Nur allzu rasch beschloß der Zapfenstreich dieses Zusammensein.
Oie Äorträge am Sonntag.
Am Sonntagmorgen sprach als erster der Fachamtsleiter der Gießener Studentenschaft cand. agr. Ludwig greife über das Thema: „Der Einsatz der Studenten an der Hochschule" und über „Die Fachschaftsarbei t". Seine von echtem revolutionären Kampfgeist getragenen Ausführungen fanden ungeteilten Beifall.
Heber „die studentische Kameradschaftserziehung" referierte dann der Kameradschaftsführer der Universität Gießen, Gerhard P a l l m a n n. Ausgehend von den ersten studentischen Arbeitsdienstlagern leitete der Redner über zu den Fragen Kameradschaftshaus und Wohnkameradschaften, wobei er besonders auf das Verhältnis „Student und Arbeiter" zu sprechen kam.
Ueber „die Wahl des Hochschulortes" sprach dann
Pg. H. F. Schuster, der besonders zum Besuch von Universitäten, die in Kleinstädten und dadurch eng mit Heimat und Volkstum verbunden seien, mahnte.
„Berufsberatung im Dritten Reich" war das Thema des letzten Vortrages, den Dr. Klaus vom Arbeitsamt Frankfurt hielt. An Hand von praktischen Beispielen zeigte der Redner, daß es bei der Berufsberatung vor allem auf die Interessen der Gemeinschaft ankomme und nicht mehr auf die Vorteile des einzelnen.
Rach dem Mittagessen war ein gemeinsamer Ausmarsch in die herrliche Umgebung von Lauterbach, wo unter Führung von Kreisleiter Dr. Lang und Kreispropagandaleiter Schaf den Arbeitsmännern die uralten deutschen Eichen auf dem Hainich, die Hünenaräber und Denkmäler stolzer deutscher Vergangenheit gezeigt wurden.
Doller Zufriedenheit über alles Erlebte verließen die Abiturienten den schönen Vogelsberg.
Herbstmarkt in Friedberg.
* Friedberg, 7. Okt. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung fand am Samstagmittag beim Kriegerdenkmal auf der Kaiferstraße die übliche
Eröffnung
des Friedberger Herbstmarktes
statt. Vertreter der Stadt, der Partei, Abteilungen Ser SA. und HI. nahmen daran teil. Rach einem Marsch der Standartenkapelle 222 unter Musikzugführer Pilger ging unter Böllerschüssen die historische Marktfahne von Friedberg am Maste hoch: sie wird während der Dauer des Herbstmarktes gehißt bleiben.
Der Marktmeister ©immer und seine Gehilfen, hoch zu Roß in alten Amtstrachten, mit dem historischen Stander der Stadt Friedberg boten ein prächtiges Bild. Bürgermeister Dr. S e y d hielt die Begrüßungsansprache, in der er auf die herzliche Verbundenheit zwischen Stadt und Land hinwies, wie sie in diesem Wetterauer Markt zum Ausdruck komme. Beigeordneter Jordis wies als Vertreter tes Derkehrsausschusses auf die wirtschaftliche Bedeutung des Marktes hin und dankte allen, die an der diesjährigen Ausgestaltung des Marktes mitgewirkt hätten. Der M a r k t p o l i z i st, in entsprechendem alten Gewand mit der große Schelle in der Hand, verlas sodann das von Wilhelm Philipps verfaßte Marktprogramm in gereimter Wetterauer Mundart:
Kaa Stadt macht unferm Fribberg nooch de Herbstmakt un tee Bauerndoog, die mir, mir losse u(n)s beneide, d'r Werreraa unn u(n)s bereibe.
Anschließend an diese Markteröffnung traf am Bahnhof der VfB. Dillingen ein, herzlich begrüßt.
Eaarkundgebung
Am Abend fand im großen Saale des Hotel Trapp anläßlich der Anwesenheit des VfB. Dillingen, der am Nachmittag gegen den VfB. Friedberg ein Fußballspiel ausgetragen hatte, das die Gäste unverdient 5:2 verloren, eine Saarkundgebung statt. Nach dem Hermann-Göring-Marsch der Standarten- ta pelle unter Musikzugführer Pilger folgte der „Grufe an die'Saar (Worte von W. Philipps, Friedberg; Tonsatz von Paul Buchwald, Gießen).
Bürgermeister Dr. Seyb hieß die Saarländer aufs herzlichste in der alten Freien Reichsstadt willkommen. Er wies darauf hin, daß die Bevölkerung der Saar in ihrem Kampfe um die Freiheit und das Deutschtum die Liebe und Hilfe des ganzen deutschen Volkes hinter sich habe. Unter großem Beifall der Versammelten gab Dr. Seyb bekannt, daß der Stadtrat zur Erinnerung an die Anwesenheit der Saargäste beschlossen habe, mit gleichem Tage die Wil Helm st raße in Saar st raße umzubenennen.
Beigeordneter Jordis überreichte den Gästen im Auftrag des Vereins für Verkehrswerbung ein Bild des Führers.
Der Führer des Bundes der Saarvereine für Friedberg, Philippi, wies darauf hin, daß im Kreise Friedberg von 240 Saarabstimmungsberech- tigten allein 60 irgendwie in Beziehungen zu Dillingen stehen, sei es, daß sie dort geboren seien, oder dort gewohnt haben. Er schilderte dann in tiefschürfenden Ausführungen die Leiden des Saargebietes.
Nach dem Liede „Deutsch ist die Saar" nahm der Vorsitzende des VfB. Dillingen, Bürger, das Wort. Er erinnerte an die bekannte Rede Barthous vor vierzehn Tagen und die darauf im ganzen Saargebiet erfolgten Protestkundgebungen der Bevölkerung. Der Versailler Vertrag sehe drei Möglichkeiten nach der Abst mmung vor: 1. Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes, 2. Eingliederung des Saargebietes an Frankreich ober 3. an Deutschland. Für das Saargebiet gebe es nur die eine Entscheidung: entweder zu Frankreich, ober zu Deutsch-
lanb (Beifall). Im Jahre 1913 hätten nach einer Statistik von 800 000 Einwohnern ganze 83 Franzosen im Saar geb ist gewohnt. Clemenceau habe dann bet ben Frietensverhanblungen gegenüber Wilson das Märchen von den 150 000 im Saargebiet lebenden Franzosen erfunden. Bis zur Abstimmung seien es noch 99 Tage. Der Redner schloß mit den Worten: „Brüder im Reich, wir schwören euch: wir bleiben feft, mir halten stand, es lebe unser Vaterland!" Mit dem Horst- Wessel-Lied war die Saarkundgebung beendet.
Heimatabend
Löns-Lieder, gesungen vom Gesangverein „Lieter- kranz", leiteten über zu einem Hessischen Heimatabend. Nach Proben oberhessischer Dorfmusik (Standartenkapelle) und einigen gemeinsam gesungenen Liedern folgte ein Wetterauer Heimatspiel „Heimatluft" von W. P h i l i p p s (Friedberg), dem bekannten Heimatdichter. Das Spiel, bei dem Schüler und Schülerinnen der Augustiner-Schule und der Volkstanzkreis der Turngemeinde mitwirkten, zeigt einen Schäfer auf dem Felde, zu dem sich eine frohe Wandergruppe gesellt, musiziert und Volkstänze tanzt. Sehr eindrucksvoll war das Auftreten und die „Abfuhr" eines „Stadtfratzes". Reicher Beifall belohnte am Schluß Verfasser und Darsteller. Bei Volkstänzen und deutschen Tänzen verlebte man noch einige schöne Stunden in zwanglosem Beieinandersein.
SA -Hext-- und Fahr-Turnier.
Pünktlich um 14 Uhr stand am Sonntag die SA. auf der Seewiese angetreten. Leider waren Reichsstatthalter Sprenger und Brigadeführer Schmidt, die ihr Erscheinen zugesagt hatten, verhindert. SA.- Reserve-Standartenführer Sarnes schritt unter den Klängen eines Präsentiermarsches die Front ab. Darauf wickelte sich ein recht abwechslungsreiches und interessantes Programm ab. Es wurden ansprechende Leistungen gezeigt. Das Programm sah Vielseitigkeitsprüfungen, Jagdspringen, Dressurprüfungen, Schaufahren im Kutschwagen und Gruppenspringen vor. In der Dressurprüfung Klasse A b konnte sich Eckard Weil vom Reit- und Fahrklub Gießen den 2. Preis holen auf dem 4jährigen braunen Wallach „Ecco" (Besitzer L. S ch ö m b s). In der Dressurprüfung Klasse L belegte L. S ch ö mbs vom Reitersturm 6 Gießen auf dem Hjährigen Schimmelwallach „Kreuzritter" den 3. Platz. Besonderes Aufsehen erregten Vorführungen des Trupps Eschbach im Reitersturm Friedberg und eine Schaunummer von Mitgliedern des Reitersturmes 6 Gießen.
Leider ging der Tag nicht ohne Unfall vorüber. Beim Jagdspringen der Klasse L verunglückte L. Schömbs (Gießen) auf dem 11jährigen braunen Wallach „Attila". Das Tier war zu kurz abgekommen beim Sprung, warf mit den Knien das Hindernis um, warf feinen Reiter ab, kam selbst zu Fall, und zwar unglücklicherweise auf den am Boden Liegenden. Sanitäter leisteten die erste Hilfe. Erfreulicherweise konnte bald bekanntgegeben werden, daß die Verletzungen von L. Schömbs nicht schwerwiegender Art waren. Auch dem Pferd ist bei dem Sturz nichts geschehen.
Oer weitere Verlaus des Herbstmarktes
Der Montag steht vor: Gespannparaden und Zugleistungen durch Kraftmeßwagen. Der Dienstag bringt den Friedberger Herbstpferdemarkt mit einer ' Bauernkundgebung am Abend, auf der Landesbauernführer Dr. Wagner sprechen wird. Am Mittwoch findet der Schweinemarkt statt. Dabei wird in traditioneller Weise wieder ein Ochs am Spieß geröstet. Während der ganzen Herbsttage ist auf der „Freiheit" vor der Burg ein Juxplatz geschaffen worden. Zahlreiche Bauern aus der Wet- terau sind in unserer Stadt zusammengekommen und geben der Stadt ein ländliches Gepräge. Stadt und Land — Hand in Hand!
Wirtschaft.
Frankfurter Börse.
Mttagsbörfe: Renten weiter fest.
Frankfurt a. M., 8. Okt. Auch zu Beginn der neuen Woche stand der Rentenmarkt im Vordergrund. Sowohl Publikum, als auch die Kulisse bekundeten wieder lebhaftes Interesse. Die Umsätze in den einschlägigen Werten erreichten wieder ein beachtliches Ausmaß. Bereits vorbörslich fanden bei erhöhten Kursen größere Abschlüsse statt.
Besonders lebhaft wurden im Anschluß an den Samstagsschlußverkehr Reichsaltbesitz umgesetzt, die den Pari-Kurs noch um 0,40 v. H. überschritten (am Samstag 99,50 bis 100). Ferner wurde die Kommunal-Umschuldungsanleihe 0,40 v. H. hoher bewertet, späte Reichsschuldbuchforderunaen zogen auf 96,25 (96), 6 v. H. Stahloerein-Bonds auf 81 bis 81,25 (80,25) an. Reichsmark-Obligationen aus umgetauschten Dollar-Bonds lagen von 0,50 bis 1 v. H. fester. Reichsbahn-VA. notierten mit 112,65 v. H. wohl unverändert, hatten aber ebenfalls lebhafte Umsätze aufzuweisen.
Obwohl sich das Interesse ganz überwiegend auf den festverzinslichen Markt verlagert hat, lag auch der Aktienmarkt nach den letzttägigen Rückschlägen nicht unfreundlich, aber sehr ruhig. Die Kursbildung war weiterhin uneinheitlich, wobei aber doch meist Besserungen eintraten. Fest lagen Reichsbankanteile und Harpener Bergbau mit je + 2 o. H., überdurchschnittlich gedrückt waren andererseits Rhein. Braunkohlen mit —3 v. H. Farbenindustrie eröffneten mit 141 (141,50), zogen aber später wieder auf 141,25 v. H. an. Scheideanstalt gewannen 0,50 v.H., Deutsche Erdöl 0,25 v. H. Elektrowerte zeigten Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten, so AEG. (—0,13 v. H.), Ges- fürel (—0,50 v. H.), dagegen Bekula (+ 0,50 v. H.) und Mainkraft (4- 0,25 v. H.) Siemens, Schuckert und Licht & Kraft eröffneten unverändert. Montan- werte, wie Gelsenkirchen, Stahlverein, Buderus, Mannesmann zogen von 0,25 bis 0,50 v. H. an, Rheinstahl gaben aber 0,75 v. H. nach. Aschaffenburger Zellstoff und Zellstoff Waldhof gewannen je 1 v. H., Schiffahrtspapiere lagen behauptet. Im einzelnen setzten ein: Westdeutsche Kaufhof 33,40 (32,75), Moenus Maschinen 76,50 (76,25). Von fremden Werten lagen Silbermexikaner etwa behauptet, Ung. Goldrente 7,95 (7,75).
Im Verlaufe blieb das Rentengeschäft sehr lebhaft, besonders in Reichsaltbesitz, die bis auf 101,24 v. H. (100,25) anzogen, auch Kommunal-Umschul- dung nochmals plus 0,25 v. H. während die variablen Werte ruhigeres Geschäft hatten. Außerordentlich fest verkehrten Liquidationspfandbriefe, Kom- munabObligationen und Stadtanleihen, die teilweise über 2 v. H. höher lagen. Goldpfandbriefe waren etwas ruhiger, aber gleichfalls um 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Industrie-Obligationen waren auch fest und bis 1 v. H. höher. Don Ausländern gingen Goldmexikaner von 1899 um 0,40 v. H. auf 14,75 v. H. zurück, Salonik Monastir stiegen auf 6,50 (6).
Der Aktienmarkt blieb im ganzen ruhig, war aber meist etwas freundlicher. Lebhafter gingen Farbenindustrie um, die bis auf 141,75 v. H. anstiegen, ferner waren Westdeutsche Kaufhof, Schifffahrtswerte und einzelne Montanakticn bis zu 0,75 v. H. höher, dagegen AG. für Verkehr 0,75 v. H., Scheideanstalt 0,50 v. H. und Schuckert 1 v. H. schwächer. Fest zur Notiz tarnen noch Holzmann (plus 1,50 v. H.). Tagesgeld unverändert 3 v. H.
Abendbörse freundlich.
An ter Abendbörse nahm die Umsatztätigkeit kein größeres Ausmaß an, immerhin zeigte sich für den deutschen Rentenmarkt erneut Interesse, nachdem im Mittagsschlußverkehr leichte Rückgänge eingetreten waren. Besonders Reichsaltbesitz traten wieder in den Vordergrund, eröffneten mit 100,50 (100,20) und zogen bald darauf auf 100,75 v. H. an. Daneben erhielt sich Interesse für Kommunal-Umschuldung und für Reichsmark-Anleihen aus umgetauschten Dollar- Bonds bei eher etwas festeren Kursen. Sehr ruhig lagen dagegen späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96 bis 96,13. Pfandbriefe blieben voll behauptet, vereinzelt ergaben sich weitere Erhöhungen um etwa 0,25 v. H. Äuch Stadtanleihen blieben beachtet.
An den Aktienmärkten ergaben sich feine besondere Veränderungen, die Berliner Schlußkurse blieben zumeist gut behauptet. Etwas höher notierten u. a. Farbeni'ndustrie, wogegen Kunstserde Aku angeboten waren und 1,13 v.H. verloren und im Freiverkehr weiter nachließen. Don lokalen Papieren verloren Scheiteanstalt 1 v. H.
Am Kassamarkt waren Hypotheke,lvankaktien weiter befestigt.
Im Verlause flaute das Rentengeschäft merklich ab, die Kurse blieben jedoch behauptet, nur Alt- besitz gaben 0,13 v.H. nach. U. a. notierten: Altbesitz 100,50 bis 100,75 bis 100,65, 6proz. Stahl- oerein 80,75, 6proz. Frankf. Hyp.-Bank R 1—4 93,75, 6proz. do. Gold-Komm. R II und III 90, 5proz. äußere Goldmexikaner 14,90, Frankf. Hyp.-Bank-
Aktien 82, Pfälz. Hyp. Bank 83 rat., Reichsbank 146 25, Gelsenkirchen 65,40, Harpener 107, Mannesmann 76, Mansfeld 78,75, Phönix 50, Rheinftahl 90,75, Aku 63,50, AEG. 29,13, Bemberg 64,50 bis 65, Daimler 50,50, Scheiteanstalt 215, Licht und Kraft 120,25, IG.-Farben 141,50 bis 141,65, Ges- fürel 109,75, Holzmann 82, Rheag 100, Schuckert 92,50, Westdeutsche Kaufhof 34,25, Südd. Zucker 190,50, Reichsbahn-VA. 112,75, AG. für Verkehr 80, Hapag 27,75, Nordd. Lloyd 30,13.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 8. Okt. Das Angebot in Weizen ist kleiner geworden, reicht aber bei der nur schwachen Kaufmeinung der Großmühlen vollkommen aus. Roggen findet seitens der Provinz- mühlen stärkere Beachtung bei kleinem Angebot. Hafer und Futtergerste sind für die vorhandene Nachfrage ebenso wie ölhaltige Futtermittel nur unzureichend offeriert. Von Mühlennachfabrikaten bleiben Nachmeyle gesucht, während Kleie ruhigen Markt hat. Das Mehlgeschäft zeigte Ansätze zu leichter Belebung aus dem Konsum heraus, ohne daß größere Abschlüsse bekannt wurden Für Roggenmehle wurden die Preise etwas heraufgesetzt.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W IX 200, W XIII 204, W XVI 208; Roggen RIX 160, RXIII 164, R XV 168; Futtergerste GIX 162, G XI 165, G XII 167; Hafer H XIII 160, H XIV 162; Weizenmehl Type 790 W XIII und W XVI 27,15; Roggenmehl Type 997 RXIII 23,60; R XV 24 (für alle Mehlpreise kommen 0,50 Mark Frachtausgleich hinzu); Weizennachmehl 16,25; Weizenfuttermehl 12,50; Weizenkleie WXIII 10,40, W XVI 10,60; Roggen- fleie RXIII 9,60, R XV 9,84; Sojaschrot 13; Palm- kuchen 13,30; Erdnußkuchen 14,50; Treber 17,25 bis 17,35; Heu 11; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt oder gebündelt) 3,75 bis 3,85.
Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3 Mark, gelbfleischige hiesige Gegend 2,90 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 8. Okt. Auftrieb: Rinder 1415 (gegen 1385 am letzten Montagsmarkt) da- von 472 Ochsen, 137 Bullen, 449 Kühe und 357 Färsen. Dem Schlachthof direkt zugeführt: 3 Kühe. Kälber 472 (502), Schafe 87 (41), Schweine 4268 (3946). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen b) 35 bis 37, c) 31 bis 34, d) 27 bis 30. Bullen a) 35 bis 36, b) 33 bis 34, c) 30 bis 32, d) 25 bis 29. Kühe a) 34 bis 35, b) 32 bis 33, c) 25 bis 31, d) 14 bis 24. Färsen a) 38, b) 34 bis 37, c) 30 bis 33, d) 25 bis 29. Kälber a) 48 bis 54, b) 41 bis 47, c) 35 bis 40, d) 26 bis 34. Lämmer und Hämmel b2) 35 bis 36, c) 31 bis 34. Schafe nicht notiert. Schweine al) 53, a2) 52 bis 53, b) 52 bis 53, c) 50 bis 53, d) 47 bis 52, gl) 48 bis 51, g2) 45 bis 47. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt zogen Rinder etwa 1 bis 2, gute Kälber bis 4, Hämmel um 1 bis 2 RM. an, Schweine blieben unverändert. Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, geringer Ueberftanb. Kälber rege, ausverkauft. Schweine sehr rege, ausverkauft. Ueberftanb: 16 Rinber, bavon 8 Ochsen, 4 Kühe unb 4 Färsen.
Großhanbelspreise für Fleisch- unb Fettwaren. Beschickung: 625 Viertel Rindfleisch, 72 ganze Kälber, 6 ganze Hämmel und 247 Schweinehälften. Preise für 50 Kilogramm in RM.: Ochsenfleisch b) 50 bis 60. Bullenfleisch b 54 bis 56. Kuhfleisch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40. Färsenfleisch b 56 bis 60. Kalbfleisch b) 64 bis 68, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 70 bis 73. Fettwaren: roher Speck unter 7 Zentimeter 80 bis 82, Flomen 90. Marktverlauf: lebhaft.
Rundfunkprogramm.
Mittwoch. 10. Oktober.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen- spruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus bem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II, Johann Strauß. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15.15: dreimal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 16: Nachmittagskonzert des Philharmonischen Orchesters. 18: Was wollen wir eigentlich in der Stratosphäre? Ein Zwiegespräch. 18.20: Aus Zeit unb Leben. 18.45: Bunte Stunde. 19.45: Das Leben spricht! Soziales Funkbild. 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung. 20.35: Stunde der jungen Nation: „Rasse". 21: Chopin-Konzert. 21.30: Tanzmusik. Tanzkapelle Franz Hauck. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
— Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an^
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M
Sranhurt a.J-’i.
Berlin
Berlin
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8. Oktober
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Datum
6-10.
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8-10
6-10. | 8-10-
Datum
6-10.
6-10. 1 8-10
Dalum
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95
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99,75 j 100,20
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95
95
93
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106
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0
0
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33,99
il
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54,04
12,10
16,35
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21,33
60,82
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143
122,25
29,5
81
96
66,75
86
109
65,5
107
76,5
152 119,13 76,75
75,9
29,25
143 103,75 119,5
79,5 109,5
118,5
76
76,13
30,13
80
96
67,9
119
76,25 76
29,25 143,65 103,75
120
79,25 110 100
92,75 143
122,9
4% desgl. Serie II 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische veroinh. Rente ..
2 Ve.% Anatolier...............
Ham burg°A merika-P aket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschtff...........
Norddeutscher Lloyd A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ...
86
109,25
65,4
107
70
72
144,25
85,25
107,5
64,75
105,25
75,75
156
119,5
76,5
76
70,25
73
146,75
70,25
73
146,25
4,8
7,15
4,25
37,25
4,3
36,65
93,25 93,75
Grttzner
Mainkraftwerke Höchst a.M..
Süddeutscher Zucker .......
. <i . o . o
10 . 0 . 0
0
.. 5
. 5
IVi
I. G. Farben-Jndustrie
ScheideanstaU........
Goldschmidt .......
RülgerSwerke........
Metallgesellschaft......
1,3 7,75 7,15 7,25
15,13
A.E.G.
Bekula
7,9 7,25 7,15 14,9
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank o
Reichsbank ................ 12
2,442 58,25
54,28 12,14
16,41
168,74 21,41
61,06
8
4,8
7,8
7,45
7,5
14,9
29,13
143,5
103,75
120,25
79,75
109,75 100
92.5
143
8 10
8"
5,13
7
4,35
37
Amerikanische Noten Belgische Noten..................
Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, X 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten Schweizer Noten.................
Spanische Noten ..........
Ungarische Noten ..............
29,4
144
104,25
120
79,65
109.25
100
93
142
122,9
7,95
7,45
7,4
14,9
8,
4,8
7,15
4,3
36,75
4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmcxikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
b'/r% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liaui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-RectUen
6% ehem. 8% Frankf. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
6% ehem. 7% Frankf. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
6’/i% ehem. 4>/r% Frankf. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbrtcfe.......
671% ehem. 4*/2% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe
6% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
Steuergulsch. Verrechnungskurs..
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
Mansselder Bergbau ..
Kokswerke...........
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen
Rheinstahl...........
Vereinigte Stahlwerke.
Otavt Minen ........
Kaliwerke Aschersleben.
Kaliwerke Westeregeln .
Kaliwerke Salzdetfurth
Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Orenstcin L Koppel .. Leonhard Tietz......
Chade ..............
Aecumulatoren-Fabrik Conti-Gummt.......
Schultheis Pahenhofer 0
Aku ('Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................. 0
Zellstoff Waldhof 0
Zellstoff Aschaffenburg 0
Dessauer Gas ..
Buderus 0
Deutsche Erdöl 4
Gelsenkirchener 0
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
Ilse Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse 6
Klöcknerwerke ...............0
Mannesmann-Rohren •••••••• 0
Elektr. LieferungSgesellschaft... 6
Licht und Straft ............. 6
Felten & Guilleaume 0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität 5
Schuckert L Co............... 5
Siemens L Halske 7
Lahmeyer L Co.............10
Schluß. L« fur<* börse
6-10- | 8-10
95,25 95,25
Amtliche Jloüerung
Amtliche Notierung
(Seit
Briei
Geld
Brie>
Buenos Aires
0,644
0,648
0,646
0,650
Brüssel-----
58,17
58,29
58,17
58,29
Rio de Jan.
0,204
0,206
0,204
0,206
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,27
54,37
54,20
54,30
Danzig.....
81,18
81,34
81,20
81,36
London .....
12,15
12,18
12,135
12,165
Helsingfors..
5,365
5,375
5,36
5,37
Paris ......
16,39
16,43
16,39
16,43
Holland ....
168,48
168,82
168,48
168,82
Italien.....
21,45
21,49
21,45
21,49
0,710
0,712
0,710
0,712
Jugoslawien
5,694
5,706
5,694
5,706
Oslo.....:
61,06
61,18
60,98
61,10
48-95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,03
11,05
11,015
11,035
Stockholm...
62,67
62,79
62,59
62,71
Schweiz ....
81,12
81,28
81,13
81,29
Spanien....
33,97
34,03
33,99
34,05
10 37
10,39
10,37
10.39
Budapest ...
Neuyork...
2,470
2,474
2,470
2,474
e
Banknoten.
-
Berlin, 8 Oktober
Geld
Brief__
—
78,75
77,25
79
——
——
97,75
98,4
50
50
49,9
50,13
232
230
233
230
91,5
90,75
91,25
90,4
42,75
43
42,75
43
13,13
13,25
13,4
13,25
120,5
120,25
120
120
—
—
120
119
152
154
152
154
141,5
141,65
141,65
141.4
216
215
—
—
92,25
93,25
92,65
93
40,9
41,5
41,25
41,5
86
85,9
86,5
85,75
81
82
82
82,25
117
-
-
132,5
132,5
-
_
_
108,75
108,5
65,75
63,5
65,4
64,65
63,5
65
129
129
48
49
48,5
49
66,5
67,5
66,25
67
—
——
123,25
123,5
50,5
50,5
50,25
50,4
60,75
61,65
61,4
61,5
—
——
88,65
90,5
32,75
34,25
32,75
34
221,5
220
224
219
——
—
173
—--
131
131,13
131
131,25
31
i ___________
I 30,75
I 30,5
78,75
79,25
-
190
I 190,5
1 190
I -


