Oie Blockflöte im Musikunterricht in Schule und Haus.
Schon beinahe mehr als ein Jahrzehnt bringen die Lehrpläne aller Schulgattungen einer erfreulichen Fortschritt im Gesangsunterricht. Wo es die Verhältnisse gestatten, wurde auch dem Jnstrumen- talunterricht ein gebührendes Plätzchen eingeräumt. Bislang blieb in den Schulen die menschliche Stimme das Hauptmusikinstrument. Doch oft versagte dies bei Lehrenden und Lernenden. Wie oft begegnet man der Frage: „Warum treibst du nicht Musik?" Die Antwort lautet in den meisten Fällen: „Es fehlt mir ein passendes Instrument". Zu einem Klavier fehlen die nötigen Mittel, das Violinspiel ist schwer zu erlernen, besonders für Unmusikalische und dergleichen Einwände. Welches Instrument soll man nun wählen?
Die jüngste Zeit brachte nun ein Instrument •— die Blockflöte — wieder zu Ehren, die, obwohl sie schon als Hirtenpfeife im Altertum bekannt war, als grifflose Panflöte oder Syrinx dies eine Urahne unserer Kirchenorgel ist. Sie bestand aus mehreren mit Wachs übereinander geklebten Röhren verschiedener Länge und wurde wie ein hohler Schlüssel frei angeblasen. In Mozarts „Zauber- slöte" ist die genannte Panflöte als Begleitinstrument des Papagenos allgemein bekannt. Die Panflöte war als Hirtenflöte auf dem Erdteil Asien stark verbreitet, durch Zigeuner kam sie nach und nach in das östliche und südliche Europa. Hier entwickelte sich dieses Hirteninstrument zur europäischen Längs flöte und bekam ein besonderes Mundstück, Schnabel genannt, in dessen Höhlung ein kleiner Holzblock kam, der Kern oder Block genannt wurde, daher der Name „Blockflöte". In dem Block läßt ein Schlitz die Kernspalte offen. Durch dieselbe stößt der Luftstrom gegen die obere Kante und wird gegen einen darunter liegenden Aufschnitt geleitet. Das Anblasen entspricht also genau demjenigen der Labialpfeifen der Kirchenorgel. Der Blaser hat sich nicht mit dem Ansätze, wie bei einer Querflöte, erst abzumühen. Die Blockflöte wird meist aus hartem Buchsbaumholz gefertigt, weift etwa 6 bis 8 Grifflöcher auf, beginnt bei der D-Flöte mit dem eingestrichenen „D", bei der OFlöte mit dem eingestrichenen „C". Vor etwa 5 bis 6 Jahren erwachte die Blockflöte aus dem Dornröschenschlafs. Bald kamen alle Sorten Blockflöten auf den Markt, so in Markneukirchen in
Sachsen und in dem angrenzenden Böhmen. Die tschechischen Fabriken schufen bald die Zakane, eine Blockflöte mit 6 Klappen für die Halbtöne. Bei der einfachen Blockflöte können die Halbtöne auch ohne Klappen durch sogenannte Halbdeckung geblasen werden. Heute gibt es Sopran-, Alt-, Tenor- und Baßflöten. Letztere werden wie das Fagott durch ein Metallrohr angeblasen.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde die Block- flöte zu eine/n vollständigen Akkordsystem ausgebaut, es gab 8 verschiedene Blockflöten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden noch Verbesserungen eingeführt, indem die Grifflöcher weiter und enger gebohrt wurden. Man gab dem Schnabel eine gefälligere runde Form, brachte gedrehte Holz- oder Hornringe zwischen die einzelnen Teile, der Barockzeit entsprechend. Besonders beliebt war die Blockflöte in England, hier trug sie den Namen „Rekord", d. h. Zwitscheret. Sie war das Lieblinasinstrument des musikalischen Königs Heinrich VIII., der bei seinem Tode eine große Jnstrumentensammlung hinterließ.
Bis über die Wende des 17. und 18. Jahrhundert spielte die Blockflöte eine wichtige Rolle in der Kunstmusik, sie wurde in den Partituren eines Johann Sebastian Bach kurzwog Flauto genannt, während die Querflöte Flauto traverso hieß. Kurz vor dem Tode des großen Tonschöpfers um 1750 trat eine Wandlung ein. Alle klangschwachen Holz- blasinstrumente ersetzte man durch klangstärkere, so trat die Querflöte (große und kleine) mehr in den Vordergrund und die Blockflöte kam nach und nach in Vergessenheit. Sie mußte ihrer im Klange überlegenen Schwester, der Querflöte, das Feld räumen. Nun in zwei für die Kunstmusik in Betracht kommenden Instrumenten (Flagolett und Zakane) lebte sie fort. Bei der ungemein starken Verbreitung der Blockflöte im 17. und 18. Jahrhundert sind Stücke in fast allen öffentlichen Mußeen, etwa 40 Arten von Blockflöten, zu sehen, so im Germanischen Museum zu Nürnberg, im Museum für Musik in München, Salzburg und Frankfurt a. M.
In Deutschland war es der Musiklehrer Otto Schneider an der Wilhelmstädtischen höheren Reformschule in Magdeburg, der die alte Blockflöte, zuerst in seinem Schülerorchester, wieder zu Ehren brachte. Er entfernte von der alten Zakane alle
Klappen und ließ nur 6 Löcher, von denen er das zweite Loch von unten etwas erweiterte (Ton e und f, diesen mit Halbdeckung. Die „Schneider» s ch e S ch u l f l ö t e" geht vom eingestrichenen „d" bis zum dreigestrichenen „a". Gelegentlich einer Singspielwoche führte Otto Schneider das alte, aber neu erstandene Holzblasinstrument vor. Die Blockflöte ist ein leicht erlernbares Instrument. Sie kann von dem Schüler bald ohne Notenkenntnis geblasen werden. Gesungene Lieder bläst er ohne Noten nach dem Gehör auf der Flöte. Sie ist das Fundamental-Jnstrument für die Querflöte, Klarinette, Fagott und Obo. Beim Marsche mit Trommelbegleitung ist sie leichter zu halten als die Querflöte. Sie hat keine gesundheitlichen Nach- teile für die jugendliche Lunge, im Gegenteil, sie ist ungemein von gesundheitlichem Werte, unreine Luft und Staubteilchen werden aus den Lungenbläschen herausbefördert.
Auf Wanderungen ist sie ein treuer Begleiter. Mit Geige, Zither, Klavier, Trommel, Mund- und Ziehharmonika kann sie vortrefflich gespielt werden. Möchte sie im deutschen Volke weiteste Verbreitung finden.
prof. Dr.-Jng. E. Ihne 75 Jahre alt.
♦ Darmstadt, 8. Juni. Der weit über Deutsch- lands Grenzen hinaus bekannte Pflanzenphänologe Prof. Dr.-Jng. Egon Ihne feierte dieser Tage seinen 75. Geburtstag. Sein besonderes Verdienst ist die Anregung zur Schaffung eines großen Netzes wissenschaftlicher Beobachtungsstationen in großen Teilen Europas. In einer von ihm herausgegebenen wissenschaftlichen Schrift, die seit fast 50 Jahren erscheint, hat er viel grundlegendes Beobachtungsmaterial zusammengetragen. Die Technische Hochschule Darmstadt verlieh ihm 1925 die Würde eines Dr.-Jng. e. h. In besonders ehrender Weise wurde ihm das Doktordiplom durch die Landesuniversität Gießen im Jahre 1930 erneuert.
Weitere Fortschritte der Umgehungsstraße Frankfurt a. M. — Wiesbaden.
LPD. Frankfurt a. M., 7. Juni. In diesen Wochen wird ein wichtiges weiteres Teilstück der Umgehungsstraße Frankfurt a. M.—Wiesbaden in Länge von etwa sechs Kilometern fertiggestellt werden. Es handelt sich hierbei um die Strecke von der verlängerten Bismarckallee in Frankfurt a. M. bis an die Siegener Straße am Nordausgang von Sossenheim. Damit ist dann die Umgehungsstraße bis westlich von Zeilsheim befahrbar. Das letzte
Stück bis zur Einmündung in die Wandersmannstraße dürfte voraussichtlich ebenfalls noch in diesem Jahre fertiggestsllt werden, so daß zum Jahresende dann eine mehr als vollwertige Entlastung der Mainzer Landstraße geschaffen ist.
Ein Ehrenmal
des Fußartillene-rregiwents 7!r. 3.
LPD. Mainz, 7. Juni. In Gegenwart von General Brassert, zahlreicher Vertreter der Verwal- tung und Kameraden wurde hier der erste Spa- tenstich zumEhrenmal des Fußartillerie-Regiments Generalfeldzeugmeister Nr. 3, dessen feierliche Weihe am 12. Oktober stattfindet, getan. Auf dem Gelände des ehemaligen Forts Josef wird ein Ehrenmal entstehen, das an die glorreichen Tage der alten Mainzer Garnison und des Regi» ments erinnern soll.
JtunOfunfproflramm.
Samstag, 9. Juni.
5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Frühmeldungen. 6.40: Gymnastik II. 6.55: Frühkonzert der SA.- Standartenkapelle 119. 8.20—8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk: „Heimat von draußen gesehen." Briefe von Ausländsdeutschen. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialdienst. 12: Uebertragung nach Stuttgart und Leipzig: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittaaskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Fröhliches Wochenend. 15.10: „Lernt morsen!" 15.45: Quer durch die Wirt- schäft. 16: BunterNachmittag. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Der Polizeipräsident spricht! 18.30: Stegreifsendung. 19: Militärkonzert aus unseren Gauen III: Regiments- und Parademärsche der ehemals in Trier garnisonierten Regimenter. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Annerl. Ein deutsches Singspiel von D. Nothof und A. Delzeith. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ... 22.45: Nach- richten aus dem Sendebezirk. 23: Instrumental-Kabarett. 23: Zapfenstreich. 0.30—1: Nachtmusik. 1—2: Alte, frohe Heimat. Schwäbische Alb.______________
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: J.D.: H. L. Neuner. Anzeigendester: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G.. sämtlich in Gießen.
Gießen, den 7. Juni 1934.
3432 D|
Wir betrauern tief den Tod unseres lieben Klosterbruders
Gießen (Liebigstraße 85III), Jena, Klein-Linden, Berlin.
Die Trauerfeier findet am Montag, dem 11. Juni, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.
02957
cand, med. Rudolf Freundlieb
(aktiv W.S 1929/30).
Das Kloster.
I.A.d.K.C.; Hans Voltz, Klosterältester.
Am 7. d. M. früh verschied sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Schwager
Herr Franz Rathenow
im Alter von 75 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Kath. Rathenow.
Gott der Allmächtige hat heute nacht unseren lieben, hoffnungsvollen Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffen
Rudolf Freundlieb, cand. med.
nach tückischem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 25 Jahren heimgerufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Martha Freundlieb Wwe., geb. Fraundorf
Dr. Karl übrig u. Frau Lotte, geb. Freundlieb, nebst Kindern
Hans Freundlieb
Heinrich und Ottilie Freundlieb.
Oschatz, (Hindenburg-Promenade 6), Erbach, Bielefeld, Gießen, den 7. Juni 1934.
Die Beisetzung findet in Alsfeld am Sonntag, 10. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofs-Leichenhalle aus statt — Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. sirM
[Verschiedenes]
Bekanntmachung.
Der Tabnkw.- Verkanfs-Stand irnEnrvfangsge- bäude des Bahn- Hofs Wetzlar soll ab 1.August 1934 neu vermietet werden.
Angebote sind auf amtlich.Vordruck bis zum 25. Juni 1934, vormitt. 11 Uhr, portofrei u. verschlossen mit der Aufschrift„Miet- angeb. Tabakw.- Verkaufs-Stand Wetzlar" an uns einzusenden.
Vordrucke zum Angebot,d.Miet- bedmgung. und die Erläuterung z. Ausschreibung können gegen kostenfreie Ein- sendungv.lRM. von unser.Präsi- dialbsiro, Frank- furt/M., Hohen- zollernplatz 35, bezogen werden. Sie liegen auch dort im Zimmer Nr. 260 zur Einsicht aUs. 3438V
Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft Reichsbahndirektion
Frankfurt a. M.
Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr. 7
Bekanntmachung.
Betr.: Vertrauensmänner in der Angestelltenversicherung.
Unter Aufhebung der Bekanntmachung vom 16. 3. dieses Jahres bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß nachstehende Arbeitgeber und Versicherte als Vertrauensmänner berufen bzw. bestätigt worden sind: a) von Arbeitgeberseite:
Schmidt, Adolf Kolonialwarenhändler, Gießen, Licher Straße 5,
Schunk, Ludwig, Fabrikant, Gießen, Georg-Philipp- Gail-Straße 5,
Münch, Paul, Syndikus, Gießen, Horst-Wessel- Wall 39;
b) von selten der Versicherten: Mohaupt, Georg, Gießen, Schottstraße 7, Eichholz, August, Gießen, Bismarckstraße 28, Zecher, Ludwig, Gießen, Steinstraße 55.
Gießen, den 31. Mai 1934. 34330
Bürgermeisterei Gießen. Dr. Hamm,
llllllllllllllllhlllllllllllhllllhhlllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll üilMMoi von Mtrag. und ftifflmeitenöen sHHMZiveltzen gatjen unO Hindern in Gtetze« Rodbeimer Str.50, mittags 12 Uhr veranstalt, v.d. Nutzviehbeschaffung
e. G.m. b.H., Jfm. 3422 V Freitag, den 15.3uni 1934 Reiche Auswahl an Qualitätstieren Besichtigung ab 13. Juni erbeten 1 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!»!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bekanntmachung
Das Hessische Staatsministerium Ministerialabtei- luna Ib (Innere Verwaltung) hat mit Verfügung vom 15. Mai 1934 zu Nr. St M. Ib 4365 die neue Gebührenordnung für den Städtischen Schlachthof in Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1934 genehmigt. Die Gebührenordnung ist zur Einsichtnahme bei der Schlachthofverwaltung offengelegt 34300
Gießen, den 7. Juni 1934.
Bürgermeisterei Gießen: Bartholomaus.
Bekanntmachung.
Die Beschaffung von „Kanalgußmaterialien" (10-t-Waggon) für den städtischen Kanalbetrieb soll auf Grund der Reichsverdingungsordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. 3427D
Die Verdingungsunterlagen und Angebotsvordrucke sind bei uns erhältlich.
Die Angebote sind in einem Briefumschlag ohne Firmenaufdruck mit entsprechenden Aufschriften versehen spätestens zum Eröffnungstermin am Samstag, dem 16. Juni 1934, vormittags 10 Uhr, an das Städtische Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg Nr. 9, abzugeben, wo die Eröffnung der eingegange- nen Angebote im Beisein der etwa erschienenen Anbieter erfolgt.
Zuschlags- und Bindefrist vier Wochen.
Gießen, den 7. Juni 1934.
Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: Gravert.
Zwangsversteigerung K „/34
Am Montag, dem 25. Juni 1934, vorm. 10.15 Uhr, findet im Amtsgerichtsgebäude Gießen, 2. Obergs- schoß, Zimmer 221, die Zwangsversteigerung der im Grundbuch van Gießen, Band 84, Blatt 4814, dem Wassersportverein „Hellas" 1920 e. D., zugeschriebenen Hofreite statt. Flur XXVIII Nr. 1 Hofreite, Wiß- marer Weg 125, 4455 qm, Einheitswert 1100 RM., Schätzungsbetrag: 1486 RM.
Gießen, den 3. Mai 1934. 3437D
Im Auftrage des Hess. Amtsgerichts Gießen.
________Wagner, Ortsgerichtsoorsteher.________
Arbeitsvergebung.
Nachfolgende Arbeiten für einen CErroeiterungs- bau am Evangelischen Schwesternhaus sollen unter Hinweis auf die'Reichsverdingungsordnung öffentlich vergeben werden:
1. Maurerarbeiten,
2. Zimmerarbeiten,
3. Spenglerarbsiten, .
4. Dachdeckerarbeiten,
5. Trägerlieferung, 6. Schlosserarbeiten.
Die Unterlagen liegen im Büro des Architekten V. D. A. Baurat lUeyer, Alicenstraße 27, von 8 bis 12 Uhr täglich offen.
Die Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Samstag, den 16. Juni 1934, vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Die Eröffnung der einzelnen Angebote erfolgt daselbst.
Gießen, den 8. Juni 1934. 3434D
Der Vorstand des Allgem. Vereins für Armen, und Krankenpflege.
Pfarrer Ausfeld, Hindenburgwall 8.
Beschluß.
lieber den landwirtschaftlichen Betrieb der Johannes Müller XXXVIII. Witwe, Katharine, geb. Henrich, in Lang-Göns wird das Entschuldungsoerfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom 1. Juni 1933 heute um 14 Uhr eröffnet. 3428D
Die Landesbauernkasse Rhein-Ulain-Ueckar, e. G. m. b. h. in Frankfurt a. 2H., Docken Heimer Landstraße 25, wird zur Entschuldungsstelle ernannt.
Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 10. Juli 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden ^md die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.
Gießen, den 31. Mai 1934.
Hessisches Amtsgericht.
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H. R. B. 202.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde heute eingetragen: Firma heyligenslaedt & Eomp„ Werkzeugmaschinenfabrik, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Maschinen und Gußerzeugnissen jeder Art. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. Zu Geschäftsführern sind die Herren Dr. jur. Karl Dönges, Heuchelheim, und Direktor Dietrich Fahlenkamp, Gießen, bestellt. Der Gesell- schaftsoertrag ist am 16. März und 3. April 1934 fcstgestellt. Die Gesellschaft wird durch zwei bis drei Geschäftsführer vertreten. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch mindestens zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Die zunächst zu Geschäftsführern bestellten Herren Dr. jur. Karl Dönges und Direktor Meirich Fahlenkamp sind jeder allein zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur im Deutschen Reichsanzeiger.
Gießen, den 29. Mai 1934.
Hessisches Amtsgericht. 3441D
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Deutsche Stenogrofenfdjott
Ortsgr. Gletzen.
Samstag,9.Juni Abend-Svazicr- gang nach der „Karlsruhe.
Treffv.20.15 Uhr
Walltor. M3»o
Geschäftsdrucksach« Rechnungen Briefblatter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten
bei Brühl, Schulstr.


