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tag des i. Zu dem

Warum noch Technische Aothilfe?

Oberhessen

Jugend- und posaunenfest der Oberhessischen Gemeinschaften.

Bücheriisch.

Nürnberg als kulturelles Erleb' n i s. Ein Führer durch Nürnberg. 116 Seiten ftflrt mit 4 Wanderkarten und 20 Photos, kart. 2, Mk. Buchoerlag Erich Spandel, Nürnberg. (841) Das Büchlein soll nicht den Charakter des üblichen offiziellen Führers tragen; es handelt sich hier nicht um eine simple Aufreihung der Sehenswürdigkeiten. Sein Inhalt will in der Sprache der persönlich er­lebten Schilderung zum Auge, zu Verstand und Ge- müt sprechen Nicht auf Vollständigkeit wurde Wert gelegt. Auch ist von gelehrten Erklärungen Abstand genommen worden. Der Leser wird an Hand von vier geschickt verteilten Wanderplänen geführt. Diese Pläne verhindern lästiges Hin- und Herblättern, sie werden herausgeklappt, und alles, was auf ihnen verzeichnet ist, ist in dem vorangestellten Text enthalten. Das Büchlein führt durch Nürnbergs engste Gassen und malerische Höfe, zu den berühmte' sten Chörlein und Erkern, lenkt den Blick auf Wt fanbauten, auf die Burg, das Rathaus und W Stadtmauer. So wird Nürnberg, mit feiner fahl' hundertealten ruhmreichen Geschichte, mit seinem schier unerschöpflichen Reichtum an Werken dec Kunst, zu einem unvergeßlichen Erlebnis. An um fang, Ausstattung und Inhalt gemessen, ist der Preis von 2, Mark angemessen zu nennen.

Das Hausbuch. Bilder aus dem deutschen Mittelalter von einem unbekannten Meister, Her« ausgeqeben von Richard Graul. Insel-Verlag 3U Leipzig. Insel-Bücherei Nr. 452. In farbigem Papp band 80 Pfennig. (310) Einen überraschenden kulturgeschichtlichen Einblick in die Lebensführung und den Lebensgenuß des deutschen Bürgertum im Ausgang des 15. Jahrhunderts bieten die der, die das vorliegende Bändchen der Insel-Lucy rei vereinigt. Der Name des Meisters, der Diei Stiche und Zeichnungen geschaffen hat, ist un kannt. Seine Kunst verdient es aber, über o engeren Kreis der Kenner hinaus zum /Bolte o sprechen, von dessen Vergangenheit sie em 1° redtes Zeugnis gibt» Wer deutsches Leben des- oi gehenden Mittelalters fennenlernen will, wird diesem schönen Büchlein mehr erfahren als au» vielen Beschreibungen.

75 Pf. Schnellzugzuschlag: über Frankfurt o.M. 2. Klasse 2 Mark, 3. Klasse 1 Mark; über Koblenz-- Bingerbrück 2. Klasse 3 Mark, 3. Klasse 1,50 Mark.

** Fahrpreisermäßigungen der Reichsbahn zum Verbandstaa des Westdeutschen Skiverbandes. Zu dem vom 22. bis 23. September in Köln stattfindenden Verbandstag des Westdeutschen Skiverbandes gibt die Reichsbahn bei der Fahrkartenausgabe Gießen Sonntagsrückfahrkarten, gültig ab Gießen aus. Gültigkeit: Hinfahrt vom 22. September 0 Uhr bis

Ausführungen mit ganzer Aufmerksamkeit. Schließ, lich gaben noch einige Prediger, die in Oberhessen ihre neuen Arbeitsfelder finden, Glaubenszeugnisse. Die Feier stand unter außerordentlicher Weihe; auch das Wetter half zum vollen Gelingen mit. Für alle Teilnehmer dürfte das Fest von nachhaltigem Ein­druck gewesen sein.

Herbst-pferdemarkt in Friedberg.

Die Bürgermeisterei Friedberg kündigt in unse- rem heutigen Anzeigenteil den Herbst-Pferdernarkt mit Prämiierung in Friedberg für Dienstag, den 9. Oktober, an. Anmeldungen zur Prämiierung werden bis zum Prämiierungstage angenommen. Weiteres in der Anzeige.

Landkreis Gießen.

00 Klein.Linden, 7.Sept. Die Schweine, zählung am 4. September in unserer Gemeinde hatte folgendes Ergebnis: Zuchteber und Zucht­sauen: ferne, Ferkel bis zu acht Wochen alt: 57, Schweine bis zu einem halben Jahr alt: 348, ältere Schweine: keine, mithin insgesamt 405. An Kälbern wurden im Juni 11, im Juli 5 und im August 17 geboren.

* Allendorf (Lahn), 8. Sept. Der Ichahrrge Mechaniker-Lehrling Walter Dick von hier kam gestern unglücklich zu Fall, erlitt einen Unter« chenkelbruch des linken Beines und mußte tn )ie Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

* Hausen, 8. Sept. Der Arbeiter Ludwig Happel von hier erlitt bei seiner Arbeit einen Unfall dadurch, daß er ausglitt und mit einem Arm gegen ein Messer fiel. MU s ch w e- r en Schnittoerletzungen muhte er in die Chirurgische Klinik übergesiihrt werden.

* Harbach, 7. Sept. Dieser Tage wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Hebamme Anna Elisabethe Wenzel zu Grabe getragen. Die Verstorbene hat ihr Amt 43 Jahre lang mit größter Gewissenhaftigkeit ausgeübt und in dieser Zeit über 400 Kindern in die Welt verhalfen. Pfarrer Volz hielt die Grabrede, in der er von der Pflicht zur Dankbarkeit der Verstorbenen gegen­über sprach. _ ,

* Grünberg, 8. Sept. Der 60 Jahre alte Kaufmann Karl Handstein von hier mußte mit mehreren R i p p e n b r ü ch e n, bie er bet einem unglücklichen Sturz erlitt, in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

* Hungen, 7. Sept. Bei der S ch w e r n e z w t- schenzählung in unserer Stadt wurden ermit­telt: 2 Eber, 42 Zuchtsauen, 160 Ferkel unter acht Wochen alt, 284 Ferkel im Alter von acht Wochen bis ein halbes Jahr, 171 Ferkel über einem halben Jahr alt, insgesamt also 659 Schweine.

Kreis Alsfeld.

# Aus dem Ohmtal, 7. Sept. Bei dem schönen Nachsommerwetter hat die Grummet« ernte eine starke Beschleunigung erfahren. Die Ernteergebnisse sind allerdings sehr gering, so daß mehrere Wiesenerträge auf einen Wagen geladen werden können. Die Qualität des Futters ist gut. Mit dem Brechen von Obst wird hier und dort schon begonnen, insbesondere sind es die Zwi­schen, die in diesem Jahre bedeutend früher reiften. Der Behang der Zwetschenbäume ist zufrieden­stellend, auch findet man nicht so viel wurmige Früchte, wie bei dem trockenen Wetter anzunehmen war.

st. Kirtorf, 7. Sept. Nach Jahren fand hier wieder ein Misfionsfest der Heidenmis - s i o n statt. Im gut besuchten Gottesdienst gab Missionar Blümer ein klares Bild oon seinen. Kämpfen und Wirken in Deutsch-Ostafrika. Bereut am Vormittag hatte Missionar Blümer den Kin­dern der Kindergottesdienste von Kirtorf und Ober- : Gleen von den 'Heidenkindern erzählt. Die Konfir- : manben hatten viel Liebe und Sorgfalt auf die würdige Ausschmückung des Gotteshauses verwen« , bet. Der unermüdliche Posaunenchor wirkte wäh­rend der kirchlichen Feier wie auch bei der Nach» Versammlung mit. Nach einleitenden Worten des Ortspfarrers M o-n n a r d sprach Dekan A11 wohn aus Wahlen über die Not auf den Mif- fionsfelbern und die Aufgaben, die der Heimat ge­stellt sind. Missionar Blümer gab eine (Säu­berung von seinen Erfahrungen, Kämpfen und Freuben in Deutsch-Ostafrika. Der Ortsgeistliche be­schloß bie Veranstaltung.

O Bernsburg, 7. Sept. Das hiesige Gu­st a v - A b ol f - F e st g-eftaltete sich zu einem ein- drucksvollen Bekenntnis für den evangelischen Glauben. Die Beteiligung war überaus stark. Ein- geleitet wurde bie Feier durch den Posaunenchor Kirtorf. Ansprachen wurden gehalten von Pfarrer K n e 11 (Herbstein), Pfarrer Kalbhenn (Maul- bach) und dem Ortsgeistlichen Pfarrer Hitzing. Die Kollekte brachte ein erfreuliches Ergebnis.

23. September 24 Uhr; Rückfahrt vom 22 Septem­ber 12 Uhr bis 24. September 12 Uhr (Antritt der Rückfahrt). Am 22. September dürfen Karten zur Benutzung vor 12 Uhr nur ausgegeben werden gegen Vorlage der Mitgliedskarte des Westdeutschen Skiverbandes, oder einer Bescheinigung eines Ver­eins des Westdeutschen Skiverbandes über die Teil­nahme an der Veranstaltung. Fahrpreis für Hm- und Rückfahrt 3. Klasse 9 Mark, 2. Klasse 13 Mark. Bei Benutzung von Schnell- und Eilzügen ist außer­dem der tarifmäßige Zuschlag zu zahlen.

* Watzenborn-Steinberg, 6. Sept. Am vergangenen Sonntag feierten die Oberhessi- fchen Gemeinschaften ihr alljährliches I a h- resfeft, zu dem alle nähere Umgegend kommt. In feiner Weise hatte diesmal die L a n d e s k i r ch- liche Gemeinschaft zu Watzenborn die Vorbereitung getroffen.

Schon zu früher Stunde wurden die Einwohner durch Choralspiel des Posaunenchors geweckt und begrüßt. Alsdann wurde es schnell lebendig; denn es galt die vielen Gäste zu empfangen. Und es muß gesagt werden, daß die meisten Familien des Dor­fes in herzlicher Freundlichkeit der hiesigen Gemein- schäft halfen, den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. . . _

Nach den Proben der vereinigten Gesang- und Posaunenchöre, von denen letztere ein besonderes Lob verdienen, fand um 10 Uhr der Festgottes- dienst im Freien statt. Den Festplatz, der sehr gut inmitten der malerisch gelegenen Dörfer aufgebaut mar, hatte man mit Transparenten geschmückt, deren Hauptbekenntnis gipfelte in den WortenJesus siegt in aller Welt". Pfarrer Eckart von St. Chrischona (Basel) hielt die Festpredigt über Lukas 5, 1 ff. mit dem ThemaDie Begegnung mit JZus .

3ur Fe st Versammlung am Nachmittag be­wegte sich ein stattlicher Festzug unter den Klängen christlicher Marschmusik der Posaunenchore durch das Dorf. In dieser Versammlung tarn nun Gesang und Musik zu ihrem besonderen Rechte; denn Chri­sten folgen in echter Freude dein Bibelworte Sin- get und spielet dem Herrn". Predwer Peters (Mücke) begrüßte als Senior der Gemeinschaften die fast 40Ö0töpfige Gemeinde. Alsdann sprach der Ortsgeistliche, Pfarrer Staubach; er gedachte der Dienstbereitschaft und treuen Verbundenheit der lan­deskirchlichen Gemeinschaft mit der Stirdje unb bem gottesdienstlichen Leben der Gemeinde. Der Fest- Prediger des Morgens hielt dann den Hauptvortrag über bas ThemaLebendiger Glaube und fein Be­weis". Dabei zeigte er bas Ziel der Gemeinschasts- bemegung, nämlich baßjeder Christ ein M^stonar fein müsse" in seiner Familie, im Berufe für Kirche und Volk, M ßefamte Versammlung folgte den

die Technische Nothilfe in Kraft. Bei dieser Gelegen- heit spreche ich allen Nothelfern den Dank der Reichsregierung für ihre in schweren Jahren dem Volk und Staat geleisteten Dienste aus. Ich gebe der bestimmten Erwartung Ausdruck, daß bie Not- Helferschaft im nationalsozialistischen Staate im Wetteifer mit den anderen nationalen Verbanden ihre letzte Kraft im Dienste für das Vaterland ein-

Me^steht es heute mit dem technischen Dienst? Streiks und Aussperrungen kommen wohl mcht mehr in Frage. Wie aber sollen rasch Notstände m lebenswichtigen Betrieben, wie Eisenbahn-, Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerken, beseitigt werden, wenn in einem außenpolitischen Konflikt die Beleg­schaft eines solchen Werkes durch Bombenabwurf und dergleichen arbeitsunfähig gemacht wird? Hier z. B. hat die TN. mit ihrem technischen Dienst ein- zusetzen. A

Jlun zur zweiten: der Gas- und Luft- schuhabteilung. wie der Name schon sagt, dient diese Abteilung zur Beseitigung von Not­ständen, die durch Ausströmen giftiger Gase, Abwurf von Brand-, Brifanz- oder Gasbomben hervorgerufen werden. Sie hat im Einfahfalle folgende Einheiten zu stellen: Bergungstrupps zur Befreiung verschütteter, Jnstandfehungs- trupps zur Wiederherstellung zerstörter Stra­ßen und Brücken und zur Niederlegung oder Abstützung beschädigter Bauteile. Ferner stellt sie Fachkräfte zur Wiederherstellung zerstörter Leitungen für Wasser, Gas und Elektrizität, ebenso für die Entgiftung vergasten Geländes. Auch müssen ausgebildete hilfsmannschafteu für die Feuerwehr bereitstehen. Jeder Volksgenosse überlege sich einmal, über wie viele Brücken z. B. er am Tage geht. Oder man stelle sich die Folgen vor, die durch den Einschlag einer 1000 Kilogramm schweren Vrisanzbombe auf die Straße einer Stadt entstehen. Wie viele Häuser, Straßen und mit diesen Elektrizitäts-, Gas- und Wasserleitungen, Kanäle, Fernsprechkabel usw. werden beschädigt ober zerstört! Jeder denkende Volksgenosse wird einsehen, daß schon jetzt eine Organisation vorhanden fein muß, die die entstehenden Notstände und die Folgen der­selben beseitigen hilft.

Ihre Nothelfergesinnung bei Katastrophen infolge höherer Gewalt konnte bie TN. im Juni unb Juli b.J. bei ben zahlreichen Walb-, Moor- unb Heidebränden an 30 Gefahrenstellen burch bie Tat erneut beweisen. Es haben 22 Ortsgruppen mit insgesamt 1070 Nothelfern mitgewirkt. Daneben leistete eine Reihe anberer Ortsgruppen bei anberen Unglücken wirksame Katastrophenhilfe.

Zum Schluß sei noch eine anbere Tätigkeit er­wähnt, bie zwar nicht in ben amtlichen Richtlinien vorgesehen ist, aber trotzbem von vielen Nothelfern verrichtet wirb. Dies ist bie tatkräftige Mit­hilfe bei ben Auf gben der NSV. unb beim Winterhilfswerk. Der Reichsfuhrer bes Winterhilfswerkes Hilgens elb richtete an bie Reichsführung ber TN. folgenbes Dankschreiben: Nach Abschluß bes WHW. Des beutschen Volkes , 1933/34 möchte ich Ihnen unb Ihren Unterorgani­sationen für bie im WHW. geleistete Arbeit herz- , lich banken. Wenn es möglich war, bas Ziel biefes . großen sozialen Hilfswerkes zu - -eichen unb m i biefem Winter ntemanb hungern unb frieren zu lassen, bann hat auch Ihre Mitarbeit dazu erheb- t lich beigetragen. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen dies auszubrücken, unb ich bitte Sie, meinen Dank auch Ihren Unterorganisationen zu übermitteln.

Polizeiverordnung zur Bekämpfung der Schwarzarbeit.

* Schotten, 7. Sept. Das Kreisamt Schotten hat mit Zustimmung bes Kreisausschusses unb mit Genehmigung bes Hessischen Staatsministeriums für ben Kreis Schotten eine Polizeiverorbnung zur Bekämpfung ber Schwarzarbeit erlassen, in ber mit Wirkung vorn 8. September ab olgenbes bestimmt wirb:

Wer Personen, von benen er weiß ober wissen muß, baß sie Erwerbslosenunterstützung beziehen, gegen Entgelt beschäftigt, wirb mit Geldstrafe bis zu 150 RM. bestraft. _

Diese Bestimmungen gelten nicht, sofern Personen beschäftigt werben, bie bem Arbeitgeber von einem Arbeitsamte zugewiesen sinb, ober deren Beschäfti­gung ber Arbeitgeber bem zustänbigen Arbeitsamt unter Angabe bes vereinbarten Lohnes ange« zeigt hat."

Heimat- und Trachtenfest in Homberg.

* Homberg, 8. Sept. Die Stadt Homberg läbt in unserem heutigen Anzeigenteil zu einem Heimat- und Trachtenfest am 15. und 16. September in Homberg ein. Die Vorbereitun­gen zu diesem Fest in dem reizvollen Landstädtchen im Ohmtale sind mit aller Sorgfalt getroffen. Am Samstag, 15. September, nimmt das Fest mit Vor­führungen ber einzelnen Trachtengruppen seinen Anfang. Am Sonntag, 16. September, wird ein Festzug mit mehreren Musikkapellen durch die Straßen der Stadt Homberg gehen, in bem folgen­des gezeigt werden soll: Gruppe 1: Reichsnährstand, Gruppe 2: Die Jahreszeiten, Gruppe 3: Die Trach­ten, Gruppe 4: Handel unb Gewerbe. In bem Zuge werden auch Festwagen mitgeführt. Auf den Bahn- trecken bis nach Kirchhain, Lauterbach-Nord, Nie- derjossa, Hungen und Lollar werden Sonntagsrück­fahrkarten ausgegeben mit tarifmäßiger Geltungs­dauer oon Samstagmittag 12 Uhr bis Montagmit­tag 12 Uhr. Am Sonntag, 16. September, verkehren außerdem zwei Sonderzüge: 1. Burg- unb Nieder- gcmünben ab 9.46 Uhr, Homberg ab 9.58 Uhr, Kirch­hain an 10.24 Uhr. 2. Kirchhain ab 10.34 Uhr, Homberg ab 11 Uhr, Burg- unb Niadergemünden aa U43 Ufo , - -

Diese Frage wird oft an TN.-Führer und Not- belfer gestellt. Die Antwort ergibt sich aus den von dem Herrn Reichsinnenminister Dr. Frick er- . lassenen neuen Richtlinien für die £31. Ser crftß . Satz hierin lautet:Die Technische Nothilfe ist ein i Machtmittel bes Staates".

Ohne an ben Maßnahmen der Reichsregierung = bewußt nörgeln zu wollen, sagen manche Dolk^ - genossen:Ja, wozu benn eigentlich, es wirb doch heute nicht mehr gestreikt!" Diese Leute sind, trotz öffentlicher Bekanntgabe ber neuen Richtlinien für bie TN. und aufklärender Artikel in fast allen Tageszeitungen, immer noch nicht genügend über Zweck und Ziele der TN. unterrichtet.

In ben Richtlinien heißt es:Sie gliedert sich in ben technischen Dienst zur Beseitigung von Rotständen in lebenswichtigen Betrieben, ben (Bas- unb Luftschuhbienst zur Durchführung bestimmter Aufgaben innerhalb bes zivilen Luftschutzes. Gleichzeitig steht sie zur. Hilfe­leistung bei Katastrophen infolge höherer Gewalt jeberzeit zur Verfügung.

Betrachten wir uns zunächst einmal den tech­nischen Dienst. Diese Abteilung machte die TN. unpopulär. Ihre Aufgabe bestand darin, bei eintretenden Streiks usw. die Notstandsarbeiten in lebenswichtigen Betrieben aufrechtzuerhalten und dort einzugreifen, wo es um die Erhaltung von Dolksvermogen ging. Innerhalb dieser Notstands- arbeiten wurden Bergwerke vor dem Ersaufen ge­rettet, Krankenhäuser, Anstalten und Städte mit dem für eine Notbeleuchtung notwendigen Strom beliefert, bie Belegschaften anberer Werke burch Belieferung mit Strom vor zwangsläufigen Feier- schichten bewahrt, tote Volksgenossen beerbigt, Ern­ten eingebracht, Schiffe nut Lebensmitteln ent­loben unb baburd) unermeßliche Werte bem beut- chen Volke erhalten. Beim Versuch ber KPD. im Jahre 1923, ben Druck ber Rentenbankscheine durch Streik in der Reichsdruckerei zu unterbinden, um durch das dann unvermeidliche Chaos zum Ziele zu kommen, war es wiederum bie TN., bie ein­sprang unb bas Unglück abwendete.

Unser verstorbener Generalfeldmarschall unb Reichspräsident von Hinbenburg urteilte da- mals:

Die Technische Rothilfe ist eine unerläßliche Selbsthilfe in jetziger trauriger Zeit. Ohne ihr tatkräftiges, von Nächsten- unb Vaterlands­liebe zeugendes Wirken würde uns unendliche Gefahr drohen. Denen, die sie mutig und selbst­los abwenden, gebührt der Dank aller wahren Vaterlandsfreunde."

Die Prediger des Klassenkampfes dagegen legten diese Arbeiten als Streikbruch aus. Die Nothelfer erhielten Namen wieStreikbrecher",Arbeiter- oerräter",Kapitalistenhunde" usw. Ja, selbst heute gibt es noch Leute, bie ber TN. immer noch nach- agen, sie sei eine Organisation zum Wohle ber Kapitalisten gewesen, ohne baran zu denken, daß diese Einschätzung von denselben Hetzern stammt, die ihnen in früheren Jahren von ber Internatio­nale unb anberen schönen Dingen vorgeschwarmt haben. Wer sich heute als Nationalsozialist aus­gibt unb bie WorteGemeinnutz geht vor Eigen­nutz" im Munde führt und noch nicht wissen will, daß bie TN. seit 15 Jahren bereits nach biefem Grunbsatz hanbelt, setzt sich ber Gefahr aus, als einer von benen erkannt zu werben, bie sich von : dem früheren marxistischen Einfluß noch nicht völlig , befreit haben. ... .

Der Herr Reichsminister des Innern verfugte Mit - 9tr. IA 5400/7.10. vom 19. Oktober 1933:Hier , durch setze ich die anliegenden neuen Richtlinien für

** VHC. Gießen. Man berichtet uns: Alljährlich im Herbst gedenkt ber VHC. auf der Herchenhainer Höhe feiner im Weltkrieg gefallenen Brüber. Die Sep- tembermanberung bes Zweiavereins führte deshalb dorthin. Nach Bahnfahrt bis Schotten ging es mit dem roten Kreuz auf guter Landstraße durch ein Wie- {cntal, das von der Nidda durchflossen wird, über Rudingshain und bann über bie Höhe, die eine jchöne Aussicht auf das anmutige Dörfchen und auf Schotten gestattet, an ber' Schneeschuhhütte der Reichswehr vorbei nach demHorst", einem herr­lichen Hochwald. Mächtige Basaltblöcke liegen auf beiden Seiten des Waldweges, besonders aber auch an und in ber Nidda, die hier als wildes Bächlein über Stein und Stamm eilt. Immer weiter durch schöne, ruhige Wälder führte die Wanderung bis zum Hoherooskopf und von da, nach längerer Rast, an bem Hitler-Stein vorbei mit dem gelben Kreuz nach der Herchenhainer Höhe, die ebenso wie der Hoherodskopf eine umfassende und mannigfaltige Aussicht bietet. Nach der Gefallenengedenkfeier er­folgte von Hartmannshain die Rückreise mit dem Zug.

** Fahrpreisermäßigungen der Reichsbahn zur Rheinischen Grenz­landschau in Bad Kreuznach. Vom Bahn­hof Gießen wirb uns mitgeteilt: Zur Rheinischen Grenzlanbschau in Bab Kreuznach gibt bie Reichs­bahn von allen Fahrkartenausgaben im Umkreis von 200 Kilometer um Bab Kreuznach Sonntags­rückfahrkarten aus. Gültigkeit: Hinfahrt: vorn 15 September 0 Uhr bis 18. September 24 Uhr. Rückfahrt: vom 15. September 12 Uhr bis 18. Sep­tember 24 Uhr. Die Karten gelten nur bann zur Rückfahrt, wenn sie auf ber Rückseite von ber Aus- stellungskasse abgestempelt sinb. Der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt über Frankfurt a. M. ab Gi e- feen beträgt: 2. Klasse 11,60 Mark, 3. Klasse 7,90 Mark; über KoblenzBingerbrück 2. Klasse 15,20 Mark, 3. Klasse 10,40 Mark. Bei Benutzung von Eil- und Schnellzügen ist außerdem der tarifmäßige Zuschlag zu zahlen. Eilzugzuschlag: über Frankfurt am Main 2. Klasse 1 Mk., 3. Klasse 50 Pf.; über Koblenz-Ämgerbrück L-KlaM 1,50 MM,

** Elternversammlung der Schiller- schule. Man berichtet uns: Durch eine hessische ministerielle Verfügung wurden nach den Sommer­ferien die an den Volksschulen bestehendenE-- Klassen" (kostenloser Unterricht für begabte Volks- schiller in fremdsprachlichen und sonstigen Fächern) überraschend aufgehoben. Mit dieser Tatsache be­schäftigte sich am Mittwochabend imAquarium" eine Versammlung von Eltern der durch diese Maßnahme betroffenen Schüler ber Schillerschule. Es würbe hierbei allgemein ber Wunsch geäußert, im Interesse ber Kinber eine Fortsetzung bes be­gonnenen Unterrichts anzustreben. Die Versamm­lung beschloß baher, an bas Hessische Ministerium in Darmftabt bie Anfrage zu richten, ob unb unter welchen Umständen eine weitere Fortsetzung der E-Klassen" möglich märe.

fität Gießen Dr. Wilhelm C l a ß ist von dem Herrn preußischen Minister für Wissenschaft, Kunst und : Volksbildung beauftragt worden, auch im Winter­semester 1934/35 in ber rechtswissenschaftlichen Fa- fultät der Universität Frankfurt a.M. bas Straf- recht unb ben Strafprozeß in Vorlesungen unb Hebungen zu vertreten.

* Katholischer A n st -a l t s g e i st l i ch e r in Butzbach. Zum katholischen Anstaltsgeistlichen 1 bei der Zellenstrafanstalt in Butzbach wurde ab 1. September der Pfarrverwalter Wilhelm Krie­ger, ber zuvor über vier Jahre als Kaplan an der Sankt-Joseph-Pfarrei zu Mainz segensreich ge- wirkt hatte, durch bas Hessische Staatsministermm ernannt.

** Justizpersonalie. Die Justizpressestelle für die Provinz Oberhessen teilt uns mit: Am 1. September 1934 ist Herr Oberassistent Karl K r e n F e 1 (Bübingen) im Alter von 59 Jahren in den Ruhestand getreten. Aus diesem Anlaß fand im Amtsgericht Büdingen eine kleine Feier statt, bet der dte langjährigen treuen Dienste des Beamten und sein im nationalen Interesse bekundeter Opfer­sinn Würdigung und Anerkennung fanden. Ein ge- meinschaftliches Geschenk an Herrn Krenkel b(totes die Verbundenheit bes Amtsgerichts mit bem Scheidenden; es soll im hoffentlich glücklichen Ruhe- stand ihm Freude machen.

** Versetzungen im Forstdienst. Das Personalamt des Hessischen Staatsministers gibt bekannt: Versetzt wurden: Die Förster Otto 211 b u s zu Viernheim in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Treis a. d. Lda. des Forstamts Gie­ßen, Valentin B a s s e n a u e r zu Groß-Gerau in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Ober- Qlmer Forsthaus des Forstamts Mainz, Adam Bormuth zu Dudenhofen in gleicher Dienst- eigenschaft in die Försterei Frankenstein des- Forst­amts Eberstadt, Heinrich Förster zu Aliendorf an der Lumda in gleicher Diensteigenschaft m ine Försterei Viernheim des Forstamts Viernheim, Karl Funk zu Wohnbach in gleicher Dienstergenschast in die Försterei Bellersheim des Forstamts Lich, Heinrich Ruppert zu Viernheim in gleicher Diensteigenschaft in die Fötzterei Seulberger-Mark des Forstamts Ober-EschbacA sämtlich mit Wirkung vom 1. Oktober 1934.

** Schulpersonalie. liebertragen wurde dem Lehrer Heinrich Bitsch zu Harbach (Kreis Gießen) eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Oppenrod (Kreis Gießen) mit Wirkung vorn Tage des Dienstantritts an.

** Das Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Vergebungsausschreiben aus­wärtiger staatlicher Anstalten. Die In­dustrie- und Handelskammer Gießen macht darauf aufmerksam, daß bei ihr Vergebungsausschreiben auswärtiger Anstalten des Hessischen Staates vor­liegen, über die Interessenten Auskunft erteilt wird.

* Das Fundsachenverzeichnis. Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Das Verzeichnis über die im Monat August gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der An­schlagtafel im Flur ber Polizeibirektion, Lanbgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werben. Die Empfangs­berechtigten werben aufgeforbert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Funbburo während der Dienststunden geltend zu machen.

** Verkehrsunfall. Heute früh ereignete sich an bem Bahnübergang Ecke Gnauthstraße unb Schiffenberger Weg ein Verkehrsunfall, bei bem ein junger Mann von hier erheblich zu Schaben kam. An jener Stelle würbe ber auf seinem Fahrrab zur Arbeitsstätte strebende 21 Jahre alte Willy P a u s ch, Crednerstraße 20 wohnhaft, von einem Motorrad­fahrer angefahren, so daß er stürzte. 2)abei trug der bedauernswerte junge Mann erhebliche Kopf­verletzungen und einen Bruch des linken Unter­schenkels davon. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte ihn nach der Chirur­gischen Klinik.