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Die Kommunisten-Llnmhen in Amsterdam

Wirtschaft

Aufgerissenes Strahenpflaster umgebrochene Baume ein Bild der Verwüstung aus dem Amsterdamer Arbeiterviertel De Jordaan, wo kommunistische Elemente anläßlich der beab- jichtigten Kürzung der Arbeitslosenunterstützung gegen die Staatsordnung revoltierten.

Waldbrand im Taunus.

LPD. Oberursel, 8. Juli. Heute mittag brach am Sandplacken ein Waldbrand aus. Der Brand wurde erst bemerkt, als er schon weit vor­geschritten war. Bald stand eine große Fichten« schonung von 2'A» Hektar in Flammen. Wassermangel behinderte die Löscharbeiten. Man mußte sich darauf beschränken, die umliegenden Waldstücke vor dem Uebergreifen des Feuers zn schützen. Die Schonung wurde vollständig vernichtet«

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Adolf Wiegert.

Zur selben Zeit, da König Richard im Leichtge­wicht thronte, erschien ein neuer Mann--Adolf

Boxer-Schicksale

Erinnerungen an die »Alte Gardes Don Oswald Richter.

Unter den deutschen Boxern, die etnst berühmt waren und heute vergessen sind, waren die be­kanntesten Raujoks, Wiegert, Prenzel und Brei- tensträter. Namen, die in der Geschichte des Box­sports unsterblich sein werden. Seltsamerweise waren die vier an der Westfront Dort im Pulver­rauch, im Todeshauch verlernten sie die Furcht. Seltsamerweise kamen die vier in englische Ge­fangenschaft. Dort erlernten sie das Boxen. Nach dem Kriege kamen sie nach Deutschland zurück und brachten hier den Boxsport zur Blüte. Durch den Krieg waren diese Kämpfer hart geworden', als Soldaten hatten sie die Disziplin in sich, bis zum letzten Augenblick, selbst auf verlorenem Posten auszuharren. Ich kann mich nicht entsinnen, daß damals tief geschlagen wurde; ich kann mich auch nicht entsinnen, daß Naujoks, Wiegert, Prenzel oder Breitensträter einen Kampf aufgaben.

Ich habe mit Wiegert, Diener, Breitensträter und Schmeling vor ihren Kämpfen trainiert. Ich weih, wie gewissenhaft diese Boxer sich vorbereiten. Von den vier alten Meistern sind nur zwei übriggebüe- ben. Alle vier haben ihr Schicksal, das sie wieder abtreten ließ von der Bühne der Welt, die ihnen der Boxring war.

König Richard.

König? Ja, König. Sieben Jahre hielt er den Titel eines Deutschen Leichtgewichtmeisters. Es gibt nur wenige, die sich seiner großen Zeiten erinn^n können. Wenige, die wissen, was aus König Ri­chard geworden ist. Damals ein Kämpfer, der jeden Gegner besiegte, jeden Gegner annahm, bis das Schicksal ihn zu Boden schlug. Nach sieben Jahren wurde er entthront. Fritz Ensel schlug ihn in ein paar mörderischen Runden ko., so schwer, daß Kömg Richard sich von dieser Niederlage nicht mehr er­holte.

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Dieses Gesetz ist nicht mehr, wie das Gesetz zur Sicherung der Getreidepreise, auf die besonderen Verhältnisse des gerade vorliegenden Getreidewirt­schaftsjahres ab gestellt, sondern bedeutet eine grundlegende Festlegung der Ge­treidewirtschaft auf la"ge Sicht. Nicht mehr das Verständnis und die Vcrkaufsdisziplin des einzelnen bestimmen, welche Mengen von Getreide an welchem Zeitpunkt abgeliefert werden; was der

esselte. .

20 000 Menschen verstummten, wenn !

den Ring betrat. Mit einer leichten, fluchtigen Ver­beugung begrüßte er die Masse, dann wandte er sich seinem Gegner zu. Ein kurzer Handschlag, em feines Lächeln war seinSichvorstellen". Ruhig ging er dann in eine Ecke, zog seinen schlohweißen Pull­over aus und stand einige Sekunden regungs­los wie eine Statue. Wenn der Gong ertönte, griff Kurt Prenzel in seltsamer Kampfhaltung seinen Gegner an. Lasch hingen seine Arme herunter, sprungweise ging er vorwärts, dabei unverwandt seinen Gegner ansehend. Es wirkte, als wenn eine Schlange, ihr Opfer hypnotisierend, anstarrt, um dann plötzlich anzupacken. Auch Kurt Prenzels Geg­ner liefen unruhig umher kein System lag im Angriff. Zögernd kamen die Schläge. Und Kurt Prenzel schob sich schrittweise näher heran, dabei die Schläge blitzschnell abduckend. Jetzt war er fast in Körpernähe des anderen. Immer noch hingen die Arme herunter. Aber plötzlich wie aus einer Pistole geschossen flogen die Fäuste. Und Kurt Prenzel traf wie ein guter Schütze haarscharf die griff er aus Verzweiflung zu den Boxhandschuyen. Kinnspitze seines Gegners. Es war immer der- ko\ Zr wurde im Nebenkampf von einem 10 Jahre Kurt.Prenzel war om schöner deutscher Mei £ iünaeren Gegner nach Punkten geschlagen. König Darum kam er auch m andere Kreist, kam zum Richard wird wohl nie wieder im Ring erscheinen. Film, lernte die Schauspielerin Fern AndkK ken«

Deutsche Ständewoche in Vutzbach

Eröffnung der Braunen Messe.

Jahre vergingen; man hörte nichts mehr von König Richard. Die Zeit ging weiter. König Richard blieb verschollen. Aber eines Tages im Berliner Sportpalast entdeckte ich ihn. Es war kurz vor einem Eishockeywettkampf. Die Bahn wurde ge­säubert. Unter den Arbeitern gewahrte ich einen Menschen, der nicht auf die Scherze seiner Kollegen einging, sondern still, in sich gekehrt, mit einem großen Schieber den Schnee von der Bahn ent­fernte. Jetzt lief er dicht an mir vorbei. Leider konnte ich sein Gesicht nicht erkennen. Aber eines fiel mir auf. Auf schlanken Hüften ein breiter Rücken, ihn krönten gigantische Schultern. In selt­samem Kontrast die schlanken Beine, die spielend den Schieber vor sich herschoben. Unter den Klängen des Gladiatorenmarsches betraten die Eishockey­mannschaften das Spielfeld. Als das Kampflied er­klang, stand der Mann in meiner Nähe. Ich sah sein 'Gesicht--Er blickte starr zur Mitte des

Spielfeldes. Ja, es war Richard Naujoks König Richard stand da. Jetzt verstehe ich auch feinen Blick. Dort in der Mitte stand sonst der Ring, dort hatte er gekämpft sieben Jahre lang deut­scher Meister und wenn das Kampflied ertönte, verließ er als Sieger, umjubelt von der Masse den Ring. Und heute--schlimmer konnte wohl

kein König stürzen. Jetzt blickt er um sich. Kemer von den Zuschauern erkannte ihn. Still geht er hinaus. Seine Schritte sind schwer; es ist ein alter Mann, der jetzt dort schreitet.

Verordnung muß das Schlachtvieh auf den 33 Vieh- großmärkten nach Lebendgewicht gehandelt und über jeden Verkauf ein Schluhschein ausgestellt wer­den Die Preise für Schlachtvieh werden von dem Marktbeauftragten nach Anhörung eines Preisfest­stellungsausschusses festgestellt, soweit nicht Preise auf Grund des § 19 der Verordnung vom 9. Juni 1934 festgesetzt worden sind. Für sämtliche Vieh- gattungen (Rindvieh, Kälber, Schafe und Schweine) werden einheitliche Schlachtwertklassen vorgeschrie­ben. Außerdem wird der Marktbeauftragte ermäch­tigt, die Einreihung des Schlachtviehs in Schlacht­wertklassen durch von ihm zu bildende Ausschüsse, die sich aus je einem Bauern (Landwirt), einem Schlachter (Großschlachter) und einem Händler (Agenten) zusammensetzen, anzuordnen. Die Ver­ordnung tritt am 1. August 1934 in Kraft.

Oie Börienruhe am Samstag.

Die deutschen Börsen blieben am Samstag wieder für jeden Verkehr geschlossen. In den Berliner Bank- und Börsenbüros wurden auf Grund eines still­schweigenden Übereinkommens keinerlei Umsätze getätigt.

pb. B u tz b a ch, 8. Juli. Die B r a un e M e s f e, zu deren Unterbringung man die Schulsäle der Weidig - Oberrealschule, der Volksschule und die Räume der Turnhalle, sowie die Höfe der Schulen benutzt hat, wurde heute Vormittag in feierlicher Weise eröffnet.

Nach einem einleitenden Musikstück sprach zuerst der Kreisleiter der NS.-Hago Pg. Dillenbur­ger. Er erläuterte tn eingehender Weise den Sinn und Zweck der Braunen Messe und der Stände­woche; sie sollen Ideen verwirklichen, den Schöpfer­und Arbeitsgeist anregen, Werte schaffen und am Aufbau mithelfen. Seither hätten wir in Deutsch­land wohl große Kopfe gehabt, die aber nur im Eigennutz tätig gewesen seien Der Nationalsozialis­mus fasse dies anders auf, die Wirtschaft habe dem Volke zu dienen und nicht umgekehrt Die Stände­woche solle ein Bindeglied vom Bauerntum bis zur I Kulturkammer und ein solches zwischen Hersteller und Verbraucher sein

Sodann begrüßte Bürgermeister Dr. Scheller die Erschienenen, rief ihnen ein Willkommen in Butzbach zu, und sprach gleichzeitig allen Mitarbei­tern Dank aus für die Mühewaltung. Er betonte, daß die Braune Messe nicht nur eine Verkaufsmesse sein solle, sondern den Besuchern auch zeigen solle, welche Industrien in der kleinen Landstadt vorhan­den seien. So seien drei große Schuhfabriken, eine für den Bau landwirtschaftlicher Maschinen, eine Nudelfabrik, ein Schweißwerk usw. hier am Platze. Die Industrie bilde eine große Wirtschaftszelle in der bäuerlichen Umgebung, und gewissermaßen eine Schicksalsgemeinschaft zwischen Stadt und Land, da die Arbeiter durchweg in der Umgebung beheimatet und dadurch auch bodenständig seien.

Ortsgruppenleiter Forstassessor Schneider be­tonte, daß hier zunächst die wirtschaftlichen Inter­essen in den Vordergrund zu stellen seien, jedoch habe auch der politische Leiter etwas zu sagen. Er I zog dann einen Vergleich zwischen den Zeiten des Marxismus, wo Lethargie, Friedhofsruhe und Ar^ beitslosigkeit geherrscht haben, und der Zeit nach

im Schwergewicht. Er ist der einzige von der alten Garde, der sich in das andere Lager binuberrettete und heute ohne Sorgen leben kann. Die anderen sind vergessen, aber Hans Breitensträter, den blon- den Hans, kennt heute jeder Boxsportanhanger Ob Breitensträter gewann, ob er verlor, immer hatte er die Gunst der Masse. Es mag wohl daran liegen, daß er den deutschen Typ verkörperte groß, hellblond, blauäugig und unsagbar mutig, Seine Gegner konnten ihm noch so überlegen sein, konnten ihn zehnmal zu Boden geschlagen haben der blonde Hans stand immer wieder auf und suchte in den wildesten Schlagwechseln feinen Gegner zu de- siegen.

Breitensträter verlor viele Kämpfe entscheidend; aber seine Niederlagen schüttelte er ab, er ließ sich nicht unterliegen. Nach langen Jahren verließ er erst das Kampffeld. Ein stärkerer Gegner hatte sich ihm gegenübergestellt--die Zeit.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 10. Juli.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Von Bad Ems: Frühkonzert des Staatl. Kurorchesters Bad Ems. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 9.45: Eigene Sendung. 10: Nachrichten. 10.54: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12. Mittagskonzert. 13: Nach­richten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nach­richten. 14: Von Stuttgart: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten 14.40: Stunde der Frau. 15.35: Wirt­schaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Rund­funkorchesters. 17: Dom Deutschlandsender: Jugend­sportstunde. Das Reichsjugendabzeichen der HI. und des BdM. 17.15: Deutsche Kraftwagen im Kamps um den großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. 17.35: Schrammelmusik. 18: Nordi­sches Sternenwissen vor 4000 Jahren. Ein Vortrag von Dr. C. G. Cornelius (Frankfurt a. M.) 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.25: Italienischer Sprachunterricht. 18.50: Griff ins Heute. 19: Pol­nische Volkslieder. 19.30: Der sterbende Berg Ar- beilsbilder aus einem Steinbruch. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Deutsches Orgelkonzert. 20.45: Instrumentalmusik von Alfred von Beckerath. 21.05: Unterhaltungskonzert. 22: Kleine Unterhal« tung. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen... 22.45: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 23: Lieder und Klaviermusik von Kleinmeistern der Romantik. 24 bis 1: Nachtmusik.

der Machtübernahme durch den Nationalsozialist mus.

Kreisleiter Seipel- Fauerbach v. d. H., der als letzter Redner sprach, nahm Bezug auf die Zeit, da Millionen nicht mehr arbeiteten, die Schlote nicht mehr rauchten, die Handwerker keine Arbeit mehr hatten, bis dann Adolf Hitler erschien und das Problem der Arbeitslosigkeit löste, das die vorhergehenden Regierungen nicht zu lösen ver­mochten. Der Beginn des Aufstiegs sei gut. das Volk müsse aber den angebahnten Weg mitgehen und nicht nur Kritik üben, sondern die Grundsätze des Nationalsozialismus anerkennen, denn der So- zialismus von heute sei ein ganz anderer, als der marxistische. Der Mensch sei die Krone der Wirt­schaft, und nicht die Wirtschaft die Krone. Der freien Initiative sei die Bahn offen, jedoch seien die Interessen des Volkes und des Staates voranzu- stellen und nicht die der Wirtschaftler. In diesem Sinne sei auch die Braune Messe aufzufassen die mithelfen solle bei der Entwickeluna der Wirtschaft Butzbachs. Er wünschte der Messe einen guten Erfolg und erklärte sie dann für eröffnet.

Nach Dankesworten an den Führer Adolf Hitler und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes begaben sich die Teilnehmer in die verschiedenen Abteilungen der Messe, die einen sehr guten Eindruck machten. Wir werden darüber noch berichten.

Neben der Eröffnung der Braunen Messe stand der Sonntag im Zeichen des Bauern. Bei einer großen Bauernkundgebung auf dem Markt­platz sprachen der Landesbauerttführer Dr. Wag- ner und Ministerialrat Ringshausen. Im Anschluß daran wurde ein Festspiel des Bauern- dichters Gg. H e ß-Leihgestern auf geführt. Den Ab- schluß des Eröffnungstages bildete eine festliche Illumination des Marktplatzes.

Am Mittwoch folgt der Hessische Dichter- tag, für den ein reichhaltiges Programm zusom- mengestellt ist.

beziehungen die Zahl der Beschäftigten in der Mu­sikinstrumenten- und Spielwarenindustrie um fast Die Hälfte (47 v. H.) verringert, in der elektrotech­nischen Industrie und ebenso in der Eisen- und Stahlgewinnung ist ein Rückgang um je über 25 v. H. zu verzeichnen. Aber auch die Zerstörung der Kaufkraft im inneren Markt hat die Beschäftigten­zahl einer Anzahl Gewerbegruppen stark zurück- gehen lassen, so in der Textilindustrie um 45 v. H., in der Papierindustrie um 23 v. H.

Die Güterverteilung (Handel und Verkehr) zeigt eine starke Abnahme der beschäftigten Personen beim Großhandel (um 22 v. H., dagegen eine Zu­nahme von über 14 v. H. beim Einzelhandel und auch eine Zunahme des Personals im Gaststätten­wesen um 9 v. H.; letztere mag zum Teil durch die Zunahme der Bevölkerungszahl in jenen Jah­ren bedingt gewesen sein. Von Interesse ist schließ­lich noch die Feststellung, daß zwar die Gesamtzahl der im Gewerbe tätigen Frauen zurückgegangen ist, nämlich von 4,7 Millionen 1925 auf 4,1 Millio-

roürbe, bereits jetzt ohne Kenntnis der kommenden Bestimmungen Verkäufe für d i e kom­mende Ernte abzuschließen. Derartige Vorver­käufe können dem einzelnen einen wesentlichen Schaden zufügen.

Oie Preisfeststellung auf den Großviehmärkten.

Der Reichsernährungsminister hat eine Verord­nung über die Preisfeststellung und die Einreihung von Schlachtvieh in Schlachtwertklassen auf den Viehgroßmärkten erlassen. Diese Verordnung gilt für die 33 Schlachtviehmärkte, die den Beschränkun­gen nach dem Gesetz über den Verkehr mit Tieren und tierischen Erzeugnissen vom 23. März 1934 un­terliegen und in die Regelung gemäß der 1. Ver­ordnung zur Regelung des Verkehrs mit Schlacht­vieh vom 9. Juni 1934 einbezogen worden sind. Hiermit ist ein großer Schritt zu einer einheitlichen Regelung des Verkehrs mit Schlachtvieh auf den großen Schlachwiehmärktea getan worden. Nach der

nen 1933; ihr Anteil an den gewerbetätigen Per- nen. Nach kurzer Zeit heirateten sie beide. Kurt sonen hat sich dagegen von 25 o. H. au 28 v. H. Prenzel fing an zu filmen, nahm es mit seinem erhöht. Die Tendenz der letzten Jahre, die billigere Beruf nicht mehr so genau.

Frauenarbeit vorzuziehen, der jetzt durch die Maß- Dann kam sein Kampf gegen Teed Ttoorc (Eng nahmen der neuen Regierung ein Riegel vorgescho- land), der sich nicht durch die Art von Kurt Prenzel den ist ist also unverkennbar. einschüchtern lieh, sondern den Kampf von Anfang an

Ein Vergleich der Kraftmaschinenverwendung 1933 diktierte. In der 12. Runde gab Kurt Prenzel zer- und 1925 zeigt die fortschreitende M e ch a - schlagen innerlich gebrochen auf. Einige Zeit nisierung in jenen Jahren. In Industrie und später wurde seine Ehe geschieden. Noch einmal ver- Nandwerk ist die installierte Maschinenkraftleistung suchte er sich im Boxen er mürbe geschlagen, von 18,6 Millionen PS auf 23,3 Millionen PS ged Mit seinem letzten Gelds fuhr .Kurt Prenzelnach stiegen die Zahl der Betriebe mit Maschinenkraft- Amerika und wurde dort Droschken chaufseur. Verwendung von 443 000 oder 23 v. H. aller Be- Dann kamen Nachrichten von ihm, daß er wieder triebe auf 582 000 oder 31 v. H. Besonders starke boxe. Dreimal gewann er. Seinen vierten Kampf Zunahmen der installierten Kraftmaschinenleistung verlor er entscheidend.

zeigen die chemische Industrie, das Nahrungs- und Kurt Prenzel wird wohl nie wieder die Hand- Genuhmittelgewerbe, das Baugewerbe und die schuhe anziehen.

Wasser-, Gas- und Elektrizitätsgewinnung. Auch m Breitensträter.

Der Güterverteilung hat die Kraftmaschinenverwen-1 . ,

buna erheblich zugenommen. Zur selben Zeit, da Naujoks, Wiegert und Prenzel

$ ---- I kämpften, war Hans Breitensträter deutscher Meister

Ärmer König Richard!

Und dann versuchte er es noch einmal. Vielleicht Verzweiflung zu den Boxhandschuhen, -n Nebenkampf von einem 10 Jahre König I i einen.

ÜBiegert I

Zuerst waren sie Gegner. Beide kämpften um Feine Vorverkäufe ohne KeNNtlliS den Titel eines Weltergewichtsmeisters 20 Runden

lang--unentschieden. Dann wurde Adolf Wie- ver Neuen Feupretfe.

gert schwerer er kam ins Mittelgewicht, wo er Der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes teilt sich nach einiger Zeit den Titel holte. König Richard

und Adolf wurden Freunde. Seltsam wie sehr sich schrittweise vorgehenden Aufbau einer

ihr Lebensweg ähnelte. Genau w,e König Richard bäuerlichen Agrarpolitik ist dem Gesetz

wurde Adolf entthront. Hein Domgorgen schlug 9g l1 J9 Getr^depreise vom 29. Septem- damals Ad^s W-gerl in dre Rundenurchtbar zur S.cherung

ZWs Ges-b ist nicht mehr, mit das Zesttz zur

trauen zu sich. Für lange Zeit zog er die Hand­schuhe aus. Und als er nach Jahren sie wieder anzog, da war es wohl Nacht um ihn. Aus bitter­ster Not getrieben verlassen von allen Freunden erschien er im Ring.

Im Ring?--Ja, es ist wohl auch etn Ring

unweit des Sportpalastes. Auf dem Schöne­berger Rummel kämpfte Adolf Wiegert 3BieiTf^^etdeV^bUefern"fott, wird ihm in diesem sehr mögen ihn wohl die Worte ^troffenSaljr vorgeschrieben. Genau so ist auch nicht mehr zerrissen haben, wenn der Ausrufer ihn vorstellte,tßertei(unq ^ee Brotgetreides zur Mühle ober ihn anpries:Meine Damen und Herren, treten <5ie ^ärferei der freien Willkür ausgesetzt, sondern näher! Heute boxt be, uns im Ring d'e Sensa- 3^ Möglichkeiten, notfalls einzu-

tion der Sensationen: Wiegert, der Boxmei- ub das Getreide über bestimmte Stellen zu

fter von Deutschland irn Mittelgewicht. Adolf Wie- damit unter allen Umständen die Versorgung

9ert !al)j!ann über die Menschen hinweg, die ü?n jebem Zeitpunkt sichergestellt ist. In Anbetracht

wie ein Wundertier anstarrten, und sah zum Sport- Dorräte von rund zwei Millionen Tonnen Brot­palast hinüber Es war wohl die Jrome des Schick- ift bi^s iSer^it möglich. Noch wichtiger als

sals, daß Adolf Wiegert feine 5ßiei)ergd>urt auf 9.? ^Mgung der Ablieferung, sowie der Vertei- einem Rummelplatz feiern mußte Das Geld das v ' » » , « Tatsache, daß es

* - *"wU"

$ampf allem aus_ Es ist einleuchtend, daß die Festsetzung der Men-

mUH grenzet. gen, die von den einzelnen Betrieben abzuliefern

Durch ihn bekam der Boxsport in Deutschland sinb, sowie die Festsetzung der Preise erst erfolgen Geltung durch ihn wurden die hohen Kamps- xonn, wenn eine Uebersicht über den Ausfall der dörsen bis 15 000 Mark gezahlt. Wenn Kurt Ernte vorhanden ist. Die erste Erntevorschätzung Prenzel boxte, war der Sportpalast ausverkauft, liegt jetzt vor, so daß Die Ausführungsbestimmungen 20 000 Menschen standen in feinem Bann. Viel-1 wm Getreidegrundgesetz und im besonderen das leicht war es seine elegante Art, vielleicht sein Ablieferungssoll der Betriebe, wie die Festpreise Kampfttil, durch den er seine Anhänger an sich schon in kürzester Zeit festgelegt werden können, - " ' ganz unbeschadet der Tatsache, daß der endgültige

Kurt Prenzel Ausfall der Ernte gewisse kleine Korrekturen der ' abzuliefernden Menge erbringen kann.

Aus diesem Grunde ergibt sich ohne weiteres, daß es einen außerordentlichen Leichtsinn darstellen