leistet wurde, ihren Abschluß.

daher auch der produktiven Wirtschaft den denkbar ** Den Straßenbahnverkehr nach größten Dienst, wenn man durch eine richtige bem Neuen Friebhof betrifft eine Bekannt- Steuerpolitik bie Neuansammlung von Sparkapital rnachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf begünstigt. bie wir besonbers aufmerksam machen.

----- ** Ordnung unb Sauberkeit in den Zügen. Von der Reichsbahn wird mitgeteilt: Aus ------------------------------- den Kreisen des reisenden Publikums wird erneut

** D i e Allgemeine Ortskrankenkasse^uf die Rücksichtslosigkeit solcher Reisenden hinge- Gießen teilt im heutigen Anzeigenteil mit, daß wiesen, die ohne schützende Unterlage ihre Füße mit die den Arbeitgebern noch nicht zugestellten Znoa- ber beschmutzten Fußbekleidung auf Bänke und Pol- lidenkarten in der Zeit vom 10. bis 16. Januar stßr legen, unbekümmert darum, daß die Kleidung im Büro der Kasse abgeholt werden können. (Siehe anderer Reisender beschmutzt, oder die Einrichtung Bekanntmachung.) der Wagen beschädigt wird. Durch eine Verständnis*

** D e r Iagdunfall bei Saasen. Ueber volle Mitarbeit aller Reisenden bei der Bekämpfung den tragischen Unglücksfall auf der Jagd bei Saasen, dieser leider immer noch weit verbreiteten Unsitte bem am Donnerstag voriger Woche ber Mühlen- würde die Reichsbahn in ihrem Streben nach Auf­besitzer Wilhelm Moser von hier zum Opfer fiel, rechterhaltung von Ordnung und Sauberkeit we- ging uns gestern folgende Mitteilung zu: Der Un-1 fentlich unterstützt werden, und mancher Reisende glücksfall ereignete sich bei einer Treibjagd in der würde dadurch, ohne daß die Reichsbahn selbst zu Nähe von Saasen im Forstbezirk I des Forstamts schärferen Maßnahmen schreiten müßte, zu etwas Grünberg gegen 15 Uhr. Als das letzte Waldtreiben wehr Rücksichtnahme auf feine Mitreisenden und auf soeben beendet und adgeblasen war und die Schützen bas Eigentum der Reichsbahn, das ja zugleich auch von ihren Ständen gingen, fiel der Verhängnis- Eigentum der Allgemeinheit ist, erzogen werden volle Schuß als einziger dieses Treibens. (Ein' so- Eonnen-

fort in Richtung dieses Schusses entsandter Treiber- Gießener WochenmarktVreise. junge sah den Verunglückten an einer Böschung mp es m .__...

liegen und rief bie anberen Jagbteilnehmer Ijerbei. |marM fnfteten- ^r alsbann eiligst aus Saasen herangeholte Arzt Hrj?arf

legte einen Notoerbanb an. Daraus würbe ber Ver- 95 snt Mark, Matte 20, bis

unglückte auf einer Bahre nach Saasen getragen, A'' 14

worauf bie Verbringung burch bas Sanitätsauto ->^f"^d 15 bis 18,

nach Gießen in bie Klinik erfolgen konnte. An-1 lus12, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe

scheinend ereianefe sich das Unaluck dadurch, daß ^0, Rote Nuben 10, Spinat 25 bis 30, Unter-

Sraff durch Freude" nimmt die Arbeit auf.

Die (Saureferenten der Feierabendorganisation Kraft durch Freude" traten am Montag in Frank­furt a. M. zu ihrer ersten Arbeitstagung zusammen. Nachdem die organisatorischen Vorarbeiten zum größten Teil abgeschlossen sind, werden nunmehr die einzelnen Referenten für ihr Sondergebiet die Arbeit aufnehmen. Ueber die gewaltigen Pläne, deren Durchführung im Laufe des Jahres beabsich­tigt ist, kann erst in den nächsten Wochen genaueres gesagt werden.

Hitler-Jugend.

Führerlagung bes Gebietes Hessen-Nassau in Frankfurt a. 7N. am 11. Januar.

Die Führer ber Hitlerjugend unb bes Jungvolks vom Gefolgschaftsführer unb Fähnleinführer auf­wärts treffen sich am 11. Januar zu einer Führer­tagung bes Gebietes Hessen-Nassau in Frankfurt am Main. Das Gebiet Hessen-Nassau umfaßt bie Oberbanne I: Frankfurt a. M., II: Limburg, III: Starkenburg, IV: Ober Hessen, V: Rheinpfalz.

Zu dieser Führertagung, die unter Leitung des Gebietsführers Walter Kramer steht, erscheint der Obergebietsführer West Hartmann Lau­te r b ach er, der Sonderbeauftragte des Reichs­jugendführers. Der Obergebietsführer wird den Führern des jungen Deutschlands Ziel und Richt­linien des Kampfabschnittes 1934 geben.

Vormittags 10 Uhr ist im Adolf-Hitler-Haus eine Tagung angesetzt, zu der alle Oberbann-, Ober­jungbann-, Bann- und Jungbann-Führer erscheinen. . Die Schulungsleiter der Banne und Oberbanne finden sich 11.30 Uhr zu einer Besprechung in der Geschäftsstelle des Oberbannes I, Frankfurt a. M., Wiesenhüttenplatz 30, ein. Die Leiter der Abteilung Presse und Propaganda erhalten um 14 Uhr an dem gleichen Ort Richtlinien über die Pressearbeit im Gebiet 13.

Heil Hitler!

Der Führer des Gebietes Hessen-Nassau m. d. F. b. gez.: Kramer, Oberbannführer.

F.d.R.: Willi Ruder, Leiter der Abteilung Schulung, Presse, Propaganda. Derbandsmeisterschast im oberhessischen

Kanariensport

Der Verband der Kanarienzuchtver- eine für Oberheffen, das Lahn- und Dill­gebiet, Sitz Gießen, trug am Samstag und Sonn­tag im RestaurantZum Auerhahnbräu" die Ver- bandsmeifterfchaft der Zucht für das Jahr 1933 aus. Dem Verband gehören die Kanarienzuchtver- eine Marburg, Gießen, Wetzlar, Limburg, Bad- Nauheim und Friedberg an. Nachdem bereits im Dezember in den einzelnen Vereinen die Vorprü­fungen ftattgefunben hatten, wurden nunmehr die 20 besten Stämme zur Feststellung des Verbands- meifters einberufen. Die Prämiierung erfolgte durch die beiden Preisrichter Fr. H e l b fn g (Frankfurt am Main) und Fr. Hartz (Auerbach in Hessen)

Den Sieg trug diesmal der Stamm von Karl Becker (Gießen) mit 330 Punkten davon. Er er­hielt die Meisterschaftsplakette, den 1. Ehrenpreis, die große goldene Medaille und Sonderehrenpreis für beste Knorre und Diplom. 2. wurde Heinz Schmidt (Bad-Nauheim) mit 321 Punkten, Ehrenpreis, große goldene Medaille: 3. K. Schmitt (Marburg) 309 Punkte, 4. Heinr. Schmidt (Gießen) 306 Punkte, 5. K. Preuße (Marburg) 303 Punkte, je ein Ehrenpreis, kleine goldene Medaille: 6. H. Beyer (Friedberg) 300 Punkte, 7. R F r e n z e l (Gießen) 297 Punkte, 8 W. Reichhold (Friedberg) 294 Punkte, je ein Ehrenpreis, große silberne Medaille: 9. Heinr. Becker (Gießen) 294 Punkte, 10. P. Kluge (Bad-Nauheim) 290 Punkte, 11 H. Schul (Hattenrod) 288 Punkte, 12. H. Maar (Gießen) 282 Punkte, 13. W. Weidmann (Fripdderg) 276 Punkte, 14. Aug. Hatz (Gießen) 261 Punkte, 15.

Hiller schafft Arbeit!

Weitere bewilligte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen . ihn Rhein-Wain-Gebiet:

wesen sei, als sie von verschiedenen Heimatforschern Aufforstung in der Gemarkung (örofj- (insbesondere von Schenk zu Schweinsberg) ange- Oppertshausen nommen worden war. Gleichzeitig wies Baurat Dränage von Ackerländereien Gravert die Umrißlinien der alten Stadt nach, Profilerweiterung des Ortenberggrabens wie sie sich um die Wende des 13. Jahrhunderts mit Errichtung von hochwasserfreien habe darbieten müssen. Der Marktplatz habe von Schutzdämmen

Anfang an in feiner dreieckigen Form als Mittel- Lnfmälleruna von Grundstücken dunst punkt der Stadt bestanden. Mit besonderem Inter- ^ntwasierung von Vrunvstucken ouny esse folgte man den Darlegungen über das mut- Dranage in S ch wa d e n r 0 d maßlich älteste Haus der Stadt Gießen, das Haus Ausführung eines Drehstromkabels zum Schloßgasse 13, das wegen Baufälligkeit im Dezem- Neubau des Städtischen Krankenhauses ber des vergangenen Jahres abgebrochen werden Vad-Nauheim

theater, 20 bis 22 Uhr,Der betrogene Kadi" und' ch^e^ ereignete sich das UnalLck dadurch daß 10' Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 30, Unten

, Die Nürnberger Puppe" Lichtspielhaus, Bahn-, Herr Möfer^ beim Verlassen seines Standes an S bis 8' Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl

h ''n L^b' 20.30 Uhr, > der Böschung zu Fall und das Gewehr durch die ''M ^0 bis 1,50 Mark, Zwiebeln

fen nu" 9n X6 Orl^rupp- Wucht bes Aufpralls am " ' " ' ' 1111 fc Rn ----------

Gießen-Ost, 20.30 Uhr,Stadt L-ich , Zellenabend * -

der Zelle 2.

Beurlaubung zu Ausbildungskursen.

Das Kreisschulamt Gießen macht die ihm unter­stellten Lehrkräfte in den Landgemeinden des Krei­ses Gießen auf die nachstehende Verfügung des Hessischen Staatsministers aufmerksam:

Beamte, Angestellte und Arbeiter im Staatsdienst können zu Amtswalterkursen, soweit diese partei­amtlichen Charakter tragen, und zu Sonderkursen der SA., SS. und HI. beurlaubt werden, wenn die Gesuche rechtzeitig zur Vorlage gelangen. Dem Urlaubsgesuch ist in jedem Falle das Einberufungs­schreiben beizufügen. Für geeignete Vertretung ist zu sorgen, ohne daß dem Staate Mehrkosten ent­stehen. Die Dienstgeschäfte dürfen durch die Beur­laubung nicht notleiden.

Eine Anrechnung dieser Urlaubszeit auf den nor­malen Urlaub findet nicht statt.

Zn den Ruhestand versetzt.

Von der Bürgermeisterei Gießen geht uns Je nachstehende Mitteilung zu:

Der Direktor des Städtischen Elektrizitätswerks Adolf S t o 11 e ist, laut Urkunde des Herrn Reichs­statthalters, mit Wirkung vom 1. April 1934 gemä § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufs veamtentums in den Ruhestand versetzt worden. Bericht der Gtaatspolizeistelle «ließen.

Der von Krofdorf aus flüchtig gegangene Kom­munist Ludwig Schleenbecker, auf den wir be­reits hingewiesen hoben, ist immer noch nicht er­griffen. Er tfeibt sich, nach Angaben verschiedener Personen, noch im Kreise Gießen und Wetzlar her­um. Die Bevölkerung wird wiederholt zur Mit­fahndung aufgefordert

Flugblätter, wie von Schleenbecker verbreitet, sind am Montag auch in Gießen in Erscheinung getre­ten. In der Nacht vom 8. auf 9. Januar wurden durch SS., SA. und Polizei gemeinfam im Kreise Wetzlar und in Gießen wegen Verbreitung hochver­räterischer Flugblätter zehn Personen festgenommen. Die Haupttäter wurden zur eingehenden Aufklärung nach Gießen übergeführt, weil die in Wißmar von Hand zu Hand zur Verbreitung gekommenen Flug­blätter durch den Kommunisten Ernst Walldorf, geboren am 19. April 1894 zu Gießen und wohn­haft daselbst, den Gesinnungsgenossen in die Hände gegeben wurden. Auch die Ehefrau des Wall­dorf mußte festgenommen werden, weil sie in die Sache verwickelt ist und im Monat April oder Mai 1933 bereits ein Flugblatt den Hauptbeteiligten zur Kenntnis brachte.

Die in Gießen inhaftierten fünf Täter, worunter sich auch das Ehepaar Walldorf befindet, wer­den der Staatsanwaltschaft zwecks Beantragung von Haftbefehlen wegen Vorbereitung zum Hochverrat vorgeführt. Haftbefehl wird zweifellos vom Richter ausgestellt werden.

von der Wiefeck, wie der Vortragende an Hand alten Stadtmauer im Bilde gezeigt hatte, nachdem |

von zahlreichen sehr instruktiven Karten nachweisen er ferner auch in übersichtlicher Rekonstruktion die

konnte, wesentlich beeinflußt wurde. Der Redner Form der Stadt um das Jahr 1750 nachgewiesen, stelle für einen evangelischen Lehrer an der

beschäftigte sich sodann eingehend mit der Burg- fand der interessante, sehr beifällig aufgenommene Volksschule in Meiches Kreis Schotten (Dienst*

mannenburg und wies auch hier, an Hand von Vortrag feinen Abschluß. wohnung ist vorhanden und frei)

** Freie Lehrer st eilen. Wie die Ministe- rialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und ShnfMeFtifi# Volkstum bekanntgibt, find erledigt: die Lehrerftelle «UllVgcrillU VJICptll. für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Wegen Diebstahls und Unterschlagung hatte sich Weickartshain, Kreis Gießen (Dienstwohnung ein zur Zeit hier in Untersuchungshaft fitzendes ift frei; der Lehrer soll möglichst den Organisten- Mädchen aus einem Orte im Kreise Gießen zu ver- dienst versehen können): die Lehrerstelle für einen antworten. Die Anklage fegte ihr zur Last, einem evangelischen Lehrer an der Volksschule in Har- alten Mann, der sie bei sich aufgenommen hatte b a ch , Kreis Gießen (Dienstwohnung ist vorhanden eine Hofe unb Wurst weggenommen, außerdem und beziehbar): eine Lehrerftelle für einen evan- Geld, das man ihr zur Begleichung von Milchfchul* gelischen Lehrer an der Volksschule in A l t e n - den anvertraute, für sich verbraucht zu haben. Die ? UJ e ?rlis . ?^ßen (Dienstwohnung ist vor- Angeklagte war in der gestrigen Hauptverhandluna Händen und beziehbar): die Schulstelle für einen in allen Punkten geständig. Entsprechend dem An- evangelischen Lehrer ander Volksschule in Al- trag des Amtsanwalts erkannte das Gericht auf l e r t s 6 a u f e n , ^reis (Biegen (Dienstwohnung iftpier Wochen Gefängnis unter Anrechnung m n/h/r Jur ßlTlßn evangelischen Leh- von 20 Tagen erlittener Untersuchungshaft

rer an der Volksschule in Bersrod, Kreis Gießen Ein kaufmännischer Angestellter erhielt einen (Dienstwohnung ist vorhanden und beziehbar) die Strafbefehl über 25 Mark, da er am 14 August VlllkqslÜn?- iir ene,l eDan$eIl[d)en Lehrer an der vorigen Jahres, ohne einen Führerschein zu besitzen

Kreis Gießen die Ortsstraße von Heuchelheim passierte Jn An- knüppel 6 Mark je Rm'^^chVmeisig 3.'Kt 15 Mark PehS e nen^elÄi^n bQe^ar); betra^ Arbeitslosigkeit des Angeklagten setzte