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ledigt sein.
ä m t e r eingeführt. Dieses Werk Bismarcks
das
soll wir
der Hoffnung narb seine werde.
Winterhilfswerk nicht zu gefährden.
Ein deutsch-polnisches Wirischastsabkommen.
Die Verschiedenartigkeit der Entwicklungsstufen entsprechend wurden die L e i st u n g s a b z e i ch e n,
Entscheidung überprüfen
Nachrichten-Archivmaterials. Späterhin beschlagnahmte die Polizei auch seinen Briefwechsel mit dem Deutschen Nachrichtenbüro, sein gesamtes Handelsarchiv, sowie sonstige Briefschaften. Am 26. September wurde Dr. Bianchi zum er st en und einzigen Ma l verhört. Er konnte anstandslos jede gewünschte Aufklärung geben. Erst am 1. Oktober war es Dr. Bianchi möglich, einen Vertreter des Mailänder Generalkonsulats zu sprechen. Dr. Bianchi wurde bis zum 3. Oktober im Mailänder Gefängnis festgehalten. Am Morgen dieses Tages wurde Dr. Bianchi zur Quäftur geführt, wo ihm eröffnet wurde, daß er a u s g e w i e f e n sei und unverzüglich Italien zu verlassen habe. Trotz seines Befragens wurde ihm auch jetzt eine Erklärung über die Gründe der gegen ihn verhängten Maßnahmen nicht gegeben. Dr. Bianchi wurde von einem Kriminalbeamten bis an die Schweizer Grenze begleitet.
Am ein erbgefundes Volk.
Eine Ansprache des Reichsinnenministers an die Standesbeamten.
Berlin, 8. Okt. (DNB.) An der Verwaltungsakademie Berlin begann unter dem Leitsatz „V o m Standesamt zum Sippenamt" die „Verwaltungswissenschaftliche Woche für Standesbeamte". Die Eröffnungsansprache hielt der Reichsminister des Innern, Dr. F r i ck. Er führte u. a. aus: Nichts kann — wenn man uns nicht mißverstehen will — so unsere friedliche Absicht und den Willen zu aufbauender Leistung beweisen wie die Bevölkerungspolitik, die wir und wie wir sie eingeleitet haben. Der Aufstieg eines Volkes zu einer innerlich starken Nation kann nur geschehen, wenn alle die Kräfte unwirksam geworden sind, deren Ziel es ist, die klare Linie der Entwicklung zu stören. Deshalb scheiden wir deutsches Blut vom fremden Bluteinfluß, weil wir die Volksge- gemeinfchaft als Blutsgemeinschaft sehen. Die Rassengesetzgebung soll uns den Weg frei machen, um eine dauerhaft gegründete Zukunft aufbauen zu können. Wir wenden uns dabei nicht gegen diesen oder jenen, sondern gegen die falsche Richtung, in der die Entwicklung zu gehen drohen, wir sehen als Objekt unseres Handelns immer dasVolk als Ganzes, als Volksgemeinschaft, als Organismus. Uns geht der Gemeinnutz vor Eigennutz. Dieser Grundsatz gibt uns das Recht und legt uns die Pflicht auf, o lM e A n - seh en der Person gerecht das durchzuführen, was wir um des Volkes willen tun müssen.
Vor genau 60 Jahren wurden zuerst in Preußen, bald darauf im ganzen Reich die Standes-
Japan in australischen Gewässern. London, 9. Okt. (DNB. Funkspruch.) „Daily herald" meldet in großer Aufmachung aus Brisbane: 38 Mann der Besatzung eines japanischen Schiffes überfielen die britische Insel haggerston in der Torres-Straße, der Meerenge zwischen der Nordspihe Australiens und Neuguinea. Die japanische Mannschaft landete, als die Ansiedler die Insel vorübergehend verlassen hatten, um Einkäufe zu machen. Bei ihrer Rückkehr sahen die Ansiedler, daß die Japaner die Landungsbrücke zerstört, Häuser geplündert und Kokosnußplantagen in Brand gesteckt hatten. „Daily herald" fügt hinzu, die Maßnahmen, die die australische Bundesregierung bisher zum Schuhe von Ansiedlern in einzelnen Außenposten getroffen habe, seien anscheinend ungenügend. Seit langer Zeit herrsche zunehmende Unruhe über die japanische Betätigung in den Gewässern um Neuguinea herum. Japanische Kaufahrteischiffe und Fischerfahrzeuge zeigten ein auffallendes Interesse für Gebiete, die weder für den handel noch für die Fischerei Bedeutung hätten, die aber strategisch wichtig seien. Wiederholt sei in der Straße von Torres das Erscheinen japanischer U-Boote gemeldet worden.
st e n erlaubt. Auf irgendwelchen Schleichwegen erreichten sie das Dach der Deutschen Bo t - schäft und hißten dort eine weiße Fahne mit der Inschrift: Laßt Thälmann frei! Da der deutsche Botschafter von London abwesend ist, war die deutsche Flagge nicht aufgezogen. Heute, Montag, kurz vor 15 Uhr, bemerkte ein Mitglied der deutschen Botschaft eine weiße Fahne mit roter Inschrift. Die Fahne wurde sofort herunter- geholt. Das Gebäude der Botschaft wurde daraufhin genau nach dem Täter untersucht. Es ließ sich jedoch noch kein Anhaltspunkt dafür finden wie die Eindringlinge auf das Dach
gelangt sind, ohne entdeckt zu werden. Man vermutet, daß sie von einem Nachbarhaus auf das Botschaftsdach gestiegen sind. Die Polizei wurde sofort von dem Vorfall unterrichtet und hat umfassende Maßnahmen zur Feststellung der Tater getroffen.
Aus Italien ausgewiesen.
Berlin, 8. Okt. Am 22. September wurde in Mailand der f ü r d a s D e u t s ch e N a ch r i ch t e n- b ür o tätige reichsdeutsche Staatsangehörige Dr. Wilhelm Bianchi von der italienischen Geheimen Staatspolizei verhaftet. Zunächst wurde er zur Quäftur gebracht und von dort aus ohne jede weitere Erklärung in das Mailänder Gefängnis eingeliefert. Gleichzeitig beschlagnahmte die Polizei einen Teil seines
Vom Standesamt zum Gippenamt
Oer Standesbeamte im Dienst der Bevölkerungspolitik.
Warschau, 8. Okt. (DNB.) Besprechungen zu» scheu der deutschen und der polnischen Wirtschafts' abordnung über eine Ausweitung des deutsch-polnischen Warenaustausches haben zur Paraphierung einer Vereinbarung ge' führt. In früheren Besprechungen war die Möglich' feit des Bezuges bestimmter polnischer Ian&' wirtschaftlicher Erzeugnisse durch Deutschland geprüft worden. Jetzt stand die Frage der (Segenlei st ungen Polens auf dem biete der Wareneinfuhr aus Deutschland für d:» deutsche Bereitschaft, polnische Gänse, Eier. Butter und Holz, abzunehmen, im Vorder' gründ. Diese Gegenleistungen umfassen deutsche Industrie- und L a n d w i r ts ch a f t s e r' Zeugnisse, wobei für einige dieser Waren oi meistbegünstigten Vertrag szollsatz"
Oie deutsch-ungarische Freundschaft.
Reichserziehungsrninister Rust in Budapest.
B u d a p e st, 8. Okt. (DNB.) Reichserziehungs- minister Rust legte am Montagvormittag t n Begleitung des ungarischen Kultusministers und des deutschen Gesandten von Mackensen, der SA.-Unisorm trug, an dem ungarischen Heldendenkmal einen Kranz nieder. Vorher hatte der Reichsminister seinem Gastgeber, dem ungarischen Kultusminister Vornan, einen Besuch abgestattet und war anschließend von Erzherzog Joseph in seinem Palast auf der Burg empfangen worden. Kultusminister Dr. Vornan gab ein Frühstück, an dem u. a. auch Ministerpräsident Gömbös teilnahm, ferner der Budapester deutsche Gesandte von Mackensen und viele andere hervorragende Persönlichkeiten des wissenschaftlichen, politischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Lebens. Während des Frühstücks wurden zwischen dem ungarischen Kultusminister H o m a n und Reichserziehungsminister Rust Ansprachen ausgetauscht, in denen die beide Völker verbindende Freundschaft und kulturelle Zusammenarbeit zum Ausdruck kam.
Eine freche Herausforderung.
London, 8. Okt. (DNB.) Eine freche Herausforderung haben sich Londoner Komuni-
hervorgerufen, der beweist, daß der Senat offenbar nicht im Namen der Studentenschaft gesprochen, sondern seine Entscheidung auf Grund von Einflüssen anderer Kreise getroffen habe, die wohl in den Reihen der Gegner des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland zu suchen sind. Vorbehaltlich einer späteren sachlichen Widerlegung der vorgebrachten Beweisgründe für die Ablehnung hat Dr. H a n f ft a e n g e I eine vorläufige Erklärung an die Pressebüros hinausgegeben, in der er wiederholt, daß sein Angebot einen Faktor hätte bilden sollen in dem wichtigen Werden geistiger,, wissenschaftlicher und menschlicher Wechselbeziehungen zwischen Amerika und Deutschland und gleichzeitig betont, daß es bestehen bleibe. Er gibt auch Ausdruck, daß der Senat von Har-
Eine gesunde deutsche Jugend
Leistungsbuch und Leistungsabzeichen der Hitlerjugend.
Oie Filmtheater im Dienste des Winterhilfswerks.
Berlin, 8. Okt. (DNB.) Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit:
Die Propaganda für das Winterhilfswerk nimmt ihren Anfang. Die deutschen Filrntheaterbesitzec haben sich bereitwillig in den Dienst der Propagandaaktion gestellt und werden in jeder Vorstellung mehrere Diapositive und Schallplatten zum Winterhilfswerk k o st e n ‘ los zur Vorführung bringen. Es wird daher angeordnet, daß
1. mit dem II.Oktober 1934 abends fämtlichö bisher kostenlos vorgeführten Diapositive aus den Filmtheatern zurückzuziehen sind.
2. Anträge auf kostenlose Vorführung von Diapositiven, die durch irgendwelche Organisationen gestellt werden, nicht berück' s i ch t i g t werden können, um die Propaganda für
ftiger Hinsicht und gesundheitlicher und staatsrechtlicher Beziehung von Bedeutung werden kann. Das, was wir an den einzelnen Menschen beachten, werden wir ebenso zur Beurteilung der Blutsverwandten benutzen. Denn nicht allein die Gesundheit des Einzelnen, sondern den Erbwert einer Sippe wünschen wir festzustellen.
Fügen wir der Personenstandsurkunde e i n Sippenblatt hinzu, rücken wir den Einzelnen aus seiner Einzelheit heraus in den Zusammenhang seiner Sippe, so schaffen wir eine Grundlage, die es uns möglich macht, tiefer in den Menschen hineinzusehen. Die großen Aufgaben, die den durch das Gesetz zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens entstehenden Gesundheitsämtern zufallen werden, müssen ergänzt werden durch den Ausbau der Standesämter zu Sippenämtern. Sie, meine Herren Standesbeamten, haben feit Erlaß des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums eine Fülle von Mehrarbeit leisten müssen. Anstatt Ihnen aber jetzt eine Ruhepause versprechen zu können, muß ich Ihnen in Zukunft noch größere Pflichten übertragen. Ich muß die Erwartung aussprechen, daß Ihnen dieses Mehr nicht als Last erscheint, sondern als Anerkennung, die einzige Anerkennung, die es tm nationalsozialistischen Deutschland gibt.
In Asturien sollen die dort in Kriegsschiffen angekommenen Truppen mit Erfolg gegen die Aufständischen vorgehen und nach und nach in die von ihnen besetzten Minengebiete, ein strategisch für die Streikenden sehr günstiges Gelände, Vordringen. Reuter berichtet, daß in Asturien ein Lastkraftwagen mit 52 Soldaten von Aufstän ° - dischen durch Dynamit in die Luft gesprengt worden sei. Sämtliche 52 Soldaten seien getötet worden. — Nach einer weiteren Reuter-Meldung habe General Batet den bei Barcelona liegenden Kriegsschiffen Befehl erteilt, vier Barackenlager, in die sich Aufständische geflüchtet hatten, mit Bomben zu belegen. Zwei dieser Lager ständen in Brand, die Aufständischen seien von den Flammen eingeschlossen. Den Aufständischen in den beiden anderen Lagern sei gestattet worden, diese zu verlassen unter der Bedingung, daß sie sich sofort ergeben. — Aus S e - villa meldet Reuter, daß Anarchisten und Sozialisten gemeinsame Sache machten und den Streik erklärt hätten. Die historische Trinitatis- kirche sei von Streikenden in Brand gesteckt worden. Weiter hört man, daß die Aufständischen in Santa Catalina (Nordspanien) sich nach einem anhaltenden Bombardement durch den Kreuzer „Libertad", der auf die in den Bergen befindlichen Stellungen der Revolutionäre ein anhaltendes Feuer eröffnet hatte, mit den Waffen e r - geben haben. Zu einem schweren Feuergefecht ist es in Villa Nova y Gelttu (Provinz Barcelona) gekommen, wo die Revolutionäre das dortige Rathaus zu erstürmen versuchten. Bei diesem Angriff gab es sechs Tote auf feiten der Aufständischen und neun Verwiöidete. In demselben Ort wurde eine Kirche in Brand gesteckt, die völlig niederbrannte. Der Pfarrer wurde ermordet. Die Aufständischen sollen in der Ortschaft B a r r u e l o (Katalonien) fürchterlich gehn u ft haben. Sie sollen die Polizeikasernen in die Luft gesprengt und sogar die Famillenangehörigen der Polizeibeamten niedergemetzelt haben. Dasselbe Schicksal soll ein Waisenhaus erfahren haben, das von religiösen Schwestern betreut wurde. Sämtliche Schwestern und auch einige der Waisenkinder sollen dabei ums Leben gekommen sein.
Die Abrechnung mit den Äebellensichrern.
Azana geflohen,
die übrigen vor ein Kriegsgericht gestellt.
Der Eisenbahnverkehr zwischen Barcelona und dem übrigen Spanien soll sich wieder normal abwickeln. Lediglich mit Asturien sei der Personenzugverkehr noch nicht wieder aufgenommen worden. Im Rundfunk wurde nochmals amtlich mitgeteilt, daß die Regierung alle hier zur Verfügung stehenden Kräfte heranziehen werde, um den Aufstand vollständig zu unterdrücken. Gerüchtweise verlautet, daß der frühere spanische sozialdemokratische Finanzminister P r i e t o , der ebenfalls in die Aufstandsbewegung verwickelt ist, von den Behörden verhaftet worden fei. Dem ehemaligen Ministerpräsidenten Azana ist es jedoch gelungen, zusammen mit zwei Mitgliedern der Generalidad und einem linksbürgerlichen Politiker im Flugzeug nach Frankreich zu entkommen. Eine im Pariser „Journal" wiedergegebene Meldung besagt, daß Präsident Companys und die übrigen verhafteten katalanischen Stadträte von einem an Bord des Dampfers „Uruguay" tagenden Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden seien. Die Bestätigung der Urteile durch die Madride- Regierung stehe noch aus.
Arztes oder die besondere Betreuung seiner Führer braucht. Denn es ist zum Prinzip erhoben worden, nicht nur das Können, sondern auch das Versagen — besonders das körperliche Versagen — der Jungen planmäßig aufzuzeichnen.
Wenn ein Junge nicht in der Lage ist, die Leistungen seiner Jahresklasse zu erfüllen, so wird damit bekundet, daß er körperlich nichtinOrd- n u n g ist, und daß der Arzt nachsehen muß, wie dieser körperliche Fehler behoben werden kann. Deshalb ist in dem Leistungsbuch, das jeder Junge bekommt, gleichzeitig eine Tafel für ärztliche Untersuchung vorgesehen. Damit wird das Leistungsbuch zu einem Gesundheits-
Gebiete im stillen geschaffen. Nicht weniger als eine Million HJ.-Angehörige haben sich so im fried, lichen Kampfe gemessen. Und bald dürfte diese Form das ganze Millionenheer der deutschen Jugend erfaßt haben. Leistungsabzeichen und Leistungsbuch werden zu den Symbolen der neuen Zeit; das eine als Wertmesser besonderer Tüchtigkeit, das andere zur Kontrolle der Mitarbeit und der För» berung des einzelnen.
Oer Führer besichtigt die Festung Landsberg.
Landsberg (Lech), 8. Okt. (DNB.) Der Führer stattete der Festungshaftabteilung der Strafanstalt Landsberg am Lech überraschend einen Besuch ab. In dieser' Anstalt hat der Führer vor genau zehn Jahren einen Teil der Festungshaft verbracht, zu der er vorn sogenannten Dolks- gericht München nach dem Erhebungsversuch vom 9. November 1923 verurteilt worden war. Vom 11. November 1923 ab befanden sich der Führer und viele seiner Mitkämpfer in der Strafanstalt Landsberg am Lech, und erst der 20. Dezember 1924 öffnete nach Erlaß der Amnestie dem Führer, der Silvestertag seinen letzten Mitkämpfern die Festungs- tore.
Der Führer war bei seinem Besuch in der Festungshaftanstalt von zwei seiner damaligen Mitgefangenen begleitet, dem jetzigen Oberführer und ständigen Begleiter des Fuh. rers Julius Schaub und dem heutigen Stadtrat und SS.-Standartenführer Maurice- München. Der Führer besichtigte eingehend den Festungshaftbau, die F e ft u n g s h a f t ft u b e, in der er damals untergebracht war, und die Zellen feiner Mitgefangenen und Mitkämpfer Rudolf Heß, Kriebel, Maurice, Schaub u. a. Die Zellen find heute nicht mehr belegt, sondern befinden sich i n ihrem einstigen Zu st and. lieber der Tür zur Zelle 7 ist eine Gedenktafel angebracht, der Vorraum ist mit Blumen geschmückt. Zelle und Vor. raum sind zur Besichtigung freigegeben. Der Führer trug sich in das aufgelegte Besucherbuch ein und begrüßte dann zwei Straf, anftaltsbeamte, die schon vor zehnJah- r e n in der Anstalt tätig waren. Auf der Rückfahrt durch das wunderhübsche alte Städtchen Landsberg wurde der Führer auf dem Marktplatz von einer vielhundertköpfigen Menschenmenge begrüßt.
Oie Ablehnung eines Stipendiums.
Berlin, 6. Okt. (DNB.) Der Auslandspresse- ches der NSDAP., Dr. H a n f st a e n g e l, der mut« lerlicherseits amerikanischer Abstammung ist und in den Jahren 1905 bis 1909 an der Harvard- Universität in Cambridge (Massachusetts) studierte, hatte anläßlich einer Amerikareise in diesem Frühjahr dem Präsidenten der Harvard-Universität, Conant, das Anerbieten gemacht, ein Stipendium im Werte von 1 0 0 0 Dollar in Re- gistermark für einen Harvard-Studenten zu stiften, damit dieser für ein Jahr ü München studieren könne. Dr. Hansstaengel lich sich dabei von dem Gedanken leiten, daß durch einen solchen Austausch zur Verständigung der geistigen Schichten der beiden Völker wesentlich beigetragen würde. Sein Angebot wurde indessen von dem Senat der Universität abgelehnt. In dem Antwortschreiben des Präsidenten Conant heißt es zur Begründung dieses Schrittes u. a.: „Wir sind nicht gewillt, eine Stiftung anzunehmen, von jemand, der bis zur Stunde in so enger Beziehung zu der Führung einer politischen Partei gestanden hat, die den Universitäten in Deutschland durch Maßnahmen Schaden zugefügt hat, durch die Prinzipien angetastet werden, die für uns Amerikaner sowie für die Universitäten der ganzen Well fundamental find."
Diese befremdende Entscheidung des UniversMs» senats hat unter der Studentenschaft der Harvard-Universität einen Entrüstungssturm
Auch für die Heranbildung des Führer- nachwuchfes find die beiden Leistungsmesser eine wertvolle Ergänzung. Denn bei der Inspektion und bei der Kontrolle wird man sofort nach der Zahl der in einer Gruppe vorhandenen Lei- stungsabzeichen ermessen können, in welchem Maße der Führer dazu imstande war, die. iym anvertrauten Jungen vorwärtszubringen. Ein Blick in die Leistungsbücher wird das Urteil ergänzen und bestätigen. Neben der Einzelerziehung wird der nationalsozialistische Mannschaftsgei st durch besondere Hebungen gefördert, die schließlich zu Wettkämpfen der besten Mannschaft aus den höheren Ordnungen der Organisation — also etwa von Gebiet zu Gebiet — führen. Schon im vergangenen Jahre wurde Großes auf diesem
maß an Können darstellen, in drei Stufen gegliedert: es gibt ein schwarzes Zeichen für das 16. Lebensjahr, ein bronzenes und silbernes für das 17. uno 18. Lebensjahr. Damit wird erreicht, daß der junge Mensch immer aufs neue zu einer Erhöhung seiner körperlichen Ertüchtigung angespornt wird und daß nach Absolvierung der HJ.-Zeit eine abgeschlossene Ausbildung in allen betriebenen Arten der körperlichen Schulung erreicht ist.
Erziehung zur Leistung.
Bon unserer Berliner Redaktion.
„Körperliche Ertüchtigung ist keine Privatsache des einzelnen. Die nationalsozialistische Bewegung befiehlt den ganzen Deutschen zu ihrem Dienst. Dein Körper gehört deiner Nation, denn ihr verdankst du dein Dasein. Du bist ihr für deinen Körper verantwortlich. Erfülle die Forderungen dieses Leistungsbuches, und du erfüllst eine Pflicht gegen dein deutsches Volk!" — So leitet der Reichsjugendführer ein kleines grünes Büchlein ein, das den schlichten Namen „L e i - stungsbuch der Hitler-Jugend" trägt und an dessen Titelblatt die bedeutungsvollen Worte „Auszeichnung für vielseitige Leistungen" stehen. Man würde gar nicht auf den Gedanken kommen, daß damit eine umwälzende Aenderuna im Leben der deutschen Jugend vorbereitet und ourchgeführt wird, und dock ist es so. Zusammen mit dem neu- geschaffenen Leistungsabzeichen wird das Leistungsbuch zum Symbol der deutschen Jugendarbeit erhoben, die heute schon mehr als sechs Millionen Jugendlicher erfaßt und die in Zukunft jeden geistig und körperlich gesunden Menschen in seiner Entwicklungszeit betreuen wird.
uns jetzt als Unterbau für das dienen, was in Zukunft und für die Zukunft aufzeichnen müssen. Denn das wichtigste und wesentlichste für alle Beoölkerungspolitik in der Zukunft wird die Aufgabe fein, alles zusammenzutragen, was für die Bewertung des Einzelnen in körperlicher und geb
paß für den Jungen. Das Leistungsbuch ist ferner ein Dienstausweis -für Beteiligung, z. B. an Führer- und Sonderlehrgängen, an sportlichen Wettbewerben usw. Es ist also ein Jugendpaß, der beim Uebertritt in andere Organisationen eine Grundlage für die Uebemahme .des Jugendlichen und einen Ausweis für feine Betätigung im neuen Staat bildet.
Die körperliche Erziehung erstreckt sich auf Leibesübungen, Geländesport und Kleinkaliberschießen; daneben werden die Mitglieder der großen Jugendorganisation in die Weltanschauung des Nationalsozialismus eingeführt. Das Pensum, das zu bewältigen ist, wurde der Leistungsfähigkeit des breiten Durchschnitts angepafjt und ist je nach den örtlichen Sebinguiigen — Stadt oder Land —. verschieden. Es sollen nicht Einzelrekorde gezüchtet werden, sondern es ist an eine Breitenarbeit gedacht, bei der möglichst viele eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit und Können erreichen. Die Bedingungen sind so angesetzt, daß jeder Junge, gleichgültig, ob aus der Stadt oder vom Lande, dieses Abzeichen erringen kann. Es sind folgende Verpflichtungen zu erfüllen:
1. Leibesübungen, und zwar der Lauf (100 Meter, 3000 Meter), Weitsprung, Keulenweitwerfen und Kugelstoßen, Schwimmen, Keulenzielwerfen.
2. Geländesport (Schilderung von Bodenformen, Bodenbedeckungen, Kartenkunde, Beobachtung, Sehübungen, Entfernungsschätzen, Meldewesen, Tarnung und Geländeausnutzung).
3. Kleinkaliberschießen.
Die Verhaftung Dr. Bianchis, der sich weit über die Grenzen Mailands hinaus größter Beliebtheit erfreut, und feine Ausweisung aus Italien hat in den deutschen Kreisen Italiens lebhaftes Befremden ausgelöft. Die Angelegenheit des Dr. Bianchi, dem ohne Zweifel schwerstes Unrecht z u g e f ü g t wurde, und dessen einwandfreie Haltung als deutscher Pressevertreter über allem Zweifel erhaben ist, wird zweifellos hiermit nicht
Die Reichsjugendführung hat im vergangenen Jahr ein vielfältiges Allerlei der verschiedenartigsten Jugendorganisationen von ebenso verschiedenartiger Qualität übernommen. Es war ihr — wie am Montag in der Pressekonferenz der Reichsregierung durch den zuständigen Referenten erklärt wurde — nicht möglich, diese heterogene Masse jetzt schon durch einen allgemeingültigen Dienstplan zu erfassen. Und so ist man auf den Gedanken Ze- p « u » u u ö e i u; e i,
kommen, den Ehrgeiz der Jungen und ihrer Füh- die im Gegensatz zu den Leistungsbüchern Aus- rer durch d i e Einführung eines solchen zeichnu n g e n für ein zu erreichendes Mindest- Leistungsabzeich^ns anzuspornen und gleich- ~'sC' *“ s“"‘
zeitig als Dienstausweis das geschilderte L e i - stungsbuch zu schaffen, das fortlaufend geführt wird und gestattet, jede einzelne Phase der Entwicklung des jungen Menschen während seiner Zugehörigkeit zum Jungvolk oder zur Hitler-Jugend genau zu verfolgen; eine Uebersicht über seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten; zu wissen, wie sich die Erziehung auf ihn auswirkt und wie und wo er d i e Hilfe des


