Ausgabe 
8.2.1934
 
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der

Das Echo in England

Die

der um im-

Die politische Führung einer Ration muh die wesentlichste Unterscheidung vom übrigen Volk nicht in einem niederen Genuh suchen, sondern in einer härteren Selbstzucht, wer s e l b st Sklave ist der primitivsten leiblichen Bedürfnisse, kann auf die Dauer kein Herr sein über die geborenen Sklaven, wer s e l b st disziplin. und zuchtlos ist, wird nie­mals auf die Dauer Führer sein einer innerlich nach einem festen halt suchenden und streben­den Menschheit. Alle die Millionen kleiner und schwer arbeitender Mitbürger eines Volks ver­

Reihen m i t g e k ä m p f t. Der Kampf der na- tionalfozialistifchen Bewegung für die Organisation der nationalsozialistischen Führung in unserem Volk, sowie die Erziehung unserer Führung zum Volk und des Volks zu unserer Führung, für das rücksichts­volle gegenseitige Verständnis und die treue Brüder­lichkeit der Repräsentanten der Arbeiter der Stirn

langen nicht, dah der weise sich ihrem wissen anpaht oder der zur Kunst Begnadete mit ihrer Kultur vorlieb nimmt. Sie gönnen ihm immer das Seine, allein sie verlangen mit Recht, dah ihnen für ihre Mitarbeit an der Gemeinschaft das gegeben wird, was ihres Wesens ist. Und daher muh eine wahrhaft überlegene Führung einer politischen Ration innerlich erfüllt sein von einem hohen sozialen ver- st ä n d n i s. Sie muh wissen, dah sie, indem sie der breiten Masse eines Volks das zum täg­lichen Leben Rotwendige in weitestem Umfang gibt, der Gemeinschaft eine hohe innere Festig-

immerhin Millionen Menschen unseres Volkes bei Ausgang dieses furchtbaren Krieges an der Er­haltung des Reiches als den sichtbaren Aus­druck der oolklichen Einheit kein lebendiges Interesse mehr finden konnten.

Zu welchen entsetzlichen Folgen das endgültige Gelingen eines solchen Versuches führen muß, liegt auf der Hand. Wenn die kommunistische Zer­setzung der in einem Jahrtausende währenden geschichtlichen Prozeß entstandenen europäischen Völ­ker gelingen würde und die bisherige führende und damit wahrhaft tragende Rassensubstanz einer neuen international-jüdischen Oberschicht zum Opfer fiele, wäre das Ende in ganz kurzer Zeit nicht nur der Verfall unserer tausendjährigen Kul­tur, sondern eine steigende vollkommene Ver­ständnislosigkeit diesen Kulturwer­ten gegenüber. Der Kommunismus würde bei seinem Siege in Europa in dem kommenden halben Jahrtausend zwangsläufig zu einer vollständigen Ausrottung auch der letzten Ueberreste der Schöpfungen jenes arischen Geistes führen, der als Kulturspender seit den uns geschichtlich aufgehellten Jahrtausenden in seinen vielfältigen Verästelungen und Zweigen der heutigen weißen Welt die allge­meinen kulturellen und damit wahrhaft menschlichen Grundlagen gegeben hat.

Dah der Kampf gegen eine solche Entwick­lung aber nun ebenfalls zu den tiefsten und einschneidendsten Ereignissen gehören wird und gehören muh, kann nur den verwundern, der keine klare Vorstellung über die Gröhe der drohenden Gefahr und der damit gestellten Auf­gabe besitzt. Wer daher in der nationalsozialisti­schen Bewegung nichts anderes sieht als eine politische Partei, die um einen bestimmten Ein- fluh im staatlichen Leben kämpft, hat weder aus der Vergangenheit etwas gelernt, noch die Aufgaben der Zukunft begriffen.

Die Vergangenheit hat uns eindeutig gezeigt, dah auch die eifrigste Geschäftigkeit einer Staatsführung versagen muh, wenn auf solche Weife alle Grundlagen des Gemeinschafts­lebens erst einmal ausgehöhlt oder bereits schon zusammengebrochen sind. Daraus ergibt sich aber in äußerster Klarheit das, was in der Zu­kunft zu geschehen hat:

1. Die Aufrichtung einer wirklich berufenen Führung des Volkes und

2. die Wiederherstellung solcher Grundlagen für unser Gemeinschaftsleben, die nach mensch­licher Erfahrung bisher noch immer die Vor­aussetzung für die Gröhe der Völker und Reiche waren.

Indem die nationalsozialistische Bewegung diese Aufgabe löst, nimmt sie den Kampf gegen eine ganze Welt spieherlicher, falscher oder schlechter Vorstellungen sowie ihrer Auswirkun­gen zugunsten einer Welt anderer Auffassun­gen, die ewig gültig waren und damit stets jung sein werden.

Kann nun die ausschließliche Inanspruchnahme eines ganzen Volkes durch eine bestimmte Idee und deren Auswirkungen als schädlich angesehen wer­den oder nicht? Die Frage ist leicht zu beantworten. Richt in der fanatischen Hingabe eines Volkes an eine Idee an sich kann etwas schädliches liegen, son­dern nur in den Auswirkungen einer Äee, die falsch und damit als solche schädlich ist.

Was bedeutet es, wenn durch den Kampf um eine neue Weltanschauung vorübergehend Spannungen innerhalb verschiedener Kreise des Volkes eintreten, am Ende aber daraus die Zukunft der Ration eine un- erhörteStärkung erfährt? Was bedeutet er, wenn junge Menschen vorübergehend in Ge­gensatz geraten zu ihren Eltern, allein durch ihr Eintreten mithelfen, den Bau einer neuen Gemeinschaft zu errichten für Jahrhunderte und damit beitragen für eine neue Stärkung des künftigen Lebens und feiner Zellen, der Familien? Was hat es schon zu sagen, wenn Lehrer und Schüler sich in einem Augenblick nicht mehr verstehen, allein aus der Sturm- und Drangzeit einer begeisterten Ju­gend die Grundlagen einer neuen

Bildung für die Zukunft erwachsen?

und der Faust, ist so gewaltig, schön und erhaben, daß die Jugend der Ration in ihm ihr höch - stes Ziel, ihre in die Zukunft weisende Le­bensaufgabe sehen muß. 14 Jahre kämpfte die Nationalsozialistische Partei in Deutschland um die Macht, und sie, dieausnichtsihrenWeg begann, konnte nach einer so kurzen Spanne Zeit dasDeutscheReicherobern. Ein Jahr lang fuhrt diese Bewegung nun Deutschland, und in knapp zwölf Monaten gewann sie sich das deut­sche Volk.

wenn die deutsche Jugend den Sieg mit der gewaltigen Tatsache richtig ersaht und sich ihn zu eigen macht, dann wird in ihr dereinst dem deutschen Volk eine Kraft gegeben werden, die das Leid und die Bitternis vieler Jahrhunderte löschen wird. Sie, meine jungen Freunde, die Sie das Glück besitzen, an einer grohen geschicht­lichen Wende der deutschen Ration als le­bendige Zeugen teilnehmen zu dür­fen, werden dereinst dann Zeugen sein des in­neren Glücks, das jedem Volk zuteil wird, dem es vergönnt ist, in Frieden und Freiheit die Kraft feines Geistes und feines Körpers arbei­ten zu lassen, nicht nur zur Erhaltung des Lei­bes, sondern auch der Werke einer wahrhaft unsterblichen Kultur!

Die Lugen- muß zur politischen Führung erzogen werden

Während der langen Jahre des Kampfes nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland die Macht wurde von vielen und keineswegs mer übelwollenden Kreisen oft bedauert, daß damit eine neue Erschütterung in unser gesamtes Leben gebracht werde. Besonders beklagenswert erschien es, daß bis hinein in das Innere der Familie Probleme getragen wurden, die, so meinte man, nur zu sehr geeignet seien, die ehe­liche Verbundenheit der beiden Gatten in vielen Fällen eher zu lösen, als zu stärken. Am aller­meisten aber erschrak man über die Tatsache, daß besonders die Jugend von der Kraft der neuen Ideen in einem Umfang erfaßt zu werden schien, daß sie von den anderen, wie man glaubte, wichtigeren Aufgaben des Tages weggezogen wurde und damit nur zu häufig in einen Gegensatz sowohl zum Elternhaus, als auch zur Schule gebracht zu werden drohte.

Oer Führer über die Aufgabe

-er deutschen Hochschuljugend im Dritten Reich

Berlin, 7. Febr. (DNB.) Im festlich geschmück­ten Großen Saal der Berliner Philharmonie, der vor wenigen Monaten bei der Schaffung der Reichs­kulturkammer ein ähnlich glänzendes Bild sah, fand am Mittwochnachmittag die feierliche Verkündung der Verfassungen der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- und Fachschulen, der Deut­schen Studentenschaft und der Deutschen Fachschul­schaft durch den Reichsinnenminister Dr. Frick statt. Die Anwesenheit des Führers unterstrich die Bedeutung dieses Tages. An der Feier nahmen die Rektoren fast aller deutschen Hochschulen, sowie Fahnenabordnungen aller studentischen Fachschaften teil. Als E h r e n g ä st e waren neben dem Führer und Reichsinnenminister u. a. erschienen: Vizekanz­ler von P a p e n, der preußische Ministerpräsident Reichsminister Göring, die Reichsminister Dr. Goebbels, von Blomberg, Darre, von Eltz-Rübenach, Graf Schwerin-Krosigk, der preußische Kultusminister Rust, der Chef der Heeresleitung General der Artillerie von Fritsch, der Adjutant des Führers Gruppenführer Brück­ner, Reichsbischof Müller, Oberpräsident K u b e, und zahlreiche andere Vertreter der Behörden, der Politischen Organisation, von Industrie, Wissenschaft und Kunst. Der Führer wurde bei seinem Erschei­nen von der Studentenschaft mit gezogenem Schlä­ger begrüßt. Das Philharmonische Orchester leitete die Feier durch den Vortrag der Ouvertüre von Wag­nersRienzi" ein. Unmittelbar darauf nahm der Reichskanzler das Wort zu einer Rede, in der er u. a. folgendes ausführte:

Oer Führer spricht.

Führung der Nation auf dem Gebiete der poli­tischen Gestaltung unseres Lebens mehr und mehr z u r Ü ck t r a t gegenüber den Einflüssen einer aus ganz anderen Bedingungen erwachse­nen bürgerlichen Gesellschaft. Ihrer Ent­stehung liegen zum größten Teil ökonomische Momente zugrunde. Diese, an der eigenen Be­rufung oft selbst zweifelnde Gesellschaftsschicht mußte aber zwangsläufig d i e Gewalt über öie Massen des Volkes verlieren. Denn wenn diese Schicht ihre Unfähigkeit selbst auch nicht be­wußt erkennt, so fühlt sie aber der primitive Mensch um so instinktiver. Der Verlust einer innerlich be­rechtigten Führung des Volkes führt nach kurzer Zeit zum Verlust der inneren weltanschaulichen Gesetzgebung.

Es ist aber auf die Dauer unmöglich, ein Volk oder gar einen Staat erfolgreich zu führen, wenn nicht über die wesentlichsten dieser Gemeinschaft zu­grundeliegenden Lebensgesetze eine einmütige Auffassung herrscht. Wie soll ein Volk zu Lei­stungen für die Aufrechterhaltung seiner Freiheit und Unabhängigkeit begeistert werden können, wenn es in großen Teilen an diese Ideale einfach nicht mehr glaubt! Wie will man ein Reich

Reichsimienminister Dr. Irilk verkündet die nein Verfassung der Deutschen Studentenschaft.

London, 8. Febr. (DNB. Funkspruch.) Vorgänge in Paris werden mit gespannter und unruhiger Aufmerksamkeit verfolgt. Es wird be­klagt, daß Frankreich in einer so kritischen Zeit wie der jetzigen keine wirkliche Regie­rung habe. Die französische Öffentlichkeit habe unzweifelhaft genug von dem Schauspiel, das ihr jahrein jahraus vom Parlament geboten wird: ©ine unzulängliche Regierung nach der anderen fei gebildet worden und wieder zerbrochen und die Parteien trieben mit jedem ein­zelnen Minister ihren kleinlichen und korrupten Kuhhandel. Die vaterländische Selbstlosigkeit des früheren Präsidenten D o u m e r g u e, der aus dem Ruhestand ins politische Leben zurückkehrt, findet warme Anerkennung. .Times" sagt: Es ist ein gu­tes Zeichen, daß alle wichtigen politi- fchen Parteien mit Ausnahme der Sozialisten sich geeinigt haben, einenationale" Regie­rung Doumergues zu unterstützen, aber die Erbitte­rung der letzten Tage hat die Spaltung zwischen den Parteien derartig vergrößert, daß diese Verein­barung sich vielleicht als eine brüchige Grundlage für ein neues Kabinett er­weisen wird. Wie andere Blätter spricht auch .Times" von der Möglichkeit, daß schließlich eine Parlaments - Auslösung wird erfolgen müssen. 3

keil verleiht.

Alles, was an Menschenwerken schön ist auf dieser Welt, verdankt seine Entstehung und Vollendung dem Z u s a m m e n w i r k e n intuitiver gei­stiger Erfindung und gestaltender Kraft. Diese Vermählung aber wird auf die Dauer nur dann aufrechterhalten werden können, wenn die Kraft den Geist respektiert und der Geist einsichtsvoll die Kraft fördert. (Beifall.)

Die deutsche studierende Jugend hat bisher in allen Zeiten, an der nationalen Bewegung

Heinrich ORipplerf.

Der frühere langjährige Chesredakteurder Täglichen Rundscha u", Heinrich Rippler ist am Mittwoch verschieden. Heinrich Rippler ist' 68 Jahre alt geworden. Im Jahre 1892 trat er in die Schriftleitung derTäglichen Rundschau" ein der er, seit 1896 als Hauptschriftleiter, bis zum 1. Okto­ber 1921, also fast 30 Jahre, das Gesicht gab Nachdem er dann kurze Zeit die volksparteiliche Ta­geszeitung ..Die Z e i t" herausgegeben hatte brachte er gemeinsam mit dem Führer des Evan­gelischen Bundes, Domprediger D. Doehring im Jahre 1924/25 dieN e u e T ä g l i ch e R u n d - schau" heraus. Heinrich Rippler hat sich außerdem von jeher viel in nationalen Verbänden betätigt Ebenso nahm er sich warm der journalistischen Be­rufsorganisationen an und war u. a. auch einige Zeit hindurch Vorsitzender desReichs­verbandes der Deutschen Presse". Von 1920 bis 1924 war er auch Mitglied des Reichstages als Abgeordneter der Deutschen Volkspartei

Stürmischer, langanhaltender Beifall dankte dem Führer für seine Worte. Beethovens Dritte Leo- noren-Ouvertüre leitete au der Verkündung d.r Verfassungen über, die der Reichsinnen- Minister Dr. Frick oornahm. Der Reichsinnen­minister fuhr dann fort:

Wenn ich als der Reichsinnenminister den Stu­denten diese Verfassung verleihe, so geschieht das nicht, um die Studentenschaften zu verstaatlichen. Eine Eingliederung der Stu­denten in den staatlichen Aufbau würde weder der Geschichte deutschen (Stubententums noch den (9runb= lafeen des Nationalsozialismus entsprechen. Wenn

Akrsassungen von Reichs wegen erlassen werden, so soll damit der Studentenschaft und der Fachschul-

Dollfuß in Budapest.

Bu d a p e ft , 7. Febr. «DNB,, Bundeskanzler Dr. Dollfuß ist in Begleitung des Wiener ungari- m)6n Gesandten Nelky in Budapest eingetroffen. Der Bundeskanzler wurde vom Ministerpräsidenten Go m b o b und von den Mitgliedern der ungari­schen Regierung begrüßt. Bei der Fahrt des Bun­deskanzlers zum Hotel veranstalteten ungarische Nationalsozialisten Kundgebungen gegen Dollfuß und riefen:Es lebe Hitler!" Polizei riegelte die Straßen ab, in denen die Demonstratio- nen stattfanden. Dollfuß hatte eine mehrstündige Unterredung mit Görnbös. Zu einem Teil der Be­ratung wurde auch der Außenminister Kanya der ungarische Wirtschaftsminister, die österreichischen Minister Hennet und Hornbostel und derita- l i e n i s ch e G e s a n d t e Prinz Colonna zugezogen. Bei einem Empfang erklärte Dollfuß, die Freund- schäft zwischen den beiden Nachbarländern sei selbst­verständlich. Vielleicht zur argen Enttäuschung derer O'e weiß Gott was hinter seinem Besuch witterten bedürfe sie keines Vertrages oder Paktes Der feste Wille zur wirtschaftlichen und politischen Zusammen­arbeit gelte mehr als jedes noch so schön stilisierte Papier.

schäft vom Reich aus der Raum und Rahmen ge­sichert werden, innerhalb dessen sie in eigener Ver­antwortung ihre Angelegenheiten selbst Dermal- ten. Ferner soll durch den Erlaß von Reichs wegen ausgedrückt werden, daß diese Selbstverwaltung der Studierenden nicht um ihrer selbst willen, sondern um der höchsten Ziele von Volk und Reich willen besteht. Die Aufgabe der Studen- tenschaft bestebt darin, die ständige Gefahr der Absonderung des Studenten vom Volk zu überwinden. Sie soll ihm immer roiebet zeigen, daß die Hochschule keine in sich ge­schlossene, auf sich selber beruhende Welt ist und daß der Student sich für sein künftiges Wirken im Volk nur dadurch tauglich machen kann, daß er während

verteidigen, wenn schon bei vielen Millionen der Begriff der Vaterlandsliebe nicht nur entwurzelt ist, sondern abgelöst erscheint von inter­nationalen Vorstellungen und Bindungen? Wie will man Soldaten erziehen, wenn der Mut nicht mehr als eine Tugend und die Feigheit nicht mehr als Laster gilt! Wie will man ein höheres wirtschaftliches Leben garantieren, wenn über die primitivsten Begriffe von Mein und Dein keine einheitliche Vorstellung zu erzielen ist? Wie glaubt man eine Justiz walten lassen zu können, wenn das größte Verbrechen, nämlich der Verrat an Volk und Reich, ungestraft zum politischen Ideal gestempelt werden kann und die Treue zu beiden als reaktionäre und klassenmäßig bestimmte Dumm­heit gelten darf? Wie will man noch von einer Moral reden, wenn man alle Grundlagen dieser Moral von vornherein leugnet und ihr die Mehrheit b e t) i n g t e 1 ber Nation entfremdet hat?

Herzob Johann von Guise, der sich mit diesem Aufruf m Erinnerung bringt, ist seit dem Verzicht des 1926 gestorbenen Herzogs Philipp von Orleans, Chef des französischen Zweiges des Hauses B o u r - don-Orl6ans. Nach dem Erlöschen der älteren Linie des Hauses Bourbon ging 1883 die Thronprä- tendentschaft auf die jüngere Lmie Orleans über. Letzter Orleans, der die französische Königskrone getra­gen hat, war derBürgerkönig" Louis Phi­lipp, den die Februarrevolution des Jahres 1848 vom Thron stieß. Dessen Urenkel, der Herzog von Guise, der sich nun seinen französischen Landsleuten als Retter empfiehlt, ist 1874 geboren und wohnt abwechselnd in Belgien, Spanisch-Marokko und Parma.

Verhaftung rechtsradikaler Journalisten.

Paris, 7. Febr. (DNB.) Außer dem royali­stischen Journalisten Charles M a u r r a s ist auch einer der Hauptschriftleiter und Mitbegründer der Cotyschen ZeitungAmi du Peuple", Jacques Ditte, dxr sich auch politisch betätigt hat, heute früh verhaftet worden, als er sein Haus verließ. DemNotre Temps" zufolge soll der bekannte Royalistenführer und Schriftsteller Leon Daudet, gegen den noch nicht einmal ein Haftbefehl vorge­legen habe, Frankreich verlassen haben und bereits in Brüssel eingetroffen fein.Notre Temps", der den politischen Gegenpol derAction Fran- aaise" darstellt, erinnert in diesem Zusammenhang daran, daß Leon Daudet nicht zum ersten M a l e in seinem Leben die Flucht ergreife. Als 1914 die deutschen Truppen gegen Paris vorrück- ten, sei er tapfer nach Bordeaux marschiert.

Sozialistische Gewerkschaften kündigen 24stündigen Generalstreik an.

Die Ereignisse der letzten Jahrzehnte haben mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, daß erstens die natürliche und mithin rassisch bedingte^

Paris, 7. Febr. (DNB.) Der Verwaltungsaus­schuß des Allgemeinen Gewerkschafts­bundes hat beschlossen, am Montag einen 2 4 - stündigen General st reikgegen die Dro­hungen des Faschismus und für die Verteidigung der öffentlichen Freiheiten" zu veranstalten. Der ständige Verwaltungsausschuß der Sozialisti­schen Partei hat beschlossen, den Allgemeinen Arbeiterverband aufzufordern, den Zeitpunkt des Generalstreiks v o r z u v e r l e g e n. Die Sozialisti­sche Partei hat der CGT. mitgeteilt, sie sei bereit, mit ihr zusammen an der Kundgebung teilzuneh­men, die am Tage des Generalstreiks den Bastille- Platz zum Ausgangspunkt haben wird. Die kom­munistischeHumanitä" fordert die Arbeiter und Arbeiterinnen von Paris auf, am Freitag um 20 Uhr auf der Place de la Räpublique zu demon­strieren. Der Allgemeine Arbeiterverband fordert die ihm angeschlossenen oder nahestehenden Ver­einigungen, wie Liga für Menschenrechte und die sozialistischen Vereinigungen der verschiedenen Rich­tungen auf, an dem 24ftünbigen P r o t e st st r e i k am Montag teilzunehmen und auch alle geplanten Demonstrationen in der Hauptstadt und in ' Provinz zu beschicken.

(Beifall.) Alle wahrhaft großen, weltbewegenden Ideen haben die Menschen fanatisiert. So bedauer­lich dies dem geruhsamen Mitbürger oder Beobach­ter einer Zeit auch für den Augenblick erscheinen mochte, so sind doch dadurch allein für das gesell­schaftliche Zusammenleben der Manschen für viele Jahrhunderte Grundlagen geschaffen worden, ohne die der Aufbau und der Bestand größerer mensch­licher Gemeinschaften einfach undenkbar wäre. Dies gilt aber für alle wirklichen Revolutio - nen mit weltanschaulichem Charakter. Der Zu- ammenbruch des Jahres 1918 toar keine Nie­derlage im Felde, sondern, wie schon die Be­zeichnung sagt, etwas ganz anderes, eine feit vielen Jahrzehnten sich in Deutschland vollziehende Zer- etzung. Daß diese Gefahr nur von einem Bruch­teil der deutschen Geistigkeit früher richtig erkannt und eingeschätzt wurde, zeigt, wie äußerlich und oberflächlich das sogenannte staatspolitische Denken )er Vorkriegszeit war. Man dachte in Staatsge- ichichte und hatte keine Ahnung über di e volklichen und rassischen Grundlagen des menschlichen Gemeinschaftslebens.

Wenn wir aber auf die Erhaltung der Gemein­schaft des deutschen Volkes überhaupt Wert legen, müssen wir die politische Führung auto­ritär jenem Bestandteil überfragen, der nicht nur hierzu von Ratur aus geeignet ist, sondern auch durch seine geschichtliche feststellbare Tätig- keil die Bildung des deutschen Volkes ermög­lichte und vollzog. Dieser Bestandteil unseres Volkes allein kann die Grundsätze des Gefell- fchaftsverlrages aus der ihm eigenen Tätigkeit für das ganze Volk aufflellen und ihre Ein­haltung erzwingen. Ohne ein solches allgemein gültiges und anerkanntes weltanschauliches Fundament und einer in ihr verankerten auto­ritären Führung kann aber das deutsche Volk auf die Dauer keine Gemeinschaft aufrecht­er halten.

bp?tn*!?CrAan(eJ1,,citc.retlcf [icr ctnc warnend- und S.6.!"?'',.3" derselben Zeit, da Bi-, scken st!?°°t-p°l'ti,che Einigung der deut- A ,n°hm d° Ä «Vf nS. Sf S $ ft E' TamatSber hrih ,CilYen Anfang. Mit der Pra- letariot"" b »en großen SammelbegriffePro- uelle Fiibrüna "b®OUr9oif 1. die intellek-

,Un9 d?r marxistischen Lehre d i e A u f - w°r bis -um Jahre'igL'N^-iVngkn?^

Was hätte es aber für einen Sinn, eine solche Ar-,, ... , y, .> - - --------------

beit für die Zukunft der Nation zu beginnen, wenn endigen Ar^eil nehmend, in den vordersten sie nicht in erster Linie die Jugend des Volkes!c v

für diese neue Welt zu gewinnen versuchte. Der! Appell des idealistischen Opfers der Volksgemein-! schäft findet bei ihr am elften Gehör, denn sie ist noch nicht erstickt unter der Last einer nur Zu leicht die Stimme -es gesunden Instinkts über­wuchernden Scheinbildung oder den Scheinargumen­ten einer sogenannten wirtschaftlichen Vernunft. Und wenn überhaupt die Erziehung noch etwas tun kann zur besseren Formung und zur Stärkung des inneren Menschen, dann jedenfalls am ehesten in diesem jugendlichen Alter. Gerade deshalb richtet der Nationalsozialismus an die Jugend seinen schärf st en und ein­dring l i ch st e n Appell. So wie aus ihr die spateren Berufsgruppen des Volkes erwachsen, die dieFührung auf Öen verschieden st en Lebensgebieten einnehmen, so muß sie auch einst der Ration in einer Auslese fähigsten und ge­eignetsten Menschentums die natürlich erlesene und damit bestimmte politische Führung sicher­stellen helfen.